Posts Tagged ‘französische Revolution’

Orgonomie und Metaphysik (Teil 61)

13. Mai 2022

Es gibt prinzipiell zwei Erklärungen, warum und wie sich die Menschheit abgepanzert hat.

  1. Der Urmensch sei, so Reich im Anschluß an seine Erforschung der Schizophrenie, daran gescheitert, das autonome organische Funktionieren, das ihm bewußt wurde, mit eben diesem Bewußtsein zu koordinieren. Dieses Konzept war wenig spezifisch. Erst Charles Konia konnte einen konkreten Mechanismus angeben. Es geht um die Atmung und das Sprechen. Beispielsweise ist der Mensch das einzige Säugetier, das nicht gleichzeitig atmen und schlucken kann.
  2. Im Anschluß an das ORANUR-Experiment formulierte Reich vollkommen unabhängig davon die Idee, daß DOR und die Entwicklung von Wüsten dafür verantwortlich gewesen wäre, daß sich ein Panzer (= sequestriertes DOR) bildete. Auch dieser Ansatz blieb recht nebulös, bis James DeMeo seine Saharasia-Theorie vorstellte.

Die erste Theorie erinnert etwas an Reichs Zeitgenossen Ludwig Klages und „den Geist als Widersacher der Seele“. Die zweite Theorie an seinen Zeitgenossen Hanns Hörbiger.

So mancher sogenannte „Reichianer“ wehrt sich gegen DeMeos Saharasia-Theorie. Diese Leute scheinen nicht zu wissen, daß Reichs Werk von den keimhaften Grundzügen dieser Theorie durchwirkt ist. In Ea und die Wellenfunktion wird auf entsprechende Stellen in Contact with Space von 1957 verwiesen. Genauso könnte man Reichs Einbruch der Sexualmoral von 1931 nennen, wo er auf S. 101 schreibt:

Spuren der Urgeschichte, die man in der Mythologie auffindet, weisen auf Elementarkatastrophen hin, die die wirtschaftliche Existenz der Urmenschen bedrohten und gesellschaftliche Bewegungen auslösten, aus denen sich der erste Anstoß zur Sexualeinschränkung (…) herleitete.

Darauf folgt eine Fußnote, die Reich (zu recht) aus dem ins Amerikanische übersetzten Buch strich, weshalb sie auch in den revidierten deutschen Ausgaben nicht mehr erscheint:

Ich kann die Richtigkeit der Hörbigerschen „Glazialkosmogonie“ nicht fachlich beurteilen. Seine Erklärung der bei den meisten Völkern der Erde in irgendeiner Form festgestellten Sintflutsagen, die er auf reale kosmische Katastrophen zurückführt, verdienen aber entschieden unsere Beachtung. Sie werfen ein völlig neues Licht auf die Eigenart der Daseinsbedingungen der urmenschlichen Gesellschaft.

Es ist schon Saharasia-Theorie, wenn Reichs Mitarbeiter Karl Teschitz in seinem Buch von 1935 die neuheidnische „Deutsche Glaubensgemeinschaft“ zitiert:

Eine der schlimmsten Verfälschungen, die sich gerade auf dem Glaubensgebiete verheerend ausgewirkt hat, ist die Vermorgenländerung der Frau im Norden. Während sie nordisch Kamerad und Gehilfe des Mannes ist und Mann und Weib erst durch das Beieinander und Miteinander eine Ganzheit bedeuten, von der jeder Teil trotz seiner Verschiedenheit vom anderen gleich wertvoll ist: … ist sie vorderasiatisch etwas Heiliges nur in Bezug auf den Mann, dem sie gehört, im übrigen aber das „böse Fleisch“, das dem „guten Geist“ des Mannes widerstreitet … Und wüstenländisch ist sie die „Ware“, für die es einen möglichst hohen Preis zu erzielen gilt … Nicht einen Wert an sich hat sie, sondern nur als Besitzstück des Mannes. Sie hat, wenn sie ausgewachsen ist und also ihren Wert als Ware erreicht hat, keine Entfaltungsmöglichkeit, keine Möglichkeit, aus sich selbst heraus sich im Laufe des Lebens zu entwickeln. (Friedrich Prinz zur Lippe: „Rasse und Glaube“. Vortrag gehalten auf der Arbeitswoche der Deutschen Glaubensbewegung in Scharzfeld am 20. Mai 1934, Seite 27.) (z.n. Teschitz: Religion, Kirche, Religionsstreit in Deutschland. Kopenhagen: Sexpol-Verlag, 1935, S. 88)

Es geht um die Grundidee, nicht speziell um (ausgerechnet!) Klages‘ und Hörbigers Theorien. Warum „ausgerechnet!“? Zu Klages und Hörbiger siehe Der Blaue Faschismus!

Ein naheliegender dritter Ansatz, den Michel Odent in Die Natur des Orgasmus (München 2010, Kapitel: „Evolutionsvorteile der Orgasmosphobie“) vorbringt, ohne den Anspruch einer „dritten Theorie“ zu erheben, war Reich konzeptionell unzugänglich, weil er aufgrund seiner „Rousseauistischen“ Grundanschauung mit der „faschistischen“ Genetik und der Theorie vom Überleben des Stärkeren, die Hitler beseelte, auf Kriegsfuß stand. Für ihn waren das „mechano-mystische“ Mythen, die eines Tages durch eine lebensbejahende funktionelle Theorie ersetzt werden würden. Doch trotz aller Epigenetik und überzeugenden Kritiken am überkommenen Darwinismus, die Reich weitgehend Recht gegeben haben, bleibt der Kerngehalt der Genetik und der Evolution durch Anpassung an die Umwelt doch unumstritten.

Das besondere ist, daß diese sich als richtig erwiesenen Theorien vollkommen mechanistisch sind. Man kann sich kaum etwas Mechanischeres vorstellen als eine Software (die Gene), die abgelesen wird und dabei ständig von Umweltfaktoren „durchsiebt“ wird. Nur Software, deren Produkt durch das Sieb der Umweltforderungen hindurchgeht, bleibt erhalten.

Hier haben wir ein rein mechanisches Prinzip im Kern der Biologie, d.h. buchstäblich im Zellkern! Entsprechend kann man fragen, welchen Evolutionsvorteil „mechanische“ Panzerung („Orgasmosphobie“) für die diversen Kulturen hatte. Eine Frage, die, wie gesagt, Reich konzeptionell unzugänglich war. Odent führt aus:

  1. Die Konkurrenz bei der Partnerwahl droht die überlebensnotwendige Kohärenz der Gruppe zu gefährden. Außerdem haben sowohl erzwungene Exogamie als auch Endogamie jeweils gegebenenfalls für das Überleben der Gruppe unverzichtbare Vorteile. Im ersten Fall wird die Verbindung mit anderen Gruppen gefestigt, im zweiten Fall wird verhindert, daß die Ressourcen der Gruppe sozusagen „diffundieren“. In diesem Sinne kann die Einschränkung der Genitalität, bis hin zur Genitalverstümmelung, nur von Vorteil sein.
  2. Dadurch wird nicht zuletzt das menschliche Aggressionspotential erschlossen. Siehe dazu meine Ausführungen in Die Sexualökonomie der Cheyenne, insbesondere geschieht das aber dadurch, daß in praktisch allen Kulturen die Mutter-Kind-Bindung mehr oder weniger stark hintertrieben wird: die Menschen werden von Anfang an „hart“ gemacht. (Ein Faktor, den Odent nicht erwähnt, ist die „postnatale Abtreibung“. Das Kind wurde von der Mutter ferngehalten, bis der Stamm entschieden hatte, ob der Neuankömmling im Stamm aufgenommen oder den wilden Tieren überlassen wird. Man konnte es sich nicht leisten, jeweils restlos verzweifelte suizidale Mütter zu hinterlassen. Deshalb durfte die emotionale Bindung nicht gleich nach der Geburt einsetzen.)

Erst heute, wo wir uns weitgehend vom evolutionären Druck befreit haben, kann (könnte!) sich „das Lebendige“ im Sinne Reichs frei entfalten.

Die drei Theorien schließen sich nicht gegenseitig aus, vielmehr ergänzen sie einander. Beispielsweise erhöht die Wüste den evolutionären Druck ungemein. Außerdem handelt es sich bei diesen Anpassungen, etwa die Mutter anfangs vom Neugeborenen fernzuhalten, um wohldurchdachte, kalkulierte Überlegungen: das Bewußtsein als Kontrollinstanz über autonomes Geschehen.

odentpanzer

Die Menschheit konnte diese Falle erst verlassen, nachdem die Natur und damit die natürliche Anarchie des Individuums entdeckt war. Die Natur und das Individuum wurden nicht mehr nach dem Maßstab der Nützlichkeit betrachtet. Dies wurde von Rousseau geleistet.

Man kann viel Negatives über Rousseau sagen. Etwa, daß es ohne ihn die Französische Revolution und den Marxismus nicht gegeben hätte. Man kann sein persönliches Verhalten anprangern. Oder man kann ihn mit LaMettrie vergleichen, wobei er nicht gut wegkommt. Doch es bleibt etwas, das anhand eines bestimmten Problems der amerikanischen und deutschen Forstverwaltungen ins rechte Licht gerückt werden kann.

Jeder Naturenthusiast wird bestätigen, daß man auf Wiese, Wald und Flur buchstäblich nie südländischen Kulturbereichern begegnet. Wenn du keine Kopftücher sehen willst, gehe in den deutschen Wald! In den USA macht sich die Verwaltung der Nationalparks wirklich Sorgen angesichts des demographischen Wandels: ausschließlich Weiße interessieren sich für die unberührte Natur Nordamerikas, während Schwarze, Latinos und andere „Farbige“ die Parks meiden, als wäre die unberührte Natur hochtoxisch. Wenn einmal die Kaukasier die Mehrheit verloren haben werden, wird dieser Planet flächendeckend abgeholzt und ausgeplündert werden! So wie es bereits heute in der Dritten Welt geschieht, die der weiße Mann unverantwortlicherweise sich selbst überlassen hat.

Der chinesische Kulturkreis ist keine Ausnahme, weil es bei ihm nicht um die Natur „an sich“ (oder besser gesagt „für sich“) geht, sondern stets um den Menschen. Schaut der Chinese oder Japaner in die Natur, sieht er sich selbst und nichts sonst. Chinesische Landschaftsmalerei handelt nicht von der Landschaft, sondern von vorgefaßten ethischen (sic!) Vorstellungen, etwa über Yin und Yang, die man in die Natur hineinmalt, wenn man nicht gleich entsprechende Motive wählt. Solche Orte sind heilig – wenn an einem anderen, sozusagen „unheiligen“ Ort die Wälder abgeholzt und ganze Gebirgszüge eingeebnet werden, interessiert das kein Schwein. Japaner aus ganz Hamburg kommen nach Langenhorn-Nord, um hier in einer Allee voller Kirschbäume im Mai die Kirschblüte zu erleben. Das ist kein Natur-, sondern ein Kulturereignis. Für nicht mit Bedeutung aufgeladene Naturschauspiele haben sie keinerlei Gefühl. Sie haben keinen Sinn für die Natur! Man vergleiche nur einen japanischen Ikebana-Blumenstrauß, mit einem beliebigen europäischen Strauß. Im Ikebana ist alles mit Bedeutung aufgeladen, die durchweg aus der menschlichen Sphäre kommt, während der Europäer schlicht die unberührte Natur ins Haus holt.

Übrigens versuchen die Amerikaner Nichtweiße doch noch in die Natur zu locken, indem sie sie mit menschlicher Symbolik aufladen: die Geschichte der indigenen Völker, der „Befreiungskampf“ der Nichtweißen, eine von Weißen nicht kontaminierte Natur, Blablabla. Selbst wenn dieser hanebüchene Unsinn funktionieren sollte – für die Natur hätten die Farbigen immer noch kein Empfinden.

Vor Rousseau war Europa nicht anders als heute das „Südland“. Der sprichwörtliche deutsche Wald ist erst neueren Datums. Im Mittelalter war Deutschland zwischen den Alpen und der Nordsee kahl (soweit das ohne Kreissägen und Geländewagen zu bewerkstelligen war!) und praktisch frei von Wild. Einzige Ausnahme waren die Wildreviere der Adligen, die mit drastischen Strafen geschützt werden mußten.

Die Parks der Adligen waren ein kubistischer Alptraum. Mit Gewalt wurde der Natur die Natur ausgetrieben. Wer es sich leisten konnte, kaufte sich eine Amme (typischerweise Prostituierte), um die Kinder zu stillen, denn die höheren Damen wollten keine „Milchkühe“ sein, ihre Figur nicht verderben und ohne Ballast gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen. Die Natur und die natürlichen körperlichen Funktionen waren dermaßen verpönt, daß es auf den Schlössern keine Toiletten gab. Das Geschäft, das offiziell gar nicht existierte, wurde diskret in dunklen Ecken mit Hilfe von Dienern erledigt, ähnlich wie heute in Krankenhäusern bei bettlägerigen Patienten.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts drastisch mit Rousseau. Es setzte ein Kult der Natürlichkeit ein, der bis heute ungebrochen anhält. Im Rokoko mimten die hohen Herrschaften das (idealisierte) Dasein von Hirten und Mägden. Gärten wurden plötzlich so gestaltet, daß sie möglichst „naturwüchsig“ wirkten und die Damen fingen an ihre Kinder zu stillen. Tatsächlich wurde erst damals „das Kind“ entdeckt! Körperpflege wurde zu einem Statussymbol. Aus dem Rokoko entwickelten sich die Romantik und schließlich die Lebensreformbewegung, die bruchlos in die Orgonomie überging. Man höre sich Mozart an, das klanggewordene späte 18. Jahrhundert! Er hat wie sonst keiner den damaligen Durchbruch des Lebendigen vertont. Seine Musik ist eine einzige Huldigung der Natürlichkeit, weshalb sie bis heute so ein Seelenbalsam ist.

Für Menschen, die vom westlichen Bildungsbürgertum unbeleckt geblieben sind, d.h. die Unterschicht und die besagten „Farbigen“, bedeutet die Natur hingegen NICHTS. Überlaßt Deutschland den Hartz-4-lern und den Migranten: nach wenigen Jahren werdet ihr ein restlos ausgebeutetes und vollgemülltes Ödland vor euch haben! Jeder Blick auf die Freiflächen in den sozialen Brennpunkten unserer Städte sollte Beweis genug sein! (Übrigens sieht man auf orgonomischen Veranstaltungen in den USA ausschließlich Weiße aus dem oberen Mittelstand!) Und wie sieht die Zukunft aus? Glaubt irgendjemand, daß die jugendlichen Vollidioten, die heute auf ihren Ei-Pott starrend durch die Straße gehen… (Ich schreibe diesen Blogeintrag während einer Bahnfahrt. Vor mir sitzt eine Amerikanerin. Ihre Zeit vergeht mit Dösen, Herumfummeln am Handy und Herumschauen im Wagen. Scheinbar kein einziges Mal richtet sich ihr Blick auf die vorbeiziehende Landschaft, die sie doch wahrscheinlich noch nie gesehen hat.)

Man vergleiche diese Ausführungen über das Naturgefühl mit meinen Ausführungen über den Kapitalismus, der einen ähnlichen Ursprung hat!

Nachtrag: Warum ist Rousseau so zweigesichtig? Auf der einen Seite der Vater der Romantik (und gewisserweise auch des Schwarzen Faschismus!), auf der anderen des Roten Faschismus. In seinem Haß auf die unnatürliche Zivilisation war er auf den Wahn verfallen, man könne künstlich eine gerechte, meinetwegen „natürliche“ Gesellschaft erschaffen. Er hatte keinen Sinn dafür, daß die Gesellschaft organisch gewachsen ist und auch die irrationalsten Institutionen eine Funktion haben. Der prototypische Freiheitskrämer!

„The Origin of an Oranur Reaction” von Roberto Maglione

10. Oktober 2021

Hier handelt es sich um eine ebenso lange wie (teilweise…) hervorragende Gesamtdarstellung von Reichs ORANUR-Experiment. Maglione geht bis ins Detail und bezieht sich u.a. auf bisher unveröffentlichtes Archivmaterial. Durch die Lektüre habe ich viel dazugelernt.

Alles schön und gut, wenn da nicht wieder (siehe meine letzte Rezension) diese unglückselige Verquickung von Mechanismus und Mystizismus wäre, etwa wenn Maglione schreibt:

Reich entdeckte in der Natur eine neue Art von Energie, die lebensfördernde Eigenschaften hat und überall angezapft werden kann. Er fand auch heraus, daß dieses Energiekontinuum, das sich als winzige energetische Einheiten ausdrücken kann, durch verschiedene Phasen der Existenz gekennzeichnet ist, d.h. es kann sich in einem dynamischen, ungestörten, fließenden Zustand befinden, in einem erregten und chaotisch bewegten Zustand (Oranur genannt) oder schließlich in einem tödlichen und statischen Zustand (DOR genannt). (…) Allerdings stellte Reich fest, daß diese energetischen Einheiten bei einem niedrigen Erregungsgrad therapeutische Eigenschaften haben könnten. Darüber hinaus könnte der Oranur-Zustand bei einem etwas höheren Anregungsgrad eine motorische Kraft erzeugen und damit eine unendliche Anzahl von technischen Anwendungen hervorbringen. Er könnte auch radioaktive Materie in eine höchst nützliche und lebensfördernde Materie verwandeln. Kürzlich wurde die Hypothese aufgestellt, daß dieser Zustand auch zur Schaffung höherer Bewußtseinszustände beitragen kann.

Hier zeichnet sich eine bedenkliche Triade aus psycho-sozialer, technischer und schließlich spiritueller Heilserwartung in Zusammenhang mit „kontrollierten“ ORANUR-Reaktionen ab.

Der obige Absatz wurde durch eine kurze Passage eingeleitet, die bei einer Darstellung des ORANUR-Experiments eher verwundert. Es ging bei dieser nämlich um alle möglichen Utopien von Platos Politeia, über Morus‘ Utopia bis zu Bacons New Atlantis und schließlich der Französischen Revolution. Nun, im Anschluß des oben zitierten Absatzes lesen wir etwas über das sozusagen „höhere Sozialleben“ durch ORANUR:

Ich glaube, daß der erregte Zwischenzustand [ORANUR zwischen OR und DOR] dieser winzigen energetischen Einheiten von grundlegender Bedeutung für den von den Philosophen angenommenen Wandel ist, der uns zu einer neuen Art von Welt führen kann, in der das französische Motto [Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit] endlich seine wohlverdiente Entsprechung findet. Wie ein Portal [!] oder ein obligatorischer Schritt, nach dem sich eine neue Welt auftun kann.

In den daran anschließenden Sätzen gewinnt diese ORANUR-induzierte sozialistische Utopie einen mystischen Einschlag, denn derartiges habe bereits in mythischer Vergangenheit existiert, eine „Wissenschaft des Äthers“. Maglione weiter:

Ich hoffe, daß der Inhalt dieses Papiers dazu beitragen kann, friedlich den Weg zu beschreiten, der zu diesem Portal führt, hinter dem wir vielleicht endlich die utopische Insel oder Welt finden, nach der so viele der eifrigsten Köpfe auf diesem Planeten dramatisch und hartnäckig gesucht haben.

Unvermittelt werden wir in die Geisteswelt des utopischen Sozialisten Charles Fourier versetzt! Wir betreten hier die Welt des Reichianismus bzw. Blauen Faschismus, die ich in „Reichianische Bücher“ (hier, hier und hier) dargestellt habe: eine letztendlich toxische Welt aus „Spiritualität“, Freiheitskrämerei und – ORANUR.

Besonders störend ist etwas, was ich bereits in meiner Besprechung von Magliones Buch über quantitative Orgonometrie vermerkt habe (S. 269): sein Hang die Orgonenergie zu „mechanisieren“, indem er sie gewisserweise aus „Atomen“ zusammensetzt. Das wird etwa in diesem Satz deutlich: „Reich stellte anhand dieser vorläufigen Ergebnisse fest, daß Kernmaterial, welches einige Zeit konzentrierten Orgonenergie-Einheiten ausgesetzt war, seine radioaktive Potenz verlöre, und beobachtete eine Veränderung seiner radioaktiven Zerfallskonstante.“ Jeder andere hätte einfach geschrieben: „…konzentrierter Orgonenergie ausgesetzt war…“. Tatsächlich stellt sich Maglione die ORANUR-Reaktion ungefähr wie Wärmeausbreitung, d.h. die Ausbreitung von chaotischer thermischer Bewegung von Molekülen vor: „Sobald die Oranur-Reaktion einsetzt, breitet sie sich auf die benachbarten Einheiten im Raum aus, bis sie verschwindet, wenn die Energie der erregten Orgoneinheiten nicht mehr ausreicht, um die Erregung auf die benachbarten Orgoneinheiten zu übertragen.“

Es ist geradezu grotesk, wie Maglione den Gegensatz von Einsteins und Reichs Weltentwürfen illustriert:

Für Einstein bestehe die Luft, die uns umgibt, aus Atomen und das war‘s. „Reich stellte stattdessen die Hypothese auf, daß zusätzlich zu den oben genannten Komponenten eine Energie die Atmosphäre und auch das gesamte Universum so erfüllt, daß ein Kontinuum entsteht. Er fand heraus, daß dieses Energiekontinuum aus winzigen Einheiten mit unterschiedlichen Eigenschaften besteht und bestimmten Gesetzen unterliegt.“ In der Abbildung sehen wir bei Einstein tatsächlich ein Kontinuum, bei Reich „Teilchen, die ein Kontinuum bilden“.

Oder man nehme folgende Abbildung:

Es ist zu ahnen, was gemeint ist, aber… Orgonenergie-Einheiten werden dynamisch und dann zu Materie-Einheiten? Orgonpartikel werden zu OR und dann zu Materiepartikeln?

In einer daran anschließenden Abbildung stellt Maglione den Erregungslevel der Orgonenergie in Prozent dar; 0% gleich Bildung von Materie, atmosphärische Heilung und höheres Bewußtsein, 100 % der Tod, bzw. DOR. Je höher der Erregungszustand der Orgonenergie, desto toter wird sie? Maglione: „In der Grafik entspricht ein Erregungsgrad von Null (…) Einheiten, die frei und dynamisch und ungestört in der Atmosphäre oder in lebenden Organismen fließen, während ein Erregungsgrad von 100 % tödlichen und statischen Einheiten entspricht, die alle ihre Bewegungen verloren haben.“ Ähhh…

Solche Formulierungen sind „Reichianismus“ in der Tradition von Paul Ritter und Charles Kelley: Reich wird solange um und neuformuliert, bis wirklich alles hoffnungslos zerredet ist und der Leser verwirrt und paralysiert zurückbleibt.

Ein weiteres Beispiel für diesen Reichianismus:

Reich beschränkte die Qualität der Orgoneinheiten nicht darauf, durch äußere Einwirkungen nur im physischen Bereich angeregt zu werden. Er nahm an, daß, wenn alles in der Natur von Orgonenergie-Einheiten als Grundbestandteil charakterisiert ist, die auf unterschiedliche Weise zu Materieteilchen aggregiert sind, eine Reaktion auf diese aktivierenden Agenzien auch im biologischen und emotionalen Bereich der lebenden Systeme auftreten kann, indem die Einheiten innerhalb der lebenden Systeme genauso erregt sind und sich austoben, wie in der Umwelt.

Irgendwie stimmt das, aber trotzdem ist das keine Orgonomie, eine Wissenschaft, sondern die Darstellung eines naturphilosophischen Modells, das nur peripher etwas mit Reichs Forschung zu tun hat. Das schadet der Orgonomie massiv, denn jeder, der sowas liest, wird Reich unter die vielen absonderlichen Spinner einordnen, die jeweils ihr eigenes „Weltmodell“ entworfen haben.

Leider hat sich ein kleiner aber ärgerlicher Fehler eingeschlichen. Maglione zitiert aus bisher unveröffentlichten Notizen von Myron Sharaf („Historical Notes. Some Notes on Oranur – March 15, 1951“) wonach Eva Reich am 19. Februar beinahe gestorben wäre, als sie „ihre Hand“ in einen Orgonenergie-Akkumulator steckte. Tatsächlich hat sich Maglione verlesen („hand“ vs. „head“) und Eva Reich hatte ihren Kopf hineingesteckt. Ein kleines Detail, aber der eine oder andere unvorbereitete Leser wird sich an den Kopf kratzen!

Wie wenig Maglione wirklich in der Materie drinsteckt, sieht man auch daran, daß unvermittelt „DOR“ auftaucht. Zwar hatte Maglione den Unterschied zwischen OR, ORANUR und DOR vorher korrekt beschrieben, ihm fällt aber nicht auf, daß Reich im Ersten ORANUR-Bericht, also 1951, das als „DOR“ bezeichnet, was er später „ORANUR“ genannt hat, und daß das eigentliche DOR erst später von Reich entdeckt wurde. Das, was Maglione also als „DOR“ beschreibt, ist in Wirklichkeit ORANUR, auch wenn Reich selbst von „DOR“ spricht… Äh, ja!

Der Beschreibung des ORANUR-Experiments folgt eine ellenlange und extrem detaillierte Darstellung der Gesetzmäßigkeiten von Alpha- und Gammastrahlung, um zu sehen, ob Reich und seine Mitarbeiter sich schlichtweg eine Strahlenvergiftung zugezogen haben. Es ist Maglione hoch anzurechnen, diesen hanebüchenen Unsinn endgültig ins Märchenland verbannt zu haben! Das ist zwar verdienstvoll, aber es hätte schon die Überlegung ausgereicht, daß einem Privatmann bzw. einzelnem Arzt wohl kaum eine gefährliche Strahlenquelle zur Verfügung gestellt worden wäre bzw. daß es dafür wohl kaum einen allgemeinzugänglichen Markt gegeben hätte. Die „Radiumnadeln“, die Reich benutzte, waren schlichtweg radioaktive Nadeln, die Ärzte damals in Krebstumoren steckten. Das war die damalige Strahlentherapie. Selbstredend nicht ganz ohne, aber auf keinen Fall so gefährlich, daß bei unsachgemäßem Umgang Arztpraxen hätten evakuiert werden müssen!

Der Aufsatz endet mit der Analyse eines Atomunfalls/ORANUR-Ereignisses in Rußland.

Zusammenfassend schreibt Maglione ganz entsprechend dem anfangs Zitierten: „Ein richtig eingedämmtes und kontrolliertes Oranurfeld könnte technologische Anwendungen haben, wie z.B. 1. die Verringerung der Zerfallskonstante eines radioaktiven Elements; 2. Energieerzeugung (Motorkraft) und Antigravitation; 3. Heilung von Krankheiten; 4. und Entwicklung höherer Bewußtseinszustände, um nur einige der bisher bekannten zu nennen.“ Dazu führt er als weiterführende Literatur u.a. an:

  • Maglione R, Reichs Orgonenergie. Ein Portal zu höheren Bewusstseinsstufen? (auf Italienisch), In Glielmi N, Fontana M, Maglione R, Valleri T, Argomenti Reichiani, GEDI Gruppo Editoriale, Mailand, 2007
  • Maglione R, Mazzocchi A, Ätherische Energien und Orte der Verehrung. Die religiöse Stätte als therapeutischer Ort. Eine Pilotstudie an 62 antiken Stätten (auf Italienisch), Advanced Therapies, Vol VI, N 11, 2017, Nuova Ipsa, Palermo

David Holbrook, M.D.: SCHULDGEFÜHLE UND BEWEGUNG

4. Oktober 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Schuldgefühle und Bewegung

Imagine!

11. Juli 2021

Eine kleine Geschichte von 2009, über die m.W. in Deutschland kaum berichtet wurde – sie wurde nicht mal in Großbritannien selbst berichtet:

Ein Mitglied des britischen Oberhauses lud Geert Wilders zu einer privaten Sitzung in London ein. Sie wollte ihren Kollegen Wilders Film Fitna vorführen und ihn danach in einer offenen Runde debattieren. Das wußte der pakistanisch-stämmige Lord Nazir Ahmed, der 1998 von Labour ins Oberhaus entsandt worden war, zu verhindern: er würde 10 000 Moslems mobilisieren, um Wilders davon abzuhalten, nach London zu kommen. Außerdem drohte er, seine Oberhaus-Kollegin zu verklagen. Wilders wurde daraufhin ausgeladen und die Vorführung von Fitna abgesagt. Die pakistanische Presse jubilierte und Lord Ahmed pries Allah für „den Sieg für die moslemische Gemeinschaft“.

Heute bekommen die indigenen Engländer schon Probleme mit der Polizei, wenn sie das Undenkbare tun: die englische Flagge, rotes Kreuz auf weißem Grund, zeigen.

Wie konnte es soweit kommen, in einer Nation, die stets absolut rücksichtslos für ihre eigenen Interessen gegenüber Frankreich, Deutschland und Rußland gekämpft hat? Und ganz nebenbei auch noch die Emotionelle Pest überwunden hat (Napoleon, Hitler, Stalin bzw. dessen Nachfolger)! Heute ist England tot und wird in wenigen Jahrzehnten ein mosleminisches Land sein.

England hat stets alle anti-autoritären Bestrebungen einer „Neuordnung Europas“ bekämpft, sei es die Französische Revolution gewesen, die Russische Revolution oder der Nationalsozialismus, nicht zuletzt auch die europäische Vereinigung. Die Tradition und die lokale Autorität wurden verteidigt. Die berühmten „60er“ Jahre haben diesen britischen Grundimpetus zerstört. Durch die „sexuelle Revolution“ wurde in Großbritannien die Familie zerstört und damit die Verankerung des Einzelnen in der Tradition und im eigenen bioenergetischen Kern („verzerrter Kernkontakt“, Identifikation mit den Autoritäten). Seit dieser Zeit sind die Briten dem Internationalismus und der Political Correctness vollkommen schutzlos ausgeliefert.

Innerhalb einer Generation (die letzten 30 Jahre) wurde eine Nation, die vorher ganzen Weltrevolutionen widerstanden hatte, besiegt und ausgelöscht. Kaum etwas anderes zeigt die unglaubliche Effektivität und Durchschlagskraft von Reichs sexualpolitischem Ansatz. Mit dieser einen Stellschraube kann man die Charakterstruktur eines ganzen Landes (die durchschnittliche Charakterstruktur des durchschnittlichen Massenmenschen) grundlegend verändern und damit wirklich alles verändern. Man kann eine ganze Nation entwaffnen, sie dazu bringen, daß sie sich auf den Rücken legt und lustvoll ihre Kehle jedem Raubtier präsentiert.

Was ist geschehen? Durch die sexuelle Revolution wurde die muskuläre Panzerung auf ungeordnete Weise aufgelöst und durch eine um so stärkere Augenpanzerung ersetzt. Ergebnis ist die Unfähigkeit selbst (auf geordnete und effektive Weise!) aggressiv zu sein und die Aggression anderer auszuhalten. Das nennt sich dann Pazifismus, Friedenserziehung, Deeskalation, etc. Man darf „keine Muskeln mehr zeigen“! Zweitens werden aufgrund der okularen Panzerung Gefahren nicht mehr adäquat wahrgenommen, nicht mehr in der richtigen Perspektive gesehen (sowohl räumlich als auch vor allem zeitlich: „Wohin führt das?“) und vor allem kann nicht mehr klar gedacht werden. Kurz gesagt, ist alles, wirklich alles, verschwunden, was die britische Nation groß gemacht hat: der Wille eigene Interessen durchzusetzen und strategisch zu planen.

Es ist charakteristisch, daß John Lennons Imagine (1971) zum Requiem dieser Nation geworden ist. Übersetzen wir die Kontaktlosigkeit dieses Idioten in etwas, was Sinn macht:

Stell dir vor, es gibt keinen Himmel. Das heißt stell dir vor, alles sei sinnlos. Stell dir vor, es gibt keine Hölle unter uns, d.h. keine Konsequenzen deines Handelns. Über uns nur Himmel, nur Sinnlosigkeit und Tod. Stell dir vor, alle Menschen leben nur für das heute und scheißen auf Tradition und Zukunft.

Stell dir vor, es gibt keine Länder und du und deine Kinder sind den Barbaren schutzlos ausgeliefert. Es ist nicht schwer sich das vorzustellen. Es gäbe nichts für das es sich zu töten oder zu sterben lohnte. Und auch keine Religion. Stell dir vor, alle Menschen leben in Frieden. Oder mit Brecht: stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu dir.

Du magst sagen, ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der einzige – es gibt Myriaden Lemminge wie mich. Ich hoffe, eines Tages wirst du dich uns Zombies anschließen und die Welt wird eine Einheit sein.

Stelle dir vor, es gäbe keinen Besitz. Ich frage mich, ob du das kannst. Keine Notwendigkeit für Gier und Hunger – sondern alle wälzen sich wie grunzende, glückliche, da gut versorgte, Schlachtschweine im eigenen Kot und Urin und grunzen. Alle Menschen werden Brüder. Stell dir vor, alle Menschen würden sich die Welt teilen – dann kommt Lord Nazir Ahmed und nimmt sich seinen Teil von den grunzenden Idioten. Imagine!

David Holbrook, M.D.: SOLSCHENIZYN, DOSTOJEWSKI, GOTT UND DER KOMMUNISMUS / ÜBERLEGUNGEN ZU POLITIK, POLARISIERUNG UND DER FRAGE NACH DEM „GEIST“

20. April 2021

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Solschenizyn, Dostojewski, Gott und der Kommunismus

Überlegungen zu Politik, Polarisierung und der Frage nach dem „Geist“

nachrichtenbrief188

17. Januar 2021

Die ungepanzerte Welt fängt vor deiner Haustür an:

David Holbrook, M.D.: „VERSCHWÖRUNGEN“ / ÜBER DAS PROBLEM, DIE MENSCHEN AUF DER ANDEREN SEITE DER POLITISCHEN KLUFT NICHT ZU VERSTEHEN / POLITISCHE DISKUSSIONEN AUF FACEBOOK / WOHER KOMMT DIE MORAL? VOM INDIVIDUUM ODER VOM STAAT? / SCHULD UND BEWEGUNG

17. November 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Verschwörungen“

 

Über das Problem, die Menschen auf der anderen Seite der politischen Kluft nicht zu verstehen

 

Politische Diskussionen auf Facebook

 

Woher kommt die Moral? Vom Individuum oder vom Staat?

 

Schuld und Bewegung

 

Die Emotionelle Pest im Alltagsleben

24. Juni 2020


Die Kriminalisierung der Unschuld.

Die Emotionelle Pest im Alltagsleben

Der „Todestrieb“ als bioenergetische Grundlage dieses Linksstaates

3. Januar 2020

Es wird so getan, als sei dieser Staat von Links unterwandert worden und die „68er“ hätten ihren Weg durch die Institutionen gemacht. Ja, natürlich haben sie das, aber es soll sich doch niemand einbilden, sie seien vom Himmel gefallen. Es hat immer einen Bodensatz aus Anarchisten, Sozialisten und Kommunisten gegeben, die von jeher nur ein einziges Ziel hatten: alles organisch Gewachsene zu vernichten. Das ist Teil ihrer Charakterstruktur, die auf der kompletten Abtrennung vom biologischen Kern und auf der ewigen ödipalen Rebellion gegen „das Establishment“ beruht. Deshalb hassen sie alle Traditionen, ihr eigenes Herkommen, letztendlich das Leben selbst. Könnten sie, würden sie jeden Erfolg und Stolz („Antifaschismus“), die letzten Reste der Genitalität („Antisexismus/Antihomophobie/Antitransphobie“) und das Menschsein selbst („Antispeziesismus“) vernichten. Das Photo habe ich soeben am Eingang des örtlichen Gymnasiums gemacht:

Dieser „Todestrieb“, dieser nihilistische „Anti-Sein-ismus“, wirkt seit spätestens der Französischen Revolution in der Gesellschaft und ist nichts Neues. Man muß nur daran denken, daß die RAF, die nie für irgendwas anderes stand als Mord und Todschlag, von praktisch der gesamten Kulturelite und sogar weiten Teilen des Staatapparats getragen und aktiv unterstützt wurde. Diese Mordgesell*Innen konnten sich schon Anfang der 1970er Jahre wie Maos „Fische im Wasser“ frei bewegen – und können es noch heute. Wer erinnert sich nicht an die Posse um die „Isolationsfolter“, bei den einzigen Gefangenen weltweit, bei denen Männlein und Weiblein vereint waren. Was für ein degenerierter Scheißstaat läßt soetwas zu?!

Wir haben es hier nicht nur mit einer Ideologie zu tun, die sich ausgebreitet hat, sondern mit einem BIOENERGETISCHEN Problem. Einer Lebensenergie, die sich gegen sich selbst richtet. Nur so kann man die systematische Zerstörung Deutschlands durch Angela Merkel erklären. Ein Todesengel, der in seinem Tun eine breite gesellschaftliche Unterstützung findet, weil weite Kreise von diesem erfaßt sind: dem Vernichtungshaß gegen das Eigene. In der Panzerung richtet sich das Lebendige gegen sich selbst; etwas, was es in der Natur ansonsten nicht gibt. Die widernatürliche Linke (das Gutmenschentum) ist die ultimative Ausprägung der Panzerung per se.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 46

31. Dezember 2019

orgonometrieteil12

46. Goethes Funktionalismus