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Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 9)

8. April 2019

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman

 

Das „Haschisch“-Syndrom (Fortsetzung)

In einem anderen Fall hatte ich eine Notfallkonsultation mit dem Patienten eines Kollegen, der sich einer LSD-Psychotherapie unterzogen hatte. Er war in großer Bedrängnis wegen der spontanen und unerwünschten Erinnerungen von Verdrängtem (zuvor durch LSD wiederbelebt), die ihn zu ungewöhnliche Zeiten unerwartet überfielen. Dies wurde begleitet von Mikropsienm und suizidalen Impulsen. Ich kann mich nicht erinnern, ein stärker geschädigtes Kopfsegment als bei diesem Patienten gesehen zu haben. Das Hinterhaupt war wie ein Schraubstock. Die Augen und die Stirn waren starr. Die geringste Mobilisierung des Kopfsegments führte zu quälendem Schrecken. Es war große Vorsicht geboten, damit der Patient nicht zusammenbricht. Die Photostimulation verlieh etwas Erleichterung.

Ein andere Patientin (eine von meinen), die noch nie Marihuana konsumiert hatte, kam eines Tages zu einer Sitzung, auf seltsame Weise ohne Kontakt. Sie schien nicht sie selbst zu sein, aber es war eine sehr subtile Veränderung. Es gab nichts Absonderliches. Die Abtastung des Hinterkopfes zeigte ein intensives Festhalten, das für diese Frau ungewöhnlich ist. Ich kommentierte diesen Zustand. Die Patientin erzählte dann, wie sie vor zweieinhalb Tagen mit einer Freundin experimentiert hatte und zum ersten Mal in ihrem Leben „einen halben Joint mit Hasch“ geraucht hatte. Seitdem hatte sie sich außer Kontakt gefühlt. Während dieser Sitzung war es unmöglich, bei dieser gewöhnlich labilen Patientin eine Energiebewegung zu erzeugen. Sie war erstarrt.

Obwohl dies nur vorläufige Beobachtungen sind, hoffe ich, dass sie dazu beitragen werden, einige mögliche biophysikalische Konsequenzen der Verwendung von Marihuana und dessen Unvereinbarkeit mit der orgonomischen Therapie aufzuzeigen. Zögernd würde ich postulieren, dass der chronische Konsument seine Kopfpanzerung vorzeitig aufbricht, in einem verzweifelten Versuch, seine Kontaktlosigkeit durchzubrechen. Gleichzeitig gibt es eine unerträgliche energetische Expansion und eine chaotische Rückkehr des Verdrängten. Der Organismus antwortet mit einer Sympathikotonie – einer Kontraktion gegen die Expansion. Es besteht also die Gefahr, dass im Okularsegment ein „Haken“ entsteht, der bei manchen Personen durchaus irreversibel sein kann. In der psychedelischen Episode gibt es eine Abspaltung des direkten Kontakts, einen scharfen energetischen Rückzug und eine Ausdünnung und Streuung des Feldes als Folge der zentripetalen Energiebewegung. Wahrnehmungsveränderungen und regressive Phänomene sind die Regel. Im intensiven Erleben gibt es eine Verwechslung von Sinnesmodalitäten – ein „Sehen“ von Klängen und ein „Hören“ von Farben, die an archaische Wahrnehmungsfunktionen erinnern, die Spitz als Merkmale der „konästhetischen Organisation“ (4)n beschrieben hat. Die Distanzrezeptoren scheinen die primären Zielorgane zu sein. Eine steinharte Kontraktion des Kopfsegments ist ein ständiger Befund bei den chronischen Konsumenten, die ich gesehen habe. Intensive Kontaktlosigkeit gepaart mit Pseudo-Geselligkeit runden das Bild ab. Unter diesen Umständen kann sehr wohl eine tiefe Anorgonie des Gehirns folgen.

Im vorgestellten Fall hatte die Patientin eine Vorgeschichte mit Langzeitkonsum, war aber während der Behandlung ohne Drogen. Dennoch war es äußerst schwierig, die biophysikalischen Wirkungen der Therapie von den Stigmen des chronischen Konsums zu separieren. Wo der Patient fortfährt bewusstseinserweiternde Drogen zu verwenden, halte ich es für unmöglich, eine sinnvolle orgonomische Behandlung durchzuführen. Nach meiner Erfahrung sind Therapie und bewusstseinserweiternde Drogen aufgrund der durch Drogen induzierten Kontaktlosigkeit und der besonderen Beharrlichkeit der Kopfpanzerung energetisch inkompatibel.

Die obigen Ausführungen sind vorläufige Feststellungen. Die Verifizierung muss noch weitere Studien und Erkenntnisse der bioenergetischen Vorgänge abwarten. In der Zwischenzeit gibt es genügend Beweise, um bei der Verwendung aller Psychedelika, obwohl sie für unbedenklich erklärt werden, große Vorsicht walten zu lassen.

 

Anmerkungen des Übersetzers

m Subjektives Phänomen, bei dem Sehobjekte kleiner wahrgenommen werden, als es der Objektgröße entspricht.

n Deutsche Ausgabe: Vom Säugling zum Kleinkind. Naturgeschichte der Mutter-Kind-Beziehungen im ersten Lebensjahr.

 

Literatur

4. Spitz, R.: The First Year of Life. New York: International Universities Press, Inc., 1965

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 8)

6. April 2019

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman

 

Das „Haschisch“-Syndrom (Fortsetzung)

Die Wahrnehmungsveränderungen sind dem Eingeweihten gut bekannt. Die Beschreibung von Allentuck deutet auf eine umfassende Beteiligung des Augensegments hin:

Mentale Phänomene treten zwei bis drei Stunden nach der Einnahme bzw. fast unmittelbar nach dem Einatmen der Droge auf. Das Subjekt gesteht ein, „high“ zu sein. Dieser Zustand ist gekennzeichnet durch ein Gefühl von „in der Luft schweben“, „auf Wellen gleiten“, Leichtigkeit oder Schwindel im Kopf, Klingeln in den Ohren und Schwere in den Gliedmaßen. Euphorie manifestiert sich zunächst objektiv in Redseligkeit und erhöhter psychomotorischer Aktivität, später subjektiv in einer köstlich benebelten Mattigkeit. Entfernungen und Zeitintervalle erscheinen subjektiv elastisch. In drei bis sechs Stunden nach der Einnahme von Marihuana manifestiert sich Hunger, vor allem in einem Verlangen nach Süßigkeiten, und ein Gefühl von Müdigkeit und Schläfrigkeit tritt in den Vordergrund. Das Individuum kann ein bis sechs Stunden schlafen und ist beim Erwachen „down“, d.h. es fühlt sich nicht länger „high“. Die klinischen Phänomene können noch einige Stunden anhalten.

Der mentale Status offenbart in der Regel ein hyperaktives, ängstliches, redseliges, etwas misstrauisches Individuum. Sein Redefluss kann umständlich sein, seine Stimmung kann gehoben sein, aber er beinhaltet keine offenen anormalen mentalen Inhalte wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Phobien oder autistisches Denken. Aufmerksamkeit, Konzentration und Verständnis werden nur geringfügig gestört, was sich daran zeigt, dass die Ergebnisse seiner Bildungsabschlussprüfungen nur geringfügig gesunken sind.

Marihuana kann eine Psychose in einer instabilen, unorganisierten Persönlichkeit auslösen, wenn sie in größeren Mengen eingenommen wird, als sie tolerieren kann (2, S. 363).

Wie funktionieren die Psychedelika? Einige Hinweise des Eingeweihten regen zum Nachdenken an, erklären jedoch den Prozess nicht. Cholst (2), ein Arzt und Konsument, vergleicht die Erfahrung von Marihuana mit hypnotischer Altersregression.k Er berichtet, dass ein Babinskil sowohl während hypnotischer als auch während psychedelischer Erfahrungen hervorgerufen wurde. Die Analogie zur Hypnose ist interessant; wie bei den Psychedelika ist ihr Wirkmechanismus noch unerklärt. Meine eigenen Beobachtungen zur Hypnose lassen mich glauben, dass der hypnotische Prozess (wie der psychedelische) unter anderem eine Verkrampfung des Kopfsegments in Form einer akuten Panzerung beinhaltet. Leary (2) sieht den Einsatz von Psychedelika als Disziplin zur Erlangung kosmischen Kontakts und beschreibt dabei sechs Stufen des „Bewusstseins“. (Mein Eindruck ist, dass dieser Ansatz sehr mystisch ist und auch eine gewisse Art von Hypnose beinhaltet.)

Aus orgonomischer Sicht kann man postulieren, dass das eigentliche Zielorgan der Psychedelika das gepanzerte Gehirn selbst ist und dass der ständige Konsument verzweifelt versucht, sein kontrahiertes Kopfsegment zu öffnen. Frau M., die eine intelligente Beobachterin ist, hatte das Gefühl, dass dies bei ihr der Fall war. Sie beschrieb detailliert zwei Phasen, die sie während der Droge durchlaufen hatte. In der ersten lag der Schwerpunkt auf der sensorischen Erfahrung, insbesondere visuell und auditiv, als sie in ihren empfindungshungrigen Rezeptororganen schwelgte. Später folgte eine Phase der Erinnerung an das Verdrängte, ein fürchterliches Schlachtfeld für sie. Sie sieht den Einsatz der Drogen als verzweifelten Versuch, etwas zu fühlen und ihre lebenslange Kontaktlosigkeit zu durchbrechen. Leary (2, S. 87) und Halpern (2, S. 335) haben auch beobachtet, dass chronische Konsumenten meistens introvertierte, emotional unterdrückte Typen sind.5

Ein anderer Patient von mir, der als Studienabbrecher mit einem Alkoholproblem begann, machte Fortschritte in der Therapie, beendete seine Berufsausbildung und wurde in seinem Fachgebiet sehr erfolgreich. In etwa dem vierten Jahr der Therapie begann er mit Marihuana und LSD zu experimentieren und wurde bald psychologisch abhängig vom Ersteren. Therapeutisch habe ich beim Patienten versagt, weil ich das nicht früh genug erkannt habe. Er begann, „high“ zu den Sitzungen zu kommen und oft beobachtete ich ihn biophysikalisch in diesem Zustand. Der energetische Rückzug, die Kontaktlosigkeit und die Pseudo-Geselligkeit waren sehr auffällig. Es wurde unmöglich, ihn zu behandeln: Jede im Verlauf der Therapie entstandene Angst war bald in der Droge ertränkt. Wir kamen in eine Sackgasse und vereinbarten, die Behandlung abzubrechen. Ich habe ihn ein Jahr später gesehen. Er hatte weiterhin eine zufriedenstellende Arbeitsleistung trotz Marihuana erbracht, war jedoch unglücklich über seine Abhängigkeit davon. Er hatte eine gewisse beschränkte Reizschwelle der Erregung erreicht und die Droge hielt ihn an dieser fest. Er hatte sich in Bezug auf seine Kontaktfähigkeit mit weniger zufrieden gegeben und war nicht bereit oder nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Das Kopfsegment blieb geschlossen.

 

Anmerkungen des Übersetzers

k Hypnotische Rückführung in die Kindheit (PN).

l Babinski-Reflex, beim festen Bestreichen des seitlichen Fußsohlenrandes erfolgt eine Rückwärtsbewegung der Großzehe. Bei Kindern im ersten Lebensjahr ist dieser Reflex normal, später hingegen als Zeichen einer Pyramidenbahnschädigung zu werten.

 

Anmerkungen

5 „Individuen mit einer begrenzten Fähigkeit zu affektiver Erfahrung und Schwierigkeiten bei der Herstellung sozialer Kontakte greifen eher auf Marihuana zurück als diejenigen, die eher aufgeschlossen reagieren können.“

 

Literatur

2. Solomon, D., ed.: The Marihuana Papers. Indianapolis: Bobbs Merril Co., Inc., 1966

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 3)

28. März 2019

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman

 

Fallgeschichte (Fortsetzung)

Drogenvorgeschichte: Frau M. beschreibt den Marihuana-Konsum in ihren Kreisen als Lebensweise und Selbstverständlichkeit. Sie selbst rauchte zwei Jahre lang jeden zweiten Tag „einen halben Joint mit Haschisch“. Sie unternahm auch drei LSD-„Trips“, jeden mit einer geschätzten Dosierung von 500 mcgmc. Dies geschah während ihrer Scheidungen, als sie besonders einsam war, sich um ihr kleines Kind kümmerte, den ganzen Tag arbeitete und jeden Abend den Unterricht besuchte. Beim ersten Drogenrausch erlebte sie eine Intensivierung ihrer Einsamkeit und Sehnsucht nach ihrem Mann. Ihr zweiter Drogenrausch, der als „übel“ bezeichnet wird, war eine Erinnerung an ihr Leben im Ausland im Alter von fünfeinhalb Jahren. Bei ihrem dritten Rausch sah sie einen Mann und eine Frau, die sich gegenseitig verprügelten. Er war voller Bilder von Terror, Vergewaltigung und Mord.

Untersuchung: Frau M. präsentierte sich als zierliche, gesund aussehende, adrette und ansprechende junge Frau, die angemessen gekleidet war. Sie war artikuliert und vermittelte den Eindruck eines „netten kleinen Mädchens“. Abhängigkeit und Fügsamkeit stachen ebenfalls hervor. Der Affekt war mäßig ängstlich. Ihr Aussehen und ihre allgemeine Fassade, wie ihr beruflicher Werdegang, schienen der frühen, bösartigen Kindheitsgeschichte zu widersprechen. Es gab keine Bizarrheit. Sie erweckte den Eindruck von Naivität, die sich als Abwehr erwies, da sie im Laufe der Behandlung eine sehr hohe Intelligenz und eine raffinierte Scharfsinnigkeit zeigte.

Biophysisch stellte sich das Bild als Gegensatz zur angenehmen Fassade dar, mit starker Blockade im Augenbereich. Bei der Atmung waren die Brustbewegungen flach und von sehr „vorsichtiger“ Qualität. Bei manuellem Druck gab die Brust ziemlich leicht nach. Die paraspinalend Muskeln waren straff, mit relativ wenig Halten im übrigen Körper. Energetisch war sie weit nach innen gezogen und es fühlte sich für mich nicht so an, als wäre sie im Raum. Durch eine Lockerung der Brust konnten Beinklonismen hervorgerufen werden. Mein vorläufiger diagnostischer Eindruck war Hysterie mit einem Augenblock, obwohl Schizophrenie als eine wenig anzunehmende Möglichkeit blieb.

Therapieverlauf: Angesichts des Krankheitsbildes war es mein vorrangiges Ziel, mich auf das Kopfsegment und die Kontaktprobleme zu konzentrieren. Ich war auch auf eine starke latente negative Übertragung vorbereitet, die sich aus der tiefen Ambivalenz, den intensiven Abhängigkeitsbedürfnissen und der geheimen narzisstischen Erwartung (unbewusst) ergibt, dass ich mich um sie kümmern würde. Ich konnte nicht sicher sein, wie sehr das Krankheitsbild durch den Drogenkonsum verzerrt und wie viel durch andere lebensgeschichtliche Faktoren vorgegeben war. Dies ist bis heute ein Problem geblieben. Bisher habe ich die Patientin in insgesamt 25 Sitzungen behandelt.

Die ersten Interviews vor der Sommerpause umfassten die Anamnese, weitere Abklärung und das Auftreten sowohl eines Augen- als auch eines Ohrenblocks, der sich durch die Weigerung äußerte, auf der Couch zu sehen bzw. zu hören. Deutlicher Negativismus und Trotz lagen dicht unter der Oberfläche.

Die Sitzungen, die im Herbst nach der Scheidung der Patientin und dem Umzug an einen neuen Ort begannen, beschäftigten sich mit diesen unmittelbaren traumatischen Ereignissen ihrer Lebenssituation. In diesem Kontext ging ich mit verschiedenen Manövern dem Augensegment nach, einschließlich der Verwendung eines Flimmerlichts und der Mobilisierung der Augen durch rasches Verfolgen des Fingers. Zuerst bewegten sich die Augen ruckartig, als wären sie in ihren Höhlen eingerostet. Dies löste wiederum viel Wut gegen den Ehemann aus, den sie symbolisch auf der Couch verprügelte. Während jeder Sitzung ging die Patientin in den Kontakt und wieder hinaus und ich rief sie ständig zurück. Sie selbst hatte das Gefühl, dass sie zuvor die Drogen als Fluchtweg benutzt hatte und jetzt nur noch in den Augen weggehen konnte, ein Manöver, das ich ständig in Frage stellte.

 

Anmerkungen des Übersetzers

c 500 mcgm (Micrograms) = 0,0005 Gramm.

d Paraspinal bedeutet „entlang der Wirbelsäule“ bzw. „neben der Wirbelsäule“.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 2)

26. März 2019

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman

 

Der folgende Fall veranschaulicht einige der Fallstricke, die bei der Behandlung einer Patientin mit einer zweijährigen Marihuana-Vorgeschichte, plus drei LSD-„Trips“, aufgetreten sind. Zu der Zeit, als sie sich zur Behandlung vorstellte, hatte sie ein Jahr lang keine Drogen mehr genommen. Ein großes Problem überschattete jedoch den gesamten Verlauf der Therapie: Inwiefern hatte der vorangegangene Drogenkonsum den biophysikalischen Status der Patientin „kontaminiert“? Es war nie möglich, von einer Sitzung zur nächsten zu wissen, was sich aus den energetischen Wechselfällen der Therapie ergab, was historisch überdeterminiert war und was von möglichen Schäden durch Drogen ausgelöst wurde.

 

Fallgeschichte

Die 25-jährige weiße geschiedene Pädagogin/Psychologin und Mutter eines Kindes kam auf eigene Initiative im April 1968 zur Orgontherapie. Ihre Hauptbeschwerden waren Gefühle von Unruhe, Kummer, nicht mehr in Kontakt mit den Dingen zu stehen und zwanghaftes Grübeln über Tagesereignisse.

Die vorliegenden Beschwerden schienen mehrere Jahre lang chronisch zu sein, mit akuten Verschlimmerungen bei der Auflösung ihrer sechsjährigen Ehe im Jahr 1965. Acht Monate bevor ich sie sah, hatte Frau M. einen Therapeuten besucht, der seine Praxis anschließend in einen anderen Bundesstaat verlegte. Zu dieser Zeit kam sie „gerade von den Drogen runter“, hauptsächlich Marihuana, und fühlte sich allgemein „zerrissen“. Die Therapie war darauf ausgerichtet, sie wiederherzustellen und ihr in der schwierigen Übergangszeit zu helfen. Die endgültige Trennung von ihrem Mann, an den sie sich noch emotional klammerte, war ebenfalls ein zentrales Thema. Es gab keinen Versuch des Therapeuten, sich mit der negativen Übertragung zu befassen.

Vorgeschichte: Der Vater von Frau M. war ein kleiner Beamter im diplomatischen Dienst, ein Posten der bedingte, dass sie ihre frühen Jahre im Ausland zubrachte. Die Eltern trennten sich, als die Patientin sechs Jahre alt war und beide heirateten wieder. Danach gab es sporadische Besuche beim Vater, bis zur frühen Pubertät, als der Vater starb. Frau M. erinnert sich, wie sie sich nach ihm sehnte, aber nicht in der Lage war, ihn zu erreichen, da er in beiden Ehen von Frauen dominiert wurde und passiv war. Die Mutter, die sie als starke Trinkerin darstellt, ist manipulativ, mit Migränekopfschmerzen behaftet, schreit die Patientin ständig an oder schlägt ihr auf den Kopf. Die wichtigste mütterliche Botschaft war, die Patientin solle keinen Lärm machen, solle nicht zu hören sein und keine Gefühle ausdrücken. Sie ließ die Patientin stundenlang unbeaufsichtigt und schreiend zurück oder widersetzte sich ihren Annäherungsversuchen mit einem harten: „Lass mich in Ruhe“. Eine zwei Jahre jüngere Schwester war ihr wichtigstes Standbein; die einzige, die für sie „da“ war.

Frau M., die eine ausgezeichnete Studentin war, spricht von ihren College-Aktivitäten als dem glücklichsten Aspekt ihres Lebens. Sie hat ihren Abschluss mit hohen Auszeichnungen gemacht, verfügt über eine solide Berufserfahrung und einen beeindruckenden Lebenslauf.

Diese Funktionsbereiche stehen in scharfen Kontrast zu der Geschichte ihrer Objektbeziehungen, die die Heirat mit siebzehn Jahren mit einer borderline-gestörten, gleichwohl talentierten Person mit psychopathischen und schizoiden Eigenschaften, einschließt.

Die stürmische und sadomasochistisch geprägte Ehe brachte ein siebenjähriges Mädchen hervor. Die Patientin blickt zurück auf ihr Leben als Zustand der tiefen Kontaktlosigkeit. Mit viel Bedauern erkennt sie jetzt, dass sie ihr Kind aufgezogen hat, wie ihre Mutter sie aufgezogen hatte – sie hat ihren emotionalen Ausdruck abgesperrt, es in der frühen Kindheit viele Stunden allein gelassen, es am Kopf geschlagen und geschrien usw. Der Vater des Kindes, ein starker Konsument von Marihuana, war ebenfalls hart und verhielt sich dem Kind gegenüber wie ein Leuteschinder.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 1)

25. März 2019

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman*

 

Da der Einsatz von bewusstseinserweiternden Drogen, insbesondere bei jungen Menschen, weiter an Dynamik gewinnt, können wir uns fragen, was die biophysikalischen Auswirkungen des chronischen Konsums sind. Ich stelle diese Frage vor allem in Bezug auf Marihuana, der Schwächsten der Psychedelika, die von ihren Apologeten am meisten verteidigt wird und am weitesten verbreitet ist.

Was LSD betrifft, haben Forscher den Verdacht, es könne für chromosomale Schäden verantwortlich sein und sie wissen, dass es bei dafür Empfänglichen eine Psychose auslösen kann. Marihuana kann letzteres ebenfalls tun und wurde kürzlich gleichfalls Gegenstand einer genetischen Untersuchung. Aber niemand kennt wirklich die langfristigen Auswirkungen des Rauchens von „Haschisch“. Der Trend in den Nachrichtenmedien geht dahin, die Bedenken der Menschen zu zerstreuen und eine moderate Nutzung als harmlosen Genuss hinzustellen, auf dem gleichen Level wie der Cocktail vor der Mahlzeit. Auch drängen sie auf Legalisierung.

Ich habe mit vielen Eltern von Teenagern gesprochen, in allen Bereichen des Lebens. Sie trösten sich mit dieser Sichtweise und führen zur Beruhigung an, dass es keine physiologische Abhängigkeit oder damit verbundene Entzugserscheinungen gibt. Dennoch erkennen sowohl Arzt als auch Laie an, dass der fortgesetzte Gebrauch die Passivität fördert, insbesondere bei jungen Menschen, die Motivation erstickt und eine „Null-Bock“-Einstellung gegenüber dem Leben hervorruft. Es gibt eine anonyme Broschüre, die im Rockland County (New York) zur Förderung der schwarzen revolutionären Sache zirkuliert. Ihre Stellung zu Marihuana („Gras“) ist sehr aufschlussreich:

Auch die Drogenfrage muss gelöst werden. Ich habe das Gefühl, dass wir unser Hasch für eine Weile opfern müssen, um erfolgreich zu sein. Nicht nur, dass es uns paranoid macht, es macht uns auch kaputt. Was nützt ein Revolutionär im Gefängnis?

Neben dem rechtlichen Aspekt, warum lässt der Manna die offene Nutzung von Drogen in Harlem, on the Hillb oder durch die Hippies zu? Weil er damit die Unterdrückten kontrollieren kann. Es macht uns selbstgefällig, apathisch und inaktiv . . . {Kursiv von mir – B.G.K.}

Es überrascht, dass allein schon dieser Aspekt, ohne weitere Hinweise auf negative Wirkungen, nicht ausreicht, um die Menschen innehalten zu lassen.

Klinisch fallen mir immer mehr Anwender von Psychedelika, insbesondere Marihuana, auf. Ein Muster zeichnet sich ab, das ich das „Haschisch-Syndrom“ nenne. Ein chronischer Konsument oder eine Person, die Marihuana innerhalb der letzten 48 Stunden geraucht hat, bietet bei der Betrachtung ein charakteristisches biophysikalisches Bild, das für den geübten Beobachter schnell ersichtlich ist. (Dies wird unter „Diskussion“ beschrieben.)

 

Anmerkungen

* Medizinische Orgonomin. Psychiatrie-Diplom der Amerikanische Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie. Mitglied des American College of Orgonomy.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Umgangssprachlich für das weiße Establishment oder die Polizei.

b The Hill = The Capitol Hill = der US-Kongress. Abwertende Anspielung auf den behaupteten Drogenkonsum unter Parlamentariern. (PN)

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, b. Die vegetative Strömung und ihre Drosselung

18. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, b. Die vegetative Strömung und ihre Drosselung

Todesfurcht und Todessehnsucht

1. Juni 2015

Unser jüdisch-christliches Bewußtsein stellt uns in eine tote, bewegungslose Welt, der Gott von außen das Leben, den Geist, eingehaucht hat. Eine Bewegung, die ständig zu erlöschen droht. Daher stammt unsere Furcht vor dem Tod. Unsere gesamte Zivilisation ist aus dem Drang nach Bewegung hervorgegangen. Fort-Schritt!

Die Todesfurcht der Antike und des Ostens war bzw. ist eine fundamental andere, geradezu entgegengesetzte: im Chaos der ewigen Bewegung errichten wir das Leben, als eine Insel des Seins, doch dieses Sein ist ständig bedroht durch die Bewegung. Deshalb sucht der Osten Stille und Kontemplation, die Bewegungslosigkeit. Erstarrung!

Beide Weltanschauungen sind unmittelbarer Ausdruck der Panzerung, die jede Bewegung der Lebensenergie unterbindet und gleichzeitig dazu führt, daß man eine Todesangst vor dieser Bewegung entwickelt. Einerseits entspricht dies einem Aufbäumen gegen den ständig drohenden Stillstand, gegen den Erstickungstod; andererseits entspricht es einem „Es zerreißt mich!“, weil die Panzerung nicht elastisch nachgeben kann.

Diese sadomasochistische Verfassung des gepanzerten Menschen führt dazu, daß Todesfurcht stets von Todessehnsucht begleitet wird.

Was dahinter steckt, hat keiner besser ausgedrückt als Alexandre Dumas d.J.:

Nur durch die Liebe und den Tod berührt der Mensch das Unendliche.

Einen dritten, „energetischen“ Umgang mit dem Tod beschreibt der „Energetiker“ Josef Haid in seinem Buch Lebensrichtig (CH-Chur, 1984):

Sobald der Mensch sich als eine Konzentrationsform aus Energieteilchen innerhalb der unvergänglichen Energieeinheit des Alls erkennt und lebensrichtig denkt und handelt – die Energieeinheit in ihm sich ihrer selbst bewußt wird –, schwindet seine Furcht vor dem Tod.

Leider ist diese Herangehensweise allzu rationalistisch und sie verkennt, daß „die Energie“, in der wir wie Fische im Wasser schwimmen, ganz bestimmte Eigenschaften hat, insbesondere die Kreiselwelle.

Was dies mit der „Ewigkeit“ zu tun hat, zeigt folgender Ausspruch des griechischen Arztes Alkmaion aus Kroton (ca. 530 v.Chr.):

Menschen müssen sterben, weil sie nicht mehr den Anfang mit dem Ende zu verknüpfen wissen, wie es die Gestirne in ihren kreisförmigen Bahnen tun.

Die Mystiker erahnen zwar diese Zusammenhänge, doch bleibt ihnen wegen ihrer sexualfeindlichen Struktur der Zugang zum „ewigen Leben“ versperrt.

Folgende Forschungsergebnisse von Zalika Klemenc-Ketis (Universität Maribor, Slowenien) et al. sind erhellend.

Bei der Untersuchung von Nahtoderfahrungen von unterschiedlichsten Patienten schälte sich als einziger Faktor, der Patienten mit Nahtoderfahrungen von solchen ohne Nahtoderfahrungen unterschied, heraus, daß erstere eine signifikant höhere CO2-Konzentration im arteriellen Blut aufwiesen als letztere. Außerdem war die Konzentration des Elements Kalium im venösen Blut erhöht. Die Intensität der Nahtoderfahrung stieg proportional zur Konzentration der beiden Stoffe im Blut.

Bislang sei dies die erste Studie, die eine Verbindung zwischen Nahtoderfahrungen und einer hohen CO2-Konzentration im Blut nachweise, berichten die Wissenschaftler. Schon länger bekannt ist hingegen, daß eine hohe Kohlendioxid-Konzentration das Säuren-Basen-Gleichgewicht im Gehirn ändern und so ungewöhnliche Eindrücke hervorrufen kann, etwa Lichtblitze, Visionen oder eine scheinbare Trennung vom Körper. Nichtsdestotrotz könnten die Erfahrungen an der Schwelle zum Tod aber bis jetzt nicht rein physiologisch erklärt werden, betonen die Forscher: Tatsächliche Nahtoderfahrungen zeichneten sich nämlich durch ihre große Klarheit und die genauen Beschreibungen der Betroffenen aus. Das unterscheide sie von künstlich ausgelösten Nahtoderfahrungen, die sich beispielsweise durch das Einatmen von reinem Kohlendioxid herbeiführen ließen.

Nahtoderfahrungen sind nichts anderes als „extragenitale Orgasmen“, wie sie auch in der Epilepsie auftreten. Es ist bezeichnend, wie schwärmerisch und mit leicht verschleiertem Blick Leute von ihren Nahtoderlebnissen berichten; wie alles viel glücklicher, befreiter, erlöster, unbeschränkt war; unbeschreibliches Glück, Zerfließen, Hinübergleiten; und wie schlimm es war, in den Körper zurückkehren zu müssen. Entsprechend hat sich in der Nahtoderlebnis-Szene ein regelrechter nekrophiler Kult ausgebildet. Eine richtiggehende Todesgeilheit, mit der Betonung auf Geilheit. Wenn man die Medien in den letzten Jahren verfolgt hat, ist es wirklich auffallend, daß zwei Themen im Vordergrund stehen: die Grenzerfahrungen, die Bizarr-Sex (insbesondere „Würgespiele“!) schenken, auf der einen und Esoterik auf der anderen Seite. Man denke nur an die zahlreichen „tödlich verlaufenden Masturbationsunfälle“ von Prominenten in den letzten Jahren.

Wenn der Epileptiker mit den Augen nach oben Richtung Augenbrauen guckt, bekommt er einen Anfall, der Schizophrene psychotische Zustände und der Mystiker „jenseitige Erfahrungen“. Auch in der Hypnose wird diese Technik benutzt, insbesondere aber bei Massenveranstaltungen, wo die Menschen nach oben zum Führer gucken müssen und in mystische Ekstase geraten. Wenn ein Kind autoritär belehrt wird, muß es, da es dem Kopf schuldbewußt nicht zu heben wagt, schräg nach oben gucken. Dies wirkt wie eine Hypnose, ist traumatisierend, beeinflußt unmittelbar das Augensegment und erzeugt so direkt den Charakterpanzer.

Der tantrisch Meditierende verdreht seine Augen nach oben zur Provokation eines „echten extragenitalen Orgasmus im Gehirn“, dabei kommt es zu einer „spirituellen Entladung“, bei der das gesamte organismische Orgonenergie-Feld erstrahlt. Die Yoga-Verrenkungen dienen dazu, sozusagen eine „Ejaculatio praecox“ zu verhindern, so daß es nicht, wie beim Epileptiker, zu einer Entladung in die Muskulatur kommt. Diese spirituellen Onanisten erkennt man dann buchstäblich an ihrem Heiligenschein. Es entspricht dem „weißen Licht“ der Nahtoderfahrung und der „Aura“ des Epileptikers vor seiner „muskulären Entladung“ (Strömungsempfindungen, visuelle und akustische Halluzinationen, etc.).

Es ist faszinierend, daß Allah und seine Paradiesgärten nichts weiter sind als Produkte der „satanisch“-orgastischen Visionen des Epileptikers Mohammed.

Bei den Nahtoderfahrungen von denen Reanimierte berichten, führt Sauerstoffmangel knapp unter dem Niveau einer dauerhaften Hirnschädigung zur Überstimulation des rechten Schläfenlappens (verantwortlich für „Austritt aus dem Körper“ und „Lebensrückblick“) und zur Ausschüttung von Endorphinen mit ozeanischer Selbstentgrenzung und Visionen, wie man sie auch bei Benutzern bewußtseinserweiternder Drogen findet (LSD, Meskalin, Peyote-Kakteen, Fliegenpilze, etc.) oder in der „Aura“ von Epileptikern. Ähnliche Erfahrungen kann man durch Meditation, Hypnose, Schlafentzug, Reizüberflutung oder sensorische Deprivation machen.

Im Nahtoderlebnis und seinen Entsprechungen erfährt man Freiheit von Schmerz, Angst und Körperlichkeit. Daß es daneben zu etwa 30% auch Höllentrips gibt, bei denen der Mensch von Gnomen gepiesackt wird, läßt sich orgonomisch ebenso gut erklären (Orgasmusangst und „Mittlere Schicht“), wie die nicht minder irritierende Tatsache, daß es die an der Schwelle des Todes stehenden als Leid empfinden, in den erkrankten Körper zurückzumüssen. Danach treten Schwierigkeiten bei der Neuangleichung von Körper und „Geist“ auf und eine allgemeine Spiritualisierung des Lebens ist die Folge. Eine Problematik, wie Reich sie auch bei Schizophrenen beschrieb, die Schwierigkeiten bei der Integration von Erregung auf der einen und der Wahrnehmung dieser Erregung auf der anderen Seite haben.

Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 1)

19. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Richard Schwartzman: Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 1)

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Orgonomie und Mystizismus (Teil 3)

19. August 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Richard Schwartzman: Orgonomie und Mystizismus (Teil 3)

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Die Orgonverschwörung (Teil 2)

7. Februar 2014

Reich sprach ausgiebig von der kommunistischen Verschwörung gegen die Orgonomie. Der Kommunismus ist die finale Ausprägung der mechanistischen Weltanschauung, die die Welt als große Maschine betrachtet. In ihr ist das organisch gewachsene nichts weiter als ein Störfaktor. Zum Ausdruck kommt das beispielsweise im alles beherrschenden Vereinheitlichungswahn, angefangen bei gigantischen Schulfabriken („Gesamtschule“) bis hin zur EU. Neuerdings wird sogar der biologische Geschlechtsunterschied infrage gestellt! Die sich spontan bewegende Lebensenergie, die Grundlage der Selbststeuerung, hat hier keinen Platz. Geduldet werden können nur mechanische Energien (ORANUR und DOR).

Was Reichs Fokus weitgehend entging, ist die, wenn man so will, „mystische Seite“ dieser Verschwörung, die praktisch die gleichen Ziele hat: die Vereinheitlichung der Welt. Die „Maschine“ muß letztendlich von einem „Geist“ gesteuert werden. Es stehe eine weltweite „Bewußtseinsveränderung“ ins Haus, bei der der Menschen ihr Ego verlieren. Die energetische Schwingungsfrequenz und der energetische Druck würden sich erhöhen, so daß nur Menschen mit einem höheren Bewußtsein, einer entsprechenden bioenergetischen Struktur, überleben könnten.

Mechanistizismus

Das ist die „Verschwörung“, der Rest ist nur Firlefanz.

Der größte Fehler von Verschwörungstheoretikern ist es, sich in technischen Details zu verlieren. Man nehme nur „9/11“. Warum sich in Fragen der Baustatik verirren, wenn es doch für mögliche Verschwörer viel leichter gewesen wäre, das bekannte offizielle Szenario sich einfach entfalten zu lassen und dabei die enge Verzahnung der US-Regierung mit den Saudis auszunutzen. Es ist einfach eine Frage der Ökonomie: die Verschwörer gehen den einfachen geraden Weg, während sie die, die ihnen auf die Schliche kommen könnten, sich hoffnungslos verzetteln lassen. Man muß einfache Fragen stellen.

Reich wurde nicht fertiggemacht im Rahmen einer grandiosen Machination, sondern es wurden nur zweckdienliche Gerüchte gestreut. Der Rest ist dann automatisch abgelaufen, ohne großes Dazutun der Verschwörer.

Ähnliches spielt sich heute vor unser aller Augen ab. Warum will die Orgonomie einfach keinen Fuß fassen? Die Antwort ist einfach: Weil Hollywood, das durchgehend dem Kult des Teufels verfallen ist, nichts mit Reich zu tun haben will. Ohne die richtige kulturelle Atmosphäre kann sich die Orgonomie nicht entfalten. Es ist schlichtweg kein Platz für die Genitalität in einer Kultur, die von sexueller Perversion und der kompensatorischen Anbetung von Macht geprägt ist. Ich meine das nicht mystisch, sondern so, wie Reich es in Äther, Gott und Teufel beschrieben hat.

Man nehme die Teeny-Stars, etwa eine Britney Spears oder eine Lady Gaga. Sie kommen aus dem Nichts, werden uns vor die Nase gesetzt, um die Hölle in die Zimmer unserer Kinder zu tragen; sind offensichtlich seit frühster Kindheit sexuell mißbrauchte multiple Persönlichkeiten:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=DMpguv7st7s%5D

Was, zur Hölle, geht hier vor. Beispielsweise Justin Bieber:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=h4YlIJhMiBI%5D

Also, ich würde eine Million Jahre für den Zauberwürfel brauchen… Ich habe immer die Augen verdreht, wenn mir Leute irgendwas von „MKULTRA“ und „Supersoldaten“ erzählt haben…

Eine andere Geschichte sind die Drogen. Wie, um alles in der Welt, sind die Hippies Mitte der 1960er Jahre an all das LSD gekommen und wie konnte die entsprechende Drogenkultur (Beatles, Jimmy Hendrix, Grateful Dead, etc.) derartig explodieren? Seit den 1970ern gibt es keinen Teeny-Film mehr aus Hollywood, der nicht eine offene Werbesendung für Cannabis ist! Es gibt schlichtweg keinen Hollywood-Streifen mehr, in dem man nicht in die Welt der Dämonen bzw. der „Dämonie“ eingeführt wird. Seit den 1960er Jahren ist die populäre Musik kaum etwas anderes als Dauerwerbung für die Crowleyanity.

Wollte man im Kalten Krieg die rebellische akademische Jugend der USA ruhigstellen? Verschwörungstheoretiker können einen mit entsprechenden Dokumenten über die CIA und das FBI erschlagen! Sind noch heute sinistere Kräfte am Werk, um die Jugend massenhaft in ein „anderes Bewußtsein“ zu initiieren?

Es geht hier um Verschwörungstheorien der Marke: Obama, ein Mann ohne Vergangenheit, wurde, genauso wie sein Vorgänger, von der Trilateral Commission, die von David Rockefeller und seinen Kumpanen von der Bilderberg Society gegründet wurde, an die Macht gebracht, um die Massen der Welt in ein globales faschistische System einzubinden. Derartige „Theorien“, man denke nur an „9/11“, werden sowohl von Links- als auch von Rechtsextremen verbreitet und überschwemmen das Internet ähnlich wie Pornographie. Der von der Orgonomie geprägte Schauspieler Orson Bean hat dazu etwas sehr Kluges und Kontaktvolles gesagt. Er schreibt über die links- und rechtextremen Verschwörungstheoretiker:

Sie würden erst dann befriedigt sein, wenn sie in den rauchenden Ruinen der Gesellschaft stehen… – egal welcher Gesellschaft. Sie fühlen sich nur im Chaos wohl. Sie peitschen die Ängste der Menschen auf und bieten ihnen dann etwas, an das die Ängste festgemacht werden können.
Das Internet (…) ist ein mächtiges Werkzeug zum Guten und zum Bösen. Dieses Zeugs ist böse. Es bleibt und wie alles Böse ist es auf eine verführerische Weise anziehend. Kein Konservativer kann jemals konservativ genug sein und kein Liberaler jemals liberal genug, um die Anhänger von Verschwörungstheorien zu befriedigen. Es sind politische Nyphomanen, süchtig aber unfähig Befriedigung zu finden, und das Zeugs, das sie verbreiten, ist wie Pornographie. Wenn du dich erst darauf eingelassen hast, brauchst du mehr und mehr.

Linke und rechte Obskurantisten, „Anti-Zionisten“, Antiamerikaner, „Reichsdeutsche“ und so weiter und so fort, sind wirklich nichts anderes als Verschwörungswichser! Früher ebneten Leute wie sie dem Nationalsozialismus und dem Realsozialismus die Bahn. Aktuell liefern sie uns systematisch dem Islam aus, unterminieren jede Abwehrstrategie und belegen jedes klare Denken mit einem Tabu. Ein vernünftiges Wort und du wirst mit den absurdesten Vorwürfen abgekanzelt.

Das Problem fängt damit an, daß die Leute, wie eingangs anhand von „9/11“ erläutert, viel zu kompliziert denken und sich entsprechend in einer Wahnwelt verfangen. Das wird etwa deutlich, wenn David Icke gegen die Verschwörung der Eliten predigt und dabei nichts anderes tut, als die Gedankenwelt von Madame Blavatsky, also die luziferische Ideologie der Eliten, zu verbreiten…

Um was es wirklich geht, sind einfache energetische Zusammenhänge. Ich kann nur jedem raten, das folgende 16teilige Video anzuschauen und dabei die wahnhaften Elemente, das christlich verbrämte New-Age- und Verschwörungsgeschwafel und die Ausfälle gegen den angeblichen „Schwarzmagier“ Wilhelm Reich und gegen James DeMeo schlicht zu überhören. Was die Autoren ab dem 6. Video beschreiben ist, wie ORANUR bzw. Dorgonit buchstäblich ein Loch ins Raumzeitgefüge reißt. Ich verweise dazu auf meine Erörterungen in Ea und die Wellenfunktion und in DORgonit .

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Die Orgonomie bzw. eine Travestie der Orgonomie begann erst zu blühen, als sie sich in Gestalt von „Körpertherapeuten“, die massenhaft die okulare Panzerung verstärken (d.h. das organismische Orgonenergie-Feld zerstören), Esoterikern, die etwa von St. Germain faseln, und nicht zuletzt dem Dorgonit vom bioenergetischen Kern löste (Genitalität und ORgon) und dergestalt „Hollywood“ dienstbar wurde.