Die Massenpsychologie der antiautoritären Gesellschaft (Teil 2)

1942 schrieb Reich einen seiner besten sozialpsychologischen Aufsätze, „Der biologische Rechenfehler im menschlichen Freiheitskampf“. Die damalige autoritäre Gesellschaft faßt er darin in den folgenden 11 Punkten zusammen:

  1. Die Menschheit ist biologisch krank.
  2. Die Politik ist irrationaler sozialer Ausdruck dieser Krankheit.
  3. Was immer im gesellschaftlichen Leben geschieht, ist aktiv oder passiv, gewollt oder ungewollt durch die Struktur der Menschenmassen bestimmt.
  4. Diese charakterliche Struktur ist durch sozialökonomische Prozesse entstanden und sie verankert, verewigt diesen Prozeß. Die biopathische Charakterstruktur der Menschen ist nichts anderes als erstarrter, autoritärer Geschichtsprozeß, biophysiologisch reproduzierte Massenunterdrückung.
  5. Die menschliche Struktur ist vom Widerspruch zwischen Freiheitssehnsucht und Freiheitsangst beseelt.
  6. Die Freiheitsangst der Menschenmasse ist bio-physisch in Versteifung des Organismus und in charakterlicher Starre verankert.
  7. Jede Art gesellschaftlicher Führung ist nur der soziale Ausdruck der einen oder der anderen Seite dieser Struktur der Menschenmassen.
  8. Es geht nicht um den Versailler Friedensvertrag oder die Ölquellen von Baku oder um 200-300 Jahre Kapitalismus, sondern um 4000-6000 Jahre autoritär-mechanistische Zivilisation, die das biologische Funktionieren der Menschen ruiniert hat.
  9. Geld- und Machtinteressen sind Ersatz unerfüllten Liebesglücks, getragen von der biologischen Erstarrung der Menschenmassen.
  10. Die Unterdrückung des natürlichen Geschlechtslebens der Kinder und Jugendlichen dient der Strukturalisierung williger Träger und Reproduzenten der mechanistisch-autoritären Zivilisation.
  11. Jahrtausende menschlicher Unterdrückung sind in den Fluß der Aufhebung geraten. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 286)

Offensichtlich sind diese 11 Punkte zu einem Gutteil noch heute gültig, jedoch begann sich etwa 20 Jahre nachdem Reich dies geschrieben hatte, die Welt grundlegend zu verändern. Etwas, was Reich im letzten Punkt ja auch vorausgesagt hat. Die antiautoritäre Gesellschaft entstand langsam aber sicher. Betrachten wir sie Punkt für Punkt

  1. Die Menschen der westlichen Welt sind nach wie vor biologisch krank. Vielleicht sogar kränker als jemals zuvor. In der autoritären Gesellschaft waren die Menschen größtenteils muskulär gepanzert. Das wird unmittelbar evident, wenn man sich militärisches Training anschaut und sich überlegt, daß die Kindererziehung nicht viel anders aussah. Nicht der Intellekt wurde angesprochen, sondernd Recht und Ordnung buchstäblich eingebleut. Heute sind die Menschen weitaus mehr okular gepanzert und benötigen deshalb nicht mehr die extreme Körperpanzerung, die früher üblich war. Dies wird mit einer weitaus größeren Kontaktlosigkeit erkauft. Alles wird „zerredet“ und rationale Diskussionen werden fast unmöglich.
  2. Politisch kommt das in etwas zum Ausdruck, was Charles Konia in augenzwinkernder Anlehnung an die Kosmologie als „Rotverschiebung“ bezeichnet hat. Was früher Mainstream war, gilt heute als rechtsradikal. Und was früher als linksextremes Gedankengut galt, wird heute in der Mitte der Gesellschaft verortet. Dies ist ein schlagendes Beispiel dafür, daß es in der Politik nicht um einen (mehr oder weniger) rationalen Streit um das Beste geht, was man für die Zukunft der Gesellschaft tun kann. Vielmehr ist Politik, um Reich zu paraphrasieren, irrationaler sozialer Ausdruck der Panzerung der Menschenmassen.
  3. Letztendlich ist das, „was die da oben machen“ in der vorherrschenden Charakterstruktur der Massen begründet. Die Skandale in Politik und Wirtschaft, wo es meist um Ichsucht, Pflichtvergessenheit und schlichte Kriminalität (Triebhaftigkeit) geht, setzt nur das in einen scharfen Fokus, was die meisten Glieder einer antiautoritären, zutiefst egozentrischen, verantwortungslosen und triebhaften Gesellschaft durchdringt.
  4. Die biopathische antiautoritäre Charakterstruktur ist nicht einfach „erstarrter, autoritärer Geschichtprozeß, biophysiologisch reproduzierte Massenunterdrückung“, sondern ganz im Gegenteil Resultat der chaotischen Auflösung dieser Erstarrung (siehe Reichs Punkt 11).
  5. Aufgrund der Freiheitsangst der Massen können Faschisten deren Freiheitssehnsucht kanalisieren, indem sie etwa an den Nationalismus oder die Fremdenfeindlichkeit appellieren. In der antiautoritären Gesellschaft wird die Freiheitssehnsucht typischerweise durch den Appell an rebellische Gefühle insbesondere gegen Amerika und Israel in beliebige Bahnen gelenkt.
  6. In der antiautoritären Gesellschaft ist die Freiheitsangst der Menschenmasse vor allem in der okularen Panzerung verankert, was insbesondere in überbordenden Verschwörungstheorien zum Ausdruck kommt.
  7. Mit der Freiheitssehnsucht spielen heutzutage typischerweise „Libertäre“ und „Anarchisten“. Bei allen Unterschieden und Gegensätzen haben beide keinerlei Sinn für die Freiheitsunfähigkeit der Massen. Ebenso zynisch wird von den „sozialdemokratischen Kräften“, also allen „Parteien der Mitte“, die Freiheitsangst der Massen ausgebeutet. Freiheitskrämerische Kräfte, etwa Die Linke, spielen abwechselnd mit beidem.
  8. Es geht nicht um den Euro oder die Situation im Nahen Osten oder um die globalisierte Welt, sondern um die jahrtausendealte Panzerung des Menschen („Saharasia“) im allgemeinen und die mechanistische Weltsicht im besonderen, die im antiautoritären Menschen (Charakter-) Struktur geworden ist.
  9. „Geld und Machtinteressen sind Ersatz unerfüllten Liebesglücks, getragen von der biologischen Erstarrung der Menschenmassen.“ In der triebhaften antiautoritären Gesellschaft ist dieser Satz aktueller denn je. Siehe dazu Punkt 3.
  10. Die antiautoritäre Gesellschaft wird zu einem Gutteil willentlich und geplant fortgesetzt und unumkehrbar gemacht. Die Erziehung zielt teilweise ganz offen darauf ab, aus den Kindern (Pseudo-) Individualisten zu machen, die, von ihrem bioenergetischen Kern entfremdet, Sprachrohre ideologischer Versatzstücke werden.
  11. Seit etwa 1960 sind „Jahrtausende menschlicher Unterdrückung in den Fluß der Aufhebung geraten“. Ergebnis ist die antiautoritäre Gesellschaft. Es mag sein, daß die Rückkehr zur autoritären Gesellschaft den endgültigen Kollaps aufhalten kann, doch das ist nur eine erneute Verschiebung der Panzerung. Eine wirkliche Lösung kann einzig und allein in der Beseitigung der Panzerung selbst liegen. Erste Voraussetzung dafür ist die Herstellung eines gesellschaftlichen Bewußtseins, daß es so etwas wie „Panzerung“ überhaupt gibt!

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10 Antworten to “Die Massenpsychologie der antiautoritären Gesellschaft (Teil 2)”

  1. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    „Deshalb habe ich die Frage gestellt – warum beschäftigen sich nichtmediziner – und menschen, die in diesem bereich gar keine legitimation haben zu arbeiten, außer persönlicher therapierfahrung und zeitschriftensammeln und unterschriftensammeln von den „größen“ der orgonomie haben, so intensiv mit „psychiatrischen“ und „orgonomischen“ Problemen – „nur“ zur Freude ? -“

    Weil das allgemeine Fragen des Lebens sind und man nicht alles rückgratlosen Pharmamarionetten überlassen kann – die können gar keine Legitimation haben.
    Mal davon abgesehen, dass es in Deutschland kaum Orgonomen gibt und nur, weil Sie ein Arzt sind, auch kein Monopol über diese Probleme haben (auch wieder davon abgesehen von dem extrem schlechten Eindruck, den Sie bei mir durch ihre hiesigen Beiträge hinterlassen haben; mehr Troll als Arzt).

    • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

      1. Ich sprach alle Mediziner an, ob Sie eine Pharmamarionette sind, kann ich gar nicht wissen

      2. Sie sprachen von „psychiatrischen“ und „orgonomischen“ Problemen, jetzt plötzlich von Orgontherapie. Psychiatrische und orgonomische Probleme sind gesellschaftliche Probleme, die kann gar kein Orgontherapeut allein lösen, oder was soll individuelle Orgontherapie für gesellschaftliche Probleme (Massenpsychologie) bringen?

      3. Wir/Ich wissen es langsam, dass Sie Mediziner sind, warum dann diese Wehklagerei, Sie haben hier keinen adäquaten Austausch. Sollen wir uns deswegen schuldig fühlen?
      Sie können ja einen eigenen Blog für medizinische Orgonomen eröffnen, nur so als Gedankenanstoß.

  2. Avatar von O. O. Says:

    Was mich bei dieser Darstellung Reichs wundert ist folgendes:

    „Es geht nicht um den Versailler Friedensvertrag oder die Ölquellen von Baku oder um 200-300 Jahre Kapitalismus, sondern um 4000-6000 Jahre autoritär-mechanistische Zivilisation, die das biologische Funktionieren der Menschen ruiniert hat.“

    Für mich ist seine Aussage richtig – prinzipiell, auch wenn die Datierung eine andere sein könnte, worauf es ja nicht genau ankommt. In der Massenpsychologie und Sex. Revolution wird Reich auch noch konkreter und verlagert das Problem nicht um tausende Jahre zurück. Das heutige Drama würde in die Fortsetzung des alten faschistischen Dramas passen, das durch einen globalisierten Orwellstaat (-enweltbündnis) erweitert wurde, passen. – Letzteres wird hier eher als Verschwörungstheorie betrachtet.

    Statt dessen folgt eine „antiautoritäre“ Gesellschaftsinterpretation, die die 68-Ereignisse noch lebendig und verantwortlich zu machen scheint, wenn ich dies richtig verstehe. Dies kann man anitkommunistisch (antilinks) werten und eine „Rotdrift“ der politischen Landschaft betrachten oder als Fortsetzung einer (wenn auch moderneren) „konservativ-rechten“ CDU-Hetze, wie sie auch nicht besser in den 80-ern üblich war mit 70-er Argumenten. Die politischen Parteien haben nicht nur an Profil verloren, sie haben keines mehr, daher kann man sie auch nicht mehr auseinanderhalten, wenn man nicht täglich verfolgt und informiert wird, wer eigentlich zu wem gehört.

    Von daher ist der Ansatz grundsätzlich richtig, sich die poltische Landschaft und was wichtiger ist, die derzeitigen soziologischen Prozesse zu betrachten.
    Auf politischer Ebene sind Authoritäten verloren gegangen. Ebenso wohl auch auf betrieblicher Ebene. Nach der Beschreibung des Management als „Nieten im Nadelstreifen“ (Buchtitel) waren die Autoritäten (im Bankenwesen und in Industrie) erledigt. Es kamen nicht Menschen nach Fähigkeiten nach oben, sondern besonders korrupte und geschwätzige Typen ins oberste Manegement, ohne einen Schimmer von irgendwelcher Materie.
    Dann wurde der Mittelstand mit den kleineren Betrieben vernichtet. Somit blieben hier uach keine spürbaren Authoritäten übrig. Und die Eltern, die noch als Authorität fungieren konnten, hielten die Jungen klein und für dumm, weil sie schon eher sahen, dass ihre schlimmsten Alpträume Wirklichkeit werden würden. Diese Alpträume konnte man nur im Alkohol ertrinken und in Parties. Bis heute wohl alle aufgewacht sind und sehen, was das Meisterwerk der Globalisierung und Regierungskorruptionen (allen voran auch die der CDU-Regierung, Kohl wollte seine Stasi-Akten ja nicht offenlegen; andere Regierungskonstellationen waren nicht anders.) für Europa und das eigene Land, die eigene Familie bedeutet.

    Wo findet sich dies in der Antiauthoritären These wieder? In der Politik gibt es nur Polizeigewalt auf der Strasse, aber keine personelle Authorität in den Parteien.
    Dieses also nicht zu sehen und als antiauthoritäres Problem zu analysieren, zementiert den Vormarsch einer charakterlich-faschistischen Weltregierung. Kann man dies nun mit der Unfähigkeit der Menschen begründen, sich dem entgegenzustellen, weil sie anti-authoritär erzogen wurden und nicht wissen wie man mit falschen Authoritäten umgeht.

    Viele Kinder sind in den letzten Jahren sehr viel lebensbejahender erzogen worden und lassen hoffen, dass sie mit der stetig verschlechternden und gewaltvolleren Umgebung umgehen können.

    Ich weiß, dass das eine schwache Hoffnung ist.

    Ich erkenne hieraus keine triebhaften Charakterstrukturen. Die anderer Kulturen, die ihren Sohn zum Prinzen erziehen, lasse ich außer Acht, hier gelten ohnehin andere Mechanismen.
    Augenblockierungen wird es massenhaft geben, da die Kinder in den Städten immer nur bis zur nächsten Häuserwand schauen können. Früheste Störungen wird es auch massenhaft geben, durch Energielosigkeit der Eltern, späteren Geburten, früheren Krebsraten und immer noch falschen Geburtspraktiken und gepanzerten Becken. (Die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden).

  3. Avatar von O. O. Says:

    „der triebhaften antiautoritären Gesellschaft“ klingt auch etwas nach einem Vorwurf, der oft genutzt wurde, um den Spass und die unterstellte „Lust“ von Menschen zu unterdrücken und sie wieder auf die Tugend des (sinnlosen u. heute lohnlosen) Arbeitens zu bringen.

    Was antiauthoritär bedeuten soll, müsste klarer – vielleicht an Beispielen – erklärt werden, da sich jeder etwas anderes vorstellt.

    Welche erziehenden Eltern waren die anti-autoritär-erziehende Generation?

    • Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

      Es ist wie immer, d.h. es werden sozusagen „Idealtypen“ dargestellt. Wie in Reichs Charakteranalyse, wo der „genitale Charakter“ und die diversen neurotischen Charaktertypen auch nur Abstraktionen sind. Außerdem gibt es lange Übergänge und Grauzonen. Die autoritäre Gesellschaftsordnung zerfiel langsam aber sicher mit der industriellen Revolution, das wurde durch die beiden Weltkriege beschleunigt („die vaterlose Gesellschaft“) und wurde dann ab etwa 1960 gesellschaftliche Ideologie. Natürlich gab es noch jede Menge strengautoritäre Familien und schier unvorstellbare Zustände etwa in Lehrbetrieben, aber die gesellschaftliche Atmosphäre wurde eindeutig antiautoritär. In den Schulen kam es etwa, naja, vielleicht 1972 zur antiautoritären Wende. Seit dieser Zeit nähert sich das Leben der Erzieher langsam aber sicher einem Leben in der Hölle. Banal ist beispielsweise das die Kinder mit jedem Jahrgang lauter werden.

      • Avatar von O. O. Says:

        Das Leben der Erzieher kann sich auch wieder von der Hölle entfernen, wenn man kompetente Sozialpädagogen einsetzt, vorzugsweise auch Psychologen beider Geschlechter als Team und in Vollzeit mit anständiger Bezahlung und nicht mit einem Hungerlohn (wie etwa für 20 Stunden mit Brutto 1.218 € und mit einem Arbeitsvolumen, das 40 Stunden ausfüllen würde.)
        Da aber typische Parteifunktionäre irgendwelcher gewählten Parteien in den Jugendämtern das Sagen haben und fachlich absolut abgehoben und offensichtlich inkompetent sind und ihnen nicht widersprochen werden darf, ist die Schule die Hölle auf Erden für unseres Kinder geworden.

        Ich weiß, dass der Politiker (Frau) anders sehen, weil sie nichts sehen wollen, was Geld kosten könnte.

        So ein Kommentar würde mir natürlich den Arbeitplatz kosten, sofern ich dort noch angestellt wäre.

        Für mich ist es eine Frage der personellen Ausstattung, wie Erziehung und Bildung vermittelt werden können. Ebenso sind die dt. Jugendämter so minimalistisch ausgestattet, dass deren Aufgaben eigentlich nicht mehr (sinnvoll) gemacht werden können. Da dieser Skandal kein echter Skandal ist, bleibt alles wie es ist. Kinder werden ab der ersten Klasse von älteren Mitschülern verbal beleidigt, bis sie „schuldistanziert“ werden. Sie werden von ausrastenden Eltern getreten, ohne strafverfolgt zu werden. Und Amokschützen rennen durch die Grundschule und die Polizeisondereinheiten stürmen die falsche Schule. Das sind nur mal die Highlights als Beispiel über den Rest könnte man Bücher schreiben.

        Die antiauthoritäre Wende, die erkämpft werden musste und auch für kleinere Klassen eintrat, wurde relativ schnell wieder abgeschafft. Heute wirkt sie noch nur noch als theoretisches Werk einer Schulbildungsreform (ohne finanziell und personell ausreichende Ausstattung) nach.

        In den Schulen gibt es noch immer Schimmel an den Wänden, gelegentlich Hakenkreuze in den Toiletten und kosmetische Umbauten (Baulärm). Lehrer, die an zwei bis drei Schulen unterrichten müssen und im Krankheitsfall können Lehrer nicht vertreten können.

        _______________________

        Die Kinder sind meist nicht das Problem der Erzieher, auch wenn es tatsächlich zu laut ist, es gibt schon Ohrenschutz in Form eines Hörgerätes, das das Kindergeschrei herausfiltert. Leider gibts das nicht für die anderen Kinder, die das ja auch permanent ertragen müssen. Es sind schlicht zu viele Kinde auf zu wenig Erzieher verteilt und die Räume sind zu klein, ebenso der Hof.
        Jeder Verhaltensforscher weiß was passiert unter solchen Bedingungen.
        Das Problem der Erzieher ist das organisatorische Drumherum, die Leitung die sich wie eine „Globalisierungsmanager“ aufführt, die ständigen Protokolle und QM-Anforderungen, die zu erfüllen sind, so dass für die Kinder kaum noch Zeit bleibt. Die ständige Bedrohung den Arbeitsplatz zu verlieren und die personelle Fluktuation. Und schließlich natürlich wieder zu wenig Gehalt, dass man seine Kinder davon nicht ernähren kann.

  4. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Konia über die kommunistische Gefahr heute:

    http://charleskonia.com/2012/01/15/communism-has-lost-its-evil-connotation/

  5. Avatar von Klaus Klaus Says:

    Summerhill steht aus Sicht vieler (auch aufgrund eines nicht von Neill gewählten Buchtitels) für ‚antiautoritäre Erziehung‘. Von Zoe Redhead Neill ist nun zu lesen:
    „[…] aber heute haben viele Kinder zu viel Macht. Mein Vater hat immer gesagt, dass in einem guten Zuhause Eltern und Kinder gleiche Rechte haben. In einem schlechten Zuhause haben die Eltern zu viel Macht – oder die Kinder.“ http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36943/1/1

    • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

      „Das Ereignis wurde sogar zum Spielfilm verarbeitet. Darin kommen zwei Kinder vor, die einen schwierigen Start in Summerhill haben: ein besonders angepasstes Mädchen, das ständig von seiner Mutter angerufen wird und sich den Stundenplan vollpackt, und ein Junge, der schlägert und stiehlt. Beide verwandeln sich in glückliche Schüler. Das mutet fast märchenhaft an!“

      http://vimeo.com/22205368

  6. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Hervorragende Analyse des gegenwärtigen linken und rechten FASCHISMUS!

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