Wie sich die Marxistische Linke selbst widerlegt

Imgrunde läßt sich die Marxistische Theorie bzw. die „politische Ökonomie“ auf die Aussage reduzieren, daß politische Ansichten die Ökonomie widerspiegeln. 1933 führte Reich aus, daß es neben der ökonomischen leider auch die sexuelle Unterdrückung gibt. Die letztere verwandele die Menschen so, daß sie gegen ihre ökonomischen Interessen handeln. Im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte, kulminierend in dem Buch Christusmord (1953), wurde der letztere Aspekt, der „charakterologische“, immer wichtiger, während der ökonomische (den Reich bis zum Schluß immer mit einer Marxistischen Brille sah!) immer mehr in den Hintergrund trat. 1967 hat dann Elsworth F. Baker aufbauend auf Reichs Veröffentlichungen und mündlichen Erläuterungen (wie die aussahen, kann man etwa anhand von Reichs Korrespondenz mit A.S. Neill sehen, Zeugnisse einer Freundschaft) politische Einstellungen vollständig rein bioenergetisch (und auch tiefenpsychologisch) erklärt. Daß man sie nicht vollständig von ihrer „materialistischen“ Grundlage trennen kann, ist eine Selbstverständlichkeit, die natürlich auch Baker berücksichtigt: die Lebensbedingungen formen den Charakter. Daß aber ausgerechnet Marx das Werkzeug geliefert haben soll, um diese Lebensbedingungen adäquat zu beschreiben…

Ich wollte aber auf etwas ganz anderes hinaus: Marxisten erklären politische Einstellungen (den „Klassenkampf“) streng materialistisch, d.h. ökonomisch. Entsprechend sollten es die „kältesten“ Menschen sein, die man sich überhaupt vorstellen kann. Eine Kuh verhält sich, wie sie sich verhält, weil sie schlichtweg eine Kuh ist, mit der Anatomie und dem angeborenen Verhaltensrepertoire einer Kuh. Genauso sollten sich Arbeiter verhalten und Kapitalisten wie Kapitalisten. Da ist im Diskurs keinerlei Platz für Emotionen bzw. einzig und alleine bei denen, die diese materialistischen Zusammenhänge verschleiern wollen. Es ist nun aber so, daß man sich in der Politik keine schrillere Hysterie, keine abgeschmacktere Moralisiererei, keinen größeren Gefühlsschwall vorstellen kann als ausgerechnet bei diesen „Materialisten“. Versuche mal mit so einem zu diskutieren! Außer Hysterie, Moralismus und die ganz großen Emotionen kommt da nichts. Man denke nur an die ruhigen, sachlichen und durch und durch materialistischen Erläuterungen eines Thilo Sarrazin oder eines Sprechers der AfD im Reichstag – und vergleiche das mit den genauso geifernden wie fakten-freien Reaktionen der Linken. Marxisten sind der schlagende Beweis für Bakers soziopolitische Charakterologie.

Siehe auch Bakers Schüler Charles Konia morgen.

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6 Antworten to “Wie sich die Marxistische Linke selbst widerlegt”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Interessant auch das Wahlverhalten der Einwanderer: es ist nur noch tribalistisch, jenseits ökonomischer Faktoren. Sie wählen links, solange es ihrer Ethnie Vorteile bringt, obwohl sie konservativ sind. Aber die Parteien spielen nur eine Rolle als Werkzeug, sie haben keinerlei Bindung an sie.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich beschreibe den Faktor Emotion, Du den Faktor Ratio („rational“ im Rahmen der allgemeinen Schweinerei). Der letztere Faktor wird wiederum hochemotional verteidigt, Man nehme etwa die Demokraten in den USA: einst die Partei des KKK, sind sie nun die Partei der Nichtweißen und sind deshalb gegen die „Wall“ zu Mexico, wo ein Gutteil ihrer Neuwähler herkommt. Gegen die „Wall“ wird mit hyperhysterischen und vollkommen überdrehten „religiösen“ Emotionen angewettert.

      Es ist genau wie Reich es in der MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS beschrieben hat (nur heute mit umgekehrten Vorzeichen): die Weimarer Parteien (inklusive der Kommunisten!) kannten nur dröge rationale Argumente, wie heute Trump und die Republikaner, während die Nazis (die heutigen Demokraten a la Obama) ausschließlich auf der Klaviatur der Emotionen („die geschändete Mutter Germania“) und Sensationen („Lichtdome“) spielen.

      Das wird auf tragikomische Weise deutlich, wenn man sich die Ergüsse der IOS-„Orgonomen“ anschaut: für sie ist Trump = Hitler und die Republikaner = NSDAP, die „Argumente“ der IOS-„Orgonomen“ sind aber durchweg irrational, hysterisch und appellieren ausschließlich an „das Gefühl“, drücken ausschließlich auf die Tränendrüse und stacheln ausschließlich HASS an: „Kauft nicht bei Republikanern!“ Diese Leute sind geisteskrank, wie die Nazis geisteskrank waren. (Übrigens auch fast durchweg antisemitisch („antizionistisch“) – insbesindere die „Juden“ unter ihnen. Its a crazy world.

      • Robert (Berlin) Says:

        „Ich beschreibe den Faktor Emotion, Du den Faktor Ratio („rational“ im Rahmen der allgemeinen Schweinerei).“

        War mir schon klar, dass es nicht deckungsgleich ist. Aber als zusätzlicher Faktor gesehen, ergänzt es deine Argumentation.
        Nicht umsonst steht bei mir ein „auch“.
        Das charakterologische Verhalten wird ergänzt durch das tribalistische. Die Schnittmenge sind die ultra-konservativen Charakterstrukturen der Tribalen, die autoritär ihren Clan-Führern folgen.

  2. O. Says:

    Nun vielleicht wird hier auch für mich klarer, was mit „links“ gemeint ist. Nachdem die von ihrem Klassenfeind, den Kapitlisten und deren Agenten, unterwandert, bezahlt und (Ende der Achtziger) übernommen wurden, sind sie jetzt so rechts bis faschistisch, dass sie nichts mit ihrer einst linken Position zu tun haben. Gleiches gilt seit den 80ern auch für sog. Reichianer in Germanien.

    Nun ein Wort zur faschistischen Presse in unserem (und anderen) Land, sie gibt sich links – durchweg links und verbirgt ihre Absichten. Die Menschen sollen links denken und können sich dann nicht aufregen, weil alles ihrer (vorgebenen) Doktrin entspricht.
    Junge linke Menschen glauben auf der guten Seite zu sein und können nichts anderes denken als dem neuen Faschismus, der NWO, in die Hände zu spielen. Sie stehen im braunen Sumpf und halten die anderen für die „Nazis“.

    Wer hat den kleinen „Zeuge Jehova Verein“ AfD groß gemacht mit radikalen Gegendemos? „Autonome“ und die Lügenpresse, die vorgibt links zu sein. Niemand ersehnt mehr die Rückkehr der Faschisten als sie. – Obwohl sie nur glauben, endlich ein Feindbild identifiziert zu haben, verkennen sie ihren Feind. Sie wollen eine Identität, was nicht mehr geht, weil die Medien so nett und gut sind und nur die (von ihnen sabotierte) Demokratie zu vertreten scheinen.

    Wer jetzt nicht verwirrt sein mag, hat nichts verstanden.

  3. Kim Says:

    Sind das überhaupt Marxisten bei den Linken?

  4. Robert (Berlin) Says:

    Die Verlogenheit der kommunistischen „Befreier“

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-6558991/Rich-kids-COMMUNISM-Fidel-Castros-model-grandson-flashes-wealth-European-vacations.html

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