Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 21)

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

ANHANG: Eigene Erfahrungen mit dem Orgon-Akkumulator

Seit Ende Januar 1977 benutze ich regelmäßig einen 4-schichtigen Orgon-Akkumulator zur Körperganzbestrahlung. Ich will über meine Eindrücke und Beobachtungen im folgenden kurz berichten. Ich möchte darauf hinweisen, daß die subjektiven Empfindungen sowie die objektiven Werte, z.B. die Veränderung der Körpertemperatur, bei Benutzung des Orgon-Akkumulators stark vom Individuum und dessen bioenergetischer Konstitution abhängen. Wenn also jemand selbst schon einige Male in einem Orgon-Akkumulator gesessen hat ohne meine hier geschilderten Erfahrungen bestätigen zu können, so widerlegt dies nicht die durch die Akkumulation der kosmischen Orgonenergie hervorgerufenen subjektiven Empfindungen, die als durch Suggestion bewirkt erscheinen könnten Der Kritiker, der selbst ohne positive Ergebnisse einen Akkumulator erprobt hat, wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, er habe die Flinte zu früh ins Korn geworfen. Reich weist mehrfach darauf hin, daß nur regelmäßige Benutzung über mehrere Monate hinweg zu einem kompetenten Urteil über den Orgon-Akkumulator befähigt.

Ein typisches Empfinden während der Akkumulator Bestrahlung ist das Auftreten eines Wärmegefühls, das einem Strömen von Wärme im eigenen Organismus entspricht Dieses Wärmeempfinden führe ich nicht auf die Temperatur im Akkumulatorinnern zurück. Messungen haben gezeigt, daß die Innenraumtemperatur nach einer halbstündigen Aufenthaltsdauer im Akkumulator im Durchschnitt ca. 25°C beträgt. Begibt man sich aber in einen auf die gleiche Temperatur aufgeheizten Raum, so entspricht das Wärmeempfinden keineswegs dem Wärmeempfinden im Orgon-Akkumulator, das sich verstärkt durch ein inneres Strömen kennzeichnet. Nach einigen Sitzungen, die im Mittel ca. eine halbe Stunde betrugen, spürte ich ein leichtes Kribbeln vor allem in den Händen und Armen, das sich bei Annäherung an die Akkumulatorwand verstärkte. Ebenso verstärkte sich gelegentlich auftretender Druck im Kopf, der aber nicht als Schmerz empfunden wurde, bei Annäherung an die Metallwand. Das Kribbeln, das ich zunächst an Händen und Armen verspürte, trat im Laufe der Zeit auch an den Beinen auf und erfaßte schließlich den ganzen Körper. Bemerkenswert ist, daß das Kribbeln pulsierend auftritt und wellenförmig den Organismus zu erfassen scheint. Gelegentlich kam es zu heftigen Schweißausbrüchen, ohne daß ich mich bewegt hätte oder die Innentemperatur den Schweißausbruch erklären könnte. Normalerweise kommt es nur zu geringer Schweißbildung, und das Gefühl zu schwitzen ist nicht vorhanden. Oft tritt im Akkumulator ein Wohl- oder Lustgefühl auf. Regelmäßig habe ich den Eindruck, „irgendwie“ aufgeladen zu werden. Ich fühle mich nach der Bestrahlung meist erfrischt. Seit Benutzung des Akkumulators habe ich das Gefühl, meine Träume intensiver als früher zu erleben.

Am Tag nach der sechsten Bestrahlung im Orgon-Akkumulator war mir schlecht, ich war (ohne vorherigen Alkoholgenuß) von starker Übelkeit und Kopfschmerz befallen. Ich dachte, meinen Zustand durch Orgonbestrahlung verbessern zu können. Aber das genaue Gegenteil war der Fall: mir wurde im Orgon-Akkumulator noch elender. Ich vermute, daß es sich hierbei um einen sogenannten anorgonotischen Zustand handelte, als Reaktion auf die Bestrahlung im Akkumulator und der damit verbundenen Orgonenergieaufladung. Mein Körper schien sich gegen den verstärkten Energiefluß zu wehren, sich zurückzuziehen. Interessant ist die Beobachtung, daß die Körpertemperatur bis zur sechsten Sitzung zweimal unverändert blieb, zweimal leicht gestiegen war und zweimal sogar abgenommen hatte. Während der sechsten Sitzung war meine Körpertemperatur zum ersten Mal um 0,5°C gestiegen, was nach orgonomischer Auffassung auf eine starke orgonotische Erregung der Körperzellen zurückzuführen ist. Im Anschluß an diese erstmalig objektiv meßbare Erregung trat der anorgonotische Zustand auf. Mein Befinden besserte sich schon nach einem Tage wieder und ich benutzte den Akkumulator weiter. Von nun an trat regelmäßig eine Erhöhung der Körpertemperatur auf, die je nach Wetter und Tageszeit der Akkumulatorbenutzung zwischen 0,1°C und 0,8°C schwankte. Die erhöhte Temperatur war bereits 15 Minuten nach Beginn der Bestrahlung feststellbar. Fünfzehn bis 30 Minuten nach der Bestrahlung hatte der Körper wieder dieselbe Temperatur wie vorher! Ich brach die Messungen der Körpertemperatur ab, als sich 20 Tage lang regelmäßig eine Erhöhung einstellte, da ich es als lästig empfand, ständig mit dem Fieberthermometer im Akkumulator zu sitzen. Ein Freund, der ebenfalls regelmäßig den Akkumulator benutzte, machte ähnliche Beobachtungen Auch er hatte nach ca. 9 Sitzungen einen (vermutlich) anorgonotischen Anfall, und bei ihm stellte sich auch von nun an eine regelmäßige Erhöhung der Körpertemperatur ein. Personen, die nur sporadisch den Orgon-Akkumulator benutzen, zeigten in der überwiegenden Mehrzahl keine Veränderungen in der Körpertemperatur. Es scheint, als müsse sich ein geschwächter Organismus erst mit Orgonenergie vollsaugen, bevor es zur vollen Erstrahlung kommt, die sich dann in einer Erhöhung der Körpertemperatur äußert.

Die meisten, die den Akkumulator ein oder mehrmals benutzten, bestätigten den Eindruck des Wärmeströmens, einige bestätigten auch das Prickeln in den Händen oder auch an anderen Körperteilen. Ich habe den Eindruck, daß viele Leute, die sich anfangs für den Orgon-Akkumulator interessierten, eine Scheu haben, den Akkumulator regelmäßig zu benutzen. Ich vermute, das liegt an der unbewußten Vorahnung (die eventuell von einer Kontraktion des Körperplasmas infolge einmaliger Orgonbestrahlung begleitet wird), daß die konsequente Auseinandersetzung mit der Orgonenergie unweigerlich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem eigenen Selbst, mit den eigenen Panzerungen und Ängsten, die man lieber verdrängen möchte, führt, was für neurotische Individuum durchaus schmerzlich und bitter sein kann, und daher von so vielen Individuen gemieden wird, um das neurotische Gleichgewicht nicht zu verlieren Die Auseinandersetzung mit dem Orgon-Akkumulator scheint die weit verbreitete Lustangst des Neurotikers zu aktivieren und stößt daher auf irrationale Ablehnung.

Ich nehme an, daß die Benutzung des Orgon-Akkumulators dazu beitrug, daß ich eine gewisse Sensibilität für Verspannungen der Muskulatur entwickelte. So merke ich deutlich, daß sich bei mir des öfteren im Nacken Verspannungen bilden; manchmal herrscht ein starken Druck in der Nackengegend, so als wenn Energie eingeschlossen wäre und eine innere Spannung hervorriefe. Diese Empfinden geht bei mir einher mit dem Gefühl, der Energiefluß sei gerade in der Nackengegend unterbrochen. Derartige Gefühle kannte ich vor Benutzung des Orgon-Akkumulators nicht.

Über die Heilwirkungen der im Orgon-Akkumulator konzentrierten Energie kann ich nicht viele Aussagen treffen, da ich selbst nicht an organischen Krankheiten leide. Experimente mit kranken Personen habe ich auf Grund mangelnder medizinischer Ausbildung selbstverständlich unterlassen. Werden körperliche Leiden mit dem Akkumulator zu heilen versucht, sollte man stets einen erfahrenen Arzt zur Kontrolle heranziehen möglichst auch jemanden, der über umfangreiche Kenntnisse in der Orgonomie verfügt.

Folgende Erfahrungen über Heilwirkungen halte ich für mitteilenswert:

  • Eine seit einigen Jahren alle ein bis zwei Jahre einmal auftretende Mandelentzündung stellte sich nach ca. 6 Wochen Akkumulatorbenutzung wieder ein. Mehrere Personen aus meiner Umgebung waren an einer Mandelentzündung erkrankt. Nach zwei Tagen war ich bereits wieder beschwerdefrei. Seitdem (März 1977) bin ich bis heute (September 1977) frei von Infektionen jeder Art. Erkältungen kommen meist nicht voll zum Ausbruch. In der Frage nach prophylaktischer Wirkung ist Beobachtung über einen längeren Zeitraum auf jeden Fall erforderlich.
  • Leichte Verbrennungen hinterließen nach Bestrahlungen nicht wie eigentlich erwartet die sonst üblichen Brandblasen, sondern hörten bald auf zu schmerzen und es bleiben keine äußerlichen Merkmale. Mit schwereren Verbrennungen habe ich keine Erfahrungen.
  • Wiederholt konnte ich Kopfschmerzen, die infolge von Überanstrengung (z.B. nach einer mehrstündigen Autofahrt bei gleißendem Sonnenlicht) auftraten, binnen weniger Minuten beheben.

Bei der Beobachtung der Lichtphänomene bin ich mir zu unsicher, als daß ich sichere Behauptungen aufstellen könnte. Hierzu stehen noch gezielte Versuche aus. Temperaturmessungen von Außenluft und Akkumulator-Innerem habe ich aus finanziellen Gründen nicht mit geeichten Thermometern durchführen können. Messungen mit ungeeichten Thermometern, die allerdings in gleicher Umgebung gleiche Temperaturen anzeigten, schienen die Reichschen Ergebnisse zu bestätigen. Ebenfalls aus finanziellen Gründen unterblieb die Messung mit dem Geiger-Müller-Zähler und mit Elektroskop.

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