The Journal of Orgonomy (Vol. 47, No. 2, Fall 2013/Winter 2014)

In dem Artikel „The Exception that Proves the Rule: The Natural Organization of America“ legt Charles Konia dar, daß Verantwortung eine soziale Funktion ist, Freiheit eine tiefere biologische Funktion. In der amerikanischen „Revolution“ wollten die einen, wie Washington, einfach nur die Unabhängigkeit, d.h. die Verantwortung für ihr Leben selbst übernehmen, die anderen, insbesondere Jefferson, wollten Freiheit, indem sie in einer „richtigen“ Revolution „die da oben“ blutig stürzen. Das zeigte sich beispielsweise an der unterschiedlichen Haltung der beiden Parteien zur Französischen Revolution, die das Mutterland England bedrohte.

Heute wird Jefferson von ganz Links bis ganz Rechts unisono als tiefer, radikaler Geist gepriesen, während man „Pragmatikern“ wie Washington mit kaum verhohlener Verachtung gedenkt. Das Problem ist, daß man „Freiheit“ mit politischen oder gar militärischen Mitteln nie und nimmer erlangen wird. Die Menschen sind nämlich biologisch freiheitsunfähig, ähnlich wie eine Regenbogenforelle „meerwasser-unfähig“ ist. Entsprechend war der pseudo-liberale Charakter Jefferson ein gemeingefährlicher Freiheitskrämer, dessen Reden von „Freiheit“ fast zwangsläufig im amerikanischen Bürgerkrieg münden mußten, von dem sich das Land bis heute nicht restlos erholt hat.

Reich schrieb über diese Freiheitskrämer im Christusmord, daß, hätten sie die Macht „Freiheit und Selbstregulierung“ über Nacht einfach so zu dekretieren, eine Menschheitskatastrophe die Folge wäre, die unser Leben wie eine neue Sintflut hinwegspülte.

Leute wie Washington wollten hingegen „nur“ Unabhängigkeit – ein Ziel, daß man tatsächlich mit „sozialen“ Mitteln erreichen kann. Überall dort, wo die Menschen sogenannte „bürgerliche Revolutionen“ hatten, etwa nach dem Krieg in Westdeutschland, als sich die Marktwirtschaftler gegen die Sozialisten durchsetzten, kam es zur Prosperität. Überall dort, wo man radikaler und grundsätzlicher vorging, etwa auf dem chinesischen Festland, kam es zur ultimativen Katastrophe. In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Begeisterung für Mao, den größten Massenmörder der Menschheitsgeschichte, die selbst den einen oder anderen „Reichianer“ in ihren Bann gezogen hat („Kulturrevolution“). Leute wie Jefferson und Mao sind im gesellschaftlichen Bereich die Entsprechung zu den Reichianischen Körpertherapeuten: verantwortungslose Freiheitskrämer, die mit Dingen hantieren, von denen sie nicht die blassesten Schimmer haben.

Das bringt mich zur Gegenwart und dem ewigen Streit, ob Leute wie Konia eine „akzeptable“ Sicht auf die USA haben. Dabei wird beispielsweise auf den „Petrodollar“ verwiesen, den die Amerikaner mit militärischer Gewalt verteidigten, um so ihre Währung auf Kosten der übrigen Welt künstlich am Leben zu halten, obwohl die Gelddruckmaschinen der Federal Reserve seit Jahrzehnten heißlaufen. Die USA als „Weltterrorist“ und die EU als Erfüllungsgehilfe. Dabei wird stets übersehen, daß einem „Freiheitshelden Jefferson“ stets ein „Diktator Lincoln“ folgen muß, soll nicht alles in Unfreiheit und Barbarei enden!

Wie Robert Harman in „Practical Functional Economics (Part IV): The State of the Global Economy“ darlegt, hat der Kapitalismus aufgrund orgonomischer Gesetzmäßigkeiten („orgonotische Pulsation“) ein Zentrum und eine Peripherie. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war London und das britische Pfund das Zentrum, seit spätestens dem Zweiten Weltkrieg ist es New York und der Dollar. Beide Währungen wurden theoretisch durch Gold gedeckt, wobei man Gold (bzw. natürlich eine Golddeckung) benötigte, um an Pfund bzw. Dollar zu kommen. Für das Zentrum selbst (erst London dann New York) war deshalb die eigene Golddeckung kurioserweise vollkommen unbedeutend.

Diesen Absatz nehme ich auf meine Kappe: Das System brach deshalb jeweils zusammen, als Frankreich (1.) 1926 den Goldstandard einführte, dabei den Franc stark unterbewerte und damit das überbewertete und kaum goldgedeckte Pfund destabilisierte; und (2.) 1965 gegenüber den USA darauf bestand, für seine goldgedeckten Dollar auch tatsächlich das entsprechende amerikanische Gold zu erhalten, d.h. es physisch nach Frankreich zu verfrachten. Der Präzedenzfall war da, der Damm war gebrochen, so daß 1971 Nixon die Golddeckung aufgeben mußte. Im ersteren Fall mündete Frankreichs Rebellion gegen das Zentrum des Weltkapitalismus in der Großen Depression der 1930er Jahre, im zweiten Fall im Zusammenbruch von 2007. Daß im zweiten Fall der Zusammenbruch so lange hinausgezögert werden konnte, liegt u.a. am „Petrodollar“, der an die Stelle der Golddeckung getreten war. Die ganze Welt mußte ihr Rohöl mit Dollar bezahlen, der letztendlich in amerikanischen Kassen endete. Man stelle sich vor, der Zusammenbruch wäre zu Hochzeiten des Kalten Krieges erfolgt! Heißt das, daß man die Geldpolitik der USA gut finden muß oder jeden ihrer Versuche, die internationale Ordnung aufrechtzuerhalten? Nein, aber es geht nicht an, Amerika als Beelzebub schlechthin darzustellen und freiheitskrämerisch die Moralkeule zu schwingen.

Der letzte Absatz ist auf meinem eigenen Mist gewachsen, karikaturhaft verkürzt und wird Harmans Ausführungen in keinster Weise gerecht, d.h. die Große Depression und „2007“ hatten weit komplexere Ursachen, aber im Kern stimmt es. Es ist auch bezeichnend, daß ausgerechnet Frankreich („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“) an der Wiege der beiden Katastrophen steht. Es geht darum, wie sich die globale Wirtschaft spontan organisiert und wie die Akteure damit umgehen.

Dabei gibt es beständig eine Auseinandersetzung zwischen der lebendigen Arbeit und den ökonomischen Gesetzmäßigkeiten auf der einen Seite und der Emotionellen Pest (der „Antiarbeit“) auf der anderen Seite. Ein schlagendes Beispiel ist der Euro, der weitgehend ein „französisches“ Projekt ist. Wie Harman im Anschluß an Reich darlegt, ist die lebendige Arbeit eine internationale Funktion, die durch Staatsgrenzen nur behindert wird. Aus dieser Sicht war die Einführung des Euro ein lebenspositives Projekt. Geradezu diabolisch ist es, daß gleichzeitig die Südländer durch den starken Euro, der in keinster Weise ihre schwache Produktivität zum Ausdruck brachte, dazu verführt wurden, sich bis zum Abwinken zu verschulden. Und statt diese Schulden, die eh niemals beglichen werden können, einfach abzuschreiben und eine Krise in Kauf zu nehmen, die man vielleicht noch hätte bewältigen können, wurde vor allem auf den Druck Frankreichs hin „gerettet“, d.h. ein um so katastrophalerer Zusammenbruch in die Zukunft verschoben. Heute sind wir dergestalt in der Situation, daß wir so tief verstrickt sind, daß wir den Euro gar nicht mehr aufgeben können, wobei gleichzeitig dessen Erhalt ebenfalls in die garantierte Apokalypse münden wird. Das ist die Emotionelle Pest: sie führt (verantwortungslos und im Namen der „Freiheit“) das Lebendige in Situationen, aus denen es kein Entkommen mehr gibt. Harman:

Ich habe hier zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Beschreibung dieser Situation in Europa gelegt, weil es ein so klares Beispiel dafür ist, wie die Emotionelle Pest funktioniert. Die Pest schafft Verwirrung und Immobilisierung bis zu dem Punkt, wo menschliches Denken und Handeln (…) ein extremes Niveau von Sinnlosigkeit erreicht, das zu tragisch selbstzerstörerischem Verhalten führt, das nur das Ausmaß an Verwirrung und Immobilisierung verstärkt. Was geschieht, ist das Sequestrieren und Beseitigen der Lebensfunktion selbst. Wenn die fadenscheinigen Rationalisierungen entfernt werden, ist die einzige Logik an der Pest die Logik der Notwendigkeit, das Leben abzusondern und zu eliminieren. (S. 71f)

Man nehme etwa folgende Ausführungen gegen die USA, den Petrodollar, etc. Sie führen in ihrer inneren Logik dazu, daß der Kern der Weltökonomie, die USA und der Dollar, funktionsunfähig gemacht wird, auf der Weltbühne die Anarchie ausbricht und Verbrechersyndikate, d.h. ehemalige kommunistische „Staaten“ wie Rußland und China die Welt dominieren. Das alles natürlich im Namen der „Freiheit“, gar des „Lebendigen“. Das Schlimme ist, daß niemand die Emotionelle Pest erkennt, sondern ganz im Gegenteil alle vermeinen hier würden sich Liebe, Leben und Freiheit regen und die Erlösung nahe sein:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=PiTZuozOaBA%5D

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15 Antworten to “The Journal of Orgonomy (Vol. 47, No. 2, Fall 2013/Winter 2014)”

  1. Avatar von davidmoerike David Says:

    Das bringt mich zur Gegenwart und dem ewigen Streit, ob Leute wie Konia eine „akzeptable“ Sicht auf die USA haben. Dabei wird beispielsweise auf den „Petrodollar“ verwiesen, den die Amerikaner mit militärischer Gewalt verteidigten, um so ihre Währung auf Kosten der übrigen Welt künstlich am Leben zu halten

    Also – nach dem Ende von Bretton Woods ein im Grunde „öl-gedecktes“ Währungssystem?

    • Avatar von davidmoerike David Says:

      Oder eine durch die militärische Gewalt gedeckte Leitwährung?

      Ist das nicht eher feudalistisch als kapitalistisch?

      Und welche Folgen wird das zeitigen?

  2. Avatar von davidmoerike David Says:

    Geradezu diabolisch ist es, daß gleichzeitig die Südländer durch den starken Euro, der in keinster Weise ihre schwache Produktivität zum Ausdruck brachte, dazu verführt wurden, sich bis zum Abwinken zu verschulden.

    Diabolisch ist auch, wie – meiner Ansicht nach – Deflation und Arbeitslosigkeit aus den Nord-Ländern in die südlichen Länder exportiert werden.

    Bei offiziellen Arbeitslosenraten dort von über 25% ist von tatsächlich über 50% auszugehen.

    Das ist das Ende.

    Die Perspektivlosigkeit für einen spanischen oder griechischen Jugendlichen ist genau so wie für einen der in Nordafrika lebt.

    Wobei letzterer nicht so starke Sozialsysteme hat und nur sich dem radikalen Islam zuwenden und anschließend nach Südeuropa flüchten kann.

    Sonst kann der nichts machen. So sehe ich das.

  3. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    “ Verbrechersyndikate, d.h. ehemalige kommunistische „Staaten“ wie Rußland und China die Welt dominieren.“

    Bis jetzt wird die Welt durch ein anderes Verbrechersyndikat, die FED, dominiert.

    Ob die USA wirklich die regulierende, stabilisierende Weltkraft darstellt, habe ich meine Zweifel.

    Seit 1953 haben die USA „für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte” insgesamt 40 Staatsstreiche inszeniert: Iran (1953), Guatemala (1954), Thailand (1957), Laos (1958-60), Kongo (1960), Turkei (1960, 1971 und 1980), Ecuador (1961 und 1963), Südvietnam (1963), Brasilien (1964), Dominikanische Republik (1963), Argentinien (1963), Honduras (1963 und 2009), Irak (1963 und 2003), Bolivien (1964, 1971 und 1980), Indonesien (1965), Ghana (1966), Griechenland (1967), Panama (1968 und 1989); Kambodscha (1970), Chile (1973), Bangladesh (1975), Pakistan (1977), Grenada (1983) Mauretanien (1984), Guinea (1984), Burkina Faso (1987), Paraguay (1989), Haiti (1991 und 2004), Russland (1993), Uganda (1996), Libyen (2011), Ukraine (2014).

    http://www.wissensmanufaktur.net/verschwiegenes-verharmlostes-vertuschtes

  4. Avatar von davidmoerike David Says:

    OffTopic: Invasion, Anschlag oder andere Kampfhandlungen während der Fein ein Manöver oder ein Planspiel macht

    Das ist nichts neues.

    Meldungen über Anschlag, Angriff, Invasion und dergleichen werden im Allgemeinen als Teil des Manövers bzw. der Übung eingeschätzt.

    So auch die Invasion der Westmächte im Zweiten Weltkrieg in der Normandie. Die Invasion wurde in der Normandie gemacht, als von Rundstedt und die anderen hohen Generale ein Planspiel durchführten, Thema: Invasion der Westallierten.

    Zwar war die Invasion im Planspiel nicht in der Normandie bei Caen erwartet, statt dessen bei Calais. Dennoch bewirkte der Umstand, dass Planspiel war, dass die Meldungen über die Invasion nicht für wahr genommen wurden.

    Überdies waren – wegen des Planspiels – die höchsten Generäle nicht auf ihrem Posten.

    Ob die Alliierten den Zeitpunkt des Planspiels nicht einfach ausnutzten, sondern gar durch geheimdienstliche Einflussnahme den Termin heimlich bestimmt haben, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Von den ganz hohen und ganz kompetenten Militärführern hätte theoretisch Erwin Rommel auf seinem Posten sein können. Er hatte aber ganz regulär Urlaub und war in Ulm.

    • Avatar von davidmoerike David Says:

      Zitat:

      In der offiziellen Version zum Terroranschlag 9/11 wird erklärt, warum mehrere Flugzeuge innerhalb weniger Stunden unbemerkt in den am besten bewachten Flugraum der Welt eindringen konnten: Es haben Manöver stattgefunden. Alle Bewacher seien abgelenkt gewesen und die Sicherheitssysteme abgestellt, um die Manöver nicht zu stören.

      Zitat Ende.

      Diese „Manöver“ waren eine Übung, die teils Züge eines Manövers – es gab ein paar tatsächliche Flugbewegungen von Jägern – hatte aber vorwiegend ein Planspiel war. Thema des Planspiels: Anschlag mit entführten Passagierflugzeugen auf das World Trade Center.

      Quelle: reiche ich nach wenn ich sie wieder finde.

  5. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Dieser Brief Wolf Biermanns sei allen Arschlöchern ins Stammbuch geschrieben, die in der Ukraine von einem „faschistischen Putsch“ faseln:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/ukraine-wolf-biermann-schreibt-offenen-brief-an-vitali-klitschko/9442538.html

  6. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Der Finanz-Wahnsinn – kurz vor der Apokalypse:

    http://www.focus.de/finanzen/boerse/80-prozent-kaufkraftverlust-wie-sich-das-geld-der-deutschen-langsam-aufloest_id_4268471.html

    • Avatar von davidmoerike David Says:

      MURKS-Wirtschaftspolitik:

      Diese Entfremdung birgt Gefahren. Die Regierung arbeitet inzwischen fast ohne Wirtschaftsexperten. Weniger als ein Drittel der Mitarbeiter im höheren Dienst des Wirtschafts- und des Finanzministeriums sind Volkswirte. Besonders dramatisch ist das auf den Leitungsebenen.

      … vergibt sie Auftragsgutachten wie Gabriel, der zwei Ökonomen ein Reformprogramm für Deutschland und Frankreich ausarbeiten lässt.

      Oder die Regierung gönnt sich einen Berater wie Marcel Fratzscher, den Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dessen wirtschaftspolitische Vorstellungen in vielen Fällen deckungsgleich mit denen Gabriels sind. Kritik dagegen ist unerwünscht.

      Zitat Ende.

      Genau so eine Machtpolitiker-Fratze wie Gerhard Schröder.

      Autoritärer Linker.

      Der – überhaupt nicht neoliberal – mit seiner „Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe – ein paar Millionen Menschen in die Armut gestoßen hat.

      http://www.welt.de/wirtschaft/article134293294/Der-Wirtschaftsminister-der-die-Oekonomen-verachtet.html

  7. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    Zur Situation der USA heute

    Die katastrophale Lage unserer Nation (Was Ihnen unsere Politiker nicht erzählen werden)

    Mit freundlicher Genehmigung von John W. Whitehead und des in Virginia ansässigen Rutherford Institute

    „Ebenso wenig, wie urplötzlich die Schwärze der Nacht einsetzt, genauso wenig etabliert sich die Unterdrückung von einem Augenblick zum nächsten. In beiden Fällen existiert ein Halbdunkel, in dessen Schatten sich alle Dinge nahezu unverändert vollziehen. Und es ist eben jenes Halbdunkel, über das wir uns als Verkünder von in der Luft liegenden Veränderungen bewusst werden müssen, um nicht ahnungslose Opfer der Dunkelheit zu werden.“ ― William O. Douglas, Richter am Obersten Bundesgericht (Supreme Court) der USA

    Es spielt überhaupt keine Rolle was Ihnen unsere Politiker darüber erzählen, wie großartig Amerika ist und wie wir, als Bürger, immerfort triumphieren werden. Tatsache ist, dass die Nation am Rande eines tiefen Kellersturzes steht.

    http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/die-katastrophale-lage-unserer-nation-was-ihnen-unsere-politiker-nicht-erzaehlen-werden/

  8. Avatar von Unbekannt Papiergeld und Warengeld | Nachrichtenbrief Says:

    […] Die Österreichische Schule will nicht wahrhaben, daß es auch zu Zeiten des Goldstandards nie ein reines Warengeld gegeben hat, sondern daß die Golddeckung wegen der Kreditvergabe der Banken tatsächlich stets nur marginal war; bzw. daß diese fehlende Golddeckung nicht einfach nur „Betrug“ war, – den man ohnehin niemals wird unterbinden können. Das bedeutet aber umgekehrt nicht, daß man auf die Golddeckung ganz verzichten kann, wie heute die gängige ökonomische Lehre glaubt. Das Gold ist wie jede „Substanz“: sie hindert am „Abdriften“. Auch wenn die Analogie etwas abwegig klingt: ohne Reibung und Gravitation würden wir hilflos im Nichts driften – ohne Goldstandard driftet die Weltökonomie in die Katastrophe. Siehe Robert Harmans Ausführungen. […]

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