Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, a. Die Mär vom „natürlichen Gleichgewicht“

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, a. Die Mär vom „natürlichen Gleichgewicht“

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4 Antworten to “Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, a. Die Mär vom „natürlichen Gleichgewicht“”

  1. Avatar von Klaus Klaus Says:

    Der Artikel weist in eine Richtung, wie Metaphern überwunden werden können, an deren Stelle eine klarere Ausformulierung des ‚Kerns’ einer Orgontheorie treten müsste. „Gleichgewicht“, „fließen“, … gehören zu diesen Metaphern.
    „Es ist, als wenn die Parameter ständig etwas schwanken müßten, um katastrophale große Schwankungen schon am Anfang auffangen zu können […]“ – das „es ist, als wenn“ deutet natürlich an, dass man sich wieder in einer vagen Metaphorik bewegt. Das ist übergangsweise nicht zu vermeiden. Aber an Reichianischen Metaphern krampfhaft festzuhalten, mündet in der Tat in „pseudokritische Bekennerliteratur […]: Seelen-, Sozial- und Ökokitsch der übelsten Sorte“. Dergleichen verschafft ihren Vertretern natürlich ein tolles Sicherheitsgefühl.

  2. Avatar von Markus Markus Says:

    Reich hat die Natur funktionell verstanden, Nasselstein sieht sie mechanisch.
    Es besteht nie ein natürliches Gleichgewicht korrekt, denn es ist dynamisch!
    Ich praktiziere natürliche Landwirtschaft, die auch als Permakultur bezeichnet wird.
    Hier sieht man ganz klar wie Reich mit seiner „natürlichen Selbstregulierung“ den Nagel auf den Kopf getroffen hat.

    Es funktioniert ganz natürlich und perfekt, wenn man die natürlichen Abläufe nicht einschränkt.

    Ja Herr Nasselstein „natürliche Selbstregulierung“ und nicht „natürliches Gleichgewicht“!!!

    Ich möchte nur Rainer Berling zitieren, da dieses Wortgefüge die natürliche Selbstregulierung ganz genau beschreibt.

    quote:
    Nützling – Schädling, was ist das?

    Die Bezeichnung Nützling oder Schädling entsteht durch die Sichtweise des Menschen, der alle Lebewesen, die auf und von „seinen“ Pflanzen leben, als Schädlinge ansieht, während alle, die ihm dabei helfen, diese wieder zu verjagen, Nützlinge sein müssen.
    Die Natur dagegen kennt keine Nützlinge oder Schädlinge, bei ihr regiert seit jeher die Gesetzmässigkeit des Überlebens und des Fressens und Gefressenwerdens.
    Dies geschieht im Rahmen der gegenseitigen Abhängigkeit innerhalb des ökologischen Gefüges.
    Es liegt also keinesfalls im Interesse eines Nützlings, dem Menschen zu helfen, indem er Schädlinge frisst; dies tut er ausschliesslich zu seiner Selbsterhaltung.
    In einem System grosser Vielfalt ist der Nützling einmal Sieger und ein anderes Mal Besiegter.
    Der Mensch kann mit seinem Verstand diese Zusammenhänge durch Beobachtung erkennen und für sich im Sinne des Pflanzenschutzes nützen, wenn er die grösseren Zusammenhänge in der Natur entdeckt und nach diesen Gesetzmässigkeiten handelt.

    Atenvielfalt

    Eine grosse Vielzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten verhindert die übermässige Vermehrung und Ausbreitung einzelner Arten. Die Konkurrenz innerhalb dieser Artenvielfalt reguliert viele Probleme mit Schadorganismen in unserer Kulturlandschaft selbstständig.
    Die Artenvielfalt ist durch eine Reihe einfacher Massnahmen zu fördern, zu stützen oder aufzubauen. Als Beispiele seien nur erwähnt: das Belassen von Grasrainen zwischen den Feldern, das Pflanzen von Wind- und Vogelschutzhecken in der Landschaft, das Erhalten von Naturbiotopen, z.B. Heiden, Trockenrasen und Feuchtbiotopen. Auch der Garten bietet hier vielgestaltige Möglichkeiten, durch Wildwuchs, Reisig- oder Steinhaufen usw. Unterschlupf und Reservate für Nützlinge und deren Bäute zu schaffen.
    Die Verbreitung einzelner Individuen in einem intakten Ökosystem wird durch eine Vielzahl natürlicher Gegenspieler reguliert. Es erfolgt dabei ein ständiger Ausgleich zwischen Räuber und Bäute, der niemals ruht, sondern dynamisch um einen Mittelwert schwankt. Man spricht dabei von einem dynamischen Gleichgewicht. Werden in diese Betrachtungen auch die anderen Umweltfaktoren (belebt wie unbelebt) miteinbezogen, so spricht man von einem ökologischen Gleichgewicht. Dabei kommt jeder Art eine so zentrale Bedeutung zu, dass ohne diese das ganze System ins Schwanken geraten würde.
    In verarmten Ökosystemen, z.B. in Monokulturen, ist man auf künstliche Steuerungs- und Stabilisierungsmassnahmen angewiesen. In Feldern mit vielen, oft wechselnden Kulturen dagegen wird man die gewünschte Artenvielfalt erhalten.

    zitat ende.

  3. Avatar von claus claus Says:

    Ungleichheit, Unberechenbarkeit, Nichtwissen, … akzeptieren fällt schwer. Typisch dafür: der Glaube von Pädagogen an Korrigierbarkeit mit Mitteln, die in lächerlicher Weise auf Einsehen (durch Sprache) setzen und in Frieden münden sollen. (Insofern, bzgl. eines Antipazifismus, lag Toller ein bisschen richtig mit „Nie wieder Frieden“; hätte er es nicht klassenkämpferisch gemeint.)

  4. Avatar von claus claus Says:

    „die NASA-Studie, die jetzt ‚Wissenschaftler‘ vor ein Räsel stellt“:

    http://www.poltec-magazin.de/nasa-studie-die-antarktis-ist-nicht-der-grund-fuer-den-anstieg-des-meeresspiegels/

    Eine Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigt, dass die Eisfläche und -masse am Südpol nicht zurückgeht, sondern aufgrund des in den letzten 10 000 Jahren angesammelten Schnees wächst. Dies berichteten die Forscher im Fachblatt „Journal of Glaciology“.
    Bisher galt es als unstrittig, dass das Abschmelzen der Gletscher des antarktischen Eisschildes zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. Das Team um Jay Zwally vom Nasa Goddard Space Flight Center in Greenbelt widerspricht dem nun. Es sei zwar richtig, dass die Gletscher schneller schmelzen als in den vergangenen Jahrzehnten, aber der Schneefall der letzten 10.000 Jahren hat zu einem Wachstum des Eispanzers geführt.
    Allein zwischen 1992 und 2001 sind 112 Milliarden Tonnen Eis hinzukommen. Zwischen 2003 und 2008 sind nochmals 92 Milliarden Tonnen Eis angewachsen. Die Studie widerspricht somit dem internationalen Klimareport von 2013, dass die Antarktis den Meeresspiegel um 0,27 Millimeter pro Jahr steigen lässt. Ganz im Gegenteil
    „Die guten Nachrichten sind, dass die Antarktis nicht schuld ist am steigenden Meeresspiegel. Stattdessen reduziert sie ihn um 0,23 Millimeter pro Jahr“, so Jay Zwally.
    Wie sich der südpolare Eisschild wandelt, lässt sich mit verschiedenen Mitteln herausfinden. Die NASA analysierte die Veränderungen mithilfe von Satelliten.
    Entwarnung geben die Forscher aber nicht. Noch wachse der Eispanzer, aber „die von uns gesammelten Daten widerlegen nicht, dass die Antarktis eine immer größere Menge an Eis um die Antarktische Halbinsel und die Küste des Westteiles des Kontinents verliert.“
    Zudem warnt das Team davor, dass in 20 bis 30 Jahren die Antarktis anfangen könnte, Eis zu verlieren und somit auch zum Anstieg der Meeresspiegel beitragen.
    Trotz des positiven Ergebnisses mahnt Zwally, dass ihr Ergebnis nicht heißen soll, dass wir den Kernpunkt, nämlich die Klimaerwärmung, vergessen haben“.

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