Perfect Strangers

Gestern bin ich mal wieder über eine dieser Facebook-Eintragungungen eines Links-Orgonomen gestolpert:

Eine der größten Lügen, die je erzählt wurde, lautet: „Blut macht eine Familie.“ Kein Blut macht euch zu Verwandten, sondern Loyalität, Liebe und Vertrauen machen euch zur Familie.

Die Reaktionen in diesem Milieu: unisono Begeisterung und Liebesbekundungen! Beides, der Text und die Reaktion auf ihn, zeigt mal wieder, wie exakt Elsworth F. Baker mit seiner soziopolitischen Charakterologie in seinem Buch Der Mensch in der Falle den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Mir schnürte die Aussage geradezu den Magen zu und ich fühlte mich instinktiv unwohl. Das diametrale Gegenteil von „Begeisterung und Liebe“.

Für sie, die Linksliberalen, spielt sich alles im Kopf ab. Es dreht sich alles um hehre Ideale („Loyalität, Liebe und Vertrauen“), während die Biologie, „der Bauch“, „das Blut“ diesen Menschen rein gar nichts bedeuten. Das erklärt so gut wie alles: vom Öffnen der Grenze bis zum Zurückdrängen von Elternrechten. Ihr größter Schrecken ist das implizite Credo jedes Konservativen: „Greife meine Familie an und du bist tot!“

Ich sage durchaus nicht, daß die linksliberale Haltung in irgendeiner Weise an sich „böse“ ist – ganz im Gegenteil. Zu Reichs Zeiten, d.h. vor etwa 1960, als die Familienbande jede Lebensregung erstickten, war sie sogar die anständige Option. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie befreiend es war, ein „Genosse“ zu sein, d.h. mit Menschen verbunden zu sein, zu denen man sich frei gesellte, weil man die gleichen Ideale teilte. Doch gleichzeitig muß man bedenken, wie fragil diese Haltung ist. Es ist wohl von „Loyalität“ die Rede, aber diese hat nicht die gleiche Bedeutung, wie die „blutsbedingte“ Loyalität. Und diese Grundhaltung überträgt sich auch auf Bereiche, in denen das „Blut“ keinerlei Rolle spielt. Ich werde niemals glauben, daß ein Linksliberaler die gleiche Loyalität der Orgonomie (oder einer beliebig anderen „Sache“) entgegenbringt wie ich, einfach weil das bei ihm alles nur Kopfgeburten sind.

Das ist auch die wirkliche Tragik jedes Linksliberalen, der nie wirklich begreifen wird, wegen seiner Charakterstruktur auch gar nicht be-greifen kann, daß er alle „Solidarität“ der Welt aufbringen kann, er aber trotzdem nie von Zigeunern als einer der ihren anerkannt werden wird, von keinem Indiostamm, keiner tscherkessischen Dorfgemeinschaft etc.pp. Seine gesamte Existenz beruht auf einer existentiellen Lüge. Aus diesem Grund muß er auch, wenn er schließlich zum Roten Faschisten wird, alle natürlichen Gemeinschaften, die Familie an sich, ja sogar die biologische Geschlechter aufheben, um auf diesem Planeten überhaupt leben zu können.

Es ist wirklich erschreckend und tieftraurig, aber die Reaktion auf den obigen Facebook-Eintrag zeigt, daß wir ob unserer gegensätzlichen biophysischen Struktur in alle Ewigkeit einander komplette Fremde bleiben müssen:

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7 Antworten to “Perfect Strangers”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Gerade sehe ich die heutige BILD: „Baerbocks Multi-Kulti-Plan. Grüne wollen Ministerium für Einwanderung. Migranten-Quote für Jobs. ‚Vielfältigkeit sicherstellen'“

    Meine Gefühle schildere ich lieber nicht, während sich die Augen des Linksliberalen jetzt träumerisch verklären.

    Politik ist hier nur eine dünne Tünche, während der soziopolitische Charakter in Wirklichkeit alles bestimmt.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Familienstruktur ist ein Zaun nach außen. So etwas werden linke Raupkopie-Orgonomen nie verstehen

    Buschkowsky (SPD) rechnet nach Clan-Abzocke mit der Politik ab

  3. Frank Says:

    Vielen Dank, wieder hervorragend auf den Punkt gebracht!

  4. Robert (Berlin) Says:

    Interview mit Viktor Orban, den besten amtierenden europäischen Staatsführer

  5. David Mörike Says:

    Linksliberale. Gewisse Linksliberale. Frau Wagenknecht nennt die die „Lifestyle-Linken“.

    Familienbande.

    Wenn die noch stark sind, unterdrücken sie vermutlich heutzutage vor allem die Funktion Arbeit.

    Sie unterdrücken die in den jungen Menschen vielleicht noch mehr als die Sexualität.

  6. Robert (Berlin) Says:

    „Sie unterdrücken die in den jungen Menschen vielleicht noch mehr als die Sexualität.“

    Beide Funktionen gehören ja eng zusammen. Wer aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig ist, ist immer orgastisch gestört. Arbeitslose klagen häufig über eintretende Potenzstörungen.

  7. Christian Says:

    Peter geht mir langsam auf den Sack! Multikulti funktioniert doch hervorragend, etwa im Fußball:

    https://www.t-online.de/sport/fussball/id_90688384/3-liga-rassismus-vorwuerfe-im-spiel-zwischen-saarbruecken-und-magdeburg.html

    Atik sagte zu „Bild“:

    „Er hat Amara, Sisi und mich rassistisch beleidigt. Das kann man nicht dulden. Klar sind Emotionen drin, aber rassistisch beleidigt zu werden, ist richtig asozial.“
    Der Schiedsrichter hat wohl nichts mitbekommen

    Das sah Condé auch so. Seine Erklärung:

    „Ich möchte niemanden bewusst angreifen, aber das geht so gar nicht. Das meiste ging gegen unseren Mitspieler Sirlord Conteh. Das war der Wahnsinn, da kamen Sprüche wie ‚Sag deinen Eltern, die sollen wieder zurückpaddeln‘. Das N-Wort hast du permanent gehört und immer war eine dreckige Lache dabei.“

    Schiedsrichter Dr. Robert Kampka soll von dem Ganzen nichts mitbekommen haben. Erdmann hat laut „Bild“ die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten, ließ über den Klub-Pressesprecher Peter Müller mitteilen: „Ich habe lediglich gesagt, halte die Klappe und spiele weiter Fußball. Der Schiedsrichter stand dabei direkt daneben.“

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