KINDER DER ZUKUNFT: Orgonomische Erste Hilfe für Kinder

„Orgonomische Erste Hilfe“ ist in der Orgonomie ein stehender Begriff, nicht „orgonotische“. Siehe etwa hier und hier. Wie der Übersetzer von Kinder der Zukunft von daher aus „orgonomic character anlysis“ eine „orgonotische Charakteranalyse“ (S. 68) machen konnte, gehört zu den Geheimnissen dieser Übersetzung. Oder etwa, wenn die Rede ist vom „Entwicklungsweg unserer Kinder, die von Natur aus als Gott aufwachsen und von der Natur so geschaffen sind“ (S. 72). Welch eine lebensfeindliche, perverse, krankhafte Blasphemie, die jeden normalempfindenden Menschen empören muß! Im Original steht jedoch geradezu das Gegenteil: „Thus, the obstacles in the way of our children growing up as God and nature have created them are great.

Solche Schnitzer sind um so bedauerlicher, weil dieses Buch wirklich in die Hände des deutschen Volkes gehört, d.h. nicht etwa in die von ohnehin meist verpeilten „Fachleuten“, sondern in die Hände des „einfachen Mannes auf der Straße“. Reich zufolge wird „eine gesunde, sexuell erfahrene, mütterliche Bauersfrau meist viel leichter und sicherer die richtige Antwort für ein Kind finden, als ein noch so ausgebildeter und studierter Erzieher“ (S. 68). „Die Sorge um das Neugeborene braucht“, so Reich, nämlich „Naturverbundenheit, etwas, das durch künstliche, kulturelle Maßnahmen in keiner Weise ersetzt werden kann“ (S. 70).

In diesem Zusammenhang möchte ich den geneigten Leser dringend auf folgende orgonomische (nicht „orgonotische“!) Artikel aus dem Journal of Orgonomie verweisen, insbesondere den ersten:

Worum geht es? „Wir arbeiten direkt an der Basis der übelsten Gegensätze zur menschlichen Natur und den damit verbundenen Strukturen“ (S. 70). Was? Wie bitte? Kein Wort verstanden! Im Original: „We are working at the very roots of what are probably the most evil and involved contradictions of human nature.“ Ich erinnere an das Symbol des orgonomischen Funktionalismus: Wir arbeiten direkt an der Wurzel dessen, was wahrscheinlich der übelste und komplizierteste Gegensatz der menschlichen Natur ist. Es geht hier um die einheitlichen orgonotischen (!) Funktionen im Kind und nicht, um was „der örtliche Priester oder ein in der Regel völlig ahnungsloser Parteisekretär dazu meint“ (S. 69). Was soll das schon für ein merkwürdiger Gegensatz sein?! Im Original geht es um den Priester und den „utterly ignorant secretary of the Communist Party“. Also ein Gegensatz voller funktioneller Konnotationen im Kalten Krieg und darüber hinaus. Mein Gott, Reich ist ein funktioneller Denker. Orgonomischer Funktionalismus! Auf diesem sollte jede ernstzunehmende Übersetzung, überhaupt jede ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem Reichschen Werk beruhen! ES GEHT HIER UM DIE KINDER DER ZUKUNFT, WAS AUCH BEDEUTET, DEN MYSTZISMUS UND MECHANISMUS DURCH DEN FUNKTIONALISMUS ZU ÜBERWINDEN.

Es gibt nichts Einfacheres, nichts Eingängigeres als die Orgonomie und den orgonomischen Funktionalismus, nur den „Fachleuten“, den „Reichianern“, scheint das ganze fremd und vollkommen unzugänglich zu sein! Alles, was sie zustandebringen, ist mechano-mystische Wirrnis!

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8 Antworten to “KINDER DER ZUKUNFT: Orgonomische Erste Hilfe für Kinder”

  1. Robert (Berlin) Says:

    In diesem Zusammenhang: die englischen Bücher von WR gibt es jetzt als preiswerte E-Books (um die 5 €). Ebenfalls das Buch von Konia (emot. Plaque).

  2. Peter Nasselstein Says:

    https://www.reinhardt-journals.de/index.php/ktb/article/view/3174

    https://www.reinhardt-journals.de/index.php/ktb/issue/view/1426

  3. „Zusammenprall mit der emotionalen Pest“, ein Kapitel von KINDER DER ZUKUNFT | Nachrichtenbrief Says:

    […] gemahnt. Reich will Kinder aufwachsen lassen, wie Gott sie geschaffen hat, während der Übersetzer sie „als Gott“ aufwachsen läßt. In diesem Kapitel hat die Protagonistin „moralische Haltungen, die sie häufig einzuschränken […]

  4. stephan Says:

    Kerstin Lieckenbrocks Diplomarbeit „Selbstregulation
    Ein Erziehungsmodell, basierend auf den
    psychoanalytischen, naturwissenschaftlichen und soziologischen Thesen Wilhelm Reichs“ wäre eine Rezension wert:

    http://summerhill.paed.com/summ/keli/index.htm

    • Peter Nasselstein Says:

      Ohne Frage ja. Aber wer macht das? Ich habe ja nichtmal Zeit (geschweige denn geistige Kapazitt) für eine Lektüre!

      • stephan Says:

        Vielleicht kann das Robert machen?
        Ich hätte Zeit, bin aber, was orgonomische Literatur zum Thema Erziehung angeht, nicht so sattelfest- es sei denn, die ins Deutsche übersetzten Artikel und deine Schriften zu „Kinder der Zukunft“ würden als Basiswissen ausreichen.

      • Peter Nasselstein Says:

        Objektiv betrachtet bin ich ein sehr schlechter Rezensent. Eine Rezension sollte doch zunächst einmal eine kurze Zusammenfassung des Inhalts sein. Ein Inhalt, der dann vielleicht noch hier und da näher beleuchtet und ergänzt wird.

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