Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, d. Die Evolution des Orgasmus

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, d. Die Evolution des Orgasmus

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

7 Antworten to “Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, d. Die Evolution des Orgasmus”

  1. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    Sexuelle Praktiken bei Säugetieren
    Betrachtet man die gesamte Klasse der Säugetiere, ist wohl die häufigste sexuelle Praktik der vaginale Geschlechtsverkehr in der a tergo Stellung und im weiteren Sinne Balzrituale, also fortpflanzungsorientierte Techniken. Evolutionsforscher bewerten die selten beobachtete Missionarsstellung (Gesicht zu Gesicht) teilweise als progressives Spezifikum, da sich bei der Zuwendung der Gesichter leichter die Emotionen des Partners erkennen lassen und entsprechende Reaktionen möglich sind. Die Missionarsstellung findet sich vereinzelt auch im Tierreich bei den Hominiden, insbesondere unter den Bonobos.

    Häufig kommt bei Säugetieren ein oraler Kontakt mit Geschlechtsteilen und Afterbereich vor. Biologen haben außerdem ein gewisses Maß an homosexueller Praxis bei allen beobachteten verschiedengeschlechtlichen Arten festgestellt, manchmal als Ersatzhandlung bei Mangel an paarungsbereiten gegengeschlechtlichen Individuen. So versuchen sich paarungsbereite Stiere bei Mangel an Kühen zuweilen gegenseitig zu besteigen. Bei manchen Affenarten ist die eigene sowie gegenseitige Stimulation der Geschlechtsteile üblich – unabhängig davon, ob das andere Tier fremd- oder gleichgeschlechtlich ist, etwa bei den Bonobos. Es gibt mittlerweile zahlreiche Beobachtungen und Belege darüber, dass das Sexualleben bei vielen Tierarten äußerst kreative Komponenten hat, mitunter kurios anmutende: so die nasale Penetration bei Delphinen oder bei der Vogelart Büffelweber die Stimulation der Genitalien des Weibchens durch das Männchen mit Hilfe eines speziellen Pseudophallus (unechter Phallus) aus Bindegewebe, der nicht der Spermienübertragung dient.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualpraktik

    Es gilt als erwiesen, dass bei vielen Säugetieren ein Reflex während der Begattung den Eisprung auslöst, so vor allem bei Raubtieren, Nagetieren und Hasenartigen. Wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen ist hingegen, ob bei Tieren ein Orgasmus stattfinden kann. Es gibt jedoch Hinweise, die auf ein mögliches Orgasmuserleben bestimmter Tiere hindeuten.

    Bekannt ist die Reaktion der Hauskatzen und der Falbkatzen, die bei einer sexuellen Stimulation oft lautstark schreien. Das Schreien ist jedoch nicht zwangsläufig ein Anzeichen eines Orgasmus, es könnte auch Schmerz ausdrücken, der durch den bedornten und mit Widerhaken besetzten Penis des Katers verursacht sein könnte. Auch bei einigen anderen Wirbeltierarten begleiten Laute den Paarungsakt. Besonders eindrucksvoll sind die Laute der Breitrandschildkröte und des Igels, die zuweilen an menschliche Schreie oder menschliches Stöhnen erinnern.

    Neben Lautäußerungen wurden bei verschiedenen Tierarten weitere Vorgänge beobachtet, die auf einen Orgasmus hinweisen könnten, wie rhythmische Zuckungen des Körpers, kurzfristige Erstarrung der Mimik, nachfolgende Entspannung – so auch beim nächsten Verwandten des Menschen, dem Schimpansen, dessen Raffinesse beim Liebesspiel in mancher Hinsicht mit der des Menschen vergleichbar ist (siehe Bonobos: Sexuelle Interaktion). Auch bei weniger menschenähnlichen Wirbeltieren wurde Entsprechendes beobachtet, etwa bei bestimmten Vogelarten (siehe Büffelweber: Sexualität)

    Neurologisch betrachtet ist das Orgasmuserleben bei bestimmten Tierarten nicht auszuschließen: Das Sexualzentrum mit dem „orgastischen Reflex“ befindet sich in den phylogenetisch älteren Teilen des Zentralnervensystems (vergl. Limbisches System, Hypothalamus, Amygdala), es ist beim Menschen wie bei sämtlichen Wirbeltierarten in ähnlicher Form vorhanden. Kommen weitere physiologische Voraussetzungen hinzu (z. B. Genitalien, die mit empfindungsreichen Nerven ausgestattet sind), ist ein Orgasmuserleben bei der entsprechenden Tierart denkbar.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Orgasmus

    Erstaunlich, dass der Autor hier vom „orgastischen Reflex“ spricht.

  2. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    Soll der Titel „Der orgasmische Affe“ an das Buch „Der nackte Affe“ anlehnen?

  3. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    „(…) one of Reich’s central assumptions seems to be wrong: that the orgasm pulsation is natural to ‘the organism” – meaning the person as animal, rather than simply human. If this were so, it might be expected to occur in similar organisms, such as other primates – who have the bonus of not being subjugated to society’s compulsory repression and defenses against feeling. However, as Adolph Smith points out (unpublished) following a search on the literature of primate sexuality, ‘out ofthe 200 odd nonhuman primates, there is only one species, the bonobo, which leads what Reich would call a sex positive life.” Coitus in many animal species observably consists of ‘Wham, bam, thank you Ma’am”, and often without a discernible thank you. Although dogs and cats (and lions and other big cats) for example may show apparently reflexive undulating pelvic movements, the moment of orgasm is often accompanied only by a stiffenening tremor. (…)“ (Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 61f).

  4. Avatar von Klaus Klaus Says:

    „Tiere haben offensichtlich ähnliche sexuelle Bedürfnisse wie der gepanzerte Mensch (sie masturbieren, wenn sie in Gefangenschaft allein sind, etc.), aber man kann keine orgastischen Reaktionen finden“ – übrigens auch nicht bei Bonobos, bei denen Kopulation wie ein Ritual – vermutlich mit sozialer Funktion – aussieht. Dass Bonobos uns entwicklungsgeschichtlich nicht näher sind als Schimpansen, wurde hier ja schon an anderer Stelle gesagt.

  5. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    Hat der weibliche Orgasmus doch einen Sinn?

    Warum gibt es den weiblichen Orgasmus, obwohl er für die Fortpflanzung doch unnötig ist? Früher war das wohl anders, wie Forscher nun herausgefunden haben – indem sie sich mit Kaninchen beschäftigten.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klitoris-forscher-entschluesseln-nutzen-des-weiblichen-orgasmus-a-1289561.html

  6. Wir SIND Affen – Celle – die freie Seite Says:

    […] https://nachrichtenbrief.com/2011/11/09/der-orgasmische-affe-teil-2/ https://nachrichtenbrief.com/2011/11/10/der-orgasmische-affe-teil-3/ […]

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..