Posts Tagged ‘Utopien’

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 43)

7. Mai 2021

Was wäre eine annähernd rationale Gesellschaft in einer gepanzerten Welt? Eine Gesellschaft, in der der „gesunde Menschenverstand“ herrscht. „Populismus“, wenn man so will!

Eine Gesellschaft, die in organisch gewachsenen „Kreisen“ organisiert ist. In meinem Falle: Hamburg (1. Kreis), der plattdeutsche und protestantische (mit ein paar katholischen Einsprengseln im Süden) Kulturraum (2. Kreis), die Nation Deutschland (3. Kreis), der deutschgeprägte Kulturraum/Mitteleuropa (4. Kreis), Europa (5. Kreis), die Welt (6. Kreis). Alle Kreise sind ziemlich verschwommen (was hat die Grenze des Bundeslandes Hamburg schon groß an Bedeutung!) und sie überschneiden sich (man denke nur an Elsaß-Lothringen). Nur der 3. Kreis ist bzw. sollte klar definiert sein, denn er sorgt für Stabilität und Identität. Er ist der Hauptangriffspunkt der Emotionellen Pest, wie man gerade am Kampf gegen den Populisten Trump gesehen hat und dem gegen die AfD sieht.

Eine Wirtschaft, die rational organisiert ist. Es gibt nur eine einzige rationale Sozialpolitik: Jobs und stabiles Geld. Wenn ich weiß, daß ich jederzeit irgendwo einen Job finden kann und Reserven anlegen kann, die jederzeit und instantan liquide sind (schlicht und ergreifend ein „Sparstrumpf“), wo bleibt da die „soziale Frage“? Wenn die Medizin und andere Dienstleistungen von bürokratischen Zwängen und „Rechten“ befreit würden, könnte sie sich jeder leisten. Die Gerichte sind dazu da, sich mit wirklichen Kriminellen (der Emotionellen Pest) auseinanderzusetzen und nicht mit Schadensersatzforderungen und ähnlichem! Es gibt so etwas wie „Schicksal“, das man zu tragen hat! Man denke nur an die USA, wo man zum Millionär wird, wenn man seinem Arzt einen „Kunstfehler“ nachweisen kann. Jeder kann jederzeit von einem scheiß Winkeladvokaten in den Ruin getrieben werden!

Mit einem Wort: verringert die Sympathikotonie in der Welt, indem ihr die nationalen Grenzen sichert und die Leute ihre Arbeit machen läßt. Eine ethnisch homogene Gesellschaft wie Japan kann weitgehend auf die Polizei verzichten. Dann braucht man nur noch die Gesetze und Verordnungen auf ein Mindestmaß zusammenstreichen und die Arbeitsdemokratie wirken lassen. Natürlicherweise nimmt die Arbeitsdemokratie keine Rücksicht auf die, mehr oder weniger, sechs Kreise, so daß trotz aller Trennung für die „eine Welt“ gesorgt ist.

Es gibt keine „soziale Frage“ und kein Problem für den „Weltfrieden“, solange wir die Arbeitsdemokratie wirken lassen und die Emotionelle Pest kompromißlos bekämpfen. Sorgt für die natürliche Ordnung, indem ihr die Staatsgrenzen kontrolliert, stabiles, inflationsfreies Geld einführt und die Gesetze und Verordnungen (letztendlich Panzerung!) auf ein Mindestmaß zusammenstreicht, so daß der Einzelne wieder frei atmen kann! Eure Utopien und Visionen könnt ihr euch getrost dahin schieben, wo sie hingehören!

David Holbrook, M.D.: SOZIALISMUS ALS „ERSTE PHASE DER KOMMUNISTISCHEN GESELLSCHAFT“: DIE IDEOLOGIE, DIE ALLEM LINKEN DENKEN ZUGRUNDELIEGT / HAT SCHON MAL JEMAND DIE ÄHNLICHKEITEN ZWISCHEN POLITISCHER IDEOLOGIE UND RELIGIÖSER IDEOLOGIE BEMERKT?

28. Dezember 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Sozialismus als „erste Phase der kommunistischen Gesellschaft“: die Ideologie, die allem linken Denken zugrundeliegt

 

Hat schon mal jemand die Ähnlichkeiten zwischen politischer Ideologie und religiöser Ideologie bemerkt?

 

Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 6)

16. Januar 2020

Das römische Kaiserreich nach Christi Geburt zerfiel immer mehr und drohte in einem Morast aus „orientalischem“ Obskurantismus und Verantwortungslosigkeit zu ertrinken. Schließlich konnte es nur noch vom Christentum zusammengehalten werden. Tatsächlich hat das Christentum das Abendland gerettet, indem es die Kräfte der Selbstregulation mobilisiert hat, die schließlich in der Entwicklung von Wissenschaft, Kapitalismus und Demokratie mündeten. Vorher waren Menschen, jedenfalls die außerhalb der Familie und der eigenen Gesellschaftsschicht, kaum mehr als Dinge, die man versklaven und in jeder denkbaren Weise „instrumentalisieren“ konnte. Erst im Christentum gewann jeder Mensch als „Ebenbild Gottes“ einen unverlierbaren Eigenwert, was über die Jahrhunderte erst die Selbstregulation der Gesellschaft ermöglicht hat.

Ähnliches läßt sich über den gegenwärtigen Westen sagen, für dessen Untergang wir alle Zeugen sind. Erneut versinken wir im „orientalischen“ Obskurantismus und Verantwortungslosigkeit. Wenn man die Orgonomie mit den allesbestimmenden „Weltlehren“ des letzten Jahrhunderts, dem Marxismus und der Psychoanalyse, vergleicht, hatte AUSSCHLIESSLICH Reich einen Zugang zum biosozialen (Arbeitsdemokratie) und biologischen Kern, dem Quell der Selbstregulation. Entsprechend Ist die Orgonomie der EINZIGE Weg der Rettung wie vor fast 2000 Jahren das Christentum. Ausschließlich die Orgonomie kann die Kräfte der Selbstregulation mobilisieren, die den Westen erneut zu ungeahnten Höhen bringen werden.

Haltlose Utopie? Tatsächlich hat sich die Gesellschaft Reich schon längst zu eigen gemacht. Reich selbst hatte Ende der 1920er Jahre darauf hingewiesen, daß Marx und Freud bloße Instrumente der Entwicklung autonom verlaufender wirtschaftlicher und sexualökonomischer Prozesse waren, die in der „mental-hygienischen Bewegung“ des frühen 20. Jahrhunderts, dem Freudo-Marxismus und letztendlich der „sexuellen Revolution“ der letzten 60 Jahre zum Ausdruck kamen. Wo immer man hinschaut, gibt es sogenannte „Reichianische“ Therapeuten und Leute, die ähnliche Sachen praktizieren, teilweise ohne überhaupt den Namen „Reich“ zu kennen. Es ist alles eine gigantische Verzerrung, Emotionelle Pest, aber es ist eindeutig ein Ersatz für das Wahre. Das Problem ist, daß das Wahre bei all diesen pestilenten Überwucherungen unsichtbar wird. Trotzdem wird die Orgonomie diese „Bewegung“ übernehmen, eben weil sie das Original ist und nicht nur bloßer Ersatz. Sie kann nicht in die Irre führen, solange sie sich auf das Problem Emotionelle Pest konzentriert. Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia waren die EINZIGEN nach Reich, die dieses „Konzept“ am Leben gehalten haben. Reich war der deutlichste Ausdruck der biosozialen Entwicklung, die mit dem Verfall des Christentums begann, und die heutige Orgonomie ist nur eine Fortsetzung dieses unüberwindlichen Impulses.

Das orgonomische Gesellschaftsmodell

26. November 2019

Von den ca. 80 Millionen Deutschen zahlen vielleicht 20% mehr ins System ein, als sie erhalten. Die restlichen 80% sind ihre Kostgänger: Kinder, Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Beamte, Leute, die indirekt von Steuern leben, weil der Hauptkunde ihrer Firma der Staat ist, etc. „Wer bezahlt, sollte auch bestimmen!“, d.h. nur diese 20% sollten zur Wahl gehen dürfen. Um die Gerechtigkeit zu vollenden, sollten diese Stimmen nach den eingezahlten Steuern gewichtet sein. Das ist keine bloße Utopie, denn genau so waren (in sehr groben Zügen) ursprünglich die USA und das Wilhelminische Deutschland organisiert!

Man kann natürlich argumentieren, daß etwa ein Polizist („ein Kostgänger der Produktiven“) eine wichtigere und im Endeffekt auch produktivere Funktion ausfüllt, als etwa jemand, der Musketen für Sammler herstellt, dabei sehr erfolgreich ist und mit dieser Arbeit den Polizisten mitfinanziert. Ganz zu schweigen von etwa einem Wissenschaftler, der von staatlichen Fördergeldern lebt, aber mit seinen Erkenntnissen ganze Industriezweige neu erschafft. Je weiter man das durchdeklamiert, desto absurder wird meine „Utopie“ und desto mehr nähern wir uns dem heutigen demokratischen System, das auf jedem Fall dem Untergang geweiht ist, denn wenn die Parasiten zu 80% das Sagen haben, werden die 20% Produktiven immer mehr ausgebeutet und in die Ecke gedrängt, bis das System kollabiert.

Das einzige für die moderne Welt gangbare Demokratiemodell hat Reich entwickelt, die Arbeitsdemokratie. Hier steht nicht das Individuum (der Funktionsträger) im Mittelpunkt, sondern die Arbeit (die Funktion) selbst. Der Funktionsträger unterliegt eigenen Gesetzmäßigkeiten, die nichts mit der Funktion zu tun haben, sie teilweise sogar behindern. Man denke nur an das Problem der politischen Einstellung der Arbeitenden oder den ganzen Komplex unserer evolutionären Belastung (unser Primaten- und „Neandertalertum“), kulturelle und religiöse Prägungen, etc.

Wie funktioniert die Arbeitsdemokratie konkret? Die Frage beantwortet sich von selbst! Die Arbeitsdemokratie ist das, was übrigbleibt, wenn man die Idiosynkrasien der Funktionsträger, d.h. alles Irrationale wegstreicht. Das wird natürlich in alle Ewigkeit ein Ding der Unmöglichkeit sein, aber so hat man zumindest einen Rahmen, ein Zielkorridor, an dem man sich orientieren kann. Ein Gefühl für Arbeitsdemokratie gewinnt man etwa, wenn man sich mit dem Ingenieurswesen und der Wissenschaft beschäftigt. Hier ist die Vorstellung von „Wahlen“ genauso absurd, wie die einer Diktatur. Über die Frage, ob das Virus x die Krankheit y hervorruft, kann man weder abstimmen noch einfach etwas behaupten. Einzig und allein die Klinik und das Labor fallen die Entscheidung. Gleichzeitig kann es jederzeit neue Beobachtungen und Experimente geben, die die „erwiesene“ Theorie relativiert oder gleich ganz umstößt. Probleme machen hier nur die Ideologien und Persönlichkeitsstörungen der Ingenieure und Wissenschaftler. Im großen und ganzen herrscht aber der „wissenschaftliche Ethos“, der sich wegen der „Macht des Faktischen“ letztendlich immer durchsetzt. Genauso sollten wir unsere Demokratie angehen. Konkret bedeutet dies, einen „arbeitsdemokratischen Ethos“ zu verbreiten, wie Reich es als erster im Schlußkapitel von Die Massenpsychologie des Faschismus getan hat.

Paul Mathews: People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

1. November 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

19. September 2019

 

Paul Mathews:
Der genitale Charakter und die genitale Welt

 

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest (Teil 5)

11. Mai 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

Warum Peter kein Verfassungsfeind ist

16. September 2018

Rechte und Linke träumen von einer politiklosen Gesellschaft. Welcher Traum könnte schöner sein als der, daß dieser ganze irrationale Mumpitz endlich unser Leben verläßt! Gestalt gewinnt dieser Traum etwa im Konzept eines reinen Verwaltungsstaates nach dem Rechten (autoritären) Karl-Heinz Hoffmann („Wehrsportgruppe Hoffmann“). Die Regierung erwüchse in diesem quasi „monarchistischen“ Zukunftsmodell aus der Verwaltung, Experten regierten und Parteien und Wahlen würden abgeschafft. Klingt vernünftig, denn würden alle unsere Politiker nicht aus dem Sommerurlaub zurückkehren: kein Mensch vermißte sie. Wir müßten allenfalls auf immer neue und immer schwachsinnigere Gesetze verzichten! Aber muß diese Hoffmannsche Utopie nicht zwangsläufig in einen verknöcherten Kafkaesken Alptraum münden, wo im Extremfall „unnütze Esser“ „verschwinden“ und alles endet wie in einer Militärdiktatur. War die neo-feudalistische „DDR“ so viel anders?

Von linker (anti-autoritärer) Seite kommen rätekommunistische und anarcho-syndikalistische Träumereien, wie die ersten Ausformulierungen des Konzepts „Arbeitsdemokratie“ durch Wilhelm Reich Ende der 1930er Jahre, der damals immer noch eindeutig links stand. Auch dort sollten die Experten regieren, nur daß Reich (inspiriert von der Arbeiterbewegung im allgemeinen und dem „anti-bürokratischen“ Trotzkismus im besonderen) mehr von der Wirtschaft her dachte und von der Selbstorganisation der „Produzenten“ und Konsumenten, d.h. der Arbeiter. Auch in einer solchen nicht von oben (wie bei den Rechten), sondern von unten regierten Gesellschaft möchte ich nicht leben, einfach weil nach allgemeiner Lebenserfahrung sich persönlichkeitsgestörte Besserwisser in den Vordergrund spielen werden, Gruppendruck herrschen wird und genau das passieren wird, was bei und nach der Gründung der Grünen passiert ist: die „roten Garden“ werden sich durchsetzen und das ganze wird im ganz gewöhnlichen roten Faschismus münden! Das hatten wir schon alles in der russischen Räte-Union („Sowjetunion“)!

Ohnehin werden die beiden Utopien, so heilsam sie auch auf den ersten Blick wirken mögen, langfristig nicht funktionieren, da sich die gepanzerte Gesellschaft stets in links und rechts spalten wird. Solange die Menschen gepanzert sind, wird man die Politik nicht beseitigen können. Politik ist eine BIOENERGETISCHE Gegebenheit des gepanzerten Menschen wie jede andere neurotische Erscheinung auch. Schaltet man aber die Politik aus, wird sie schon bald in leicht veränderter Form automatisch von neuem ihre häßliche Gestalt erheben. Gepanzerte (neurotische) Menschen werden sich immer in zwei Gruppen spalten, wobei die eine jeweils den Trieb und die andere die Triebabwehr repräsentieren wird. In einer parlamentarischen Demokratie wie Deutschland wird dieser Konflikt nicht unter den Teppich gekehrt, sondern in all seiner Häßlichkeit auf kontrollierte Weise öffentlich ausgetragen. Nur aus diesem Grund konnte Amerika so lange überleben und sogar den vielleicht verheerendsten Bürgerkrieg der Weltgeschichte überstehen. Ähnliches läßt sich über das an sich unregierbare Indien sagen. Jede andere Konstruktion ist nicht überlebensfähig, weil Konflikte nicht ausgetragen werden und es über kurz oder lang zum großen Knall kommen muß. Oder mit anderen Worten: wer Alternativen zu den westlichen Demokratien entwirft, ist ein gefährlicher Spinner!

Das wirkliche, das eigentliche Problem ist, daß die bioenergetischen (charakterologischen) Grundlagen dessen, was geschieht, nicht durchschaut werden und deshalb nicht zunehmend bewältigt werden können – in Richtung des von Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegten reifen Konzepts einer Arbeitsdemokratie. Die Aufgabe, dieses bioenergetische Wissen zu vermitteln, hat sich Charles Konia gestellt, wie wir morgen sehen werden.

Der genitale Charakter und die genitale Welt

13. April 2018

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

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