Schizophrene vor dem Fernseher und auf dem Fahrrad

In der dritten Auflage der Charakteranalyse (1949) hat Reich dargestellt, daß Schizophrenie vor allem auf zwei Mechanismen beruht, die mit der Panzerung des okularen Segments, des „Augensegments“, zusammenhängen: die Trennung von Erregung und Wahrnehmung und die Ausweitung- und Ausdünnung des organismischen Orgonenergie-Feldes (der „Aura“).

Traditionellerweise wird Schizophrenie mit der Spaltung der Hirnareale in Zusammenhang gebracht, die Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle kontrollieren. John D. Gabrieli (Massachusetts Institute of Technology) et al. konnten jedoch zeigen, daß Schizophrenie damit einhergeht, daß die Teile des neuronalen Netzwerks, das mit der Selbstreflektion verknüpft ist, zu sehr miteinander verbunden sind. Durch die Überaktivierung dieses Systems verschwömmen die Grenzen zwischen der inneren und äußeren Realität. Schizophrene leiden unter der Unfähigkeit, ihre geistigen Ressourcen weg von inneren Gedanken und Gefühlen auf die Außenwelt zu richten. So ließen sich auch Halluzinationen und Verfolgungswahn erklären, da auf diese Weise neutrale Außenstimuli unverhältnismäßig bedeutsam erscheinen. Sind Gebiete des Gehirns aktiv, die normalerweise mit der Selbstreflektion verbunden sind, während der Betreffende beispielsweise eine Stimme im Fernsehen hört, kann es für ihn so wirken, als würde sich die Stimme direkt an ihn wenden.

http://www.amazon.de/Charakteranalyse-Wilhelm-Reich/dp/3462019821/ref=la_B004564OY8_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1382692740&sr=1-3

Fast jeder Mensch in unserer Kultur leidet unter einer Energieblockade im Kopfbereich. Besonders ausgeprägt ist diese „okulare Panzerung“ in der Schizophrenie. Hier wird auch deutlich, daß sie weitgehend an die Stelle der Körperpanzerung tritt, was möglich ist, da gleichzeitig das Energieniveau des Körpers heruntergesetzt ist. Entsprechend ist es Ziel der Orgontherapie von Schizophrenen (und zunehmend auch von okular gepanzerten Menschen in der antiautoritären Gesellschaft), die Panzerung am Kopfende abzubauen und durch eine entsprechende Panzerung in den unteren Panzerungssegmenten zu ersetzen, was mit einem generellen Anstieg des Energiepegels einhergeht.

Forscher in München, Andrea Schmitt und Peter Falkai, haben nun in Studien untersucht, daß sportliche Aktivität (Radeln) bei Schizophrenen zu einer Verbesserung der kognitiven Funktionen führt. Auch die schizophrenie-typischen Symptome nehmen ab. Sie erklären das mit einer durch die sportlichen Aktivitäten verursachten Vergrößerung des Hippocampus, der bei Schizophren gewöhnlich verkleinert ist (ÄrzteZeitung).

Wie stets in der mechanistischen Wissenschaft stehen materielle Strukturen im Mittelpunkt, während energetische Überlegungen draußen vor bleiben. Von jeher wissen Orgontherapeuten, daß Sport, insbesondere Laufen und Radfahren, die Energie aus der okularen Blockierung befreit, das Energieniveau des Gesamtkörpers ansteigen läßt und die Energie durch aufgebaute zusätzliche Muskelmasse bindet.

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3 Antworten to “Schizophrene vor dem Fernseher und auf dem Fahrrad”

  1. Denis Roller Says:

    „John D. Gabrieli (Massachusetts Institute of Technology) et al. konnten jedoch zeigen, daß Schizophrenie damit einhergeht, daß die Teile des neuronalen Netzwerks, das mit der Selbstreflektion verknüpft ist, zu sehr miteinander verbunden sind. Durch die Überaktivierung dieses Systems verschwömmen die Grenzen zwischen der inneren und äußeren Realität. Schizophrene leiden unter der Unfähigkeit, ihre geistigen Ressourcen weg von inneren Gedanken und Gefühlen auf die Außenwelt zu richten.“

    Wohl wahr. So gesehen fängt Schizophrenie schon viel früher als bei den „Stimmen“ an, nämlich bei oben beschriebener Unfähigkeit, welche die Halluzinationen als eine mögliche Folge logisch erklärt, auch wenn sie nur eine extreme Variante darstellen. Eine weitaus weniger extreme Variante sind chronische Kopfschmerzen, die Unfähigkeit abends ab- und morgens einzuschalten, Chaos im Kopf beim Versuch, klar zu fühlen, oder die völlig „depersonalisierte“ Herangehensweise, sein Leben ohne wirklichen emotionalen Bezug irgendwie mechano- mystizistisch ordnen zu wollen. So gesehen bin ich hochgradig schizophren. So gesehen ist unsere Gesellschaft stark von Schizophrenie betroffen und durch die zunehmend multimediale, digitalisierte Realität davon geradezu bedroht. Das Problem ist, dass Schizophrenie durch all die unzähligen Möglichkeiten des angenehmen Ausweichens vor dem Wesentlichen verschleiert wird, worunter die Arbeitsfunktion heute schon flächendeckend leidet. Mit der oben beschriebenen chronischen inneren Gebundenheit ist somit nicht genug, sondern sie wird dadurch noch verschlimmert, dass sie sich oftmals nur um „einen“ der beiden Pole Liebe und Arbeit dreht- und man gefährdet ist, hier regelrecht hängen zu bleiben.

  2. Klaus Says:

    Man muss allerdings aufpassen, dass der Begriff „Schiophrenie“ nicht gleich einen Großteil aller Biopathien umfasst. Es wird schon sehr leichtfertig damit umgegangen, wenn im Alltag jede Art irgendwie widersprüchlichen Denkens oder Verhaltens als schizophren bezeichnet wird.
    „Eine weitaus weniger extreme Variante sind chronische Kopfschmerzen, die Unfähigkeit abends ab- und morgens einzuschalten, Chaos im Kopf beim Versuch, klar zu fühlen“ – trifft auf SEHR viele Leute zu. „oder die völlig ‚depersonalisierte‘ Herangehensweise, sein Leben ohne wirklichen emotionalen Bezug irgendwie mechano- mystizistisch ordnen zu wollen“ – trifft bei großzügiger Interpretation auch auf sehr viele zu. Ich meine daher, dass eine Krankheitslehre begrifflich möglichst genau in empirischen Kriterien verwurzelt sein sollte – natürlich wiederum ohne sich auf bloße Symptomgruppierung der Art wie bei ICD10 u. dgl. zu beschränken.

  3. David Says:

    Forscher in München, Andrea Schmitt und Peter Falkai, haben nun in Studien untersucht, daß sportliche Aktivität (Radeln) bei Schizophrenen zu einer Verbesserung der kognitiven Funktionen führt. Auch die schizophrenie-typischen Symptome nehmen ab.

    Offenbar sind schon die Psychiater des 18.Jh. davon ausgegangen, dass dies so ist. – Auch in den früher „Trinkerheilanstalt“ genannten Fachkrankenhäuser für Suchterkrankungen sind Frühsport – und auch Fahrrad-Ausflüge – üblich.

    Entsprechend ist es Ziel der Orgontherapie von Schizophrenen (und zunehmend auch von okular gepanzerten Menschen in der antiautoritären Gesellschaft), die Panzerung am Kopfende abzubauen und durch eine entsprechende Panzerung in den unteren Panzerungssegmenten zu ersetzen, was mit einem generellen Anstieg des Energiepegels einhergeht.

    Ziel?? Ziel ist der Abbau der Panzerung.

    Das was hier gesagt wird, kann allenfalls ein Zwischenziel sein – falls der Abbau der Panzerung auf direktem Wege nicht möglich sein sollte!

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