Posts Tagged ‘Gesundheit’

Alter, naive Medizin! (Teil 5)

20. Juni 2021

Die orgonomische Vorstellung von „Gesundheit“ ist offensichtlich absurd! Nehmen wir etwa das, was Federico Navarro in seinem zweibändigen, ähhh, Werk Die sieben Stufen der Gesundheit (Frankfurt 1986) über Haarausfall bei Männern gesagt hat: es sei (logisch!) Folge von okularer Panzerung… 🙂

Aber im Ernst: hier zeichnet sich ein wahrhafter Terror ab, der die gesamte Orgonomie ad absurdum führt. Will sagen, wenn man derartige Maßstäbe an den Menschen legt, wie der verpeilte „Vegetotherapeut“ Dr. Navarro, dann können wir das Konzept „Gesundheit“ gleich ganz vergessen, denn es ist offensichtlich nichts anderes als eine ideologische Chimäre, die letztendlich der Ausübung faschistischer Macht dient, indem jeder und jede „entlarvt“ wird. „Schütteres Haar?“ „Wußte ich’s doch!!!

Im funktionellen Denken, das frei ist von den krankhaften Absolutheiten des mechanistischen und mystischen (d.h. gepanzerten) Denkens, treten derartige Probleme nicht auf.

So, was soll das sein, „funktionelles Denken“?!

Erst einmal denken wir nicht in Absolutheiten wie „krank“ und „gesund“! Niemand und nichts ist „absolut krank“ bzw. „absolut gesund“!

Das wird deutlich, wenn man konkrete Beispiele nimmt.

Gesundheit hat offensichtlich etwas, mit einem „ungepanzerten“, d.h. beweglichen Körper zu tun. Trotzdem kann ein Ballettänzer, an dessen Bewegungsabläufen nichts auszusetzen ist, hochneurotisch sein. Aber, und das ist entscheidend, ein verfettetes Couchpotato kann unter wie auch immer gearteten Umständen kein genitaler Charakter sein.

Jemand, der Sex bis zum Abwinken hat und dabei, nach eigener Einschätzung, vollkommen befriedigt ist, kann hochneurotisch sein. Ein zölibatär lebender Mensch kann jedoch unter keinen Umständen ein genitaler Charakter sein.

Ein „großer Denker“, etwa ein bekannter Philosoph, kann ein neurotisches Wrack sein. Aber jemand der, unabhängig vom IQ, Dinge nie zuende denkt und ständig an den Fragen vorbeiargumentiert, kann unmöglich ein genitaler Charakter sein.

Diese Beispiele mögen genügen. Was ist also „Gesundheit“, d.h. „orgastische Potenz“?! Schauen wir uns dazu folgendes Diagramm an:

Je weiter sich die Schenkel nach rechts hin spreizen, desto mehr Raum ist für „die bunte Welt der Neurose“. Hier ist wirklich Raum für alles.

Beispielsweise kann ein schizophrener Mensch zeitweise vollkommen freie Augen haben, während sie zu anderen Zeiten vollständig gepanzert sind.

Ein Mensch wie Richard Wagner kann großartige Kunst schaffen und gleichzeitig an einem Traktat arbeiten, das den Holocaust mit vorbereitet hat.

Jemand wie Lenin kann in vieler Hinsicht die Orgonometrie wie kein anderer vorweggenommen haben und gleichzeitig den GULAG begründet haben.

Jemand kann der netteste Arbeitskollege sein, den man sich überhaupt vorstellen kann, und sich abends sadistische Kinderpornos anschauen.

Je weiter wir aber nach links zurückgehen, d.h. in Richtung des Gemeinsamen Funktionsprinzips alles Lebendigen, desto eingeschränkter wird die Variation.

„Nach links“ verweist in Richtung der Gesundheit, die viele Dinge ausschließt, während „nach rechts“ in Richtung Krankheit verweist, die so gut wie alles einschließt.

Dazu muß man wissen, daß es buchstäblich keine einzige neurotische Äußerung gibt, wie bizarr sie auch immer sei (etwa die Untaten kannibalistischer Sexualmörder), die nicht als eine bloße Übertreibung eines primären, vollkommen natürlichen und gesunden Antriebes entlarvt werden könnte. „Ich habe dich zum Fressen gern!“

Wenn man die Orgonomie wirklich verstanden hat, dann sind faschistische Fehldeutungen von Gesundheit und Krankheit ausgeschlossen.

Alter, naive Medizin! (Teil 1)

12. Juni 2021

In der Juni-Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts ist ein sehr interessanter Artikel über Ästhetische Medizin erschienen. „Schöner nach Corona“ führt aus, daß die aufgezwungene soziale Kontaktlosigkeit (Maskenpflicht, Abstandhalten, virtuelle Arbeitsplätze) mit einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach ästhetisch-chirurgischen Eingriffen einherging, womit ein sich seit Jahren abzeichnender Trend nochmal dramatisch verstärkt wurde.

Henriette Krug und Debora Frommeld führen weiter aus, daß mit der fortschreitenden Entwicklung der „Wunscherfüllenden Medizin“, das Grundverständnis von Medizin als einer auf den kranken Menschen ausgerichteten Disziplin in Frage gestellt wird.

Das ist ein absolut bemerkenswerter Satz, denn mit dem sich abzeichnenden Paradigmenwechsel ist genau das angeschnitten, was das Grundverständnis aller alternativen Medizin, einschließlich der orgonomischen Medizin, ist: der Fokus wird nicht auf die Pathologie gelegt, sondern auf die inhärente Gesundheit, die Aktivierung der verschütteten Selbstregulation des Menschen, d.h. seines bioenergetischen Kerns.

Doch leider geht die „Wunscherfüllende Medizin“ genau in die entgegengesetzte Richtung, denn, wie es in dem Artikel heißt, ist heutzutage das „universelle Glücksversprechen“ die Schönheit im Sinne willkürlicher sozialer Akzeptanz statt naturgemäßer, bioenergetischer Gesetzmäßigkeiten. In orgonomischer Begrifflichkeit: es dreht sich alles um die Fassade. Oder wie Krug und Frommeld es ausdrücken: es geht um den Versuch, „daß ein schönes Äußeres neben dem subjektiven Wohlbefinden die eigenen Möglichkeiten im privaten wie beruflichen Kontext verbessern kann“. Es geht also letztendlich um Fremdbestimmung unter dem Stichwort „Body Shaping“, sozusagen eine Fortführung der Charakterformation durch die Gesellschaft. Die Charakterbildung, die mit der Geburt begann – mit den Eltern als Agenten einer gepanzerten Gesellschaft, deren verborgenes Hauptanliegen es ist Selbstregulation auszumerzen.

Und, wie gesagt, das ganze verläuft unter dem geradezu diabolisch verlogenen Versprechen von „Selbstentfaltung“, „Persönlichkeitsentwicklung“ und „Gesundheit“. (Gewisserweise wird sogar vorgegeben „Orgontherapie“ zu sein: Stichwort Body Shaping!)

Hier geht es nicht nur allgemein um Panzerung, sondern speziell um okulare Panzerung, die die zunehmend unwirklich werdende „digitalisierte“ Welt ständig verschlimmert wird. Das geht zwangsläufig mit paranoiden Störungen einher, insbesondere dem Gefühl ständig beobachtet, bewertet und überwacht zu werden. Kein Wunder, daß dann praktisch niemand mehr mit seinem natürlichen Äußeren zufrieden ist!

Aber zurück zum Artikel, wo es weiter heißt:

Dabei steht in unserer „Bildergesellschaft“ via Internet und insbesondere Social Media eine Fülle von Schönheitsidealen omnipräsent und niederschwellig zur Verfügung, die als Vergleichsschablonen fungieren und Normvorstellungen prägen. Wenn das eigene Erscheinungsbild dem Abgleich mit diesen digitalen, oft optimierten medialen Inszenierungen nicht standhält, können negative Assoziationen und Optimierungsgedanken die Folge sein.

Das ganze wurde nun verstärkt, weil corona-bedingt die realen sozialen Kontakte (die immer zu einer bioenergetischen „Kern-Erregung“ führen und uns in der Rationalität verankern) abnehmen und die Menschen stattdessen mehr Zeit in der „virtuellen Welt“ verbringen, die sie immer mehr vom bioenegetischen Kern losreißt und in eine, wenn man so will, „fassadäre Scheinwelt“ führt. Hinzu kommt, daß durch das Home Office die durchaus rationale soziale Kontrolle und das Schamgefühl wegbricht, denn schönheitschirurgische Eingriffe fallen einfacher, wenn sie unbemerkt vom beruflichen Umfeld erfolgen. Wenn man das zuende denkt, macht dies das ganze noch absurder, denn letztendlich ist die neue (vermeintliche) Schönheit doch nur etwas für den – Spiegel! In ihm vermeinen wir unser „wahres Selbst“ zu entdecken und mit uns selbst, d.h. mit dem bioenergetischen Kern, in Kontakt zu kommen, doch realiter verlieren wir uns dergestalt vollends.

Der Mensch wird buchstäblich zu einem Teil der Digitalisierung:

  1. reduziert er sich auf ein zweidimensionales „Image“,
  2. verschiebt sich alles von den Emotionen (die von innen kommen) auf Sensationen (Empfindungen) und Eindrücke (die von außen kommen) und
  3. wird er immer mehr vom gesellschaftlichen Produktionsprozeß abgeschnitten: alles ist nur noch Marketing (ein Image nach außen projizieren) und Verwaltung (das Verarbeiten von Eindrücken).

Selbst die Medizin dient zunehmend der bloßen Fassade! Und die Patienten glauben tatsächlich, daß sie endlich vom Arzt als das „gesehen werden, was sie wirklich sind“… Von „Gender Dysphoria“ und dem Glücksversprechen, das mit dem Geschlechtswechsel (d.h. der Kastration) einhergeht, will ich gar nicht erst anfangen… Oder davon, was am logischen (funktionellen) Ende dieser Entwicklung steht: der Cyborg bzw. das Verschmelzen mit dem Computer.

Am Ende sei noch die Gegenwahrheit zu diesem Text erwähnt: die enge Verbindung von Fassade und bioenergetischem Kern. Darauf beruht die gesamte Orgonomie außerhalb des Labors und außerhalb des Behandlungsraumes. Über die Medien, etwa das Journal of Orgonomy, kann sie nur die Fassade, den Verstand, ansprechen. Auf der engen Beziehung von Fassade und Kern beruhen auch einfache Mechanismen wie der, daß, wenn man sich zum Lächeln zwingt („Keep smiling!“), man sich automatisch tatsächlich („bioenergetisch“) besser fühlt. Auf ähnliches hoffen Menschen nach Schönheitsoperationen! Und schließlich ist da der mystische Aspekt (der uns zu Teil 2 bringt): buddhistisches, jainistisches oder hinduistisches Tantra führt durch die Identifikation mit dem Buddha, dem Bodhisattwa oder der Gottheit („Mudra, Mantra, Yantra“) zum Buddhatum (etc.). Du wirst zur Maske, die du aufsetzt. Das ist eine der Grundlagen des „Götzenanbetertums“, das die Bibel so sehr beklagt – und das im Christentum mit all den Jesus-, Madonnen- und Heiligendarstellungen fröhlich Urstand gefeiert hat. In diesem Zusammenhang möchte ich nur die funktionelle Bedeutung des Ichideals im Zusammenhang mit dem genitalen Charakter erwähnt haben, den Reich in Christusmord beschreibt.

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

Die Wirtschaft ist das Lebensblut der Nation

20. Oktober 2020


Corona ist gesellschaftlicher Krebs.

Die Wirtschaft ist das Lebensblut der Nation

Das Eindringen der Emotionellen Pest in die Psychiatrie

13. Oktober 2020


Der Ansturm der Psychofatzkes.

Das Eindringen der Emotionellen Pest in die Psychiatrie

David Holbrook, M.D.: BIOPHYSISCHE KONSERVATIVE VERSUS UMWELTKONSERVATIVE: DIE SCHIZOPHRENE SPALTUNG IM VERGLEICH ZU ANDEREN FORMEN VON KONTAKTLOSIGKEIT / BIOLOGIE, PSYCHOLOGIE UND POLITISCHE ORIENTIERUNG / SIND KONSERVATIVE DUMM? / SIND LINKS UND RECHTS FUNKTIONEN DER NATUR?

17. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Biophysische Konservative versus Umweltkonservative: die schizophrene Spaltung im Vergleich zu anderen Formen von Kontaktlosigkeit

 

Biologie, Psychologie und politische Orientierung

 

Sind Konservative dumm?

 

Sind Links und Rechts Funktionen der Natur?

 

nachrichtenbrief160

5. Juli 2020

Der rechte Blick auf DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 10)

11. April 2020

Es ist verachtenswert ein „Revolutionär“ oder „Rebell“ zu sein, denn altes einzureißen ist schnell und einfach gemacht. Und was macht das Gesindel dann? Es bedarf unendlicher Anstrengung und Disziplin ein Konstruktor zu sein. Es bedarf all der Tugenden, die den Revolutionären und Rebellen abgeht. Entsprechend konnte Friedrich von Hayek den Untergang der UdSSR wirklich exakt vorhersagen: 70 Jahre, also zwei Generationen, in denen all die Investitionen und Immobilien, die die Kapitalisten errichtet hatten, verrottet bzw. hoffnungslos überaltert sind. Es gibt keinen „sozialistischen Aufbau“!

Wer sind heute unsere „ideologischen“ TODfeinde? Alle die, die den „Dekonstruktionisten“ Althusser, Deleuze, Foucault, Lacan etc. folgen in ihrem Kampf gegen Gesetz, Ordnung, Wissenschaft und die Wahrheit selbst. Dinge, die nur die bürgerlichen Machtverhältnisse verschleiern würden, die ihrerseits immer neue Katastrophen gebierten. Obwohl gerade zu Hochzeiten der besagten „Intellektuellen“, unter deren Augen und in deren unmittelbaren Umgebung (Paris), mit Pol Pot, Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, einer der größten Völkermorde der Menschheitsgeschichte zum Anlauf ansetzte (Roger Scruton: How to be a Conservative, Bloomsbury 2015, S. 5).

Andererseits, die Orgonomie kann gar nicht konservativ sein, weil es keinen Weg zurück gibt. Wie nicht zuletzt die verbrecherischen Körperpsychotherapien zeigen. Wenn erst einmal die Panzerung in Bewegung geraten ist, stehen nur drei Wege offen: Entweder es kommt zum kompletten chaotischen Zerfall oder es kommt zu einer noch weitaus verhärteteren reaktiven Panzerung, die die ursprüngliche in den Schatten stellt. Die dritte Alternative eröffnet einzig und allein eine korrekt durchgeführte Orgontherapie: die Beseitigung der Panzerung, orgastische Potenz.

Die „Dekonstruktion“, insbesondere die der Sexualmoral, führte zu einer Unterminierung der gesellschaftlichen Panzerung, die durch kein „Zurück“ mehr aufgefangen werden kann. Es wäre nicht mal sonderlich erstrebenswert, denn die vermeintlich „guten alten Zeiten“ waren alles andere als gut. Es ist so wie mit den alten Hamburger Arbeiterbezirken, die durch den „antifaschistischen“ Bombenterror der Alliierten ausgebrannt wurden. Wie meine Mutter mal sagte: sie wirkten nur solange malerisch, wie man nicht drin wohnen mußte! Nur ein weltfremder Idiot sehnt sich nach der „guten alten Zeit“ zurück!

Die Orgonomie ist in dem Sinne konservativ, als sie glaubt, daß es die Arbeitsdemokratie und das „Gute, Wahre und Schöne“ (die Gesundheit in Gestalt der gesellschaftlichen Ideale) schon immer untergründig gegeben hat und daß man sich daran halten muß, um eine neue Gesellschaft aufzubauen, die gar nicht so „neu“ sein wird. Tatsächlich wird sich so gut wie nichts verändern, genauso wie sich ein gesundes Individuum, das endlich sein Ichideal lebt, kaum verändert haben wird. Imgrunde bleibt alles beim Alten, außer das eben die Ideale mehr sein werden als bloße Träume (der Kontakt zum Kern ist hergestellt) – und, fast genauso wichtig: die Emotionelle Pest in Gestalt der linken Destruktoren wird radikal ausgemerzt sein.

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

nachrichtenbrief139

8. November 2019