Nachbemerkung zu „nachrichtenbrief128“

nachrichtenbrief128

Für den Linken bewegt sich das Leid aller Gruppen auf gleicher Ebene, d.h. das Leid der vielen Tausenden Flutopfer in Mozambique soll mir gefälligst genauso nahe sein, wie die Opfer einer hypothetischen Sturmflutkatastrophe in Hamburg, obwohl ich mit Mozambique und seinen Menschen wirklich nichts zu tun habe, während ich die letzte Sturmflut 1962 persönlich mitgemacht habe und durchaus hätte umkommen können. Für Linke, die ihr Mitgefühl („politische Melancholie“) derartig zur Schau stellen, spielen Emotionen dieser Art keine Rolle. Sie leben im Gehirn und sind „keine primitiven Tiere“ wie unsereins. (Daß die linksliberale und ökoselige Solidarität mit der Dritten Welt sowieso eine feiste Lüge ist…)

Heute vormittag in der Innenstadt: Eritreer, Neger und ähnliche „Flüchtlinge“ lungern tiefenentspannt, gepflegt und gut gekleidet in Imbissen rum, spielen am Smartphone rum, schlürfen ihren Kaffee und kauen an ihren Croissants, während draußen auf dem Gehweg im kalten und windigen Nieselregen deutschstämmige Punker bibbern und betteln. Dieses Bild hat sich mir geradezu ins Gehirn gebrannt, so abgrundtief absurd war es. Noch absurder, wenn ich an die „FCK AfD“-Sticker dieser abgerissenen Gestalten denke und ihr Engagement gegen „Rassismus“.

Fällt das sonst niemandem auf? Muß man, angesichts der täglichen Realsatire in diesem Land, nicht ständig vor Wut platzen?

Einige hundert Meter weiter stoße ich in der Ramschauslage einer Buchhandlung auf die Antwort auf Wutbürger wie mich. Ein Buch, so der Klappentext, „für alle, die überzeugende Argumente suchen, um eine humanistische Haltung und eine offene Gesellschaft zu verteidigen“. Es geht um das Buch von Carolin Emcke: Gegen den Haß (Essay. Fischer, Frankfurt am Main 2016). Sie ist Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Emcke:

Dem Haß begegnen läßt sich nur, indem man seine Einladung, sich ihm anzuwandeln, ausschlägt. Es gilt zu mobilisieren, was den Hassenden abgeht: genaues Beobachten, nicht nachlassendes Differenzieren und Selbstzweifel.

Wie absurd das ist, will sagen, wie Emcke selbst das genaue Beobachten, das Differenzieren und der Selbstzweifel abgeht, wurde damals sehr schön im Tagesspiegel bloßgelegt. Dieser Artikel ist wirklich sehr gut, legt er doch das bloß, was Leute wie Emcke tatsächlich antreibt: Verachtung. In ihren Augen sind wir Tiere, „sexuelle Tiere“, die aus dem Bauch heraus reagieren. Wir sind nicht intellektuell genug, d.h. analysieren nicht die Zusammenhänge und sehen nicht unsere eigene Schuld als heterosexuelle weiße Männer.

Wenn du die faschistische Struktur einer Gesellschaft bloßlegen willst, dann frage stets, wem die Verachtung der öffentlichen Meinung gilt. – Aber leihen wir Frau Emcke unser Ohr für eine Rede, in der sie den Inhalt ihres obigen Zitats ausführt. Bemerkenswerterweise liest sie diese kurze Rede ab! Es ist entsprechend ein verschwurbeltes Gequatsche, das genau an jenen vorbeigeht, die doch die vorgeblichen Adressaten dieser Rede sind, die Unterklasse. Das ganze ist derartig grotesk – man lese dazu Reichs Was ist Klassenbewußtsein? Er hat sich als Linker niemals entblödet eine solche Rede zu halten!

Man höre ganz genau zu: die Meinungen des Volkes sind „unvernünftig, manipuliert und destruktiv“. Leute wie ich haben „unberechtigte Ressentiments“ und „unsinnige Forderungen“. Meine Emotionen heute Vormittag sind für Emcke „politische Affekte“, die von den „Volksvertretern“ (pseudoliberale, bzw. „modern liberale“ Hirnmaschinen wie sie) auf keinen Fall umgesetzt werden dürfen.

Was mich immer wieder schockiert, ist, daß irgendjemand auf diese roten Faschisten mit ihren Verleumdungen, ihrem Haß und ihren Anfeindungen gegen uns reinfällt. Merkt denn niemand, WAS Emcke hier sagt?!

Leute wacht auf! Paul Mathews und Charles Konia lesen! Aktiv werden und die soziale Orgonomie verbreiten!

PS: In ihrer Rede spielt Frau Emcke vor allem auf den Brexit an und die dummen, untermenschlichen Wähler in Großbritannien. Sie ist hier Teil des großkapitalistischen, globalistischen Systems, das Leute wie sie reich beschenkt und mit Publicity und Preisen überhäuft. Zum Funktionieren dieses Systems, das Reich zu seiner Zeit mit dem Stichwort „Rockefeller und Moskau“ bezeichnet hat und das ihn ins Gefängnis gebracht und damit ermordet hat, unbedingt diesen Artikel lesen. WISSE, WER DEINE FEINDE SIND!

PPS: Stichwort Globalismus: der fachbewußte deutsche Arbeiter ist überflüssig und muß durch ein Präkariat ersetzt werden, das noch billiger ist als Roboter! Siehe hier.

PPPS: Hier das ideologische (bzw. natürlich „ideologiekritische“) Umfeld:

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12 Antworten to “Nachbemerkung zu „nachrichtenbrief128“”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Dieser Staat ist nur noch ein Witz. Gesetze gelten nur noch für Deutsche:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/jung-gewaltta-tig-skrupellos-al-zein-clan_id_10508319.html

  2. Robert (Berlin) Says:

    „Fällt das sonst niemandem auf? Muß man, angesichts der täglichen Realsatire in diesem Land, nicht ständig vor Wut platzen?“

    Das Problem ist, das man durch die soziopolitische Analyse immer klarer Denken lernt und deswegen Sachen wahr nimmt, die Andere nicht mehr wahrnehmen können. Das macht immer wütender; nur wird man dann zum Wutzombie und verliert jegliche positive Ausstrahlung.

  3. Peter Nasselstein Says:

    Warum bin ich kaisertreu und weigere ich mich irgendeine Rechtschreibreform mitzumachen? Deshalb:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/abbas-khider-ueber-deutsch-fuer-alle-alle-verben-muessen.1270.de.html?dram:article_id=444196

    Sie wollen systematisch, nach und nach unsere Kultur zerstören. DEUTSCHLAND SOLL VERNICHTET WERDEN. Ohne mich.

  4. Der Falschnachrichtenbrief | Nachrichtenbrief Says:

    […] Hier und auf Facebook wurde mir nicht ganz ohne Berechtigung vorgeworfen, ich würde sozusagen „Fake News“ verbreiten. Ich hatte etwas verlinkt und mit einem Kommentar versehen, der offensichtlich die Bedeutung des Verlinkten maßlos überzeichnete, wenn nicht vollkommen entstellte. Spätestens seit den Amtsantritten von Orban, Trump und Salvini wird das Libertären und Konservativen ständig vorgehalten: daß sie mit derartigen Entstellungen, Übertreibungen und Verzerrungen die öffentliche Meinung manipulieren „wie einst Hitler und Goebbels“. Das Problem ist, daß unsereins wie der Frosch im Kochtopf ist. Wir sehen, daß die Herdplatte angestellt ist, fühlen, daß die Wassertemperatur langsam steigt, doch die „öffentliche Meinung in der Küche“ redet davon, daß das Wasser viel zu kalt sei und daß das mit dem Kochherd eine wilde Verschwörungstheorie sei. […]

  5. Peter Nasselstein Says:

    Der Anti-Emcke: UNBEDINGT lesen!

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/schuld-ohne-suehne/

    • claus Says:

      „Wundersamerweise gibt es in Chemnitz in Sachsen eine Mehrheit, die begriffen hat, daß das multikulturelle Experiment ‚eine menschenverachtende, asoziale, volks- und staatsfeindliche, antidemokratische und gewalttätige Praxis‘ (JF 15/06) ist und die sich gegen den Zustand des Schreckens als neuer Rechtsgrundlage wehrt. Diesen Konflikt kann kein Gerichtsurteil befrieden. Denn er ist politisch und muß als solcher ausgetragen werden.“
      Das ist wieder sehr optimistisch. Ich glaube eher, dass der ’soziale Frieden‘ den Menschen so viel angenehmer ist als Gerechtigkeit (was nicht einfach Gleichheit ist), dass alles im Sande verlaufen wird.

  6. Peter Nasselstein Says:

    Outdoor Illner verleiht der linken Ideologie eine Stimme:

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