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Reichs Gründe der Abkehr von der Tagespolitik (Teil 7)

15. Juli 2021

von Robert Hase

Im weiteren Verlauf seines Artikel erklärt Reich das Wesen der Arbeitsdemokratie, wie etwa, dass seine Assistenten im Labor, das der Erforschung der Bione gewidmet ist, deshalb zu ihm kämen, weil sie an der Arbeit interessiert sind. Einer blieb jahrelang, weil er sein Interesse praktisch anwenden konnte. Der andere wollte nur Angestellter sein, ohne verantwortliches Interesse an der Arbeit zu haben, während ein Dritter nur „berühmt“ werden wollte, ohne praktische Leistung, so dass er bald von selbst ausschied.

Ein Arzt kehrte in sein Land zurück und begann spontan mit dem Aufbau einer sexualökonomischen Kinderkrippe. Im Anschluss lernte Reich so viel von dessen Erfahrungen, wie der Arzt zuvor von seinen gelernt hatte. Reich hatte ihn nicht angewiesen, dieses Unterfangen zu beginnen und hatte es nicht einmal vorgeschlagen. Der Arzt hatte selbst Kinder. Deren Entwicklung, verbunden mit seinem beruflichen Interesse, brachte ihn auf den Gedanken eines sexualökonomischen Studiums von Kleinkindern.

„Es gibt also objektive biologische Arbeitsinteressen und Arbeitsfunktionen, die die menschliche Zusammenarbeit regeln können. Fachgerechte Arbeit organisiert ihre Funktionsformen organisch und spontan“, wenn auch nur allmählich, tastend und oft mit Fehlern. Im Gegensatz dazu gingen die politischen Organisationen mit ihren „Kampagnen“ und „Plattformen“ ohne jeden Zusammenhang mit den Aufgaben und Problemen des täglichen Lebens vor.

Eine Gruppe von Sozialisten in Holland, die Reich nicht persönlich kannte, veröffentlichte Werke über politische Psychologie und hatte bald viele Anhänger in verschiedenen Städten. Da sie aber zum Teil auf der Grundlage parteipolitischer Prinzipien arbeiteten, gab es bald Streit, Ideologiebildungen und leere, formale Organisationspolitik und die Bewegung zerfiel. Hier im Nachrichtenbrief wurden die Vorworte dieser Gruppe zu Reichs Die Sexualität im Kulturkampf publiziert. (6)

Nach der Beschreibung der international verbreiteten Sexualökonomie und ihrer Kreise, erklärt Reich, warum Diskussionen ohne praktische Kenntnisse nichts bringen.

Zum Auseinanderklaffen von politischem Vorgehen und sachlicher Arbeit erzählt er das folgende Beispiel. In der alten Sexpol wäre es üblich gewesen, wissenschaftliche Fragen in der Art formal-demokratischer Parteiorganisationen zu „diskutieren“. Reich erinnerte sich an ein Treffen Anfang 1936, nach der Entdeckung der Bione, in dem er eine Diskussion unter politisch Orientierten anregte. Er zeigte einen Film über das Bion und erklärte das Prinzip. In der Diskussion wurden alle möglichen Meinungen, Einwände und Zweifel geäußert, alle ohne jede sachliche Grundlage. Daraus lernte er folgende Tatsache: „Sachliche Prozesse können nicht diskutiert werden, wenn die Teilnehmer nicht selbst praktisch arbeiten und praktische Erfahrungen haben“. In Deutschland und Österreich war es üblich gewesen, dass Parteipolitiker über Geburtenkontrolle, Sozialmedizin, Erziehungsmethoden usw. abstimmten. „Was für ein Unsinn!“, meint Reich zu diesem Sachverhalt. Wie könne ein Amtsträger oder Gewerkschaftsfunktionär bestimmen, welche Maßnahmen in der Sozialmedizin gut oder schlecht sind? Wie könne ein Parteisekretär die Anforderungen an eine Mentalhygiene-Organisation kennen? Aber in Deutschland und Österreich hinge diese Art von Arbeit von der Mentalität eines Parteisekretärs ab, und zwar von einem neurotischen obendrein. Das praktische Ergebnis war dem Zufall überlassen: ob dieser oder jener Funktionär ein menschlich offener oder ein asketischer Charakter war. Allein diese Tatsache hätte in vielen gesellschaftlichen Bereichen unermesslichen Schaden angerichtet.

Reich beschreibt nun seine Zusammenarbeit mit A.S. Neill und Theodore Wolfe im Rahmen der Arbeitsdemokratie.

Nur seine geschulten und praktisch tätigen Assistenten könnten mit ihm zusammen die Aufgabenstellung der Orgonforschung bestimmen. Nur Neills Schüler und Lehrer könnten zusammen mit ihm das Schicksal der Summerhill School bestimmen, nicht Reich oder der Sekretär des Orgone Institute oder der Leiter der Orgone Institute Press. Solange Neills Erziehungsmethoden sachlich in Richtung Selbstregulierung wirkten und solange Reich im Orgon-Institut sachlich mit ihm in Kontakt stände, funktionierte das arbeitsdemokratische Verhältnis. Sollte Neill morgen autoritäre Bestrafungsmethoden einführen, während Reich weiterhin für Selbstregulierung eintritt und körperliche Bestrafung als gefährlich betrachte, oder, umgekehrt, sollte Reich für die Unterdrückung infantiler Sexualität eintreten, während Neill weiterhin an Selbstregulierung und Sexualbejahung festhielte, würde die Zusammenarbeit automatisch enden. Um sich von ihm zu trennen, bräuchte Neill nicht gegen ihn zu hetzen oder ihn erschießen. Die Beziehung würde sich von selbst auflösen, denn es gäbe kein gemeinsames Interesse und keine wechselseitige Verstärkung des Funktionierens mehr.

Ein weiteres Beispiel, das Reich präsentiert, ist sein Mitarbeiter Wolfe, der sich um The International Journal of Sex-economy and Orgone Research kümmerte. Das Interesse an der Zeitschrift hatten beide mit den anderen Mitarbeitern des Instituts gemeinsam. Solange Wolfe seine Arbeitsfunktion ausfüllt und Reich und andere Artikel schreiben, die den Anforderungen der Arbeit entsprechen, bestehe das arbeitsdemokratische Verhältnis fort. Es mochten zwar diese oder jene Meinungsverschiedenheit auftreten, „aber die Funktion des Journals hat Vorrang“, sie allein bestimmt den Verlauf der Arbeit. Es mögen Meinungsverschiedenheiten über den Umfang oder den Charakter der Publikationen geben, aber all dies bliebe im Rahmen des rationalen Arbeitsinteresses. Wenn aber Wolfe eine schlechte redaktionelle oder publizistische Arbeit machen würde, wenn er das Journal für persönliche statt für sachliche Zwecke benutzen würde; oder wenn Reich seine wissenschaftliche Arbeit nicht im Interesse der Forschung und der Entwicklung des Gesamtwerkes machte, wenn er sie z.B. zur Erlangung eines Nobelpreises modifizieren würde, also irrationale Motive in die Arbeit einfließen lasse, würde das arbeitsdemokratische Verhältnis zusammenbrechen und das Journal mit ihm.

Fußnoten

(6) Siehe auch https://archive.org/details/reichseksualiteitennieuwecultuur/mode/2up

David Holbrook, M.D.: EINE GESCHICHTE ÜBER DIE ARBEIT

6. Juli 2021
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DAVID HOLBROOK, M.D.:

Eine Geschichte über die Arbeit

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 45)

30. Mai 2021

Bei all dem wollen wir nicht vergessen, daß die menschliche Arbeit und gesellschaftliche Organisation Funktionen der kosmischen Orgonenergie sind!

Sowohl das Wort „Organismus“ (das dem deutschen „Gestalt“ entspricht und zusammen mit „orgastisch“ zu „Orgon“ wurde) als auch das Wort „Energie“ gehen auf den griechischen Wortstamm „ergon“ zurück, der soviel wie „Arbeit“ bedeutet und dessen deutsche Entsprechung der Wortstamm „werk“ ist, weshalb man „Energie“ am besten mit „Wirksamkeit“ übersetzt, sodaß sich das Wort „Orgonenergie“ in „gestaltende Wirksamkeit“ überführen ließe. Entsprechend wollte der Reich-Schüler Charles Kelley in den 1960er Jahren für die Orgonenergie gerne den Begriff „creative process“ (schöpferischer Vorgang) etablieren.

Bei derartigen Versuchen, die orgonomische Begrifflichkeit sozusagen in die Alltagssprache einzugemeinden, geht aber leider das Spezifische verloren und Naturwissenschaft wird zu inhaltsleerer, austauschbarer Metaphysik. Das Orgon hat spezifische Eigenschaften und die Geschichte seiner Entdeckung („Orgasmusforschung“) ist untrennbar mit eben diesen Eigenschaften verbunden:

Ich glaube bestimmt, daß die Biogenese, die Ätherfrage, die Lebensfunktion und die „menschliche Natur“ längst von vielen wissenschaftlichen Arbeitern erobert worden wären, wenn diese Kernfrage der Naturwissenschaft nicht nur einen Zugang gehabt hätten: den über das Problem der orgastischen Plasmazuckung. (Äther, Gott und Teufel, S. 4).

Und selbst wenn wir bei „gestaltende Wirksamkeit“ bleiben – sie tut sich auf vier Weisen kund:

  1. Pulsation, die sich beispielsweise in unserer Atmung zeigt (Einatmung = Kontraktion, Ausatmung = Expansion)
  2. Kreiselwelle, die sich beispielsweise in der „bohnenförmigen“ („orgonom-förmigen“) Gestalt unserer Organe und unseres Körpers zeigt (man schaue sich einen Embryo an!).
  3. Erstrahlung und Anziehung, die sich beispielsweise in der Immunreaktion oder in der Liebe („Liebesfieber“) kundgeben.
  4. Wahrnehmung: die Orgonenergie ist nicht nur die Grundlage unserer Emotionen und Empfindungen, sondern nimmt selbst wahr und reagiert entsprechend, wie insbesondere das ORANUR-Experiment gezeigt hat.

Das Orgon ist also keine abstrakte „gestaltende Wirksamkeit“, sondern eine mit ganz spezifischen, „charakteristischen“ Wirkungen (Funktionen).

David Holbrook, M.D.: LUSTANGST: HANDELN MENSCHEN TATSÄCHLICH IMMER IN EINER WEISE, DIE MIT IHREM EIGENINTERESSE ÜBEREINSTIMMT?

25. März 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Lustangst: Handeln Menschen tatsächlich immer in einer Weise, die mit ihrem Eigeninteresse übereinstimmt

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 24)

13. Februar 2021

Es wäre fatal, dem Sozialismus mechanisch alle Emotionelle Pest zuzuordnen, schließlich ist die Orgonomie weder links noch rechts! Das freie Spiel der Kräfte beruht nämlich auf Voraussetzungen, die der Kapitalismus nicht nur nicht erschaffen hat, sondern durch sein Wirken zu zerstören droht. Es gibt schlicht keine „reine Natur“, in der sich Arbeitsdemokratie und Genitalität entfalten könnten. Damit Menschen „frei“ interagieren können, bedürfen sie einer gemeinsamen Grundlage und die ist im weitesten Sinne die Kultur. Für die Arbeit braucht man eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Regeln und eine gemeinsame Grundhaltung. Das ist etwas, was nicht künstlich geschaffen werden kann, sondern gewachsen sein muß. Das gleiche gilt für die Entfaltung der Genitalität, die nur in einer „erotischen Kultur“ möglich ist. In einer Gesellschaft wie der heutigen, in der es in dieser Beziehung keine Regeln mehr gibt, schläft die sexuelle Aktivität schließlich ein oder beschränkt sich zumindest quasi inzestuös auf enge Cliquen.

Der freie Markt zerstört diese kulturellen Grundlagen und kann aus sich heraus auch keine neuen Schaffen. Man braucht sich nur unsere immer einförmigeren und identitätsloseren Städte anschauen oder die geistige (emotionale) Verwahrlosung unserer Jugend aufgrund einer hirnzersetzenden Pop-„Kultur“. Ich muß dabei immer an den von mir hochverehrten Pier Paolo Pasolini denken, dessen „Sozialismus“ sich vor allem darum drehte, das Lokale, Originäre, Gewachsene, Unverwechselbare, Identitäre gegen die alles zerstörende Unkultur des Kapitalismus zu verteidigen. Man denke nur, ganz banal, an die Auswirkungen von „McDonalds“ auf die unendlich vielen lokalen Eßkulturen oder den Verlust an Volksmusik, weil aus jedem Radio die gleiche globale SCHEISSE in die Ohren quillt. Ich bin der letzte, der die „DDR“ verteidigt, aber nach dem Fall der Mauer war da immerhin noch DEUTSCHLAND als solches erkennbar! Ich verehre Uwe Steimle.

Im nächsten Teil mehr zum Thema Identität.

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 13)

7. Dezember 2020

Die Wahrheit ist funktionell identisch mit dem, was die Emotionelle Pest mit fanatischem Haß verfolgt: die Arbeitsdemokratie und die Genitalität. Arbeitsdemokratie (das Wirken der kosmischen Überlagerung im Bereich der Arbeit) ist von der Wahrheit auf Gedeih und Verderb abhängig. Ein Arbeitsprozeß muß reibungslos ineinandergreifen wie das Zahnrad in die Welle. Jedes Element muß „wahr“ sein, die Arbeitenden müssen einander die Wahrheit sagen oder alles bricht zusammen. Man stelle sich etwa vor, ein Fluglotze würde dem Piloten eines großen Passagierflugzeuges falsche Angaben machen! Die Arbeitsdemokratie steht und fällt mit der Wahrheit, wie immer man die auch definieren mag.

Im Bereich der Sexualität führt die Verfolgung der Wahrheit zur genitalen Überlagerung und zur genitalen Erfüllung. Wahrheit ist Kontakt mit der Wirklichkeit und dieser orgonotische Kontakt führt naturnotwendig zur orgastischen Zuckung in der genitalen Umarmung – solange man „in der Wahrheit“ bleibt. Wegen seiner extremen Beckenblockierung tut der hochenergetische pestilente Charakter deshalb alles, um nicht nur der Wahrheit auszuweichen, wie es der einfache Neurotiker tut, sondern sie durch die Lüge zu ersetzen. Man braucht nur zu schauen, wie die Sozialisten (tatsächlich sind es Kommunisten!) mit ihrer Propaganda (Lüge!) alles tun, um das Arbeitsleben zu vergiften und etwa mittels „Gendermainstreaming“ (Lüge!) Sexualität in eine frustrierende Farce zu verwandeln.

Die Emotionelle Pest ist also „gegen die Wahrheit“. Gebraucht sie deshalb die „Gegenwahrheit“? Nein, das ist Unsinn! Man denke nur zurück an die Sowjetunion und die sogenannte „DDR“, die Westdeutschland mit ihrer Friedenspropaganda überfluteten. Man müsse den Frieden schützen, der Kern des Friedens sei aber die soziale Gerechtigkeit. Es gelte für Völkerverständigung und Demokratie einzustehen und die Schöpfung zu wahren. All das Zeugs, was die heutigen Bolschewisten (Die Grünen) ebenfalls von sich geben. Warum rüsten (sich buchstäblich abpanzern)? Warum sich für die Karriere und den schnöden Mammon abstrampeln, wenn man doch das Leben genießen kann? „Höre auf dein Herz und folge der Wahrheit!“ Dagegen setzt der Konservative die Stimme der Vernunft, eben die Gegenwahrheit. „Wenn du dich nicht auf den Krieg vorbereitest und dich dem Lebenskampf stellst, wirst du in Sklaverei und Armut enden! Die Wahrheitskrämer werden dich in den Untergang führen, wenn du nicht endlich Vernunft annimmst und die Gegenwahrheit erkennst.“

Das ist das Schlimmste und Verfluchenswürdigste überhaupt, das radikal Böse schlechthin: DASS DIE SOZIALISTEN ALS ARBEITSDEMOKRATEN DAHERKOMMEN. Wie soll auch der Vertreter der drögen Gegenwahrheit gegen das Herzblut der Wahrheitskrämer ankommen?!

Buchbesprechung: THE MASS PSYCHOLOGY OF FASCISM (Teil 5)

26. Oktober 2020

von Paul N. Mathews

 

Reich blickte mit Hoffnung auf Amerika, ungeachtet echter Missstände und Ungerechtigkeiten. Aber die Aktivitäten und Verzerrungen der Freiheitskrämer ließen ihn um den Fortbestand Amerikas als Bastion der allmählichen sozialen und sexuellen Revolution fürchten und das versetzte ihn wegen der Säuglinge und Kinder in Sorge.

Das lag daran, dass er deutlich sah, wie wenig die Freiheitskrämer die charakterologischen – bzw. biologischen – Voraussetzungen für die Selbstverwaltung und die Fähigkeit der Massen in dieser Hinsicht verstanden. Die Tendenz, sowohl in Skandinavien als auch in den Vereinigten Staaten, vom Privat- zum Staatskapitalismus überzugehen, hielt er angesichts der bestehenden Charakterstruktur für bedrohlich. Dieser Prozess erschien ihm als der eigentliche Mechanismus zur Schaffung eines faschistischen Staates – wie in Nazi-Deutschland und der Sowjetunion (1, S. 280-284)h. Obwohl er keine große Bewunderung für engstirnige Kapitalisten hatte, setzte Reich sie nicht mit Faschisten gleich, sondern betrachtete sie als Anhänger einer Wirtschaftsphilosophie und -praxis, die in einer gepanzerten Welt zu erwarten sind, genauso wie auch Sozialisten. Für Reich waren die Übel des Staatskapitalismus nicht auf dessen kapitalistische Züge zurückzuführen, sondern auf die Unfähigkeit der Massen, ihr Leben selbst zu verwalten, wodurch immer mehr Macht an Bürokraten verlagert wurde, die sich in Führeri verwandeln (7, 8)j. Der charakterologische bzw. biologische Faktor ist viel tiefer als alle Klassen- oder Wirtschaftsunterschiede und überschreitet alle Grenzen.

Der wesentliche Bestandteil für eine gesunde Gesellschaft ist der Kontakt zum Kern. Hier bot Reich eine höchst sinnvolle Herangehensweise für das menschliche Dilemma an: Arbeitsdemokratie, die die besten Merkmale der kapitalistischen Individualität und des Unternehmertums und der sozialen Kooperationsfähigkeit in sich vereinte, jedoch über beides hinausging durch ihre Betonung freudvoller Arbeit auf der Grundlage genitaler Gesundheit. Ein System ohne willkürliche Klassifikationen von Proletariat und Nichtproletariat, sondern das vielmehr all jene umfasst, die die „lebensnotwendige Arbeit“ als Ausdruck ihrer natürlichen Fähigkeit zu Arbeit, Liebe und Wissen leisten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

h Massenpsychologie, ebenda, S. 251-255.

Zitate: „So grundverschieden auch die staatliche Kontrolle der sozialen Produktion und Konsumtion in Rußland, Deutschland, Skandinavien und den Vereinigten Staaten aufgrund der historischen Entwicklung ausfiel, es gab dennoch einen gemeinsamen Nenner: die Unfähigkeit der Menschenmassen zur Selbstverwaltung der Gesellschaft, und aus dieser gemeinsamen Grundlage der staatskapitalistischen Entwicklung folgt logisch und einfach die Gefahr der Entwicklung autoritärer Diktaturen. (…) Es gibt in Wirklichkeit, gesehen von der Struktur und Ideologie der arbeitenden Menschenmassen, keine einzige konkrete Garantie dafür, daß sich aus der staatskapitalistischen Richtung keine Diktatur entwickelt.“

„Der deutsche und der russische Staatsapparat waren aus alten Despotismen hervorgegangen. Das charakterliche Untertanentum der Menschenmassen war daher in Deutschland und Rußland außerordentlich stark. So führte in beiden Fällen die Revolution mit der Treffsicherheit irrationaler Logik zu neuem Despotismus. Verglichen damit ging der amerikanische Staatsapparat aus Menschengruppen hervor, die sich dem europäischen und asiatischen Despotismus durch die Flucht in eine jungfräuliche, von aktuell wirksamen Traditionen freie Gegend entzogen hatten. (…) Wenn wir den Tatsachen gerecht sein wollen, dann müssen wir, ob wir es wollen und mögen oder nicht, feststellen, daß die Diktatoren Europas, die sich auf Millionenmassen stützten, durchwegs aus den unterdrückten Volksschichten stammen.“

„Der Einfluß der Charakterstruktur der Menschenmasse ist entscheidend für die Staatsform, gleichgültig ob sie sich durch Passivität oder durch Aktivität ausdrückt.“

i Im Original steht: führers

j Hayek: Der Weg zur Knechtschaft. Olzog, München 2009. (Erstübersetzung: Eugen Rentsch, Erlenbach-Zürich 1945.)
Burnham: Das Regime der Manager. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1951

 

Literatur

1. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. Translated by Theodore P. Wolfe, M.D. New York: Orgone Institute Press, 1946.
7. Hayek, F. A.: The Road to Serfdom. Chicago: University of Chicago Press, 1962.
8. Burnham, J.: The Managerial Revolution. New York: John Day Co., 1941.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 8)

24. Oktober 2020

Was ist also Arbeitsdemokratie konkret? Nicht für irgendwelche orgonomischen Kleinorganisationen, sondern für ganze Nationen oder den ganzen europäischen Kontinent? Was ist konkret zu tun, um die Arbeitsdemokratie zu etablieren?

LIEBE: Arbeitsdemokratie kann nur funktionieren, wenn die Menschen nicht von Gier, Machtstreben und Rachegedanken getrieben werden. Dies ist nur möglich, wenn die Massen sexuell befriedigt sind. Entscheidend ist ein gesellschaftliches Klima, das sexual- und lebensbejahend ist. Keine soziale „Revolution“ (= Ausbalancierung der quantitativen und qualitativen Aspekte der Arbeit – siehe unten!) ohne eine sexuelle Revolution (= Ausbalancierung von Sex [„Quantität“] und Liebe [„Qualität“]). Erst dann kommen die bereits erwähnten „kosmischen“ Funktionen zum Tragen. Es muß ein krimineller Akt gegen die Gesellschaft werden, sexualablehnend und pornographisch zu sein!

ARBEIT: Nach Marx (oder besser gesagt Weitling) sollte jeder Arbeiter nach der Zeit bezahlt werden, die er gearbeitet hat. Jeder bekommt also für eine Stunde Arbeit genau das Gleiche. Und warum? Weil dies eine Arbeitsdemokratie ist und wir voneinander abhängig sind. Ein Psychotherapeut kann keinen einzigen Patienten behandeln ohne die Menschen, die die gesamte Infrastruktur aufgebaut haben und unterhalten, und ohne all die Menschen, die direkt oder indirekt für ihn arbeiten. Aber das ist nur der quantitative Aspekt, es gibt natürlich auch einen qualitativen. Ohne Edison und Ford und all die anderen Erfinder, Ingenieure, Wissenschaftler und Hochqualifizierten, die jahrzehntelang an Fach- und Hochschulen ihr Handwerk studiert haben, und nicht zuletzt all die Unternehmer – all die Arbeit wäre sinnlos bzw. würde erst gar nicht erst existieren. Diese Art von „Mehrwert“ sollte ebenfalls angemessen vergütet werden. Dies wird automatisch vom Markt für Güter und Dienstleistungen geleistet. Dennoch sollte jeder Arbeiter seinen gerechten Anteil bekommen („Sozialismus“) und jeder, der altersschwach oder behindert ist, sollte alles umsonst erhalten („Kommunismus“). Die Sozialisten neigen dazu, nur die quantitative Seite zu sehen, während die Liberalen und Konservativen die Tendenz haben, nur die qualitative Seite zu erkennen – eine Blindheit, die von linken Populisten ausgenutzt wird. Beide Seiten können nicht funktionell denken!

WISSEN: Wir sind Menschen. Alles beginnt im Gehirn und ist daher in gewisser Weise „ideologisch“. Arbeit beginnt immer mit einer inneren Vorstellung, einer Blaupause des fertigen Produkts oder es ist keine Arbeit (Marx). Liebe ist nicht blind, sie beginnt immer mit einem „Ich sehe Dich“! Ebenso kann ein gesellschaftlicher Wandel in Richtung einer wahren Arbeitsdemokratie nur mit einer Aufklärung des Volkes, einer Vermittlung funktionellen Wissens beginnen. Es ist wie bei der Charakteranalyse/Orgontherapie: Man beginnt immer mit der Oberfläche und dem Kopf, tauscht Blicke aus und führt Gespräche. Die Menschen müssen lernen, funktionell zu denken, insbesondere im Hinblick auf die Abwägung der quantitativen und qualitativen Aspekte. Wenn sie das tun würden, sähen sie, daß der Kapitalismus ohne Sozialismus nicht funktionieren kann und umgekehrt und daß die ganze politische Rechts/Links-Spaltung unsinnig ist. Sie würden sehen, daß all das christliche Geschwätz über die „Liebe“ eine Lüge in einer sexualverneinenden und das heißt lebensnegierenden Gesellschaft ist, die ständig Sadismus und Perversion hervorbringt. Aber sie würden auch sehen, daß „Sex“ ohne Liebe, d.h. die gesamte zeitgenössische Jugendkultur, ebenfalls destruktiv ist und – sexualverneinend.

Die Tragödie ist, daß man dies nicht einfach auf politischem Wege umsetzen kann. Warum? Weil Politik ihrem Wesen nach Teilung, Täuschung und Spaltung ist, während es bei der Arbeitsdemokratie, wie oben gezeigt, um Ausgleich geht.

Buchbesprechung: THE MASS PSYCHOLOGY OF FASCISM (Teil 2)

19. Oktober 2020

von Paul N. Mathews

 

In der Originalübersetzung von Dr. Theodore P. Wolfe wird das Buch mit dem Kapitel X, „Arbeitsdemokratie“, abgeschlossen. Die neue Übersetzung von Victor R. Carfagno erweitert die Anzahl der Kapitel, indem sie sie aus dem letzten Unterthema von Kapitel IX („Die biosozialen Funktionen der Arbeit . . .“) und zwei Unterthemen von Kapitel X zusammensetzt, so dass aus den ursprünglich zehn Kapiteln insgesamt dreizehn Kapitel entstehen.b Der Effekt dieser willkürlichen Änderung gegenüber der von Reich zugelassenen Wolfe-Version ist, dass sie Kategorien trennt, die meiner Meinung nach – und offensichtlich auch Reich zufolge – zusammen gehören. So ist beispielsweise in der Carfagno-Fassung das Kapitel mit dem Titel „Biosoziale Funktion der Arbeit“ in seiner ursprünglichen subthematischen Form eine Weiterführung und ein logischer Abschluss des Kapitels „Masse und Staat“. Da sich das Unterthema mit den destruktiven Auswirkungen der „moralistische[n], autoritäre[n] Regulierung der Arbeit“c durch die sowjetischen Behörden befasst, gehört es gut in die Analyse des Prozesses des sowjetischen Zerfalls zum Roten Faschismus, die in „Masse und Staat“ behandelt wird. Darüber hinaus sind die Unterthemen, auf die im letzten Kapitel der Wolfe-Fassung („Arbeitsdemokratie“) Bezug genommen wird, so logisch mit diesem Thema verflochten, dass es ein Bärendienst ist, das Gefühl der Kontinuität durch willkürliche Kapiteltrennung zu unterbrechen.

Wie Ilse Ollendorff feststellte, widmete Reich Dr. Wolfe sehr viel persönliche Aufmerksamkeit, um ihm zu vermitteln, was er wirklich intendierte und beabsichtigte*. Die Wolfe-Übersetzung ist daher die einzige von Reich selbst autorisierte Version. Dass die Carfagno-Übersetzung möglicherweise Material enthält, das in Wolfes Version nicht enthalten ist, verzerrt wahrscheinlich die Absichten Reichs. Endgültige Bedeutungen und Absichten können durch Streichungen ebenso ausgedrückt werden wie durch Einbeziehungen. Die folgenden Beispiele sollen diesen Punkt veranschaulichen:

Auf Seite 217, Absatz 4 der Übersetzung von Carfagno stellt Reich feste:

. . . die sozialdemokratischen und liberalen Parteien in den noch nicht faschistischen Ländern lebten gerade von der Illusion, daß die Massen an sich, so wie sie sind, freiheitlich und freiheitsfähig wären [were capable of freedom and liberalism] und daß das Paradies auf der Erde gesichert wäre, wenn es nur die bösen Hitlers nicht gäbe.

In Wolfes Version wird das Wort „Liberalismus“ weggelassen. Im Lichte von Reichs eigener Beschreibung des Liberalismus als Manifestation der oberflächlichen Schicht des Menschen ist dies eine verständliche Auslassung, denn im Gegensatz zur Freiheit sind die Massen nur allzu fähig zum Liberalismus. Natürlich hätte Reich den Ausdruck „wahrer Liberalismus“ verwenden können, aber anscheinend war es sein Wunsch, Verwirrung zu vermeiden. Nur der Übersetzung von Wolfe sollte hier vertraut werden.

 

Anmerkungen

* Ilse Ollendorff schreibt: „Ein Soziologe, der unter Reich studierte, gab den Anstoß zu einer englischen Ausgabe der Massenpsychologie, und Wolfe begann, auch an dieser Übersetzung zu arbeiten. In meiner Erinnerung sehe ich ihn immer mit seiner Aktentasche zu endlosen Abenddiskussionen kommen, um mit Reich die genaue Übersetzung eines Satzes oder eines Spezialausdrucks zu besprechen. Ich habe immer die Gewissenhaftigkeit bewundert, mit der es Wolfe gelang, die genaue Bedeutung von Reichs Ideen wiederzugeben (2, S.75d).

 

Anmerkungen des Übersetzers

b Das letzte Unterthema von Kapitel IX wird zum Kapitel X der Carfagno-Version gemacht. Die drei Unterthemen von Kapitel X der Wolfe-Version werden zu eigenständigen Kapiteln mit eigenen Unterthemen.

c Massenpsychologie, ebenda, S. 270.

d Ilse Ollendorff Reich, Wilhelm Reich, Kindler Verlag, München 1975, S. 106.

e Massenpsychologie, ebenda, S. 200.

 

Literatur

2. Reich, I.O.: Wilhelm Reich: A Personal Biography. New York: St. Martin’s Press, 1969.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 5)

29. September 2020

Mit dem Rüstzeug der gängigen Logik kann man die Arbeitswertlehre nicht verstehen. Wie sollte eine bestimmte Arbeitszeit (genauer gesagt eine durchschnittliche gesellschaftliche Arbeitszeit), eine rein quantitative Größe zu einer eng umrissenen spezifischen Qualität „gerinnen“ können, etwa zu einem Notebook?

Wir haben es bei der Arbeit, der Ausdrucksform der „Arbeitsenergie“, also letztendlich der kosmischen Orgonenergie, mit einem Vorgang zu tun, einer prozeßhaften Bewegung, die von der gängigen Logik nicht erfaßt werden kann. Wie bereits gezeigt entspricht die Arbeit, ganz analog zur Sexualität, dem Übergang vom „Roboten“ der Pulsfunktion der orgonotischen Kreiselwelle hin zur Wellenfunktion, dem Arbeitsprodukt („Wertschöpfung“). Wieder analog zur Sexualität entspricht das (sozusagen auf einer anderen „Funktionsachse“) der Überlagerung von „Hirn und Hand“, aus der das Arbeitsprodukt hervorgeht (Marx, Engels, Jacob Meyerowitz).

Derartige prozeßhafte Vorgänge lassen sich ausschließlich mit einem „dritten Faktor“ erklären, der zwei sich ausschließende Dinge funktionell zusammenfaßt. Ein fliegender Pfeil kann entweder hier sein oder nicht hier sein, wenn er sich aber bewegt, ist er zu einem gegebenen Zeitpunkt immer weder hier noch dort, eben weil er sich bewegt (Zenons Paradoxon). Wir müssen also die zugrundeliegende Bewegung „an sich“ erfassen.

Was das bedeutet, sehen wir an den wirklichen Dingen in unserer Umgebung, die alle Prozessen unterliegen. Nehmen wir einen Menschen, der nur einen Arm hat. Ein Mensch hat, sozusagen „per Definition“, jedoch zwei Arme, zwei Beine, zwei Augen, einen Kopf etc. Um diesen Einarmigen als Menschen zu erkennen, müssen wir seine Geschichte sehen, seine prozeßhafte Entwicklung, wie er entstanden ist, seine Vorfahren etc. Und so in ausnahmslos allem. Wir können die Dinge prinzipiell nur in ihrer Bewegung, also funktionell erfassen. Entgegen der „Platonistischen“ Erwartung, ist Bewegung das Reale, nicht etwa die Struktur!

Genauso ist es mit einem Arbeitsprodukt, einer beliebigen Ware, etwa dem Notebook. Das Notebook, oder irgendetwas anderes, was aus Arbeit hervorgegangen ist, wird erst zu diesem Arbeitsprodukt, wenn wir die Arbeit in ihm sehen, genauso wie ein Einarmiger erst zum Menschen wird, wenn wir ihn in den Prozeß des Menschseins einordnen. Unsere abstrakte Logik hantiert mit Chimären, bloßen Abstraktionen, d.h. Dingen, die aus der universellen Prozeßhaftigkeit willkürlich herausgerissen werden. Genauso blicken wir auf Notebooks und treiben mit ihnen Handel und übersehen dabei, daß sie nur eine Momentaufnahme eines umfassenden Geschehens sind.

Letztendlich sind sie geronnene Arbeitsenergie (Orgonenergie) und die wird mit der bei der Arbeit vergehenden Zeit gemessen, genauso wie wir sämtliche Bewegungsvorgänge mit Hilfe von Uhren messen. Je mehr von dieser Zeit in das Arbeitsprodukt eingeht, desto wert-voller (man beachte den Bindestrich!) wird es. Natürlich können wir das Arbeitsprodukt wie einen beliebigen Gegenstand betrachten und es vermarkten, so daß der Preis praktisch beliebige Werte annehmen kann, genauso wie ein Mensch beliebig verändert werden kann, ohne dabei sein Menschsein zu verlieren. Aber genau hier liegt das Zentrum von Marx‘ Kapitalismuskritik: habe ich etwa einen Menschen mit einer extremen Hirnschädigung vor mir, ist das dann noch ein Homo sapiens („verständiger Mensch“)? Tatsächlich kann ich jeden einzelnen Menschen und jedwede Menschengruppe aus dem „Prozeß des Menschseins“ beliebig herausreißen, ihn oder sie wie einen fixen Gegenstand betrachten, entsprechend willkürlich das Menschsein absprechen und im Extremfall der Vernichtung anheimstellen. Genauso geht der Kapitalismus aber mit den Waren um: er löst sie willkürlich vom Arbeitsprozeß ab und verdinglicht alles und jeden. „Alles hat ein Preisschild!“

Aus Marxistischer Sicht ist der Kapitalismus letztendlich „Verdinglichung“! Einer Verdinglichung, der zuletzt der Mensch selbst zum Opfer fällt, denn er ist letztendlich auch nur eine Ware. Mit dem einen alles entscheidenden Unterschied, daß diese „Ware“ Werte produziert. Diesen „Mehrwert“ eignet sich der Kapitalist an und in diesem Sinne ist „das Kapital“ letztendlich nichts anderes als, wenn man so will, „abgesaugte Orgonenergie“. Eine Macht, die sich wie etwas Fremdes dem Arbeiter entgegenstellt und ihn – ausbeutet: das eben ist die berühmte „Entfremdung“. Diese Entfremdung entspricht der erwähnten „Verdinglichung der Welt“, ist in ihrem Kern aber alles andere als eine bloße „kulturmarxistische“ Anschauungsweise (wie es das pseudointellektuelle Gesindel gerne hätte), sondern vielmehr nichts anderes als brutale ökonomische Ausbeutung.

Man sieht sofort, daß sich dieser ganze Vorstellungskreis paranoiden Wahnvorstellungen („blutsaugende Kapitalistenvampire) geradezu andient und daß wieder der rote Faschismus in greifbarer Nähe ist. Es ist kein Zufall, daß Marx, Engels und so viele andere Sozialisten glühende Antisemiten waren und daß der Nationalsozialismus, der im Holocaust gipfelte, ein integraler Bestandteil des Marxistischen Erbes ist. Ich habe an anderer Stelle, beispielsweise hier, ausführlich darüber geschrieben. Man darf nie vergessen, daß Marx‘ allererste ökonomische Analyse das Judentum mit dem Kapitalismus gleichsetzte!

Der rote Faschismus ist, genau wie der schwarze Faschismus (wenn auch der eher im Bereich der Sexualenergie!) in seinem Kern das, was ich als „blauen Faschismus“ bezeichnet habe: die Verzerrung orgonotischer Strömungen bzw. orgonomischer Erkenntnisse (im Bereich der Arbeitsenergie!).