Posts Tagged ‘Nationalismus’

Reichs Gründe der Abkehr von der Tagespolitik (Teil 10)

25. Juli 2021

von Robert Hase

Zum Gegensatz von Wissenschaft und Ideologie hat Reich folgendes zu sagen:

Ähnlich wie bei der Religion verhält es sich mit dem Nationalismus und der Rassenproblematik. Man könne nicht Nationalist und Rassenhasser sein und gleichzeitig korrekte wissenschaftliche Konzepte bezüglich des Nationalismus und des Rassenproblems entwickeln. Dabei gibt es, so Reich, nicht nur einen deutschen, sondern beispielsweise auch einen englischen und einen jüdischen Faschismus. Für das Orgone Institute ist die Erziehung im preußischen Patriarchat genauso eine „mentalhygienische“ Herausforderung wie der jüdische Brauch, kleine Kinder in eine Talmudschule zu schicken und sie mit 12 Stunden Lernen zu quälen. Beide Erziehungsformen würden gleichermaßen zur emotionellen Pest gehören. „Das Lineal, das über die Fingerknöchel eines Kindes zerbrochen wird, ist das gleiche Lineal, ob es von einem jüdischen oder einem deutschen Chauvinisten benutzt wird.“ Auch hier entscheide das Gesetz der Arbeit und nicht die Geisteshaltung. Man kann Kinder nicht nationalistisch und gleichzeitig zur Selbstregulierung erziehen. Nationalismus ist ausgeschlossen, nicht nur, weil das Institut ideologischer Gegner des Rassenhasses ist, sondern vor allem, weil dessen Arbeit ansonsten nicht funktionieren würde.

Dies alles sei, so Reich, ein praktischer Versuch, den Kampf gegen die emotionelle Pest aus dem Reich der Meinung in das der Lebenswirklichkeit praktischer Arbeit zu verlegen. Der Hitlerismus könne, ob nun in seiner schwarzen, roten, gelben und weißen Form, nur dort gedeihen, wo ihm nicht das Prinzip der Arbeit für das Leben, sondern nur die „andere Meinung“ über das Leben entgegengesetzt wird. So wie der Hitlerismus aus „ideologischen Meinungsverschiedenheiten“ hervorgegangen ist, bricht er zusammen, wenn ihm die praktische Arbeit an der lebendigen Funktion entgegensteht.

Reich stellt fest, dass ein in Intrigen versierter sozialistischer Bürgermeister, nach der Definition der Sexualökonomen nicht weniger „Hitlerist“ ist als ein Mitglied der faschistischen Partei. „Hitlers Name dürfte der Nachwelt erhalten bleiben als Name und Symbol für alles, was Nicht-Arbeit, Mystik, geistige Finsternis und emotionelle Pest ist.“ Außerdem sei das fröhliche Lachen eines Kindes unendlich viel wichtiger als die ganze Atmosphäre, aus der der Hitlerismus erwächst.

Reichs Schlussresümee ist, dass dieser Versuch einer arbeitsdemokratischen Organisation verfrüht oder ungeschickt sein mag und dieser Versuch möglicherweise kollabieren könne, er aber einen Zusammenbruch aus Unvollkommenheit einem Zusammenbruch aus Starrheit und Bürokratisierung vorziehe. Im letzteren Fall wäre der Weg nach vorn blockiert, im ersterem könnten unsere Kinder zu den ursprünglichsten Lebensweisen zurückkehren und eine Weiterentwicklung in Angriff nehmen, wo wir versagt haben. Es sei immer das Ziel gewesen, Fakten an die Stelle von Illusionen zu setzen.

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 41)

16. April 2021

An anderer Stelle habe ich deutlich gemacht, warum sich die Wehrmacht trotz mangelnder Ressourcen und einer, zumindest anfangs, mittelmäßig bis schlechten Ausrüstung gegen eine ganze Welt behaupten konnte. Während etwa die russischen Streitmächte, aber insbesondere die amerikanischen, eine blinde, rein mechanisch funktionierende „Militärwalze“ waren, agierten die Einheiten der Wehrmacht (natürlich immer im Rahmen der teilweise idiotischen Vorgaben des Stabes) weitgehend autonom und quasi „arbeitsdemokratisch“, so daß selbst die Entschlüsselung von Enigma durch die Alliierten nur begrenzten Schaden anrichtete.

Vielleicht noch entscheidender war jedoch der Faktor der Homogenität. Während die anderen Armeen ganz bewußt „zusammengewürfelte Haufen“ ohne eigene Identität waren, um sie zu schlagkräftigen Einheiten formen zu können, stellte die Wehrmacht ihre Einheiten ganz bewußt nach landsmannschaftlichen Kriterien zusammen. Teilweise kannten sich die Soldaten seit ihrer Kindheit! Und das war durchaus nicht im Sinne der Naziideologie, die ein einheitliches stromlinienförmig „modernes“ durchaus „unvölkisches“ Deutschland (bzw. natürlich übernationales „Großgermanien“) anstrebten, sondern entsprach der „völkischen“ und „reaktionär kaiserlichen“ Grundhaltung des Offiziersstabs. Die Soldaten verstanden sich, konnten in jeder Hinsicht blind aufeinander vertrauen und es gab keine Reibungsverluste. Man war (wie gesagt teilweise von Kindheitsbeinen an) ein eingespieltes Team und der Krieg war eine organische Fortsetzung der „Cowboy-und-Indianer-Spiele“.

Das hat beispielsweise meinem Vater das Leben gerettet. Als er mit seinem rein aus Hamburgern bestehenden Zug, nur mit Karabinern und ein paar Handgranaten bewaffnet, durch die belgische Pampa marschierte und plötzlich ein englischer Panzerverband auf sie zuhielt, hat der Hauptfeldwebel, ein gemütlicher Kaufmann und Familienvater aus Hamburg, seine Leute zusammengerufen, man verstand sich, warf die Waffen in den Straßengraben und organisierte weiße Fahnen. Hätte das bei einem zusammengewürfelten Haufen funktioniert, wo niemand einschätzen kann, ob nicht irgendein Schwein austillt und „den Verräter“ erschießt?

Ich bin gerade an Straßenbauarbeitern vorbeigekommen, ausnahmsweise mal alles nur Deutsche, und mir fiel der Blick und das Lächeln auf, das einer einem seiner Kollegen zuwarf, als er irgendeine Anweisung gab. Diese Vertrautheit und (im besten Sinne des Wortes) „Kumpelhaftigkeit“, diese fast liebevollen Blicke findet man ansonsten nur bei alten Ehepaaren. Und so war es schon im Sandkasten. Das ist evolutionsbiologisch sofort einsichtig, denn einerseits sind Männer wegen ihres Testosterons auf Distanz und Konkurrenz gepolt, doch andererseits hängt das Überleben schon von Schimpasenhorden von „Männerbünden“ und „Männerfreundschaften“ ab, denn nur so kann die Horde sich gegen Feinde durchsetzen und das notwendige Protein erjagen. Das ist aber nur möglich, wenn man von Kindheit an aufeinander eingetuned ist bzw. beim Menschen „die gleiche Sprache spricht“, auch die nonverbale und implizite: man weiß blind, was der andere meint und will, selbst wenn man ihn weder sieht noch hört. „Diversität“ zerstört das und macht die Gruppe ineffektiv und schutzlos.

In Grenzen und wohlverstanden: Nationalismus und das „Völkische“ sind untrennbar mit der Arbeitsdemokratie verbunden. „Diversität“ ist eben nicht unsere Stärke, sondern führt schnurstraks zu Zerfall und Untergang.

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 34)

16. März 2021

2019 haben sich bei einer Untersuchung von 60 Kulturen aus der ganzen Welt sieben universelle moralische Regeln herauskristallisiert. Den Anthropologen der Universität Oxford zufolge lautet dieser menschheitsübergreifende Moralkodex: hilf deiner Familie, hilf deiner Gruppe, erwidere Gefälligkeiten (Empfinden von Schuldgefühlen und Dankbarkeit, Leisten von Wiedergutmachung und Verzeihen), sei mutig, respektiere die, die über dir stehen, teile die Ressourcen mit anderen auf eine gerechte Weise und respektiere das Eigentum der anderen. Es gab nie eine Gesellschaft, in der eines dieser Verhaltensweisen als moralisch verwerflich angesehen wurde.

Die Arbeitsdemokratie und ihr diametrales Gegenteil, die Emotionelle Pest, kann man mit Hilfe dieser sieben Maximen beschreiben, auf die sich alle natürlich gewachsenen Gesellschaften vollkommen unabhängig voneinander geeinigt haben, die also unserer „menschlichen Natur“ entsprechen. Die „natürliche Arbeitsdemokratie“, von der Reich sprach, steht dabei in einem diametralen Gegensatz zur widernatürlichen und lebensfeindlichen Ideologie der Linken:

  1. Familienwerte (von den Linken heute mehr angegriffen denn je)
  2. Gruppentreue („Nationalismus“, „Patriotismus“, von den Linken abgrundtief verabscheut)
  3. Gegenseitigkeit (Linksliberalismus/Sozialismus basiert auf Ressentiment und „sozialer Gerechtigkeit“, d.h. Affirmative Action und sozialem Parasitentum)
  4. Tapferkeit („toxische Maskulinität“)
  5. Respekt (widerspricht der Grundlage des liberalen Charakters, d.h. Rebellion gegen den Vater)
  6. Fairness (historisch gesehen war dies das erste, was Lenin, Trotzki, Stalin, Mao, Pol Pot etc. als „bürgerlich“ brandmarkten und den Roten Garden auszutreiben trachteten)
  7. Eigentumsrechte (was das mit der linken Pest zu tun hat, ist offensichtich)

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 25)

16. Februar 2021

Wer bin ich? Die Frage stellen vor allem Schizophrene, die wegen ihres diffusen Energiefeldes keine eigene Identität haben. Die Frage nach der Identität ist schlichtweg eine Frage nach der Grenze. Wo höre ich auf und wo fangen die anderen bzw. wo fängt meine Umwelt an? Auf diese Weise habe ich eine Identität und kann für meine Interessen einstehen. Das gilt für Individuen, unterschiedlichste Vereinigungen und geschäftliche Unternehmungen (man denke nur an das Stichwort „corporate identity“) und natürlich für Nationen. Wobei Nationen eine Sonderrolle einnehmen, denn die sind definiert als die größtmögliche Gruppe, zu der ich als Individuum noch eine emotionale Beziehung aufbauen kann. Es sind Menschen, mit denen nicht nur ich, sondern auch meine Vor- und Nachfahren schicksalhaft verbunden sind und mit denen ich den gleiche Sprach- und Kulturraum teile.

Das Gegenteil des „endgrenzten“ Schizophrenen ist der Neurotiker, der in jeder Hinsicht „begrenzt“ ist. Er ist es, den Reich in seiner Rede an den kleinen Mann anspricht. Früher, im autoritären Zeitalter, war er der typische Nationalist und Rassist, dessen ganzes Leben darum kreiste, sich von den Fremden und denen „da unten“ abzugrenzen. Über Jahrhunderte war er der Fluch der Menschheit, weshalb man auch Verständnis für den Haß auf Donald Trump und dessen nationalistische Botschaft haben muß. Ebenso ist verständlich, daß Reich zu seiner Zeit alles daran setzte, gegen diese Beschränktheit anzuschreiben, wobei seine Argumentation stets um den Verweis auf das gemeinsame Funktionsprinzip kreiste. Angesichts der „Amöbe im Menschen“ bzw. des „Wurms im Menschen“ war der Verweis auf landsmännische oder gar „rassische“ Unterschiede geradezu irrwitzig.

Das änderte sich alles drastisch mit dem Aufkommen der antiautoritären Gesellschaft kurze Zeit nach Reichs Tod, die vor allem durch zweierlei gekennzeichnet ist: 1) beim Individuum die Verlagerung von der muskulären („neurotischen“) Panzerung zu einer okularen („schizophrenen“) Panzerung; und 2) die komplette „Entgrenzung“ auf allen nur denkbaren Ebenen von der „Globalisierung“ bis hin zum Gendermainstreaming. Menschen, die ohnehin „gaga“ sind, wird so alle Möglichkeit der Identifikation genommen. Sie wissen ja nicht mal mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind!

Das Zweiparteiensystem gehört der Vergangenheit an

25. August 2020


„Links“ und „Rechts“ macht keinen Sinn mehr.

Das Zweiparteiensystem gehört der Vergangenheit an

Die Charakteranalyse des Christentums

19. März 2020

Das Christentum ist wie eine Zwiebel, in der jede Schale durch ein weiteres fundamentales Mißverständnis gebildet wird. Als äußerste Schale haben wir das moderne linksliberale Christentum der EKD, das Jesu Kampf gegen die Auswüchse der dominierenden Sekten des damaligen Judentums mißbraucht, insbesondere was deren übersteigerten Nationalismus betraf. Jesus wollte das ursprüngliche humanistische Versprechen des Judentums wieder freilegen, um so eine Integrität zu retten. Es ist ein eklatanter Mißbrauch und schlicht absurd, daraus eine „christliche“ Lehre der Selbstaufgabe und der Opferung der eigenen Nation zu machen!

Eine zweite Schale, die durch das oberflächliche Wörtlichnehmen der Aussagen der Bibel entstanden ist, ist die absurde Vorstellung, daß Jesus an der Spitze himmlischer Herrscharen zurückkehren werde, um Gericht zuhalten. All das im Rahmen erderschütternder, ja das gesamte Firmament aus den Angeln hebender Naturkataklysmen. Offensichtlich waren das nur Sprachbilder. Es glaubt ja auch niemand, wenn in einer Wissenschaft von „welterschütternden Erkenntnissen“ die Rede ist, daß es tatsächlich zu Erdbeben kommt! Auf diese Weise haben die Gläubigen die ursprüngliche Botschaft Jesu der Lächerlichkeit preisgegeben; mit all dem krankhaften Unsinn von Himmeln und Höllen und Apokalypsen.

Womit wir bei der innersten Schale angekommen wären. Was war denn nun diese „ursprüngliche Botschaft“? Jesus war Jude und hat in einer jüdischen Begrifflichkeit gedacht, wo sich Meere spalten und gigantische Himmelserscheinungen dem Volk den Weg durch die Wüste weisen, wo es vor allem aber um das jüdische Gesetz geht, das Jesus auf den Satz reduziert hat, man solle den Nächsten lieben wie sich selbst oder Kantisch ausgedrückt: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst! (Ich verweise etwa auf die eingangs erwähnte Überwindung des jüdischen Nationalismus durch Jesus, um den identitätsstiftenden Kern des Judentums freizulegen.)

Reich zufolge war Jesus schlicht ein genitaler, ein ungepanzerter Charakter, der seine Gesundheit in dem von ihm vorgefunden israelitischen Rahmen und der damals gängigen bombastischen Begrifflichkeit zum Ausdruck gebracht hat. So ist das Christentum aus einem reformierten Judentum dadurch entstanden, daß ein Mißverständnis dem anderen folgte. Erst nach 2000 Jahren sollte jemand auftauchen, der durchschaute, was vorgefallen war und der erkannte, warum dieser hanebüchene Unsinn „christlicher Glaube“ die gesamte Welt dominieren sollte. Stark verklausuliert und extrem verstellt verkörpert das Christentum den genitalen Charakter (Jesus) und damit die kosmische Orgonenergie selbst (Gott) sowie die Tragödie des genitalen Charakters in einer von der Emotionellen Pest (dem Teufel) beherrschten Welt.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Spenden: paypal.me/nachrichtenbrief oder hier.

Paul Mathews: Über den Terrorismus

15. März 2020

 

Paul Mathews:
Über den Terrorismus

 

nachrichtenbrief136

27. Oktober 2019

Über den Terrorismus (Teil 1)*

10. Oktober 2019

 

Paul Mathews:
Über den Terrorismus

 

Der flachweltliche Irrationalismus im Hitlerismus und im Merkelismus

19. November 2018

Begriffe sind stets von Gegensatzpaaren (nah/fern, kalt/warm, Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau, etc.) abhängig, sonst würden sie keinen Sinn machen. Gemäß dem Symbol des orgonomischen Funktionalismus verweisen alle diese funktionellen Gegensätze letztendlich auf die kosmische Orgonenergie: die Tiefe des Raumes und der Zeit (nah/fern) UND SO DURCH DEN GESAMTEN WORTSCHATZ und sei es „x/nicht-x“. Das umfaßt die gesamte Thermodynamik und jedwede Form von Metabolismus (kalt/warm), alle Verhaltensforschung, Psychologie, Soziologie (Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau), etc.

Zu Zeiten der autoritären Gesellschaft bestimmten rigide Gegensätze, man denke nur an das Hitleristische Gedankengut, das Leben. Eine Versöhnung dieser Gegensätze war ausgeschlossen. Man durfte nicht zum Gemeinsamen vordringen, d.h. nicht funktionell denken. Im Merkelistischen Faschismus ist die Technik anders, um dieses Ziel, eine „flache Welt“ ohne Tiefe, herzustellen.

Man denke nur an Macrons logisch halsbrecherische Postulierung eines Gegensatzes von Nationalismus und Patriotismus, der den tatsächlich vorhandenen Gegensatz zwischen Nationalismus und Globalismus verschleiern soll. Wir sollen nicht mehr klar denken können! Das wird dadurch erreicht, daß wir konzeptionell keine Wahl mehr zwischen zwei Alternativen treffen können. Man nehme etwa den Flüchtling, dessen Gegensatz der „Invasor“ ist, doch im Merkelistischen Sprachgebrauch sind auch die Invasoren „Flüchtlinge“. „Flüchtlinge“, die uns verachten, beschimpfen, bedrohen, angreifen… Die Merkelisten faseln irgendwas von „Vielfalt“ und „Multikulturalismus“ und daß bisher alles so „einfältig“ war, doch tatsächlich herrscht eine mit Gewalt („Anti“fa) durchgesetzte Einheitsmeinung und Touristen beklagen sich, daß es heute scheiß egal ist, ob sie nach Frankfurt, London oder Stockholm reisen – das Straßenbild ist überall identisch, nämlich „Islamabad“.

symbol