Posts Tagged ‘Rote Faschisten’

Orgonomische Ethik?

17. Oktober 2026

Moral bedeutet den primären, genitalen Antrieben den Vorzug zu geben vor etwaigen prägenitalen und sadistischen Antrieben, die durch Frustrationen hervorgerufen wurden. Nicht zu verwechseln mit der Zwangsmoral: die Befolgung von aufoktroyierten Regeln, die den genitalen Antrieben entgegenstehen.

Ich habe also erst einmal gar nichts gegen Moral, aber alles gegen Zwangsmoral, die letztendlich die Grundlagen jeder wirklichen Moral untergräbt.

Zweitens würde ich Reichs Begriff „Zwangsmoral“ glatt mit „Ethik“ gleichsetzen, weil Reich in Die sexuelle Revolution gesagt hat, daß jede Ethik prinzipiell antisexuell und damit verdammenswert sei.

Ethik bedeutet zweierlei: 1. Wertlehre und 2. Morallehre.

Daß die „Lehre von den sittlichen Werten“ primär gegen die „unsittliche“ Sexualität gerichtet ist, sollte wohl klar sein, d.h. aber natürlich nicht, daß „Werte“ per se verdammenswert sind. Orgonomisch betrachtet sind Werte nichts anderes als die „Fassadenrepräsentanz“ (Peripherie) von Kernbestrebungen. Wahre Werte sind eine unverfälschte Widergabe des Kerns, neurotische Werte sind beim Durchgang durch die sekundäre Schicht verzerrt worden (wie beim sentimentalen oder moralistischen „Wertkonservativen“). Und dann gibt es noch „falsche Werte“, d.h. Werte, die mit dem Kern nichts zu tun haben, sondern einfach nur der sekundären Schicht dienen: das sind die „Werte“ der Linken (des pseudoliberalen [modern liberal] Charakters und Roten Faschisten). Dem absolut Bösen schlechthin!

Ähnliches läßt sich zur „Lehre von den sittlichen Forderungen“ sagen, nur daß es da bioenergetisch weniger um die Fassade als vielmehr um die mittlere Schicht geht. Nach dem Motto: „Mensch, Junge, reiß Dich zusammen und zeig Charakter!“ Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, doch hier zeigt sich dann doch wieder der innere Widerspruch jeder Moral. Gerade die zwangsmoralische Charakterformation verhindert, daß man wirklichen Charakter zeigt. Man funktioniert vielmehr wie ein Automat (also z.B. immer zwangsneurotisch oder immer chronisch-depressiv) – und ist deshalb imgrunde ziemlich „charakterlos“ im umgangssprachlichen Sinne. Es geht darum, die Kernbestrebungen möglichst effektiv und fachgerecht durchzusetzen: Charakter zu zeigen. Das kann nur der genitale Charakter, nicht jedoch der neurotische Charakter.

In einer neurotischen Welt ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man einem Kind immer wieder die Kernrepräsentanz in der Fassade, also Werte vor Augen führt und es so mit seinem Kern in Kontakt hält. Man bringt ihm also Werte bei, etwa immer wahrhaftig, also „kernrepräsentativ“ zu sein. Das hat Reich bei seinem Sohn Peter getan, um ihn gegen die ansteckende Krankheit Emotionelle Pest zu immunisieren. Leider ist es aber so, daß den Kindern heutzutage irgendwelche „Werte“ aufoktroyiert werden, die das Kind nicht mit dem Kern in Kontakt halten, sondern nur noch weiter vom Kern trennen. Man denke nur an die ganze pestilente Regenbogen-Agenda.

Wir helfen den Kindern nicht, wenn wir ihnen alle Wiederstände aus dem Weg räumen, sie z.B. unwidersprochen Lügen lassen, weil die Lüge für sie viel bequemer ist. Nein, genauso wie sie durch Überwindung von materiellen Hindernissen eine Muskulatur ausbilden, sollen sie durch Überwindung von „moralischen“ Widerständen auch eine Charakterstärke ausbilden – und z.B. lernen, damit umzugehen, wenn man Scheiße gebaut hat. In unserer antiautoritären Gesellschaft ist es aber so, daß man sowas durchgehen läßt, weil die Eltern selbst viel zu bequem und kontaktlos sind. Andererseits werden Kinder nach wie vor mit Forderungen konfrontiert, die nichts mit dem aktuellen bioenergetischen Funktioniere des Kindes zu tun haben. Etwa: „Ich habe Dich beim Akkordeonkurs angemeldet! Und Du gehst hin. Keine Widerrede. Als Kind wollte ich immer Akkordeon lernen, konnte das aber nicht! Und jetzt gebe ich Dir die Chance, Du undankbarer Balg!“ So wird durch moralische Forderungen der Charakter nicht etwa gestärkt, sondern kaputtgemacht.

Kann es also eine orgonomische Ethik geben? Diese Frage ist abstrakt und sinnlos, wenn man nicht die obigen Überlegungen einbezieht und das dann vom individual-bioenergetischen auf den gesellschaftlichen arbeitsdemokratischen Bereich überträgt. Die Frage muß in diesem Fall lauten, ob die Arbeitsdemokratie eine Ethik für ihr funktionieren braucht.

Was die aktuelle real existierende Arbeitsdemokratie braucht, sind klare Leitlinien, die die Mitarbeiter immer wieder an den Kern der ganzen Sache erinnern, so daß sie mit ihm in Kontakt bleiben („Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens!“), und Forderungen, die die Mitarbeiter davon abhalten sitzenzubleiben und sie dazu ermahnen, diese Leitlinien auch durchzusetzen („Liebe, Arbeit und Wissen sollten das Leben auch regieren!“). Reichs Labor war mit derartigen Sprüchen gepflastert: „It can be done!“ Ethik im Sinne einer bioenergetischen Funktion, statt eines Über-Ichs, das gegen die Bioenergetik kämpft.

Das ist eben das grundsätzliche Problem mit dem Begriff „Ethik“. In der griechischen Philosophie ist sie etwas, das aus der überweltlichen Ideenwelt herabkommend der niederen, bösen, chaotischen Materie ihren göttlichen Stempel aufdrückt; und in der jüdischen Religion ist sie eine überweltliche, unbegreifliche und logisch nicht rechtfertigbare göttliche Offenbarung, die aus dem bösen Tier einen guten, „beschnittenen“ Menschen macht. Auf dem Prokustesbett des Ideals sadistisch verstümmelte Körper, verstümmelte Genitalien! Mit dieser Ethik will ich nichts zu tun haben, Du dumme Sau!

Die Blauverschiebung und die Rotverschiebung in einem sterbenden Universum

17. Februar 2024

Unser unmittelbarer kosmischer Nachbar Andromeda ist die einzige Galaxie, die sich auf uns zubewegt und zwar mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Sekunde. Das erzeugt eine „Blauverschiebung“, d.h. eine Verkürzung der elektromagnetischen Wellen, die von Andromeda ausgehen. Alle anderen Galaxien weisen eine „Rotverschiebung“ auf, d.h. sie bewegen sich von uns weg. Hätte Andromeda-Galaxie nicht ihre Partikularbewegung, würde sie sich mit etwa 70 Kilometern pro Sekunde von uns wegbewegen.

Ähnliches beobachtet man in den antiautoritären Gesellschaften der westlichen Unwertegemeinschaft im allgemeinen und der BRD im besonderen. Die Politkriminellen, die uns regieren und ihre von den öffentlich-verächtlichen Medien verhetzten Schlachtschafe sehen nur die Blauverschiebung: DIE Gefahr kommt von rääächts, die AfD befindet sich auf Kollisionskurs mit der Dämonkratie, zusammen mit der WerteUnion und allen anderen Nichtkommunisten.

Wenn du heute in die SPD eintrittst, insbesondere aber bei den Jusos mitmachst, ist das so, als würdest du einer fanatischen Sekte beitreten, die wirklich nur ein einziges Thema hat: den Kampf gegen Rääächts. Wenig anders sieht es bei den anderen Parteien des Dämonkratischen Einheitsblocks aus! Man schaue sich diese fanatisierten Gesichter und vor Haß glühenden Augen an! Es sind Sektierer, die überhaupt nicht mehr differenzieren können und kraß wirklichkeitswidrig überall nur noch Andromeda-Nebel sehen: überall nur Blau, überall nur Nazis! Das ist eine veritable Massenpsychose, die bei weitem alles übertrifft, was jemals etwa im Dritten Reich herrschte.

Diese Massenpsychose ist Ausdruck der allgemeinen, wirklich alles bestimmenden Rotverschiebung in der dem sicheren Untergang entgegentaumelnden antiautoritären Gesellschaft. Die antiautoritäre Transformation, die etwa 1960 zunächst langsam begann, war Ausdruck einer grundlegenden Veränderung der Panzerstruktur des Massenindividuums. Jeder Psychotherapeut wird dir bestätigen, daß in den letzten Jahrzehnten die Menschen immer undifferenzierter wurden und man heute kaum noch die differenzierten neurotischen Strukturen vorfindet, wie sie Freud und Reich beschrieben. Stattdessen wuchern Borderline-Strukturen, die nur noch schwarz und weiß, böse und gut kennen, Frühgestörte, die ein unberechenbares Affektleben wie Kleinkinder haben, und Persönlichkeitsgestörte, die keinerlei Rationalität mehr zugänglich sind. Bioenergetisch ist das Ausdruck einer Verlagerung der Abwehrmechanismen von der Muskelpanzerung auf die Augenpanzerung. Es ist eine „Zentralisierung“ vom Vegetativen hin zum Zentralen Nervensystem, die soziopolitisch ihren spiegelbildlichen Ausdruck in der zunehmenden Vergötterung des zentralgelenkten Staatsapparats hat mit einer Einheitsmeinung, einer zentral gesteuerten Planwirtschaft und generell einer Verlagerung weg von lokalen auf nationale und weiter auf supranationale Entscheidungen. Am Ende der Rotverschiebung steht der monolithische kommunistische Staat a la Nordkorea – und damit der sichere Untergang.

Diese alles bestimmende Rotverschiebung führt zu einer Art „Stauchung“, d.h. entgegen der irren Propaganda der linksversifften Medien sind nicht etwa die Grenzen zwischen Faschisten, Reaktionären, extremen Konservativen und gemäßigten Konservativen verschwommen („alles Nazis“), sondern vielmehr die zwischen Linksliberalen, Sozialisten, peudoliberalen Linksextremen und Kommunisten schlichtweg nicht mehr existent. Es macht aus orgonomischer Sicht gegenwärtig einfach keinen Sinn mehr, auf der linken Seite zwischen gemäßigt und extrem zu unterscheiden. Es sind alles, durch die Bank, rote Faschisten, die sich in nichts von den Anhängern Stalins, Maos und Pol Pots unterscheiden: „AfDler töten“.

Das Universum „BRD“ wird durch die Rotverschiebung buchstäblich auseinandergerissen.

Der Rote Faden (Band 2): 53. Der Faschismus in Amerika

21. Dezember 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 53. Der Faschismus in Amerika

Paul Mathews: Besprechung REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz

7. März 2022

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Besprechung REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz

Paul Mathews: Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

21. Februar 2022

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Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

Perfect Strangers

4. August 2021

Gestern bin ich mal wieder über eine dieser Facebook-Eintragungungen eines Links-Orgonomen gestolpert:

Eine der größten Lügen, die je erzählt wurde, lautet: „Blut macht eine Familie.“ Kein Blut macht euch zu Verwandten, sondern Loyalität, Liebe und Vertrauen machen euch zur Familie.

Die Reaktionen in diesem Milieu: unisono Begeisterung und Liebesbekundungen! Beides, der Text und die Reaktion auf ihn, zeigt mal wieder, wie exakt Elsworth F. Baker mit seiner soziopolitischen Charakterologie in seinem Buch Der Mensch in der Falle den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Mir schnürte die Aussage geradezu den Magen zu und ich fühlte mich instinktiv unwohl. Das diametrale Gegenteil von „Begeisterung und Liebe“.

Für sie, die Linksliberalen, spielt sich alles im Kopf ab. Es dreht sich alles um hehre Ideale („Loyalität, Liebe und Vertrauen“), während die Biologie, „der Bauch“, „das Blut“ diesen Menschen rein gar nichts bedeuten. Das erklärt so gut wie alles: vom Öffnen der Grenze bis zum Zurückdrängen von Elternrechten. Ihr größter Schrecken ist das implizite Credo jedes Konservativen: „Greife meine Familie an und du bist tot!“

Ich sage durchaus nicht, daß die linksliberale Haltung in irgendeiner Weise an sich „böse“ ist – ganz im Gegenteil. Zu Reichs Zeiten, d.h. vor etwa 1960, als die Familienbande jede Lebensregung erstickten, war sie sogar die anständige Option. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie befreiend es war, ein „Genosse“ zu sein, d.h. mit Menschen verbunden zu sein, zu denen man sich frei gesellte, weil man die gleichen Ideale teilte. Doch gleichzeitig muß man bedenken, wie fragil diese Haltung ist. Es ist wohl von „Loyalität“ die Rede, aber diese hat nicht die gleiche Bedeutung, wie die „blutsbedingte“ Loyalität. Und diese Grundhaltung überträgt sich auch auf Bereiche, in denen das „Blut“ keinerlei Rolle spielt. Ich werde niemals glauben, daß ein Linksliberaler die gleiche Loyalität der Orgonomie (oder einer beliebig anderen „Sache“) entgegenbringt wie ich, einfach weil das bei ihm alles nur Kopfgeburten sind.

Das ist auch die wirkliche Tragik jedes Linksliberalen, der nie wirklich begreifen wird, wegen seiner Charakterstruktur auch gar nicht be-greifen kann, daß er alle „Solidarität“ der Welt aufbringen kann, er aber trotzdem nie von Zigeunern als einer der ihren anerkannt werden wird, von keinem Indiostamm, keiner tscherkessischen Dorfgemeinschaft etc.pp. Seine gesamte Existenz beruht auf einer existentiellen Lüge. Aus diesem Grund muß er auch, wenn er schließlich zum Roten Faschisten wird, alle natürlichen Gemeinschaften, die Familie an sich, ja sogar die biologische Geschlechter aufheben, um auf diesem Planeten überhaupt leben zu können.

Es ist wirklich erschreckend und tieftraurig, aber die Reaktion auf den obigen Facebook-Eintrag zeigt, daß wir ob unserer gegensätzlichen biophysischen Struktur in alle Ewigkeit einander komplette Fremde bleiben müssen:

Buchrezension: Wilhelm Reich. The Evolution of His Work (Teil 2)

25. Dezember 2020

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Besprechung WILHELM REICH. THE EVOLUTION OF HIS WORK by David Boadella

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 12)

27. November 2020

Vermeintlich „rechten“ Orgonomen und Studenten der Orgonomie wird oft vorgehalten, sie würden Reich verraten, wenn sie wahllos Menschen als „rote Faschisten“ titulieren, nur weil diese Marxisten seien. Dazu ist zweierlei zu sagen.

Zunächst einmal hat Reich den Begriff „rote Faschisten“ nicht nur auf Stalinisten beschränkt, obwohl diese der unmittelbare Anlaß zu dieser Begriffsbildung waren. Schließlich war auch beispielsweise die englische Labour Party für Reich „rot-faschistisch“ (vgl. Zeugnisse einer Freundschaft).

Und zweitens: die heutigen Marxisten sind faktisch durchweg „Stalinisten“, die Marx und jedweden progressiven Ansatz verraten haben! Fällt denn niemandem auf, daß der gewöhnliche Marxist heutzutage in seinen alltäglichen Meinungen hundertprozentig auf Linie der Großkapitalisten bzw. von deren Sprachorganen ist: Bertelsmann-Stiftung, CNN, Hollywood, Sony etc. Wer finanziert denn beispielsweise „Black Lives Matter“?! Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden! Beispielsweise hat Wall Street die Wahlkämpfe von Killary und Uncle Joe finanziert.

Auch geschichtlich: all die Sympathisanten der „Nationalen Befreiungsbewegungen“ (sic!), von „Che“, der RAF, all die Mao-Jünger und nicht zuletzt der SDS und all die Bloch-Jünger, später die K-Gruppen – all das Gesocks, das in die Grünen eingegangen ist: durchweg explizit Stalinisten. Die „Autonomen“ und vermeintlichen „Anarchos“ – identisch mit den chinesischen Roten Garden: man kann gar nicht Stalinistischer sein!

Ich bin alt genug, um mich noch lebhaft an die unfaßbare Hetze der Illustrierten Stern gegen Solschenizyn zu erinnern. Oder daran, daß das angedachte Bündnis der SPD mit der blutroten Die Linke ungebrochen zurückgeht auf die Zusammenarbeit der SPD mit der SED: „Gemeinsame Wertekommission“ (sic!).

Und schließlich auch ganz aktuell und praktisch: Gesinnungsjustiz, politische Korrektheit, Meinungsverbote, ständig wird ganz offen vom GULAG geträumt… Äh, HALLO!!

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 10)

5. November 2020

Abhängig vom gesellschaftspolitischen Spektrum gibt es prinzipiell vier Möglichkeiten, gesellschaftliche Ereignisse zu betrachten und an sie heranzugehen:

A. die „sozialpsychologische, verkopfte“ Sichtweise (Kreiselwelle):

1. Linksextreme (Rote Faschisten): Zu welcher Klasse gehört jemand?

2. Liberale: Welche Ideologie hat jemand?

B. die „biologische“ Sichtweise, „aus dem Bauch heraus“ (Pulsation):

3. Konservative: Welchen Charakter hat jemand?

4. Rechtsextremisten (Schwarze Faschisten): Welche Rasse hat jemand?

Ich versuche immer, alle vier Standpunkte zu berücksichtigen, d.h. Klasse und Rasse (sic!) sind Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Es ist (abgesehen von der Ideologie natürlich) die gleiche Art und Weise, wie wir Schimpansenhorden, Pferdegruppen, Wolfsrudel usw. betrachten. Und das Menschentier ist genau das – ein Tier, ein Herdentier!

Martin Luther King versuchte, den Blickwinkel weg von der Rasse hin zum „Inhalt deines Charakters“ zu verschieben. Die zunehmend sich sozialdemokratisierenden US-Demokraten versuchten weiter, das gesellschaftliche Bewußtsein weg vom Charakter hin zur Ideologie zu verschieben. Und nun versuchen die zunehmend kommunistisch werdenden Demokraten alle Aufmerksamkeit auf die marxistische „Klassenanalyse“ zu lenken. Das ist natürlich die „Rotverschiebung“, von der Charles Konia spricht.

Reich hatte es mit einer „Schwarzverschiebung“ zu tun: Während der industriellen Revolution brach die Klassenstruktur mehr und mehr zusammen, und politische (ideologische) Differenzen rückten immer mehr in den Blickpunkt. Die „Lebensreform“-Bewegung in Deutschland und Österreich (gekennzeichnet durch noch heute bekannte Gestalten wie Ludwig Klages, Rudolf Steiner, Martin Heidegger usw.) versuchten den „Charakter“ (was immer auch dieser Begriff für sie bedeutete – siehe Reichs Notiz zu Klages in Charakteranalyse) in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Und schließlich wurde alles vom „Rassenproblem“ beherrscht – was direkt nach Auschwitz führte.

Buchbesprechung: REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz (Teil 3)

16. September 2020

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Besprechung REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz