Posts Tagged ‘Aura’

MPGA

15. Mai 2018

Making Peter Great Again. Ich verweise auf das gestrige Video, wo ich das Energiefeld zwischen meinen „betenden“ Händen beschrieb – und wie es plötzlich verschwunden war, nachdem ich mich kleingemacht hatte, d.h. mir im Vergleich zu Reich jede „energetische Potenz“ öffentlich absprach. Das ist unsere Neurose: wegen unserer orgastischen Impotenz versuchen wir alles, unsere Energie zu drosseln. Tatsächlich wählen die meisten Menschen einen Partner bzw. eine Partnerin, die bei diesem Unterfangen behilflich ist. Alles dreht sich darum, uns selbst klein zu machen und wir heiraten Menschen, die uns dabei behilflich sind. Wegen unserer orgastischen Impotenz gehen wir sogar soweit, uns mit anderen zusammenzutun, um unsere eigene Gesellschaft gegen die Wand zu fahren. „Uns geht es zu gut!“ Die Energie muß unter allen Umständen gedrosselt werden, weil wir ansonsten drohen buchstäblich zu platzen. Warum sonst diese allgegenwärtige Begeisterung für das ruinöse Projekt „Europa“ und die auffallend ranzige Todesraute?

Und dann kommt der „agonische“ Trump, der nicht zuläßt, daß sich jemand in seiner Umgebung klein macht:

Ein Trump, der unter dem Slogan des Making America Great Again (MAGA) angetreten ist. Der Durchschnittsneurotiker kann das kaum ertragen und die Linke, die AUSSCHLIESSLICH neurotisch ist, rastet aus. Auf „MAGA“ reagieren sie wie Vampire, auf die ein Strahl der Morgensonne trifft.

Das, was ich hier beschreibe, ist keine Psychologie oder gar Ideologie, es sind biophysikalische Vorgänge jenseits aller bloßen Meinungen. – Dazu ein weiteres Beispiel: Ich schreibe dies im IC, neben mir ein Taz-Leser und höherer Regierungsbeamter, ein linksliberaler Eierkopf…

…und meine organismische Orgonenergie rebelliert ob seiner Nähe auf Tuchfühlung, ähnlich wie sie es bei einer ORANUR-Quelle tun würde. Linke, d.h. Menschen mit einer intellektuellen Abwehr gegen bioenergetische Strömungen, versetzen mich auf viszeraler Ebene in Aufruhr. Es ist eine „energetische Allergie“, eine wechselseitige Sequestration, die allen gesellschaftlichen Konflikten zugrundeliegt. Es überkommt mich ein Widerwille und ein fundamentaler Haß, den ich nur schwer kontrollieren kann. Dazu brauche ich nichts über meinen Nachbarn wissen – mein Organismus nimmt auf bioenergetischer Ebene wahr, was Sache ist! Ich spüre einen Brechreiz.

ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, e. Die Orgonometrie des Kiffens

28. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, e. Die Orgonometrie des Kiffens

Ein weiterer „Reichianer“: John C. Pierrakos

4. Dezember 2017

Mit Dr. Peter Stüwer habe ich einen durch und durch mechanistischen „linken“ Reichianer beschrieben, hier wird es ein durch und durch mystischer „rechter“ Reichianer sein.

Der Psychiater Pierrakos war Student der Orgonomie bevor er zusammen mit Alexander Lowen die „Bioenergetische Analyse“, kurz „Bioenergetik“, begründete. Die Orgontherapie hatte sich Schritt für Schritt aus der Orgasmustheorie und der Charakteranalyse entwickelt: bioenergetisches Zentrum im Solar plexus, Orgasmusreflex, segmentäre Anordnung der Panzerung, Therapierichtung von der Peripherie zum Zentrum, von oben nach unten, etc. Pierrakos und Lowen „emanzipierten“ sich von diesem Ansatz, „stellten sich einmal ganz dumm“ und betrachteten den Körper etwa so, wie ihn ein Gymnastik- oder Kampfsportlehrer sieht. Beispielsweise als „Zylinder“. „Spannungen“ sollten gelöst werden. Die Patienten sollten in ihren Beinen und Füßen „geerdet“ werden, um „ihren Mann stehen zu können“. Und so fort. Pierrakos reicherte diesen auffällig mechanistischen Ansatz mit etwas an, was er schon bei seiner Zusammenarbeit mit Reich vorgebracht hatte: er konnte Energiefelder und „Auren“ sehen. Etwas, was Reich nicht konnte oder nur in einem sehr beschränkten Maße. Beispielsweise beim Cloudbusten konnte Pierrakos Reich genau sagen, was gerade mit der Energie geschah, d.h. wie sie sich um den Cloudbuster verdichtete, abgezogen wurde, etc. Er war einigermaßen frustriert, daß Reich dafür kein gesteigertes Interesse aufbrachte und eher gleichgültig reagierte. Reich war stets darauf bedacht, daß man die energetischen Phänomene objektiv nachweisen kann oder sie zumindest intersubjektiv vermittelbar sind. Die atmosphärische Orgonenergie, DOR, etc. kann jeder Mensch guten Willens sehen!

Bei Pierrakos waren die Phänomene rein subjektiv bzw. konnten nur von dazu talentierten Spezialisten gesehen werden. Außerdem war das, was Pierrakos beschrieb, unglaublich kompliziert und verwickelt. Es geht, etwa bei der menschlichen Aura, um unterschiedliche Schichten, mit unterschiedlichen Pulsationsraten, „Strahlen“ und verwickelten Strukturen und Wirbeln (merkwürdigerweise spricht er ständig von Hakenkreuzen). Das ganze beschreibt Pierrakos mit auffällig mechanistischen Bildern, etwa „Brownscher Bewegung“, „Wasserdampf“, etc. Seine Ausführungen über die Pulsation des irdischen Energiefeldes sind trotz Illustrationen schlichtweg nicht nachvollziehbar. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen. Gleichzeitig hat er den Anspruch den Materialismus zu überwinden, zumal es von der Qualität (dem „Feeling“) seiner Ausführungen her keinerlei Unterschied zu dem gibt, was etwa katholische oder hinduistische „Heilige“ und „Esoteriker“ berichten. In späteren Jahren arbeitete Pierrakos sogar mit einem „Medium“ zusammen, seiner Frau Eva, das Botschaften „channelte“.

Seine ganze Gedankenführung und Stellung zur Orgonomie wird an folgender Stelle deutlich, die in seinem Aufsatz über die menschliche Aura auftaucht, den er in David Boadellas Zeitschrift Energy and Charakter veröffentlicht hat:

Energie kommt von dem Wort energeia, das bedeutet Hervorrufen von Bewegung oder Arbeit. Eine funktionellere Definition ist, daß „Energie die lebendige Kraft ist, die vom Bewußtsein ausgeht“.

Das ganze ist denkbar weit weg von der Sexualität (siehe oben die Grundlagen der Orgontherapie!) und tut niemandem weh. Ganz im Gegenteil: es führt geradezu systematisch weg von dem Weg, für den der Name „Wilhelm Reich“ steht.

Pierrakos beobachtete das Energiefeld beim Menschen (warum nicht bei Tieren?), bei Pflanzen, Kristallen und der Erde. „Pulsation“ ist dabei der führende Begriff. Und dann veröffentlichte Sean Haldane doch tatsächlich das Buch Pulsation, das von nichts anderem handelt, als daß es im nichtlebenden Bereich keine Pulsation gibt! Genau deshalb, wegen diesem hohlen Kampf der Meinungen und Fehlinterpretationen, individuellen willkürlichen „Einfällen“ und „Eingebungen“ ohne jedweden wissenschaftlichen Wert, wollte Reich mit derartigen Spinnern nichts zu tun haben.

nachrichtenbrief9

11. April 2017

Über Telepathie

19. Dezember 2015

Lois Wyvell, einst Sekretärin von Theodore Wolfe und Reich sowie Elsworth F. Bakers Assistentin bei der Herausgabe des Journal of Orgonomy, hat folgendes über Telepathie und ähnliche Phänomene zu sagen:

Yoga, Meditation und Kontrolle der Gedankentätigkeit sind Prozesse der entspannten Konzentration, die die vegetativen Funktionen (Atmung, Herz, etc.) verlangsamen, wodurch intuitive und telepathische Prozesse angezapft werden. Sie funktionieren nachweislich trotz der mystischen Ummantelung, die sie in der Regel auszeichnet. Bei den meisten vermindern sie jedoch den Kontakt mit ihrer direkten Organwahrnehmung. Das traf auf mich zu, als ich Kurse für Gedankenkontrolle und Meditation nahm, wie auch für einige meiner Mitschüler. Wenn diese orgonotischen Sinne jedoch spontan und auf natürliche Weise verwendet werden, haben sie keine Nebenwirkungen. Dr. Elsworth Baker sagt, daß er gewöhnlich diese Art von Kontakt bei der Behandlung von Patienten verwendet, aber er hält seinen Atem nicht an und verlangsamt nicht seinen Herzschlag. Wenn ich, in seltenen Fällen, spontan telepathische und intuitive Erfahrungen gemacht habe, gingen sie nicht mit nachweisbaren Änderungen in anderen Funktionen einher. Das ist kein abschließendes, aber doch ziemlich gutes Indiz, daß Kontrolle der Gedankentätigkeit, Meditation und Yoga künstliche, erzwungene Wege sind, das zustandezubringen, was dem Ungepanzerten naturgemäß ist. Orgonotische Sinneswahrnehmungen durch bewußte Anstrengung zu erlangen, geht in der Regel fehl oder hat, im Vergleich zum großen Aufwand, zumindest kaum Ergebnisse, wahrscheinlich, weil man eine orgonotische Funktion erzwingen will, und das funktioniert kaum besser als der Versuch Liebe oder menschlichen Kontakt erzwingen zu wollen – es sind rein spontane Ereignisse, die aus dem freien Energiefluß hervorgehen. (Loi Wyvell: „Orgone and You“, Offshoots of Orgonomy, No. 1, S. 19f)

E.F. Baker selbst schrieb über Reich:

Bei ein paar Gelegenheiten verblüffte er mich, indem er mir Wort für Wort sagte, was ich dachte. Dies gab mir das Gefühl, daß ich nichts vor ihm geheimhalten konnte, selbst wenn ich wollte, was sich auch weitgehend als wahr erwies, und ich habe festgestellt, daß meine eigenen Patienten vor mir nichts auf unbestimmte Zeit geheimhalten können. Ich habe auch bei einigen Gelegenheiten Reichs Kunststück wiederholen können die Gedanken des Patienten zu lesen. („My Eleven Years with Reich, Part 1“, The Journal of Orgonomy Elsworth F. Baker Commemorative Issue, Feb. 1986, S. 49)

Selbst „in der Literatur der Psychoanalyse (wimmelt) es von Anekdoten über offenbar telepathische Verständigungen zwischen Analytikern und Patienten, die meist entdeckt wurden, wenn sich bei der Analyse eines Traumes herausstellte, daß der Patient einen unausgesprochenen Gedanken des Analytikers aufgenommen hatte“ (Jerome D. Frank: Die Heiler.Wirkungsweisen psychotherapeutischer Beeinflussung, Stuttgart 1993, S. 190). Solche Berichte hätten von Freud selbst die „Imprimatur“ erhalten.

Reich hat geschrieben: „Jeder lebende Organismus ist ein Teil der ihn umgebenden Natur und mit ihr funktionell identisch“ (Der Krebs, Fischer TB, S. 117). Der mechanistische Mystizismus geht hingegen von einer von der Umwelt unabhängigen „Essenz“, einer „Geistseele“ aus (Mystizismus), die auf die Umwelt einwirkt (Mechanismus). Dies ist eine zutiefst beschränkte, einengende Sichtweise, die ausgerechnet für „sprirituelle“ Phänomene (= Phänomene des bioenergetischen Kontakts, z.B. Telepathie) denkbar ungeeignet ist.

Genitalität ist die Vereinigung aller Teilpulsationen, Bewußtsein die Vereinigung aller Teilwahrnehmungen. Diese Vereinheitlichung wird gefolgt von einer Erstrahlung des Orgonenergie-Feldes und dem überlagernden Kontakt mit dem Feld eines anderen Organismus.

telepathieüberer

Krebs und Kommunismus

5. November 2015

Hans Hass spricht davon, daß die Einheiten, die einen von Krebs befallenen Organismus bilden, zwar noch mechanisch gebunden sein können, aber was „letztlich die Bindung darstellt, sind Funktionsbereitschaften“. Die Krebszellen rebellieren dagegen, d.h. gegen die Erfüllung ihrer Funktion. Das Verhältnis des Teils zum Ganzen ist gestört. Kann also das „Koordinationsfeld“ sie nicht mehr einbinden, kommt es zur Entwicklung eines Krebsgeschwürs im Organismus, zu organisierter Kriminalität in der Gesellschaft oder im globalen Maßstab zur Entwicklung kommunistischer Staaten (neuerdings auch islamistischer Gebilde).

Bei der Zelle und beim Organismus ist dieses „Koordinationsfeld“ ein reales physikalisches Feld: das „mitogenetische Feld“ des Genoms und die „Aura“ des Körpers. Wir wollen zunächst auf die Störung bei der Zelle eingehen:

Nach Reichs Der Krebs ist die orgonotische Zellerstrahlung „dasselbe, was die Schulbiologie als ‘mitogenetische Kernstrahlung’ in der Zellteilung beschreibt“. Ist diese Strahlung gestört, entsteht, F.A. Popp zufolge, Krebs. Popps Theorie besagt, daß von der DNA „Biophotonen“ ausgesandt und empfangen werden, die im Zellverband die biologischen Vorgänge regulieren. Krebs entstehe dann, wenn aus irgendeinem Grunde diese Strahlung ihre Kohärenz und damit ihre ordnende Funktion verliert. „Kohärenz“ bedeutet in diesem Fall, daß wie beim Laser die Lichtwellen der Biophotonen im Gleichtakt ausgesendet werden. Ist dieser gestört, entsteht Krebs. Krebs ist so nichts anderes als Chaos.

Vergleicht man diese Zellen mit Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind (und sieht man vom gesamtorganismischen Prozeß der karzinomatösen Schrumpfungs-Biopathie ab) könnte man Krebs als „zelluläre Schizophrenie“ bezeichnen. Auch Schizophrene leiden unter einer diffusen „Aura“, der es an „Kohärenz“ mangelt. Als Folgeerscheinung zerfallen Geist und Körper buchstäblich in ihre Einzelteile. Ist für Forscher wie Georges Lakhovsky (1870-1942) und F.A. Popp die DNA der Ort, wo das zelluäre Strahlungsfeld gesteuert wird, stammt von den Orgonomen Charles Konia und Barbara Koopman das Konzept, daß das ZNS das Energiefeld an den Organismus bindet. So haben Menschen mit starker okularer Panzerung (Schizophrene, „Meditierer“, Drogenkonsumenten, etc.) eine ausgedünnte, desorganisierte, diffuse Aura.

In diesem Zusammenhang sind zwei neuere Forschungsergebnisse von Interesse. Erstens wurde nachgewiesen, daß die alte Beobachtung statistisch hochsignifikant ist, daß Schizophrene früher altern (Hellen L. Fisher, King’s College London), d.h. die Involution setzt früher ein wie beim Krebs. Zweitens haben Schizophrene, ebenfalls hochsignifikant, eine geringere Herzfrequenzvariabilität, was direkter Ausdruck ihrer generellen Sympathikotonie ist (Annika Clamor, Universität Hamburg, et al.). Der „parasympathische“ Lebensfunken erlischt.

Auch der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter leidet unter einer okularen Blockierung. Bei ihm äußert sie sich im Intellektualismus (der typische „intellektuelle“ Augenausdruck, der bei wirklichen Denkern, etwa Mathematikern, nur selten zu finden ist) und in einem entsprechenden Orgonenergie-Feld. Elsworth F. Baker spricht von der „totalen Devitalisierung“ des modern-liberalen Charakters. Als soziopolitischer (also letztlich pestilenter) Charaktertyp versucht der modern-liberale Charakter, im Gegensatz z.B. zum schizophrenen Charakter, die Gesellschaft nach dem Muster seines Energiesystems umzuformen, indem er sich der „Kohärenz“ des gesellschaftlichen Organismus subversiv widersetzt. Dies muß zum Krebs führen – zum Kommunismus. (Seine pestilente Vorgehensweise ist ganz einfach: vor der Machtübernahme geriert er sich als „Liberaler“, um dann kaum an der Macht sich als Roter Faschist zu erweisen. Man denke nur an all die „68-Journalisten“, deren Meinungsdiktatur heute weitaus schlimmer ist als sie zu jenen Zeiten war, als sie in ihrer Jugend für Meinungsfreiheit auf die Straße gingen.)

Die Krebsartigkeit des Kommunismus kann man sich am ehesten an seien Auswirkungen auf das 20. Jahrhundert vergegenwärtigen. Am Anfang des letzten Jahrhunderts gab es gerade mal eine Handvoll kommunistischer Berufsrevolutionäre, die ein halbes Jahrhundert später die Hälfte der Menschheit regierten – und an den Rand des totalen Bankrotts gewirtschaftet hatten. (Zum Beispiel war die Fleischversorgung der russischen Bevölkerung zur Zeit des Zaren besser als am Ende der Sowjetunion!) Aber der Kommunismus hat nicht nur direkt die Welt zerstört, sondern er war auch z.B. für den Faschismus verantwortlich. In Italien hatte sich Lenin durchgesetzt, die Arbeiterbewegung gespalten und so eine Bresche in die mächtige Arbeiterfront geschlagen, durch die Mussolini bequem nach Rom marschieren konnte. Zehn Jahre später marschierte Hitler durch die Bresche, die Stalin zwischen die SPD und die KPD geschlagen hatte.

Es ist ein wirkliches Wunder, daß die Kommunisten ihr Zerstörungswerk nicht auf die Spitze getrieben und die Erde in Nuklearasche verwandelt haben. In seinen Memoiren hat Gromyko z.B. enthüllt, daß der chinesische Parteivorsitzende Mao Zedong die USA zu einem Einmarsch ins chinesische Mutterland verleiten wollte. Dort sollten sie mit sowjetischen Atomraketen empfangen werden. Gromyko war im August 1958 nach Peking gereist, um der dortigen Führung das Nein zu dem Plan mitzuteilen. Offenbar hat es sich bei dem Gespräch Gromykos mit Mao um jene Unterredung gehandelt, in der nach Angaben sowjetischer Historiker Mao die Ansicht vertrat, China könne einen Atomkrieg überleben, wenn auch 300 Millionen Menschen stürben.

Hans Hass beschreibt die Krebszelle als genauso sinnlos zerstörerisch subversiv, wie es die Kommunisten im letzten Jahrhundert waren: „Die Krebszellen sind Revolutionäre, die den Körper von innen her amöbenhaft verspeisen.“ Wie die Kommunisten verweigern die Krebszellen das, was Hass „Bindung durch Funktionsbereitschaft“ nennt. Umgekehrt beschreibt Reich in Menschen im Staat den Kommunismus so, daß man an Krebs denken muß – als „Verschwörung und Spionage, um menschliches Glück und Wohlbefinden zu zerstören.“ Der „grundlegende Charakterzug“ des Kommunisten sei „Verschwörung und Verstecken um seiner selbst willen“ und um „Unruhe aus dem Hinterhalt zu stiften.“ Das einzige Ziel dieser Aktivitäten sei „Macht ohne besondere soziale Ziele.“

Ende 1988 erschien folgender bemerkenswerte Kommentar über die Hamburger „Hafenstraße“ in der Bild-Zeitung:

Die Hafenstraße ist wie ein Krebsgeschwür. Da die Stadtregierung auf den chirurgischen Eingriff verzichtet hat, breitet sich die Krankheit unaufhaltsam aus. Man kann mit Krebs keinen „Vertrag“ schließen.

In diesen drei Sätzen findet sich die Quintessenz der Haltung der Orgonomie zum Kommunismus. Auch das Beispiel ist sehr gut gewählt, denn in Hamburg finden wir in verkleinertem Maßstab exakt die gleiche Situation wieder, unter der die Erde seit der Oktoberrevolution krankt. Da man auf chirurgische Eingriffe verzichtet und mit der Organisierten Emotionellen Pest „Verträge“ geschlossen hat, breitete sich der Rote Krebs bis heute unaufhaltsam aus. Heute haben angesichts der mörderischen Antifa anständige Bürger Todesangst auf die Straße zu gehen.

Als ich mal Sonntagfrüh an den Häusern in der Hafenstraße vorbeiging, prangten an der Fassade zwei große Banner. Das obere lautete im typischen Anarchistendeutsch „InnenMinister Konferenz lahmlegen!“, das untere „Bewegungsfreiheit für alle“. Im Klartext: das Immunsystem lahmlegen und den Krebszellen vollkommene Bewegungsfreiheit geben. (Diese Interpretation tut der tatsächlich intendierten Aussage kaum Gewalt an!)

Die Krebsartigkeit des Kommunismus kann man auch an der Bürokratie kommunistischer Systeme festmachen. So vertritt Reich in Zeugnisse einer Freundschaft die Meinung,

daß Bürokratie nicht notwendig ist, sondern daß sie zu vergleichen ist mit wucherndem Krebs im Körper der Gesellschaft, die arbeitet, die Wahrheit sucht, die die Lebensbedingungen verbessert – und die unter den Bürokraten leidet. Heute funktioniert der soziale Prozeß auf zweierlei Art: durch den wirklichen Arbeitsprozeß selbst und durch die Bürokratie, die sich diesem Arbeitsprozeß aufstülpt.

Letztlich ist der Kommunismus genauso wie der Krebs gegen die „Energieproduktion“ gerichtet. Dies zeigt sich in seiner Haltung zum Geld und in seinem inhärenten Antisemitismus.

Daß der Kommunismus mit der zelluären Krebserstickung funktionell identisch ist, sieht man auch an Marxens Konzept, die kapitalistischen Wirtschaftszyklen im Sozialismus aufzuheben. Er wollte die orgonotische Pulsation aus der Wirtschaft beseitigen! Denkt man daran, daß die Zyklen der Wirtschaft und der Natur im kosmischen Orgonenergie-Ozean konfundiert sind, wird ersichtlich, welche wahrhaft kosmische Dimension die kommunistische Bedrohung hat. (Siehe Die Zyklen des Himmels [Wien 1979, S. 203-208] von Guy Lyon Playfair und Scott Hill, wo sie sich mit der Synchronizität zwischen den Zyklen der Natur und der Wirtschaft auseinandersetzen.)

Bezeichnenderweise hebt sich der Dialektische Materialismus im Historischen Materialismus selber auf, wenn im utopischen Kommunismus alle Widersprüche, die Triebfeder also, verschwunden sind. Hier geben die Kommunisten selbst zu, daß Kommunismus identisch mit DOR, mit dem Tod ist!

Im Kommunismus kommt das Wirtschaftsleben zum Erliegen, genauso wie in der Krebsbiopathie die „Energieproduktion“ des Organismus langsam versandet. Wie es Alphonso de Lamartine (1790-1869) ausdrückte: „Leben muß strömen. Wasser, das nicht fließt, bedeckt sich mit Schaum und fault.“

Genauso wie Krebsgewebe weniger spezialisiert ist als gesundes Gewebe, wendet sich auch der Kommunismus gegen Arbeitsteilung und Spezialistentum. Das mag auch damit zusammenhängen, daß der Spezialist tendenziell die Macht der Partei aufhebt, denn er ist der einzige, der auf seinem Fachgebiet Entscheidungen fällen kann. Kommt noch, wie im Kapitalismus, der Konkurrenzdruck hinzu, müssen Entscheidungen schnell und d.h. auf unterer Ebene getroffen werden. So tendiert der Kapitalismus von allein zum autonomen Funktionieren der Arbeitsdemokratie – zur Selbstbestimmung. Im Sozialismus wird dem hingegen den Menschen die Eigenverantwortung abgenommen – nicht sie steuern, sondern werden gesteuert.

Todesfurcht und Todessehnsucht

1. Juni 2015

Unser jüdisch-christliches Bewußtsein stellt uns in eine tote, bewegungslose Welt, der Gott von außen das Leben, den Geist, eingehaucht hat. Eine Bewegung, die ständig zu erlöschen droht. Daher stammt unsere Furcht vor dem Tod. Unsere gesamte Zivilisation ist aus dem Drang nach Bewegung hervorgegangen. Fort-Schritt!

Die Todesfurcht der Antike und des Ostens war bzw. ist eine fundamental andere, geradezu entgegengesetzte: im Chaos der ewigen Bewegung errichten wir das Leben, als eine Insel des Seins, doch dieses Sein ist ständig bedroht durch die Bewegung. Deshalb sucht der Osten Stille und Kontemplation, die Bewegungslosigkeit. Erstarrung!

Beide Weltanschauungen sind unmittelbarer Ausdruck der Panzerung, die jede Bewegung der Lebensenergie unterbindet und gleichzeitig dazu führt, daß man eine Todesangst vor dieser Bewegung entwickelt. Einerseits entspricht dies einem Aufbäumen gegen den ständig drohenden Stillstand, gegen den Erstickungstod; andererseits entspricht es einem „Es zerreißt mich!“, weil die Panzerung nicht elastisch nachgeben kann.

Diese sadomasochistische Verfassung des gepanzerten Menschen führt dazu, daß Todesfurcht stets von Todessehnsucht begleitet wird.

Was dahinter steckt, hat keiner besser ausgedrückt als Alexandre Dumas d.J.:

Nur durch die Liebe und den Tod berührt der Mensch das Unendliche.

Einen dritten, „energetischen“ Umgang mit dem Tod beschreibt der „Energetiker“ Josef Haid in seinem Buch Lebensrichtig (CH-Chur, 1984):

Sobald der Mensch sich als eine Konzentrationsform aus Energieteilchen innerhalb der unvergänglichen Energieeinheit des Alls erkennt und lebensrichtig denkt und handelt – die Energieeinheit in ihm sich ihrer selbst bewußt wird –, schwindet seine Furcht vor dem Tod.

Leider ist diese Herangehensweise allzu rationalistisch und sie verkennt, daß „die Energie“, in der wir wie Fische im Wasser schwimmen, ganz bestimmte Eigenschaften hat, insbesondere die Kreiselwelle.

Was dies mit der „Ewigkeit“ zu tun hat, zeigt folgender Ausspruch des griechischen Arztes Alkmaion aus Kroton (ca. 530 v.Chr.):

Menschen müssen sterben, weil sie nicht mehr den Anfang mit dem Ende zu verknüpfen wissen, wie es die Gestirne in ihren kreisförmigen Bahnen tun.

Die Mystiker erahnen zwar diese Zusammenhänge, doch bleibt ihnen wegen ihrer sexualfeindlichen Struktur der Zugang zum „ewigen Leben“ versperrt.

Folgende Forschungsergebnisse von Zalika Klemenc-Ketis (Universität Maribor, Slowenien) et al. sind erhellend.

Bei der Untersuchung von Nahtoderfahrungen von unterschiedlichsten Patienten schälte sich als einziger Faktor, der Patienten mit Nahtoderfahrungen von solchen ohne Nahtoderfahrungen unterschied, heraus, daß erstere eine signifikant höhere CO2-Konzentration im arteriellen Blut aufwiesen als letztere. Außerdem war die Konzentration des Elements Kalium im venösen Blut erhöht. Die Intensität der Nahtoderfahrung stieg proportional zur Konzentration der beiden Stoffe im Blut.

Bislang sei dies die erste Studie, die eine Verbindung zwischen Nahtoderfahrungen und einer hohen CO2-Konzentration im Blut nachweise, berichten die Wissenschaftler. Schon länger bekannt ist hingegen, daß eine hohe Kohlendioxid-Konzentration das Säuren-Basen-Gleichgewicht im Gehirn ändern und so ungewöhnliche Eindrücke hervorrufen kann, etwa Lichtblitze, Visionen oder eine scheinbare Trennung vom Körper. Nichtsdestotrotz könnten die Erfahrungen an der Schwelle zum Tod aber bis jetzt nicht rein physiologisch erklärt werden, betonen die Forscher: Tatsächliche Nahtoderfahrungen zeichneten sich nämlich durch ihre große Klarheit und die genauen Beschreibungen der Betroffenen aus. Das unterscheide sie von künstlich ausgelösten Nahtoderfahrungen, die sich beispielsweise durch das Einatmen von reinem Kohlendioxid herbeiführen ließen.

Nahtoderfahrungen sind nichts anderes als „extragenitale Orgasmen“, wie sie auch in der Epilepsie auftreten. Es ist bezeichnend, wie schwärmerisch und mit leicht verschleiertem Blick Leute von ihren Nahtoderlebnissen berichten; wie alles viel glücklicher, befreiter, erlöster, unbeschränkt war; unbeschreibliches Glück, Zerfließen, Hinübergleiten; und wie schlimm es war, in den Körper zurückkehren zu müssen. Entsprechend hat sich in der Nahtoderlebnis-Szene ein regelrechter nekrophiler Kult ausgebildet. Eine richtiggehende Todesgeilheit, mit der Betonung auf Geilheit. Wenn man die Medien in den letzten Jahren verfolgt hat, ist es wirklich auffallend, daß zwei Themen im Vordergrund stehen: die Grenzerfahrungen, die Bizarr-Sex (insbesondere „Würgespiele“!) schenken, auf der einen und Esoterik auf der anderen Seite. Man denke nur an die zahlreichen „tödlich verlaufenden Masturbationsunfälle“ von Prominenten in den letzten Jahren.

Wenn der Epileptiker mit den Augen nach oben Richtung Augenbrauen guckt, bekommt er einen Anfall, der Schizophrene psychotische Zustände und der Mystiker „jenseitige Erfahrungen“. Auch in der Hypnose wird diese Technik benutzt, insbesondere aber bei Massenveranstaltungen, wo die Menschen nach oben zum Führer gucken müssen und in mystische Ekstase geraten. Wenn ein Kind autoritär belehrt wird, muß es, da es dem Kopf schuldbewußt nicht zu heben wagt, schräg nach oben gucken. Dies wirkt wie eine Hypnose, ist traumatisierend, beeinflußt unmittelbar das Augensegment und erzeugt so direkt den Charakterpanzer.

Der tantrisch Meditierende verdreht seine Augen nach oben zur Provokation eines „echten extragenitalen Orgasmus im Gehirn“, dabei kommt es zu einer „spirituellen Entladung“, bei der das gesamte organismische Orgonenergie-Feld erstrahlt. Die Yoga-Verrenkungen dienen dazu, sozusagen eine „Ejaculatio praecox“ zu verhindern, so daß es nicht, wie beim Epileptiker, zu einer Entladung in die Muskulatur kommt. Diese spirituellen Onanisten erkennt man dann buchstäblich an ihrem Heiligenschein. Es entspricht dem „weißen Licht“ der Nahtoderfahrung und der „Aura“ des Epileptikers vor seiner „muskulären Entladung“ (Strömungsempfindungen, visuelle und akustische Halluzinationen, etc.).

Es ist faszinierend, daß Allah und seine Paradiesgärten nichts weiter sind als Produkte der „satanisch“-orgastischen Visionen des Epileptikers Mohammed.

Bei den Nahtoderfahrungen von denen Reanimierte berichten, führt Sauerstoffmangel knapp unter dem Niveau einer dauerhaften Hirnschädigung zur Überstimulation des rechten Schläfenlappens (verantwortlich für „Austritt aus dem Körper“ und „Lebensrückblick“) und zur Ausschüttung von Endorphinen mit ozeanischer Selbstentgrenzung und Visionen, wie man sie auch bei Benutzern bewußtseinserweiternder Drogen findet (LSD, Meskalin, Peyote-Kakteen, Fliegenpilze, etc.) oder in der „Aura“ von Epileptikern. Ähnliche Erfahrungen kann man durch Meditation, Hypnose, Schlafentzug, Reizüberflutung oder sensorische Deprivation machen.

Im Nahtoderlebnis und seinen Entsprechungen erfährt man Freiheit von Schmerz, Angst und Körperlichkeit. Daß es daneben zu etwa 30% auch Höllentrips gibt, bei denen der Mensch von Gnomen gepiesackt wird, läßt sich orgonomisch ebenso gut erklären (Orgasmusangst und „Mittlere Schicht“), wie die nicht minder irritierende Tatsache, daß es die an der Schwelle des Todes stehenden als Leid empfinden, in den erkrankten Körper zurückzumüssen. Danach treten Schwierigkeiten bei der Neuangleichung von Körper und „Geist“ auf und eine allgemeine Spiritualisierung des Lebens ist die Folge. Eine Problematik, wie Reich sie auch bei Schizophrenen beschrieb, die Schwierigkeiten bei der Integration von Erregung auf der einen und der Wahrnehmung dieser Erregung auf der anderen Seite haben.

Gibt es eine geistige Welt?

1. April 2015

Der 23. August 2006, es ist Mittwochabend auf einer verwilderten Weide im Norden Hamburgs. Bei Sonnenuntergang fällt „energetischer Schnee“, d.h. die atmosphärische Orgonenergie strömt senkrecht auf die Erde zu, aber diesmal sieht es nicht wie sonst üblich nach „Regen“ aus, sondern nach „Schnee“. Sofort im Anschluß an den „energetischen Schneefall“ bildet sich eine „Schneedecke“ auf der Weide – jedenfalls sieht der Nebel, der sich zwischen und knapp über den Gräsern gebildet hat, genauso aus wie Schnee. An den drei folgenden Tagen ist die Witterung praktisch identisch, doch der „energetische Schnee“ bleibt aus, entsprechend auch die „Schneedecke“.

Einmal in einer Winternacht wies mich [Jerome Eden] darauf hin, daß es im Zimmer, wo in waren, bereits „schneite“. Wenn ich meine Augen entfokussierte, konnte ich etwas sehen, was wie fallende Schneeflocken in der Luft aussah. Wir ging nach draußen und tatsächlich fing es an zu schneien. (Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 17)

Sowohl der Psychologe als auch der Physiker schütteln ob dieser naiven Weltsicht mitleidig mit dem Kopf, – während der Student der Orgonomie sich bewußt wird, daß die meisten Menschen, und praktisch alle „Wissenschaftler“, durchs Leben schlafwandeln, ohne überhaupt irgendetwas vom lebendigen Universum mitzubekommen, das sie umgibt und durchpulst.

Dieses „Lebendige“ wird vom Animismus fehlinterpretiert und dergestalt eine schamanistische „Anderswelt“ angenommen, in der es eine Art „energetischer Realität“ gibt. Dort hat alles sein „energetisches Doppel“, insbesondere aber das, was lebendig ist und den Animisten unmittelbar betrifft, d.h. insbesondere sein Jagdwild, das es magisch zu „bannen“ gilt. Man denke nur an die Höhlenmalerei von Lascaux.

Wenn sich der Mensch abpanzert, werden die natürlichen energetischen Empfindungen verzerrt und aus der „Anderswelt“ wird der Kampfplatz zwischen verdrängenden Triebanteilen („Engel“) und den verdrängten aber ständig vordrängenden Triebanteilen („Teufel“). Raphael hat das in seinem Gemälde, in dem der Erzengel Michael den Satan besiegt so dargestellt, als hätte er Reichs funktionelle Darstellung vor Augen gehabt!

Die animistische Weltsicht beruht, wie am Anfang an einem praktischen Beispiel verdeutlicht, durchaus auf einer gewissen Realität. Man denke nur an die Kirlian-Photographie eines Blattes, das, wenn auch nur kurze Zeit, noch in seinem „energetischen Doppel“ ganz bleibt, nachdem ein Teil abgeschnitten wurde.

Wir selbst sind von einem „Doppel“ eingehüllt, unserer Aura, die von einigen medizinischen Orgonomen so klar gesehen werden kann, wie ich energetischen Regen sehe. Sie spiegelt getreulich den Zustand des Bewußtseins wider. Beim Schizophrenen ist sie beispielsweise ausgedünnt, „schmutzig“ und ohne klare Begrenzung zur Umgebung.

Mit Sicherheit ist unser „Geist“ selbst (unsere Gefühle und Gedanken) ein orgonotisches „Erstrahlungs-Phänomen“.

Im Zusammenhang mit der nach dem ORANUR-Experiment entwickelten „prä-atomaren Chemie“ sprach Reich von „Funktion 0“, die dem Element O (dem Sauerstoff) vorangeht.

Dieses reale Fundament einer „Anderswelt“ heißt aber nicht, daß etwa Plato doch recht hatte und diese Welt die Projektion einer „Hinterwelt“ der „reinen Ideen“ ist. Es bedeutet auch nicht, daß wir ein „ewiges Leben nach dem Tod“ im „Jenseits“ zu gewärtigen haben. Es bedeutet etwas grundsätzlich anderes: diese Welt ist nicht leer und strukturlos, sondern auf eine fundamentale Weise lebendig und organisch geordnet. Oder mit anderen Worten: Reich hat das Lebendige nicht nur im Organismus, sondern auch in der angeblich „toten“ Natur entdeckt.

Die Lebensenergie am Rande der Wissenschaft

27. März 2015

Karl Freiherr von Reichenbach (1789-1869), Od;
Martin Ziegler (1818-1893), Atonizität und Zoozität;
Abbé Fortin (um 1820-1890), das atmosphärische Fluidum „Magnetismus“;
E.K. Müller (erste Beobachtung 1882 – Buch 1932), objektiver Nachweis einer biologischen Emanation;
Wilhelm Reich (1897-1957), Orgon;
Andrew Crosse und seine „künstlichen Insekten“ (1837);
Oskar Korschelt (1840?-1935?), Entwicklung von Äther-„Lebensstrahlern“;
Franz Dyonis Rychnowski (1850-1930?), der ätherische Stoff „Elektroid“;
René Blondlot (1849-1930; Veröffentlichung 1903), N-Strahlen (mit denen später der russische Nervenarzt Naum W. Kotik in Odessa bei der Untersuchung der psycho-physischen Energie arbeitete);
die Parapsychologie und Esoterik und ihr Konzept vom Fluidalkörper des Menschen;
Viktor Schauberger (1885-1958), „Implosion und Spiralbewegung“, „Frucht und Befruchtungsstoffe“;
„Panspermie, Gene und Archetypen“.

Das ist der Inhalt des Buches Die Grauzone in der Wissenschaft von Lars Jörgenson (Berlin: WDB-Verlag, 1990), das einen hervorragenden Überblick über die Erforschung der kosmischen Lebensenergie bietet. Nebenbei werden kurz angeschnitten:
Radiästhesie,
Akupunktur,
Georges Lakhowsky (1870-1942) und sein „Universion“,
Jagadis Chandra Bose (1858-1937) und seine Arbeit zur Pflanzenphysiologie (die in vielem Reichs bioelektrischen Experimenten am Menschen entspricht – siehe auch den „Backster-Effekt“),
Kirlianphotographie und die von Jörgenson im Anschluß an F.A. Popp selbst vorgenommenen Untersuchungen der Biostrahlung mit dem Photomultiplier.

Nicht zu vergessen Franz Anton Mesmers (1734-1815) „Animalischer Magnetismus“ und sein „Baquet“, sowie Samuel Hahnemanns (1755-1843) Homöopathie. In seinem Organon der Heilkunst spekuliert Hahnemann kurz über eine kosmische Energie, die die Planeten in der Umlaufbahn hält und er beschreibt seine Erfahrungen mit dem „Mesmerismus“.

Dem Leser fällt sicherlich noch weiteres ein: das „Mana“ und der ganze Animismus der Naturvölker, der „Große Geist“ der Indianer, das „Prana“ und die „Gunas“ des Yoga, das „Brahman“ des Vedanta, das „Akasha“ (Äther) der materialistischen indischen Schulen.

Das Konzept der drei Guna (Qualitäten) finden wir in den Upanischaden und anderen klassischen Schriften der Inder. Die „Guna“ sind Bestandteil des Prakriti (Materie): das weiße Sattva (das Gute, Klarheit), das rote Rajas (Schleier, Leidenschaft) und das schwarze Tamas (Behinderung, Finsternis). Die Vorstellung dieser drei Qualitäten der Materie soll sich, nach dem Indologen Helmuth von Glasenapp, von der Beobachtung der Atmosphäre hergeleitet haben. Die Parallelität, z.B. von der Farbe her, zu den drei Zuständen der Lebensenergie ist offensichtlich – frische, gesunde Orgonenergie (OR); fiebrige, aufreizende Energie (ORANUR); und abgestorbenes, tödliches (DOR).

Das „Chi“ oder „Qi“ des Taoismus hat eine giftige Form, den „schlechten Atem“, das „schwarze“ Sha, das als bewegungsloses, stagniertes Qi dem DOR entspricht.

Weitere Traditionen sind der „Heilige Geist“ des Christentums im allgemeinen und die „göttlichen Energien“ der Orthodoxie im besonderen, die „Quintessence“ der Alchimie, die Metaphysik von Heraklit bis Heidegger, die naturphilosophische Linie Bruno, Goethe, Schelling und alles was dazugehört, z.B. die Arbeit von Theodor Schwenk und anderer „Goetheisten“ und Anthroposophen.

Goethe schrieb 1825 über die damals noch kaum erforschte Elektrizität:

Diese darf man wohl und im höchsten Sinne problematisch ansprechen. Wir betrachten sie daher vorerst unabhängig von allen übrigen Erscheinungen; sie ist das durchgehende allgegenwärtige Element, das alles materielle Dasein begleitet, und ebenso das atmosphärische; man kann sie sich unbefangen als Weltseele denken. Inwiefern sie sich nun ruhig verbirgt, sodann aber durch den geringsten Anlaß gestimmt wird, sich bald von dieser, bald von jener Seite zu zeigen, einen oder den ändern Pol herauszukehren, sich anzuhäufen und von da sich unbemerkt wieder zu zerstreuen, oder aber wohl mit den gewaltsamsten und wunderbarsten Explosionen sich zu manifestieren, darüber möchte wohl schwer sein, durch Erfahrung nachzukommen, ob sich schon nicht leugnen läßt, daß Barometer- und Thermometerstände darauf bedeutend einfließen mögen.

Luigi Galvanis (1737-98) „animalische Elektrizität“ zusammen mit der ganzen frühen Erforschung der Elektrizität, die in Wirklichkeit mit der Orgonenergie identisch war. Zum Beispiel stimulierten die beiden französischen Abbés Jean Antoine Nollet und Pierre Bertholon de Saint Lazare in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Wachstum von Pflanzen. Bertholon erfand zu diesem Zweck 1783 sein „Elektrovegetometer“. Robert O. Becker (1977) hat daran wieder angeknüpft mit seiner Regeneration von tierischem Gewebe durch elektrische Felder.

Das Konzept „Äther“ geht auf Giordano Brunos Vorstellung von einem alles durchdringenden und umfassenden kosmischen Kontinuum zurück. Sie ermöglichte über Huygens Wellentheorie des Lichts, die ohne die Anregung durch Bruno nicht zustande gekommen wäre, ein Verstehen der elektrischen Wechselwirkung. Faraday berief sich bei seiner Feldtheorie auf den Philosophen R.G. Boscovich (1711-1787), dessen 1755 dargelegte dynamistische Atomistik und energetische Materievorstellung auf Leibniz beruhte und so auf Bruno zurückweist. Bei Boscovich sind die Atome „Kraftzentren“, die mit „Kraftsphären“ ausgestattet sind. Dies regte Faraday zu seiner Vorstellung von den „Kraftlinien“ an, woraus sich dann direkt die Theorie Maxwells entwickelte, „die im Grunde nichts weiter ist als die Übersetzung der Faradayschen Kraftlinienvorstellung in die exakte Sprache der Mathematik“ (Max Born: Die Relativitätstheorie Einsteins, Berlin 1964, S. 147).

Schelling beeinflußte mit seinem Konzept der „einen schöpferischen kosmischen Urkraft“ Physiker wie Christian Oersted und seine Begründung der elektromagnetischen Theorie. Der zentrale Begriff der Geistes-und Willensphilosophie von Hegel bis Nietzsche verstanden als potentia und dynamis der klassischen griechischen Philosophie: Hegel, Schopenhauer (der einen Aufsatz über den Animalischen Magnetismus geschrieben hat) und Nietzsche sprachen von Reichs Orgon-energeia.

Zu nennen wäre auch die „elektrizitäts-ähnliche Beseelung“ der Natur des „romantischen Physikers“ Johann Wilhelm Ritter (1776-1810) und sein „Siderismus“. Ritter hat u.a. das Pendel und die Wünschelrute untersucht.

Der Akademikerklatsch von München behauptete bald darauf, Ritter pendle bis weit in die Nacht über „delikaten Teilen nackter Weibspersonen’“. So drückte sich ein Reporter in seinem Buch „Verschwörung gegen den gesunden Menschenverstand“ aus, einem geifernden Angriff auf die Arbeit Ritters. (Christopher Bird: Wünschelrute, München 1987, S. 98)

Ritter ist also bei der Erforschung der Lebensenergie von Seiten der Emotionellen Pest (genauer gesagt von Seiten der damaligen „Skeptiker“) genau das gleiche widerfahren wie Reich.

Hier eine entsprechende Karikatur aus Mesmers Zeit. Gezeigt wird Mesmers „Baquet“, der damalige „Orgonakkumulator“:

Zwischen 1933 und 39 untersuchte der Franzose P. Cody mit dem Elektroskop die permanente Bettstelle Krebskranker und stellte dort eine deutlich schnellere Entladungsgeschwindigkeit (geringere Orgonenergie-Konzentration) fest, als an zwei Meter entfernten Kontrollpunkten. Bei über 10 000 Messungen im Laufe der Jahre fand er auch, daß zwischen 10 und 14 Uhr sich das Elektroskop am langsamsten entlud und am schnellsten in der Nacht. Das stimmt mit den Messungen Reichs überein (siehe Der Krebs).

1942 entdeckte der deutsche Biometeorologe Bortels eine „Wetterstrahlung“, die viel Ähnlichkeit mit der von Reich zur gleichen Zeit entdeckten atmosphärischen Orgonenergie hat, blieb sie doch auch durch eine überschwere Abschirmung von 25 Zentimeter Blei und 45 Zentimeter Eisen hindurch wirksam. Wirklich bemerkenswert ist aber, daß Bortels diese Wetterstrahlung, genau wie Reich seine Orgonenergie, in zwei antagonistische Abarten aufspaltete: die „H-Strahlung“ (nach Hochdruck-Wetterlagen) und die „T-Strahlung“ (Tiefdruck). Wie OR ist auch H-Strahlung oxidierend, während T-Strahlung reduziert, was dem DOR entspricht. T-Strahlen schwächen den Organismus, indem sie die Zellatmung beeinträchtigen. Sie können „mancherlei Stoffwechselerkrankungen und Gemütsdepressionen“ verursachen und vielleicht sogar „eine wichtige Rolle bei der Tumorgenese spielen“. In wirklich jeder Beziehung entspricht also die T-Strahlung Reichs DOR (Gebauer/Müschenich: Der Reichsche Orgonakkumulator, Frankfurt 1987). Siehe auch Hans Baumers Buch über die „Wetterstrahlung“ (Sferics, Hamburg 1987).

Weitere Stichworte: Robert Fitzroys „Sturmglas“ Anfang des 19. Jahrhunderts;
William Crookes (1832-1919) allseits bekanntes „Radiometer“ als erster „Orgonmotor“;
Rutters „Magnetoskop“ zur Registrierung der von chemischen Stoffen ausgehenden „magnetischen Ströme“ (ca. 1850);
Hippolyte Barducs (1850-1909) und Emile Boiracs (1851-1917) „Biometer“ sowie Paul Joires (geb. 1856) „Stenometer“ zum Nachweis des menschlichen Energiefeldes;
Sydney Gustaf Alrutz (1868-1925) wies „Nervenstrahlung“ nach, die er mit seinem „Volometer“ maß;
die „dynamische Aktivität“ des Dresdener Chemieprofessors Johann Karl Bähr (1861);
der Naturwissenschaftler Marc Thury (1822-1905) sprach von einer „ektenischen Kraft“, die Psyche und Materie verbindet;
George Starr Whites „kosmoelektrische Energie-Kollektoren“, die das Wachstum von Pflanzen unterstützen und auf Tiere und Menschen therapeutisch wirkten;
L.E. Eemans Verbindung zwischen Körperstellen durch Kupferkabel zur Auf- und Entladung mit Lebensenergie;
Walter Kilner (1847-1920), der mit Dicyanid-Schirmen die menschliche Aura sichtbar machte;
Alexander G. Gurwitsch, der 1923 die „mitogenetische Strahlung“ entdeckte;
Albert Abrams (1863-1924) „Radionik“ und sein „Reflexophon“;
der französische Ingenieur Givelet stellte 1935 auf dem parapsychologischen Kongreß in Oslo einen Apparat vor, mit dem er über ein Galvanometer die menschliche Aura messen konnte (in die gleiche Zeit fallen Reichs bioelektrische Experimente);
die „Bioenergotherapie“ des tschechischen Heilers Josef Zezulka (geb. 1912);
der japanische Physiologe Hiroshi Motoyama (geb. 1925), der experimentell Fernwirkungen zwischen Menschen nachwies, obwohl diese sich jeweils in einem Faradayschen Käfig befanden und auch sonst vollkommen voneinander abgeschirmt waren;
Nikola Teslas (1856-1943) Arbeit nach 1910;
die „Pyramiden- Energie“; „Geomantie“, „Feng Shui“ und die Energie Heiliger Orte;
„Psychic Healing“; bionöser Heilschlamm und praktisch das ganze traditionelle Heilbäderwesen und Kneipp-Kuren;
die beiden Physiker Joseph Wüst und Joseph Wimmer, die zur Nazi-Zeit die Wünschelrute erforschten und dabei die „W-Strahlung“ (die sich mit 42 bis 45 m/sec fortbewegt) und den „Magnetoismus“ identifizierten;
Viktor M. Injuschins „Bioplasma“ und die ganze sowjetisch-tschechische „Psychotronik“, z.B. Robert Pavlitas „Psychotroner Generator“, der die „bioplasmatische Energie“ speichert;
Hideo Uchidas Aura-Meßapparat;
Michel Gauquelins Untersuchung der psycho-physiologischen Auswirkungen von kosmischen Rhythmen;
der Philosoph F.S.C. Northrop (der auch in Äther, Gott und Teufel, S. 91 auftaucht) und der Anatom Harold Saxton Burr (1935) sowie der Psychiater Leonard J. Ravitz (1962) und ihre Entdeckung der „elektrodynamischen Lebensfelder“;
Ion Dumitrescus „Elektrographie“;
die „morphogenetischen Felder“ Rupert Sheldrakes (der wie vor ihm Reich von Bergson beeinflußt wurde);
Wladimir Wernadski (1863-1945) und seine Entdeckung eines negentropischen Faktors in der Natur;
James E. Lovelocks „Gaia-Theorie“;
Johannes Keplers (1571-1630) „vis animalis“ neben Immanuel Velikovsky (1895-1979) und der Rolle der elektrostatischen Energie in der Himmelsmechanik;
Georgio Piccardis (1960) Arbeit mit orgonakkumulator-ähnlichen Gehäusen;
T. Henry Morays „Radiant Energy“ und Hans Niepers Darstellung über die Konversion von Schwerkraftfeldenergie (Hannover 1981);
der klassische Äther des 19. Jahrhunderts, von dem man übrigens auch ganz selbstverständlich als von einem „Lebensäther“ sprach, so wie wir heute von „Atemluft“ reden;
die modernen Formulierungen des Äthers von Paul Dirac (1951), Louis de Broglie und sein „Neutrino-Meer“ (1959), H. Dudley (1976) und E.W. Silvertooth (1986, experimenteller Nachweis des Äthers);
die kosmische Hintergrundstrahlung und in ihr die „neue Ätherdrift“;
der Biologielehrer Reichs Paul Kammerer (1880-1926) und seine Vorstellung einer Lebensenergie, sein Lamarckismus und sein Konzept der Serialität (das später C.G. Jung und Wolfgang Pauli als „Synchronizität“ plagiierten);
der Deutsche Monistenbund von 1911 (wobei Paul Kammerer zu dem Hauptaktivisten gehörte) und Wilhelm Ostwalds (1853-1932) „Energetik“ sowie Hans Hass’ (Jahrgang 1919) „Energon-Theorie“.

Jeder einzelne Bauer und „Ureinwohner“ könnte ganze Bände über die Funktionen der kosmischen Lebensenergie, wie er sie alltäglich in der Natur erfährt, zu Protokoll geben. Was könnten all die heute medikamentös „abgeschalteten“ Schizophrenen dem geduldigen Psychiater über ihre orgonotischen Empfindungen sagen! Wie viele landen in der Psychiatrie, nur weil sie das „nichtexistente Orgon“ sehen und spüren? Und schließlich braucht man nur eine beliebige naturwissenschaftliche Zeitschrift wie Spektrum der Wissenschaft aufschlagen, um ständig über das Orgon zu stolpern.

Man könnte endlos fortfahren. So finden sich etwa bei DeMeo Dutzende Namen. Hier das erste Dutzend: Hannes Alfren, Halton Arp, Jacques Benveniste, Frank A. Brown, F.W. Cope, Louis C. Kervran, Dayton Miller (der mit dem Michelson-Interferometer ganz klar einen orgonotischen Effekt nachwies), Thelma Moss, Bjorn Nordenstrom, John N. Ott, Royal Rife, O. Ed Wagner – endlos: und man käme doch immer wieder zur Orgonomie Wilhelm Reichs zurück.

Nicht von ungefähr nimmt in Jörgensons eingangs erwähnten Buch die Orgonphysik den bei weitem größten Raum ein (100 Seiten). Diese Darstellung ist, wenn man großzügig (mit dem Respekt, den der Autor für seine Leistung verdient) über kleinere Schnitzer hinwegliest, sicherlich die beste (und, ja, wohl ohnehin bis jetzt auch die einzige) Gesamtdarstellung der orgonomischen Physik. Diese Präsentation im Zusammenhang mit der Erläuterung von parallelen, aber vollständig unabhängigen, Forschungsansätzen macht dieses Buch für den an der Orgonomie Interessierten so wertvoll.

Durch die Darstellung anderer Ansätze zur Erforschung der kosmischen Lebensenergie bekommt man für die Orgonomie ein ganz neues „umfassenderes“ Gefühl. Die Beschäftigung mit anderen Sichtweisen kann dabei helfen, systematische Fehler, oder besser „systematische Blindheiten“, aus der Orgonomie zu eliminieren. Jörgenson gelingt es besonders gut funktionelle, sich wechselseitig ergänzende, Zusammenhänge zwischen den teilweise extrem unterschiedlichen Herangehensweisen aufzuzeigen, ohne daß Jörgenson dem Leser eine harmonisierte Gesamtschau aufzwingt.

Die zentrale Frage, um die es in dem Buch geht, heißt: Gibt es eine zweite Sorte von Elektrizität und wie wirkt diese auf verschiedene Stoffe und Lebewesen?

Hier wird also Reichs oft kritisierte Auseinandersetzung mit der statischen Elektrizität in einem sehr breiten Rahmen wieder aufgenommen. Zum Beispiel fand Reichenbach, daß Reibungselektrizität und Batterieelektrizität für seine Sensitiven vollkommen disparate Dinge waren. Während statische Elektrizität das größte Od-Licht überhaupt hervorrief, war es bei Batterieelektrizität nur gering und bei den Batterieelementen selbst fehlte jede odische Wirkung. Außerdem war positive statische Elektrizität od-negativ, während die entsprechende positive Elektrode einer Batterie verwirrenderweise od-positiv war (S. 13f). Fortin glaubte an ein Fluidum in der Natur, dessen freie Bewegung beim Durchgang durch Materie gebremst wird, wodurch sich das Fluidum in eine elektrostatische Aufladung umwandelt, die wiederum in einem Ausgleichstrom entladen werden kann (S. 69). Solche Ansätze aus der Frühzeit der Erforschung der Elektrizität müssen von der Orgonomie wieder aufgegriffen werden, um endlich eine befriedigende Verbindung zwischen Orgonenergie, statischer Elektrizität und „Batterieelektrizität“ herzustellen.

Der Diplomphysiker Jörgenson zeigt in der heiklen Frage der statischen Elektrizität ein erstaunliches Maß an Feingefühl. Jeder andere Physiker hätte Reichs Arbeit z.B. mit der Bemerkung beiseite gewischt, daß Reich das Prinzip der Ladungstrennung nicht verstanden hätte. Andererseits hat Jörgenson offensichtlich Schwierigkeiten mit Reichs Energie-Begriff. „Ein Physiker würde Orgon vielleicht als Plasma bezeichnen“ (S. 104). Jörgenson setzt dann auch an einer Stelle anstatt Orgonenergie „Orgonplasma“ (S. 149). Wir werden also von einem Gas ionisierter Teilchen durchströmt? DeMeo spricht von der „(proto)plasmatischen kosmischen Lebensenergie“ und der Ausdruck in der Klammer ist in diesem Zusammenhang das wichtigste. Immerhin gibt es auch in Äther, Gott und Teufel (S. 82) mit dem Rückverweis auf Demokrits „Seelenatome“, die sich Demokrit als Feueratome vorstellte, so etwas wie ein „orgonomisches Plasmakonzept“.

Luther Burbank

13. März 2015

In „Die emotionale Wüste“ (Ausgewählte Schriften) meint Reich, Kakteen mit ihrer lederartigen äußeren Panzerung, ihrer röhrenförmigen Morphologie und ihren Stacheln entsprächen ganz dem chitingepanzerten Insekten mit ihren stacheligen Fortsätzen (Fühler, Beine, Kauwerkzeuge und Stacheln). Weiter schreibt Reich:

Es ist kennzeichnend für das Leben in der Wüste, daß (…) Tiere eine stachelige Oberfläche und spitze Organe zum Töten haben, wie zum Beispiel der Skorpion, die Klapperschlange oder das Gilamonster.

Als ich es das erste Mal las, hatte ich ein wirkliches Problem mit Reichs Gleichsetzung von stacheligen Kakteen mit dem „stacheligen“ Verhalten von verDORten Neurotikern: Kategorienfehler und Primärprozeßdenken.

Man kann zur Unterstützung von Reichs Intuition auf den amerikanischen Biologen Luther Burbank (1849-1926) verweisen. Anfang des letzten Jahrhunderts lebte er in Santa Rosa, California und war zu Lebzeiten wegen seiner Züchtungserfolge mit Pflanzen weltberühmt. Sein Haus und Garten sind heute ein Museum á la Orgonon. Dort wächst nach hundert Jahren noch heute eine der spektakulärsten Züchtungen von Burbank: stachellose Kakteen.

Burbank hatte „Mesmerische Kräfte“. So soll er erreicht haben, daß die Kakteen auf ihre Stacheln verzichteten. Er überzeugte sie, daß sie in seinem Garten vor Feinden sicher seien – und sich deshalb nicht abpanzern bräuchten. Das ist dann in ihr Erbgut eingegangen.

Dem berühmten Yogi Paramahansa Yogananda hatte Burbank anvertraut, wie er es nach Jahren geschafft hatte, einen Kaktus ohne Stacheln zu züchten! „Während meiner Versuche mit den Kakteen“, berichtete Burbank, „sprach ich viel mit ihnen, um sie mit einer Atmosphäre der Liebe zu umgeben. ‚Ihr braucht keine Angst zu haben‘, sagte ich oft. ‚Ihr habt eure Stacheln doch gar nicht nötig. Ich werde euch beschützen!‘“ „Burbanks liebevolle Zuwendung“, schrieb der Mystiker Manly P. Hall über ihn, „wirkte wie Balsam und ließ alles besser wachsen und gedeihen. Burbank erklärte mir, daß er bei all seinen Versuchen seine Pflanzen ins Vertrauen ziehe, sie um ihre Hilfe bitte und sie seiner Zuneigung versichere.“ (Ursula Seiler in ZeitenSchrift)

Wikipedia zufolge wurde Burbank Opfer der Emotionellen Pest. Hier waren es „stachelige“ Christen:

Luther Burbank hatte nie einen Hehl aus seinen freidenkerischen Ansichten gemacht. Aber ein Zeitungsinterview im Jahre 1926, in welchem er explizit erklärte, nicht an eine unsterbliche Seele zu glauben, führte zu einem weltweiten Aufschrei. Burbank bekam einige Zustimmung, wurde aber auch überschüttet von Haßbriefen. Seine Freunde behaupteten, der Kummer und die Auseinandersetzung mit diesen religiösen Eiferern habe zu seinem schnellen körperlichen Niedergang und, gemessen an seinem Zustand nur wenige Monate zuvor, frühen Tod geführt.

Fundamentalistische Christen und andere Dogmatiker können es einfach nicht ertragen, wenn das Lebendige in ihre Welt der absoluten Gewißheiten einbricht. Sie sind wie Kakteen, die absterben, wenn es zu viel regnet und die Wüste wieder anfängt zu leben. Heute sind es vor allem die „Skeptiker“, die ausrasten, wenn etwas in ihre Welt einbricht, was nicht ihrem engen atomistischen Weltbild entspricht.

Um so befriedigender ist es, wenn die mechanistische Wissenschaft langsam aber sicher ihre eigenen Kinder frißt. Richard Hammerschlag (The Institute for Integrative Health, Baltimore, MD.) et al. konnten nach einer Metaanalyse von 18 entsprechenden Studien aufzeigen, daß Behandlungen, bei denen der Therapeut den Patienten gar nicht berührt, sondern über das „Biofeld“ auf ihn einwirkt, teilweise signifikante Ergebnisse zeitigen.

Bei diesen Therapieformen handelt es sich um äußeres Qigong, Healing Touch, Johrei, Reiki und schließlich Therapeutic Touch. Über das letztere schreibt die Pestschleuder Wikipedia:

Therapeutic Touch (TT) (englisch für Therapeutische Berührung) ist eine pseudowissenschaftliche alternativmedizinische Behandlungsmethode, eine Variante des Handauflegens, bei der der Behandler den Patienten allerdings nicht berührt. Sie basiert auf der im Bereich der Esoterik verbreiteten These, daß der Mensch ein eigenes „Energiefeld” (auch Prana, Aura, Qi, usw. genannt) habe, das mit den Energiefeldern seiner Umwelt ständig in Kontakt stehe.

Therapeutic Touch ist eine häufig wissenschaftlich untersuchte alternative Behandlungsmethode. Eine Wirksamkeit konnte bei diesen Untersuchungen nicht festgestellt werden. TT-Behandler konnten ihre angebliche, für die Behandlung grundlegende Fähigkeit, das Energiefeld eines Menschen wahrzunehmen, unter kontrollierten Bedingungen nicht demonstrieren.

Hammerschlag et al. wählten aus 90 randomisierten kontrollierten Untersuchungen 18 Studien aus, die nach den üblichen Kriterien wissenschaftlich fundiert waren und sich eindeutig mit Behandlungen durch einen nicht-physischen Kontakt befaßten. Von diesen berichteten 12 über zumindest teilweise statistisch signifikante positive Behandlungsergebnisse. Sieben befaßten sich mit Therapeutic Touch, drei mit äußerem Qigong, eine mit Reiki und eine mit Healing Touch. Die Ergebnisse würden, so Hammerschlag et al., weitere wissenschaftliche Untersuchungen mit einer höheren Probandenzahl rechtfertigen.