Posts Tagged ‘Klassenkampf’

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 39)

6. April 2021

Meine Lektüre und die Anekdoten, die mir Freunde aus ihrem Leben erzählt haben, hat mich zu dem Schluß geführt, daß der Sozialismus nur marginal auf die rationale Empörung der unteren Klassen zurückgeht, sondern zu einem Gutteil ein Produkt des schlechten Gewissens der Großkapitalisten bzw. ihrer leistungslosen Erben ist. Die Ausbreitung des Sozialismus ist keine Funktion sozioökonomischer, sondern vielmehr charakterstruktureller Faktoren. Die Vermögenden versuchen mit ihrem schlechten Gewissen zurandezukommen, was immer schwieriger fällt, je weiter sie sich von ihrem bioenergetischen Kern entfernen. In einer Art Ablaßhandel unterstützen sie deshalb „die sozialistische Bewegung“ und halten ihre absurde Existenz von „Arbeiterführern“ aufrecht, die in ihrem Leben keine Stunde gearbeitet haben.

Es ist bezeichnend, daß sowohl den Geldgebern als auch den Geldempfängern nicht auffällt, daß ihr Verhalten, ja sogar ihre gesamte Existenz der Marxistischen Theorie widerspricht, sondern sie schlichtweg widerlegt. Das ist einfach nur zum Lachen – traurig ist es, daß die ausgebeuteten Massen aufgrund ihrer charakterstrukturellen Hilflosigkeit diesen Hohn unwidersprochen über sich ergehen lassen; daß sie zulassen, daß sich das Ausbeutungsverhältnis auf sozusagen „höherer Ebene“ auf die denkbar perfideste Art und Weise fortsetzt.

Die Arbeitsdemokratie wird sich erst durchsetzen (oder besser gesagt befreien) können, wenn die charakterstrukturellen Probleme angegangen werden. Solange werden alle Werttheorien und alles Gerede über den Klassenkampf tragikomischer, wenn nicht sogar blutiger Krampf bleiben. Nicht die Neurose, sondern die Arbeit soll unsere Existenz bestimmen. Dann können wir auch unsere sozialen und ökonomischen Probleme lösen. Wilhelm Reich ist der einzige, DER EINZIGE legitime Erbe der Arbeiterbewegung, der Rest gehört in die Hölle getreten!

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 36)

26. März 2021

Linke haben keinen Kontakt zum bioenergetischen Kern, was für uns alle absolut verheerende Folgen hat, denn das bedeutet, daß sie „Erlösung und Vergebung“ nur in der Außenwelt finden. Unsereins findet das bei „Gott“ bzw. in der Natur, sie nur in der „Gesellschaft“. Wir Konservativen ruhen in uns selbst und sind folglich vollkommen zufrieden, wenn man uns schlichtweg in Ruhe läßt, sie hingegen müssen stets irgendwelche „Mißstände“ geraderichten und uns dabei gewaltig auf die Nerven gehen. Nutzlose Zecken!

Das Schlimme ist, daß sie niemals „zufrieden“ sind, d.h. je mehr vermeintlichen Erfolg sie bei ihrer Zersetzungsarbeit haben, desto unruhiger und hysterischer werden sie. Und das aus drei Gründen:

  1. Ihre vollkommen kontaktlosen „Programme“ führen stets dazu, daß, damit nicht alles kollabiert, schließlich doch immer wieder die Stimme der Vernunft zum Zuge kommt. Das interpretieren die Linken folgerichtig als „Roll Back“, die Rückkehr der Reaktion, als Argument, daß sie von vornherein nicht radikal genug vorgegangen sind, etc. Ergebnis ist dann, daß dieses Ungeziefer seine Zersetzungsarbeit noch weiter intensiviert und dabei immer fanatischer und unmenschlicher wird. Es kommt zu noch schlimmeren Rückschlägen und immer so weiter auf dem Weg in die Hölle auf Erden.
  2. Ganz in Stalinistischer Tradition gehen sie davon aus, daß all die Mißerfolge ihrer irrwitzigen Unternehmungen darauf zurückzuführen sind, daß der „Klassengegner“ kurz vor seinem Untergang den Klassenkampf aufs äußerste intensiviert und „Sabotageakte“ durchführt. Die Linken können 99% des öffentlichen Lebens kontrollieren, doch trotzdem haben sie subjektiv das paranoide Empfinden, „die Nazis“ würden alle Fäden ziehen und knapp vor der offenen Machtübernahme stehen. Dabei schlagen die Linken derartig blind um sich, das sogar die eigenen Genossen zu Opfern werden. Das ist logische Folge davon, daß die Linken, da „hohl“ (ohne bioenergetischen Kern), prinzipiell nicht befriedigbar sind. Sie vertreten sozusagen „den Todestrieb in der Geschichte“! Dabei hat dieser ganze „Klassenkampf“ bzw. der „antifaschistisch Kampf“ nichts, aber auch rein gar nichts mit der Realität zu tun. Wie bei den Moskauer Schauprozessen ist das ganze nur ein freischwebendes Wahngebilde.
  3. Sie sind derartig voll religiöser Inbrunst und so von der Richtigkeit ihrer alternativlosen Sache überzeugt, daß sie (im krassen Widerspruch zu Punkt 2) gar nicht mit wirklichem Widerstand rechnen. Kommt dieser schließlich doch, wenn auch spät, von Seiten der Konservativen, die wirklich einfach nur ihre Ruhe haben wollen, sind die Linken vollkommen entsetzt und verstehen die Welt nicht mehr. Linke sind nicht wirklich von dieser Welt und rechnen einfach nicht damit, daß jede Aktion über kurz oder lang zu einer Reaktion führt – und daß selbst Konservativen irgendwann mal der Geduldsfaden reißt. Linke können das nur mit „Haß“ (emotional aufgeladener Unvernunft) erklären, d.h. nicht sie, sondern wir sind die Irren! Nicht sie sind hoffungslos biologisch degeneriert, sondern wir. Ein klassischer Fall von Projektion! Am liebsten würden sie uns mit Stumpf und Stiel ausrotten – und das sagen sie auch ganz offen – in ihrem Kampf gegen den Haß…

David Holbrook, M.D.: ÜBER GÜTE, DEN GEIST, DIE SEELE UND DAS CHRISTENTUM: GEDANKEN NACH DEM SEHEN VON DAVID LEANS Geheimnisvolle Erbschaft

11. November 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über Güte, den Geist, die Seele und das Christentum: Gedanken nach dem Sehen von David Leans GEHEIMNISVOLLE ERBSCHAFT

 

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 7)

15. Oktober 2020

Wie würde eine Arbeitsdemokratie konkret aussehen? Es gibt natürlich eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich einer Antwort zu nähern. Zum Beispiel Marx‘ Anmerkungen zum Gothaer Programm der Sozialdemokraten, daß die Arbeiter ihren Anteil an den gemeinschaftlich erarbeiteten Gütern entsprechend den Arbeitszeiten bekommen sollten usw. All dies basierte auf den Theorien des Arbeiterkommunisten Wilhelm Weitling, der „originale Marx“! Weitling war gläubiger Christ und sein Kommunismus basierte auf Christus und der frühchristlichen Gemeinschaft. Man könnte sagen, daß der Marx’sche Kommunismus eine satanistische Verzerrung des Weitling’schen Kommunismus war. (Dazu habe ich mich bereits an anderer Stelle geäußert.)

Ein zweiter Aspekt der Arbeitsdemokratie läßt sich an der Evolutionsbiologie festmachen. Sie zeigt uns, daß alle Tiergesellschaften, insbesondere Schimpansen, Klassengesellschaften sind und wirklich alles andere als „arbeitsdemokratisch“ organisiert sind. Sie erinnern eher an den barocken Feudalismus. Arbeitsdemokratie basiert also nicht auf Biologie, so wie sie heute gelehrt wird. Eine Ausnahme bilden die „Hippie-Schimpansen“, die Bonobos, die den für das Herdenleben der Tiere so charakteristischen immerwährenden politischen „Klassenkampf“ (u.a. Mord, Täuschung, Neid usw.) durch ständige sexuelle Aktivität abmildern und sogar ganz beseitigen. Dies läßt die spätere arbeitsdemokratische Gesellschaft a la den Trobriand-Inseln erahnen, wo die „Evolutionsbiologie“ durch eine andere Art von Biologie ersetzt wird: die von Reich beschriebene Biologie. Die Arbeitsdemokratie ist also Resultat des Übergangs von einer Gesellschaft, die auf „Schimpansenbräuchen“ beruht, zu einer Gesellschaft, die auf „kosmischen“ Funktionen (orgastische Potenz, Erstrahlung, Überlagerung, Liebe) beruht, die bereits innerhalb der Organismen aller Tiere wirksam sind (die Arbeitsdemokratie der inneren Organe). Dementsprechend regiert nicht mehr die „Schimpansenpolitik“ die Gesellschaft, sondern allein die Arbeitsfunktion – so wie „Herz und Nieren“ in uns funktionieren: die Arbeitsdemokratie. (Siehe dazu meine Ausführungen in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.)

Dies spiegelt sich nicht nur in Reichs Verhältnis zu Marx wider, sondern auch in Reichs Verhältnis zu Freud, der (z.B. in Totem und Tabu) seine Psychologie allein auf das gründete, was heute Evolutionsbiologie ist. Die Nazis taten dasselbe! Reich stand dazu in Opposition und entwickelte seine „kosmische“ Biologie, z.B. die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Trieben, die aus Sicht der Evolutionsbiologie überhaupt keinen Sinn macht. Einen ähnlich antidarwinistischen Ansatz verfolgte Weitling, als er sich auf das Neue Testament (die Liebe) bezog, während Marx und Engels lebhafte Anhänger von Darwin waren – und Satanisten, die vom Willen zur Macht geblendet waren.

Buchrezension: THE INVASION OF COMPULSORY SEX-MORALITY von Wilhelm Reich (Teil 1)

31. Juli 2020

The Invasion of Compulsory Sex-Morality von Wilhelm Reich (Beruhend auf einer vorläufigen Übersetzung von Werner und Doreen Grossman von Der Einbruch der Sexualmoral.) New York: Farrar, Straus and Giroux, 1971, 215 S., 10,00 USD; Noonday paperback $3.45. [Deutsche Ausgabe: Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral. Kiepenheuer & Witsch, 1972.]

von Paul Mathews, Brooklyn, N.Y.

 

Dieses 1931 geschriebene Buch ist für alle Leser von Reich von historischem Interesse, aber es ist ein nachdrückliches Wort der Warnung angebracht. Da es während Reichs marxistischer Periode geschrieben wurde, bietet es eine grundsätzlich ökonomische Interpretation von Ursprung und Durchsetzung des sexuellen Moralismus. Später distanzierte sich Reich, zusammen mit seinen marxistischen Tendenzen, scharf und unmissverständlich von dieser Sichtweise. So schrieb Reich im Vorwort der Ausgabe von 1951 (erste englische Fassung des Werkes) (S. vii)a:“. . . die starke politische Tendenz des Buches geht auf die Erfahrungen dieser Zeit zurück. Nichts von dem, was unsere soziale Existenz in jener Zeit (1930-45) erschütterte, hat im politischen Sinn überlebt. Die Fakten jedoch über die Geschichte der menschlichen Charakterentwicklung haben . . . überlebt . . . [und] an Konsequenz und sozialem Einfluß zugenommen, und das ist, auf lange Sicht, die wahre soziale Macht.“

In ähnlicher Weise lehnt Reich den Marxismus im Vorwort der Ausgabe von 1944 von Die sexuelle Revolution ab. Hier trennt er die sexuelle Revolutionb ausdrücklich vom Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat: In Bezug auf die Charakterstruktur gibt es keine Klassengrenzen. Die soziale Ideologie spiegelt nicht die wirtschaftlichen Bedingungen wider, sondern sowohl die Ideologie als auch die Wirtschaft sind in der psycho-sexuellen Struktur der Massen verankert. Reich verurteilt nachdrücklich die Kommunisten, die er als mit den Nazis verwandt ansieht (S. viii)c: „. . . heute . . . , wenn ein anders gefärbter, aber grundsätzlich ähnlicher politischer Lärm [vergleichbar mit dem der Schwarzen Faschisten] unsere friedlichen Bestrebungen stört, zu lernen und den Weg . . . den die Menschheit genommen hat, . . . immer besser zu bestimmen.“ Er prangert auch ihre Bettgenossen, die modernen Liberalen und zeitgenössischen Radikalen, rundheraus an (S. viii, ix)d: „. . . die mit der ‚Freiheit hausieren‘ . . . denen es gelungen ist, jede Spur eines klaren, ehrlichen Denkens . . . zu zerstören. Für sie ist jeder Begriff ein Mittel politischen Betrugs geworden. . . . die Führer [missbrauchen] die sexuellen und mystischen Glücksbedürfnisse des hilflosen Massenindividuums. . . . Der Bereich der menschlichen und sozialen Probleme ist weit tiefer und umfassender als der, mit dem sich die Marxsche Ökonomie befaßt.“

Nichtsdestoweniger bin ich geneigt, Professor L. Ferrero Raditsa zuzustimmen, der in einer Besprechung dieses Buches in der Zeitschrift New Leadere vom 15. Dezember 1971 erklärte: „In diesen ‚befreiten Zeiten‘ fürchte ich, dass dieses Buch fälschlicherweise als Befürwortung von Hedonismus und sozialen Umwälzungen gelesen wird.“ Es ist leider wahr, dass man Reichs Erkenntnisse allzu oft falsch interpretiert und verzerrt und seine Überarbeitungen früherer Werke selektiv ignoriert, besonders jetzt, wo viele Neue Linke und so genannte Freudo-Marxisten (diejenigen, die behaupten, die ursprüngliche Absicht von Reichs marxistischer Periode der Dreißiger Jahre wiederbelebt zu haben, während sie gleichzeitig seine orgonomischen Erkenntnisse ablehnen) versucht haben, jene Aspekte von Reichs Werk zweckzuentfremden, die für ihre neurotischen und politischen Zwecke nützlich sind. Letztere haben in neuerer Zeit sogar einen sexuellen Aspekt – verzerrt und prägenital – zu ihrer revolutionären Leidenschaft hinzugefügt.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Kiepenheuer & Witsch, 1995, S. 9.

b „Die Ideologie einer sozialen Schicht ist keine unmittelbare Spiegelung ihrer wirtschaftlichen Lage. (…) Es gibt keine charakterlich-strukturellen Klassengrenzen, wie es wirtschaftliche Grenzen des Einkommens und der sozialen Rangstellung gibt. Es werden nicht ‚Klassenkämpfe‘ zwischen Proletariern und Bürgern geführt . . .“ (Die sexuelle Revolution, Fischer Taschenbuch, 1971, S. 12).

c Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Kiepenheuer & Witsch, 1995, S. 9. Einschub in eckige Klammern von Mathews.

d ebenda, S. 9f.

e L. Ferrero Raditsa: “Reich’s Search for Freedom”, The New Leader, Vol. 054, Issue 024 (December 13, 1971).

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 6 (1972), Nr. 1, S. 120-123.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Wie die soziopolitische Orgonomie den Marxismus in zweierlei Hinsicht ad absurdum führt

1. Oktober 2019

Marxismus, das ist Klassenkampf plus Mehrwerttheorie: der Reichtum der reichen Klasse beruht auf der Ausbeutung der armen Klasse, die, zumindest relativ, immer ärmer wird, bis das System nicht mehr zu halten ist – Revolution. „Lebendige Arbeit“ wird zu totem Kapital, das sich dem Lebendigen entgegenstellt, bis sich das Lebendige sein Arbeitsprodukt wieder aneignet. Kein Wunder, daß Reich zum Marxisten wurde!

Doch bereits 1933, mit der Veröffentlichung von Die Massenpsychologie des Faschismus, begann Reich dieses Konzept zu untergraben, als er erkennen mußte, daß die sexuelle Unterdrückung den Charakter so formt, daß die arme Klasse sich auf die, von ihrer objektiven ökonomischen Warte aus gesehen, falsche Seite im Klassenkampf stellt. In der Folgezeit zeichnete sich in der sozialen Orgonomie immer mehr ab, daß die Bedeutung der Ökonomie in der gesellschaftspolitischen Entwicklung weit hinter charakterologischen Überlegungen zurückfällt und damit die Marxistische Gesellschaftanalyse vollständig bedeutungslos wird.

Das muß nicht unbedingt bedeuten, daß der Marxsche Ansatz von vornherein falsch ist. Es bedeutet allenfalls, daß die Marxisten bei den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen (dem „Klassenkampf“) auf der falschen Seite stehen. Wenn man die Geschichte des Marxismus betrachtet, war es nie so, daß die Initiative von den „unterdrückten Massen“, sondern stets von einer kleinen Gruppe von unproduktiven Intellektuellen (arbeitsscheuen PARASITEN) ausging, die, wie man heute sagt, „Geschwätzwissenschaften“ studierten oder aus anderen Gründen keine Zukunft im Kapitalismus hatten. Ihnen winkte im Sozialismus eine Zukunft als Neoadlige („Funktionäre“). Man betrachte nur die traurigen Gestalten, die heute die Führungsschicht der Grünen ausmachen und all die „Beauftragten“, für die sie vollkommen überflüssige Posten im Staatsapparat geschaffen haben. Volksfremde Zecken, die dem produktiven Teil der Gesellschaft das Blut aussaugen. Wertvernichtung statt Wertschöpfung.

Man reise doch durch die deutschen Gauen und vergleiche steinreiche und durchweg extrem linke Verwaltungs- und Studentenstädte wie etwa Münster, Westfalen, wo buchstäblich nichts produziert wird, mit Industriestädten im Ruhrgebiet, wo das verachtete „Dunkeldeutschland“ verortet wird. Man gedenke des Malochers, der Tag für Tag um 5 Uhr früh sich aus dem Bett quält, damit irgendwelche „Filmemacher“, „Frauenbeauftragte“ und „Ethiklehrer“ ein bequemes und sorgenfreies Leben genießen können, das in der Hauptsache darin besteht, den Arbeitern das Leben schwer zu machen und ihnen ins Gesicht zu spucken. Man denke nur an den Ökoterror des linksliberalen Abschaums gegen die Arbeiterschaft! Ein Gutteil dieses Ausbeutergesocks betrachten sich als „Marxisten“. Ich möchte nicht in der Haut dieses volkommen entarteten und degenerierten linken Gesindels stecken, wenn das deutsche Volk im Rahmen der bevorstehenden Weltwirtschaftskrise erwacht und es zur Revolution kommt!

Zusammengefaßt kann man sagen, daß der Marxismus falsch liegt, weil er das Wesentliche (die Bioenergetik!) übersieht, und selbst, wenn man es so dreht, daß er recht hat, findet man durchweg ALLE Marxisten auf der falschen Seite des „Klassenkampfs“.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 5

12. Februar 2019

orgonometrieteil12

5. Reichs Selbstverständnis als Naturwissenschaftler

David Holbrook, M.D.: ARBEITSDEMOKRATIE

2. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Arbeitsdemokratie

 

Wie sich die Marxistische Linke selbst widerlegt

5. Januar 2019

Imgrunde läßt sich die Marxistische Theorie bzw. die „politische Ökonomie“ auf die Aussage reduzieren, daß politische Ansichten die Ökonomie widerspiegeln. 1933 führte Reich aus, daß es neben der ökonomischen leider auch die sexuelle Unterdrückung gibt. Die letztere verwandele die Menschen so, daß sie gegen ihre ökonomischen Interessen handeln. Im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte, kulminierend in dem Buch Christusmord (1953), wurde der letztere Aspekt, der „charakterologische“, immer wichtiger, während der ökonomische (den Reich bis zum Schluß immer mit einer Marxistischen Brille sah!) immer mehr in den Hintergrund trat. 1967 hat dann Elsworth F. Baker aufbauend auf Reichs Veröffentlichungen und mündlichen Erläuterungen (wie die aussahen, kann man etwa anhand von Reichs Korrespondenz mit A.S. Neill sehen, Zeugnisse einer Freundschaft) politische Einstellungen vollständig rein bioenergetisch (und auch tiefenpsychologisch) erklärt. Daß man sie nicht vollständig von ihrer „materialistischen“ Grundlage trennen kann, ist eine Selbstverständlichkeit, die natürlich auch Baker berücksichtigt: die Lebensbedingungen formen den Charakter. Daß aber ausgerechnet Marx das Werkzeug geliefert haben soll, um diese Lebensbedingungen adäquat zu beschreiben…

Ich wollte aber auf etwas ganz anderes hinaus: Marxisten erklären politische Einstellungen (den „Klassenkampf“) streng materialistisch, d.h. ökonomisch. Entsprechend sollten es die „kältesten“ Menschen sein, die man sich überhaupt vorstellen kann. Eine Kuh verhält sich, wie sie sich verhält, weil sie schlichtweg eine Kuh ist, mit der Anatomie und dem angeborenen Verhaltensrepertoire einer Kuh. Genauso sollten sich Arbeiter verhalten und Kapitalisten wie Kapitalisten. Da ist im Diskurs keinerlei Platz für Emotionen bzw. einzig und alleine bei denen, die diese materialistischen Zusammenhänge verschleiern wollen. Es ist nun aber so, daß man sich in der Politik keine schrillere Hysterie, keine abgeschmacktere Moralisiererei, keinen größeren Gefühlsschwall vorstellen kann als ausgerechnet bei diesen „Materialisten“. Versuche mal mit so einem zu diskutieren! Außer Hysterie, Moralismus und die ganz großen Emotionen kommt da nichts. Man denke nur an die ruhigen, sachlichen und durch und durch materialistischen Erläuterungen eines Thilo Sarrazin oder eines Sprechers der AfD im Reichstag – und vergleiche das mit den genauso geifernden wie fakten-freien Reaktionen der Linken. Marxisten sind der schlagende Beweis für Bakers soziopolitische Charakterologie.

Siehe auch Bakers Schüler Charles Konia morgen.

Die Rechtschreibreform im Lichte des orgonomischen Funktionalismus

7. Juli 2018

Alexander Solschenizyn hat dargelegt, wie die sehr reiche russische Sprache, die Sprache Tolstois und Dostojewskis, nach dem Roten Oktober immer ärmer und undifferenzierter wurde. Außerdem wurde sie systematisch „brutalisiert“, d.h. im Rahmen des „sich verschärfenden Klassenkampfes“ wurde der sprachliche Ausdruck von Mitleid, Rücksicht und Anteilnahme richtiggehend tabuisiert. Entsprechende Wörter erhielten eine negative Konnotation oder verschwanden praktisch ganz. Man muß unwillkürlich an die „Sprache des Unmenschen“ in Hitlers, Streichers und Goebbels‘ Deutschland denken. Die Menschen sollten nicht mehr ungepanzert („weit“) fühlen, sondern nur noch auf eine gepanzerte („enge“) Weise.

Heute beobachtet man zunächst einmal das Gegenteil, d.h. im Zuge der politischen Korrektheit, werden eindeutige Aussagen zunehmend tabuisiert, da sie zu „brutal“ sind. Man ist vorsichtig im Ausdruck, will sich, so als sei man „Wissenschaftler“, nicht „voreilig festlegen“ und seit Jahrzehnten triumphiert das Konjunktiv: „Ich würde sagen…“. Wobei man sogleich anfügen muß, daß im Rahmen der allgemeinen Verblödung durch die Rechtschreibreform, Ausdrucksweisen wie der Konjunktiv ähnlich wie im Englischen wohl bald verschwunden sein werden oder zumindest an Eindeutigkeit verlieren.

Ohnehin können heutige Schüler kaum noch den tiefgehenden Unterschied zwischen dem so gar nicht gemeinten „Das ganze funktioniert nicht!“ und dem grundsätzlichen „Das Ganze funktioniert nicht!“erfassen oder etwa zwischen „Er hat recht!“ und „Er hat (das) Recht (auf seiner Seite)!“ Mit anderen Worten können sie nicht mehr funktionell denken, d.h. in Begriffen des Verhältnisses des Teils zum Ganzen. Die sozialistischen Sozialingenieure und die mit ihnen verbündeten Großkapitalisten („Bertelsmann-Stiftung“) können keine Eigendenker gebrauchen. Wer so einen SCHWACHSINN eingetrichtert bekommt wie „Es tut mir sehr Leid!“ (statt „Es tut mir sehr leid!“) muß jedes Gefühl für funktionelle Zusammenhänge verlieren.

Über die obigen Beispiele kann man diskutieren, zumal ich selbst den Überblick darüber verloren habe, was denn nun nach den aktuell geltenden Regeln richtig oder falsch ist oder ob es offiziell eh egal ist. Aber genau das verweist auf das eigentliche Problem: dieser Staat ist zutiefst „verwirrt“ und handlungsunfähig. Aus tiefenpsychologischer Sicht repräsentiert er die Eltern und die versetzen in dieser antiautoritären Ära ihre Kinder in tiefe Verunsicherung, da keine klaren Botschaften und Grenzen gesetzt werden; in den Kindern ein diffuses Gefühl von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit verankert wird, zumal es zu unvorhersehbaren und manchmal brutalen und denkbar ungerechten Sanktionen kommt, wenn die Eltern den Kontrollverlust unvermittelt eindämmen müssen.