Posts Tagged ‘Biologie’

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, e. Biologie jenseits der Biologie

22. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, e. Biologie jenseits der Biologie

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, b. Sex wozu?

16. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, b. Sex wozu?

Wilhelm Reich, Physiker: ANHANG: Bernd Laska: Der Orgon-Akkumulator

27. Mai 2026

Wilhelm Reich, Physiker: ANHANG; Bernd Laska: Der Orgon-Akkumulator

Warum ich LSR abgrundtief hasse und verachte

13. April 2026

Die drei Parias des Geistes (Laska) werden rehabilitiert und dergestalt ins diametrale Gegenteil verkehrt:

LaMettrie wird unisono auf den „Maschinenmenschen“ reduziert. Monoton taucht sein Name auf, wenn irgendwas von „Kybernetik“, „Robotik“ und „Transhumanismus“ die Rede ist. Der Mensch ist eine Maschine, in die man mittels Drogen irgendwelche Phantasma einspeisen kann:

Stirner wird immer wieder von allen möglichen Perversen und Transen ins Feld geführt: Psychische Gesundheit ist Spuk! Ich bin, wer ich bin!

Und schließlich Reich, der seine beiden Vorgänger in sich vereinigt. Dazu möchte ich ausnahmsweise KI zitieren:

Wilhelm Reich wird oft als eine Art „Urvater“ oder visionärer Vorläufer des Transhumanismus betrachtet, obwohl er primär als Psychoanalytiker und Begründer der Körpertherapie bekannt ist. Die Verbindung ergibt sich vor allem aus seinem Streben nach einer fundamentalen Überwindung menschlicher Limitierungen durch die Manipulation biologischer Energien.

Hier sind die zentralen Parallelen und Konzepte, die diese Einordnung stützen:

Überwindung des „Körperpanzers“: Reich lehrte, daß Menschen durch Erziehung und Trauma eine muskuläre und psychische Panzerung entwickeln, die den freien Fluß der Lebensenergie verhindert. Sein Ziel war die Befreiung des Menschen von diesen biologischen und psychischen Fesseln – ein Kerngedanke des Transhumanismus, der die biologischen Schranken des Menschen erweitern oder aufheben will.

Orgon-Energie als technologische Optimierung: Mit der Entdeckung der „Orgon-Energie“ und dem Bau von Geräten wie dem Orgon-Akkumulator versuchte Reich, die menschliche Vitalität und Gesundheit durch externe Apparaturen gezielt zu steigern. Dieser Ansatz, den menschlichen Körper durch Technik zu „optimieren“ oder zu heilen, ist ein Grundpfeiler transhumanistischen Denkens.

Wissenschaftlicher Messianismus: Reich glaubte, durch die Entschlüsselung der Lebensenergie eine universelle Lösung für Krankheiten und gesellschaftliche Mißstände gefunden zu haben. Diese Vision einer durch Wissenschaft und Technik herbeigeführten „perfekten“ Existenz spiegelt den Optimismus moderner Transhumanisten wider.

Vordenker der Transformation: Während Reich sich auf die biologisch-energetische Ebene konzentrierte, zielen heutige Transhumanisten auf digitale oder genetische Upgrades ab. Beide eint jedoch der radikale Bruch mit dem traditionellen Menschenbild und die Überzeugung, daß der Mensch kein „fertiges“ Wesen ist.

In der Rezeption wird Reich daher oft als jemand gesehen, der die Grenzen zwischen Psychologie, Biologie und Technologie aufbrach, was ihn zu einer inspirierenden, wenn auch umstrittenen Figur für transhumanistische Strömungen macht.

Und was spezifisch die gesellschaftliche Zersetzung mit den Themen Geschlecht und Sexualität betrifft das folgende. Die Beispiele mögen antiquiert sein, doch es zeichnen sich Tendenzen ab, daß es in diese Richtung mit der Reich-Rezeption weitergeht.

1. Feminismus (Körperpolitik & Patriarchatskritik)

Alice Schwarzer: In ihrem frühen Werk (z.B. Der kleine Unterschied und seine großen Folgen) und in der Zeitschrift EMMA finden sich Spuren von Reichs Thesen zur sexuellen Unterdrückung der Frau als politisches Machtmittel.

Germaine Greer: In ihrem Klassiker Der weibliche Eunuch (1970) bezieht sie sich auf Reich, um zu erklären, wie Frauen durch gesellschaftliche Unterdrückung ihrer Sexualität und Lebensenergie entfremdet werden.

Shulamith Firestone: In The Dialectic of Sex (1970) verbindet sie Marx und Freud, nutzt dabei aber stark Reichs Ansatz, daß die sexuelle Revolution die Basis für die soziale Revolution sein muß.

Dianne Post: Die US-amerikanische Feministin bezog sich später explizit auf Reichs Analysen zur autoritären Familienstruktur als Keimzelle des Patriarchats.

2. Homosexuellenbewegung & Sexualpolitik

Hans-Georg Stümke: In seinem Standardwerk Homosexuelle in Deutschland analysiert er, wie die frühe Schwulenbewegung der 70er Jahre (z.B. die HAY in Berlin) Reich als theoretisches Fundament nutzte, um den Zusammenhang zwischen Faschismus und Homophobie zu erklären.

Rosa von Praunheim: Sein Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971) atmet den Geist von Reichs „Sexualökonomie“. Der Titel spiegelt Reichs Idee wider, daß die Umwelt (die Gesellschaft) das Individuum neurotisch macht.

Guy Hocquenghem: Der französische Theoretiker (Das homosexuelle Begehren, 1972) radikalisierte Reichs Thesen und verband sie mit Deleuze/Guattari, um die bürgerliche Moral als Unterdrückungsmechanismus zu entlarven.

Reimut Reiche: In Sexualität und Klassenkampf (1968) setzte er sich intensiv mit Reich auseinander, um die sexuelle Befreiung innerhalb der Studentenbewegung theoretisch zu begründen (wenn auch kritisch gegenüber Reichs späterem „Biologismus“).

3. Übergreifende Vordenker (Frankfurter Schule)

Herbert Marcuse: Er ist die wichtigste Brücke. In Triebstruktur und Gesellschaft (1955) rehabilitierte er Reich für die Neue Linke. Ohne Marcuses Reich-Rezeption hätte es die theoretische Grundlage für die sexuellen Revolten der 68er (Feminismus und Gay Lib) so nicht gegeben.

Biologie als Emotionelle Pest am Beispiel Schwangerschaft

6. April 2026

In der autoritären Gesellschaft ging es noch darum, daß sich die gebildeten und weißen Menschen als allen anderen überlegen fühlten und sich dabei durchaus wohl in ihrer eigenen Haut fühlten. In der anti-autoritären Gesellschaft trägt diese „Wissenschaft“ dazu bei, daß sich alle gleichermaßen scheiße fühlen. Etwa Schwangere:

Invasion der kindlichen Zellen: Für das Immunsystem der Mutter ist das Kind der Parasit, und die Plazenta ähnelt einem Tumor. Diese Erkenntnisse wollen Forscher im Kampf gegen Krebs und Unfruchtbarkeit nutzen.

So, im typisch schnoddrigen Spiegel-Stil, wird ein Artikel über eine der neusten Großtaten der mechanistischen Wissenschaft eingeleitet. Der Anfang des menschlichen Lebens wird mit dem Krebs gleichgesetzt (Hackenbroch 2009).

Reich zufolge ist Krebs „verfaulen bei lebendigem Leibe“, der Krebstumor ein verzweifelter Versuch des Organismus sich auf niedrigerem energetischem Niveau neu zu organisieren (siehe Reich 1948). Dabei entstehen genauso groteske wie giftige Gebilde, die Tumoren. Mit denen setzt man nun Embryos gleich!

Das Problem ist nicht nur die Wissenschaft, sondern wie die Ergebnisse vermittelt werden. Obwohl: der Zynismus ist unmittelbarer Ausfluß der mechanistischen Weltanschauung! Wie muß eine werdende Mutter empfinden, wenn sie so etwas liest, in einem zynischen Schreibstil, dem jeder Respekt für das Lebendige abgeht?

Ich habe mich schon immer schlecht gefühlt, wenn ich in dieses ekelhafte Schmierantenblatt gelesen habe, das wie kein anderes den lebensfeindlichen Geist unserer „Eliten“ verkörpert. Man betrachte etwa das Titelbild des oben verlinkten Spiegel, das das Lebensgefühl der Macher widerspiegelt. Der Autor berichtet über „Das Geheimnis der Gestalt“, beschreibt die wunderbare Einheitlichkeit der Formen des Lebendigen – und endet in einem Horrorszenario der Genmanipulation.

Natürlich ist die Genforschung wichtig, sie macht aber nur Sinn, wenn sie in ein umfassendes bioenergetisches Verständnis eingepaßt ist. Das ist so, weil das Mechanische etwas Sekundäres ist, das Bioenergetische das Primäre. Und was soll das sein, „das Bioenergetische“? Genau das, was der Spiegel unterdrückt, wenn er keine authentischen Gefühle zuläßt, wenn er alles ins Lächerliche, Groteske und Abstoßende zieht. Mechanistische Wissenschaft kann nur jemand betreiben, der sein natürliches Empfinden gewaltsam unterdrückt. (Übrigens kommt es infolge der Schwangerschaft zu „Mikrochimärismus“, bei dem fötale Zellen in die Mutter übergehen,aber auch umgekehrt.)

Wichtiger ist, daß viele Frauen während der Schwangerschaft das Embryo, das sie in sich tragen, als eine Art „Parasit“ empfinden, das ihnen ihre Nährstoffe entzieht, sie förmlich aussaugt und sich schlecht fühlen läßt. Die moderne Biologie unterstützt dieses Empfinden, handelt es sich doch bei dem Embryo um zur Hälfte fremdes genetisches Material mit entsprechender Immunabwehr etc. Das Problem ist, daß sich andere Frauen gerade während der Schwangerschaft „puddelwohl“ fühlen, wie sonst kaum in ihrem Leben, einfach weil sich die beiden Organismen bioenergetisch hochschaukeln, ähnlich wie es jemand erfährt, der in einem Orgonenergie-Akkumulator sitzt. Das Leiden mancher Frauen und deren Gefühl ein böser Fremdkörper sei in ihnen, ist eindeutig eine neurotische Reaktion auf dieses bioenergetische Aufblühen, das sie nicht ertragen können und deshalb ersticken müssen. Bereits im Mutterleib wird dem Baby signalisiert, daß es auf diesem lustfeindlichen Planeten nicht willkommen ist!

Verschärft wird die Problematik durch einen anderen Aspekt, für den die moderne Biologie jeden Zugang verbaut hat. Viele Schwangere erleben die heftigen Fötusbewegungen (Entwicklungszuckungen die nichts anderes sind als Orgasmusreflexe des Fötus) als seltsam, fremd, als „alien-artig“ unheimlich, beunruhigend und bedrohlich. Daß sie das Lebendige selbst verteufeln und dergestalt der Christusmord anfängt… Die Biologie hat nichts, rein gar nichts begriffen, schon gar nicht, wie sie unmittelbar in die Soziologie übergeht. Die moderne Wissenschaft ist ein grausamer Witz. In den 1930er Jahren bot Reichs „sexualökonomische Lebensforschung“ die Möglichkeit richtig abzubiegen, aber stattdessen… Wir haben es bei den modernen Wissenschaftlern mit gemeingefährlichen Halbirren zu tun, die dir mit ihrem grenzdebilen Grinsen irgendwas von „Wissenschaftstheorie“ erklären wollen – und nicht sehen, daß sie selbst die allerprimitivsten Dinge nicht begreifen. Die mechanistische Wissenschaft ist eine Ausprägung der mörderischen Emotionellen Pest!

Wilhelm Reich, Physiker: 5. Das Atom und das Orgon, c. Das orgonomische Potential und das Lebendige

3. April 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 5. Das Atom und das Orgon, c. Das orgonomische Potential und das Lebendige

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, f. Zum naturwissenschaftlichen Status des Orgons

1. März 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, f. Zum naturwissenschaftlich Status des Orgons

Reichs phänomenologische Naturwissenschaft (Teil 1)

15. Februar 2026

War die Beschäftigung des Psychoanalytikers („Psychologen“) und Sozialreformers („Soziologen“) Wilhelm Reich mit Naturwissenschaft nicht nur eine Marotte, die man nicht ernstnehmen kann?

Mit der Naturwissenschaft ist das so eine Sache. Man denke nur an all die physikalischen Halbgebildeten, die beispielsweise davon schwätzen, daß die Mondlandung unmöglich gewesen wäre, weil die Astronauten den radioaktiven Van-Allen-Gürtel durchqueren mußten. Das hätte wie ein Aufenthalt im Sarkophag von Tschernobyl tödlich verlaufen müssen! Und erst die Kälte (170 Grad unter Null) und die Sonnenhitze (130 Grad über Null) auf der Mondoberfläche hätten sie in ihren Mondanzügen unmöglich überleben können! Nun, den Van-Allen-Gürtel durchquerten sie jeweils in etwa 50 Minuten, den wirklich gefährlichen inneren Bereich in 15 Minuten, wobei die Strahlenwirkung zwar nicht gerade gesundheitsförderlich war, aber weit unter dem lebensgefährlichen Bereich lag. Und im Vakuum haben „Kälte“ und „Wärme“ eine grundsätzlich andere Bedeutung als in der dichten Erdatmosphäre. Ansonsten wäre überhaupt jede Raumfahrt unmöglich!

Das, was dem Laien mit seinem beschränkten Sichtkreis als „logisch“ erscheint, muß in der Wirklichkeit ganz und gar nicht so sein. Man kann sich ausmalen, wie sehr Naturwissenschaftler angesichts von so viel dummdreister Arroganz leiden! Gehörte Reich mit seinen außerhalb des anerkannten naturwissenschaftlichen Betriebs stehenden „orgonomischen“ Thesen nicht auch zu dieser Kategorie nerviger Ignoranz? Alles Fehlschlüsse, Fehlinterpretationen, Mißverstehen?

Als Reich 1919 und 1920 sich während seines Medizinstudiums mit „Physik für Mediziner“ herumschlug, war die Existenz des Atoms als Baustein der Materie erst frisch etabliert. Kaum anderthalb Jahrzehnte zuvor galt das Atom noch als ein voraussichtlich bald obsolet werdendes hypothetisches Hilfskonstrukt. Auch die Vorstellung, daß Elektrizität so etwas wie eine „flüssige Substanz“ ist, war erst zur Jahrhundertwende am Verschwinden. Das heißt der Triumph des konsequent mechanistischen Models, das die Welt als eine Art „Legobaukasten“ betrachtet, war noch nicht wirklich etabliert. Beispielsweise lehnte der streng phänomenologisch denkende Ernst Mach bis zu seinem Tode 1916 die physische Realität des Elektrons und des Atoms ab, da man sie nicht direkt beobachten konnte. Es handele sich bei ihrer Postulierung also um „Metaphysik“, die in der Naturwissenschaft keinen Platz haben sollte!

Reich bewegte sich in den 1930er Jahre gewissermaßen noch immer im 19. Jahrhundert, als er seine Physik mit dem „Zerstören von Materie durch Kochen und Glühen“ begann und sich auf elektrostatische Phänomene konzentrierte. Um sich in diese „altertümliche“ Vorstellungswelt hineinzuversetzen denke man nur daran, daß wir bei der Elektrizitätslehre noch immer mit Begriffen arbeiten, die auf die Dynamik von Flüssigkeiten verweisen: Ladung = Quelle bzw. Senke, Spannung = Druckunterschiede, Stromstärke = Durchflußmenge, Widerstand = Rohrverengung, Isolator = Damm.

Weit besser kann man sich den besagten Bruch zwischen der gängigen und der Reichschen Naturwissenschaft anhand der Arbeit des Berliner Internisten Friedrich Kraus vergegenwärtigen, dessen Hauptwerk Allgemeine und spezielle Pathologie der Person (Leipzig: Thieme, 1927) Reich noch im Erscheinungsjahr besprach. Der zentrale Gedanke von Kraus‘ Buch war das Konzept der „Tiefenperson“, die den unmittelbar erfahrbaren vitalen „spontan dranghaft schöpferischen“ Kern des Menschen ausmache und die, so Reich, weitgehend identisch sei mit Freuds Libido – eine Assoziation, die Kraus selbst in dem besagten Buch herstellt. Das, was Reich als Spitze der bio-medizinischen Avantgarde rezipierte, war jedoch das letzte Aufbäumen einer bio-medizinischen Wissenschaft, in der das Lebendige noch auf so etwas wie „vegetative Strömungen“ (Kraus) zurückgeführt wurde und nicht, wie seit etwa 1936 (Kraus‘ Todesjahr), alles auf biochemische Strukturen zurückgeführt wurde und langsam jene Genetik sich entwickelte, die heute die Biologie und Medizin fast ausschließlich bestimmt nach dem Muster: Software (die DNA) und Hardware (die Proteinsynthese). Es war ähnlich wie zuvor, als die einheitliche Materie und die einheitliche Elektrizität jeweils „atomisiert“ wurden!

Reichs Ausgangspunkt seiner bio-medizinischen Forschung, die Orgasmusformel (Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung), wirkt heute vollständig absurd, da wir seit nunmehr fast einem Jahrhundert systematisch darauf trainiert werden, das Lebendige rein auf Informationsverarbeitung und das Maschinelle zu reduzieren. Beispielsweise „findet Sex im Kopf statt“ und der Rest weiter unten sei bloße Mechanik, so daß wir mit dem Begriff „das Lebendigen“ als autonomer Instanz rein gar nichts mehr anfangen können. Kraus‘ Lehre von den funktionellen Zusammenhängen und der Ganzheit des Menschen, bei der nicht nur das Plasma der einzelnen Zelle, sondern das gesamtorganismische dynamische Kontinuum dieses Plasmas und das energetische Fließgleichgewicht, das in diesem immer wieder hergestellt wird, also die Selbstregulation, eben das besagte „dranghafte Lebendige“, im Mittelpunkt stand („Syzygiologie“), wurde abgelöst von einer merkwürdig mittelalterlich wirkenden rein morphologisch orientierten statischen neuen Lehre mit den Genen als dem unveränderlichen Bauplan des Organismus. Die Nationalsozialisten waren enthusiastische Vertreter dieser Erblehre, entsprechend betrachtete Reich seine „sexualökonomische Lebensforschung“ der 1930er Jahre und die „biophysikalische Orgonforschung“ der 1940er Jahre als antifaschistischen Widerstand gegen das heraufziehende neue Mittelalter.

Gleichzeitig begann er die immer noch hydrodynamische und damit mechanische Vorstellung („Fluida“) durch eine biologische zu ersetzen mit Begriffen wie Erregung und qualitativen Umschreibungen, die dem Gefühlsleben entnommen waren. Man denke nur an Reichs Ausführungen über das ORANUR-Experiment von 1951, die dem „Hineinsehen“ in der Phänomenologie entsprechen.

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, c. Das schwer zu greifende Orgon

12. Februar 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, c. Das schwer zu greifende Orgon

Bernd A. Laska liest den Roman IDEALISTEN von Hans Scherfig (Teil 3)

4. Februar 2026

Bernd A. Laska liest den Roman IDEALISTEN von Hans Scherfig (Teil 3)