Archive for the ‘Psychotherapie’ Category

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 44)

27. Januar 2023

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Wäre ich beispielsweise Gesangslehrer, würde ich den Schüler einfach bitten, etwas zu singen, das aufnehmen und ihm das sozusagen „charakteranalytisch“ zurückspiegeln, indem wir uns gemeinsam die Aufnahme anhören. Sodann würde ich ihn fragen, was hier nicht zu seiner Vision von dem paßt, was er erreichen wollte, erstrebt hat. Auf diese Weise würde ich die Hemmung, die ihm sein Leben frustabel macht, d.h. seine individuelle Panzerung ansprechen.

In einem zweiten Schritt würde ich ihn fragen, ob es wirklich seine eigene wahre Vision von Singen, von Performance, ist oder er irgendeiner heteronomen Modeerscheinung aufgesessen ist, mit der er sich nicht wirklich identifizieren kann. Ich würde damit sozusagen die gesellschaftliche Ideologie angehen, die soziale Panzerung.

Im ersten Fall geht es um die Technik, im zweiten um den Stil. Das Ziel meines Unterrichts wäre es, Fassade und Kern wieder miteinander zu verbinden und die sekundäre Schicht in einem Zweifrontenkrieg immer weiter einzuengen und schließlich zu zermalmen.

Das bringt mich zu Marx, demzufolge Arbeit definiert ist als „Vision“ plus Handanlegen, was von vornherein die gesamte Thematik von Arbeitsteilung, Überbau und Unterbau, Produktionsmittel und Produktionsverhältnisse, Klassenbewußtsein und gesellschaftliche Ideologie impliziert. Ich habe in den vorangegangenen Teilen dieser Blogserie versucht darzustellen, daß es sich hier um sozusagen Masken der Stirnerschen Anthropologie handelt: verinnerlichte Hierarchien, Über-Ich, Panzerung.

Bei Freud geht es um das „Ichideal“, d.h. die Vision dessen, was man gerne wäre; womit man sich identifiziert: mit dem heteronomen Vorgaben der Gesellschaft (letztendlich der „schwarzen“ Mittlere Schicht in der obigen Abbildung) oder mit dem autonomen bioenergetischen Kern.

Man wird Eigner seiner selbst, d.h. gewinnt „seine eigene Stimme“, wie man so schön sagt!

David Holbrook, M.D.: Zittern vor Liebe

3. Januar 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Zittern vor Liebe

David Holbrook, M.D.: SEX UND LIEBE IN EINEM FALL VON PARANOID-SCHIZOPHRENEM CHARAKTER (Teil 4)

13. Dezember 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sex und Liebe in einem Fall von paranoid-schizophrenem Charakter

David Holbrook, M.D.: SEX UND LIEBE IN EINEM FALL VON PARANOID-SCHIZOPHRENEM CHARAKTER (Teil 3)

5. Dezember 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sex und Liebe in einem Fall von paranoid-schizophrenem Charakter

David Holbrook, M.D.: SEX UND LIEBE IN EINEM FALL VON PARANOID-SCHIZOPHRENEM CHARAKTER (Teil 2)

29. November 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sex und Liebe in einem Fall von paranoid-schizophrenem Charakter

David Holbrook, M.D.: SEX UND LIEBE IN EINEM FALL VON PARANOID-SCHIZOPHRENEM CHARAKTER (Teil 1)

20. November 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sex und Liebe in einem Fall von paranoid-schizophrenem Charakter

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 18)

12. September 2022

In ihrem Aufsatz „No Man Is an Island: The Individual and Society from an Orgonomic Viewpoint“ (The Journal of Orgonomy Vol. 43, No. 1, Spring/Summer 2009, S. 39-55) setzt sich die orgonomische Psychologin Virginia Whitener u.a. mit einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Charles Konia aus dem Jahre 2007 auseinander: Functional PaleoAnthropology: The Origin of Human Armor.

Als vor vier oder fünf Millionen Jahren der Vormensch das aufrechte Gehen, seine Sprechwerkzeuge und den opponierbaren Daumen entwickelte, blieb das Gehirn vorerst etwa gleich groß wie zuvor. Die Funktion war zuerst da, die sie „steuernde“ Struktur kam erst später hinzu! Das „Erfassen“ von Gegenständen und das „Erfassen“ von Ideen erregten sich gegenseitig bioenergetisch. Ähnlich beim Sprechapparat: durch die Fähigkeit der Vokalisation entwickelte sich die Sprache und damit das Denken.

Durch die Steigerung der Erregungs- und Wahrnehmungsfunktion erhöhte sich die orgonotische Ladung des Gehirns. In Die kosmische Überlagerung hatte Reich Anfang der 1950er Jahre spekuliert, daß der Mensch sich abgepanzert habe, als er sich seiner Wahrnehmung bewußt wurde, sich selbst zum Objekt seiner Beobachtung machte und darüber strauchelte.

Konia zufolge ist die Vokalisation ein ähnlich wichtiger Faktor, denn mit ihr geriet die Atmung unter bewußte Kontrolle. Durch die „Atemsperre“, den zentralen Mechanismus der Panzerung, konnte der Mensch seine Angst, die mit der Selbstwahrnehmung einherging kontrollieren.

Entsprechend ist es kein Zufall, daß in der Orgontherapie die Sprache eine solch zentrale Rolle spielt („Charakteranalyse“) und je nach der Schwere der Augenpanzerung zuerst diese oder die Atemsperre angegangen wird. Neurotiker verharren in einer festgehaltenen Inspirationshaltung, d.h. die Atmung bleibt panikartig in der Einatmungsphase stecken („Schreckreaktion“), um das vegetative Zentrum mit Energie zu versorgen, während die mit Hingabe und Öffnung verbundene Ausatmung unterdrückt wird. Durch Mobilisierung der geregelten Atmungspulsation in der Orgontherapie soll das Energieniveau auch der Peripherie wieder gehoben werden, um den Schockzustand des Organismus (Kontraktion) und damit die Panzerung beheben zu können.

Nachdem Kontakt („Bewußt-Sein“) hergestellt ist, wird die Atemsperre meist zuerst gelöst (d.h. was die ganze Therapie betrifft, aber auch in jeder einzelnen Sitzung), um den Organismus zunächst einmal energetisch aufzuladen. Das Brustsegment als Sitz von Herz und Lunge bezeichnet Morton Herskowitz als „die hauptsächliche Bewegungsquelle des Energieniveaus des Körpers“ („The Segmental Armoring“, Annals of the Institute for Orgonomic Science, 4(1), September 1987, S. 66-87).

Wenn man diese Überlegungen (insbesondere aber Reichs betreffende Ausführungen in Die kosmische Überlagerung) Revue passieren läßt, wird unvermittelt deutlich, was Orgontherapie imgrunde überhaupt ist: es geht um unsere Existenz als Mensch per se. Nicht einfach wir liegen auf der Matratze: es geht um die Geschichte des Tiers Mensch, um die Spezies Homo sapiens, um die Menschheit und ihr Sein im kosmischen Orgonenergie-Ozean.

Bis vor kurzem glaubte man, daß die Sprache den Menschen auszeichne, doch nachdem man Hunden, Affen und Papageien über das Antippen von Symbolen, Gebärdensprache und Papageien sogar über Vokalisation beachtliche Wortschätze von über tausend Worten beibrachte, also Sprache auf alltäglichem Konversationsniveau, begann selbst diese scheinbar letzte Grenze zu bröckeln. Immerhin gibt es aber eine letzte Hürde, die die menschliche Einmaligkeit sichert: die Grammatik, also die Fähigkeit sich über einfachste kurze Aussagensätze hinaus zu verständigen und abstrakte Sachverhalte darzustellen und zu entwickeln. Was ist Grammatik? Mustererkennung und das selbständige Anwenden dieser Muster, die sich irgendwann in der Sprachgemeinschaft herauskristallisiert haben.

Interessanterweise entstehen ständig neue Sprachen („Pidgin“), etwas auf Neuguinea, wenn vorher isolierte Völker sich etwa auf Indonesisch und Englisch verständigen müssen. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich, ohne daß es eine erkennbare „Führung“ gibt, spontan eine vollkommen neue Grammatik herausbildet, die manchmal gar nichts mehr mit den Ursprungssprachen zu tun hat. Das ist wirklich ein Wunder der Arbeitsdemokratie: die organische Selbstorganisation der Gesellschaft. Bewußtsein ist untrennbar mit unserer Existenz als Gruppenwesen verbunden.

Wir kontrollieren unsere Atmung, um sprechen zu können – und legen damit die Grundlage unserer Panzerung. Und wir filtern die Welt durch ein Netz von Regeln – und legen damit die Grundlage der Emotionellen Pest („Vor-Urteile“). Berühmt ist Nietzsches Satz aus der Götzen-Dämmerung, wir würden Gott solange nicht los, wie wir noch an die Grammatik glaubten. Das letztere versucht die woke Sprache aufzuheben, indem die Gesetze der Grammatik systematisch zerstört werden, um ja niemanden irgendwelche „Muster“ überzustülpen. Das ganze erinnert an Wittgenstein, an Zen und nicht zuletzt an Stirner, d.h. die angestrebte Rückkehr zum authentischen „unsagbaren“ Ich, indem man die Sprache (und damit letztendlich die Panzerung) selbst überwindet.

Stirner antwortete seinen Kritikern:

Stirner nennt den Einzigen und sagt zugleich: Namen nennen dich nicht; er spricht ihn aus, indem er ihn den Einzigen nennt, und fügt doch hinzu, der Einzige sei nur ein Name; er meint also etwas anderes als er sagt, wie etwa derjenige, der dich Ludwig nennt, nicht einen Ludwig überhaupt, sondern dich meint, für den er kein Wort hat.

Was Stirner sagt, ist ein Wort, ein Gedanke, ein Begriff; was er meint, ist kein Wort, kein Gedanke, kein Begriff. Was er sagt, ist nicht das Gemeinte, und was er meint, ist unsagbar.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 17)

31. August 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Das ist auch so eine Sache mit Stirner (und ich habe es auch immer wieder bei „Reichianern“ gefunden): fast schon a la Schopenhauer wird behauptet, daß es doch eh keine wirkliche Entwicklung gebe, daß alles gleich schlecht wäre, daß wir immer in der Falle sitzen, solange nicht der Ausgang gefunden wird, etc. Nun, ich bin den Kreuzrittern maßlos dankbar, daß sie die Araber und Türken aus Europa rausgehalten und sogar zurückgedrängt haben. Ich bin dankbar, daß ich in einem demokratischen Europa leben kann. Und ich bin dankbar, daß alle „Freiheitsbewegungen“ gescheitert sind und die „Emanzipation“ trotzdem (bzw. gerade deshalb) langsam aber dafür sicher fortgeschritten ist. Überhaupt glaube ich, daß dieser Fortschritt in allen Gesellschaften praktisch automatisch abläuft. Selbst in islamischen und asiatischen Gesellschaften. Einfach, weil die Menschen nicht nur „gepanzert“ sind, sondern imgrunde durchweg rational und auf das Eigene bedacht. Das ist ein Element, daß in jedem Menschen zu finden ist und auf dem man aufbauen kann, wenn man nur behutsam vorgeht.

Das ist ja auch ein Hauptelement von Reichs „Arbeitsdemokratie“. Es gibt nur eine Menschengruppe, bei der man diese nicht findet und daß sind ausgerechnet jene Freiheitskrämer, die mit Gewalt die „Falle“ aufsprengen wollen. Verächtlich und kontaktlos wird über die Toleranzgrenze der Menschen hinweggegangen, infolge wird alles schlimmer als jemals zuvor und der langsame organische Fortschritt ist zerstört – vielleicht für immer. Die Emanzipationsbewegungen gegen König, Stammesherrschaft und Schah im Iran und in Afghanistan sind dafür typische Beispiele. Kurz gesagt: die arbeitenden Menschen sind anständig (d.h. prinzipiell „stirner-fähig“) und zwar gerade die und gerade in jenen Eigenschaften, die von den angeblichen „Emanzipatoren“ mit Verachtung gestraft werden.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum Reich mit den „einfachen Menschen“ klar kam, nicht jedoch mit den (pseudo-)intellektuellen „Fenichels“ – und diese nicht mit Reich. Übrigens findet man bei Stirner ähnliches, desgleichen beim bodenständigen LaMettrie. – Der Unterschied zwischen Stirner und Reich ist nur, daß letzterer halt auch die besagten „reaktionären“ Kreuzritter würdigen konnte. Ich rechtfertige natürlich nicht jeden konservativen Schwachsinn, aber… Immerhin kann ich die Logik dahinter nachvollziehen: Weder „Freiheit“ noch Reaktion, sondern eine ausgeglichene „funktionelle“ Entwicklung in Harmonie mit der (gepanzerten und ungepanzerten) Natur des Menschen.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 6)

16. Juli 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Warum haben LaMettrie, Stirner und vor allem Reich all das, was ihre „Aufklärungsarbeit“ ihnen abverlangte, auf sich genommen. Myron Sharaf meint, was den Fall Reich betrifft, um seine ödipale Schuld abzutragen. Andere meinen, entweder weil er seinen existentiellen Konflikt als „Außenstehender“ lösen wollte oder weil er so seinen bioenergetischen Lebenshunger stillen wollte. Das heißt doch nichts anderes, als Reich auf eine orgastisch impotente Pathologie zu reduzieren. Meines Erachtens ist es fatal, bei Reich auf diese Weise zwischen Sein und Handeln, Motiv und Aktion zu unterscheiden. Dieser Unterschied macht nur in der sozialen Fassade und in der mittleren Schicht der Charakterstruktur Sinn, nicht jedoch, wenn man aus dem bioenergetischen Kern heraus lebt. Dann springt man z.B. nicht unter Lebensgefahr in einen reißenden Strom, um ein Kind zu retten, weil es das Gewissen diktiert, sondern man springt, weil man anders gar nicht kann. Dann ist man ein Retter und verändert die Umwelt so, daß es dem eigenen Wesen entspricht. Man lebt, während die anderen nur Marionetten sind.

Dies ist übrigens wieder die unheimliche Nähe zwischen Modju und dem genitalen Charakter: beide folgen einem strukturellen Zwang. Es ist sinnlos zu fragen, warum Hitler die Juden vergast hat oder warum Reich diese Pest bekämpft hat, genauso wie die Frage sinnlos ist, warum ein Fischreiher Fische fängt, sonst wäre er nämlich ein „Kartoffelreiher“ oder so.

Tue das, was du bist, und sei das, was du tust und dann wirst du deinen Weg gehen. Dabei ist die Frage natürlich, ob dieser Weg wirklich Glück beschert. Wer ist wirklich glücklich: der, der seinen Weg verraten hat und als Lohn auf einer Luxusjacht durch die Adria schippert und die innere Leere mit Champagner auffüllt; oder der, der unter unsäglichen Qualen in einem Folterkeller eines faschistischen Regimes verreckt, aber das im Bewußtsein tut, sich treu geblieben zu sein? Ich habe den Eindruck, daß es sich an dieser Stelle ähnlich verhält wie mit Stirners Dichotomie von Freiheit und Eigenheit. Unsere Freiheit ist ewig eingeschränkt. Da heißt wir können wohl nicht z.B. durch Wände gehen, aber wir können innerhalb unserer beschränkten Möglichkeiten des „Freiseins“, wir selbst bleiben. Ähnlich verhält es sich mit dem Glück: der Weg mag beschwerlich und dunkel sein, aber es ist dein Weg und damit der einzig mögliche Weg. Jeder andere würde dich ohnehin unglücklich machen.

Antiorgontherapie (Teil 8)

13. Juli 2022

Der grundlegende Unterschied zwischen der Psychoanalyse à la Theodor Reik („Hören mit dem dritten Ohr“) und der Charakteranalyse von Wilhelm Reich: in der Psychoanalyse werden alle Arten von „Gefühlen“ objektiviert und ins Hier und Jetzt versetzt („Bewußtmachen des Unbewußten“), während in der Charakteranalyse umgekehrt das Hier und Jetzt („Sie beschreiben den Tod Ihrer Mutter. Warum lächeln Sie?“) „emotionalisiert“ wird. Das hat drei Aspekte:

In der Psychoanalyse wird alles sexualisiert, d.h. das Sexuelle im Gehirn „verarbeitet“ und so „überwunden“, während in der Charakteranalyse umgekehrt stets von der Ich-Abwehr ausgegangen wird, um schließlich „von oben nach unten fortschreitend“ den Sexus zu befreien.

In der Psychoanalyse wird der vermeintliche „Kern“ angesprochen; der vermeintliche „Primärvorgang“, den die Surrealisten mit ihrem Suhlen in sekundären Trieben sichtbar machen. Das wird insbesondere an der aus ihr abgeleiteten Jungschen „Analytischen Psychologie“ deutlich: während in der Charakteranalyse „chirurgisch“ von außen nach innen vorgegangen wird und sorgsam Primäres (das authentische Selbst) vom Sekundären (gesellschaftliche Konditionierungen) getrennt wird, wird in diesen Psychotherapien an das „innere Kind“ appelliert und irgendwelche vagen „geistigen Wirkstrukturen“, „Kräfte“ und „Energien“ mobilisiert. Das ganze erinnert eher an religiöse Erweckungsbewegungen und hat nichts mit einer verantwortungsvollen Psychotherapie zu tun.

In der Psychoanalyse wird die Vergangenheit in die Gegenwart getragen („Verdrängtes bewußtgemacht“), während in der Charakteranalyse umgekehrt das gegenwärtige Verhalten schrittweise mit der Vergangenheit verbunden wird, d.h. Verhaltensmuster („Charakter“) werden herausgeschält.

Zur Illustration dieser drei Punkte nehme man etwa die „Urschreitherapie“ (und sämtliche pseudo-Reichianischen Therapien plus den ganzen „Tantra-Komplex“): am Ende steht immer ein wachsendes Desinteresse an sexueller Entladung, weil die Energie vor allem im Gehirn gebunden wird; das „Selbst“ wird zunehmend von „Archetypen“ überwuchert, d.h. der Mensch auch im Kern „vergesellschaftet“ („du wirst zum Buddha, wenn du dich mit Buddha identifizierst“); und man wird Infantilisiert, d.h. abhängig gemacht.