Posts Tagged ‘Kernenergie’

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 10)

24. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

III. Das Oranur-Experiment1

Langjährige Beobachtungen wiesen auf einen Antagonismus zwischen masse-freier, kosmischer Orgonenergie und Nuklearenergie, die durch Spaltung als Produkt von Materie entsteht, hin. Bion-Versuche hatten auf die Existenz von sogenannten T-Bazillen hingewiesen, die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstanden (T = Tod). Sie unterschieden sich unter anderem durch ihre längliche Form und ihre Zickzackbewegungen von den bereits besprochenen Orgonenergiebläschen, den Bionen. Die Bione zeigten nun die Eigenschaft, die T-Bazillen zu immobilisieren und zu töten.2 Bei der Erforschung der Krebskrankheit wurde deutlich, daß aber auch die im Körper des Krebskranken vorhandenen T-Bazillen, die aus fauligem Gewebezerfall entstehen, in der Lage sind, den menschlichen Organismus zu töten. Ebenso zeigt die Nuklearenergie eine tötende Wirkung auf den menschlichen Organismus, während die Orgonenergie niemals schädliche Wirkungen gehabt hat. Analog zur Wirkung der Bione auf T-Bazillen wollte Reich die Wirkung von Orgonenergie auf Kernenergie untersuchen. Er hoffte, so ein Mittel gegen die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlen und gegen die Strahlenkrankheit zu finden.

Er besorgte folglich radioaktives Material, welches er in einen Orgon-Akkumulator setzte. Mit einem Geiger-Müller-Zähler untersuchte er die Veränderungen der Meßwerte. Es geschah jedoch etwas ganz anderes als erwartet: das radioaktive Material erregte die Orgonenergie so stark, daß die zuvor gemessenen Geiger-Müller-Zähler Werte sowie die Werte unbehandelten radioaktiven Materials, das zur Kontrolle diente, um ein Vielfaches überschritten wurden, Trotz Einhaltung der von der Atombehörde vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen wurde das ganze Gelände, auf dem das Oranur-Experiment stattfand, von der übererregten Orgonenergie verseucht. Mitarbeiter wurden von massiver Übelkeit befallen, einige hatten gar mit dem Tod zu kämpfen, andere machten einen Rückfall in alte Krankheiten durch. Das Gebäude, in dem die Experimente stattfanden, und die nähere Umgebung waren noch jahrelang verseucht, so daß es unmöglich war, dort zu leben. Offenbar hatte die Kernstrahlung nicht nur die orgonotische Ladung im und um den Orgon-Akkumulator herum erhöht, was sich in den Meßwerten am Geiger-Müller-Apparat zeigte, sondern auch die Orgonenergie irgendwie umgefomt. Diese umgeformte Orgonenergie nannte Reich DOR (von Deadly ORgone), weil sie eine „tödliche“ Wirkung auf die Atmosphäre hat, die drückend, fast erstickend wirkt, und von Stille und Öde beherrscht wird. Der Glanz und die Strahlen verschwinden aus der Natur (trotz Sonnenschein), Menschen reagieren mit heftigen Beschwerden, ohne oft genau angeben zu können, was mit ihnen los ist. Dieser Zustand der Atmosphäre wurde erst im Anschluß an das Oranur-Experiment entdeckt, konnte seitdem aber des öfteren beobachtet werden. Reich nahm an, daß auch die Entstehung von Wüsten auf die Einwirkung von DOR zurückzuführen ist.

Insgesamt gesehen stellt DOR einen der größten Probleme der Orgonomie dar. „Man kann nur schwer sagen, was es eigentlich ist und wie es wirkt, obwohl einige seiner Eigenschaften schon genauer bekannt sind. Seine Farbe ist schwarz, sensible Menschen empfinden es als drückend, während unsensible Menschen es erst bewußt wahrnehmen, wenn sie von massiver Übelkeit befallen werden. … Das DOR wurde auch als ‚abgestanden‘, tödlich und unbeweglich charakterisiert. Was abgestanden hier bedeutet, ist schwer zu definieren. Wir meinen damit, daß die frische, stimulierende und belebende Wirkung des ursprünglichen Orgon fehlt.“3 Wie Orgonenergie in DOR umgewandelt wird, ist bislang nur wenig bekannt. Raknes vermutet, daß die primordiale Orgonenergie, die sich in ständiger Bewegung befindet und die Eigenschaft hat, Materie mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu durchdringen, viel von ihrer Beweglichkeit verliert, wenn sie auf Materie trifft, die sie nur schwer durchdringen kann, und zum „schweren, trägen, drückenden und lebensfeindlichen“ DOR wird.4 In der Bewegungsform der toten Materie sieht Raknes eine Ähnlichkeit zur DOR Bewegung; er neigt zu der Annahme, daß DOR gesetzmäßig beim Übergang von lebender zu toter Materie auftritt.

 

Fußnoten

  1. Das Oranur-Experiment ist ausführlich beschrieben in: Reich, W., Ausgewählte Schriften, Köln 1976 S. 368-447 (Oranur = ORgone Anti NUclear Radiation)
  2. Vgl. Reich, W., Die Entdeckung… Der Krebs a.a.O. S. 52ff
  3. Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O. S. 80f
  4. Vgl. ebenda S. 81f

Eine notwendige Ergänzung zu David Boadellas „Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe“: der Verweis auf Jerome Eden

6. Juni 2018

Ich möchte an Die kosmische Revolution (Wilhelm Reich, UFOs und die Klimakatastrophe) von Jerome Eden erinnern. Eine umfassende Einführung in jenen Problemkomplex, dem Wilhelm Reich am Ende seines Lebens den größten Teil seiner Aufmerksamkeit schenkte: die Zerstörung der Erdatmosphäre durch Wesen von anderen Welten. Vor dem Hintergrund von 30 Jahren eigener Forschungen auf diesem Gebiet, wies Eden definitiv die Richtigkeit von Reichs Annahmen nach.

Am Anfang des Buches beschreibt er den Reichschen „Orgon-Akkumulator“ und seine ganz persönlichen Erfahrungen mit der radioaktiven Umweltverseuchung, die für den regelmäßigen Benutzer des Akkumulators unmittelbar erfahrbar wird. Am eigenen Leibe spürt er den Kampf zwischen den antagonistischen Kräften Orgonenergie und Kernenergie. Diese Auseinandersetzung erstreckt sich aber nicht nur auf die irdische Atomindustrie, sondern auch auf jenes Phänomen, das im Allgemeinen mit dem Wort „UFO“ umschrieben wird. Eine außerirdische Technologie, die die Orgonenergie-Hülle der Erde zerstört und klimatische Katastrophen zur Folge hat.

Eden beschreibt die Schlacht, die Reich mit Hilfe des „Cloudbusters“ 1954-55 in der Wüste Arizonas gegen die außerirdischen Invasoren ausfocht. Es handelt sich dabei um ein Kapitel der Orgonomie, dem so gut wie alle Anhänger Reichs ängstlich ausgewichen sind, so als hätte Reich nie gesagt, daß unser Planet von Wesen aus dem Weltall heimgesucht wird und daß dies „die wichtigste und bedrohlichste Entwicklung in der Geschichte der Menschheit“ darstellt!

Das Wesen dieses Buches wird durch folgende Erinnerungen Walter Burnhams, einem Studenten Edens, erhellt:

1972 gab mir meine Mutter ein Buch, Jerome Edens Orgone Energy – The Answer to Atomic Suicide. Sie überreichte es mir mit den Worten: „Hier Walter, ich dachte, daß du dich vielleicht dafür interessierst. Ein Mann aus Careywood schreibt über eine Energie, dem Gegenteil der Kernenergie.“ Für meine Mutter war es nur ein interessantes Buch von vielen, die sie aus Zeitmangel nicht lesen konnte. Für mich war es, als hätte jemand das Tor des Kerkers meiner Jugendjahre aufgestoßen.

Der Kampf hatte begonnen, ob ich mich wegen der Lust meines Körpers schuldig oder nicht schuldig fühlen sollte; entweder der Sehnsucht nach Liebe Folge zu leisten oder zu schrumpfen, um zu meinen unglücklichen Gefährten zu passen. In Anbetracht meiner vielen leichtsinnigen Versuche durch jenes „Tor“ zu rennen, kann ich dafür dankbar sein noch zu leben.

Als Wilhelm Reich zum ersten Mal das Orgon konzentrierte, sein Glühen und Schimmern bobachtete, die Wärme in seinen Händen spürte, war dies das Ergebnis von 25 Jahren eingehender Beobachtung des Menschentiers. Er hat hart dafür gearbeitet; er arbeitete, als im Zweiten Weltkrieg die Welt in Trümmer ging; er arbeitete als Scheidung, Einsamkeit und Verleumdung sein Leben überschatteten. Er hat für uns die Pionierarbeit geleistet. Während seine Mitmenschen ihn beschimpften, kämpfte er für unser Glück. Seine Arbeit hat den Geist im Menschen freigelegt und den Gott, den wir vergessen haben.

Wenn ich also selbst die Perversionen der Welt hinter mir lassen kann, wenn ich mich von den Trümmern der Gesellschaft freischwimmen kann, wenn ich nicht den Gefahren erliege, die damit verbunden sind, meine Freunde „retten“ zu wollen, wenn ich nicht zur Reinigung ins Meer renne, nur um dabei zu ertrinken, wenn ich lerne, daß ich an der Frontlinie dieses Kampfes der Neugeborenen gegen die Emotionelle Pest stehe, dann habe ich das erhalten, was ich immer wollte – die gute Aussicht für mich und meine Angehörigen in einer zerfallenden Welt zu überleben. Die Orgonomie ist das Studium der Lebensfunktionen und ich strebe danach, lebendig und vollständig funktionsfähig zu sein. (Orgonomic Education Newsletter, Dez. 1984)

Das Hauptaugenmerk von Die kosmische Revolution ist auf das UFO-Problem gerichtet. In letzter Zeit habe ich mir viele UFO-Dokumentationen auf YouTube angeschaut. Fast alle, etwa die Serie „UFO Hunters“, sind eine Zumutung. Absolut brillant ist folgende vollkommen unprätentiöse australische Fernsehdokumentation aus dem Jahre 2009. Der Fernsehjournalist hat einfach nur seine Arbeit gemacht!

Es geht hier um eine ausgedehnte und sehr detaillierte UFO-Sichtung durch eine ganze Schule im Jahre 1966. Noch heute erinnern sich die Schüler und einige Nachbarn der damaligen Ereignisse; wie unmittelbar nach der Sichtung das Militär (offenbar in Australien stationierte Amerikaner) auftauchte, die Kamera konfisziert wurde, mit der eine Lehrerin einige Aufnahmen geschossen hatte, und wie schließlich alles unternommen wurde, um die Sichtung aus dem öffentlichen Bewußtsein zu löschen.

Dieser eine Film reicht vollkommen, um die Existenz von „UFOs“ zu beweisen. Wie das Phänomen zu interpretieren ist, ist eine andere Frage (immerhin deutet die Militärpräsenz, die in fast allen derartigen Schilderungen Erwähnung findet, in eine bestimmte Richtung!), aber das Phänomen als solches zu leugnen, ist unseriös.

Wenn Jerome Eden mit seiner Interpretation des Phänomens recht behalten sollte, dann Gnade uns Gott!

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 9)

3. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5 (Fortsetzung)

Wir können jetzt unsere letzte Frage für heute abend stellen. Warum kommen sie jetzt und so häufig zu unserem kleinen Planeten, was reizt sie hier so?

Eine Reihe von Schriftstellern hat vorgeschlagen, daß die Entwicklung unserer eigenen atomaren Möglichkeiten sicherlich für irgendwelche nahen Nachbarn im Weltraum Anlaß zur Sorge gäbe. Professor Einstein machte kurz vor seinem Tod deutlich, daß der Mensch nun genügend Macht in seinen Händen hätte, um die totale Vernichtung des Lebens auf unserem Planeten in den Bereich des technisch Machbaren zu rücken.

Gerald Heard ist noch einen Schritt weitergegangen und hat vorgeschlagen, daß die Energie durch eine unter Wasser explodierte Wasserstoffbombe so viel Instabilität erzeugen könnte, daß als Ergebnis die Materie der Erde selbst zerfallen könnte. Die Insassen der Raumschiffe wären dann genauso an unserer Zukunft interessiert, wie wir es sein sollten, wenn zum Beispiel der Planet Mars bald explodieren würde mit all den Auswirkungen, die dies auf unsere eigene Position im Sonnensystem hätte.

Wie stichhaltig die Ideen von Heard auch immer sein mögen, bietet uns die Orgonforschung eine etwas andersgeartete Herangehensweise. Während des Oranur-Experiments wurden sehr starke atmosphärische und biologische Effekte beobachtet. Das verwendete Kernmaterial schien das Orgon in der Atmosphäre in einem derartigen Ausmaß anzuregen, daß es für die Gesundheit abträglich und lebensgefährlich wurde. Reich nannte das die Deadly Orgone-Reaktion.

Bei diesem Zustand wird die Orgonladung der Atmosphäre stark erhöht, bei gleichzeitig stark reduzierter Energiepulsation. Eine Stagnation und Starrheit trat an die Stelle des gewohnten gesunden, lebendigen Zustandes der Atmosphäre. Reich beschrieb seinen Eindruck von dem Notstand, der in der Nähe seines Laboratoriums entstand, wie folgt:

Stille und Öde breiten sich über die Landschaft, wobei das betroffene Gebiet von der nicht in Mitleidenschaft gezogenen Umgebung ziemlich deutlich abgegrenzt ist. Die Stille drückt sich darin aus, daß alles Leben in der Atmosphäre zu ersterben scheint. Die Vögel hören auf zu singen, die Frösche hören auf zu quaken. Die Vögel fliegen tief oder verstecken sich in den Bäumen. Die Tiere kriechen viel langsamer als sonst am Boden hin, und die Blätter und die immergrünen Nadeln der Bäume sehen sehr „traurig“ aus; sie hängen herab und verlieren ihre innere Spannung und die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten. Die Bäume sehen schwarz aus, als ob sie abstürben. Man hat tatsächlich den Eindruck von Schwärze oder besser von Öde. Man wird das Gefühl nicht los, daß das der Tod ist, der „öde Tod“, wie manche sich ausdrücken. (Orgone Energy Bulletin, Vol. 4, No.4)

Diese tödliche Orgon-Reaktion, die erstmals während des Oranur-Experiments entdeckt wurde, tritt immer dann auf, wenn das Orgon durch Kernmaterial gereizt wird. So hat jede von uns erzeugte Atomexplosion neben all ihren bekannten Wirkungen auch zu bisher UNBEKANNTEN Wirkungen auf den Orgon-Stoffwechsel unserer Atmosphäre geführt. Sie alle haben dazu beigetragen, die tödliche Orgonreaktion auszulösen. Der Effekt ist kumulativ, oft diffus und schwer mit bestimmte Explosionen in Zusammenhang zu bringen.

Das vieldiskutierte Verhältnis der Atomexplosionen zur merklichen Verschlechterung des Wetters in der Welt wird jedoch angesichts dessen, was wir über Orgon und Wetter wissen, verständlich.

Aus Sicht des Orgon-Metabolismus und der gehemmten, stagnierenden tödlichen Reaktion werden eine ganze Reihe von Problemen verständlich. Warum das Dürreproblem in den USA die Ausmaße eines großen nationalen Notstands erreicht hat, wobei vier Fünftel des Landes anfällig für Dürre sind, im Gegensatz zu einem Fünftel vor nur zehn Jahren. Für uns in England mag es schwierig sein, sich der Schwere des Wüstenproblems in der Welt bewußt zu werden oder zu erkennen, daß dies mit einer Verringerung der Orgon-Pulsation zusammenhängt. Es stimmt, es gab immer hier und dort irgendwo Wüsten. Der entscheidende Punkt für uns 1955 ist, daß die atomare Strahlung die Macht hat, das, was Reich den „öden Tod“ in der Atmosphäre genannt hat, stark zu vermehren. Wir erleben diesen öden Tod in einer anderen Form. In dem zunehmenden Pulsationsverlust in unseren Jahreszeiten, im Hang zu gefährlichen Ansammlungen von Smog, selbst in ländlichen Gegenden, wo es über viele Kilometer hinweg weit und breit keinen Rauch aus Fabriken gibt. Versmogte Wolken und trüber Nieselregen, das Ausbleiben jedweden echten Sommers – auch das deutet auf einen Stillstand des gesunden Energieflusses hin. Erst letzte Woche (am 11. Juli) forderte die Sektion Warwickshire der National Farmers‘ Union eine globale Untersuchung der Auswirkungen atomarer Explosionen auf das Wetter durch Wissenschaftler. Zur Unterstützung ihrer Behauptung, daß etwas Anormales das Wetter aus dem Gleichgewicht gebracht habe, haben sie auf die folgenden vier Fakten hingewiesen:

  1. Seit vier Jahren gab es keine gute Saison.
  2. Hunderte Hektar Land sind durch zu viel Regen unbrauchbar geworden.
  3. Schafe und Rinder sind in größerer Anzahl unfruchtbar als je zuvor.
  4. Die Lammsaison ist die schlimmste seit Menschengedenken

In der Schlußfolgerung zu ihrem Bericht erklären sie, daß, wenn sich das Wetter in den nächsten zwei Jahren nicht bessern würde, die Landwirtschaft, wie sie heute kennen, verschwände.

Dies scheint weit entfernt von Raumschiffen zu sein. Aber wenn das Orgon so empfindlich auf nukleares Material reagiert, gibt es allen Grund, warum für die Raumschiffe die gegenwärtigen Entwicklungen auf der Erde von mehr als gewöhnlichem Interesse sein sollten. Wenn ein Milligramm Radium in einem 20-lagigen Orgonakkumulator eine atmosphärische Reaktion erzeugen kann, die als Zunahme der Hintergrundstrahlung im Radius von 300 Meilen von Reichs Laboratorium meßbar ist, können wir nur erahnen, welche Auswirkungen eine Wasserstoffbomben-Explosion auf den Orgon-Metabolismus im Weltall hätte.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 2)

8. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 1: ERSTRAHLUNG

Das British Flying Saucer Bureau hat eine statistische Analyse aller Sichtungen durchgeführt, die sich in seinen Akten befinden. Aus dieser Analyse geht hervor, daß 78% aller Nacht-Sichtungen die beobachteten Objekte als leuchtend beschreiben. Die Leuchtkraft reicht offenbar von einem dumpfen Schein bis zu einer brillanten, flammenden Ausstrahlung. Die Farbe scheint von bläulich-grau oder bläulich-grün über lila bis hin zu rot, orange und weiß zu reichen. Diese große Vielfalt an Erstrahlung ist eine der verwirrendsten Eigenschaften der Untertassen. Darüber hinaus wurde beobachtet, daß eine Anzahl von Untertassen die Farbe ändern, während sie beobachtet werden. Hier ist interessant, daß dieser Farbwechsel immer mit einer Bewegungsänderung verbunden zu sein scheint.

Eine Sichtung, die dieses Verhältnis erhellt und zugleich viele andere Merkmale der Fliegenden Untertassen, mit denen ich mich beschäftigen werde, ist es wert, vollständig zitiert zu werden, da es eines der am wenigsten bekannten und doch eines von den lebendigsten Berichten ist, die ich bisher gesehen habe.

Ein Konstrukteur aus der kleinen Bergbaustadt Kerkrade in Holland schickte folgenden Bericht an die Zeitschrift CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION (Vol. 4):

Ich ging um Mitternacht spazieren. Alles war ruhig. Plötzlich wurde meine Aufmerksamkeit auf ein blau-grünes Licht mittlerer Intensität gelenkt, das im Osten durch den Himmel lief. Es kam in einem eleganten Sturzflug herunter und verlangsamte sich dann. Zuerst dachte ich, es wäre ein Meteorit, aber es hinterließ keine Feuerspur, wie sie es tun. Es kam langsam auf mich zu und so nah, daß ich es sehr deutlich sehen konnte. Ich habe einen Test gemacht: Wenn du wissen willst, wie groß ich es gesehen habe, nimm einen Teller, halte ihn auf Armeslänge, hebe den Teller dann etwas höher als die Schädeldecke und sieh ihn dir an. Das ist genau die relative Größe des Objekts, das ich gesehen habe. Während des Fluges und als es stillstand, war kein Geräusch zu hören. Seine Farbe war grau. Als es herabkam, gab es ein blaugrünes Licht ab. Sobald es angehalten hatte, verschwand das Licht. Nachdem ich es ein paar Minuten intensiv angeschaut hatte, fühlte ich ein sehr unangenehmes Gefühl in meinen Augen, sie fühlten sich irritiert an, dasselbe Gefühl, wie nachdem man länger auf einen schlechten Fernsehbildschirm gestarrt hat. Plötzlich schoß es davon und vollzog dabei mehrere spitze Winkel. Zur gleichen Zeit erschien der blau-grüne Farbton erneut. Alles in allem war es für etwas mehr als eine Minute zu sehen.

Ich möchte nun auf die Eigenschaften der Orgon-Erstrahlung eingehen.

Als Reich 1937 an seinen Bion-Experimenten arbeitete, entwickelte er eine heftige Konjunktivitis im Auge, mit der er seine Kulturpräparate durch das Mikroskop beobachtet hatte. Dieselben Kulturen erzeugten auch eine Rötung der Haut. Um sie zu isolieren und mehr über die Strahlung zu erfahren, die von ihnen ausging, nahm er die Kulturen und brachte sie in einen dunklen Kellerraum, um dort Beobachtungen zu machen.

Und so beschrieb er, was er sah:

Die Beobachtungen im Dunkeln waren irgendwie „unheimlich“. Der Raum wurde nach Gewöhnung der Augen statt absolut schwarz grau-bläulich. Ich sah neblige Schwaden, bläuliche Lichtstriche und fliegende Punkte. Tief violette Lichteindrücke schienen wie aus den Wänden und von Gegenständen herzukommen. Diese Lichteindrücke, durchwegs blau oder blaugrün, wurden stärker, die einzelnen Striche und Pünktchen wurden größer, wenn ich eine Lupe vor meine Augen hielt. Schwarze Brillen schwächten die Eindrücke ab. (…) Nach ein oder zwei Stunden Aufenthalt im Kellerraum schmerzten meine Augen und wurden gerötet. Eines Abends verbrachte ich fünf Stunden im Kellerraum in einem Zuge. Nach etwa zwei Stunden konnte ich deutlich meine Handfläche leuchten sehen, ebenso meine Hemdärmel und (im Spiegel) auch mein Kopfhaar. Der blaue Schimmer lag wie ein unscharfer, langsam bewegter, graublau leuchtender Dunst um meine Gestalt und um Gegenstände im Raum. Ich gestehe, daß ich erschrak. (…) Die Strahlung irritierte die Sehnervem sehr. Ein Kaufmann, der mir einen Apparat besorgt hatte und einmal teilnahm, sagte: „Es ist mir, als ob ich lange in die Sonne geschaut hätte.“ (aus Der Krebs, Fischer TB, S. 104f)

Die Kraft dieses Effekts war der unmittelbare Anreiz zum Bau des ersten experimentellen Orgonakkumulators und Ausgangspunkt für die vielen Techniken, um die Existenz der Energie objektiv zu messen, aufzuzeichnen und zu demonstrieren. Viele Experimente im Orgonakkumulator führten zu der Annahme, daß Orgonenergie in drei Grundzuständen existiert: bläulich-graue nebelartige Formationen, tief blau-violette Leuchtpunkte und schnelle weißliche Strahlen. Sie wechselt vom nebelartigen zum strahlenförmigen Zustand, wenn sie durch einen Reiz stark erregt oder gereizt wird. Die hauptsächlichen Reize sind metallische Substanzen, die Nähe eines anderen Orgonsystems (zum Beispiel die Anwesenheit eines Menschen im Akkumulator) oder eine elektrische Entladung. Zu diesen wurde später der intensivste Reiz von allen hinzugefügt – die Kernenergie.

Der klarste Beweis sowohl der fundamentalen blauen Farbe von Orgon, als auch der Verschiebung zu Weiß, wenn gereizt, wird durch einige Experimente erbracht, die Reich mit einer Standard-Vakuumröhre durchführte, wie sie in der elektronischen Forschung verwendet wird. Er fand heraus, daß Vakuumröhren, die über mehrere Wochen Orgon in einem Akkumulator aufsaugen konnten, bläulich-violett leuchten, wenn eine Spannung von 600-700 Volt durch sie geleitet wird. Außerdem ist die Erstrahlung an den Elektroden heller, bis hin zu Weiß, und tendiert mehr zum bläulichen Violett zur Mitte der Röhre hin. Wird die Spannung, also der Anregungsreiz, erhöht, leuchtet schließlich die ganze Röhre weiß.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

nachrichtenbrief109

14. April 2018

ORANUR, DOR, CORE, ORAC, MDB

13. November 2017

Das ORANUR-Experiment

DOR und Melanor

Die DOR-Krankheit

Der OR-DOR-Metabolismus

Kosmisches Orgon-Ingenieurswesen

Physikalische Orgontherapie

Die emotionale Wüste

Elektrische Ströme in Orgongeräten. Der Weg zum REICH-Orgonmotor? Stand der Technik (Teil 1)

14. September 2017

von Roberto Maglione

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in fünf Teile aufgeteilt.

Dieses Papier ist das erste einer Reihe von drei Papieren, die sich auf den Reichschen Orgonmotor konzentrieren und die im Journal of Psychiatric Orgone Therapy erscheinen (1). Das Vorliegende ist ein kurzer Bericht über den Stand der Technik. Das zweite Papier (Co-Autor ist Dionisio Ferrari) konzentriert sich auf selbst durchgeführte Laborexperimente, bei denen eine spontane zyklische Produktion von elektrischer Energie aus Orgonapparaten in einer durchschnittlichen orgonenergetischen Umgebung gewonnen wurde. Das dritte Papier (Co-Autor ist Dionisio Ferrari) berichtet und diskutiert die Reaktion der Orgonapparate bei der Produktion von elektrischer Energie, wenn das orgonomische Potenzial der Umgebung künstlich erhöht wird. Eine Hypothese für den Y-Faktor wird im letzten Papier entwickelt und beschrieben.

Reich verbrachte sein ganzes Leben mit dem Studium und der Erforschung einer in der Natur allgegenwärtig präsenten kosmischen Energie, deren Nutzung dramatische soziale und technologische Auswirkungen auf das Leben der Menschen gehabt hätte. Gegen Ende des Jahres 1950 begann Reich nach vielen Jahren der Erforschung der biologischen und physikalischen Eigenschaften dieser kosmischen Energie, die er Orgonenergie nannte, einen Geiger-Müller-Zähler zu verwenden, um die Wechselwirkung zwischen Orgonenergie und Radioaktivität zu untersuchen (2). Er dachte, dass die Orgonenergie die gefährliche und schädliche Wirkung der Radioaktivität auf Organismen und Lebensformen generell abschwächen oder sogar annullieren könnte. Er plante und führte diese Art von Forschung teilweise wegen des aufkommenden Koreakrieges durch, um eine Antwort und ein Gegenmittel gegen die Bedrohung eines möglichen nuklearen Konflikts zu finden. Er war überzeugt, dass (3):

Kernstrahlung, z. B. Radium, unter dem Einfluss von konzentrierter Orgonenergie verändert wird. Die Art und das Ausmaß dieser Veränderung ist noch sehr dunkel.

Entsprechend konzentrierten sich seine späteren Experimente auf diese Annahme und zielten darauf ab, zu überprüfen, ob sehr kleine Mengen radioaktiver Stoffe, wenn sie in starke und intensive Orgonakkumulatoren in einem Orgonraum (4) liegen, unschädlich gemacht werden würden. Die Ergebnisse dieses letzten Experiments, genannt Oranur (5), das in Reichs Labor durchgeführt wurde, führten ihn zu ganz anderen Schlussfolgerungen, denn die Radioaktivität erwies sich als schädlich bei einer hohen Konzentration der Orgonenergie (6). Dennoch haben weitere Untersuchungen von Reich in den folgenden Jahren auf der Grundlage der Ergebnisse der Oranur-Erfahrung bewiesen, dass am Ende die Orgonenergie die Kernenergie in eine leistungsfähigere und grundsätzlich gutartige Form der Energie umwandeln könnte, genannt Orur (7). Die Ergebnisse seiner ersten Experimente mit dem Geiger-Müller-Zähler und Orgonapparaten, die in den Jahren 1947 und 1948 durchgeführt wurden, führten ihn zu unerwarteten Befunden und zu dem Schluss, dass Orgonenergie auch genutzt und umgewandelt werden könnte, um mechanische Energie oder Arbeit zu erzeugen (8).

 

Hinweise:

1. Es ist eine Zusammenfassung des Kapitels „Reich and the Orgone Motor“, das in dem Buch The Legendary Shamir von Maglione R (2017) enthalten ist.

2. Zu diesem Zweck plante er zunächst die Verwendung von 2,2∙10-5 Millicurie von radioaktivem Cobalt CO-60 (Halbwertszeit von 5,3 Jahren) und 20 Millicurie Phosphor P-32 (ein radioaktives Isotop von Phosphor); und später zwei Nadeln mit je 1 mg Radium.

3. Reich W, The Anti Nuclear Radiation Effect of Cosmic Orgone Energy, Orgone Energy Bulletin, Orgone Institute Press, Maine, Vol. 3, No. 1, January 1951.

4. Der Orgonraum, der sich in Reichs Labor, Orgonon, Maine, befand, war ein komplett metallausgekleideter Raum, in dem der Beobachter, nachdem er eine Weile in völliger Dunkelheit gesessen hatte, Orgonenergie beobachten konnte. Der Raum wurde von Reich in vielen seiner Experimente sowie im Oranur-Experiment verwendet. Der Raum, Größe 18 x 18 ft (6 x 6 m), wurde aus einer äußeren Schicht aus organischem Material gefertigt und innen mit einer Eisenplatte ausgekleidet. Im Inneren des Orgonraumes befanden sich einige kleine Akkumulatoren, von denen einer bei dem Oranur-Experiment von Reich verwendet wurde, wo das radioaktive Material mehrere Tage täglich hineingelegt wurde.

5. Oranur wurde von Reich als Akronym für Orgone Anti Nuclear geprägt.

6. Reich W, The Oranur Experiment: First Report (1947-1951), The Wilhelm Reich Foundation, Rangeley, Maine, 1951.

7. Reich W, History of the Discovery of the Life Energy. Atoms for Peace vs the HIG, Documentary Supplement N° 3, A-XII-EP, Orgone Institute Press, Orgonon, Maine, 1956, Seite 14.

8. In dieser ersten Untersuchungsperiode nutzte Reich niemals radioaktive Stoffe in seinen Experimenten, obwohl er sich manchmal auf Messungen der von seiner Armbanduhr (mit einem Radium-Zifferblatt) ausgestoßenen Impulse, von einem Geiger-Müller-Zähler gezählt, bezog (Reich W, The Oranur Experiment: First Report (1947-1951), The Wilhelm Reich Foundation, Rangeley, Maine, 1951, Seite 214).

nachrichtenbrief28

31. Mai 2017

Fukushima und der Tod der atmosphärischen Orgonenergie

2. April 2016

Das Unglück von Fukushima ist fünf Jahre her. Es wird gerne behauptet, daß alle Todesopfer dem Tsunami zu schulden sind, der die Atomkatastrophe auslöste. Das Problem, das niemand sehen will bzw. niemand sehen kann, ist die ORANUR-Katastrophe. Nicht nur beispielsweise die Verseuchung der Wildtiere, die Pflanzen fressen, und die schlichtweg astronomische Verseuchung der Raubtiere – und daß der Mensch am Ende der Nahrungskette steht, sondern: in jedem Bericht von unabhängigen Beobachtern ist von jenem geheimnisvollen „schwarzen Staub“ die Rede, der extrem radioaktiv ist und überall zu finden ist: das „Melanor“, das Reich als erster beschrieben hat. Es geht nicht nur um eine radioaktive Verseuchung – es geht um die Zerstörung der Lebensenergie selbst. Das Leben an sich wird umgebracht.

Hier ein sehr informativer Bericht über den neusten Stand in dieser ORANUR-Katastrophe, ab Minute 40:00. Ab 1:19:00 wird ein weiterer Alptraum besprochen: die 30 Satelliten mit Plutonium, die die Erde umrunden und jederzeit abstürzen können.

Dank dem pseudowissenschaftlichen Unsinn von der „Globalen Erwärmung“ zeichnet sich eine Renaissance der Kernenergie ab. Alle paar jahre gibt es GAUs. Jeden Augenblick könnten wir Aachen verlieren

Tschernobyl passierte, weil im Realsozialismus es als zweckmäßig im Sinne der Machterhaltung galt, Posten mit Leuten zu besetzen, die sich für die Arbeit nicht besonders eigneten und vielleicht gänzlich unfähig waren, aber so leicht auszutauschen waren. Diese Mentalität der organisierten Verantwortungslosigkeit prägt Saharasia seit Jahrtausenden. Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl gehen gegen Null. „Eigeninitiative“ zeigt sich allenfalls in der ausufernden Korruption und dem eigensüchtigen Schlendrian.

In Rot-China wurde vor 25 Jahren ein hoher Umweltfunktionär entlassen,

weil er seinem Bruder gestattet hatte, Atommüll in einem Dorfbrunnen abzuladen. Wie es in der Zeitung China Daily hieß, habe der Bruder des stellvertretenden Direktors der chinesischen Umweltbehörde mit dessen Billigung im vergangenen Juni in Santumen 25 Tonnen mit Uran verseuchte Abfallprodukte aus einem Forschungslabor in den Brunnen gekippt. Dies habe die radioaktive Belastung in Santumen um das Hundertfache über den Normalwert steigen lassen. (Welt, 24.05.86)

China hat heute 13 Atomkraftwerke, 30 sind in Bau und weitere 50 sind in Planung. Und ich warte darauf, daß der gigantomanische „Dreischluchtenstaudamm“ bricht und eine der verheerendsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte auslöst. Da ein Erdbeben das andere nach sich zieht, kann das schon bald sein.

Harrisburg stand 1979 nur eine Stunde vor einem Supergau. Dr. Rosalie Bertell aus den USA berichtete anläßlich einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung 1980 in Hamburg:

Zwei Physiker erzählten mir, daß eine vollständige Reaktorschmelze nur durch einen nicht eingeplanten Zufall verhindert wurde: Der Dampf kühlte die freistehenden Reaktorstäbe. (Bild der Wissenschaft, Aug. 1986)

Dem gleichen Bericht zufolge versagten 1985 im Davis-Besse-Reaktor im Bundesstaat Ohio verschiedene Komponenten. „Nur eine hastig improvisierte Pumpe rettete den Kern vor dem Meltdown.“ Den, der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zufolge, US-Reaktoren nicht aushalten könnten. Die NRC, die die Bau- und Betriebsvorschriften für Reaktoren erläßt und kontrolliert, hatte Mitte der 80er Jahre errechnet, „daß eine Kernschmelze in einem US-Reaktor in den nächsten 20 Jahren mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit auftritt“.

Der amerikanische Physiker Ernest Sternglass hat berechnet, daß – infolge der atmosphärischen Atombombentests – zwischen 1951 und 1966 in den USA zwei bis drei Millionen fötale Todesfälle und 375 000 Todesfälle mehr im ersten Lebensjahr auftraten, als zu erwarten war.

Weitere Schäden, die er einem lokalen Fallout zuordnete, waren kongenitale Mißbildungen und Leukämie bei Kindern. Später beobachtete Sternglass in der Umgebung einiger großer Kernkraftwerke ähnliche Auswirkungen, darüber hinaus auch das Ansteigen von Krebs. (Psychologie heute, Aug. 1986)

Als weitere Folgeerscheinungen des Fallouts fand er eine Abnahme der kognitiven Funktionen bei jenen, die zur Zeit ihrer Geburt dem Fallout ausgesetzt waren. Wobei jene westlichen US-Staaten hervorstachen, die besonders viel Fallout abbekommen haben. Die Abnahme der Intelligenz wurde zuerst 1963, 18 Jahre nach Hiroshima, anhand der Eignungstests amerikanischer High-School-Absolventen sichtbar. Sternglass führt diese Abnahme auf die Einnahme von Jod 131 durch die Nahrung zurück, das beim Ungeborenen und dem Kleinkind die Hormonausschüttung der Schilddrüse so stört, daß die Entwicklung der kognitiven Funktionen gehemmt wird. Der mechanistischen Wissenschaftsgemeinschaft fehlt es bei Sternglass‘ Ergebnissen an der „statistischen Signifikanz“.

Wenn da nicht die folgende Meldung vom Februar dieses Jahres wäre:

Vögel, die in der Nähe des ehemaligen Reaktors von Tschernobyl leben, haben im Durchschnitt ein fünf Prozent kleineres Gehirn als Artgenossen aus anderen Regionen. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt „PLoS ONE“. Sie hatten die Gehirne von 550 Vögeln untersucht, die zu 48 Arten gehörten. Am stärksten ausgeprägt war der Effekt bei Jungvögeln. Die Wissenschaftler glauben, daß die radioaktive Belastung eine Ursache für die Gehirnschrumpfung darstelle. Einen genauen Mechanismus dafür können sie allerdings nicht angeben.

In einem Bericht aus dem Jahre 2006 lesen wir, daß in durch Tschernobyl verstrahlten Gebieten die Kinder so geschwächt sind, daß normaler Schulsport kaum noch möglich ist.

Kinder im Alter von zwölf Jahren leiden unter Bluthochdruck und Magenschleimhautentzündungen. Die Radioaktivität schädigt aber auch die Nieren und greift das Nervensystem an. Pathologien der Organe treten auf. Eine hohe Cäsiumbelastung kann bei Kindern zum Grauen Star und zur Sklerose der Blutadern im Auge führen.

Es kommt zu Störungen des Immunsystem und des Hormongleichgewichts. Alleine in Weißrußland sind 600 000 Kinder betroffen.

Die Folgen der Strahlung haben für die Kinder und Jugendlichen noch viele Gesichter: So verzögert sie das Wachstum einerseits und läßt die Menschen andererseits schneller altern. Sie genesen langsamer nach Krankheiten – schuld ist die Immunschwäche, auch „Tschernobyl-Aids“ genannt.

Anfangs glaubte Reich, man könne ORANUR kurativ nutzen, um verborgene Krankheiten hervorzuholen, die man dann „ausleben“ könne, um von ihnen befreit zu werden. Doch stellte sich heraus, daß langfristig ORANUR durchweg einen pathogenen Effekt hat, insbesondere, wenn man sich dem ORANUR-Einfluß dauerhaft nicht entziehen kann.

Aus der Perspektive von Reichs ORANUR-Experiment sind Atomkraftwerke in zweierlei Hinsicht eine Dauer- bzw. eine absolute Katastrophe:

  1. Jedes Kernkraftwerk ist ein Orgonenergie-Akkumulator, in dem jahrein, jahraus ein ORANUR-Experiment stattfindet: „organisches Material“ (Beton) schließt einen Stahlbehälter ein, in dem sich die hochradioaktive Brennstäbe befinden.
  2. Immerhin sitzt das radioaktive Material fest, während sich die Orgonenergie frei bewegen kann. Werden jedoch bei einem Unfall radioaktive Stoffe freigesetzt, kommt es zu einer schockartigen ORANUR-Reaktion, die buchstäblich wie eine Tsunami-Welle über den gesamten Planeten hinwegrollt.

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der orgonotische Lebensfunke, geschwächt durch zahllose Dauer-ORNUR-Experimente, nach einem solchen Schlag endgültig erlöschen wird.

Der Schatten über der Welt (Teil 1)

3. April 2015

Orgonon, ein ehemaliges Farmgelände in der Nähe des Dorfes Rangeley, Bundesstaat Maine, war seit 1942 während der Sommermonate, in den 50er Jahren permanent, Ort von Reichs Laboratorium und Lebensmittelpunkt. Im Laufe der Jahre sammelte sich durch die vielen Orgonenergie-Akkumulatoren und die diversen Experimente über dem Gebiet eine hohe Orgonenergie-Konzentration an. Im sogenannten „Studentenlabor“ hatte Reich sogar einen ganzen Raum mit Stahlplatten ausgekleidet. In diesem sogenannten „Orgonraum“ standen zusätzlich jede Menge weiterer Orgonenergie-Akkumulatoren.

Ausgerechnet in diesem Orgonraum vollzog Reich Anfang 1951 sein „ORANUR-Experiment“, das zeigen sollte, wie Orgonenergie die Nuklearenergie eindämmt, möglicherweise sogar neutralisiert: ORgone Against NUclear Radiation. Seine Experimente bis dato hatten ein solches Ergebnis nahegelegt, doch es sollte ganz anders kommen:

Als Reich hochradioaktive Radiumnadeln (wie man sie damals In Arztpraxen für die Krebstherapie benutzte – sie wurden einfach ins Krebsgewebe gesteckt und zerstörten es) in einen besonders leistungsstarken kleinen Orgon-Akkumulator legte, der sich in einem Standardakkumulator befand, der wiederum im Orgonraum stand, brach buchstäblich die Hölle los. Obwohl aus schulphysikalischer Sicht dergestalt das Radium wirklich denkbar gut abgeschirmt war, wurde die Orgonenergie übererregt und veränderte ihre Qualität drastisch. Statt wohltuend und heilend zu wirken, machte sie die Menschen krank und aktualisierte bisher brachliegende Krankheitsanlagen.

Reich bezeichnete diesen Zustand der Orgonenergie zunächst als „DOR“ (Deadly ORgone energy). Später wurde er dann schlicht „ORANUR“ genannt, da sich im weiteren Verlauf herausstellte, daß die Orgonenergie nach dieser Phase der Übererregung abstarb; buchstäblich „schwarz wurde“, ähnlich entzündetem Gewebe, das schließlich abstirbt (Gangrän). Diese abgestorbene Orgonenergie ist das eigentliche DOR.

In der Zeit nach dem verheerenden ORANUR-Experiment sammelte sich über Orgonon das schwarze DOR auf ähnliche Weise an wie zuvor die blaue Orgonenergie. Reich entwickelte 1952 den „Cloudbuster“ (Wolkenbrecher) nicht etwa, um „Regen zu machen“, sondern um Orgonon von diesen „DOR-Wolken“ zu befreien.

Über diesen Umweg fand Reich, daß das DOR ein weltumspannendes Problem ist, das sich hauptsächlich in zwei Regionen konzentriert: über den großen Städten bzw. Industrieballungen und über den Wüstengebieten. Dies ist der Hintergrund von Reichs „Wüstenexpedition“ nach Arizona im Winterhalbjahr 1954/55. Er beschreibt sie eingehend im zweiten Band von Das ORANUR-Experiment II (Contact with Space).

Reichs Schüler und Mitarbeiter Elsworth F. Baker besuchte Reich in Arizona und machte dabei die folgenden drei Beobachtungen:

Ich drehte einen Film über Reichs Arbeit in Arizona und merkte bald, daß es notwendig war, einen Lichtmesser zu benutzen. Obwohl die Sonne sehr stark und heiß strahlte, zeigte der Lichtmesser eine weit größere Verschlußöffnung an, als man es normalerweise für nötig erachtet hätte. Eines morgens zeigte der Lichtmesser eine Verschlußeinstellung von 8 an. Zu diesem Zeitpunkt begann Reich mit dem Cloudbuster abzuziehen. Ohne daß sich in der Zwischenzeit sonst etwas am Wetter geändert hätte, begutachtete ich den Lichtmesser nach zehn Minuten und fand, daß die Anzeige für die Verschlußöffnung auf nur 11 stand. Eine weitere Veränderung wurde wahrgenommen: nach dem Abzug schien die Sonne nicht mehr so grell oder heiß zu sein, obwohl es in der Tat mehr Licht gab. Das DOR hatte das Licht absorbiert und sowohl die Grelle als auch die Hitze verursacht.

Bei einer anderen Gelegenheit beobachteten wir die Flugmanöver eines Düsenjägers, der einen langen, ununterbrochenen Kondensstreifen hinter sich herzog. Vor ihm beobachteten wir ein Gebiet voll DOR. Als der Düsenjäger in das DOR eindrang, verschwand der Kondensstreifen sofort. Das DOR hatte die Feuchtigkeit absorbiert, so daß kein Kondensstreifen entstand.

Meine letzte Beobachtung hat mit Raumschiffen zu tun. Bis jetzt wurde keines aufgebracht, und noch immer glauben viele Leute, daß es sie nicht gibt. Ich werde hier einfach berichten, was neben Reich sieben von uns sahen. Eines Tages um etwa 21 Uhr zeigte Reich auf einen sehr hellen Stern im Südwesten, etwa 40 Grad über dem Horizont. An ihm war ungewöhnlich, daß er heller war, als ich es je bei der Venus gesehen hatte. Auch änderte er regelmäßig seine Farbe in der Reihenfolge: rot, blau, grün, orange, gelb und weiß – dann wieder zurück zu rot. Wir beobachteten ihn einige Minuten und betrachteten ihn dann mit einem 3 Zoll-Fernrohr, wodurch er größer erschien, aber immer noch bloß als Lichtfleck. Als wir ihn mit ortsfesten Objekten in Bezug setzten, entdeckten wir, daß er sich langsam in nordöstliche Richtung bewegte und in Relation zu anderen Sternen allmählich seinen Standort veränderte. Dann richtete Reich seinen Cloudbuster auf ihn, und nach drei oder vier Minuten erschien die rote Farbe nicht mehr. In der Folge verschwanden nacheinander die blaue, grüne, orange und gelbe Farbe. Alles was nun übrigblieb, war das Weiß, das immer schwächer wurde, bis wir es nicht mehr ausmachen konnten.

Durch seine Beobachtungen war Reich zu dem Schluß gekommen, daß zu einem Gutteil UFOs für die DOR-Verschmutzung verantwortlich zeichneten.

Hier ein kurzer Überblick über die orgonomische UFOlogie:

1. Die Haltung der Orgonomie zum UFO-Problem basiert nicht nur auf Beobachtungen außergewöhnlicher Phänomene am Himmel, sondern auch auf reproduzierbaren Experimenten auf dem Erdboden.

1948 hatte Reich entdeckt, wie man einen Elektromotor mit der motorischen Kraft in der Orgonenergie antreibt, die Reich mit Hilfe des Geiger-Müller-Zählers entdeckt hatte. (Siehe dazu die kurze Mitteilung in Der Krebs.)

Das Leuchten und die Bewegungen von UFOs verweist auf gewisse Eigenschaften der VACOR-Röhre und des Orgonmotors.

Als weiteres Experiment wäre das ORANUR-Experiment zu nennen, wo Reich rote (also niedrigfrequente-energetische) Strahlung mit einer erhöhten „Erregung“ der Orgonenergie grob verbinden konnte, im Vergleich zum hochfrequenten Blau, das den normalen Zustand der Orgonenergie auszeichnet. Es wurde beobachtet, daß der Geschwindigkeitsanstieg von UFOs mit Licht näher zum roten Ende des Spektrums verbunden ist. Das Gegenteil trifft bei Abnahme der Geschwindigkeit zu. Daß wir es bei Geschwindigkeitszunahme mit einer höheren Orgonenergie-„Erregung“ zu tun haben, zeigt sich auch an der Zunahme der Helligkeit.

Weiter wären zu erwähnen: Cloudbuster-Funktionen (Änderungen des Schwerefeldes um einen arbeitenden Cloudbuster herum), die Gesamtheit von Reich’s „OROP Desert Ea“-Expedition nach Arizona und seine Pendel-Experimente. Sie weisen vielleicht darauf hin, daß die Gravitation gequantelt ist und bestimmte Beziehungen zwischen der Bewegung der Orgonenergie-Hülle um den Planeten und seine Schwerebeschleunigung bestehen. (Reichs Pendel-Experimente konnten jedoch nur teilweise verifiziert werden und die mit ihnen verbundenen Überlegungen sind theoretisch problematisch.)

So verweist die orgonomische UFO-Forschung auf ein funktionelles Verständnis des UFO-Antriebssystems: Änderungen des Gravitationsfeldes während des ORANUR-Experimentes (und beim Cloudbuster), die mögliche Rolle, die Anion-Generatoren spielen (Produktion von Melanor – sozusagen das „UFO-Abgas“), der direkte Einfluß des Cloudbusters auf UFOs, der erwähnte Orgonmotor selber, etc. Vielleicht sollte man auch das „Angel Hair“ und „Devils‘ Jelly“ in Bezug zur ORANUR-Chemie setzen.

2. Die orgonomische Physik im Zusammenhang (der von der Psychologie bis zur Meteorologie reicht) im Vergleich zur mechanistischen Physik. Die Orgonphysik ermöglicht uns eine grundsätzlich neue Sicht des Universums und seines Funktionierens und läßt viele „Unmöglichkeiten“ der heutigen Physik möglich erscheinen.

In diesem Zusammenhang sind auch Erscheinungen erklärbar, welche der von Reich vertretenen Einschätzung von UFOs, die stark durch die 50er Jahre geprägt war, zu widersprechen scheinen. Ich rede von der Überlappung des UFO-Phänomens mit „Geistererscheinungen“, „Kobolden“ und anderen „Trickstern“ der Folklore. Reich selbst hatte nach dem ORANUR-Experiment mit unerklärlichen Vorfällen auf Orgonon zu tun. Offensichtlich sind Raum und Zeit orgonometrisch nicht so fundamental, wie bisher angenommen.

3. Die orgonomische UFO-Forschung gebraucht das sensitivste Meßinstrument, das uns zur Verfügung steht: den menschlichen Organismus selber. Sie ist dergestalt in der Lage, auch qualitative energetische Zustände in der Umwelt und im eigenen Organismus wahrzunehmen und in ein wissenschaftliches Weltbild zu integrieren. Der Kosmos selber wird als Organismus verstanden. Goethe und Newton sind keine Gegensätze mehr, denn die Orgonomie nutzt natürlich auch die Meßtechnik ausgiebig.

4. Die Integration der verschiedenen Aspekte der Auswirkungen der Emotionellen Pest im Gemeinsamen Funktionsprinzip (CFP) der Erzeugung von äußeren (atmosphärischen) und inneren (emotionalen) Wüsten. Entsprechend kann man die DOR-erzeugenden Außerirdischen grundsätzlich im gleichen Licht betrachten wie Eltern, die Panzerung (DOR) erzeugen, d.h. als Wüstenverursacher (vgl. Jerome Edens Interview).

5. Die Verbindung zwischen der Beeinflussung der atmosphärischen Orgonenergie mit dem Cloudbuster (CORE) zur Beseitigung von DOR aus der Atmosphäre und die Reaktion der UFOs auf diese OROPs (ORgonenergie-OPerationen).