Was ist Orgontherapie? (Teil 1)

In Deutschland wird Orgontherapie in Hamburg praktiziert. Orgontherapie ist eine Behandlungsmethode für „psychische“ (emotionale), psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen, die von den drei Psychiatern Dr. med. Wilhelm Reich (1897-1957), Dr. med. Elsworth F. Baker (1903-1985) und Dr. med. Charles Konia (geb. 1931) entwickelt wurde. (Was die Behandlung mit dem Orgonenergie-Akkumulator betrifft, finden sich hier und hier Erläuterungen.)

Die Orgontherapie läßt sich von der Atmung her vielleicht am besten einordnen. Tatsächlich kann Atmen tödlich sein. Beim „Überventilieren“ können „elektrische Strömungsempfindungen“ und gefährliche tetanische Anfälle auftreten. Sie entstehen aus der kontraktiven Reaktion des Organismus auf die ungewohnte Energiezufuhr. Bei dieser Reaktion kann die zerebrale Blutzufuhr um bis zu 30 % gedrosselt werden. Die Tetanie kann bis zum Tod führen, wenn man die Atmung nicht mehr stoppen kann.

Dem hingegen kann ein ungepanzerter Mensch so viel atmen wie er will und es passiert nichts, außer daß „schmelzende“ lustvolle Strömungsempfindungen auftreten. Die Hyperventilation ist ein biopathisches Phänomen, welches zeigt, wie der Organismus des heutigen Menschen gar nicht mehr an eine vernünftige Sauerstoffversorgung gewöhnt ist. Es handelt sich um einen allgemeinen Kontraktionszustand (Sympathikotonie), von dem die Atemsperre der wichtigste Aspekt ist.

Der Behandlungsmechanismus der Orgontherapie ist der Grundtendenz der mechanistischen Medizin genau entgegengesetzt. Beispielsweise wirken Psychopharmaka, indem sie die Atmung einschränken, damit den Energiepegel senken und so die Angst reduzieren, was ein differenzierteres Gefühlsleben und ein klareres Denken ermöglicht.

Es geht aber auch nicht um das bloße Beseitigen der Hemmungen. Orgontherapie ist mehr als bloße Katharsis. Eine „chaotische Situation“ entsteht, wenn der Therapeut die Krankheitsdynamik des Patienten nicht versteht, bzw. er keine Rücksicht auf den Aufbau der Neurose nimmt. Beispielsweise kann fehlende Panzerung ein weit größeres Problem darstellen als Panzerung. Beim Manisch Depressiven kann sie derartig desorganisiert sein, daß er hin und her geworfen wird, was im Extremfall (also beim Triebhaften Charakter) dazu führt, daß eine Therapie unmöglich ist. Jene Schizophrenen sind am schlimmsten dran, bei denen die Panzerung (außer im Kopfbereich) fehlt.

Ganz allgemein ist der hauptsächliche Fehler, den ein Orgontherapeut begehen kann, eine Fehldiagnose und eine entsprechend falsche Herangehensweise, die eine Behandlung schließlich unmöglich macht. Insbesondere kann es zu einem unheilbaren „ocular hook„ kommen, den manche „Orgontherapeuten“ massenweise in ihren Patienten hervorgerufen haben.

Ein „hook“, bzw. „Haken“, ist Baker zufolge eine Hemmung, die für den Patienten eine derartig konstituierende Bedeutung hat, daß eine Beseitigung schwierig bis unmöglich ist. Um so schlimmer ist ein Haken, der durch einen ärztlichen Kunstfehler entstanden ist, indem zu früh Energien freigesetzt wurden, die den Patienten zu überschwemmen und zu „vernichten“ drohen, weshalb er etwa im Augensegment derartig blockiert, als wäre sein Leben davon abhängig. Und vielleicht hat er dabei sogar Recht…

Um derartiges zu vermeiden, sollte stets die Charakteranalyse im Zentrum der Therapie stehen, d.h. das Auflösen erstarrter Verhaltensmuster durch ihr Bewußtmachen.

Charakteranalyse ist die Analyse der Art und Weise des Auftretens des Patienten, die ebenso auf kindliche Erlebnisse zurückgeführt werden kann, wie die Inhalte der Symptome. Im Gegensatz zum einfachen Symptom ist der komplexe Charakterzug gut rationalisiert und wird vom Patienten nicht als Fremdkörper empfunden. Aufgabe des Therapeuten ist es, aus dem Charakterzug einen solchen isolierten Fremdkörper zu machen, um ihn dann wie ein Symptom zu beseitigen.

Zuerst erfolgt Widerstandsdeutung, bevor es zu irgendeiner Sinndeutung kommen kann. Dabei ist mehr auf die Verhaltensweise des Patienten, als auf den Inhalt seiner Äußerungen zu achten, außerdem wird der negativen Übertragung besondere Beachtung geschenkt. Der Therapeut muß wie ein Archäologe Schicht für Schicht in die Vergangenheit vordringen und es vermeiden, durch zu tiefe Deutungen ein Chaos hervorzurufen. Bei dieser Deutungsarbeit hat er immer wieder vom Hauptwiderstand, dem formalen „Charakterwiderstand“ auszugehen, der den Charakter des Patienten definiert.

Der Charakterpanzer ist die Gesamtsumme der typischen („charakteristischen”) Haltungen, die der Patient als Abwehr gegen Angst entwickelt hat. Er führt zur Erstarrung und emotionaler Kontaktlosigkeit und ist mit dem Muskelpanzer funktionell identisch.

Reich schreibt:

Die Verkrampfung der Muskulatur ist die körperliche Seite des Verdrängungsvorganges und die Grundlage seiner dauernden Erhaltung. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 228)

D.h. die Panzerung ist funktionell identisch mit dem Freudschen Unbewußten.

In der „charakteranalytischen Vegetotherapie“, die Reich in den 30er Jahre entwickelt hat, werden die Emotionen nicht mehr, wie in der klassischen Charakteranalyse, allein durch Bewußtmachen der Charakterwiderstände befreit, sondern gegebenenfalls auch durch direktes Angehen der Muskelpanzerung.

An Anfang der Entwicklung seiner Vegetotherapie mußte Reich zur Behebung von Blockierungen zu Übungen Zuflucht nehmen – ohne großen Erfolg. Das brachte ihn dazu, auf diese künstlichen Maßnahmen zu verzichten und nach den Hemmungen der natürlichen Beweglichkeit zu suchen. Auf diese Weise entwickelte sich die heutige Orgontherapie. Kurioserweise sind „Reichianer“ und „neo-Reichianische“ Quacksalber aufgetreten und haben ihre „bioenergetischen“ „Übungen“ dem Publikum als „Weiterentwicklung“ der Orgontherapie angedient.

Die Einheit von Charakter- und Muskelpanzer, Reich „biopsychiatrischer“ Ansatz, wird beispielsweise anhand des „Roten Fadens“ deutlich. Im Zusammenhang mit dem Dreischichtenmodell (biologischer Kern, irrationale Mittlere Schicht, soziale Fassade) führt Elsworth F. Baker aus:

Die soziale Fassade enthält einen grundlegenden Charakterzug (manchmal mehrere), mit dessen Hilfe der Betreffende der Umwelt begegnet. Dieser Charakterzug bleibt während der ganzen Therapie bestehen und veranlaßt den Patienten, konsequent in gleicher Weise auf jedes Problem zu reagieren, das ihm begegnet. Er wird zur hauptsächlichen Charakterabwehr. Reich nennt diesen Zug den roten Faden, und man muß ihn erkennen, damit man den Betreffenden verstehen und beurteilen kann. Der grundlegende Charakterzug löst sich niemals auf; er bleibt immer ein integrierender Bestandteil der Persönlichkeit, obwohl er abgewandelt werden kann. Er kann sozial annehmbar sein – Freundlichkeit, Bescheidenheit, Zurückhaltung, Schüchternheit, Korrektheit, Rechtschaffenheit oder sozial unannehmbar – Unehrlichkeit, Verschlagenheit oder Betrügerei. (Der Mensch in der Falle, München 1980, S. 102)

Charles Konia schreibt:

Der Rote Faden kann oft als ein besonderer Charakterzug, etwa Freundlichkeit, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit, Zurückhaltung, ständiges Drängen, Gehässigkeit, usw. beschrieben werden. Manchmal kann er auch besser als ein bestimmter Menschenschlag oder Beruf charakterisiert werden. Beispiele aus der klinischen Praxis sind „Priester“, „Rabbi“, „Gestapo-Agent“, usw. Alternativ kann er vielleicht besser als bestimmte Persönlichkeit beschrieben werden, wie etwa „Samson”, „Shirley Temple”, „Alice im Wunderland”, „Hitler”, usw. Eine weitere brauchbare Kategorie ist ein besonderes Tier etwa „Schildkröte“, „Bulldoge“, „Maus“, usw. Es ist gleichgültig, wie der Rote Faden beschrieben wird, solange er spezifisch auf den Patienten zutrifft. („Orgone Therapy: Part 15“, Journal of Orgonomy, 28(2), Fall/Winter 1994)

1937 schrieb Reich:

Der körperliche Gesamtausdruck (des Patienten) ist gewöhnlich in eine Formel zu fassen, die sich früher oder später im Verlauf der charakteranalytischen Behandlung wie von selbst ergibt. Es sind merkwürdigerweise meist Formeln und Bezeichnungen aus dem Tierreiche wie „Fuchs“, „Schwein“, „Schlange“, „Wurm“ u.ä. (Funktion des Orgasmus, S. 228)

Was nun die eher widerlichen Wesenszüge betrifft merkt Konia an:

(…) der Rote Faden kann als Ausdruck der wesensmäßigen Stärke des Patienten betrachtet werden. Da jedoch eine Stärke zur Abwehr benutzt wird, kommt es zu einer Übertreibung des normalen Funktionierens. Beispielsweise wird ein von Natur aus aggressiver Mensch auf eine widerwärtige Weise aufdringlich, usw.

Konia weist ausdrücklich darauf hin, daß das Etikettieren von Mensch nach ihrer Charakterstruktur („genital = gut = gesund“ gegen „neurotisch = schlecht = krank“) selbst ausgesprochen neurotisch und sogar pestilent ist (Emotionelle Pest).

Es erinnert an den alten kommunistischen Trick Dissidenten als „schizophren” abzutun. („Cultism in Orgonomy“, Journal of Orgonomy, 26(1), Spring/Summer 1992)

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8 Antworten to “Was ist Orgontherapie? (Teil 1)”

  1. Zeitgenosse Says:

    Hallo Peter!

    Ich scheue ja immer noch vor einer Orgontherapie zurück. Begründung: Angst davor zu einem innerlich leblosen Zombie gemacht zu werden, wenn alle Panzerungen, Ecken und Kanten quasi „abgeschliffen“ werden und nur mehr eine leere Hülle bleibt (mit was wird sie dann aufgefüllt – eventuell Ideologie in Sinne von america and israel first – und alles andere ist Müll?). Daher zwei grundsätzliche Fragen dazu:
    1.) Die europäischen Orgonomen (Foglia, Niccola) haben sich wohl einen gewissen Ruf erworben. Wie sind da die Kritiken? Im internet finde ich dazu kaum etwas – aber du bist ja mehr in diesem Thema drin.
    2.) Du machst selber eine Therapie (wie du selber geschrieben hast); wann hast du damit angefangen und welche Änderungen haben sich bis dato für dich ergeben (Charakteränderungen zB und ähnliches – nur wenn du Auskunft geben möchtest)? Du schriebst mal, bis zu einem gewissen Zeitpunkt hattest du die Ansicht, dass die ACO auf einem falschen Weg sich befindet. Erst nach Fortschritt der Therapie änderte sich plötzlich deine Ansicht – ich denke du weißt, auf was ich jetzt hinaus will…?

    Ich vermute mal diese Fragen würde auch andere interessieren – immerhin geht es um eine mehrjährige und relativ teure Therapie. Und wenn es nichts anderes ist als Gehirnwäsche (siehe auch deinen Blogeintrag über diesen orgontherapierten Satanisten der zu einem noch größeren Arsch wurde), dann darf/muss man vorher Fragen stellen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Reich soll einem Patienten mal auf eine entsprechende Frage geantwortet haben, daß er ihm nicht versprechen kann, daß er durch die Orgontherapie glücklicher werde, aber daß er auf jeden Fall mehr fühlen wird.

      Wo bleibt da Platz für Zombiefikation?

      Die Frage ist höchstens bei Leuten angebracht, die die Orgontherapie mißbrauchen oder nicht gut genug ausgebildet sind. Hier besteht die Gefahr, daß die “Energie befreit wird” und sich dadurch die nicht behandelte okulare Panzerung verstärkt. Und/oder daß der Hauptwiderstand unangetastet bleibt und entsprechend sich durch die “befreite Energie” eher noch verstärkt.

      Es kommt nicht auf den Panzer per se an, sondern welche FUNKTION er hat. Beispielsweise kann man Leute nach allen (vermeintlichen!) Regeln der Kunst entpanzern, aber wenn etwa der verächtlich/sadistische Ausdruck der Lippen nie konsequent angegangen und bewußt gemacht wurde (ein Ausdruck, der den Hauptwiderstand plastisch zusammenfaßt), kann die ganze Therapie für die Katz sein und am Ende haben wir ein größeres Arschloch vor uns als zuvor.

      Daß, was bei Reich, Baker, Konia, etc. über Orgontherapie zu lesen ist, stimmt wohl alles, entspricht aber nie der jeweiligen Wirklichkeit, da jeder Patient anders ist, jede Orgontherapie anders. “Orgontherapeuten”, die jeden Patienten gleich behandeln, etwa den “Orgasmusreflex” bei jedem nach dem Schema F befreien wollen, sind Verbrecher.

    • O. Says:

      Auch wenn ich nicht gefragt wurde, mag ich mal etwas anmerken.
      Die „Orgontherapie“ ist natürlich kein Qualitätsmerkmal, keiner weiß, was da auf ihn zukommt, bevor er es nicht probiert hat. „Kritiken“ sind wohl auch wenig nützlich. Warum dann nicht der eigenen Intuition vertrauen? Entweder zieht es mich zu einem Therapeuten oder nicht. Oder: ich habe einen Leidensdruck oder nicht.
      Als Kunde einer Dienstleistung (Therapie) bestimme ich, wie viel Therapie und in welchem Intervall ich es benötige und welches Geld ich dafür monatlich zur Verfügung habe. Dies lässt sich mit dem Behandler vereinbaren. Reisekosten und Übernachtung müssen einberechnet werden, was dann doch schon teuer werden kann, also suche ich doch jemanden eher in meiner Nähe oder Reise zu meinem „Guru“ extra an, wenn ich es etwas exklusiver haben möchte.
      Ein Therapeut hat in der Regel eine langes und teures Studium sowie eine Therapieausbildung und Eigentherapie gemacht, während andere Menschen schon ihr Geld im Beruf verdienen konnten. Von daher ist es nur verständlich, wenn die Therapiestunde etwas mehr kosten wird. Praxiskosten und Steuer fallen ja auch noch an.
      Das einzige, was für mich zählt, ist:Wie ist die Beziehung zum Therapeuten, versteht er mein Problem, kommt er auf den Punkt meines Problemes und habe ich den Eindruck, er hilft mir weiter. Welche Therapie unter welchem schönen Namen macht, ist mir fast egal.
      Wenn ich natürlich durch Reichs schöne Schriften auf eine „original Rechsche Therapie“ fixiert bin, würde ich mir ein paar „Orgontherapeuten“ anschauen, natürlich nur die Besten und würde ihre Technik bewundern, die sie an mir anwenden. Ich würde aber nicht erwarten, dass sie mich heilen oder mir weiterhelfen können. Ich würde mich auch schon mal auf mögliche Enttäuschungen gefasst machen. Treten diese dann nicht auf, wäre ich vielleicht „glücklich“. – Ob ich dann auch verstanden hätte, dass es um meine Therapie und mein Fortkommen geht, bleibt abzuwarten. Ich könnte aber immerhin sagen mein Therapeut ist toll und seine Methode ist wunderbar, doch nützt sie mir etwas?

    • Sebastian Says:

      Kleine Ergänzung.

      Ich bin ohne Leidensdruck, hauptsächlich aus Neugier in die Orgontherapie gegangen. Mit dem Fortschritt der Therapie bin ich in Kontakt mit meinem Leiden, der ganzen Beschissenheit des Lebens gekommen. Das ist hart – ab und zu sehr hart. Ich bin weit davon entfernt, dass es mir gut geht und trotzdem will ich auf keine Sitzung verzichten. Denn allein sein Leiden zu spüren, anstatt als lebloser Zombie orientierungslos durch die Gegend zu wackeln, ist jeden Euro wert. Mehr als das. Die Orgontherapie ist dazu da uns dabei zu helfen zu lebhafteren Zombies zu werden, in günstigen Fällen vielleicht sogar wiederzubeleben. Ich kann nur für mich sprechen: Bei mir gelingt es – stückweise und gaaanz langsam. Erst durch die Erkenntnis, dass ich ein lebloser Zombie BIN und mittlerweile durch den Kampf gegen das Zombietum. Wie das und was da geschieht, ist viel zu persönlich und auch irrelevant. Vieles davon steht in den Schriften Reichs.

  2. Peter Nasselstein Says:

    OK, im nachhinein würde ich das vielleicht anders schreiben, denn in den Lehrbüchern, werden zwar schlimme Symptome erwähnt, aber nie „Todesgefahr“ (Asthma ist ein anderes Thema). Ich verweise aber auch auf folgenden Artikel:

    http://www.theintelligence.de/index.php/wissen/gesundheit/1279-gefaehrlich-rebirthing-problemloesung-durch-hyperventilation.html

    Wie dem auch sei, wichtig ist die bioenergetische Sichtweise. Man siehe Dr. Schwartzmans Warnung hinsichtlich des „forcierten therapeutischen Atmens“:

    http://www.w-reich.de/schwartzman4.html#n16

  3. Sebastian Says:

    When a patient breathes fully, an energetic push is created from within. In most patients this will soon produce paresthesias in the fingers and lips. These are distorted sensations that arise out of blocking of energy flow through a part and are felt as prickling, tingling, or crawling. Continuation of breathing will increase sensations to the point that strong and sometimes painful currents are felt. The muscles of the periphery (fingers, lips, etc.) contract and become immobile.
    This stiffening is referred to in classical medicine as tetany. Both the sensations of current and the tonic contraction of the musculature are explained on the basis of the effects of respiratory alkalosis and hypocalcemia. That is, material processes are used to explain sensation. That this is far from adequate can be grasped from the following considerations:

    1. These reactions occur initially in therapy. Later, patients may breathe as deeply as they like without eliciting these responses.
    2. They may reappear after each breakthrough to a deeper level of armor.
    3. In certain patients with a „dead“ orgonotic system, these reactions may never occur even with the most strenuous breathing.
    4. The responses does not occur at random, but is confined to specific locations where energy is being mobilized.
    5. In many instances the energy push provided by breathing results, not in the appearance of these physical responses, but in the surfacing of highly charged emotional reactions. In certain shizophrenic patients with little bodily armor, even minimal respiratory excursions may produce psychosis. The same procedure in an epileptic may initiate a grand mal convulsion.
    […]

    Charles Konia, The Perceptual Function, Journal of Orgonomy, Vol. 18 No. 1, pp. 95 f.

  4. walter Says:

    „Und vielleicht hat er dabei sogar Recht…“

    Meinst du damit Therapieabbrüche durch den Therapeuten um den wahrscheinlich bei weiterer Therapie auftretenden Tod zu verhindern? Oder ist das mehr metaphorisch gemeint?

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich meine, daß sich der Patient nicht ohne Grund abpanzert. „Haken“ entstehen, wenn ein Laientherapeut, die Panzerung kontaktlos und unerbittlich angeht. Der Patient panzert sich ab, weil er Todesangst hat – und vielleicht hat er (der Patient) dabei sogar Recht!

      Orgontherapie ist nur etwas für Ärzte, die als Psychiater und Orgonomen weitergebildet wurden. In Deutschland gibt es nur einen, der diese Voraussetzungen erfüllt.

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