Posts Tagged ‘Lebensenergie’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 14

25. April 2019

orgonometrieteil12

14. Übertreibt es die Orgonomie mit dem Analogieschluß?

Der Orgon-Akkumulator (Teil 1)

17. April 2019

von Bernd Laska unter Verwendung der Veröffentlichungen von Wilhelm Reich und Material, das von Manfred Hinz (München) und Rony Werams (Stuttgart) zur Verfügung gestellt wurde.

1. Einleitung

Über den Orgon-Akkumulator (im folgenden: Akku) kursieren seit eh und je die abenteuerlichsten Gerüchte, unabhängig davon, ob der Zugang zu seriöser Information darüber in jedem Fall leicht oder schwierig war. In ihrer Mehrzahl haben diese Gerüchte erkennbar die Funktion der Abwehr von Reichs Theorien insgesamt (und hier besonders die der Sexualität), wie auch die Gerüchte über seine Person und das oft auffällig im Vordergrund stehende Interesse zu diskutieren, ob Reich denn „wirklich verrückt geworden“ sei. Beispiele hierzu brauche ich wohl nicht anzuführen; sie dürften den meisten Lesern aus eigener Erfahrung geläufig sein.

Im folgenden soll daher in etwas komprimierter Form alles für einen potentiellen Benutzer Wesentliche über den Akku zusammengestellt werden, da die Angaben in den bisher auf deutsch veröffentlichten Schriften Reichs in dieser Beziehung nicht detailliert genug sind.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 7)

4. April 2019

Bewusstseinserweiternde Drogen – Gefahr oder Zeitvertreib? (Teil 7)

von Dr. med. Dr. phil. Barbara Goldenberg Koopman

 

Das „Haschisch“-Syndrom

Nach meiner Erfahrung zeigen Patienten unter dem Einfluss von „Haschisch“ ein Bild, das energetisch dem der erheblich okular gepanzerten Menschen sehr ähnlich ist. Dies, obwohl der Patient „auf Droge“ ein ausgeprägtes Maß an scheinbarer Verbundenheit, Heiterkeit und verminderter Gehemmtheit aufweist – ein typisches Bild dessen, was Reich Pseudokontakt nannte. Was fehlt, ist die energetische Ladung, das Ausstrecken hin zur Außenwelt (vgl. die „Objektbesetzung“ der Psychoanalyse). Die Energie wird in das Selbst zurückgezogen. Subjektiv erlebt der Benutzer eine „Spaltung“, ein Gefühl der Entpersönlichung oder Abtrennung. Es ist, als ob er sich die Illusion von Kontakt oder Nähe nur aus der sicheren Entfernung der drogenbedingten Isolation erlauben könnte. Ein Beispiel aus der psychedelischen Literatur3 veranschaulicht sehr gut die Abspaltung von Kontakt:

Inmitten meiner komplizierten Halluzinationen konnte ich wahrnehmen, dass ich eine doppelte Existenz hatte. Ein Teil von mir wurde widerstandslos auf der Bahn dieser gewaltigen Erfahrung mitgewirbelt, der andere saß auf einer Höhe, schaute auf sein Double herab, beobachtend, überlegend und gelassen alle Phänomene abwägend (2, S. 151-2).

Darüber hinaus zeigte jeder meiner Probanden eine intensive Panzerung von Stirn, Augen, Lidern und Hinterhaupt. „Eingefroren“, „steinern“ oder „tot“ waren die Adjektive, die am ehesten bei der Beobachtung oder Abtastung des Kopfsegments in den Sinn kamen. Gelegentlich konnte eine tiefe Anorgonie das unnachgiebige Festhalten überflüssig machen, aber der Eindruck der Leblosigkeit war ausgeprägt. Bei jedem von ihnen spürte man eine mangelnde Präsenz im Raum.

Die physiologischen Auswirkungen von Marihuana sind wohl definiert. Die pharmakologische Wirkung der Droge wurde in ihren Ausprägungen als atropin-artigf beschrieben, wie der folgende Bericht zeigen wird:

Innerhalb einer halben bis einer Stunde nach der Einnahme von Marihuana wird die Bindehaut rot, die Pupillen erweitern sich und reagieren träge auf Licht. Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss, Zittern der Augenlider und Augenzittern beim seitlichen Blick werden augenfällig. Die augenärztliche Untersuchung ergibt nichts Ungewöhnliches im Blinden Fleck, in den Gefäßen oder im Hintergrund der Netzhaut. Die Sicht auf Entfernung, Nähe und Farbe ändert sich nur geringfügig. Die Zunge wird zittrig und trocken; Mund und Rachen trocknen aus, was auf eine Verminderung des Speichelflusses hindeutet. Die Herz-Kreislauf-Veränderungen bestehen aus einer Erhöhung der radialeng Pulsfrequenz und einem Anstieg des Blutdrucks, der unmittelbar dem Pulsanstieg folgt. Die Extremitäten fangen an zu zittern und unwillkürliches Zucken tritt auf, Hyperreflexieh, erhöhte Empfindlichkeit bei Berührung, Druck und Schmerzreizen. Pyramidale Nervenbahnsignalei werden nicht hervorgerufen. Es gibt eine ausgleichende und nicht ausgleichende Ataxiej, die sich durch starkes Schwanken und abnorme Finger-zu-Finger-Bewegungskoordination zeigt. Nicht alle diese Phänomene treten bei jedem Subjekt auf, aber wenn eines von ihnen auftritt, dauert es ungefähr zwölf Stunden an (2, S. 362-3).

Wir sehen also autonome Wirkungen sympathisch-tonischer Natur zusammen mit ausgedehnten neurologischen Manifestationen, was auf eine diffuse Beteiligung des gesamten Großhirnkortexes, des Mittelhirns, des Kleinhirns und der vegetativen Zentren schließen lässt. Nach Allentuck (2) begleiten Gefühle von Euphorie und Besorgnis die überwiegend sympathische Innervation. Bioenergetisch würde man erwarten, dass ein Rückzug der Ladung von der Peripherie zum Zentrum die Sympathikotonie begleitet.4 Dies ist verbunden mit dem orgonomischen klinischen Eindruck, dass das Energiefeld eingezogen wird, die Erregung minimal ist und der Patient wie „nicht da“ wirkt.

 

Anmerkungen des Übersetzers

f Es handelt sich bei um ein Alkaloid, das das Herz-Kreislauf-System, vor allem aber das vegetative und zentrale Nervensystem beeinflusst. In seiner Wirkung als Rauschmittel erzeugt Atropin u.a. Erregung, stark beschleunigte Herztätigkeit, Rededrang, Euphorie und (erwünschte oder unerwünschte) Halluzinationen, es kann aber auch zu Unruhe, Krämpfen und Herzrhythmusstörungen führen.

g Handgelenkpuls (daumenseitig).

h Gesteigerte Erregbarkeit der Reflexe.

i Pyramidenbahn: wichtigste der motorischen Nervenbahnen, die von der Hirnrinde ins Rückenmark zieht.

j Störung im Bereich der Bewegungskoordination.

 

Anmerkungen

3 Haschisch ist die Droge, die hier verwendet wird. Wie Marihuana wird es aus Hanf (Cannabis) hergestellt, ist aber stärker.

4 Reich (3, S. 152) stellte einen deutlichen Rückgang des bioelektrischen Hautpotenzials von Probanden im Zustand der sympathikotonen Kontraktion fest.

 

Literatur

2. Solomon, D., ed.: The Marihuana Papers. Indianapolis: Bobbs Merril Co., Inc., 1966

3. Reich, W.: „Experimental Investigation of the Electrical Function of Sexuality and Anxiety“, Part II, Journal of Orgonomy, 3:132-55, 1969

4. Spitz, R.: The First Year of Life. New York: International Universities Press, Inc., 1965.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 3 (1969), Nr. 2, S. 213-225.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 8

7. März 2019

orgonometrieteil12

8. Wenn sich die Natur gegen sich selbst richtet

Die 13. Version der BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE, Teil 3

4. Februar 2019

BibliographiederOrgonomie - Kopie

Bibliography of Orgonomy, PART THREE: Orgonomy after Reich, thirteenth version

Chronik der Orgonomie (Teil 2)

12. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den zweiten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1940-1957

Chronik der Orgonomie (Teil 1)

7. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den ersten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1897-1939

Ergänzung zu: Peter im Netz (Teil 4): Vorsicht Heckenschützen!

21. Dezember 2018

Sind die „Pestkranken“ und „Modjus“ nicht einfach nur krank? Ist der Haß, den Reich offensichtlich gegen sie empfand, nicht unangebracht? Dazu ist viererlei zu sagen:

  1. Bekämpft man Kriminelle im allgemeinen und emotionell Pestkranke im besonderen nicht etwa deshalb, weil sie „gepanzert“ sind, sondern ganz im Gegenteil, weil ihre Panzerung versagt hat und es entsprechend zu Symptomen kommt. Deshalb muß ihnen verbal und gegebenenfalls sogar mit physischer Gewalt Grenzen gezogen werden, d.h. jene Barriere (Panzerung) gegen ihre sekundären Triebe aufzurichten, die sie selbst nicht bewerkstelligen konnten.
  2. Jede Emotion ist gerechtfertigt, jede, auch der Haß, solange sie aus dem bioenergetischen Kern stammt und durch die Panzerung nicht verzerrt wird. Gepanzerte Emotionen sind im Kampf gegen die Emotionelle Pest eh vollkommen wirkungslos, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Leute, die Reich in dieser Hinsicht kritisieren, sind schlichtweg zu gepanzert, zu verkorkst, als daß sie Emotionen überhaupt würdigen könnten.
  3. Die Bazillenträger der Emotionellen Pest, die Pestratten, mögen zwar krank, d.h. gepanzert sein, doch das exkulpiert sie noch lange nicht von jeder Schuld. Vielmehr handeln sie irrational aus, so Reich, „unbewußter Absicht“ (Äther, Gott und Teufel, S. 80). Sie spiegeln nach außen hin etwas vor; wie etwa die Nationalsozialisten, die etwas vom „Schutz des Deutschen Volkes“ faselten, doch tatsächlich nur ihre sadistischen Rachephantasien an Schwächeren ausleben wollten. Es mag sein, daß sie teilweise selbst der eigenen Propaganda glaubten, doch das spricht sie noch lange nicht frei. Modju spiegelt also etwas vor, um seine wahren Beweggründe zu verbergen. Das macht ihn nicht weniger böse, sondern macht aus ihm den ultimativen Bösewicht!
  4. Letztendlich geht es um die wechselseitige Sequestration von OR (der Lebensenergie) und DOR (wenn man so will der „Todesenergie“). Die Religion, insbesondere das Christentum, mythisiert das als Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“. Diese Sichtweise kommt der Wahrheit noch am nächsten, solange man sich bei aller abstrakten Wahrheit stets der konkreten moralistischen (insbesondere antisexuellen) Verzerrung bewußt bleibt.

Was bleibt von uns?

10. Dezember 2018

Das Leben ist sinnlos, da wir ohnehin sterben werden. Gleichermaßen wird alles vergehen, was wir lieben. Nach der gängigen Kosmologie steuert das Universum auf einen Endzustand einer lichtlose Schwärze zu, durch die vereinzelt absolut tote Eisenkugeln driften. Frei nach Samuel Beckett gebären uns unsere Mütter mit gespreizten Beinen über Särgen stehend: Sekundenbruchteile sehen wir Licht, um wieder ins ewige Nichts einzutauchen. Das beste ist, nie geboren worden zu sein, um nichts von diesem Elend mitzubekommen, das zweitbeste ist, diesem Elend so schnell wie möglich ein Ende zu machen! NICHTS wird bleiben, alles ist leer und vollständig ohne Sinn und Hoffnung!

Ich halte diese nihilistische Weltsicht für eine unreife Kinderei.

  1. Das Universum ist nicht leer, nicht tot, nicht „dunkel“, sondern es funkelt von der wohligen kosmischen Lebensenergie.
  2. Das Universum ist keine Anhäufung von Materie, die sich chaotisch bewegt mit vereinzelten Inseln von Ordnung, sondern es ist eine Erzählung, in der alles mit allem verbunden ist und nichts verlorengehen kann. Das ist kein poetischer Eskapismus, sondern etwas, auf das die auf wundersame Weise aufeinander abgestimmten Grundkonstanten der Physik (das „anthropische Prinzip“) und die „Verschränkung“ der Quantenmechanik verweisen.
  3. In all seinem Streben, insbesondere in seinem künstlerischen, versucht der Mensch die Funktionsgesetz zu reproduzieren, die der Schöpfung zugrundeliegen, sei es nun in der Musik von Bach und Mozart oder in den großen Werken der Architektur. Der Mensch hat damit Anteil an der Ewigkeit und Unsterblichkeit.

Du flüchtest dich in die Nebelbänke der Melancholie, weil dich das überbordende Glück der nackten unverstellten (ungepanzerten) Wirklichkeit zerreißen und seine unauslotbare Tiefe straucheln lassen würde:

ÄTHER, GOTT UND TEUFEL: Übersetzung des Klappentexts und der Inhaltsangabe des Originals von 1949

25. November 2018

In diesem Buch beschreibt Wilhelm Reich den Prozeß des funktionellen Denkens und wie die innere Logik dieses objektiven Denkprozesses ihn zur Entdeckung der kosmischen Orgonenergie und anderer grundlegender orgonomischer Entdeckungen der letzten drei Jahrzehnte führte. Funktionelles Denken und Organempfindungen sind wesentliche Werkzeuge der naturwissenschaftlichen Forschung und entscheidend für die Bewältigung der Probleme des Lebendigen. Der Unterschied zwischen der Denkweise des orgonomischen Funktionalismus und der mechanistischen und mystischen Denkweise wird deutlich durch die Darstellung der Beziehung der kosmischen Orgonenergie zu den beiden Grundpfeilern des menschlichen Denkens: „Gott“ und „Äther“. Reich zeigt, wie der „Teufel“ in Religion und Volksglauben eine Verzerrung des menschlichen Körpergefühls darstellt und wie die Orgonomie jenseits des Reiches des Teufels geht.

I. DIE WERKSTÄTTE DES ORKONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS
Das „zu viel auf einmal“ der Orgonomie; die Funktion des Orgasmus – der einzige Zugang zu den kosmischen Orgonenergie-Funktionen; außerhalb des Rahmens von Mechanismus und Mystizismus; der Funktionalismus als Forschungsinstrument; die wissenschaftliche Ordnung der Freiheit; der biophysikalische Standpunkt; Grundlagenforschung auf unbekanntem Gebiet.

II. DIE ZWEI GRUNDPFEILER MENSCHLICHEN DENKENS: „GOTT“ UND „ÄTHER“
Der Standpunkt der Lebendigen; das Irren des Menschentiers; irrationale Fehler; die Logik des Irrens; das „GÖTTLICHE“, das „ABSOLUTE“, das „STATISCHE“; die Suche nach Schutzmaßnahmen gegen Fehler; die Frage der „SCHULD“ im Bereich des Wissens; naive Fragen und ausweichende Antworten; das Gemeinsame von Gott und Äther; Unterschiede zwischen Gott und Äther; die „Nichtexistenz des Äthers“; die Selbstkontrolle der Forschung; das gemeinsame Prinzip irrationaler Fehler; die biophysikalische Panzerung.

III. DIE ORGANEMPFINDUNG ALS WERKZEUG DER NATURFORSCHUNG
Die Rationalität der primären biophysikalischen Emotionen; Wahrnehmung – unterschiedlich bei gepanzerten und ungepanzerten Organismen; das Lebendige als Bezugsrahmen; das Kind als Lebewesen und als Bürger; biosexuelle Energiestauung; gepanzertes und ungepanzertes Leben; Reaktionen der Gepanzerten auf die Orgonomie.

IV. ANIMISMUS, MYSTIZISMUS UND MECHANISMUS
Das Verbot gegen die Untersuchung des Lebendigen; die Charakteranalyse öffnet das Tor zur Einsicht in die Empfindungen; Weltbild und Struktur des Forschers; die Natur ist unexakt; Angst vor der Organempfindung und Angst vor der Orgonforschung; Animismus und Mystizismus; Mystizismus und Erforschung des Mystizismus; die Panzerung des Mystikers; die pulsierende Welt des orgonomischen Funktionalismus; die Reinhaltung von Sinneswerkzeuge; die Lebensfunktion als Modell grundlegender Naturvorgänge; die Natur ist im Fluß; grundlegende Natur und abgeänderte Natur; funktionelle Krebsforschung; das Gemeinsame und das Trennende; der Funktionalismus löst Widersprüche auf; funktionelle Verbindungen, keine Zauberei; mechanistische, mystische und funktionelle Vorstellungen vom Organismus.

V. DAS REICH DES TEUFELS
Religion und die kosmische Erfahrung des Menschen; Gott und Teufel; das Übersehen des Wesentlichen; Hauptmerkmale des gepanzerten Menschen; die Logik der Moral; der gemeinsame Nenner des gesellschaftlichen Versagens des Menschen; Ereignisse aus Sicht der Lebenden beurteilen; Orgasmusangst als Hindernis für ein rationales Leben; Orgonomie geht über den Teufel hinaus.

VI. KOSMISCHE ORGONE ENERGIE UND „ÄTHER“
Die Existenz einer alles durchdringenden und nachweisbaren Energie; kein „leerer Raum“; Allgegenwart; orgonomisches Potential; Orgon-Metabolismus; Pulsation; Pulse und Wellen; West→Ost-Bewegung; Sichtbarkeit; Erstrahlung; Wärmeerzeugung; die orgonotische Sensibilität des Beobachters; die Eigenschaften der Orgonenergie und des Äthers; Zusammenfassung.