Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 14

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14. Übertreibt es die Orgonomie mit dem Analogieschluß?

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9 Antworten to “Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 14”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Solche biologistischen Analogien sind immer mit Vorsicht zu genießen. Schnell führt es in Abwege, wie es die Nazis mit Juden und Ratten bzw. Parasiten gemacht haben. Kommunismus mit Krebs zu vergleichen, ist blödsinnig, weil „hochenergetische“ Länder nicht unbedingt einen besseren Lebensstandard haben müssen.

    • Robert (Berlin) Says:

      Antwort bezieht sich auf Kapitel 13. Irgendetwas scheint hier durcheinander geraten zu sein.

  2. O. Says:

    Was ist hochenergetisch in der sozialpolitischen Landschaft, welche Wirtschaftsform, Sozialstruktur oder Staatsform sei diese – funktionell betrachtet?
    Wenn man Kommunismus mit Krebs „energetisch vergleicht“, dann muss wie hier geschildert im Ansatz verständlich sein, dass es sich möglicher weise um einen „energetischen“ Kreislauf – Energiemetbolismus – handele. Dies ist zutiefst im Anstaz eine auch marxistische Geschichtsbetrachtung und -interpretation von Gesellschaftsmodellen und Abläufen.
    Auch der Sowjet-Sozialismus glaubte an den Übergang von „realem“ zum „theoretischen und echten Kommunismus. Da aber die „konservativen Kräfte“ eine Fortentwicklung einfroren, erstarrte die Staatsform (und bildete das „Krebsgeschwür“) metaphorisch betrachtet. Der Kreislauf lässt sich so an einem beleibigen Punkt anhalten oder zumindest verlangsamen, so dass das Ziel nicht ereicht wird, an dem man eher festhalten solle, was im Kreismodell auch nicht funktioniere.
    In einer solchen Betrachtung ist der Kommunismus oder Kaptalismus (real oder nicht) keineswegs zu bewerten – er ist wie das Leben, ein Teil davon. Die energetisch-funktionelle Betrachtung mutet damit „Reichianisch“ an und nach unserem Verständis daher auch „wissenschaftlich“ (die Orgonomie betreffend). Für den Organismus hingegen ist es individuell, subjektiv tödlich und ebenso für die Gesellschaftsform, aber sie wird im Zyklus wiederkehren, sieht man das ganze nicht als Spirale.
    Nach dieser nüchternen und analogen Betrachtung müssen moralisch oder ethische Werte über Bord geworfen werden, weil sie einen Naturprozess nicht bewerten dürfen.

    _______________________

    Zu diesem Thema würde ich jetzt gerne das Orakel von Orgonon [OvO] befragen.

  3. O. Says:

    Ansatz 2:

    Trennt man hingegen die „biologistsche“ Sicht des späten Reich und bedient sich der sozialen Ansätze (hauptsächlich früher Reich), bleibt einem mehr psychosoziale Denkweise zur Betrachtung und die Beschreibung des „sozialistischen“ Prozesses der Sowjetrepublik (wie auch immer sie zu nennen war) muss betrachtet werden und nach ihrem Wert für die Sexualönonomie betrachtet werden. Hier gibt es für Reich ein klares Kriterium, den „genitalen Charakter“, das er auch später nicht aus den Augen verloren hat. Dieser „frühreichianische“ Ansatz wäre sogar kompatibel mit der späteren Orgonomie, wird aber bspw. vom ACO nicht genutzt, da nicht hinlänglich (da Reich dies ab 1940 in den Fortbildungen nicht mehr ausführlich behandelte) bekannt. – Es würde aber auf die „funktionellen Analogieschlüsse“, die nach meiner Vorrede der letzten Tage zu weit gehen, verzichtet werden können!

    Damit wäre für mich die Frage zunächst beantwortet, ob die postreichiansche „Orgonomie“ [nicht notwendig Reich] mit den Analogieschlüssen übertreibe mit „ja“ beantwortet.

  4. O. Says:

    3. (M)ein kritischer Ansatz: Konkretisieren wir die Fragestellung auf den späten Reich – Hat der späte Reich in der Phase der „Orgonomy“ das funktionelle Denken auch schon einmal übertrieben?

    In Bezug auf den Begriff der „Pulsation“ halte ich die Analogie für übertrieben, zumindest können einfache Geister, ob irre oder nicht, sei hier einmal vernachlässigt, im Nachbeten von Reich die „PULSATION“ überall entdecken.

    Negativbeispiele: Selbst die Zentrale des WR-Zentrums der WR-Gesellschaft und das Zentrum für Orgontherapie sehen in allem eine Pulsation. Speziell die „Orgonenergie“, die im Mai 1995 von der WRG als physikalisch nicht existent angesehen und erklärt wird, pulsiert! Logisch betrachtet „pulsiert“ es als philosophische Weltbetrachtung, als widerlegtes „neues Paradigma“ (Bechmann, Lassek) in allen (übriggebliebenen) nicht-energetischen, dafür umso mehr spirituellen Betrachtungen der propagierten „energetischen Medizin“ – jener Eso-Version der „Orgonmedizin“, die es mit Reich nie gab. Alle Ableger des Zentralrates der WRG, die Zentralen der „Orgontechnik“ und die OrgonZentren aller Art, folgen der Analogie-Logik der Universalpulsation, ohne zu Reichs funktionellem Denken fähig zu sein. Nur so wird aus Orgonenergie Engelsenergie, Himmelsenergie, Pyramidenenergie, Skalarwellen, Prana, Chi und Meridianenergie. Somit kann man ohne Annahme eines wissenschaftlich belegbaren „Orgon“ Begriffes ein Orgonparadigma propagieren und es als geistig-spirituellen Höhenflug feiern, wie es der im Blog beschriebene „Blaue Faschismus“ tut.

    Weiterführende Negativbeispiele: Die Orgontechniker der esoterischen Cloudbusterfraktion aller Versionen können trotz abgelehntem physiklischen Ursprung der Orgonenergie den Cloudbuster oder „Orgonakkumulator“ oder eine Kombination beider (chembuster) spirituell anwenden und im „orgonize africa/ greening desert“ style die Welt zum einmaligen Experiment in eine esoterische Pulsation pendeln, damit Äpfel und Kartoffeln in der Wüste wachsen.

    Der Leser möge sich selbst fragen, was so negativ am wilden Herumgefummel der Himmelsakkupunktur ist – wenn es doch unter der Flagge des Orgonparadigma gemacht wird.

  5. Peter Nasselstein Says:

    Hier wird sehr schön am Beispiel der Grünen beschrieben, wie das Energie- bzw. Erregungsniveau, die Produktivität einer Gesellschaft gesenkt wird – Richtung „konservativem“ Realsozialismus:

    “Grünland” ist ein Land, das sich nicht entwickelt, sondern das geplant wird. Es ist ein Land der Planung nach Wirkungsketten, mit festgefügten Zielsetzungen und festgeschriebenen Zwischenschritten auf dem Weg dorthin. Wissenschaft und Forschung handeln nicht ergebnisoffen, sondern ihre Richtungsentscheidungen werden durch Vorab-Festlegungen, was sein darf und was nicht, weit über ethische Notwendigkeiten hinaus präjudiziert. Die reinigende Dynamik von Verbraucherentscheidungen wird durch Verbote von Produkten und Verhaltensweisen weit über Gefährdungsanalysen hinaus ausgeschaltet. Die Entscheidungsfreiheit der Menschen wird durch die Postulierung allgemein gültiger, ökologisch-egalitärer Werte und darauf basierender Eingriffsbefugnisse kollektiver Gremien beschränkt.

    Was von der Freiheit in “Grünland” bleibt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

    Nicht die Freiheit im Sinne von “Jeder ist seines Glückes Schmied” ist damit gemeint, sondern die Freiheit des geleiteten, gelenkten und des Risikos enthobenen Mündels.

    http://liberalesinstitut.wordpress.com/2012/06/07/grun-ist-das-neue-schwarz/

  6. claus Says:

    Ich sehe weniger, dass es sich um eine Forschungsmethode handelt, als dass es eine Beschreibungsweise ist, die mit Recht den Weg des Orgons in verschiedensten Bereichen verfolgt. Einer Forschungsmethode folgt man eher, wenn man aus der Beobachtung der SAPA auf Strahlung/Energie schließt; und da hatte Reich nichts Neues gemacht, nur eine Deutung vorgenommen, die andere ablehnen. Wenn man aber berücksichtigt, wie z.B. ORACs therapeutische Verläufe beeinflussen, werden Reichs Deutungen plausibler.
    Ich werde mir gründlicher „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“ vornehmen. „[…] Konflikt dieser Gegensätze, der in der gegebenen Daseinsweise nicht gelöst werden kann, so daß die Gegensätze die bestehende Daseinsweise der Materie nicht sprengen und eine neue schaffen […]“ ich fürchte die, dass die ‚funktionelle Identität‘ immer noch hier ihren Ursprung hatte. (Aber vorher noch Kant, Fichte, Hegel, …)

  7. Peter Nasselstein Says:

    American College of Orgonomy

    2019 Half-Day Laboratory Course
    Bions: The Elemental Particles of Life

    Saturday, June 1, 2019

    Opportunities rarely occur for learning and experiencing the art of natural scientific observation. The American College of Orgonomy offers its Half-Day Laboratory Course on „Bions: The Elemental Particles of Life“ at our campus in Princeton, NJ on Saturday, June 1, 2019 from 9:00AM to 1:00PM. Our new half-day course with a focus on bions gives students a digestible portion of orgonomic knowledge on one of the subjects fundamental to all laboratory work in orgonomy.

    Wilhelm Reich discovered bions in the 1930’s during his observations about the development of amoebas. He observed that plant material in grass infusions broke down into tiny luminating globules that moved about freely. Reich called them bions. Heaps of them in disintegrating grass look texturally similar to the protoplasm in protozoa. In fact, he discovered that bionous disintegration of grass and other material can spontaneously develop into protozoa. This was a bombshell in biology that had rejected the idea of spontaneous generation and adopted the dogma that every living cell must come from another cell.

    Defined functionally rather than materially, a bion is a tiny blob of energy in a fluid filled sac surrounded by a membrane. They can result from any matter made to swell and break down in fluid: from sand, coal, iron, earth, and living tissue. They seem to be an intermediate stage between the living and the non-living.

    In The Cancer Biopathy, Reich stated, „The bion is the elemental functioning unit of all living matter.“ As such, bions represent the elemental particle of life from bios- life + -on elemental particle as in electron, proton, neutron, etc.
    Reich later discovered some forms of bions that can be cultured. These have implications for medicine in the way they can paralyze and kill bacteria or cancer cells brought near them.

    Rather than covering didactic material in lectures, the course will focus primarily on direct observation and hands-on work, with the students receiving instruction on laboratory and microscope technique. Students will make and observe various bion preparations, grass disintegration and protozoa, paying particular attention to size, shape, color, movement (pulsation) and their own subjective impressions.

    If you are interested in learning about the science of orgonomy and observing first-hand the orgonomic phenomena discovered by Dr. Wilhelm Reich, this course offers that unique and exciting opportunity. $175 adult, non-student. $75 full-time student (full-time students under the age of 30-years-old with a current valid student ID.) For more information about our lab courses, visit our website. To request an application, call (732) 821-1144 or send an email to aco@orgonomy.org.

  8. Peter Nasselstein Says:

    Die Panzerung der Gesellschaft:

    http://www.pi-news.net/2019/05/buerokratie-als-waffe/

    Kein bio-sozialer Impuls kann mehr durchdringen.

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