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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

14. September 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

Liebe, Arbeit und Wissen und die Emotionelle Pest

24. Juli 2022

Liebe, Arbeit und Wissen sind wie ein „bioenergetisches Feuer“, d.h. orgonotische Erregung breitet sich aus. Ein Mensch steckt den anderen an.

Hier wird jeder, der auch nur Grundkenntnisse des Reichschen Werks besitzt sofort an die „Infektionskrankheit“ Emotionelle Pest denken, die sich ebenso ausbreitet. Was ist der Unterschied?

In der pornographischen Sexualität geht es, ähnlich wie bei Drogen, um den „schnellen Kick“, ohne daß die Menschen in ihrem Inneren berührt werden. Dieser Ersatzkontakt hat mehr mit oberflächlichen elektrischen Reizungen als tiefen orgonotischen Strömungen zu tun. Die letztere wird sogar explizit unterbunden, denn ansonsten könnte die Hure ihre Tätigkeit, ihre „Arbeit“ gar nicht verrichten.

Dort, wo man tatsächlich von Arbeit sprechen kann, etwa bei einer Krankenschwester, reduziert die Emotionelle Pest alles auf Oberflächlichkeit. Alles wird zu einem bloßen Job, den man ohne innere Anteilnahme erledigt. Die gegenseitige Verpflichtung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber reduziert sich auf den Austausch von „Anwesenheit“ gegen Geld. Das wird ganz offiziell durch „Volksvertreter“ vorexerziert, die „Sitzungsgelder“ einstreichen. Niemand ist wirklich bei der Sache. Niemand findet mehr Erfüllung in seiner sinnstiftenden Arbeit, sondern alles ist auf die billigen Kicks in der Freizeit ausgerichtet.

Wissen wird durch die Emotionelle Pest durch Propaganda ersetzt. Wie einst im Realsozialismus kann jeder Idiot, solange er nur die offizielle Parteilinie vertritt, dem Spezialisten in die Parade fahren. Allgemein wird Wissen auf bloße Information reduziert. Man denke nur an die heutige Medizinerausbildung, die den Arzt auf einen Mechaniker des Körpers reduziert: „Blutbild –> Medikament“. Auf den Menschen selbst wird nicht mehr eingegangen.

Liebe, Arbeit und Wissen hingegen beruhen auf einem organischen, bioenergetischen Spannungsaufbau, das Halten der Spannung und die erfüllende Entladung (Orgasmus, Arbeitsprodukt, „Heureka“). Genau das zeichnete Reichs Forschungstätigkeit aus: das vorurteilslose, d.h. nicht von der „Parteilinie“ bestimmte Beobachten der Natur, der eine Chance gegeben wird sich zu entfalten und ihre Geheimnisse preiszugeben. Die von der Rockefeller Foundation finanzierten Biologen in Oslo wußten sofort, worum es sich bei den Bionen handelte („Kontamination der Probe mit dem wohlbekannten Mikroorganismus xy“) und Einstein und seine Assistenten „kannten sich mit den thermodynamischen Gesetzen aus“. Die mechanistische Wissenschaft ist ein Ausdruck der Emotionellen Pest, bei der sich alles um den schnellen Fick dreht, um ja nicht am Orgon zu rühren.

Imgrunde geht es immer um wechselseitige Verpflichtungen, die Aufrechterhaltung bioenergetischer Spannung, sei dies in der Liebe, im Kreditwesen (dem Kern jeder Marktwirtschaft) oder im Eingehen auf die Natur. Es geht um den Kontakt (das Zusammenfließen von Erregung und Wahrnehmung) zwischen orgonotischen Systemen und letztendlich um den Kontakt des orgonotischen Systems mit dem ihn umgebenden Orgonozean. Die Emotionelle Pest kann diese Spannung nicht ertragen und schließt alles kurz: Ficken, Jobben, Brabbeln.

Zur aktuellen Abtreibungsdebatte

1. Juli 2022

Zunächst einmal: Niemand steht über dem Gesetz? Unsinn! ICH stehe über dem Gesetz, denn ganz allein ICH lasse mich beherrschen – oder eben auch nicht. Und das sagt jemand, der noch nie mit Vorsatz irgendein Gesetz gebrochen hat und dem es nicht im Traum einfallen würde, irgendjemanden wissentlich zu schaden. Vor allem würde ich niemals so unmenschlich handeln wie die Christen und Linken es alltäglich tun mit ihrer gottverfluchten „Ethik“, an der sie das Lebendige kreuzigen! Auch verbreite ich keine zutiefst faschistischen Appelle zur Selbstaufopferung.

Aber zum Thema: Die restlos amerikanisierte Kulturmischpoke regt sich über das Supreme Court der USA auf, als wenn das uns Deutsche auch nur einen feuchten Dreck angeht!

Aber – ich setz mich mal zum übelriechenden Gesindel: Zunächst einmal hat der Oberste Gerichtshof nicht in die Rechte der Bundesstaaten eingegriffen. In nur fünf Staaten der Union gab es ein „absolutes“ Abtreibungsverbot (dem sich jetzt tatsächlich immer mehr Staaten anschließen), was ziemlich bedeutungslos ist, da im Rest der Union die Abtreibung, mit einer gewissen Abstufung von Staat zu Staat, frei ist und zwar in einem Maße, d.h. bis an die Grenze zur tatsächlichen Kindstötung, die wir uns hier gar nicht vorstellen können.

Zweitens geht es nicht um Freiheit (Sex) gegen Verantwortung (Moral), sondern um Freiheit (Sex, das Hier und Jetzt) und Verantwortung (Liebe, Bindung, Blick in die Zukunft), was bedeutet, daß in der heutigen Zeit Verhütungsmittel zuverlässig sind und leicht zu bekommen sind, so daß „unverantwortlicher Sex“ in den meisten Fällen durch Drogen- und/oder Alkoholkonsum ausgelöst wird, oder durch sozialen Druck, oder durch eine Art „Sport“, oder durch infantile Sehnsucht, umarmt und gestreichelt zu werden, d.h. es ist ein bloßer Ersatz und sexualökonomisch vollkommen wertlos.

Drittens beruhen unsere Gesetze auf christlicher Mystik. „Mord ist Mord“ – was natürlich nicht stimmt. Es gibt Abstufungen. Ich weiß, daß dies eine faschistische und kommunistische Idee ist, aber jeder Arzt weiß, daß das Leben des Individuums unter bestimmten Bedingungen einen unterschiedlichen Wert hat. Man wird das Gesundheitssystem für millionen Bürger nicht ruinieren, um das Leben für eine winzig kleine Minderheit um ein paar schmerzreiche Jahre zu verlängern. Man wird eine 88-jährige Frau nicht retten, wenn eine 18-jährige Frau sterben wird, weil man sich stattdessen auf die Behandlung dieser alten Frau konzentriert. Dasselbe gilt für Embryonen. In den ersten Tagen oder sogar Wochen ist eine Abtreibung bedeutungslos, aber eine Spätabtreibung ist jenseits jeder Verhältnismäßigkeit. Das ganze Thema ist so verwirrend wegen unseres christlichen Erbes, das uns in Absolutheit, Schwarz gegen Weiß, Moral und „humanitärer Korrektheit“ gefangenhält, was dann auch noch als „Demokratie“ verbrämt wird.

Was die Bedeutungslosigkeit einer frühen Abtreibung betrifft zitiere ich meinen Aufsatz über Biologie:

Ontogenetisch folgt auf die unstrukturierte vorphylogenetische (okular, oral und anal) und die strukturierte phylogenetische (phallisch) die nachphylogenetische Entwicklungsstufe. Diese genitale Entwicklungsstufe ist dadurch gekennzeichnet, daß es erst hier zur eigentlichen Spezialisierung kommt, d.h. während der vorangehenden phallischen „Embryonalperiode“ (4.-8. Woche) strukturiert sich aus dem allgemeinen Grundmuster „Wirbeltier“ langsam die menschliche Gestalt, d.h. „im Alter von vier Wochen ist ein menschlicher Embryo kaum von irgendeinem anderen Wirbeltierembryo – Vogel, Reptil oder Säugetier – zu unterscheiden, mit sechs Wochen hingegen ähnelt er noch den übrigen Säugetierembryonen, und mit sieben Wochen nur noch den Embryonen anderer Primaten“ (…). Mit acht Wochen ist die „Organogenie“ abgeschlossen. Das Embryo ist vollständig integriert und man bezeichnet es als „Fetus“: der Mensch „ist da“ und braucht jetzt nur noch zu wachsen. Das tut er in der anschließenden genitalen Fetalperiode, während der zunächst das Längenwachstum und ab der 20. Schwangerschaftswoche die Gewichtszunahme im Vordergrund stehen.

Aber man kann weder mit rechten „verchristlichten“ Menschen diskutiere, d.h. „menschliches Leben relativieren“ noch gar mit dem eingangs erwähnten linken Abschaum.

Die Linke hat sich immer auf die Seite der Schwachen, der Arbeiter, der indigenen Völker, der Verdammten dieser Erde gestellt. Warum sind sie jetzt derartig davon besessen, die Schwächsten, die Ungeborenen, zu töten? Die Rechte hat sich nie um das „irdische“ Glück jener gekümmert, die dem Profit im Wege standen, die Arbeiter, die Ureinwohner. Warum stehen sie jetzt auf der Seite derjenigen, der Ungeborenen, die dem Kapitalismus wirklich nur im Wege stehen? Die Linke will immer alles staatlich regeln, nur jetzt soll eine grundlegende Schutzvorschrift, die das Ungeborene schützt, fallen und anarchische Freiheit herrschen? Die Rechten plädieren ständig für mehr Freiheit und den Rückzug des Staates, nur jetzt soll er sich plötzlich in unsere intimsten Angelegenheiten einmischen?

Hier stimmt doch etwas nicht! Genau, bei kaum einem anderen Thema werden die charakterstrukturellen Unterschiede der beiden politischen Lager, die Reich, Baker, Mathews und Konia freigelegt haben, evidenter. Demgegenüber zerstäuben alle Marxistischen („materialistischen“) und „geisteswissenschaftlichen“ Erklärungsversuche zu nichts!

Letztendlich geht es darum, daß die Rechte Sex haßt, weil Sex die Menschen gleich macht, d.h. er hat die Tendenz, die Schranken zwischen Rassen und Klassen niederzureißen. (Im Süden der USA gab es zwei Jahrhunderte kaum ein anderes Thema!) Sex schafft die klassenlose Gesellschaft. Die Linke hingegen haßt Sex, weil er die Menschen ungleich macht, d.h., er ist der ultimative „kapitalistische“ gar „faschistische“ Marktplatz, auf dem Sexappeal die Währung ist. Sex schafft eine Klassengesellschaft. Deshalb die Geschlechtsgleichschaltung („gender mainstreaming“), die aus uns allen lauwarme Kastraten machen soll in einer klassenlosen Gesellschaft, in der selbst die biologischen Geschlechtsunterschiede und damit der ach so destruktive Sex verschwindet.

Ja, auch die Orgonomie war einst extrem links. Reichs Sexpol vertrat im Wesentlichen zwei Utopien: 1) die Trennung von Sexualität und Ökonomie (Ehe, Kinderbetreuung, soziale Sicherheit usw.) und 2) die Trennung von Sex und Fortpflanzung. Beide Ziele wurden in alten matristischen Gesellschaften wie etwa den Trobriandern weitgehend verwirklicht. Das Patriarchat und das Christentum zerstörten beides durch Ehegesetze und die Verfolgung von „Hexen“. Und die ganze Scheiße dreht sich weiter. Dieses Schmierentheater im Irrenhaus „Planet Erde“ nennt sich dann „Geschichte“. Und zu den Empfindlichkeiten und ach so kostbaren „Gefühlen“ BEIDER lebensfeindlicher Seiten habe ich persönlich nur einen Kommentar übrig:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 4. Der Christusmord nach Matthäus / Matthäusevangelium (16,21-18,35) (Teil 1)

19. Mai 2022

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 4. Der Christusmord nach Matthäus / Matthäusevangelium (16,21-18,35) (Teil 1)

David Holbrook, M.D.: VERSCHIEBUNG / POLITIK UND INDIVIDUELLE PSYCHOLOGIE / DIE WAHRHEIT LEBEN / LIEBE UND WAHRHEIT / LIEBE UND ZORN / SADISMUS UND SEINE VERKLEIDUNGEN

4. Mai 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Verschiebung

Politik und individuelle Psychologie

Die Wahrheit leben

Liebe und Wahrheit

Liebe und Zorn

Sadismus und seine Verkleidungen

Orgonomie und Metaphysik (Teil 45)

12. März 2022

Zur Frage von Freiheit und Verantwortung schauen wir uns die Geschichte vom Garten Eden an. Gott pflanzt den Baum der Erkenntnis, verbietet den beiden Menschen aber von dessen Früchten zu essen. Warum hat er sie dergestalt in Versuchung geführt und damit deren Sündenfall fast unausweichlich gemacht? Weil man die Liebe nicht von der Gewährung freier Willensentscheidung und der Übernahme von Verantwortung trennen kann. Ohne diese Herausforderung, d.h. die reale Wahlmöglichkeit zwischen Gut und Böse, gäbe es keinen echten Willen und damit auch keine echte Liebe. Die Menschen wären nur „Bio-Roboter“, ohne Freiheit und Verantwortung, und Gott ein Sklavenhalter.

Heute habe ich am Eingang einer Drogerie eine Geldbörse voller Geld gefunden und sie der nächsten Kassiererin gegeben, damit sie sie der Person aushändigen kann, die das Portemonnaie verloren hat. Vielleicht habe ich damit das Leben dieser Kassiererin zerstört, weil sie gefeuert werden könnte, wenn sie, dergestalt in Versuchung geführt, die Geldbörse behalten, d.h. stehlen würde. Ich habe sie vor die freie Wahl über ihr Schicksal gestellt. Auf die gleiche Weise hat Gott die Menschheit zerstört oder besser gesagt, die Menschheit sich selbst zerstören lassen – weil er GUT ist.

Freiheit, Verantwortung und Liebe sind untrennbar miteinander verbunden – und zwar auf einer sehr tiefen Ebene, der „religiösen“. Das ganze Thema ist nicht von ungefähr auch untrennbar mit der Grundlage der Orgonomie verbunden: der orgonotischen Pulsation. Sympathikotonie, Angst, Panzerung ist nichts anderes als Kompression, Druck von außen, d.h. Angst (Enge!) und das Ausquetschen des Lebens aus dem Opfer. Das Kind kann nicht mehr frei atmen, sich nicht mehr frei bewegen und wird unfrei, verliert seinen „freien Willen“, panzert sich ab. Deshalb sagte A.S. Neill, nur Freiheit und Eigenverantwortung heilt. (Entsprechend bringen auf gesellschaftlicher Ebene Diktatur und Sozialismus rein gar nichts.)

Eine (normale) Frau liebt dich, wenn du dich verantwortungsvoll benimmst und trotz deiner körperlichen Überlegenheit ihre Freiheit respektierst, ihre Integrität und ihre unantastbare Würde. Das ist der einzige Weg, wie wir zu Gott zurückkehren können, der nichts anderes ist als Liebe und Respekt und die „Gewährung des freien Willens“. Ihr organismisches Orgonenergie-Feld weitet sich und sie ist erleichtert, glücklich, entspannt und „energetisiert“. „Willensfreiheit“ ist letztendlich eine Funktion der Sexualökonomie der Gesellschaft. Alles andere ist nur metaphysisches Geschwafel.

Die „Befreiung“, die Mystiker und Esoteriker durch diverse Psychotechniken erfahren, ist nichts anderes als eine künstlich hervorgerufene Expansion des Energiefeldes. Sie fühlen sich von ihrem Körper befreit, haben das Gefühl, daß ihr Energiefeld den gesamten Raum ausfüllt, in dem sie sich gerade befinden und haben schließlich ein ähnliches Empfinden, wie Leute, die etwa bei Operationen von „Nahtodeserlebnissen“ berichten. Dieser Zustand entspricht weitgehend der Manie bei bipolaren Patienten und psychotischen Phasen bei Schizophrenen. Das ganze ist natürlich keine echte, sondern eine Scheinexpansion. Reich sprach von „Ersatzkontakt.“

Reich zufolge geht das Bewußtsein auf die Erinnerung an bereits erfahrene Lust zurück. Nur durch die Erwartung zukünftiger Lust wird auch die Spannung und nicht nur die Entspannung lustvoll. Bei den auf orgastische Impotenz zurückgehenden „geistigen Lehren“, wo Spannung keine spätere Lust verspricht, dient das bewußte Streben einzig der Erhaltung von Entspannungszuständen: mechanisches Potential, „Todestrieb“, DOR. Das ist auch der Grund, warum die Lehren welche die Leidlosigkeit predigen, ein so großes Glücksgefühl hervorrufen, denn funktionell stehen sie weit mehr für dauernde Entspannung („Nirwana“) als die Orgonomie.

Orgonomie und Metaphysik (Teil 43)

9. März 2022

Triebtäter werden ständig von zwanghaften Vorstellungen heimgesucht, die bei bestimmten Anlässen ausgelebt werden, ohne daß sie noch der Willenskontrolle unterliegen, sie reiben sich die Augen und plötzlich liegt ein totes Kind oder eine tote Frau vor ihnen. Trotzdem sollte man diese Leute bestrafen, genauso wie man Leute bestrafen sollte, die Verbrechen im Alkoholrausch begehen, denn sie hatten die Pflicht psychiatrische Hilfe zu suchen bzw. das Trinken einzustellen: und für diese Unterlassung müssen sie genauso hart bestraft werden, wie für die eigentliche Tat, die sie im strengen („bewußten“) Sinne ja gar nicht getan haben.

Die Sache mit der Willensfreiheit bzw. deren Fehlen ist ein typischer Ausfluß der mechano-mystischen Lebensanschauung: der Geist ist frei (handelt durch voraussetzungsloser Intention), die Materie ist ein endloser Regreß in der Ursache-Folge-Verkettung. Was es hingegen tatsächlich gibt, jenseits dieses Mechano-Mystizismus, sind unterschiedliche Freiheitsgrade bzw. Freiheit nur in bestimmten Grenzen (orgonomischer Funktionalismus). Entsprechend gibt es keine absolute Willensfreiheit, wie es auch keine absolute Verantwortungslosigkeit gibt.

Hinzu kommt, daß man stets selbst Teil der Ursache-Folge-Kette ist. Man kann sich nicht „mystisch“ außerhalb der Welt stellen, indem man nach Art eines „materialistischen“ Türkenfatalismus sagt, „die Umstände“ und dergleichen seien schuld. Tut man das doch, dann erklärt man sich selbst zum Objekt und darf sich nicht wundern, wenn man als solches behandelt wird.

Gesetzt wir folgen der Willensfreit: Freiheit zeigt sich immer in der Setzung eines Bezugssystems oder, um mit Nietzsche zu reden, der Setzung einer Perspektive, inklusive eines Horizonts. Diese Setzung ist aber natürlich gleichzeitig eine Beschränkung der Freiheit, d.h. ich kann zwar ein Spiel erfinden, also Spielregeln definieren, muß mich dann aber auch an diese halten, damit das ganze überhaupt Sinn macht. Ohnehin ist die „willkürliche“ Setzung selbst nicht frei, denn sie folgt dem „Befehl“ des Lebens, d.h. es steht uns gar nicht frei, keine Grenzen für die Freiheit zu ziehen. Es steht nicht in unserem Ermessen nicht Beschränkungen vorzunehmen, denn deren Setzung konstituiert ja gerade unser Leben, das nichts anderes ist als „Pulsation innerhalb einer Membran“. Das Setzen ist der Vollzug des Lebens selbst: wir sind gezwungen frei zu sein, – indem wir Grenzen setzen.

Das ganze wird klarer, wenn wir es orgonometrisch formulieren. Der orgonometrische Gegensatz der Freiheit ist die Verantwortung und das gemeinsame Funktionsprinzip (CFP) dieser beiden Funktionen ist die Selbstregulierung.

Was das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung betrifft, so kann man es nicht von der gesellschaftlichen Atmosphäre trennen. Sowohl in gesunden als auch in autoritären Zeiten waren Freiheit und Verantwortung einfache (sich gegenseitig anziehende) Funktionen (wenn die Freiheit stärker wird, wird auch die Verantwortung stärker), während in Zeiten des sozialen Verfalls die beiden Funktionen antithetisch werden: die Freiheit frißt die Verantwortung und andersherum. Zum Beispiel zerstört die „Verantwortung in Zeiten von Corona“ jede Art von Freiheit, und der Eifer, frei von Corona zu sein, zerstört jede Verantwortung, Loyalität, Freundschaft und Liebe.

Die CFP von Freiheit und Verantwortung ist, wie gesagt, die Selbstregulierung. Diese Gleichung verkörpert das Wesen der Orgonometrie selbst: Ich habe die Freiheit, meinen Körper so frei zu bewegen, wie ich will – innerhalb der strengen Grenzen der Biomechanik und der Schwerkraft –, oder ich verletze mich, vielleicht tödlich. Es gibt niemals eine „absolute Freiheit“: das CFP schränkt alles ein. Letztlich ist man nur dann frei und handelt verantwortungsvoll, wenn man im Sinne von Max Stirner „Eigner seiner selbst“ ist: selbstbestimmt. Es gibt keine absolute Freiheit und keine absolute Verantwortung!

Paul Mathews: Besprechung THE CASE AGAINST PORNOGRAPHY von David Holbrook

27. Februar 2022

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Besprechung THE CASE AGAINST PORNOGRAPHY von David Holbrook

Paul Mathews: Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

21. Februar 2022

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Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

Orgonomie und Metaphysik (Teil 34)

17. Februar 2022

Ich kann dem üblichen hohlen Gerede über Gott und Liebe und Licht und Frieden und Gefühle und Herzen und positivem Denken, usw. nichts abgewinnen. Für mich ist derartige „Spiritualität“ dämonisch! Was mich abstößt, ist die antiautoritäre Willkür: „Die Wirklichkeit ist das, was ich sehe!“ Nein! Was du „siehst“, sind deine verzerrten Wahnvorstellungen und die Spiegelungen deiner eigenen Projektionen. „Spiritualität“ ist antiautoritär, denn genau das ist das Geheimnis von „Autorität in einer antiautoritären Gesellschaft“: jeder bastelt sich seine eigene Weltanschauung zurecht und schwafelt von seiner eigenen „Weltsicht“. Alles ist willkürlich, selbst das Geschlecht, die Logik, ob man Gesetze befolgt, und sogar neue Gesetze selbst, alles. Gerichtsverhandlungen sind heutzutage Comedy-Veranstaltungen! Die „Machthaber“, die vermeintlichen Autoritäten in Staat und sogenannter „Wissenschaft“, wie unsere jetzige Clownsregierung und ihre „Experten“, handeln völlig willkürlich wie einst Stalin, Hitler und Mao. Nichts ist logisch, objektiv, naturgesetzlich und naturrechtlich. Alles ist „Analena Baerbock“!

In dieser Spiritualität, etwa mit dem „Bestellen beim Universum“ und ähnlichem pseudo-esoterischen Schwachsinn, wird selbst „Gott“ zur Clownsfigur! Er handelt willkürlich, d.h. ohne Sinn und Verstand. Tricksterartig – wie Batmans Joker! Satan ist der ultimative antiautoritäre Trickbetrüger! Er ist die letztendliche Verkörperung der Emotionellen Pest: Wenn du dich verwirrt, schockiert, entfremdet fühlst, eingekreist von Absurdität und Willkür und dem schieren Wahnsinn, hat der Teufel seine Hand im Spiel. Die Philosophie des rebellischen Satans findet sich etwa in der Scientology verkörpert – oder jeder beliebigen anderen neuzeitlichen „Heilsbewegung“. Laut Satan ist die „Realität“ nichts Objektives, sondern nur etwas, dem wir nach eigenem Gusto zustimmen. Alles ist nur ein Spiel und jeder kann die Regeln willkürlich ändern. Das ist es, was dir in dieser Clownswelt widerfährt. Das ist das, was dir alltäglich in der antiautoritären Gesellschaft widerfährt. „Unspirituell“ wie du bist, ist für dich die Realität die Realität, Punkt, wohingegen die Jünger Satans vermeinen ihr eigenes Spiel spielen zu können. Aber dieses Universum ist kein Spiel, das Leben ist kein Spiel und die Liebe ist kein Spiel.

Antiautoritarismus ist eine Rebellion gegen Gottes Schöpfung und gegen die Liebe Gottes, die Liebe selbst. Diese Formulierung ist „kosmisch“, weil Gott Liebe ist und Mephistopheles das Nichts will. Und sie ist „alltäglich“: die Rebellion der Eltern gegen ihre Rolle, gefolgt von der endgültig verpeilten Rebellion ihrer Kinder gegen diesen Verrat von Seiten der pflichtvergessenen Pseudo-Autorität.

Ihr wollt „Metaphysik“? Hier und hier und hier habt Ihr sie!