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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 3. Reich und die Juden / Verschwörungstheorien

19. April 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 3. Reich und die Juden / Verschwörungstheorien

Orgonomie und Metaphysik (Teil 41)

5. März 2022

Verschwörungstheorien, etwa die um die NSU und Beate Zschäpe, entstehen, weil man einfach nicht die Absurdität unserer Existenz und von uns Menschen akzeptieren kann. Die Geschichte der „NSU“ macht so gut wie keinen Sinn, der Verlauf der Taten (etwa die Anwesenheit eines Verfassungsschutzmitarbeiters bei einem der Morde) ist absurdes Theater der schwachsinnigsten Art. Verschwörungstheoretiker leiden unter dem Zwang, vermeintlichen Sinn in diesen Unsinn zu bringen, aber alles, was sie dabei tun, ist nicht etwa die angebliche „Wirklichkeit“ bloßzulegen – sie legen vielmehr sich selbst bloß, ihre Charakterstrutur, ihren eigenen Wahnsinn. Und nichts auf dieser Welt, nicht mal die Aussage von Beate Zschäpe selbst, kann die Verschwörungstheorie dieser Vollidioten ins Wanken bringen, vielmehr dient sie als Beweis dafür, wie tief doch die Verschwörung reicht! Man kann diese fast schon psychotische Tollerei etwa auf pi-news verfolgen.

Begeben wir uns ins Reich des Wahnsinns:

Menschen wie John Lennon haben ihre Seele an den Teufel verkauft und sind deshalb märchenhaft erfolgreich und wohlhabend geworden. Das erreichten sie, indem sie jedem Modetrend hinterhergelaufen sind, sich an die Gepflogenheiten der Branche angepaßt haben, den abgehobenen Superstar, mit der entsprechenden „Aura“, spielten und alte Freunde, die gestört haben, von sich stießen. Schließlich wurde Lennon von einem wirren Fan erschossen, der glaubte, daß er seine „Ideale“ verraten hätte.

Man vergleiche das mit der Geschichte von Randy California, der mit 15 (sic!) als zweiter Gitarrist in Jimi Hendrix‘ erster eigener Gruppe gespielt hatte, unmittelbar bevor Hendrix nach England ging und berühmt wurde. Danach war California Gitarrist der von ihm mitgegründeten psychedelischen Gruppe Spirit, die zeitweise einflußreicher war als Jefferson Airplane. Doch weil er sich nie anpaßte, sich nie von den Plattenbossen reinreden ließ und nie den „Star“ mimte, verlief seine Karriere im Sande. Nach allen Abzügen hatte er kaum je einen höheren Lebensstandard als ein Facharbeiter.

Lennon ist zu übermenschlichem Ruhm aufgestiegen und wurde zu einem der Superreichen, weil er seine persönliche Integrität verkauft und sich zum Affen gemacht hat, während California, der übrigens selbst ein großer Lennon-Verehrer war, schlicht seinen Weg gegangen ist.

Mein Problem ist nun, daß kaum das Wort „Seele an den Teufel verkauft“ gefallen ist, so mancher Leser sogleich mit irgendwelchem mystischen Unsinn antanzt, gar den Leibhaftigen selbst ins Spiel bringt.

Hierher gehört auch, warum Superstars wie Beyoncé oder Lady Gaga ständig mit der Freimauerer-Symbolik spielen? Ich brauche das hier nicht weiter ausführen, weil das Weltnetz voll von Analysen dieses offenbar nicht an den Haaren herbeigezogenen Phänomens ist. Normalerweise hätte ich hier ein entsprechendes Video hingesetzt, aber – ne, das ist mir echt zu dumm. Meine armen Gehirnzellen 😉 Oder – was soll’s:

Anderes Beispiel: Ich könnte von Trotzkis auffällig intensiver Beschäftigung mit dem Freimaurertum berichten und überhaupt, wie das anarchistische, sozialistische und kommunistische Vereinsleben im 19. und 20. Jahrhundert vom Freimaurertum geprägt zu sein schien. Ein, wie ich finde, interessanter Gedankengang, der sich um ein zentrales Element der Reichschen Analyse des „Roten Faschismus“ dreht: die Verschwörung um der Verschwörung willen, – daß es gar nicht um sozialen Fortschritt geht, sondern um sozusagen „spirituelle“ (d.h. charakterologische, letztendlich also „bioenergetische“) Ziele.

Kaum hat man das gesagt, wird der übliche gequirlte Schwachsinn über die „Illuminaten“ daraus gemacht und ich werde unvermittelt in die okkulte Jauche gezogen, die das Internet durchwabert.

Warum dann überhaupt in mythologischen und „verschwörungstheoretischen“ Gefilden wildern? Weil das die angemessene Sprache für den orgonomischen Funktionalismus ist, dessen Haupttext immerhin die Überschrift „Äther, Gott und Teufel“ trägt. (Siehe auch Reichs entsprechende Ausführungen in Das ORANUR-Experiment.)

Da die kosmische Orgonenergie identisch mit der Lebensenergie und eindeutig die Wahrnehmungsfunktion („Psyche“) in ihr angelegt ist, ist es nur naheliegend einen Begriff wie „Gott“ zu verwenden. Zumal die Vorstellung „Gott“ auf der mehr oder weniger verzerrten Wahrnehmung der Orgonenergie durch den gepanzerten Menschen beruht. Entsprechendes läßt sich über das entstellte, „gepanzerte“, giftige Orgon (DOR) und den Begriff „Teufel“ sagen.

Wenn ich schreibe, John Lennon hätte seine Seele dem Teufel übereignet, um erfolgreich zu sein, ist das ebensowenig eine launige Sprachfigur, die nur besagen soll, daß er sich „dem kapitalistischen Verwertungsmechanismen unterworden hat und dafür mit einem Selbstwertverlust bezahlt hat“ (rationalistischer Mechanismus), noch bin ich unter die christlichen Fundamentalisten gegangen (Mystizismus). Es geht um etwas ganz anderes: um die Umschreibung bioenergetischer Vorgänge (Funktionalismus).

Es geht darum, daß man einen Preis für den Verrat an der eigenen Integrität zahlen muß, d.h. die Abtrennung vom eigenen Kern (Orgon) und das Sichausliefern an Kräfte, die man am ehesten als „teuflisch“ bezeichnen könnte (DOR, Sekundäre Schicht). Inwieweit da im weitesten Sinne auch „Paranormales“ hineinspielt, läßt sich schwer sagen. Ich bin jedenfalls nicht dumm genug, um so etwas a priori auszuschließen.

Entsprechend muß man über den Kommunismus reden können, ohne gleich in den Schlamm des Obskurantismus hinabgezogen zu werden.

Ich möchte mich von Stellen, wie der folgenden aus den Darlegungen des christlichen Predigers Richard Wurmbrand über Marx als Krypto-Satanisten inspirieren lassen können:

Kommunisten haben die Gewohnheit, Frontorganisationen zu gründen. Alles, was wir bisher ermittelten, legt die Möglichkeit nahe, daß die kommunistische Bewegung selbst Frontorganisation für den okkultischen Satanismus ist. Das würde auch erklären, weshalb sich politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Waffen, die gegen den Kommunismus eingesetzt worden sind, als wirkungslos erweisen. Die Mittel, den Satanismus zu bekämpfen, sind geistlicher, nicht menschlicher Art. Sonst kommt es dazu, daß zwar eine satanische Frontorganisation wie der Nazismus bezwungen wird, dafür aber eine andere einen noch größeren Sieg erringt. (Der unbekannte Karl Marx, Stephanus Edition, 1987)

Von Anfang an hatte die „materialistische“ Marxistische Bewegung ein großes Thema: Ideologie, also „Geist“, ein eher schwarz-faschistisches Ingredienz. Karl Steinbuch verglich die heutigen Spätmarxisten mit den Nazis. Ihr absoluter Bezugspunkt sei ein frei in der Luft hängendes „wahres Bewußtsein“, das einer erfahrungswissenschaftlichen Bestätigung genauso wenig bedürfe wie der mystische Komplott von Juden und Freimaurern, die angeblich die Nation untergraben (Mensch, Technik, Zukunft, Stuttgart 1971).

Man könnte hinzufügen, daß vielleicht sogar so etwas wie Okkultismus in die Marxistische Bewegung hineinspielt. Jedenfalls gibt es (wenn auch recht schwache) Hinweise darauf, daß der „Materialist“ Marx in Baudelaire-artigen satanistischen Okkultismus involviert war. Daß dies nicht allzuweit hergeholt ist, kann man an den „sozialrevolutionären“ Stellen in Baudelaires Fleurs du mal von 1857 ablesen:

O du, weisester und schönster der Engel, Gott, verraten vom Schicksal und beraubt der Lobpreisungen (…) des Himmels, wo du geherrscht hast und in den Tiefen der Hölle, wo du besiegt im Schweigen träumst.

Satan, der Rächer der Enterbten! Man denke nur an Marx‘ glutäugige, „titanische“ Jugendgedichte:

Götterähnlich darf ich wandeln. Siegreich ziehen durch ihr Ruinenreich, jedes Wort ist Glut und Handel. Meine Brust dem Schöpferbusen gleich.

Ob Marx nun „Satanist“ war oder nicht – die weitaus meisten der frühen radikalen Sozialisten und insbesondere die Anarchisten bevorzugten den rebellischen „Satan“ und „revolutionäre“ Schwarze Magie, die „das System“ sabotiert, indem sie alles von den Füßen auf den Kopf stellt. Das ganze Konzept der „Revolution“ hat etwas Schwarzmagisches und Satanistisches. 100 Jahre später war praktisch die gesamte „progressive“ Gegenkultur von Aleister Crowley geprägt: Sympathy for the Devil.

Gerd Koenen sieht folgendes genuin faschistisches Moment im Bolschewismus:

Der von Nietzsche philosophisch artikulierte Wunsch, die gesamte zähe Deckschicht der jüdisch-christlichen und bürgerlichen Zivilisation abzustoßen und den Weg zurück zu einem „dionysischen Zustand“, einer neuen „Echtheit“ des Lebens und einer Moral „jenseits von Gut und Böse“ zu finden, hatte gerade auch in Rußland eine – später sorgsam kaschierte – Wirkungsgeschichte.

In Rußland konnte man von einem „nietzscheanischen Marxismus“ sprechen: dem Bolschewismus (Utopie der Säuberung, Alexander Fest Verlag, 1998, S. 126f).

Hier ist so viel zu ergründen, – doch das kurzschlußartige, keine Spannung ertragende „Denken“ des Mystizismus, das immer wieder alles zuwuchert, macht das so gut wie unmöglich.

Populäre Verschwörungstheorien sind mit dem Problem beladen, daß sie das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgeblich erreichen wollen. Statt dabei zu helfen die Machenschaften hinter den Kulissen offenzulegen, verstellen sie alles mit zusätzlichen Kulissen. Man nehme John F. Kennedy. Es wurden bereits ganze Bibliotheken mit ausschweifenden Arbeiten über seine Ermordung gefüllt. Ein schier endloses Blablabla, das niemals irgendwo hinführen wird.

Der wirkliche Skandal gerät dabei ganz aus dem Blickfeld: daß Kennedys Vater seine alten Mafiaverbindungen aus den Zeiten der Prohibition hat spielen lassen, um seinen Sohn, einen schwerkranken, medikamentenabhängigen, hohlen Playboy die Präsidentschaft zu sichern. Damals kontrollierte die Mafia die Gewerkschaften.

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Verschwörungstheorien? Das Gebrabbel um die Ermordung ist populär, obwohl bzw. weil es sich in Spekulationen erschöpft. Die Geschichte der Familie Kennedy ist belegt, Spekulieren vollkommen überflüssig. Wichtiger ist jedoch, daß man aus der ersten Verschwörungstheorie aus bioenergetischer Sicht so gut wie nichts lernen kann. Ganz im Gegenteil spürt man geradezu wie sich im Verlauf des Eingehens in dieses Thema die Augenpanzerung immer weiter verstärkt. Es ist ein richtiggehender „Trip“! Bei der zweiten Verschwörungstheorie ist man unmittelbar mit bioenergetischen Themen konfrontiert:

  1. Die Unterhöhlung der Arbeitsdemokratie durch die Emotionelle Pest, die wiederum von den Sekundären Trieben der Massen lebt. In diesem Fall Alkohol- und Vergnügungssucht und der moralistische Versuch, diese durch „Prohibition“ einzudämmen.
  2. Die orgastische Impotenz von Kennedys Vater sorgte unmittelbar dafür, daß es in seinem Leben nur eines gab, Macht und Geld. Dafür hat er buchstäblich alles geopfert, selbst das Lebensglück seiner eigenen Kinder.
  3. Der Faschismus in den Massen, die sich dieses Schmierentheater, diesen Führerkult haben bieten lassen und ihm noch heute frönen. Die absurden Verschwörungstheorien, die sich um die Ermordung Kennedys ranken, sind unmittelbarer Ausdruck dieses faschistischen Personenkults.
  4. Die Präsidentschaft Kennedys fällt mit dem wichtigsten bioenergetischen Ereignis seit dem Beginn des Untergangs des Matriarchats vor 6000 Jahren zusammen: dem Beginn des Übergangs von einer autoritären Gesellschaft (Patriarchat) in eine anti-autoritäre Gesellschaft. Die Zerstörung des gesamten Wertesystems, die Unterhöhlung aller gewohnten Strukturen, insbesondere der Familie, und die Verlagerung der Verantwortung für das eigene Leben auf den Staat. (Man denke nur an vollkommen absurde Existenzen wie „Anarchisten“ und „Autonome“, die alles vom Staat fordern!) Nicht zuletzt reihen sich hier die üblichen Verschwörungstheorien ein, die wie dazu geschaffen scheinen, um wirklich jede rationale Autorität auszuhöhlen und die Grundfesten der Gesellschaft mürbe zu machen.

Man denke in diesem Zusammenhang auch um die schwachsinnigen Mythen, die sich um den 11. September ranken. Alles wie geschaffen, um erstens von der eigentlichen Verschwörung abzulenken, der seit 1400 andauernden systematischen Islamisierung der Welt durch sublimen, manchmal plakativen, Terror, und zweitens jede Gegenwehr gegen die Ausbreitung des Islam prinzipiell zu delegitimieren.

Und schließlich ist da noch ein Element, das Verschwörungstheorien erst ihr hartnäckiges Überleben sichert: der Zufall bzw. das „Das kann doch kein Zufall sein!“ Ich weiß wovon ich rede, denn in den letzten paar Tagen haben sich in meinem persönlichen Leben gleich viermal (sic!) in Folge derartig absurde Zufälle ereignet… „Irgendwie“ scheinen zentrale Ereignisse im Leben eines einzelnen Menschen, erst recht aber im Leben einer ganzen Nation eine ganze Abfolge von vollkommen absurden Zufällen hervorzurufen, bzw. „Synchronizitäten“ zu verursachen (wenn „verursachen“ in diesem Zusammenhang denn das richtige Wort ist).

Hier ein Beispiel aus der Geschichte der Orgonomie: Ein absurder Zufall, der Reich das FBI auf den Hals hetzte und zu seiner Inhaftierung 1941 auf Ellis Island führte. Er wurde mit einem gewissen William Reich aus Newark, NJ verwechselt. Die übliche Inkompetenz von Bundesbehörden. William Reich war ein Kommunist, der als treuer Stalinist Trotzkistische Kreise in den USA infiltriert hatte und vielleicht sogar bei der Vorbereitungen zur Ermordung Trotzkis in Mexico beteiligt gewesen war. Er hatte nicht nur den gleichen Namen wie Reich, sondern war zu allem Überfluß auch noch im gleichen Jahr geboren! Er unterrichtete politische Ökonomie an der Arbeiterschule in Manhattan zur gleichen Zeit, als nur weniger Straßenzüge weiter Reich an der New School for Social Research lehrte (Christopher Turner: Adventures in the Orgasmatron, S. 242f).

Hier ein beliebiges und denkbar banales Beispiel: In der ersten Folge der zweiten Staffel von Entweder Broder stellt das Fernsehteam fest, daß bei der Veranstaltung von Jürgen Elsässer über 9/11, die sie gerade filmen, ausgerechnet jener Neo-Nazi sitzt, der auch in der ersten Staffel eine Rolle spielte. Ein vollkommen absurder Zufall, zumal er genau zur intendierten Botschaft Broders paßt. „Verschwörungstheoretiker“ zerstören diesen bemerkenswerten Moment sofort: „Das ist doch wohl der Beweis, daß in solchen Filmen alles nur Inszenierung ist!“ Der unmittelbare Reflex des Kleinen Mannes, der sich groß und überlegen („über-legen“) fühlen will. Man lese nur einen beliebigen Kommentarbereich!

Es fallen dann Sätze wie: „Wie bitte sehr erklärst du, daß Der-und-der ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Da-und-da stand?!“ Der Punkt ist, daß so etwas gar nichts, aber wirklich rein gar nichts beweist, – außer daß unsere Wirklichkeit tiefer und (for lack of a better term) „strukturierter“ ist, als wir es uns überhaupt ausmalen können. Verschwörungstheorien verkleistern das. Sie entsprechen in etwa jenem Schizophrenen, dem wir zufällig begegnen und der auf uns zugeht: „Das ist doch kein Zufall, daß wir uns ausgerechnet hier sehen!“ Wobei er impliziert, man wäre Teil einer Verschwörung, eines umfassenden Überwachungs- und Einschüchterungssystems, das ihn tagundnacht verfolgt. Ihm ist es unmöglich, die orgonotischen Prozesse in seinem Körper und in seiner Umgebung (wozu ich auch „Synchronizitäten“ zähle) richtig einzuordnen. Seine Welt ist flach, ohne jede Tiefe. Ähnlich ist die flache Welt der Verschwörungstheoretiker geartet.

Zur bioenernetischen Dimension von 9/11 siehe etwa Random Event Generators And Sept 11th – Tapping into Global Consciousness.

Paul Mathews: Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

21. Februar 2022

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Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

Das Hamburger Rathaus und Wilhelm Reich

6. Dezember 2021

Man schreibt das Jahr 1897. Das Hamburger Rathaus wird fertiggestellt und Wilhelm Reich wird geboren. Gibt es hier einen Zusammenhang? – Nein, ich drehe nicht endgültig durch! Es gibt tatsächlich einen, nämlich die atmosphärische Orgonenergie…

Das Hamburger Rathaus ist eines der spektakulärsten Beispiele dafür, daß im 19. Jahrhundert weltweit eine schier unglaubliche Zivilisation herrschte und das global, zwischen Island und Tasmanien, zwischen Manaus und Tokio. Überall die gleiche unglaublich schöne und in Staunen versetzende aufwendige Architektur, sei das im entlegensten brasilianischen Urwald oder auf einer absurd abgelegenen Insel vor Australien.

Man hole sich bitte einen Kostenvoranschlag für einen originalgetreuen Nachbau des Hamburger Rathauses ein, daß in einem Moorgelände errichtet werden soll! Die Frage ist auch, ob das überhaupt irgendjemand rein technisch hinkriegen würde, selbst wenn Geld keine Rolle spielte!

Außerdem schaue man sich Stadtbilder aus dem 19. Jahrhundert an, etwa vom Ufer der Seine in Paris! Man wird schier erschlagen vom Prunk! Nahaufnahmen zeigen überall Verzierungen und bis ins letzte Detail ausgeführte Reliefs und Statuen, selbst hoch oben über den Dächern, die normalerweise niemand je zu Gesicht bekommen würde. Ein vollkommen absurder Aufwand.

Wer hat all das gebaut, als die Straßen noch Schlammrinnen waren, durch die sich Pferdekarren quälten, und es kaum Maschinen gab. Dann noch die ganzen Steinmetze, die durchweg höchste Qualität abgeliefert haben. Und: diese Bauten mit ihrem massiven Mauerwerk scheinen absolut unverwüstlich zu sein. Man vergleiche das mit dem minderwertigen und abgrundtief häßlichen Schrott, der heute in die Landschaft geschissen wird!

Ich verweise auf die entsprechende Verschwörungstheorie aus dem Dunstkreis der „Flacherdler“: Anfang des 19. Jahrhunderts sei eine weltweite Großzivilisation („Tartarien“) durch eine große natur- oder menschengemachte Katastrophe zusammengebrochen, durch eine „Schlammflut“, und seitdem werde die Erde wiederbesiedelt und all die (teilweise ausgegrabenen) Prachtbauten, meist mit riesigen Fenstern im vermeintlichen Kellerstockwerk, wieder in Funktion gesetzt. Man schaue sich etwa alte Irrenanstalten an: fast durchweg grotesk überproportionierte prachtvolle Schlösser! Dazu werden Bauzeiten frei erfunden (wie 1897 für das Hamburger Rathaus) und offensichtlich auch die gesamte Geschichte der Menschheit.

Wir haben hier wohl eine der extremsten und paranoidesten Verschwörungstheorien vor uns, aber es hat einen Grund, warum ich sie interessant finde: der Blitzableiter, der Cloudbuster und Nikolai Tesla.

Reich hat das Prinzip des Cloudbusters u.a. mit Hilfe des von Benjamin Franklin erfundenen Blitzableiters zu erklären versucht: genauso wie dieser elektrostatische Ladungen aus der Atmosphäre ableitet bzw. „erdet“, ziehe der Cloudbuster atmosphärische Orgonenergie ab. Allgemein bekannt ist, daß Tesla „freie Energie“ aus der Atmosphäre abziehen wollte und dazu Türme mit Kuppeln an der Spitze bauen ließ, bis die auf Kohle und Erdöl setzenden Großmagnaten ihm den finanziellen Boden entzogen.

Nun schaue man sich das Hamburger Rathaus (angebliches Baujahr 1897) oder einen beliebigen anderen Prachtbau weltweit an. Wirklich auffällig sind die Myriaden an Kupeln und „blitzableiterartigen“ Zacken und Spitzen und aufwendigste Verzierungen an den höchsten Stellen, Erkern, etc. des Gebäudes. Lebte „Tartarien“ von „freier Energie“ (elektrostatische Energie, Orgonenergie) und konnte deshalb diese unglaubliche Pracht entfalten? Die „elektrostatische Energie“ wurde aus der Atmosphäre abgezogen und vielleicht im (mit entsprechendem Material überzogenen) roten Backstein, dem Baumaterial dieser Periode, gespeichert. Jeder Backstein mit Glasur ist ein wiederaufladbarer „Akku“ – und Orgonakkumulator, da roter Backstein voller Eisenerz ist. Haben die Weltverschwörer die „Schlammflut“ genutzt, um die Welt mit einer Sklavenrasse (uns!) neu zu bevölkern und diese mittels Energieknappheit zu kontrollieren und auszubeuten? Wurden deshalb Reich (und alle anderen Freie-Energie-Forscher) ständig Knüppel zwischen die Beine geworden? Und, schließlich, steht „Corona“ und die ständige Ankündigung einer alles umwälzenden Weltkatastrophe („Klimawandel“) für einen erneuten Great Reset? Werden wir alle umgebracht, um ein erneutes Experiment mit neuen „Labormenschen“ zu starten?

Ist es nicht auffällig, daß vollkommen widersinnig ein „Ausstieg“ der Energiewirtschaft nach dem anderen kommt, während gleichzeitig alles auf „Elektromobilität“ umgerüstet wird? Dabei sollte nicht vergessen werden, wie hochentwickelt ausgerechnet die „Elektromobilität“ Ende des 19. Jahrhunderts war (Straßenbahnen, Schwebebahnen, Elektroautos, „rollende Gehwege“ etc.), dann aber sehr schnell vom Benzin hinweggeschwemmt wurde!

Oder man nehme diesen aktuellen Beitrag:

Zum Massaker in Norwegen

18. Oktober 2021

Ich will mich gar nicht auf das Niveau der Massenmedien herab bewegen, deren Beschäftigung mit dem Massaker in Norwegen einfach nur abenteuerlich ist: über den dänischen Bogenschützen, der zum Islam konvertiert war, und seine Motive rein gar nichts, wähernd jene Leute, die uns jahrelang gepredigt haben, daß der islamische Terror nichts mit dem zu tun hat, was die Terroristen gelesen haben (insbesondere dem Koran), vor genau zehn Jahren darauf insistierten, die ideologischen Hintergründe von Anders Behring Breivik bis ins Kleinste zu analysieren.

Die Frage kann einzig lauten, welche biosozialen Funktionen durch die Terroranschläge zum Ausdruck kommen. „Biosozial“ bedeutet hier: von der Charakterstruktur der Massenindividuen und vom energetischen Zustand der Gesamtgesellschaft aus gesehen.

Beispielsweise geht es darum, daß sich die Massen sowohl in Amerika und Europa als auch in der islamischen Welt jahrzehntelang von Politikern in die Irre führen ließen, die die Früchte der Arbeit ganzer Generationen systematisch vernichten. Man denke nur an das Wahnsinnsprojekt „Euro“ oder die Einwanderungspolitik in Amerika und Europa. Oder, willkürlich herausgepickt, das Subventionieren von Sonnenenergie – in DEUTSCHLAND!

Statt sich konstruktiv einzubringen, sind die Massen nur zu folgenlosen Wutausbrüchen im Alltag, zu absurden Possen und zu wirren Gedankenflügen in der Lage – bis einmal einer ganz austickt wie die beiden Attentäter in Norwegen. Ja, bei den islamischen Terroristen ist das nicht viel anders, werden sie doch damit konfrontiert, wie eine, in ihren Augen, einst großartige Zivilisation vor die Hunde geht.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch der zweite biosoziale Faktor, der den modernen Terrorismus bestimmt:

Die westliche Welt befindet sich in einem chronischen Expansionszustand, der in allen möglichen Lebensbereichen zum Ausdruck kommt:

  • als wäre „das hier“ eine fröhliche Gartenparty, zu der jeder Nachbar unterschiedslos herzlich eingeladen ist – Staatsgrenzen existieren praktisch nicht mehr und Leute, die nur zur Last fallen und sogar Schaden anrichten, siedeln sich buchstäblich zu Millionen an.
  • die Medien verkommen zu einem Propagandaforum für eine angeblich „liberale“ Ideologie, die nichts weiter ist als kindlich-magisches Denken, in dem Probleme sich in Luft auflösen, wenn man nicht über sie spricht. Hauptsache man fühlt sich gut und moralisch überlegen.
  • unsere angeblichen „Eliten“ verhalten sich so, als wäre die Wirtschaft ein großes Casino. Fehlentscheidungen der Spitzenmanager sind für diese nicht nur folgenlos, sondern werden mit Boni honoriert. Fehlinvestitionen werden vom Staat abgefangen. Ein „Kapitalismus“ ohne jede wirtschaftliche Sanktion!
  • die „Kultur“ nähert sich immer mehr dem Niveau von Kindergeburtstagen an.
  • die allgemeine Sexualisierung nimmt immer bizarrere Formen an.
  • Gendermainstreaming, die Einordnung der Heterosexualität in die zahllosen „Lebensentwürfe“, der eigene Körper als „Kunstobjekt“, etc. pp.
  • die alles überwuchernde infantile „Esoterik“ und „Spiritualität“ wird immer peinlicher. Der Obskurantismus kleistert immer mehr Gehirne zu. Ein Gutteil der Bevölkerung lebt bereits in einer Märchenwelt.
  • man begegnet kaum noch Menschen, die nicht unter dem Einfluß einer legalen oder illegalen Droge stehen, die ein Gefühl des Wohlbehagens erzeugen soll.
  • ein Land, in dem grenzdebile Influencer Idole für Millionen sind, in dem man mit einem Bein im Gefängnis steht, wenn man sich gegen Angriffe wehrt („Notwehrexzeß“, „Selbstjustiz“), in dem im Affekt Billiarden verbrannt werden (Fukushima-Hysterie), etc. pp.

Quasi wie „alttestamentarische Propheten“ spüren die Terroristen in ihrer Psychose, daß diesem Zustand ein Ende gesetzt werden muß. Oder wie Claudia Roth 2004 sagte: „Gewalt ist immer auch ein Hilferuf.“ – „Babylon muß fallen!“ Und zwar durch einen „terrorisierenden“ Schock, der bis ins Mark geht. „Es mag grausam sein, aber es ist notwendig.“

Tatsächlich kann man das Alte Testament so lesen: ständig versucht Gott sein Volk wachzurütteln, doch es gibt sich weiter den Götzen hin. Nichts, kein noch so harter Schicksalsschlag, kann der chronischen Expansion Einhalt gebieten. Es ist charakteristisch, wie Amerika und jetzt Norwegen auf die Terrorakte reagierten: mit Bekenntnissen zu noch mehr „Multikulturalismus“ und noch mehr „Liberalität“. Man werde nun eine „noch offenere und tolerantere Demokratie“ sein als vorher! Ich glaube, Verrückte könnten mit dem Einsatz von Atomsprengköpfen an das Jüngste Gericht mahnen – und als Antwort käme NOCH MEHR Liberalismus.

Und wenn doch „etwas unternommen wird“, dann so, daß ausnahmslos jeder Bürger betroffen ist und Orwellschen Bürokratien ausgeliefert wird. Bald werden „Pfeil und Bogen“ verboten! So tragen sogar die Terrorakte zur krankhaften Expansion bei. Man denke nur einmal daran, wie der „Krieg gegen den Terror“ die amerikanischen Staatsfinanzen endgültig ruiniert hat, weil die USA partout als „Befreier“ auftreten müssen, statt einfach Gegenterror zu verbreiten und an geeigneter Stelle Güter zu konfiszieren, um den Gegner wirklich jeden Cent dieser Aktion bezahlen zu lassen!

Es gibt nur eine Möglichkeit: die liberale Ideologie in allen ihren diversen Ausprägungen muß eingedämmt werden. Wie? Was für eine Frage! Die Linken reagieren absolut hysterisch, wie in Todesangst, auf wirklich jede Erwähnung der Realität. Die Sonne – bioenergetischer Kontakt mit der Realität etwa durch die Bücher von Sarrazin – wird die Vampirkultur in ihre Schranken weisen. Auch geht es darum, daß Fehlverhalten wieder Konsequenzen haben muß, das reicht von härteren Strafen für etwa Ladendiebstahl bis zur Möglichkeit, daß auch Großbanken Pleite gehen können, nachdem sie sorglos Kredite vergeben haben. Es geht nicht an, daß sie Gewinne einstreichen und Verluste sozialisieren.

Der Kindergeburtstag muß endlich ein Ende haben. Kinder, man kann nicht „Geld“ einfach drucken und mit den wertlosen Papierfetzen einkaufen, – irgendwann wird „irgendjemand“ dafür die Zeche zahlen müssen!

Um zum Thema zurückzukehren: Man hätte Herrn Breivik, der nach den norwegischen Gesetzen mit Anfang 50 aus seiner „lebenslangen“ Haft entlassen werden wird, also in wenigen Jahren, nach einem kurzen Prozeß öffentlich hinrichten sollen. Genauso jetzt mit dem Islamisten. Aber wahrscheinlich werden die „liberal“ gesinnten Menschen angesichts dieses „Justizmordes“ moralisch empörter sein als angesichts seines Terroraktes, und wahrscheinlich werden sie um ihn herzhafter weinen, als sie um die von ihm ermordeten geweint haben…

Charles Konia hat ebenfalls einen Kommentar zum Breivik-Massaker ins Netz gestellt. Auf den ersten Blick scheint sich seine Analyse von der meinigen fundamental zu unterscheiden. Die Verbindung beider Herangehensweisen zeigt folgendes Diagramm, das das von Dr. Konia ins Spiel gebrachte soziopolitische Spektrum orgonometrisch aufschlüsselt: die Linke steht für Expansion („irrationaler Zorn gegen ‚das Establishment‘“), die Rechte für Kontraktion („irrationale Angst vor ‚Überfremdung‘“).

Das ultimative Tabu (Teil 7)

13. September 2021

Ein Großteil der Verschwörungstheorien beruhen einfach auf einer erschreckenden humanistischen und naturwissenschaftlichen Unbildung und schlichter Dummheit. Etwa, das, was mir gestern auf Facebook widerfahren ist. Ein Photo, wo ein Flugzeug am Boden aus einer geheimnisvollen Öffnung am Heck dichten weißen Rauch ausstößt. „Der Pilot hat vergessen, die Chemtrails auszumachen.“ Auf mein Hinweis, daß das die Zusatzturbine ist, die jedes größere Flugzeug hat, eine Entsprechung zur Autobatterie, kommt die Antwort, davon habe er ja noch nie gehört, aber er glaube trotzdem weiter an Chemtrails. Diese Leute haben wirklich null Ahnung von Atmosphärenphysik, Flugzeugtechnik und den Vorgängen auf Flughäfen (mein engbefreundeter Nachbar war Techniker hier am Flughafen Fuhlsbüttel, der „Flugzeugwerkstatt“ der Lufthansa), vertreten aber mit eisernem Fanatismus die abstrusesten Theorien über „Chemtrails“.

Oder nehmen wir etwa das Christentum: „Alles Fake! Allein schon der Anfang: Jesus war Jude und hieß natürlich in Wirklichkeit Joschua!“ Nein, seine Alltagssprache war Aramäisch und in dieser Sprache hieß er „Jeschu“. Mit Sicherheit hat ihn nie jemand mit „Joschua“ angeredet, genausowenig, wie ich je mit „Petrus“ oder gar „Kaiphas“ angesprochen wurde! Die offizielle Sprache des östlichen Mittelmeers zur Zeit der Römer war Griechisch, entsprechend wurde er mit einiger Sicherheit auch schon zu Lebzeiten „Jesus“ genannt. Und dann natürlich die elende Geschichte mit dem auf dem Kopf gestellten Kreuz, das manchmal die Päpste benutzen. Nein, das ist kein Zeichen des Satanismus im Vatikan, sondern Petrus wurde auf eigenes Verlangen hin, da er sich als unwürdig erachtete, so wie sein Herr zu sterben, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt und der Papst ist sein Nachfolger. Das umgekehrte Kreuz ist also kein Zeichen der Rebellion gegen Gott, sondern ganz im Gegenteil von nicht mehr zu toppender Frömmigkeit. Seufz! Aus solchen blödgrotesken Versatzstücken werden ganze Bücher gebastelt, aus denen dann fleißig zitiert und deren „bahnbrechenden Informationen“ weiter ausgeschmückt werden…

Der zweite Schritt in den Wahnsinn sind pathologische Lügner. Als normaler Mensch sind einem Lügen wesensfremd. Bis heute frage ich mich, warum ich vor 500 Jahren einem Klassenkameraden erzählt habe, unsere Familie hätte mal einen Hund besessen. Eine Geschichte, die ich aus mir nicht ersichtlichen Gründen frei erfunden hatte. Ich schäme mich bis heute! Es gibt aber Menschen, die bestehen praktisch ausschließlich aus Lügen. Wenn man einmal mit dem Lügen angefangen hat, kommt man nie mehr aus dem eigenen Lügengebäude heraus. „Welche Rasse hatte der Hund? In welchem Alter ist er gestorben? Wie hieß er?“ Du kommst da nie wieder raus! Man ersetze den „Hund“ mit einer „UFO-Entführung“ oder einer Gefangenschaft im GULAG oder ähnlichem. Es gibt ganze Bücher, etwa der berühmte „Erlebnisbericht“ So weit die Füße tragen, in denen buchstäblich kein einziges Wort stimmt! Gruseligerweise glaubt so mancher pathologische Lügner am Ende selbst an seine Geschichten. Eine Selbsthypnose, die uns zum dritten Schritt führt:

Der endgültige Wahnsinn: paranoide Schizophrenie. Ich habe schon vor dem PC-Bildschirm fast zwei Stunden gesessen, um mir die Ausführungen von Leuten anzuhören, die vollkommen normal auf mich wirkten und wo ich mir sagte: „Ist ja extrem merkwürdig und unwahrscheinlich, was die da erzählt, aber man muß einen offenen Geist bewahren.“ In sich ist das, was da präsentiert wird, meist alles folgerichtig und logisch, aber wenn man aus dem Bannkreis heraustritt: praktisch kein Punkt ist bei näherer Betrachtung stichhaltig (siehe „Schritt 1“ oben), das eine oder andere ist eindeutig konstruiert, um ins Gesamtgebäude zu passen („Schritt 2“) und schließlich springt einen die Paranoia ins Auge (Geheimdienste pflanzen dir nachts Computerchips ein, du wurdest schon als Fünfjährige „erwählt“ und ähnliches).

Der gesamte Nationalsozialismus beruhte auf diesem Humbug, angefangen bei seinen vermeintlich „esoterischen“ Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts in der Runendeuterei (die „Edda“ bedeutet „es ist eh da“ und ähnlicher Schwachsinn) bis hin zu Himmlers festen Überzeugung, er würde indirekt Kontakt zu einer imaginären „jüdischen Weltregierung“ aufnehmen, als er gegen Ende des Krieges Vertreter jüdischer Hilfsorganisationen aus Schweden empfing.

Zig Millionen Menschen mußten wegen den pathologischen soziopolitischen und individuellen Charakterstrukturen von Leuten wie Wilson und Hitler elendig in der Blüte ihrer Jahre verrecken. Dabei sollten wir aber nie vergessen, daß diese bösen Clowns nur deshalb geschichtswirksam sein konnten, weil sie in den Charakterstrukturen der gepanzerten Massen Widerhall fanden! Dank des Weltnetzes und der zunehmenden okularen Panzerung der Menschen ist diese massenpsychologische Dynamik aktueller denn je.

In jedem Linken schlummert ein stalinistischer Politkommissar, der herauswill – und die ANTIFA hat das lästige „ANTI“ längst überwunden!

12. September 2021

von Christian

Es ist mir wichtig, noch etwas zu ergänzen zu meinem kürzlichen Kommentar.

Ich möchte alle Leser hier bitten, den dort angegebenen Link zu öffnen und aufmerksam von der ersten bis zur letzten Zeile zu lesen!

Es lohnt den Aufwand, denn es handelt sich um ein protypisches Lehrstück über „organisierte emotionale Pest“ bei der ach so „emanzipatorischen“, „basisdemokratischen“ und „woken“ heutigen (grünen) Linken, der es ja so sehr um „Antidiskriminierungspolitik“ und um die Menschenrechte von „Minderheiten“ geht, und die so unglaublich mutig gegen „Hatespeech“ und „Hetze im Internet“ kämpft.

Man würde über diese Ironie gar nicht mehr aus Lachkrämpfen herauskommen, wenn die Angelegenheit nicht so ernst wäre: es ist ein absolut typisches Merkmal der emotionalen Pest, dem vermeintlichen Gegner exakt dasjenige vorzuwerfen, was man selber gerade praktiziert!

Diese „ANTIFA“ beruft sich ja notorisch immer wieder auf das angebliche Rosa-Luxemburg-Zitat: „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“.

Dass Luxemburg dass erstens nie so gesagt hat, es sich zweitens nur auf leicht unterschiedliche Fraktionen innerhalb der kommunistischen Bewegung bezog, und drittens die gute Rosa alles andere als eine Demokratin war, sondern eine totalitäre, autoritäre und militante Fanatikerin, macht das Ganze noch absurder.

Oder eben gerade nicht, da die heutige „ANTIFA“ den Slogan ganz genau so anwendet, wie die intolerante Anti-Demokratin Luxemburg das auch intendiert hat!

Aber nun zurück zu meinem eigentlichen Anliegen, nämlich den Inhalten des Textes, zu dessen bösartiger emotionalen Pestilenz ich Folgendes anmerken möchte:

Zunächst wird der mutwillige Eindruck vermittelt, dass es sich bei Prof. Bernd Senf um einen Antisemiten handeln würde und bei Dr. DeMeo um einen geistigen Wegbereiter des angeblichen („Lattorfschen?) „Faschismus“.

Dass Senf ein „Antisemit“ und DeMeo ein „geistiger Faschist“ sei, dazu kenne ich keinerlei Evidenz, noch werden dafür irgendwelche belastbaren Beweise in dem o.g. ANTIFA-Pamphlet geliefert.

Nach typischem Muster der EP (= emotionalen Pest) werden hier in manipulativer Weise nur assoziative Zusammenhänge suggeriert, Andeutungen gemacht, wenig aussagekräftige Fußnoten eingefügt usw.

M.a.W: es handelt sich schlichtweg um Rufmord, um Verbreiten von Tratsch und Klatsch, um die Konstruktion und Anprangerung von Feindbildern „weißer toxischer Männlichkeit“ ohne jegliche Beweisführung, die bei solch schweren Vorwürfen doch wohl dringend geboten wären – speziell für solche „Menschenrechtler“ und „Minderheiten-Beschützer“, als die sich die Autoren durchgängig aufspielen.

Menschen ohne hinreichende Belege als Antisemiten und/oder Faschisten öffentlich im Netz bloßzustellen und zur Hetzjagd gegen sie aufzurufen, das sind exakt jene malignen Mechanismen der EP, wie Wilhelm Reich sie uns gelehrt hat!

Kommen wir nun aber zur eigentlichen Zielscheibe des äußerst umfangreichen Pamphlets, Ottmar Lattorf, der schon in der fetten Überschrift „Keiner von uns! Zum rechten Esoteriker, Sektierer und Pseudo-Feministen Ottmar Lattorf“ ausgegrenzt und zum Abschuss freigegeben wird.

Es fehlt mir die Zeit und die Lust, hier eine umfassende kritische Textanalyse des gesamten ANTIFA-Pamphlets durchzuführen, denn der Text ist den Aufwand nicht wert, den dies erfordern würde.

Ich möchte jedoch ein paar Beispiele dafür aufzählen, mit welchen bösartigen, polemischen, stigmatisierenden und stereotypen Klischees Lattorf in dem Artikel verleumdet wird; u.a. wird er des Folgenden beschuldigt:

  • des „(linken) Mackertums mit heteronormativen Verhältnissen“ (was immer man sich unter solch einer Begrifflichkeit vorzustellen hat)
  • einer „kruden Weltverschwörungskonstruktion“ und „Verschwörungstheorien“
  • einer „Verklärung des Patriarchats zum Matriarchat“
  • einer „Romantisierung antizivilisatorischer Technologiefeindlichkeit“
  • er predige ewige “Liebe und Frieden” und „treibe damit Menschen in die Fänge von Sekten“
  • er sei „bekennender platter Antiamerikanist – Antizionist – Antisemit”
  • er habe „männlichdominant die sexuelle Revolution propagiert“
  • er sei „rassistisch pseudofeministisch“
  • als Reichianer vertrete er ein „biologistisch ausgerichtetes, völkisches, ethnopluralistisches und damit antifeministisches und rechtsextremes Konstrukt“ (bei dieser plakativen Aneinanderreihung von Worthülsen kriegt man einen Krampf im Hirn)
  • er stehe „in ideologischer Hinsicht äußerst rechts“.
  • Sein eigentliches Verbrechen bestehe darin, dass er im Gegensatz zu den Autoren dieser Hetzkampagne eine „Klare Haltung für (Queer-)Feminismus“ vermissen lasse (dazu fällt einem nun wirklich nichts mehr ein…).

Am Ende des Textes mündet die „anti“-faschistische (in Wahrheit aber zutiefst emotional pestkranke) Verleumdung des Opfers Ottmar Lattorf in den folgenden Forderungskatalog von geradezu militanten Maßnahmen (s.u.).

Wie man gleich sehen wird, stehen diese der übelsten demagogischen Verfolgung von „Regimekritikern“ und ideologischen „Abweichlern“, wie wir sie aus rechts- und linksfaschistischen Systemen kennen, in nichts nach – und reihen sich zwanglos in die menschenverachtende Tradition von Julius Streichers Stürmer und der stalinistischen „Säuberungen“ in der UdSSR ein.

Die Treibjagd wird eröffnet und die Meute von der Leine gelassen.

Ich zitiere nun die geforderten Maßnahmen der „ANTIFA“, mit denen man den „Unmenschen“ (oder „Untermenschen“?) Lattorf und seine Freundin Johanne Liesegang buchstäblich zur Strecke bringen und zum Abschuss freigeben will.

„Und jetzt?

Mit dieser Aufklärung über Ottmar Lattorf ist es nicht getan. Darum fordern wir

  • Weitergabe der Informationen über Lattorf, seine Positionen und sein Umfeld auch über linke Zusammenhänge hinaus in zivilgesellschaftliche Strukturen und den öffentlichen Raum!
  • Deutliche Abgrenzung und Aufkündigung jeglicher Zusammenarbeit mit Lattorf und Umfeld!
  • Offenlegung der Strukturen und Projekte, die mit Lattorf zusammenarbeiten oder zusammengearbeitet haben im Rahmen öffentlicher Distanzierungen!
  • Interne Auseinandersetzung mit dem Problem jeglicher Formen des Antisemitismus und der Notwendigkeit von feministischen Forderungen, nicht nur in linken Strukturen!
  • Haus- und Zutrittsverbote für Ottmar Lattorf an allen Kultureinrichtungen sowie Orten der Politik und Selbstverwaltung wie z.B. Alte Feuerwache, Ökoprojekte, Kirchen etc.!
  • Kündigung der städtischen Verträge mit Ottmar Lattorf und seinem Verein (z.B. Nutzungs- und Pachtverträge) beruhend auf der Charta der Stadt Köln für Vielfalt und Toleranz sowie den Ratsbeschluss gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln!
  • Auftritts- und Sprechverbot auf städtischen Veranstaltungen und Podien z.B. als Funktionsträger seines Vereins und für Bürger_inneninitiativen!
  • Ausschluss von Demonstrationen und Kundgebungen sowie E-Mail-Verteilern einschließlich der Deaktivierung seiner Zugänge zu bestehenden Kommunikationsstrukturen (E-Mail, Blogs, Foren etc.)!
  • Ausschluss aus Bürgerinitiativen und BI-Netzwerken!
  • Abwahl von Ottmar Lattorf aus Ämtern/Funktionen, die er z.B. in Vereinen, Netzwerken oder öffentlichen Gremien ausübt!
  • Verhinderung der Neuinstallation der antisemitischen Kölner Klagemauer durch Lattorfs Weggefährtin Johanne Liesegang!
  • Breiter Protest gegen die sog. “Hygiene”-Mediationen, Corona-“Spaziergänge” und andere Aktionen der Corona-Querfront als Sammelbecken des Rechtsextremismus mit allen Mitteln und auf allen Ebenen!
  • Einrichtung von konkreten Hilfsangeboten für Betroffene aus dem sektenartigen Umfeld Ottmar Lattorfs, bspw. Menschen die aufgrund seiner medizinischen “Beratungen” geschädigt wurden, Opfer seiner Manipulationen!
  • Klare Haltung gegen jeden Antisemitismus!
  • Klare Haltung für (Queer-)Feminismus!“

Es bleibt einem buchstäblich die Spucke weg, wenn man so etwas liest, denn es geht um nichts anderes als um soziale Annihilation aus rein politischen Gründen!

Ein missliebiger Mensch soll „unmöglich gemacht“, stigmatisiert und in die Isolation getrieben werden, damit er sowohl in virtuellen „sozialen Netzwerken“ als auch in „analogen“ zwischenmenschlichen Zusammenhängen (siehe: „Haus- und Zutrittsverbote“ usw.) ausradiert und jeglicher Artikulationsmöglichkeit beraubt wird (letztlich läuft es auf ein „Geh doch sterben!“ hinaus). Erinnert dieser Aufruf für die Errichtung „Lattorf-freier Zonen“ nur mich an die sukzessive und systematische Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben in den Jahren nach 1933?

Was für ein unglaublicher, geradezu „eliminatorischer“ Hass auf Andersdenkende!

Der oben zitierte „Ausschluss von Demonstrationen und Kundgebungen sowie E-Mail-Verteilern einschließlich der Deaktivierung seiner Zugänge zu bestehenden Kommunikationsstrukturen (E-Mail, Blogs, Foren etc.)!“ bedeutet nichts anderes als: „wir stimmen mit Dir politisch nicht überein, deshalb darf´s dich nicht mehr geben!“.

Erst wird ein Mensch, der anscheinend keinerlei Straftat begangen hat (sonst hätten die Autoren das doch mit Sicherheit erwähnt und ausgeschlachtet), kommunikativ und sozial „gelöscht“. Und dann im zweiten Schritt ggf. auch physisch „ausgelöscht“?

Und das (Zynismus hoch zehn!) auch noch alles im Namen des „Antifaschismus“ und Kampfes gegen „Hatespeech“, Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten…

Das Ganze ist organisierte emotionale Pest, und nichts anderes!

Die Verfasser des Hetz-Artikels gegen Lattorf und Freundin können vor lauter vorgeblichem „Humanismus“ und grün-roten „Gutmenschentums“ kaum kaschieren, dass sie selber womöglich funktionell identisch sind mit jenen, die im Dritten Reich die Hetzjagd auf die Juden nicht nur theoretisch begründet, sondern auch praktisch durchgeführt und die „Meute“ zu Pogromen aufgehetzt haben.

Sind sie nicht funktionell und v.a. auch charakterologisch identisch mit den Protagonisten des sogenannten „Großen Terrors“ und der Schauprozesse in der Sowjetunion, der Kulturrevolution in China oder der „La Grande Terreur“ in der Französischen Revolution? Unglaublich „böse“ sein „im Namen des Guten“!!

Wenn ich Ausmaß und Inhalt der geforderten „Maßnahmen“ gegen Lattorf und Freundin lese, frage ich mich: Wo bitteschön ist hier noch der Unterschied der ach so „ANTI-faschistischen“ Verfasser zu einem geifernden NS-„Blutrichter“ Freisler vor dem „Volksgerichtshof“? Oder zu einem Tschekisten wie Feliks Dzierżyński?

Zu einem Robespierre, Marat, de Talleyrand-Périgord bzw. den Jakobinern, die (ebenfalls im ideologischen Fahrwasser der „Aufklärung“, „Emanzipation“ und der „Menschrechte“) gnadenlos Menschen abschlachteten? 

Würden solche Menschen wie die Autoren nicht in einem Stasi-Gefängnis, ohne mit der Wimper zu zucken, „Staatsfeinde“ bzw. „Regimekritiker“ foltern? 

Würden diese Leute, wenn sie einmal „an die Macht kommen“, nicht Hinz und Kunz denunzieren und in einem „Revolutionstribunal“ Abertausende von politisch Andersdenkenden, Abweichlern, „Querdenkern“, „Impfgegnern“ und vermeintlichen Konterrevolutionären „liquidieren“? 

Oder muss man sogar befürchten, dass solche Fanatiker wie die Verfasser des o.g. Hetzartikels, die die Meute zu einem „Maßnahmenkatalog“ auffordern, schon jetzt (also vor deren „Machtergreifung“) jemandem wie Lattorf auflauern, ihn entführen, zusammenschlagen oder gar Schlimmeres? 

Man fragt sich unweigerlich, „was hat dieser Lattorf eigentlich getan“, dass er solch einen unstillbaren Hass bei den rot-grünen Spinnern von der „ANTIFA“ auslöst? 

Ich kenne Herrn Lattorf nicht persönlich und weiß also nicht, ob ich ihn sympathisch oder unsympathisch finden würde, mit welchen seiner Positionen ich übereinstimmen würde und mit welchen nicht. 

Fasst man die biographischen Eckdaten Lattorfs aus o.g. Schmierblatt zusammen, so hat er sich u.a. jahrzehntelang mit Wilhelm Reich, mit der Orgonomie und mit James DeMeo´s Saharasia-Theorie beschäftigt, hat historische Untersuchungen zur Hexenverbrennung und zur Heimatforschung betrieben und sich mit deutscher Geschichte beschäftigt. Er war/ist in diversen Bürgerrechts-Initiativen und Öko-Gruppen sowie sozialen Aktivitäten im Großraum Köln aktiv, empfindet (wie Millionen anderer Menschen hierzulande) ein tiefes Unbehagen angesichts der Problematik der Masseneinwanderung und „Islamisierung“ sowie der ganzen Corona-Thematik und hat diese Sorgen auch öffentlich artikuliert und argumentativ begründet; ferner hat er sich mit Frauenthemen, Matriarchatsforschung und der Unterdrückung weiblicher Sexualität auseinandergesetzt. 

Vielleicht habe ich den einen oder anderen Punkt ausgelassen, aber in der Summe läuft das alles doch „nur“ darauf hinaus, dass er politisch eine andere Meinung vertritt als z.B. die rot-grünen Verfasser jener „ANTIFA-Website“, deren intellektuell so ungemein anspruchsvoller ideologischer Horizont auf Aspekte abhebt wie den, dass man/frau „eine klare Haltung für (Queer-)Feminismus“ zu entwickeln habe (und man zum Todfeind erklärt wird, wenn man das nicht tut) – Prost Mahlzeit! 

Ganz besonders schlimm sei, dass Menschen wie Lattorf sich nicht genügend mit dem „(linken) Mackertum mit heteronormativen Verhältnissen auseinandergesetzt“ hätten – dazu fällt einem nichts mehr ein! 

Summa Summarum wird Herrn Lattorf nichts weiter vorgeworfen, als dass er eben eine andere Meinung vertritt als die Autoren jener obskuren ANTIFA-Plattform (soviel also zu der von den Rotgrünen so vielbeschworenen „Freiheit, die immer auch die Freiheit der Andersdenkenden meint“). 

Und der Hass ist wohl auch deshalb so groß, weil Lattorf, wie selbst der o.g. Artikel erwähnt, über Jahrzehnte hinweg dem linken politischen Lager zuzurechnen war und erst später versucht hat herauszufinden, welche seiner alten „linken“ Positionen ggf. eine Schnittmenge aufweisen (was die Autoren „Querfront“ nennen) mit Positionen und Initiativen, die früher dem sogenannten eher „rechten“ Lager zugeordnet wurden. Als ob das alte mechanistische Schubladendenken „Rechts versus Links“ noch in einem Zeitalter unbeschränkte Gültigkeit besäße, wo die meisten Großkapitalisten heute politisch dezidiert links stehen (und der sächsische Arbeiter „rechts“) und die frühere SPD-Bundesregierung unter Helmut Schmidt heute als „rechts“ gelten würde. 

D.h. also, Lattorf ist in den Augen der ANTIFA-Autoren ein Renegat, und das löst bei jenen Linken, die trotz erdrückender Gegenevidenz in all den Jahren nichts hinzugelernt haben, sondern dogmatisch weiter bei ihren überholten marxistischen Positionen verharren, die heftigsten negativen Emotionen („Verräter!“) aus. 

In der Geschichte gibt es ja zahllose Vorläufer dafür, dass Kommunisten nichts so sehr hassen wie andere Kommunisten (die ideologisch von der „Hauptlinie“ abweichen, wie es z.B. die Menschewiki oder die Trotzkisten taten) bzw. Sozialdemokraten, die von der KPD und KPDSU als „Sozialfaschisten“ und „Revisionisten“ tituliert und teilweise sogar vehementer bekämpft und liquidiert wurden als die tatsächlichen Faschisten bzw. Nationalsozialisten.  

In meinen Augen jedenfalls ist das Ganze ein Paradebeispiel für die „organisierte emotionale Pest“, und spätestens jetzt ist es endlich an der Zeit, der „ANTIFA“ mit Fug und Recht das „ANTI“ wegzustreichen!

Zum Schluss würde ich gerne wissen, wie andere Nachrichtenbrief-Blogger den o.g. ANTIFA-Artikel gegen die Reichianer Lattorf, Senf und DeMeo empfinden, und was sie speziell über den zitierten Forderungskatalog von eliminatorischen „Maßnahmen“ am Ende des Artikels denken. 

DieRoteZora says:

Also, MIR gehen diese windelweichen, viel zu liberalen Forderungen der „ANTIFA“ zur „Endlösung der Lattorf-Frage“ nicht weit genug!

Gegen solche toxische weiße Männlichkeit, welche sich DERMASSEN sexistisch, heteronormativ, anti-queer, rassistisch, gender-intolerant, postkolonialistisch und frauenfeindlich aufführt, muss noch VIEL konsequenter vorgegangen werden!

Und dass dieser widerliche Fascho-Typ mit seiner Cis-Nazischlampe obendrein auch noch den wissenschaftlich überholten und LGBTQIA-diskriminierenden Androzentrismus des reaktionären Orgasmus-Papstes Wilhelm Reich propagiert und eine protofaschistische „Orgonenergie“ postuliert, erfordert allerschärfste Gegenmaßnahmen unserer coolen Community.

Bei Ekelpaketen wie Lattorf und seiner Heterofaschisten-Braut helfen meines Erachtens nur noch konsequente Sippenhaft, Aburteilung durch polygeschlechtliche revolutionäre Volkstribunale, Zwangsarbeit im Steinbruch und sofortige Verbringung in eines unserer bewährten Umerziehungslager, in denen engagierte Sozialpädagog*INNEN die notwendigen kognitiven Umstrukturierungen vornehmen. 

Wenn die Reaktanz des Delinquenten dennoch therapieresistent ist, sollte Spießrutenlaufen in der Community praktiziert werden.

Sollten diese aufklärerischen und liebevollen pädagogischen Ansätze nichts fruchten, müssten wirklich terminale Maßnahmen ausdiskutiert werden, denn im Kampf gegen Faschismus und postkoloniale toxische Männlichkeit ist jedes Mittel moralisch legitimiert.

Das leidigste Thema des NACHRICHTENBRIEFs

12. Juli 2021

Nun vertrete ich die ultimative Verschwörungstheorie, der Massenmord an 90% der Erdbevölkerung und die Ausmerzung der „weißen Rasse“, nachdem ich zuvor vehement und mit denkbar bösen Worten gegen die ganze Verschwörungstheorie-Huberei angeschrieben hatte?!?

Nun, die Wirklichkeit selbst ist widersprüchlich („dialektisch“), weshalb mich vermeintlich „widersprüchliche“ Ausführungen nie geschreckt haben, aber darum geht es hier nicht. Es geht um die Bekämpfung von Willkür. Jeder kann seine persönliche Lieblingstheorie, etwa was die Kennedymorde anbelangt, beliebig mit allen möglichen „Beweisen“ ausschmücken und dazu jede Menge Dokumente anfügen. Das Problem ist, daß stets ein Element fehlt: der ZWINGENDE Beweis.

Ich könnte jemanden mit meinem Frühstücksmesser erstechen und behaupten, ein mir vollkommen Fremder wäre in die Küche gestürmt, hätte mir mit seinen gummihandschuh-bewährten Händen das Messer entwunden, und das Opfer erstochen. Wie er in die Wohnung gelangt sei und sie wieder verlassen habe? Keine Ahnung! Ein zwingender Beweis wäre, wenn herauskäme, daß mich das Opfer kurz zuvor um meine Lebensersparnisse gebracht hat und ich überall angedeutet hätte, daß ich mich rächen würde. Nach menschlichem (!) Ermessen wäre damit jedwede andere Theorie für den Mord hinfällig.

Genau diese Situation haben wir bei der Ermordung von John F. Kennedy. Ein nichtsnutziger Playboy, der, über gekaufte Schreiberlinge, mit einer lächerlichen Räuberpistole über seine vermeintlichen Heldentaten im Zweiten Weltkrieg bekannt wurde. Sein Vater war ein irischer Gangster, der seit Al Capones Zeiten engstens mit der Mafia verbunden war. Sie hatte seinen Sohn durch geschickte Wahlmanipulation an die Macht gebracht und erwartete nun als Gegenleistung, daß man sie zumindest weiterhin weitgehend in Ruhe lasse.

So funktioniert von jeher jede Form von kriminellem Leben: Da Gangster kaum zur Polizei gehen können, ist das alleroberste Gebot die Verläßlichkeit. Halte dich peinlich genau an Absprachen unter Verbrechern oder du wirst sterben. Laß dir nichts gefallen, weil du nur Verachtung ernten wirst, aber vor allem: halte deine Versprechungen unbedingt und unter allem Umständen ein.

Das zweite Element des Mafialebens: es sind Gangster, kein CIA oder KGB mit irgendwelchen großartigen Planungen. Man wartet darauf, daß einem ein Geschäft angeboten wird und nutzt dann seine Verbindungen und die Androhung blanker Gewalt, um daraus eine Goldgrube zu machen. So ist etwa Michael Franzese zum reichsten Mafioso nach Al Capone geworden. Eines Tages kam jemand in sein legales Geschäft, er war Autohändler, und präsentierte ihm einen Plan, wie man die Regierung um die Mineralölsteuer betrügen und sie in die eigene Tasche umleiten könnte. Er habe vielleicht die Verbindungen… Genauso ist die Mafia gegen Kennedy vorgegangen: man hatte alle möglichen Kontakte zur „Straße“ und sogar zur Polizei, erstrecht mit praktisch jedem, der wie Harvey Oswald, auch nur im entferntesten mit den Protesten für oder gegen Castro verbunden war. Schließlich betrachtete die Mafia Kuba als ihren Privatbesitz, der ihr gestohlen worden war. Wer zahllose Verbindungen hat und praktisch jeden erpressen kann, braucht keine geheimdienst-artigen Pläne, um den Präsidenten der USA umzubringen und danach alle, die die Verschwörung hätten aufdecken können, angefangen mit dem Attentäter selbst! Sie kontrollierten lückenlos das Nachtleben und sämtliche Gewerkschaften (sozusagen das „Tagleben“) und vor allem wirklich alles, was auch nur peripher mit „Kuba“ zu tun hatte!

Was ist nun der zwingende Beweis für diese Verschwörung? Michael Franzese selbst! Er selbst war zwar gerade mal Dreizehn, als Kennedy ermordet wurde, doch sein Vater, Mitglied der Colombo-Familie in New York, war einer der bekanntesten Mafiosi Amerikas, der noch alle persönlich kennengelernt hatte, von Al Capone bis Lucky Luciano. Er gehörte damit sozusagen dem Hochadel der amerikanischen Mafia an und hatte Zugang zu allen deren Geheimnissen. Er erzählte seinem Sohn, daß die Mafia Kennedy umgebracht hatte, weil sie sich verraten und verkauft gefühlt hatte. Das gleiche erfuhr Michael Franzese unabhängig davon, als er sich in den Privatclubs mit anderen Mafiosi über Gott und die Welt unterhielt:

Das Motiv, der Modus Operandi (schlichtweg Kontakte!) und schließlich das Geständnis. So komisch es klingt, aber es ist undenkbar das Mafiosi sich untereinander oder gar in der eigenen Familie in einer solchen Angelegenheit belügen würden. Und Michael Franzese selbst ist seit 20 Jahren wiedergeborener Christ und hat die Geschichte nur auf Nachfrage preisgegeben. Er lügt nicht und braucht sich nicht wichtig machen. Und schließlich: die Regierung selbst wird niemals zugeben, wie lächerlich einfach es war, sich an einem Präsidenten zu rächen, der sich nicht an Absprachen gehalten hatte.

Und was hat das nun mit meiner Verschwörungstheorie zu tun? Motiv (Schwab: der Great Reset), Modus Operandi (der Drosten-Test), Geständnis (Gates und seine Obsession mit zwei Dingen: Pandemien und Überbevölkerung). Verzeihung, aber nur ein vollkommener Idiot kann glauben, hier läge keine Verschwörung vor! Hier etwa ein Video von 2014: es wurde alles zigmal durchgespielt! Man muß sich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Mafia und ihre Vorgehensweise hineinversetzen! Man muß sich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Weltelite und ihre Vorgehensweise hineinversetzen! Und dabei vor allem nicht den Fehler begehen, zu kompliziert zu denken, d.h. „gepanzert“ zu denken. Wer hat Kennedy, diesen Vollpfosten, UNBESTRITTEN an die Macht gebracht? Bingo! Was steht auf den Georgia Guidestones? Bingo! Diese Leute schauen auf uns, wie früher die Könige auf ihre Völker geschaut haben: als EIGENTUM, mit dem man tun und lassen kann, was man will. Ich erinnere mich an das Interview mit einer Frau, die mit dem Sproß einer Milliardärsfamilie liiert war und die absolut entsetzt war, wie er mit Gärtnern, Kellnern, etc. umging. „Franz (oder wie auch immer sein Name war), das sind Menschen!“ Für ihn waren das bloße Gegenstände, bestenfalls Maschinen, schlimmstenfalls nutzlose Esser, die sinnlos Luft verbrauchen.

Als normale Menschen können wir uns einfach nicht in die Gedankenwelt dieser Leute eintunen. Man nehme Charles Manson, der praktisch sein gesamtes Leben in Erziehungsheimen und Gefängnissen verbracht hatte und die oben beschriebene Ganovenmoral verinnerlicht hatte, um überleben zu können. Die berühmten Manson-Morde beruhten auf dieser absolut unerbittlichen „Moral“. Er war vom Manager der Beach Boys um festversprochene 5000 Dollar für einen von ihm geschriebenen Song betrogen worden und ließ ihn entsprechend umbringen: die „gerechte Strafe“ (nur leider feierten zu diesem Zeitpunkt unter dessen Adresse vollkommen unbeteiligte Leute eine Party). Das ganze wurde so grotesk inszeniert, um einen vorangegangenen Mord an einem Black Panther zu vertuschen. Ein Drogendeal war wegen Betrug (wieder die Ganovenehre!) außer Kontrolle geraten und infolge ein Mitglied der Manson-Familie wegen Mordes verhaftet worden. Mit dem Blut des Opfers hatte man etwas an die Wand geschrieben, um es wie eine Auseinandersetzung unter Black Panthern aussehen zu lassen. Das wurde bei Sharon Tate und ihren Gästen wiederholt, um das ganze wie eine irre Mordserie aussehen zu lassen, mit dem der schließlich in Haft Sitzende nichts zu tun haben konnte. Ganovensolidarität! Sozusagen Mansons „Mitmenschlichkeit“. Ähnlich „mitmenschlich“ sind die Weltverschwörer, von wegen Ökologie und Überbevölkerung, die doch nur in Mord und Totschlag und Hungerkatastrophen enden könne. Deshalb die „humanitäre Lösung“: die nutzlosen Esser „wegimpfen“ und den Rest versklaven („du wirst nichts besitzen und es lieben“).

Übrigens ist Reich schon in Der triebhafte Charakter (1925) aufgefallen, daß die Charakterstrukturen des Lumpenproletariats (aus dem sich die Gangster letztendlich rekrutieren – ich könnte da Geschichten erzählen…) und der obersten 10 000 sehr ähnlich sind. Diese Leute sind wie Aliens mit einer entsprechenden Gesinnung, die mit deiner und meiner Moral nichts mehr zu tun hat: sie zertreten dich, als wärst du eine Laus.

Mütterlicherseits komme ich, nein, nicht vom Völkerrecht, sondern aus einer Familie von Kellnern und Kellnerinnen, damals noch ein hochangesehener Lehrberuf. Meine Großtanten waren zeitweise Haus-/Gesellschaftsdamen in den Palästen der anglophilen Hamburger absoluten Oberschicht. Man spielte „Eure Lordschaft“ mit Butler und allem Drum und Dran. Meine Mutter hat mir den schier unfaßbaren Reichtum und Luxus beschrieben, als sie mitgenommen wurde und mit dem Sohn des Hauses spielen durfte. Damit war schnell Schluß, denn der wurde sehr rasch und sehr aggressiv sexuell übergriffig – und wir sprechen hier nicht von Jugendlichen, sondern von gleichaltrigen Kindern. Wie in der Unterschicht: das letzte Gesocks, ohne jedwedes Gefühl für den Mitmenschen. Raubtiere! Man denke an Roger Cormans Film Die Verfluchten und an Reichs „Marxismus“: für all den Reichtum haben unzählige Menschen mit ihrem Leben bezahlt, vor allem aber ist es die Lebensenergie („lebendige Arbeitskraft“), die zahllosen Arbeitern vampirartig abgesogen wurde. Es ist, als würden sich an beiden Enden der Gesellschaft die Pforten zur Hölle öffnen.

Zum Schluß muß ich an Heiko Lassek denken, der aus eher „normalen“ Verhältnissen stammend durch glückliche Umstände zum Millionär geworden war und mit seinem lächerlichen David Bowie-Gehabe gerne den Anschein erweckte, er wäre Teil der absoluten Oberschicht. Dazu paßte sein Charme, sein Alkoholismus, sein absolut unverantwortliches Verhalten, etwa seine Version von „Orgontherapie“, die er sich offensichtlich aus dem Arsch gezogen hatte, sein Hang zu okkultem Schwachsinn (das Enneagramm und ähnlicher Kokolores) oder etwa sein Vermächtnis, der Film Der Fall Wilhelm Reich mit seinen abstrusen Verschwörungstheorien über Geheimdienste und MK-Ultra. Er und ich hatten irgendwann in den 80er Jahren uns mal kurz über das Cloudbusting unterhalten und ich hatte auf die ungeheuren Gefahren für unsere Mitmenschen hingewiesen. Seine Antwort: „Ich habe in meinem Leben schon viele gefährliche Sachen gemacht!“ Ähhhh…, ich war wie vom Donner gerührt. (Es ist immer wieder verblüffend: Man begegnet einem Menschen und nach einer Minute weiß man ALLES über seine Charakterstruktur! Es ist wie mit den Verschwörungstheorien: unkompliziert denken, das naheliegende nehmen, der funktionellen Logik vertrauen.) Ich muß an David Bowies „Heroes“ denken, das Lied über drogenabhängige Stricher vom „Bahnhof Zoo“. Ich muß daran denken, daß ein Teil meines Umfeldes aus der Kindheit genauso aussieht, wie das endsprechende Umfeld von Leuten, die dem Gymnasium eines Millionärsghettos entwachsen sind: Selbstmorde, Knastkarrieren und vor allem Drogentote. Soweit ich zurückdenken kann: solche Typen haben immer ausgerechnet bei mir Halt und Orientierung gesucht. Man darf sich die Eliten nicht als triebgehemmte Menschen wie dich und mich vorstellen. Es sind vollkommen haltlose und verantwortungslose und, ja auch, schwache triebhafte Halbirre am Rande und Jenseits der menschlichen Existenz, buchstäblich jenseits des „Ereignishorizonts“: sei es nun Charles Manson oder die Spitze der Pharmakonzerne. Wenn die Panzerung wegbricht, wie sie es ganz unten und ganz oben tut, dann… Die Panzerung hat schließlich eine Funktion! Es geht um die Bioenergetik dessen, was ich hier beschrieben habe! Und nicht nur Charakterstrukturen offenbaren sich praktisch sofort, sondern aus dem gleichen Grund auch Verschwörungen: es ist ein Schrei nach Rettung, Befreiung, Erlösung – die „Blase“ will zum Platzen gebracht werden (siehe Reichs Beschreibung des Masochismus in Charakteranalyse und Die Funktion des Orgasmus). Deshalb ist es auch so einfach für den, der einen Blick für die Bioenergetik hat, Verschwörungen zu durchschauen. Aus dem gleichen Grund verabscheut er aber auch die üblichen Verschwörungstheorien!

Schluß mit Schwurbel

8. Mai 2021

So die Überschrift eines anonymen Pamphlets aus meinem Briefkasten.

Beinahe jede Woche sieht man seit vielen Monaten in Deutschland dasselbe Bild: Ohne Abstand und Masken tanzen Querdenker*innen und Schwurbler*innen mit Nazis und Reichsbürger*innen Polonaise durch die Innenstädte, sei es im letzten Sommer in Berlin oder wie zuletzt in Leipzig, Kassel und Stuttgart. Auf den Bühnen wird dabei unter großem Applaus keine Chance ausgelassen, absichtlich wissenschaftliche Fakten zu verdrehen, mit Nazis und Pädophilen zu kuscheln und den Holocaust zu relativieren. In den krudesten Verschwörungstheorien wird vor allem Antisemitismus immer wieder befeuert. Nicht selten werden auf den Demonstrationen Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen attackiert. Die Polizei läßt sie dabei gewähren, immer wieder tauchen Fotos von Polizist*innen auf, auf denen sie Hand in Hand mit Querdenker*innen gehen. Die Gegendemonstrationen hingegen werden mit Gewalt zerschlagen, obwohl sich hier an die Hygienemaßnahmen gehalten wird.

„Nazis und Pädophile“! Das ist ein beliebtes Sujet vermeintlich „linker“ Propaganda schon zu Zeiten der Weimarer Republik: daß „die Rechten“ mit allen Arten abscheulicher Perversionen in Zusammenhang gebracht werden. Irgendwann bricht das ganze Toleranzgedöns der Linken in sich zusammen – und sie erweisen sich als dieselben ressentimentbehafteten, haßerfüllten Kleingeister wie die „Nazis“. Und, jaja. „krudeste Verschwörungstheorien und Antisemitismus“… Und das von Leuten, die die Wirklichkeit auf den Kopf stellen, denn die Gewalt auf den besagten Demonstrationen geht immer von der „Anti“fa aus, die so die Bilder für die Propagandisten dieses Unrechtsregimes fabrizieren und nicht zuletzt den Schergen des Regimes die Rechtfertigung liefern, auf harmlose Bürger einzuprügeln, als wären wir in Weißrußland. – In diesem bösartigen Pamphlet wird wirklich alles auf den Kopf gestellt.

Auch in Hamburg gab es mehrfach größere Demonstrationen, auf denen sich dieses Bild gezeigt hat. Von rechten und rechtsextremen Parteien und Gruppierungen hat man schon von Anfang an ein großes Interesse an der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ beobachten können. Dabei beteiligen sie sich aktiv an Demonstrationen und übernehmen Themen und Parolen. NPD, AfD und auch gewaltbereite Bruderschaften sehen in der Bewegung ein großes Mobilisierungspotential für sich und versuchen dadurch massiv neue Wähler*innen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.

Als wären unser Pamphletisten beim sogenannten „Verfassungsschutz“ (Staatsschutz), wird mittels konstruierter Kontaktschuld und Gleichsetzen von Gruppen (bzw. „Gruppen“), die nichts miteinander zu schaffen haben, die Rechtfertigung für den Entzug aller Bürgerrechte fabriziert, letztendlich des Lebensrechts selbst. Wenn du dein demokratisches Demonstrationsrecht wahrnimmst und dir eine andere Meinung als die offizielle dieses Unrechtsregimes erlaubst, bist du unversehens – nicht besser als Himmler und Heydrich!

In diesem Zusammenhang kann man auch in Hamburg wieder ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Gruppierungen beobachten, so hat die npd in letzter Zeit auch in Hamburg Nord großflächig plakatiert und auch völkische Gruppen wie die sogenannte „Identitäre Bewegung“ treten immer selbstbewußter auf. Recherchen des Online-Portals „EXIF“, die durch die WDR-Sendung „Monitor“ bestätgt wurden, legen ein breites Netzwerk an Mitstreiter*innen rund um die rechtsextreme sogenannte „Gruppe 5“ offen, die Terroranschläge in ganz Deutschland plante. Auch Hamburger Neonazis waren darin verstrickt, die in öffentlichen faschistischen Facebookgruppen verkündeten, daß sie dabei sind, sich zu bewaffnen. Nach den rassistischen Anschlägen in Halle, Hanau und der Ermordung Walter Lübckes müssen solche Ankündigungen mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Die Hamburger Behörden lassen diese Vorfälle jedoch ohne Konsequenzen geschehen.

Unsere Staatsjugend beruft sich auf die Staatsmedien und die steuerfinanzierte, staatlich gelenkte „Zivilgesellschaft“, um ein „Härter durchgreifen!“ zu fordern.

Wie kommt dann Charles Konia dazu, so etwas als „antiautoritär“ zu bezeichnen? Es ist wie „1968“: es werden nur die unmittelbaren Autoritäten angegriffen und als verachtenswerte „wirre Schwurbler“ diffamiert, während man gleichzeitig der Wirklichkeit enthobene mythische Lichtgestalten anhimmelt. Früher waren das Mao und Marcuse, heute sind es Drosten und Merkel, obwohl diese nachweislich nur Unsinn von sich geben.

Die „Querdenken-Bewegung“ wirkt wie ein Nährboden, auf dem die alten vergammelten rechtsextremen und faschistischen Ideologien wieder neu und ungestört gedeihen können. Indem sie sich mit antisemitischen Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlichen Falschbehauptungen verflechten, schaffen sie ein brandgefährliches Klima, dem wir uns entschlossen entgegenstellen müssen.

Die Polizei stellt gegen diese Umtriebe nicht nur immer wieder ihre eigene Unfähigkeit unter Beweis, vielmehr sieht man nicht nur anhand der immer wieder aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke in der Polizei, daß sie selber tief in diesen verwurzelt ist. Deshalb ist die Organisation und Vernetzung eines stabilen antifaschistischen Widerstandes um so wichtiger. Kein Fußbreit den Faschisten und Leerdenker*innen in Hamburg Nord!

Die Linken HASSEN Traditionen (die Verwurzelung, die den Einzelnen stark und unabhängig macht), Selberdenken („kontrarevolutionäre Fraktionsbildung“) und natürlich sämtliche Autoritäten – deren härteres Durchgreifen sie gleichzeitig fordern. Eben diese Rebellion gegen den Staat bei gleichzeitiger Vergötterung des Staates, die Gleichzeitigkeit von pseudo-anarchischer Rebellion und feigem Untertanengeist, macht den Faschismus (in diesem Fall den roten Faschismus) aus. „Rebellen“, die sich an Anstands…, Verzeihung: Abstandsregeln halten!

FÜR EINEN SOLIDARISCHEN UMGANG IN DER KRISE

Corona ist so real wie alle knapp 80.000 Todesfälle (stand 5. April), die es bisher allein in Deutschland gefordert hat. Ohne uns von der zweiten Welle aus dem Januar erholt zu haben, befinden wir uns jetzt schon mitten in der dritten Welle. Das ist die Folge vorschneller Lockerungen und eines zu schwachen Lockdowns, der nur die Freizeit einschränkt und die Wirtschaft weiter laufen läßt. Immer wieder kommt auch der Vorschlag für eine Ausgangssperre auf, auch bei uns in Hamburg wurde über Ostern und erstmal bis zum 18. April eine solche beschlossen – Das Problem: Während die Ausgangssperre sich weiter nur auf das Privatleben auswirkt, bleiben Fabriken und Betriebe weiter offen. Die Kosten für diese inkonsequente Ausklammerung der Wirtschaft müssen sowohl Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, die seit Monaten geschlossen bleiben müssen, als auch die Gesellschaft, die trotz harter Einschränkungen in der Freizeit immer mehr Tote zu beklagen hat.

Ganz eindeutig: „die Wirtschaft“, d.h. der Kapitalismus hat an dieser mittelschweren Grippewelle Schuld… Wobei man die Millionen zusätzlicher Hunger- und Armutstoten, inbesondere in Afrika, getrost vergißt. Rassen…, Verzeihung: Klassenkampf:

Auch im Privaten trifft die Krise nicht alle gleich. Während sich die Quarantäne in exklusiven Villen mit großen Gärten an der Alster und uneingeschränkten Online-Möglichkeiten ganz gut aushalten läßt, fällt den Menschen in vielen anderen Haushalten mit viel zu kleinen Wohnungen die Decke auf den Kopf. Auch die technischen Voraussetzungen reichen oft nicht fürs Home-Office oder -Schooling. Die Folgen sind unter anderem eine Zunahme häuslicher Gewalt, Jugendliche, die in der Schule nicht mehr mitkommen und totale Überforderung. Durch die Umstellung auf Kurzarbeit oder dem kompletten Verlust des Arbeitsplatzes kommt noch ein größeres Armutsrisiko dazu. Trotzdem schütten die Konzerne, die ihren Mitarbeiter*innen jetzt weniger Lohn geben, Rekord-Dividenden an Aktionäre aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird durch die Krise nochmal deutlich größer. Die kapitalistische Absurdität und soziale Ungerechtigkeiten zeigen sich in der aktuellen Krise unverschönt!

Äh, das hätten so auch Querdenker schreiben können! Aber zum Glück geht es weiter:

Wir fordern einen echten solidarischen Lockdown, der im Interesse der Menschen steht und nicht nur das kapitalistische System schützt. Um unzählige weitere Todesfälle zu verhindern, müssen alle nicht lebensnotwendigen Betriebe für ein paar Wochen geschlossen werden und zwar bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten, finanziert durch die Profite der Krisengewinnler!

Kommt mit uns auf die Straße! Stellt euch dem Verschwörungswahn und den neuen rechten Umtrieben entschlossen entgegen und erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!

Politik und Polizei werden uns nicht helfen – wir müssen selber aktiv werden!

„Erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!“ Aber am besten finde ich noch die Illustration dieses Pamphlets, die derartig voller ungewollter, selbstentlarvender Ironie ist… Linke Trottel!

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 1)

5. März 2021

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 1)