Posts Tagged ‘Sentimentalität’

David Holbrook, M.D.: BIOPHYSISCHE KONSERVATIVE VERSUS UMWELTKONSERVATIVE: DIE SCHIZOPHRENE SPALTUNG IM VERGLEICH ZU ANDEREN FORMEN VON KONTAKTLOSIGKEIT / BIOLOGIE, PSYCHOLOGIE UND POLITISCHE ORIENTIERUNG / SIND KONSERVATIVE DUMM? / SIND LINKS UND RECHTS FUNKTIONEN DER NATUR?

17. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Biophysische Konservative versus Umweltkonservative: die schizophrene Spaltung im Vergleich zu anderen Formen von Kontaktlosigkeit

 

Biologie, Psychologie und politische Orientierung

 

Sind Konservative dumm?

 

Sind Links und Rechts Funktionen der Natur?

 

„to emote“

5. Mai 2019

Ich stimme Claus zu, möchte aber mit Theordore Dairymple ergänzen: „We lieve in an age of emotionnal intontinence, where they who emote the most are believed to feel the most.

Dieses kindische und „hysterische“ Ausagieren von in jeder Hinsicht unangebrachten „Emotionen“ ist tatsächlich die Flucht vor der Emotion. Diese Ausbrüche über Nichtigkeiten zurückzuhalten, würde zum Ausbruch authentischer, „eigentlicher“ Emotionen führen, etwa eine tiefe Traurigkeit, Angst, Wut, etc. Es können natürlich auch tiefe Emotionen, etwa „mystische Sehnsucht“, als Ersatzkontakt mißbraucht werden, um dem konkreten Alltag und seinen emotionalen Herausforderungen zu entfliehen. Man denke nur an nationalistische oder religiöse Ergriffenheit. Es ist eine Art von „Emotionskrämerei“ entsprechend der „Wahrheitskrämerei“, von der Reich sprach. In jedem Fall tritt der Ersatzkontakt an die Stelle des Kontakts. Du weinst beispielsweise beim Tod eines Filmhelden, doch das Leiden der Menschen in deiner Umgebung oder gar in deiner Familie läßt dich kalt. Man kann sich ausmalen, was für ein Tollhaus Laien-„Therapeuten“ erzeugen können, denn derartige „Emotionen“ lassen sich denkbar einfach hervorrufen, gehören sie doch heute geradezu zum guten Ton. Das Gegenmittel ist nicht etwa Seneca und der Stoizismus, wie im obigen Video angedeutet wird, sondern das Ertragen und der Ausdruck von echten Emotionen. Als Kind pflegte ich zu lachen, wenn sich meine Mutter verletzte, etwa einen Stromschlag erlitt. Ich konnte einfach den ganzen Terror meiner wahren Empfindungen nicht ertragen. Heute flüchtet sich eine ganze Gesellschaft in diesen Eskapismus, einen bizarren Zirkus aus „Fun“ auf der einen Seite und auf der anderen aus ebenfalls infantiler Rührseligkeit, Sentimentalität, Gefühlsseligkeit und natürlich „Betroffenheit“, d.h. mit dem Kopf fühlen und dem Bauch „denken“:

Oder zurück nach Amerika:

Orgasmusangst bei RTL

1. Juni 2018

Heute abend läuft auf RTL wieder eine der wenigen Gelegenheiten, bei der die Genitalität öffentlich gefeiert wird. Man kann die sexualökonomische Bedeutsamkeit des Tanzes von Mann und Frau kaum überschätzen. In welcher anderen Kultur gibt es so etwas, wie daß ein Paar explizit erotisch, begleitet von explizit erotischer Musik, mit explizit erotischen Texten engumschlungen eine Kreiselwelle auf die Tanzfläche zeichnet und sich dabei rhythmisch pulsierend aufeinander zu- und wieder voneinander wegbewegt, um das gemeinsame Energiefeld zur Erstrahlung zu bringen?! Niemandem ist bewußt, was er da sieht und warum ihn das derartig fasziniert, aber alle spüren es. Die damit einhergehende bioenergetische Erregung, die durch die Spannung zwischen den beiden Geschlechtern erzeugt wird, kann aber nur ertragen werden, wenn sie gedämpft, sozusagen „abgepanzert“ wird. Diese Funktion übernehmen schwule Moderatoren, schwule Juroren oder schwule Tänzer (plakative, groteske Prägenitalität), sowie zotige Sprüche und schlagfertige Wortspielereien, die die Energie in den Kopf verlagern. Hinzu kommt billige Sentimentalität, wenn die Promis ihre „Lebenstragödien“ vor der Öffentlichkeit ausbreiten. Was aber unter allen Umständen verhindert werden muß, ist, daß über längere Zeit jener „existentielle Ernst“ aufkommt, jene echte, weil tiefe Lebensfreude, die die Genitalität auszeichnet.

Niemand sieht, was vor sich geht, niemand, wirklich NIEMAND spricht darüber, – aber ALLE wissen davon, jedenfalls tief in ihrem Inneren.

Die Sexualökonomie der Betroffenheit

26. September 2017

Sentimentalität bedeutet, daß man Emotionen an Nichtigkeiten hängt, die derartige Gefühlsausbrüche gar nicht verdienen. Der Nationalsozialismus mit seinem unerträglichen hohlen Papmasche-Bombastpathos war eine derartige tränenreiche Angelegenheit und die Willkommenskultur der teddybärchenschmeißenden multikulturalistischen Merkelisten ist heute eine solche. Reich hat das sexualökonomisch erklärt: wer sexuell befriedigt ist bzw. in einer sexualpositiven Umgebung entspannt leben kann, lassen solche Inszenierungen vollkommen kalt. Befriedigte Menschen können nicht so leicht „getriggert“ werden, d.h. sie reagieren nicht vollkommen unangemessen.

Reichs Analyse in Die Massenpsychologie des Faschismus (1933) kann man heute direkt auf die deutsche Linke übertragen. „Männer“, die keinerlei „territoriales Imperativ“ ausstrahlen, d.h. die nicht ihren Mann stehen und deshalb keinerlei Faszination auf Frauen ausüben. Feministisch verbiesterte Frauen, die das Frausein emotional ablehnen und deshalb vollkommen uninteressant sind für Männer, die mehr wollen als einen schnellen Fick. Der gesamte Genderwahnsinn, die multikulturelle Ideologie (die nur mit Kastraten funktioniert, d.h. mit „Männern“ ohne „territoriales Imperativ“) und die Emanzipation (die nichts anderes ist als Vermännlichung der Frauen) haben, zusammen mit der zunehmenden Mechanisierung bzw. Digitalisierung unseres Alltags, zu einer sexuellen Frustration geführt, die die Menschen an den Rand des kollektiven Wahnsinns bringt. Bei nichtigsten Anlässen werden sie sentimental, „fühlen sich betroffen“ oder flippen aggressiv aus. Und genauso wie im Faschismus handeln sie zwanghaft entgegen ihren eigenen Interessen.