Heute morgen auf dem Weg zur Bahn ein Plakat mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung über die Hamburger Hafencity und ihre historischen Verbindungen zur NS-Zeit und den Kolonialismus. Ständig wird versucht, irgendwie meine Schuldgefühle als hochgesinnter und kultivierter Deutscher zu aktivieren. Man wagt kaum frei zu atmen. Kaum entspannt man sich, kommt der nächste Schlag in die Magengrube. Ich bin schuldig, weil ich ein Deutscher bin, ein heterosexueller Mann, ein atmender Mensch (die Umwelt!). Es ist prinzipiell der gleiche Moralismus wie einst im Christentum, das jeden Lebensimpuls sofort mit der Induktion von Schuldgefühlen unterband. Jedenfalls mußte ich heute morgen angesichts des Plakats spontan an die repressive Sexualerziehung vergangener Zeiten denken, die von einer allgemeinen sexualnegativen Atmosphäre geprägt war, die ab und an mit Gewaltandrohungen verfestigt wurde.
Das Perfide ist, daß die heutigen Moralisten von der allesüberwiegenden Tendenz her eher ausgesprochen „sexualpositiv“ auftreten im Dreieck von Frühsexualisierung, trans und gender. Es ist tatsächlich so, daß der Katholizismus, in dem ein Hitler aufwuchs, praktisch nur die sexuelle Sünde kannte, während heute in der postchristlichen Welt der „Selbsterhaltungstrieb“ als einzige Sünde gilt. Das läßt sich besonders plastisch an der Masseninvasion seit 2015 zeigen, als die jungen Machos, man verzeihe mir das Bild, mit weit offenen Schenkeln freudig erregt begrüßt wurden, während gleichzeitig die genetischen und wirtschaftlichen Selbsterhaltungsinteressen des deutschen Volkskörpers mit Füßen getreten wurden. Man schaue sich den Fußball an! Mit immer abstruseren und denkbar unangebracht schwulen Kampagnen wird der deutsche Mann und wird der Nationalstolz kastriert.
Noch absurder ist, daß diese linke subversive Agenda (Selbsterhaltungstrieb gegen Sexualtrieb) perfekt mit den gegenwärtigen Verwertungsinteressen des Kapitals harmoniert, wird doch auf diese Weise der sofortigen Triebbefriedigung, d.h. dem Konsum das Wort geredet: Schimpanse, achte nicht auf den Leoparden, sondern verlustiere dich! Melanor („Blackrock“) lebt davon, daß der zum geilen Depp mutierte deutsche Mann resigniert, brav sich Morgenthauisieren läßt und dabei sein zartes Gesichtchen mit einer Feuchtigkeitscreme einreibt.

1) der einstige autoritäre Kapitalismus: der Selbsterhaltungstrieb (b) richtete sich gegen den Sexualtrieb (a)
2) der heutige antiautoritäre Kapitalismus: der Sexualtrieb (a) richtet sich gegen den Selbsterhaltungstrieb (b)
Vor 1960 lag der Fokus des Kapitals auf der Herstellung von Gütern, d.h. die Arbeiter mußten diszipliniert, ihre Sexualität unterdrückt werden: Realitätsprinzip gegen Lustprinzip. Nach 1960, d.h. mit dem langsamen Übergang von der autoritären zur antiautoritären Gesellschaft, verlagert sich der Fokus von der Produktion auf die Konsumtion. Im Rahmen der „sexuellen Revolution“ wird der Selbsterhaltungstrieb zum Hauptgegner, was beispielsweise das langfristige Ruinieren durch Kreditschulden beinhaltet. Hauptsache es wird JETZT gelebt! Die woken Linken sind bei der ganzen Sache die heutigen Sturmtruppen des Kapitals. Sie sind der ultimative Abschaum.
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