Posts Tagged ‘Psychologie’

Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 4): PSYCHOLOGIE, SOZIOLOGIE und MEDIZIN – die widersprüchliche Wirklichkeit

9. Juli 2020

Warum ist die Wirklichkeit, und damit die Wahrheit, so widersprüchlich?

Gegen meine Ausführungen in Teil 3 kann man einwenden, daß Krebs und andere Biopathien sympathisch sind, nicht parasympathisch. Nun, Krebs ist natürlich sympathisch, aber was hat es mit der Bildung von Protozoen-Krebszellen auf Grund der Reorganisation von blauen Bionen aus dem ursprünglichen Krebsgewebe auf sich? Was hat es mit der Entstehung und Ausbreitung von Tumoren auf sich, einem eindeutig parasympathischen Prozeß? (siehe dazu beispielsweise https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4865610/). Schließlich ist „Krebs“ nichts anderes als das Bestreben des Organismus, sich nach all dem sympathischen Zerfall neu zu organisieren (wenn auch auf einer primitiveren Ebene). Auch ist Krebsgewebe in seinen Anfangsstadien kaum von entzündetem Gewebe zu unterscheiden. Die karzinomatöse Krebsbiopathie ist ein sympathisches Theater mit vielen parasympathischen Ereignissen in seinen Sälen, ähnlich dem parasympathischen Asthma, das einen sympathischen Kern hat. Man denke auch an all die parasympathischen entzündlichen Erkrankungen des Darms, der Haut usw.

Dasselbe geschieht heute in der amerikanischen und europäischen Gesellschaft mit der Bildung von „Krebszellen“, d.h. kommunistischen Zellen, der Bildung von „Tumoren“ in Seattle, Stuttgart, Berlin, Hamburg und anderswo, der linksradikalen Ent-Zündung allerorten usw.

Dies ähnelt der Charakteranalyse im psychologischen Bereich mit all den Trieben und Gegentrieben (Abwehr), die gegeneinander arbeiten, während sie als Ganzes wie eine Zwiebel organisiert sind. Bei somatischen Biopathien haben wir ähnliche Schichten von sympathischen und parasympathischen Innervationen. Dasselbe gilt für soziale Biopathien, z.B. das extrem autoritäre Nazi-Regime, das unter der Oberfläche eindeutig antiautoritäre Züge trug, so wie die Adenauer-Demokratie der Nachkriegszeit unter dem „demokratisch-freien“ äußeren viele extrem reaktionäre Züge unter der Oberfläche hatte.

In allen Bereichen ist die menschliche Wirklichkeit dergestalt in sich widersprüchlich: wie bei einer Zwiebel finden sich unter jedem Impuls ein Gegenimpuls, unter dem wiederum dazu einen Gegenimpuls und so immer fort bis zum Kern. Das muß man wissen, um in der Psychotherapie, in der Soziologie („Politik“) und in der Medizin auch nur annäherungsweise vorankommen zu können. Andernfalls muß man nämlich zwangsläufig an der „widersprüchlichen Wirklichkeit“ kläglich scheitern, wie bisher ausnahmslos alle Ansätze letztendlich kläglich gescheitert sind. Außerhalb der Orgonomie, d.h. in der gepanzerten Welt, gibt es letztendlich nur die Lüge!

nachrichtenbrief160

5. Juli 2020

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 69

29. Mai 2020

orgonometrieteil12

69. Die Orgonomie weiterentwickeln, gar überwinden?

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 66

21. Mai 2020

orgonometrieteil12

66. Mechanistischer Kausalismus, mystischer Finalismus und energetischer Funktionalismus

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Freudismus, Marxismus, Orgonomie und Verschwörungstheorien

6. April 2020

Gestern habe ich die Frage der Intentionalität offengelassen. Das möchte ich heute nachholen:

Verschwörungstheorien und Orgonomie? Schwierig! Einfach, weil Reich selbst eindeutig „Verschwörungstheoretiker“ war, von wegen „The Red Thread of a Conspiracy“ (Der rote Faden einer Verschwörung), andererseits dieses Denken in Begriffen bewußter Intentionalität der Orgonomie so wesensfern ist. (Wobei natürlich von vornherein zu sagen ist, daß niemand und keine Theorie derartige Verschwörungen jemals wirklich ausschließen kann!)

Die Psychoanalyse war in ihrem Wesen vor allem eine Psychologie, in der es um Bilder, Vorstellungen und Intentionen ging, d.h. um Bewußtsein, das Vorbewußte und vor allem das Unbewußte, das sich aber immer noch mit Hilfe der Sprache ausdrückt. Reich gesamter Ansatz hingegen war es nicht nur jenseits des Bewußtseins, sondern prinzipiell auch jenseits der Sprache zu gehen. Es ging also sozusagen nicht um die „K-a-t-z-e“, sondern um die Katze als „Ding an sich“. Das Unbewußte war entsprechend unmittelbar in der verspannten Muskulatur gegeben, jenseits aller Sprache. Und die Sprache selbst war unmittelbarer Ausdruck von Körperlichkeit, beispielsweise in dem Wort „Hartnäckigkeit“. Psychologie und Soziologie wurden auf Biologie reduziert und die weiter auf Physik bzw. „Biophysik“.

In dieser Weltsicht bleibt kein Platz für eine zentrale Rolle von Intentionalität, dem „freien Willen“, der insbesondere in der Gestalt des „gefallenen Engels“ Satan zum Ausdruck kommt, der dem Vaterunser zufolge mit seinen bewußten Machinationen hinter allem steckt, was in der Welt falschläuft. Auf diese Vorstellung lassen sich wirklich alle Verschwörungstheorien zurückführen, von der „jüdischen Verschwörung“ („die Synagoge Satans“) angefangen. Das Denken der weitaus meisten Menschen auf diesem Planeten wird von diesem Grundmuster („alles läßt sich auf die böse Intention zurückführen“) geprägt, insbesondere in der moslemischen Welt.

Für die Orgonomie gibt es nicht „den Bösen“, sondern nur „das Übel“ der Panzerung, das jeden guten Impuls in sein Gegenteil verkehrt. Mit anderen Worten geht es um Struktur ganz entsprechend dem Marxismus. In Der Mensch im Staat legt Reich größten Wert darauf, daß für Marx die Kapitalisten keine „Teufel“ waren, sondern Menschen, die in einem System gefangen sind, das ihnen selbst keine Wahl, keine Willensfreiheit läßt. Von daher sind alle Verschwörungstheorien über „die bösen Kapitalisten“ null und nichtig bzw. rotfaschistische Propaganda.

Wenn Reich von „Verschwörung“ spricht, dann meint er etwas vollständig anderes: die Emotionelle Pest, d.h. keine intentionale, „gedankliche“ Verschwörung, sondern eine emotionale Verschwörung. Dabei geht es um objektive Strukturen, d.h. die Panzerung, die aus gesunden (primären) Impulsen kranke (sekundäre) Impulse macht, welche für gepanzerte Menschen leider ansprechender (sozusagen naher) sind als die primären (die bedingt durch den Panzer fern, fremd und deshalb nicht ansprechend wirken). Es entwickelt sich entsprechend ein struktureller Zwang „Böses“ (eben „Sekundäres“) zu tun, ähnlich wie bei Marx die Kapitalisten auch bei besten bewußten Intentionen durch das kapitalistische System gezwungen sind, die Arbeitskraft ihrer Mitmenschen auszubeuten.

Die hier erläuterte Unterscheidung mag spitzfindig klingen, entspricht aber dem, wie Reich den Unterschied zwischen ursprünglichem „Arbeiterkommunismus“ und dem späteren roten Faschismus der Sowjetunion beschrieb. Gleicher Art ist der Unterschied zwischen den üblichen Verschwörungstheorien und dem, was Reich mit „The Red Thread of a Conspiracy“ ausdrücken wollte. Ihm ging es dabei nicht um „Verschwörungen“ per se, sondern um „emotionale Verschwörungen“, die auf dem beschriebenen (charakter-) strukturellen Zwang beruhen.

David Holbrook, M.D.: LIEBE, ARBEIT UND WISSEN UND DER CORONAVIRUS

29. März 2020

David Holbrook, M.D.

 

Liebe, Arbeit und Wissen stammen aus dem Kern. Alles, was eine dieser Funktionen stört, stört auch die beiden anderen Funktionen. Sie alle interagieren und sind voneinander abhängig. Zum Beispiel wird etwas, das die Arbeitsfunktion behindert, auch die Liebes- und Wissensfunktion behindern, weil die Gesamtfähigkeit des Organismus zur Erregung und Wahrnehmung (Kontakt) beeinträchtigt wird.

Reich beschrieb im Grunde genommen die gesamte Psychologie, Physiologie und Soziologie als eine Funktion des Grades der freien Bewegung bzw. des Mangels an freier Bewegung der Orgonenergie. Wenn wir also über Liebe, Arbeit, Wissen, Psychologie, Physiologie, Soziologie oder Politik sprechen, sprechen wir tatsächlich über Orgonenergie-Funktionen.

In dieser Passage zeigt Reich die Verbindung zwischen genitaler Liebe und Wissen:

Die Menschen weichen der Wahrheit aus, weil schon das erste bißchen Wahrheit, das ausgesprochen und gelebt würde, weitere Wahrheit hervorriefe; und dies würde sich unberechenbar fortsetzen (S. 309) … DIE WAHRHEIT ZU BERÜHREN IST DAS GLEICHE, WIE DIE GENITALIEN ZU BERÜHREN. Daher stammt das „Nicht berühren!“ in Bezug auf alles, was ernst, entscheidend und lebensrettend ist, was zu echtem Selbstvertrauen führt. (Reich W 1953: Christusmord. Freiburg: Walter, 1978, S. 339, Hervorhebungen im Original.)

Hier ein Beispiel dafür, wie Reich soziologische Prozesse als biologisch betrachtete, die mit der freien Bewegung der Orgonenergie verbunden sind:

Gemeint ist die echte Freiheit der persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, die Freiheit von Lebensangst, von ökonomischer Unterdrückung welcher Form immer, die Freiheit von reaktionären Hemmungen der Entwicklung, kurz, die freiheitliche Selbstverwaltung des Lebens. Befreien wir uns von allen Illusionen. In der Menschenmasse selbst wirkt eine reaktionäre, mörderische, entwicklungshemmende Macht, die alle Anstrengungen der Freiheitskämpfer immer wieder zuschanden macht. Diese reaktionäre Macht in den Menschenmassen erscheint als allgemeine Angst vor Verantwortung und als Angst vor Freiheit. Dies sind keine moralischen Werturteile. Diese Angst wurzelt tief in der biologischen Konstitution des heutigen Menschen. (Reich W 1946. Die Massenpsychologie des Faschismus. Frankfurt: Fischer TB, 1974, S. 294, Hervorhebungen im Original)

Im folgenden zeigt Reich den Zusammenhang zwischen der Befähigung zur genitalen Liebe und der allgemeinen Fähigkeit des Organismus, erregt zu werden, generell Lust zu empfinden und sogar wahrnehmen zu können:

Wird die sexuelle Erregung gebremst, so entsteht ein fortschreitender Widerspruch: Die Bremsung steigert die Erregungsstauung; die gesteigert Erregungsstauung schwächt die Fähigkeit des Organismus, sie abzubauen. Dadurch erwirbt der Organismus eine Angst vor Erregung, mit anderen Worten, die Sexualangst. Sie ist somit durch äußere Versagung der Triebbefriedigung veranlaßt und durch die Angst vor der gestauten Sexualerregung innerlich verankert. Daraus leitet sich die Orgasmusangst ab. Sie ist die Angst des dem Lusterlebnis entfremdeten Ichs vor der überwältigenden Erregung des Genitalsystems. Orgasmusangst bildet den Kern der allgemeinen strukturellen Lustangst (1934). Sie äußert sich gewöhnlich als allgemeine Angst vor jeder Art vegetativer Empfindungen und Erregung oder der Wahrnehmung solcher Erregungen und Empfindungen. Lebenslust und Orgasmuslust sind identisch. Die äußerste Erscheinung der Orgasmusangst bildet die allgemeine Lebensangst. (Reich W 1942: Die Funktion des Orgasmus, Frankfurt: Fischer TB, 1972, S. 124)

Hier verbindet Reich die Orgasmusangst mit der Fähigkeit zum Kontakt selbst, was buchstäblich das verursacht, was er als „Kontaktangst“ bezeichnet:

Je mehr Energie den Rigiditäten, der Muskelpanzerung, den Symptomen entzogen wurde, desto lebendiger und mobiler wurde der Organismus, bis die „Kontaktangst“ in der Genitalsphäre, die „Orgasmusangst“ als letztes Haupthindernis für die Wiederherstellung des Gleichgewichts im organismischen Energiehaushalt auftauchte. (Reich W 1956: „Die emotionale Wüste“, In: Ausgewählte Schriften, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1976, S. 464f)

Alle biologischen Funktionen beinhalten nicht nur psychischen (psychologischen) Kontakt, sondern auch somatischen Kontakt, der für das reibungslose Funktionieren des Immunsystems notwendig ist.

Der Angriff auf die Arbeitsfunktion, ein Nebeneffekt der scheinbar rationalen Notwendigkeit, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verringern, verursacht eine sehr große Kontraktion, die die Menschen in jeder Hinsicht betrifft und meiner Meinung nach höchstwahrscheinlich auch ihre Fähigkeit beinhaltet, eine ordnungsgemäße Immunantwort (Erstrahlung) auf das Virus aufzurichten!

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 58

7. März 2020

orgonometrieteil12

 

58. Von Freuds „Libido“ zu Reichs „Orgon“

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David Holbrook, M.D.: CHARAKTERANALYSE UND BIOPHYSISCHE BEHANDLUNG

30. Dezember 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Charakteranalyse und biophysische Behandlung

 

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 37

21. November 2019

orgonometrieteil12

37. Mißtrauen und Gutgläubigkeit, Wahrheit und Lüge