Posts Tagged ‘Erziehung’

Das Aufkommen des Psychopathen (Teil 13)

13. Mai 2021

von Dr. med. Dr. phil. Barbara G. Koopman

Ein eher kontroverses Gebiet ist die Frage der Nacktheit von Erwachsenen. Meine persönliche Meinung, basierend auf den Beschwerden und Fantasien von Kinderpatienten im Laufe der Jahre, ist, dass auch dies eine Erregung erzeugt, die zu viel für die Energiekapazität des Kindes ist. Ich hatte erhebliche Schwierigkeiten mit verführerischen, hysterischen Müttern mit unbewussten exhibitionistischen Tendenzen, die darauf beharren, sich nackt oder leicht bekleidet vor ihren Söhnen zu zeigen. Sie beteuern, dass das alles „natürlich“ sei und haben keine Einsicht in ihre eigene unbewusste Motivation oder die daraus resultierenden neurotischen Symptome der Kinder. Ich weiß nicht, wie schädlich die Nacktheit von Erwachsenen in einer vollkommen gesunden Gesellschaft von ungepanzerten Eltern und Kindern wäre; vielleicht wäre sie bei einer geordneten Libidoökonomie ganz natürlich und harmlos und diese Verhaltensweisen wären wirklich unbedenklich. Es mag von Interesse sein, dass die Trobriander (die nach Reichs Ansicht eine der sexuellen Gesundheit nahestehende Gesellschaft verkörperten) Nacktheit nicht ermutigten, es sei denn, es gibt einen funktionellen Grund dafür, wie etwa das Baden (5). Auch bei den Trobriand-Insulanern wurde die Privatsphäre im Zusammenhang mit Körperpflege peinlich genau eingehalten. Ich glaube, dies ist ein weiterer Bereich, in dem unsere fehlgeleiteten Modernisten schmerzlich sündigen.

Die oben genannten neurotischen Praktiken stehen in scharfem Kontrast zu den Grundprinzipien der Selbstregulierung, deren Eckpfeiler das Recht von Kindern und Jugendlichen auf ein gesundes, altersgerechtes Sexualleben ist. Unter solchen Verhältnissen unterdrückt man den Sexualtrieb bei Kindern nicht: Stauung und Panzerung entstehen nicht; der ödipale Wunsch bleibt uninteressant und ohne Verlangen; die Energie kann frei über bestmögliche entwicklungsbedingte Wege in Richtung der Reifung des Ichs, der Kreativität und der Fähigkeit zu guten Objektbeziehungen fließen.

In einer gepanzerten Gesellschaft ist die Situation selbst bei einfühlsamen Eltern nicht so einfach. Gepanzerte Eltern neigen dazu, gepanzerte Kinder zu produzieren. Dies ist wahrscheinlich auf die unbewussten Einstellungen der Eltern zurückzuführen, über die sie keine Kontrolle haben und die sich wiederum nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch in ihren Energiefeldern widerspiegeln. Letztere werden in den Bereichen der Panzerung unweigerlich geschwächt und geschrumpft sein. Das Feld des Kindes, das über einen langen Zeitraum mit den elterlichen Feldern in Resonanz steht, spürt zweifellos die Bereiche der Kontraktion und kann sich in den korrespondierenden Bereichen seines eigenen Feldes zusammenziehen. Ich habe dies sogar bei kleinen Babys mit sehr wohlmeinenden Eltern gesehen. Dennoch sagt mir mein Gefühl, dass die Erziehung der Eltern zu einer gesunden Kindererziehung dazu beitragen kann, eine Generation hervorzubringen, die weniger gepanzert ist als ihre Vorfahren, und so weiter, bis eine relativ gesunde Gesellschaft entsteht, die auf sexualökonomischen Prinzipien beruht.

Literatur

5. Malinowski, B.: The Sexual Life of Savages. New York: Harcourt, Brace & WorId, 1929

[Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 40-58.
Übersetzt von Robert Hase]

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

Paul Mathews: Über Jugendliche an öffentlichen weiterführenden Schulen (Teil 2)

16. Oktober 2020

 

Paul Mathews: Über Jugendliche an öffentlichen weiterführenden Schulen

 

Paul Mathews: Über Jugendliche an öffentlichen weiterführenden Schulen (Teil 1)

14. Oktober 2020

 

Paul Mathews: Über Jugendliche an öffentlichen weiterführenden Schulen

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Reich, Rambo und Eden

17. September 2020

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Reich, Rambo und Eden

David Holbrook, M.D.: ÜBER DAS VATERSEIN UND „AUTORITÄT“

11. Juli 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über das Vatersein und „Autorität“

 

„Die Kommis kommen!“

11. Oktober 2019


Unsere kommunistische Lehrerschaft:

„Die Kommis kommen!“

Kommunismus-Indoktrination an Schulen (Teil 1: Massenpsychologie)

27. Juni 2019

Schon seit Anfang der 1970er Jahre, also mittlerweile seit fast einem halben Jahrhundert, wird das deutsche Mädel und der deutsche Bub an den Schulen einer ständigen Rotbestrahlung ausgesetzt. Das geschieht auf drei Ebenen mit einer Methode, die geradezu als „charakteranalytisch“ imponiert.

  1. In der obersten Schicht, der Schicht der Meinungen, Einstellungen, ideologischer Versatzstücke, wird den Kindern der übliche kommunistische Sermon eingetrichtert. Beispielsweise im Geschichtsunterricht geht es AUSSCHLIESSLICH (sic!) um „Widerstand“ und Revolutionen, also Klassenkampf. Im Deutschunterricht um Brecht, Böll und Grass. Im Biologieunterricht um die systematische Ausmerzung jedweden christlichen Empfindens und seine Ersetzung durch eine neo-heidnische GRÜNE Agenda.
  2. Auf einer tieferen Ebene, der Ebene unserer intellektuellen Werkzeuge, sozusagen der „Muskulatur des Geistes“, wird durch strenge Sprachregelungen (Political Correctness) verhindert, daß die Schüler eine andere Welt überhaupt noch konzeptualisieren können. Das überschreitet bloße Denkverbote – es überschreitet sie hin zur Unfähigkeit überhaupt denken zu können. Hierher gehört auf diffizile Weise auch die Rechtschreibreform.
  3. Schließlich wird der bioenergetische Kern selbst angegriffen. Ohne Gemeinschaft ist der Mensch nicht überlebensfähig. Je jünger der Mensch ist, desto radikaler trifft dieses Diktum zu. Der letzte Schritt zur Durchsetzung des Kommunismus beinhaltet daher zwei Schritte, die sich nur auf den ersten Blick widersprechen: Kollektivismus und Vereinzelung. Der Kollektivismus wird durchgesetzt, indem man den wichtigsten biologischen Grundimpuls unterdrückt, den Wettstreit. Von Anfang an tun wir alles, um die Besten, Stärksten und Attraktivsten zu sein. Die moderne Lehrerschaft jedoch tut alles, um den Agon im Keim zu ersticken, „damit sich die Verlierer nicht schlecht fühlen“. Man will eine homogene „kommunistische“ Masse. Aus dem gleichen Grund verhindert man auch das schlechthin Böse in den Augen jedweder kommunistischer Gesellschaft: die „Fraktionsbildung“. Es soll keine besten Freunde und keine Cliquen mehr geben, „damit sich niemand zurückgesetzt fühlt“. Es soll nur einen Einheitsbrei aus im wahrsten Sinne „kontaktlosen“ Atomen geben, keine „Moleküle“ und „Strukturen“. Es soll keine Selbstorganisation geben oder mit anderen Worten keine gesellschaftliche Selbstregulierung.

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 5)

22. Februar 2019

Die orgonomische Psychologin Virginia Whitener hat die Erziehungspraxis in Zeiten des gesellschaftlichen Zerfalls wie folgt zusammengefaßt:

Ohne Konsequenz und das Setzen von Grenzen fürchtet und mißtraut ein Kind seinen eigenen Gefühlen. Bei ihm steigt die Angst, wenn die Erwachsenen nicht die Kontrolle haben. Werden Kinder zu sehr verwöhnt, nehmen sie einen Mangel an Kraft bei ihren Eltern wahr. Das ängstliche Gefühl durchdringt alles, das Kind fühlt sich unsicher. Wenn die Eltern Grenzen setzen und sich daran halten, ist es frei, seine eigenen Gefühle, Angst oder Wut, auszudrücken und hat dabei den Trost, daß die Eltern seine Gefühle tolerieren können. Das Kind läßt Wut und Schmerz aus sich heraus, findet Erleichterung und lernt, Gefühle zu tolerieren und nicht zu fürchten, einschließlich der Wut über seine Eltern. Wenn Mama und Papa eine unparteiische Haltung gegenüber unangenehmen Gefühlen zeigen, d.h. sie als Teil des Lebens betrachten, mit dem sie umgehen können, ist den Kindern auf zweifache Weise geholfen. Wenn die Eltern den irrationalen Forderungen ihrer Kinder nicht nachgeben, um Gefühlsausbrüche zu vermeiden, nicht die emotionalen Eruptionen ihrer Kinder fördern bzw. sich nicht über die Maßen an diesen beteiligen und die Kinder nicht zu Gefühlsäußerungen drängen oder diese bestrafen, helfen sie ihnen, den Kontakt zu deren eigenen Gefühlen aufrechtzuerhalten. Die Kinder können dann, abhängig von ihrem Alter, in Streßsituationen die zunehmende Fähigkeit für Gefühlsausdruck und rationales Denken entwickeln. Natürlich muß im Sinne der Sicherheit des Kindes und anderer Personen destruktives Verhalten gestoppt werden, damit das Kind Respekt vor sich selbst und anderen lernen kann und es sich sicher fühlen kann, wenn es darum geht Gefühle auszudrücken. Die Kontrolle, die Weitsicht und der Reifegrad des Kindes sind noch nicht vollständig entwickelt und werden mit fortschreitender Entwicklung im Laufe der Jahre zunehmen. Widersprüchliche Emotionen und Impulse bei den Eltern fördern Verwirrung und das Ausagieren. („Changes in Parenting with Progress in Therapy“, The Journal of Orgonomy, Vol. 50,1)

Läßt man Kindern alles durchgehen, erhält man keine selbstbewußten Nachkommen, sondern welche, die ständig zwischen substanzloser Anmaßung und Unsicherheit changieren, zwischen Rebellion und rückgratloser Anpassung. Ein schönes Beispiel sind Muttis Sturmtruppen, die „Anti“fa.

Erstaunlicherweise sieht es in türkischen und arabischen Familien nicht viel anders aus und auch das Produkt der Erziehung ist zwar nicht identisch, aber doch erstaunlich ähnlich. Jungendlich Straftäter mit Migrationshintergrund „werden speziell von ihren Müttern extrem verwöhnt und erfahren keinerlei Grenzsetzung. Die Lehrerinnen, Lehrer und Jugendamtsmitarbeiter, die als Erste mit den Familien zu tun haben, wenn sich bereits in der Grundschule erste Verhaltensauffälligkeiten zeigen, berichten von Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit. Wenn die Mütter – und höchst gelegentlich auch die Väter – darauf angesprochen werden, suchen die Eltern das Verschulden grundsätzlich beim ‚System‘.“ Zuhause sind sie der Pascha und draußen fordern sie, unsicher und schwach wie sie sind, „Respekt“. So die geselbstmordete Jugendrichterin Kerstin Heisig vor einem Jahrzehnt in ihrem Buch Das Ende der Geduld.