Orgasmusangst bei RTL

Heute abend läuft auf RTL wieder eine der wenigen Gelegenheiten, bei der die Genitalität öffentlich gefeiert wird. Man kann die sexualökonomische Bedeutsamkeit des Tanzes von Mann und Frau kaum überschätzen. In welcher anderen Kultur gibt es so etwas, wie daß ein Paar explizit erotisch, begleitet von explizit erotischer Musik, mit explizit erotischen Texten engumschlungen eine Kreiselwelle auf die Tanzfläche zeichnet und sich dabei rhythmisch pulsierend aufeinander zu- und wieder voneinander wegbewegt, um das gemeinsame Energiefeld zur Erstrahlung zu bringen?! Niemandem ist bewußt, was er da sieht und warum ihn das derartig fasziniert, aber alle spüren es. Die damit einhergehende bioenergetische Erregung, die durch die Spannung zwischen den beiden Geschlechtern erzeugt wird, kann aber nur ertragen werden, wenn sie gedämpft, sozusagen „abgepanzert“ wird. Diese Funktion übernehmen schwule Moderatoren, schwule Juroren oder schwule Tänzer (plakative, groteske Prägenitalität), sowie zotige Sprüche und schlagfertige Wortspielereien, die die Energie in den Kopf verlagern. Hinzu kommt billige Sentimentalität, wenn die Promis ihre „Lebenstragödien“ vor der Öffentlichkeit ausbreiten. Was aber unter allen Umständen verhindert werden muß, ist, daß über längere Zeit jener „existentielle Ernst“ aufkommt, jene echte, weil tiefe Lebensfreude, die die Genitalität auszeichnet.

Niemand sieht, was vor sich geht, niemand, wirklich NIEMAND spricht darüber, – aber ALLE wissen davon, jedenfalls tief in ihrem Inneren.

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6 Antworten to “Orgasmusangst bei RTL”

  1. Frank Says:

    Danke, gut auf den Punkt gebracht.
    Das wesentlichste Charakteristikum des Schwulseins ist also Prägenitalität?

    • Robert (Berlin) Says:

      Naja, wer ist schon ein qualitativ phallischer, geschweige denn funktionell genitaler Charakter. Wie schrieb Reich: Heterosexualität kann befriedigender sein. D,h. auch, es muss es nicht! Klar, Homosexualität ist nie orgastische Potenz, nur wer hat sie unter uns?

      • Peter Nasselstein Says:

        Darum geht es doch gar nicht! Es geht darum, ob man das Gefühl für das hat, was gesund ist – und wie dieses Gefühl von der Gesellschaft ständig unterminiert wird.

      • Robert (Berlin) Says:

        @Peter
        Auch darum geht es bei Franks Frage nicht! Ich habe meine Meinung zur Homosexualität und zur Prägenitalität geäußert. Und gerade wegen der von dir statuierten Unterminierung der gesunden Sexualität und dem Abhandenkommen des Gefühls für gesunde Sexualität wird es für Heterosexuelle immer schwieriger, ein genitales Leben zu führen.
        So sehe ich bei den überdachten Bus-Haltestellen, die an den Seitenwänden Werbeplakate haben, pro Jahr etwa 5 u.m. Poster, die aus abstoßender Propaganda für Homosexualität, Transgender und weiteren Entwicklungsstörungen besteht. Und dieser Ekelkram hängt da wochenlang. Wie es heutzutage im Sexualkundeunterricht in den Schulen aussieht, kann man sich ja vorstellen. Gesunde Heterosexualität wird systematisch zerstört.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Die Linke ist nichts weiter als die Verkörperung von Lebensangst, Lebenshaß und Emotionelle Pest. Und dieses Ungeziefer breitet sich immer weiter aus:

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