Politiker gegen die Arbeitsdemokratie

Aus orgonomischer Sicht kann man sich einem Verständnis des Phänomens „Politiker“ von drei Seiten her nähern. Erstens von der Sexualökonomie her (Politik als Sexualitätsersatz, Ersatzbefriedigung), zweitens von der Charakterologie her (Politik als Ausdruck der verschiedenen soziopolitischen Charaktertypen nach Elsworth F. Baker) und drittens von der Arbeitsdemokratie her.

Wer Politiker persönlich kennt, weiß, daß es hinter all dem Gerede um das soziale Wohl der Gemeinschaft, ihnen nur um zwei Faktoren geht: die Befriedigung und Vergrößerung des Ego und den Drang nach Vernetzung und „Strippen ziehen“. Beides steht im direkten Gegensatz zur Arbeitsdemokratie, d.h. der Politiker an sich ist der Todfeind der Quelle unseres Lebens, d.h. von Liebe, Arbeit und Wissen.

Statt beispielsweise etwas wirklich auszuarbeiten, zu arbeiten, haue ich einen vermeintlich „brillanten“ Nachrichtenbrief raus, nur um mich narzißtisch spreizen zu können. Politikern geht es um ihre „Vermächtnis“, ihr „Bild in der Öffentlichkeit“, ihre „Zustimmungswerte“, was dabei aus dem Land wird, etwa wenn Merkel sich als Mutter aller Verfolgten und Beladenen aufspielt, gerät dabei vollkommen aus dem Blick. Daß sogar die Arbeitsdemokratie in ihren Grundfesten zerstört wird, sieht niemand. Und das perfide ist, daß der Politiker alles Tut, um sich in Netzen und „Seilschaften“ zu verankern, so daß er schließlich unangreifbar wird. Die besten Beispiele sind aktuell Merkel und Hillary Clinton, die buchstäblich NUR Mist gebaut haben, sich aber so gut vernetzt haben, daß es unmöglich scheint, sie aus ihrer Verankerung zu lösen und sie endlich beiseite zu wischen. All ihre „Arbeit“ bestand seit jeher im Knüpfen dieser Netze, um darin unangreifbar und „alternativlos“ zu werden.

WIE LANGE LASSEN SICH DIE HARTARBEITENDEN MASSEN DIESES GROTESKE AFFENTHEATER NOCH BIETEN?!

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5 Antworten to “Politiker gegen die Arbeitsdemokratie”

  1. Frank Says:

    W a r u m „LASSEN SICH DIE HARTARBEITENDEN MASSEN DIESES GROTESKE AFFENTHEATER … BIETEN?!“ ?
    „Die (Angst der) Massen …, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.“

  2. Zeitgenosse Says:

    Nein da bin ich nicht dieser Meinung. Natürlich: Politik/Diplomatie sind Hilfswissenschaften (tätigkeiten) bis sich eine Art von Arbeitsdemokratie weltweit durchsetzt…das sehe ich augenblicklich nicht und wird wohl immer Illusion bleiben.

    Aber ALLE Politiker zu pestilenten, machtgeilen Kreaturen zu degradieren ist unfair. Vor allem auf der kommunalen Ebene arbeiten (ja! ARBEITEN) viele Politiker für das Wohlergehen und die Entwicklung der Gemeinde. Entweder im Rahmen von Projekten oder mittels Direktinvestitionen. Was leider große Probleme verursacht sind folgende Punkte (die auch der beste, idealistische Politiker schwer auflösen kann):

    1. Ideologie. Kleines Beispiel: ein Funktionär der AfD äußert einen Vorschlag zur Lösung eines Problems. Der Vorschlag an sich wäre sehr gut und eventuell sogar umsetzbar. Aber er würde meist sofort abgeblockt. Warum? Weil es ein Mitglied der AfD eben war; das können/dürfen die anderen niemals „geil“ finden. Stichwort Fraktionszwang. Viele Probleme sind aber SACHTHEMEN und keine MEINUNGSTHEMEN bzw. Fragen. Da liegt mal der erste Punkt begraben.

    2. Wahrhaftigkeit. Probleme sind immer unangenehm. Politiker die Lösungen anbieten könnten werden meist schnell zurückgepfiffen. Weil die Lösung oft unangenehm sein kann und damit würde man die Chancen auf Wiederwahl zerstören. Das ist mit ein Grund warum viele Politiker lügen (müssen?) – um das Wahlvolk zu schonen und die Wiederwahl nicht zu gefährden. Daher werden oft einfache Lösungen gesucht die aber die Probleme nicht beseitigen – allenfalls nur rauszögern. Stichwort Mauerbau/Trump. Weitere Erklärungen kann ich mir diesbzgl. wohl sparen. Andererseits wird den politiker gerna genau das vorgeworfen – fehlende Wahrhaftigkeit. Aber die sogenannte Elite ist exakt das, was sich die Masse aktuell wünscht.

    3. Verantwortung. Im Grunde ähnlich wie Punkt 2. Staatsmänner werden immer vom Volk gewünscht aber beginnen diese Leute mit ihrer Arbeit werden sie schnell gehasst. Warum? Weil sie den Menschen Verantwortung aufbürden – und das wollen die leute dann eben doch nicht. Besser ist es dann zu behaupten, es wären immer die anderen Schuld daran das xyz nixcht umgesetzt werden kann. Entweder der Jude, der Kapitalist, der Kommunist, der Nazi, der Flüchtling (aktuell darf „der“ Flüchtling ja für beinahe alles herhalten – wundert mich ja nur, dass er noch nicht für die Rüstungsexporte haftbar gemacht wird..)…

    4. Sachzwänge. Auch der beste Politiker/Führer kann schwer sich über verzahnte Strukturen hinwegsetzen. Versucht er/sie es dennoch, bestünde die hohe Wahrscheinlichkeit, dass er/sie hinweggefegt wird. Gutes Beispiel sind die, in Wahrheit nicht ernst zu nehmenden, Forderungen der Randparteien sich aus diversen Veranstaltungen zurück zu ziehen. Die BRD (exakt wie mein Heimatland Österreich) werden sich weder aus dem Euro noch aus der EU noch aus der NATO verabschieden. Beim Euro wäre sofort die Exportwirtschaft zur Stelle um das zu verhindern (der Exportüberschuss kann nur so lange aufrecht erhalten werden, so lange die Südländer schwach sind und das geht am besten im Korsett des Euros) und so fort.

    5. Charakter/Emotionale Pest. DAS schlimmste Problem. Macht korrumpiert und viele Kollegen leben es vor. Es ist sehr schwer sich dagegen zu wehren…da kommt es halt auf den Charakter an. Einblick in die Geschichte des Römischen Reiches genügt um zu sehen, welche Typen dem Cäsarenwahn anheimfielen und welche nicht bei gleichen Bedingungen.

  3. Zeitgenosse Says:

    Nachtrag: Netzwerke aufzubauen ist das A und O…das kann ein jeder Kleinstunternehmer bestätigen. Es den politikern vorzuwerfen ist etwas kleingeistig. Anders kann man vieles nicht bewerkstelligen ohne „old boys network“. Nur Naivlinge glauben es ginge anders.

  4. Peter Nasselstein Says:

    Faszinierende Erklärung dafür, daß die Eliten, an der Spitze Merkel , unsere TODFEINDE sind.

    https://www.contra-magazin.com/2018/01/das-berliner-einwanderungsedikt-eine-wiederholung-des-deutschen-bauernkrieges/

    Sie wollen (nicht zuletzt mit Hilfe der Migrantenflut) die letzten überkommenen Besitzstände und Rechtsansprüche auflösen, „verflüssigen“ und dem internationalen Finanzkapital zugänglich machen. Ein Projekt, das die Linke, Antifa, etc. mit den Großkapitalisten vereint.

    • Zeitgenosse Says:

      Eigentlich ungewöhnlich: Linke und Großkapital vereint. Normalerweise eigentlich Todfeinde. Aber meine ewige Rede: ab einer gewissen (Macht/Hierarchie)stufe erlöschen alle Ideologien und sämtliche Parteigrenzen und es geht nur mehr um Macht und um Postenschacher. Die drei Säulen auf die die Welt seit Anbeginn ruht: Macht, Geld und Sex.

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