Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 2: Das Geldsystem)

Geld ist eine Anweisung auf menschliche Arbeit. Es ist eine Beziehung und hat mit Vertrauen zu tun, keine „Substanz“, die irgendwas speichert, auch keine „Energie“, die, frei nach Bernd Senf, „frei fließen“ muß oder was auch immer. Die Orgonenergie taucht an einer ganz anderen Stelle auf: das Beziehungsgeflecht gegenseitiger Verpflichtungen sorgt für ein gigantisches Netzwerk einfacher („sich gegenseitig anziehender“) orgonometrischer Gegensätze („→∫←“), die dazu führen, daß die Gesamterregung und der Orgonenergie-Pegel des Systems ansteigt (orgonomisches Potential). Dort, wo es nur Scheingeld gibt, wie in der einstigen „DDR“ mit ihren lächerlichen Aluminiumchips, die nichts bedeuteten, oder in der von Bernd Senf herbeigesehnten Silvio Gesellschen Utopie („Schwundgeld“ sic!), herrscht das mechanische Potential vor: ein einfacher Austausch von Gütern und Leistungen, ohne jede orgonotische Spannung. Wer vor 1989 bewußt gelebt hat und in der „DDR“ war, weiß wovon ich rede. Sozialistische Charaktere sehnen ein solches System herbei, weil sie keine bioenergetische Spannung aushalten. DESHALB, ausschließlich deshalb, sind diese Leute Antikapitalisten.

Unser Geldsystem, das angeblich Geld aus dem Nichts erzeugt, beruht demnach darauf, daß jeder Cent durch menschliche Arbeit gedeckt ist. Es muß zusammenbrechen, wenn die menschliche Arbeitsfunktion auf breiter Front signifikant nachläßt. Das äußert sich auf dreierlei Art und Weise:

  1. Politiker, die unabhängigen Zentralbanken und nicht zuletzt die internationalen Finanzinstitutionen reagieren auf die Erosion der menschlichen Arbeitsfunktion, die in der antiautoritären Gesellschaft zunehmend dramatischer wird, krypto-Gesellianisch, indem sie Kredite immer billiger machen und schließlich mit Negativzinsen den Leuten geradezu aufzwingen. Infolge werden vollkommen kontraproduktive Konsum- und Investitionsentscheidungen gefällt!
  2. Die Erosion der Arbeitsfunktion (und das damit verbundene Anwachsen der Augenpanzerung, d.h. Kontaktlosigkeit!) macht natürlich auch vor den Banken nicht halt. Im Rahmen des allgegenwärtigen Antiautoritarismus erhalten auf vollkommen unverantwortliche Weise Konsumenten, Produzenten und ganze Länder Kredite, die sie bei rationaler Abwägung niemals hätten erhalten dürfen, einfach weil sie das geliehene Geld nicht werden erarbeiten können.
  3. Die Massen suchen das Problem nicht bei sich, d.h. in der Bioenergetik, sondern ganz ökonomistisch beim „System“, dem „Bankensystem“, dem „Geldsystem“, dem „Zinssystem“, und verfallen immer mehr faschistischen Verschwörungstheorien, die teilweise vielleicht gar nicht so abwegig sind, doch das bioenergetische, d.h. charakterstrukturelle Grundproblem sieht niemand und es wird sozusagen sogar „immer unsichtbarer“.

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10 Antworten to “Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 2: Das Geldsystem)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    („Schwungeld“ sic!)

    Wirklich so? Gibt es eine Quelle?

  2. Peter Nasselstein Says:

    „SchwunDgeld“! Vielleicht sollte ich mir mal eine neue Tastatur gönnen. (Habe doch tatsächlich eben „Schundgeld“ geschrieben…..)

    Außerdem möchte ich nicht wissen, wie oft ich das korrekturgelesen habe!

    • Robert (Berlin) Says:

      „Schundgeld“ ist ein berechtigter (unbewusster) Einwand. Der EURO ist tatsächlich Schundgeld, weil er rapide an Wert verliert und durch fast nichts gedeckt ist.

  3. Kim Says:

    Was haben die ganzen gelagerten (ob in Lagern oder noch in der Erde ist eigentlich egal) Rohstoffe damit zu tun?

    • Peter Nasselstein Says:

      Eine sehr gute Frage, denn das wirft das Problem der Golddeckung auf. Ich war ein großer Anhänger von Gold = Geld bis ich einsehen mußte, daß es nie eine 100%ige Golddeckung gegeben hat und daß man dies nicht einfach mit politischen Machenschaften wegerklären kann, sondern daß es im Wesen des Geldes liegt, sich vom Gold zu lösen.

      Die ungeheuren Mengen an Gold, die aus Südamerika nach Spanien flossen, haben das Land nicht märchenhaft reich gemacht, sondern ihm schnell und nachhaltig nach einer Scheinblüte das Genick gebrochen, einfach weil jeder Anreiz für wirtschaftliche Tätigkeit zum Erliegen kam – man hatte ja jede Menge Reichtümer…

      Geld und Wirtschaft allgemein funktioniert nur, wenn man beides hat: Gold oder andere Rohstoffe und eine arbeitswillige und -fähige Gesellschaft. Deshalb haben die Golfstaaten keine Zukunft und auch mit dem vor Rohstoffen platzenden Rußland sieht es nicht besser aus. Umgekehrt, daß Deutschland jetzt seinen einzigen nennenswerten Rohstoff, die Kohle, aufgibt, bedeutet für die Zukunft nichts Gutes.

      Wenn der Welthandel wegbricht, stehen wir vor dem absoluten Nichts. Das gleiche gilt für Länder, die nur Rohstoffe haben – die man ja schließlich „nicht essen kann“. Weniger Sorgen müssen sich Länder wie die USA und Norwegen machen.

      Also, der Kohleausstieg ist ein derartiges Verbrechen an Deutschland…

      • claus Says:

        Ich habe mir auf Empfehlung einiger ‚Libertärer‘ mal etwas Roland Baader besorgt, der immer vom Fiatgeld spricht. Aber dass der Geldwert davon abhängt, was die Bundesbank an Gold lagert, kommt mir abwegig vor. Es muss doch auch damit zu tun haben, was ich für einen Euro jeweils bekomme, und das hängt wiederum von Praktiken und das gemeinsame Wissen um diese Praktiken ab. Ich komme sowieso nicht darum herum, die Klassiker Menger, Schumpeter, Mises zu lesen …

        • Kim Says:

          Wie wärs damit, dass es von beidem oder noch mehr abhängt?

          • Kim Says:

            natürlich weniger vom Goldschatz, als von dem was man bekommt und der daran hängenden Arbeit… Zudem fällt mir gerade auf, dass „auch“ schrieben!

        • Peter Nasselstein Says:

          Wenn ich mich recht erinnere, behauptete Baader, daß der Kapitalismus nur mit Golddeckung funktionieren kann. Aber, wie gesagt, es hat nie eine 199%ige Golddeckung gegeben un man kann sie sich auch nicht recht vorstellen, da allein schon durch sSchuldverschreibungen ständig neues Geld geschaffen wird.

          Ich stelle mir das so vor, daß Gold und Geld mit einer Art Gummiband miteinander verbunden sind. Das Gold sorgt sozusagen für „Substanz und Beständigkeit“, das „Gummiband“ für Flexibilität. Wird das Gummiband zerrissen, wie Nixon es 1971 getan hat, muß das früher oder später verheerende Konsequenzen haben – den apokalyptischen Kollaps, vor dem wir unmittelbar stehen, nachdem das Unvermeidliche jahrzentelang durch immer neue Tricks herausgezögert wurde. Erstarrt das Gummiband zu einem unflxiblen Stahlrohr, wird zwangsläufig bald ein neues „Nixon“ kommen, da das Geld dann vollkommen unflexibel ist und auf Krisen nicht ausreichend reagieren kann. Wenn jetzt jemand „Bitcoin“ erwähnt, platzt mir die Hirnschale auf… Diese ganze Sache ist wirklich sehr kompliziert. Es ist die Grundlage unserer materiellen Existenz, aber niemand kann wirklich mit letzter Klarheit durchblicken.

  4. Peter Nasselstein Says:

    Ein kleines Streiflicht, das zeigt, wie die alles zerstörende antiautoritäre Transformation auch vor erwürdigen Institutionen wie der Deutschen bank nicht haltmacht:

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