Die anthroposophische Pest

Hier eine sehr gute Einführung in die Anthroposophie durch einen evangelikalen Christen. Schon des öfteren habe ich in diesem Blog dargelegt, daß man der Urteilskraft von gläubigen Christen noch am ehesten vertrauen kann. Durch ihren (verzerrten) Kernkontakt kommen sie der Wahrheit fast immer sehr nahe und sie haben als Schüler von Jesus ein sehr gutes Gespür für die Emotionelle Pest, wie sie etwa von der Anthroposophie und dem pestilenten Charakter Rudolf Steiner verkörpert wird. Sie sind auf ihre Weise Todfeinde des Mystizismus und haben zumeist kein Problem mit der wissenschaftlichen Herangehensweise an Probleme. Deutlich wird auch der Unterschied zwischen wahrem Glauben und wahrer Wissenschaft, die immer einfach und direkt sind, auf der einen Seite und pseudowissenschaftlichen „spirituellen“ Unsinn, der immer extrem verwickelt und verworren ist.

Emotionelle Pest? Hier ein Beitrag über Waldorfschulen aus Titel, Thesen, Temperamente. Jedenfalls sollte er im sonntäglichen Kulturmagazin der ARD erscheinen, wurde aber nie gesendet. Er lief dann am darauffolgenden Donnerstag in grotesk kastrierter Form im MDR in der Sendung artour:

Alles im Grünen 😉 Bereich? Man lese dazu meinen Aufsatz Anti-Summerhill, in dem Bücher von abtrünnigen Waldorflehrern zitiert werden.

Ich habe zu meinen Aufsätzen über Steiners Geheimlehre immer wieder positive Rückmeldungen erhalten. So schrieb mir aus Amerika ein orgonomisch orientierter Homöopath, daß er nun nach der Lektüre eine Antwort auf ein Rätsel gefunden habe, vor dem er seit Jahren stünde. Er hatte seinen Sohn probeweise für einen Tag in eine Waldorf-Schule geschickt, weil er annahm, es handele sich dabei um eine „freie Schule“ im Sinne von Neills Summerhill. Er konnte gar nicht recht nachvollziehen, warum ihm sein Sohn am Abend inständig bat, nie mehr in die betreffende Waldorf-Schule zu müssen, denn diese sei „wie ein KZ“. Was für ein aufgewecktes, sehendes Kind!

Ich bin immer wieder überrascht, daß diese auf einem absurden Obskurantismus gründenden Schulen in Deutschland überhaupt erlaubt sind!

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10 Antworten to “Die anthroposophische Pest”

  1. Der mörderische Haß auf das Lebendige « Nachrichtenbrief Says:

    […] den psychotischen „Rassen-Theorien“ der Anthroposophie, die allein schon mehr als ausreichen, um die Waldorfschulen endlich zu verbieten, bis hin zu den alltäglichen Ausfällen gegen „Bimbos“, wenn „der deutsche Mann“ sich […]

  2. Klaus Says:

    Gefühlsmäßg, v. a. vom Jargon her, habe ich den Eindruck, dass sich die Steiner-Verehrung ganz in die Eso-Rhetorik einreiht.
    Die Leute sollen ihre Kinder in die scheiß-staatlichen Schulen mit deren Lehrer-Pack schicken, wo sie den Stress des Lebens kennen lernen, aber wenigstens nicht die Bibel als Lehrbuch und wissenschaftliches Allfächerwerk nehmen müssen (wie in vielen freien evangelischen Gemeinden). Den Rest muss/sollte wohl ein klar denkendes Elternhaus übernehmen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Schulen sollten immer nur eine Notlösung sein. Das einzige Vernünftige ist Home Schooling.

    • Peter Nasselstein Says:

      Man muß wirklich zwischen der Esoterik und einfacher Religion unterscheiden. Wenn man einem Kind mit „Gott“ kommt, schadet es ihm sicherlich nicht. Eher findet es halt in einer vollkommen mechanistischen und von schierer Bosheit geprägten Welt. Anders ist es mit verwirrenden komplizierten okkultistischem Aberglauben, der sie ganz kirre macht. In Italien etwa, sind die Menschen durch den abergläubischen Volkskatholizismus praktisch orgonomisch untherapierbar.

  3. David Says:

    https://nachrichtenbrief.wordpress.com/diskussionsforum-13b/#comment-10984

  4. Peter Nasselstein Says:

    Der stinkende Sumpf des Okkultismus wird hier sehr schön beschrieben:

  5. ALEKS Says:

    Oh weh, als Author dieses Artikels hätte ich den 2. You-tube-Clip schon weggelassen, da er in knapp 6 Minuten mehrere hier veröffentlichte Artikel wiederlegt.
    Das „Schwarzbuch Waldorf“ wird ja in diesem Clip mehr als nur hinterfragt, eigentlich direkt in frage gestellt.
    Und es gibt einfach eine Vielzahl an „waldorfkritischen“ Werken, die ähnlich schlecht recherchiert und begründet sind.

  6. Peter Nasselstein Says:

    Ekelhafte Pest:

    Ein ‚rechter‘ Waldorflehrer soll gehen – Rudolf Steiner bleibt

    http://hpd.de/artikel/11915

    Mit sehr gutem Kommentar: „Besonders mit ihrer Schlussbemerkung haben Sie so recht. Leider wird das nichts ändern. Steiner und auch Montessori werden als „links“ wahr genommen.
    Also können die nicht rassistisch sein.“

  7. Okkulte Angriffe auf die Orgonomie | Nachrichtenbrief Says:

    […] Über Rudolf Steiner und die „Reichianer“, die sich auf ihn berufen, habe ich mich in diesem Blog bereits wiederholt auseinandergesetzt. Siehe etwa Die anthroposophische Pest. […]

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