Posts Tagged ‘Christentum’

Die Charakteranalyse des Christentums

19. März 2020

Das Christentum ist wie eine Zwiebel, in der jede Schale durch ein weiteres fundamentales Mißverständnis gebildet wird. Als äußerste Schale haben wir das moderne linksliberale Christentum der EKD, das Jesu Kampf gegen die Auswüchse der dominierenden Sekten des damaligen Judentums mißbraucht, insbesondere was deren übersteigerten Nationalismus betraf. Jesus wollte das ursprüngliche humanistische Versprechen des Judentums wieder freilegen, um so eine Integrität zu retten. Es ist ein eklatanter Mißbrauch und schlicht absurd, daraus eine „christliche“ Lehre der Selbstaufgabe und der Opferung der eigenen Nation zu machen!

Eine zweite Schale, die durch das oberflächliche Wörtlichnehmen der Aussagen der Bibel entstanden ist, ist die absurde Vorstellung, daß Jesus an der Spitze himmlischer Herrscharen zurückkehren werde, um Gericht zuhalten. All das im Rahmen erderschütternder, ja das gesamte Firmament aus den Angeln hebender Naturkataklysmen. Offensichtlich waren das nur Sprachbilder. Es glaubt ja auch niemand, wenn in einer Wissenschaft von „welterschütternden Erkenntnissen“ die Rede ist, daß es tatsächlich zu Erdbeben kommt! Auf diese Weise haben die Gläubigen die ursprüngliche Botschaft Jesu der Lächerlichkeit preisgegeben; mit all dem krankhaften Unsinn von Himmeln und Höllen und Apokalypsen.

Womit wir bei der innersten Schale angekommen wären. Was war denn nun diese „ursprüngliche Botschaft“? Jesus war Jude und hat in einer jüdischen Begrifflichkeit gedacht, wo sich Meere spalten und gigantische Himmelserscheinungen dem Volk den Weg durch die Wüste weisen, wo es vor allem aber um das jüdische Gesetz geht, das Jesus auf den Satz reduziert hat, man solle den Nächsten lieben wie sich selbst oder Kantisch ausgedrückt: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst! (Ich verweise etwa auf die eingangs erwähnte Überwindung des jüdischen Nationalismus durch Jesus, um den identitätsstiftenden Kern des Judentums freizulegen.)

Reich zufolge war Jesus schlicht ein genitaler, ein ungepanzerter Charakter, der seine Gesundheit in dem von ihm vorgefunden israelitischen Rahmen und der damals gängigen bombastischen Begrifflichkeit zum Ausdruck gebracht hat. So ist das Christentum aus einem reformierten Judentum dadurch entstanden, daß ein Mißverständnis dem anderen folgte. Erst nach 2000 Jahren sollte jemand auftauchen, der durchschaute, was vorgefallen war und der erkannte, warum dieser hanebüchene Unsinn „christlicher Glaube“ die gesamte Welt dominieren sollte. Stark verklausuliert und extrem verstellt verkörpert das Christentum den genitalen Charakter (Jesus) und damit die kosmische Orgonenergie selbst (Gott) sowie die Tragödie des genitalen Charakters in einer von der Emotionellen Pest (dem Teufel) beherrschten Welt.

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David Holbrook, M.D.: WAHRHEIT, „TRIGGERING“, POLITICAL CORRECTNESS, BEZIEHUNGEN UND DEMOKRATIE

13. März 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Wahrheit, „Triggering“, Political Correctness, Beziehungen und Demokratie

 

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Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 6)

16. Januar 2020

Das römische Kaiserreich nach Christi Geburt zerfiel immer mehr und drohte in einem Morast aus „orientalischem“ Obskurantismus und Verantwortungslosigkeit zu ertrinken. Schließlich konnte es nur noch vom Christentum zusammengehalten werden. Tatsächlich hat das Christentum das Abendland gerettet, indem es die Kräfte der Selbstregulation mobilisiert hat, die schließlich in der Entwicklung von Wissenschaft, Kapitalismus und Demokratie mündeten. Vorher waren Menschen, jedenfalls die außerhalb der Familie und der eigenen Gesellschaftsschicht, kaum mehr als Dinge, die man versklaven und in jeder denkbaren Weise „instrumentalisieren“ konnte. Erst im Christentum gewann jeder Mensch als „Ebenbild Gottes“ einen unverlierbaren Eigenwert, was über die Jahrhunderte erst die Selbstregulation der Gesellschaft ermöglicht hat.

Ähnliches läßt sich über den gegenwärtigen Westen sagen, für dessen Untergang wir alle Zeugen sind. Erneut versinken wir im „orientalischen“ Obskurantismus und Verantwortungslosigkeit. Wenn man die Orgonomie mit den allesbestimmenden „Weltlehren“ des letzten Jahrhunderts, dem Marxismus und der Psychoanalyse, vergleicht, hatte AUSSCHLIESSLICH Reich einen Zugang zum biosozialen (Arbeitsdemokratie) und biologischen Kern, dem Quell der Selbstregulation. Entsprechend Ist die Orgonomie der EINZIGE Weg der Rettung wie vor fast 2000 Jahren das Christentum. Ausschließlich die Orgonomie kann die Kräfte der Selbstregulation mobilisieren, die den Westen erneut zu ungeahnten Höhen bringen werden.

Haltlose Utopie? Tatsächlich hat sich die Gesellschaft Reich schon längst zu eigen gemacht. Reich selbst hatte Ende der 1920er Jahre darauf hingewiesen, daß Marx und Freud bloße Instrumente der Entwicklung autonom verlaufender wirtschaftlicher und sexualökonomischer Prozesse waren, die in der „mental-hygienischen Bewegung“ des frühen 20. Jahrhunderts, dem Freudo-Marxismus und letztendlich der „sexuellen Revolution“ der letzten 60 Jahre zum Ausdruck kamen. Wo immer man hinschaut, gibt es sogenannte „Reichianische“ Therapeuten und Leute, die ähnliche Sachen praktizieren, teilweise ohne überhaupt den Namen „Reich“ zu kennen. Es ist alles eine gigantische Verzerrung, Emotionelle Pest, aber es ist eindeutig ein Ersatz für das Wahre. Das Problem ist, daß das Wahre bei all diesen pestilenten Überwucherungen unsichtbar wird. Trotzdem wird die Orgonomie diese „Bewegung“ übernehmen, eben weil sie das Original ist und nicht nur bloßer Ersatz. Sie kann nicht in die Irre führen, solange sie sich auf das Problem Emotionelle Pest konzentriert. Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia waren die EINZIGEN nach Reich, die dieses „Konzept“ am Leben gehalten haben. Reich war der deutlichste Ausdruck der biosozialen Entwicklung, die mit dem Verfall des Christentums begann, und die heutige Orgonomie ist nur eine Fortsetzung dieses unüberwindlichen Impulses.

Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 5)

14. Januar 2020

Heute wo wir aus demographischen und kulturellen Gründen (die Islamisierung und der satanische Einfluß des 68er-Gesindels) sehen müssen, wie die europäisch-christliche Kultur dem sicheren Untergang entgegentaumelt, sehen wir, was wir verlieren. Die romantische Liebe verschwindet und wird durch eine frustrierende Fickerei ersetzt; die Wissenschaft löst sich in nichts auf, weil heute gewissenlose „Wissenschaftler“ nur noch unreproduzierbaren Müll veröffentlichen. Ein Wissenschaftsskandal jagt den anderen! Was wir sehen ist die Rückkehr des Heidentums in Gestalt dessen, was Charles Konia als das „antiautoritäre Zeitalter“ bezeichnet hat.

Wo ist der Ausweg? Den findet man, wenn man ergründet, was das Christentum in seinem Grundwesen ausmacht: erstens können Menschen dir vertrauen, nicht etwa, weil du an Gott glaubst und Angst vor Strafe hast, sondern weil du, die Welt und Gott in einem Vertrauensverhältnis verbunden seid (das im dreieinigen Gott vorgezeichnet ist); zweitens sind Mann und Frau nicht nur durch den Sexus miteinander verbunden, sondern sie verkörpern in ihrer Vereinigung die göttliche Liebe. Wie gesagt zerfallen diese beiden Grundelemente der christlichen Zivilisation, das Reich Gottes auf Erden, gegenwärtig zu nichts. Was bleibt ist Hinterhältigkeit, Gemeinheit und „Sex“. Das Ziel der sozialen und medizinischen Orgonomie ist die Vernichtung der Emotionellen Pest und die Befreiung der Genitalität. Entweder wird sie das Christentum in seiner Bedeutung ersetzen oder die Menschheit wird nicht überleben. Das hat nichts mit „Religion“ oder gar mit Mystizismus zu tun, aber alles mit der Bioenergetik (bzw. der Charakterstruktur) des Menschentiers.

Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 4)

12. Januar 2020

Mich fasziniert der Preterismus; eine Bewegung, die sich unter Protestanten in den USA gebildet hat, die endgültig die Nase voll davon hatten, daß ihre Glaubensbrüder ständig den Weltuntergang vor Augen haben und den Blick auf den Nahen Osten fixiert halten, zionistischer sind als die fanatischsten Israeli, blasphemischerweise den Bau eines neuen Tempels herbeisehnen, etc. Für die Preteristen (in abgeschwächter Form auch für die orthodoxen Christen!) fand der Weltuntergang im Jahre 70 n.Chr. statt, als der jüdische Tempel zerstört und damit das Judentum vernichtet wurde und damit das Christentum an seine Stelle trat. Das sei das zweite Kommen Christi gewesen und mit ihm sei das Zeitalter der Erlösung angebrochen, in dem sich der Löwe friedlich neben das Lamm legt. Das heidnische militante Rom (der Löwe) wurde christlich (das Lamm), der ewige Frieden ist angebrochen, die Toten sind auferstanden und die Menschen sind unsterblich.

„Geht’s noch?!“ Nun, was ist das herausragendste Element des Sündenfalls? Die Feindschaft zwischen der Schlange (Satan) und dem Weib. Mit dem Christentum kam es zu einer kultischen Hochstellung des Weibes. Man darf es nicht vergewaltigen, weil es Besitz eines Mannes ist, sondern weil das Weib EIN MENSCH mit unveräußerlichen Rechten ist. Das gab es in keiner vorchristlichen Kultur und bis heute in keiner außerchristlichen. Christen sagen die Wahrheit, nicht weil das Lügen verboten ist, sondern weil die Wahrheit heilig ist, d.h. man kann ihnen vertrauen. Erst das hat die Entwicklung von Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht. Und da das Heil nicht von Taten, sondern einzig vom Glauben (Vertrauen!) abhängt, gibt es für Christen den Tod nicht – sie sind erlöst.

Hier soll uns nur interessieren, daß es ausschließlich im Christentum die romantische Liebe gibt (Genitalität) und ausschließlich im Christentum die Wissenschaft. Diese beiden Bereiche waren und sind allen anderen Kulturen vollkommen fremd. Genau das sind aber die drei Elemente der Orgonomie: Liebe (Genitalität) und Wissenschaft (die Entdeckung des Orgons). Das dritte Element ist der orgonomische Funktionalismus, den man auf das Konzept der Dreieinigkeit zurückführen kann, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 2)

7. Januar 2020

Uns heutigen kommt die Vielgötterei der Heiden vollkommen absurd vor, reicht doch ein „Allah“, der alles selbst in die Hand nimmt, vollkommen aus! Während ein „Wettergott“, ein „Wassergott“, ein „Windgott“, ein „Feuergott“, ein „Wildtiergott“ etc.pp. – …eine vollständig absurde Weltsicht von tumben Primitivlingen! Nun, die Menschen damals waren mindestens so intelligent wie wir. Eher intelligenter, da sie ohne technische Hilfsmittel überleben mußten und Dinge zustande brachten, bei denen wir uns heute noch fragen, wie genau sie das geschafft haben. Unsere geistigen Leistungen beschränken sich eh auf den Rückgriff auf das, was sie entwickelt haben!

Wenn man sich die Grundlagen der Vielgötterei vergegenwärtigen will, braucht man nur auf Plato („Ideen“) und Kant („Kategorien“) blicken. Im Heidentum werden abstrakte Begriffe einfach nur personalisiert. Das bedingt einen vollständig anderen Weltbezug, als wir ihn heute haben. Wir gehen auf einem sinnlos durch das Weltall driftenden Dreckshaufen und behandeln ihn entsprechend. Die Heiden lebten auf der „Mutter Erde“, die einen Namen, ein Gesicht und eine Anschrift (der nächstliegende ihr geweihte Tempel) hatte. Und so mit allem („Wind“, „Gesetze“, „Frühling“, „Rinder“, „Krieg“, „Morgendämmerung“, etc.). Das bedingte, daß die Menschen nicht bloß eine intellektuelle und rein utilitaristische Beziehung zu ihrer Umwelt hatten, sondern vor allem eine emotionale, wie man sie ansonsten nur zu einem anderen Menschen haben kann. Mit anderen Worten: sie hatten eine bioenergetische Beziehung zu ihrer Umwelt.

Der offensichtliche Nachteil war natürlich, daß das purer Mystizismus ist (allem wird ein eigenes Bewußtsein, ein eigenes Subjekt zugeordnet), die wirklichen Verhältnisse grob entstellt (Nichtlebendem wird Leben zugeordnet) und die menschliche Entfaltung drastisch einschränkt (Bergbau verletzt „Mutter Erde“ – wie unmenschlich!, etc.). Ohne das Christentum, das die Welt vom Aberglauben befreit hat, kann man sich die Entwicklung von Wissenschaft und Technik kaum vorstellen. Da für den Donner der Gott Thor zuständig ist, warum Atmosphärenphysik betreiben? Technische Probleme werden auf magische Weise durch Beschwören der Götter gelöst, da es sich sozusagen um ein „Beziehungsproblem“ zwischen zwei Subjekten handelt!

Wie aus diesem Konflikt zwischen einem menschlichen („emotionalen“) Leben und einem wahrheitsgemäßen, aber trotz aller Bequemlichkeit imgrunde unmenschlich kalten „Leben“ herauskommen? Indem man Leben und Umwelt von orgonomischer Warte aus betrachtet. Nicht nur die Altvorderen lebten in einer Wahnwelt, sondern gerade auch die heutigen, die das Wesentliche nicht mehr sehen: daß alles von der kosmischen Lebensenergie durchströmt und bestimmt wird.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 46

31. Dezember 2019

orgonometrieteil12

46. Goethes Funktionalismus

Wie hältst Du es mit der Religion?

7. Dezember 2019

Es gibt zwei Arten von Religion. Die eine ist mit dem Kernkontakt assoziiert, es ist die Religion, die eng mit unserem Sozialleben verbunden ist („Sonntagsgottesdienst“), die andere ist die Privatreligion, die „Spiritualität“, der insbesondere schizophrene Charaktere frönen. Die erstere interessiert den Soziologen, die letztere (man denke nur an all die „Buddhisten“ und „Sufis“, die einem so über den Weg laufen!) den Psychiater… Hier soll es nur um geistig einigermaßen gesunde Menschen gehen.

Gretchens Frage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“, ist natürlich die Frage, ob man an Gott glaubt und sich dazu öffentlich bekennt. Letztendlich ist es die Frage, ob man sich einer letztgültigen moralischen AUTORITÄT unterwirft. Die Gretchenfrage ist deshalb DIE zentrale Frage der autoritären Gesellschaft. Nur als konsequenter Atheist konnte man sich von dieser befreien. Von daher all die Seelenqualen in den Werken eines Goethe oder Nietzsche. Deshalb die zentrale Rolle, die der Atheismus im Marxismus und in der Psychoanalyse spielte. So erklärt sich die große Bedeutung, die der Gottesglaube in Die Massenpsychologie des Faschismus innehat. Es ging um die FREIHEIT, d.h. um die Befähigung zur Selbststeuerung!

Die Zeiten haben sich drastisch geändert, die autoritäre Gesellschaft wurde zu einer antiautoritären und entsprechend verflüchtigte sich die Religion zu der überhandnehmenden anfangs beschriebenen unerträglichen Schizoscheiße (die perverserweise insbesondere bei „Reichianern“ verbreitet ist). Heute ist der Glaube an Gott, d.h. an eine „höhere Macht“, eine höhere PERSONALE Macht, an eine letztendliche AUTORITÄT, etwas, was im allgemeinen Chaos die individuelle VERANTWORTUNG und damit heute die Befähigung zur Selbststeuerung stärkt!

Eure „Spiritualität“ könnt ihr euch sonstwo hinstecken, aber die Sache mit Gott, also konkret mit dem Christentum, sieht die Orgonomie heute etwas differenzierter. Aus dem einstigen Todfeind der Selbststeuerung ist ein Freund geworden. Das gilt selbst für Kinder, die heutzutage in einem satanischen Jauchenpfuhl aus Niedertracht und Gemeinheit (und nichts anderes ist unsere heutige „Kultur“) im Glauben an Gott einen Lichtstrahl in der universellen Finsternis haben, einen Anker im Guten, Wahren und Schönen, einen Halt in der alles mit sich reißenden Schlammlawine.

nachrichtenbrief142

24. November 2019

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 36

14. November 2019

orgonometrieteil12

36. Jeder hat irgendwo Recht