Das Projekt „Children of the Future” des „Orgonomic Infant Research Center” (O.I.R.C.)
Schlagwörter: antiautoritäre Erziehung, autoritär, Bernd Laska, Children of the Future, das Unbewußte, Eheberatung, Eltern, Erziehung, Gesundheit, Habgier, Kinder, Lüsternheit, Menschheitsgeschichte, Neid, Neugeborene, OIRC, Orgonomic Infant Research Center, patriarchalisch, Perversionen, Sadismus, Säuglingsforschung, Sexualberatung
23. Dezember 2018 um 10:17 |
Der Mensch und die Menschheit wachsen aus dem Unbewußtsein ins Bewußtsein hinein, wobei viele erfahrenen und gelernten Dinge ins Unterbewußtsein verschoben werden und dort wirken. Die Arbeit von Freud und Reich ermöglicht uns heute mit den erwähnten drei Begriffen umzugehen, das ist eine sehr starke Leistung. Aber viele Menschen setzen das Unbewußte und das Bewußte gleich, was völlig falsch ist. Es ist ja auch nicht so, daß die Menschen wüssten, was das Bewußtsein ist. Und mit den zwei anderen anderen Begriffen verhält es sich ebenso. Meistens träumen wir in diese Begriffe irgendetwas hinein, was sich irgendwie richtig anfühlt.
Mich stört die unglaubliche Fixierung von Reich auf die Sexualität. Er scheint damit enorme Probleme gehabt zu haben. Ich meine, warum hat sich Reich nicht im gleichen Maß mit dem Wachsen und dem Denken und dem Arbeiten beschäftigt? Das sind doch unglaublich wichtige und interessante Themen, die mit dem Leben tatsächlich untrennbar verbunden sind. Hat sich Reich mit Motivation beschäftigt?
Motivation ist ein neutraler Begriff, der bis in eine unfassbare Tiefe hinein ausgearbeitet werden kann. Zusammen mit der richtigen Motivation des Menschen gedeiht alles oder verdirbt alles.
23. Dezember 2018 um 15:12 |
Ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass du sein Gesamtwerk kennst. Sonst würdest du gar keine Fixierung sehen, sondern einen Naturwissenschaftler, der sich mit unendlich vielen Themen auseinandersetzte. Dass die Sexualität eine Grundlage für Geisteskrankheiten und Biopathien darstellt, kannst du ihm ja schlecht vorwerfen, wenn es wirklich so ist.
Motivation ist schlicht mit einer Stauungsneurose schwer zu generieren. Das Problem würde sich bei orgastischer Potenz gar nicht stellen, weil der biologische Kern die Motivation produziert.
24. Dezember 2018 um 02:06 |
@Robert: vor einigen Jahren habe ich die Bücher von Reich zusammengekauft, die ich finden konnte, aber ich kann sie nicht lesen, sie stehen in der Ecke. Ich lese hier ein wenig mit und es dreht mir oft die Zehennägel auf. Ich erkenne voll an, daß Reich wichtige Dinge entdeckt hat und darum herum allerhand Forschungen durchgeführt hat. Beim Mitlesen und Durchstöbern im Internet und beim Nachdenken und Nachfühlen oder Nachempfinden, hat sich in mir ein seltsames Gefühl zu dieser Arbeit entfaltet. Ich fühle, empfinde und denke über einige Dinge eben anders und ich finde, das ist in Ordnung so.
23. Dezember 2018 um 15:45 |
Den inneren Schweinehund zu überwinden, ist gleichbedeutend mit der Überwindung der Panzerung. Ich verweise auf die Stelle in Peter Reichs Der Traumvater (München 1975, S. 28f), wo Reich am Beispiel einer Filmszene mit John Wayne kritisch die übliche Auffassung von „Motivation“ beleuchtet:
24. Dezember 2018 um 02:28 |
@Peter: in dem sehr interessanten Textauszug geht es eigentlich nicht um Motivation, sondern um Gegenüberstellung von der Anwendung einer mechanistischen Willensanstrengung und dem Ideal einer natürlichen Willensentfaltung. Wir finden einige Beispiele davon im Neuen Testament der Bibel. Ich möchte nun fragen, konnte Reich das Ideal in die Praxis umsetzen? Vielleicht kennen Sie ein Beispiel. Was sagt man einem Gelähmten? Bemühe Dich darum wahrhaftig Liebe zu schenken und wahrhaftig freundlich zu sein? Entspanne Dich und steh auf und gehe heim. Wir bzw. ich komme hier an gewisse Grenzen wo ich in Gefahr komme zum lächerlichen Schwaller zu werden. Dinge sagen oder schreiben, die ich noch nicht wirklich verstehe und begreife. ich weiß, da ist etwas sehr wichtiges, es liegt sozusagen direkt vor meinen Augen und Ohren, aber irgendwie stehe ich noch gewaltig neben der Spur.
24. Dezember 2018 um 14:02 |
Alles dreht sich bei Reich um die Hingabe bzw. die Angst davor: Orgasmusangst (DIE FUNKTION DES ORGASMUS), die Angst zu terfallen (das Kapitel über die schizophrene Spaltung in der CHARAKTERANALYSE), die Fallangst (DER KREBS).
Siehe auch die „natürliche Arbeitsgedmokratie“ und das Cloudbusting: Secundum naturam.
24. Dezember 2018 um 17:54 |
Ja, die „Angst“ vor dem totalen Orgasmus. Ich muß lachen, denn auch ich beherrsche den ganz und gar nicht. Aber ich habe ungefähr eine Ahnung um was es hier wahrhaftig geht. Eine sehr heilige Angelegenheit. Um diese heilige Angelegenheit voll ausleben zu können, müssen viele Systeme des Menschen sehr rein sein. Das hat mit dem Christentum wie wir es hier erzählt bekommen haben, nur noch in Spuren zu tun. Mich würde nun noch interessieren, wem oder was sich Reich hingeben möchte.