Das Aufkommen des Psychopathen (Teil 12)

von Dr. med. Dr. phil. Barbara G. Koopman

Der Mittelklasse-Übergangstyp: Genese und soziales Umfeld

Unter Berücksichtigung der obigen Formulierungen des Ghetto-Triebhaften sind wir nun in der Lage, einige Übergangstypen unter unseren zeitgenössischen städtischen Hochschülern näher zu betrachten. Betrachten wir zunächst die Genese.

Diese Jugendlichen kommen oft von Eltern, die in der Wirtschaftskrise aufgewachsen sind und in einem Klima der mehr oder weniger sexuellen Unterdrückung erzogen wurden. Solche Eltern begeistern sich oft für extreme sexuelle Freizügigkeit. Sie sind stark hin- und hergerissen zwischen ihren intellektuellen Überzeugungen sexuell bejahender Natur und den automatischen sexualnegativen Einstellungen, die zur Struktur und verinnerlicht wurden. Intensive Schuldgefühle und Ressentiments (normalerweise verdeckt) sind gegen ihre eigenen Eltern gerichtet. Je neurotischer sie sind, desto kontaktloser sind sie. Bei dem Versuch, „moderne“ Ideen auf ihre Kindererziehung anzuwenden, tun sie Dinge rein mechanisch, ohne den richtigen Gefühlston oder das „Bauchgefühl“, das ein offenerer Mensch haben würde. Eine Frau aus meinem Bekanntenkreis wusste zum Beispiel aus der Lektüre, dass sie sich nicht in die Selbstbefriedigung ihres 4-jährigen Sohnes einmischen sollte. Eines Tages hatte das Kind eine Erektion und zeigte sie stolz seiner Mutter, um zu verkünden: „Schau, Mami, mein Pipimann ist so groß!“ Die Frau, die klug genug war, ihren unwillkürlichen Widerstand verstummen zu lassen, erstarrte dennoch. Das Kind kontrahierte sofort. Hätte sie warmherzig gesagt: „Oh, ist das nicht schön, Schatz!“, und wäre dann ihrer Arbeit weiter nachgegangen, hätte sich das Kind wohl gefühlt. Das andere Extrem und mit noch größerer Kontaktlosigkeit ist die Mutter, die der Bitte ihres kleinen Sohnes nachkam, ihn zu masturbieren, als er sich ihr stolz zeigte. Nach den Prinzipien der Selbstregulierung hätte diese Mutter auf eine freundliche, entspannte Art sagen können: „Das ist sehr nett, Schatz, aber Mami ist zu groß, um so mit dir zu spielen. Kinder und Erwachsene spielen nicht so, aber es ist sehr schön und Mami hat dich sehr lieb.“

Es sind normalerweise die Exzesse wie die des zweiten Beispiels, die den größten Schaden anrichten und zu einer triebhaften Struktur führen. Die hypersexuelle Stimulation spielt hier eine große Rolle. Im Laufe meiner Praxis habe ich Anamnesen von schockierend kontaktlosen Kindererziehungspraktiken erhalten, die im Namen der Selbstregulierung durchgeführt wurden. Dazu gehören die folgenden: Kinder, die ins elterliche Bett mitgenommen wurden, während die Eltern Geschlechtsverkehr hatten; eine Mutter, die ihre Kinder schon sehr früh masturbierte und sie dann in ein Sexualleben drängte, anstatt der Natur ihren Lauf zu lassen; ein Vater, hochgebildet und intelligent, der trotz wiederholter Ermahnungen eines Arztes, es zu unterlassen, sexuell mit seiner vorpubertären Tochter spielte. Dies sind natürlich die Extreme.

[Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 40-58.
Übersetzt von Robert Hase]

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3 Antworten to “Das Aufkommen des Psychopathen (Teil 12)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „…Eltern, die in der Wirtschaftskrise aufgewachsen sind und in einem Klima der mehr oder weniger sexuellen Unterdrückung erzogen wurden. Solche Eltern begeistern sich oft für extreme sexuelle Freizügigkeit.“

    Ich hatte einen Lehrer, der zuerst extrem autoritär und gefürchtet war und dann mit der 68er Bewegung ins Gegenteil umschlug und behauptete, Sprachstörungen würden mit dem ersten Geschlechtsverkehr verschwinden.

    „mein Pipimann“
    Ich musste endlos suchen, was dinghy bedeutet, hatte es mit Schiffchen übersetzt, weil es Beiboot bedeutet. Peter wies darauf hin, das es richtig dingy heißt, ein Slang für Penis, und so einigten wir uns dann endlich auf das obige Wort.

    „schockierend kontaktlosen Kindererziehungspraktiken erhalten,… Kinder, die ins elterliche Bett mitgenommen wurden, während die Eltern Geschlechtsverkehr hatten; eine Mutter, die ihre Kinder schon sehr früh masturbierte… ein Vater, hochgebildet und intelligent, der trotz wiederholter Ermahnungen eines Arztes, es zu unterlassen, sexuell mit seiner vorpubertären Tochter spielte. Dies sind natürlich die Extreme.“

    Heute würde man es sicherlich nicht nur als Extrem ansehen, sondern es passierte das, was Reich im Christusmord sagte. Wie ein festgespannter Bogen, der einen Pfeil abschießt, so brechen die Triebe durch. Linke Zeitungen wie Das Argument und Zitty warben für die Abschaffung des Kindesmissbrauch-Paragraphen, Klaus Kinsky, Klaus Rainer Röhl, David Hamilton, alle diese und viele andere Berühmtheiten missbrauchten Minderjährige. Skandinavische Länder erlaubten harte Kinderpornographie in Pornoheften.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Über weibliche Sexualität:

    https://wilhelmreichmuseum.org/live-event-on-zoom-may-29-2021/

  3. Peter Nasselstein Says:

    Heute ist das alles grundlegend anders: die FFF-Jugend ist angepaßt, die Kinder der Oberschicht (amerikanisch: die Mittelklasse), man ist adrett und gesittet, „hochbegabt“, gehorcht den Lehrern und verehrt Merkel. Es sind die Unterschichten, die diese ganze grüne Kackscheiße werden ausbaden müssen, in der die Rebellion grollt:

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