Posts Tagged ‘Psychologie’

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

15. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

David Holbrook, M.D.: SEX, LIEBE, STRÖMUNGSANGST UND ALL IHRE ÄUßERUNGSFORMEN (Teil 2)

27. Februar 2021

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Sex, Liebe, Strömungsangst und all ihre Äußerungsformen (Teil 2)

 

Zum Gedenken an Elsworth F. Baker (Teil 2)

12. Februar 2021

von Paul Mathews, M.A.

 
Interessanterweise war seine Autorität in der Orgonomie im Gegensatz zu gewissen Missverständnissen und Fehlinterpretationen eine arbeitsdemokratische, d.h. er verdiente sie durch seine größere Erfahrung, sein Wissen und durch Reichs Unterstützung für ihn, sowie durch seine Fähigkeit, funktionell zu denken. Diese Eigenschaften waren die Katalysatoren für den Respekt und die Achtung, die ihm von seinen Kollegen entgegengebracht wurden. Wie Reich übertrug er die Verantwortung an diejenigen, die dafür am besten geeignet waren und er konnte sich Urteilen fügen, die seinen eigenen widersprachen, wenn die Argumentation und das Wissen überzeugend waren. Er fühlte sich jedoch immer in der größten Verantwortung gegenüber Reichs Wunsch, die Entwicklung und Zukunft der Orgonomie zu überwachen – eine Bürde, die er schwer, jedoch hervorragend, trug. Er war natürlich kein Heiliger und konnte in Bezug auf etwas, das er persönlich bevorzugte, hartnäckig sein, aber er hörte sich Argumente sehr ernsthaft an, auch wenn er ihnen nicht nachgab. Mit zunehmender Erfahrung änderte er jedoch häufig seine Meinung. Für diejenigen, die ihn nicht gut kannten oder dachten, sie würden ihn kennen, konnte er abweisend und autoritär erscheinen, aber das lag daran, dass sie für einen relativ kurzen Zeitraum einen sehr selektiven Teil von ihm sahen. Es sind die fortwährenden Beziehungen im beruflichen und persönlichen Bereich, die das Wesen eines jeden Menschen genauer erweisen. Menschen projizieren häufig ihre eigenen Charakterprobleme auf diejenigen, die sie aus dem einen oder anderen Grund als bedrohlich empfinden.

Dr. Baker ermutigte immer das, was latent vorhanden und am besten den eigenen Fähigkeiten entsprach. Als er bemerkte, dass ich einige Einblicke in die soziale Szene und deren Charakterologie hatte, bat er mich, sie aufzuschreiben, was ich auch tat. Dies führte zu einer Reihe von laufenden sozialen Seminaren für Therapeuten in Ausbildung, an denen er teilnahm. Dieses Papier und diese Seminare führten zu unserer Zusammenarbeit am Kapitel über den soziopolitischen Charakter seines Buches Man in the Trapa. Obwohl er die größte Patientenzahl aller praktizierenden Therapeuten hatte, arbeitete er über die Jahre hinweg eifrig an seinen Schriften und fand Zeit, die verschiedenen Organisationen, die nach Reichs Tod 1957 entstanden, zu organisieren und weiterzuentwickeln.

In seinen letzten Tagen im Krankenhaus erfuhr er, dass ich von einem Möchtegern-Straßenräuber überfallen worden war, den ich erfolgreich abgewehrt hatte, jedoch nicht ohne schmerzhafte und unangenehme Verletzungen. Ich war auf dem Weg ins Krankenhaus zu einem Besuch und musste für ein paar Tage absagen. Als ich ihn endlich besuchen konnte, schien er zu schlafen, als ich sein Zimmer betrat. Es war niemand da, also setzte ich mich einfach ruhig auf das Sofa vor seinem Bett. Er rührte sich, öffnete die Augen, sah mich schief an und sagte: „Hallo, Paul – du hast dich also geprügelt.“ Ich saß neben ihm am Bett und lächelte mit einem teilweise zahnlosen Lächeln, wies auf die leere Stelle des ausgeschlagenen Zahnes durch die Klopperei hin und erklärte, wie ich den Angreifer neutralisiert hatte. Obwohl er unter seiner quälenden Krankheit litt, sah er mich mit einem Augenzwinkern an und lächelte warm, wie ein Vater, der stolz auf seinen Sohn ist. Es war ein denkwürdiger Augenblick. Danach sah ich ihn nur noch einmal und ich konnte sehen, dass unsere letzten Blicke ein Abschied waren.

Dr. Baker liebte die Stücke von Shakespeare, die er häufig zitierte. Besonders Hamlet gefiel ihm, und so möchte ich, auch auf die Gefahr hin, sentimental zu wirken, meine wenigen Erinnerungen mit diesem Zitat schließen: „Da bricht ein edles Herz. – Gute Nacht, mein Fürst! Und Engelscharen singen dich zur Ruh!“b

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Deutsch: Der Mensch in der Falle, Kösel-Verlag, 1980.

b Übersetzung August Wilhelm von Schlegel (1767–1845).

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 20 (1986), Elsworth F. Baker Commemorative Issue, S. 113-116.
Übersetzt von Robert Hase

Das Problem der Menschen die Emotionelle Pest „zu erfassen“

9. Dezember 2020


Psychoanalyse und Soziologie.

Das Problem der Menschen die Emotionelle Pest „zu erfassen“

David Holbrook, M.D.: DIE GEIST-KÖRPER-BEZIEHUNG UND DIE „GEGENWAHRHEIT“

25. November 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Die Geist-Körper-Beziehung und die „Gegenwahrheit“

 

Verliere dich nicht in Politik und politischen Diskussionen

14. November 2020


Politik ist Pseudo-Religion.

Verliere dich nicht in Politik und politischen Diskussionen

Bezüglich Reichs SEX-POL ESSAYS, 1929-1934 (Teil 2: Mathews)

13. November 2020

Antwort von Professor Paul Mathews
 

Lassen Sie mich zunächst sagen, dass ich Myron Sharaf voll und ganz zustimme, dass wir die Untersuchung des Einflusses von Karl Marx auf Wilhelm Reich nicht verhindern oder ausschließen sollten. Genau das meinte ich mit dem „historischen Interesse“ an Reichs frühen marxistischen Schriften. Es tut mir leid, dass ich den Eindruck erweckte, wir sollten uns ihnen verschließen und uns niemals mit ihnen befassen.

Dennoch war es, wie Dr. Sharaf richtig feststellt, in der Tat meine Absicht, mich auf die Motivationen der Herausgeber dieses Bandes zu konzentrieren und unvorsichtige Leser vor deren Hintergedanken zu warnen, Reich mit einer Bewegung der Neuen Linken in Verbindung zu bringen, die ihm ein Gräuel war. Auch dies passt zu Reichs eigenem Eindruck, dass scheinbar freundliche Schriften – in diesem Fall seine eigenen – gegen das Wohl der Orgonomie verwendet werden könnten. Diese Enthüllung schien mir von größter Bedeutung zu sein und tut es immer noch.

Dies bedeutet nicht, dass diese Schriften keinen funktionellen oder pragmatischen Wert haben, aber wie Dr. Sharaf sehr wohl weiß, hat sich die Orgonomie schließlich sogar noch weiter von Marx und dem Marxismus entfernt als von der Psychoanalyse. Wir verwenden immer noch eine stattliche Anzahl von Freuds Konzepten, um unsere therapeutischen Ziele zu verstehen und umzusetzen, während Reich, abgesehen von den von Sharaf angeführten Zitaten, sagte: „Ich glaube, daß von der Marxschen Lehre nur der lebendige Charakter der menschlichen Produktivkraft bestehen bleiben wird.“ (People in Trouble, S. 131d). Soweit wir wissen, hat Reich möglicherweise absichtlich den Begriff „Soziologie“ statt „Marxismus“ verwendet, da er „Psychoanalyse“ nicht in „Psychologie“ oder „Verhaltensforschung“ umbenannt hat.

Ja, jeder Aspekt des historischen Einflusses auf Reich ist genauso interessant wie wichtig, aber es wäre falsch, Bereiche über zu bewerten, die Reich selbst von sich gewiesen hat oder von denen er meinte, dass sie heute nicht mehr bedeutsam sind, sodass man sowohl die gegenwärtige Natur und Stellung der Orgonomie als auch ihre Todfeinde aus den Augen verlieren könnte.

 

Anmerkungen des Übersetzers

d Menschen im Staat, Stroemfeld Verlag, Frankfurt/M., 1995, S. 20.
People in Trouble, New York, 1976, S. 10.
People in Trouble, Rangeley, Maine, 1953, S. 131.
Die Ausgaben von 1953 und 1976 unterscheiden sich in Teilen voneinander. Das Zitat von Reich steht in der späteren Ausgabe in der Einführung.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 2, S. 284-285.
Übersetzt von Robert (Berlin)

David Holbrook, M.D.: POLITIK GEHT AUS DEM BEREICH DER PSYCHOLOGIE HERVOR, NICHT AUS DEM BEREICH DER VERNUNFT

28. Oktober 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Politik geht aus dem Bereich der Psychologie hervor, nicht aus dem Bereich der Vernunft

 

Das Eindringen der Emotionellen Pest in die Psychiatrie

13. Oktober 2020


Der Ansturm der Psychofatzkes.

Das Eindringen der Emotionellen Pest in die Psychiatrie

Eine Hommage an Elsworth F. Baker, M.D. (Teil 2)

7. Oktober 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Reich erkannte schon früh das Kaliber von Dr. Baker und ernannte ihn unter anderem zum Präsidenten der Wilhelm Reich Foundation, zum Leiter der diagnostischen Klinik des Orgone Institute in Forest Hills, New York, und zum Herausgeber von Orgonomic Medicine. Seine Fähigkeiten als Kliniker waren so groß, dass Reich ihm die Verantwortung für die Ausbildung der Ärzte übertrug und ihn zum persönlichen Psychiater von Mitgliedern von Reichs Familie machte. Gegenüber dem Begründer der Orgonomie war Baker nie ein „Ja-Sager“, sondern sprach immer ehrlich seine Meinung aus – manchmal beschwor er Zorn herauf, aber immer erweckte er Respekt. Ilse Ollendorff hat in ihrer Reich-Biographie kommentiert, dass Reich Elsworth Baker als einen der „wenigen Arbeiter betrachtete, die verstanden, was er [Reich] tat“.

Nach Reichs Tod, während andere in Panik gerieten, erstarrten oder flohen, ging Elsworth Baker geduldig und ruhig seiner Arbeit des Behandelns, des Ausbildens und des Aufbaus der Orgonomie nach. Seine ruhige Stärke und Autorität zogen viele auf seine Seite und allmählich – im Laufe der Jahre – blühte und entwickelte sich die Orgonomie. Er schwankte nie in dem Vertrauen, das Reich in ihn gesetzt hatte. Er baute die Orgonomie mit einer ständig wachsenden Zahl hochqualifizierter Ärzte und Wissenschaftler wieder auf.

Während der ganzen Zeit hatte er es – wie Reich ihn gewarnt hatte – mit denjenigen in der Orgonomie zu tun, die aus Eifersucht oder aus ihrer eigenen Unfähigkeit zum Handeln versuchten, sein Werk zu zerstören. Es gab diejenigen, die nörgelten und sich beschwerten – entweder tat er zu wenig oder er tat zu viel – entweder hielt er die Orgonomie zu rein oder er kam vom wahren Weg ab. Sie alle gingen, während Dr. Baker beharrlich blieb.

Seine Leistungen waren unglaublich, auch ohne die Tatsache zu berücksichtigen, dass er von morgens bis abends Patienten behandelte und sieben Tage in der Woche arbeitete. Er gründete und redigierte The Journal of Orgonomy. Ein Labor wurde organisiert – das Oranur Research Laboratory. Dr. Bakers heute berühmtes und klassisches Buch Man in the Trap wurde veröffentlicht. Zahlreiche Artikel über klinische Fallstudien, wissenschaftlicher und sozialer Forschung und Kinderbetreuung und -entwicklung wurden veröffentlicht. Kurse und Vorlesungen sowie Konferenzen florierten – an der New York University sowie anderen Hochschulen überall in den Vereinigten Staaten, in Europa und im Nahen Osten. Die Zahl der Schulungen und Seminare nahm zu, um einen kontinuierlichen Strom gut ausgebildeter Therapeuten zu gewährleisten und der Öffentlichkeit die sozialen Erkenntnisse der neuen funktionellen Wissenschaft zu vermitteln. Er gründete die Orgonomic Research Foundation, die wissenschaftliche Forschung und Publikationen unterstützte und finanzierte. Dann, 1968, gründete er das American College of Orgonomy – eine Dachorganisation der verschiedenen medizinischen, wissenschaftlichen und sozialen Disziplinen der Orgonomie – die die höchsten Standards für Leistungen auf diesem Gebiet setzt. Um sicherzustellen, dass nur die bestqualifizierten Ärzte für die Ausübung der medizinischen Orgonomie zertifiziert werden, gründete er das American Board of Medical Orgonomy.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 19 (1985), Nr. 2, S. 165-168.
Übersetzt von Robert (Berlin)