Orgonomie und Metaphysik (Teil 35)

Unser jüdisch-christliches Bewußtsein stellt uns in eine tote, bewegungslose Welt, der Gott von außen das Leben, den Geist, eingehaucht hat. Eine Bewegung, die ständig zu erlöschen droht. Daher stammt unsere Furcht vor dem Tod. Unsere gesamte Zivilisation ist aus dem Drang nach Bewegung hervorgegangen. Fort-Schritt!

Die Todesfurcht der Antike und des Ostens war bzw. ist eine fundamental andere, geradezu entgegengesetzte: im Chaos der ewigen Bewegung errichten wir das Leben, als eine Insel des Seins, doch dieses Sein ist ständig bedroht durch die Bewegung. Deshalb sucht der Osten Stille und Kontemplation, die Bewegungslosigkeit. Erstarrung!

Beide Weltanschauungen sind unmittelbarer Ausdruck der Panzerung, die jede Bewegung der Lebensenergie unterbindet und gleichzeitig dazu führt, daß man eine Todesangst vor dieser Bewegung entwickelt. Einerseits entspricht dies einem Aufbäumen gegen den ständig drohenden Stillstand, gegen den Erstickungstod; andererseits entspricht es einem „Es zerreißt mich!“, weil die Panzerung nicht elastisch nachgeben kann.

Diese sadomasochistische Verfassung des gepanzerten Menschen führt dazu, daß Todesfurcht stets von Todessehnsucht begleitet wird.

Was dahinter steckt, hat keiner besser ausgedrückt als Alexandre Dumas d.J.: „Nur durch die Liebe und den Tod berührt der Mensch das Unendliche.“

Einen dritten, „energetischen“ Umgang mit dem Tod beschreibt der „Energetiker“ Josef Haid in seinem Buch Lebensrichtig:

Sobald der Mensch sich als eine Konzentrationsform aus Energieteilchen innerhalb der unvergänglichen Energieeinheit des Alls erkennt und lebensrichtig denkt und handelt – die Energieeinheit in ihm sich ihrer selbst bewußt wird –, schwindet seine Furcht vor dem Tod. (CH-Chur, 1984)

Leider ist diese Herangehensweise allzu rationalistisch und sie verkennt, daß „die Energie“, in der wir wie Fische im Wasser schwimmen, ganz bestimmte Eigenschaften hat, insbesondere die Kreiselwelle.

Was dies mit der „Ewigkeit“ zu tun hat, zeigt folgender Ausspruch des griechischen Arztes Alkmaion aus Kroton (ca. 530 v.Chr.): „Menschen müssen sterben, weil sie nicht mehr den Anfang mit dem Ende zu verknüpfen wissen, wie es die Gestirne in ihren kreisförmigen Bahnen tun.“

Die Mystiker erahnen zwar diese Zusammenhänge, doch bleibt ihnen wegen ihrer sexualfeindlichen Struktur der Zugang zum „ewigen Leben“ versperrt.

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7 Antworten to “Orgonomie und Metaphysik (Teil 35)”

  1. David Says:

    Der interessanteste Fall ist vielleicht der, wo nicht nur das Gehirn ohne Sauerstoff war, sondern auch alle physiologischen Werte sekündlich gemessen wurden, unter anderem vollständiger Stillstand der Hirnströme.

    Es handelt sich um eine Frau in den USA, die – zwecks Operation eines Aneurisma im Kopf – in Vollnarkose und in den Künstlichen Winterschlaf – Abkühlung der Körperkerntemperatur auf acht Grad – versetzt worden war. Es kam kurz nach dem Herzstillstand auch zum Gehirnstillstand.

    Bei normaler Temperatur würde innerhalb der zwanzig bis dreißig Minuten, die die Operation dauert, das Gehirn beginnen, sich zu zersetzen; ein Aufwachen nach der Operation und ein Weiterleben wäre dann nicht mehr möglich.

  2. David Says:

    Man braucht also, um solche Dinge zu erleben, kein Gehirn! Dennoch ist so etwas wie Bewusstsein vorhanden, wenn auch eines, das – wi dase in der Mitte des Orgasmus – vom normalen Bewusstsein verschieden ist.

  3. Jörg K Says:

    Hab auf dieser Webseite einige interessante Infos gefunden:

    http://www.frogged.de/nahtoderfahrungen-was-nach-dem-tod-kommt.html

    Vieles von dem was die Betroffenen berichten widerspricht der CO2 Theorie! Auch die Frau die in künstliches Koma versetzt wurde hatte Nahtoderfahrungen und eine stabile CO2 Versorgung!

  4. Klaus Says:

    Meinetwegen ‚extragenitale Orgasmen‘. Jedenfalls besagen die vielen Erlebnisberichte nichts über eine Frage, die ich jedenfalls nicht wirklich verstehe: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“
    Mit der Frage nach dem Leben nach dem Tod ist ja immer sowas gemeint wie „Wenn Werner nicht mehr lebt, lebt er dann noch?“ Oder Was ist Tod anderes als, nicht mehr zu leben ? Nee, die Frage ist komisch. Nehmen wir vielleicht: Erlebt Werner noch etwas, wenn er tot ist? Dann aber: Ist er dann noch Werner? Das ist wichtig, denn: Man meint ja nicht: Wenn Werner tot ist, lebt dann noch irgendjemand? Also …. wie nun?

    • Peter Nasselstein Says:

      David hat mich neulich auf folgendes Buch verwiesen: Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung

      In der international bedeutendsten medizinischen Zeitschrift The Lancet erschien ein aufsehenerregender Artikel. Der Kardiologe Pim van Lommel zweifelt darin die herkömmliche Auffassung von Leben und Tod an. Seine These: Das Bewusstsein ist auch nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung nicht im Körper lokalisierbar und es hört nach dem Tod nicht auf zu existieren. Van Lommels Erkenntnisse beruhen auf internationalen wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen und Berichten tausender Patienten, die Nahtoderfahrungen erlebten.

  5. Renate Says:

    Mein Vater wäre als Kind (ca. 5 – 6 Jahre?) fast ertrunken, wurde wiederbelebt, hatte Nahtoderfahrung.
    Er ist aber sowas von unspirituell und meilenweit entfernt von Kirche und Mystik.
    Das einzige was er macht, ist ständig in den Bergen zu wandern und er ist bestimmt arbeitssüchtig.

  6. Günther Says:

    Es war im August 1961, als ich in Wien als 15 jähriger Lehrling bei einer Reparatur eine Gasexplosion verursachte. Schwerste und großflächige Verbrennungen 3-4 . Ich sah aus wie ein fertiger Schweinebraten. Im Krankenhaus hat mich die Rettung in der Hautambulanz abgegeben. Eine anwesende Schwester öffnete den Kühlschrank und entnahm einen Topf mit Kühlsalbe schmierte diese auf ein Tuch und legte mir dieses auf den Rücken. Sofort umfing mich Dunkelheit und ich war weggetreten. Das nächste was ich weis war das ich in einen art Schwebe Zustand war. Ich sah mich selbst liegen und ein Gruppe von Ärzten standen um Mich . Ich verspürte Angst . Da tat sich vor mir ein gleißend Helles Licht auf und ich wusste woher auch immer das jetzt entscheiden muß, gehe ich ins Licht verliere ich Familie und Freunde oder ich kämpfe bleib hier. Ene Stimme neben mir sagte das wird nichts mehr mit dem. Eine weibliche Stimme sagte na da ist er ja wieder. Als ich dann etwa acht Tage später erwachte lag ich im Wasserbett. Heute bin ich froh nicht ins Licht gegangen zu sein. Außer Brandnarben habe ich nichts. Meine Lebenseinstellung hat sich allerdings grundlegend verbessert.

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