Posts Tagged ‘Kolonialismus’

Peter ist ein Arschloch!

21. September 2018

Meinem ersten „Reichsbürger“ begegnete ich im Gymnasium, als ein Mitschüler, bestärkt durch unseren durchaus linksgestrickten Lehrer, ausführte, daß völkerrechtlich die Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße noch immer Teil Deutschlands seien. Das war mitten im Kalten Krieg und jedes Bewußtsein der schwarzfaschistischen Natur des polnischen Nationalismus im allgemeinen und der viehischen Greueltaten an Deutschen von polnischer Seite vor und nach dem Krieg im besonderen war noch in weiter Ferne. Entsprechend reagierte ich geradezu wütend auf diesen vermeintlichen „Quatsch“. Von Natur aus bin ich Hegelianer und (sic!) Nietzscheianer: alles was ist, ist durch seine bloße Existenz gerechtfertigt. Oder um Hitler zu paraphrasieren: die Ostvölker haben sich als stärker erwiesen, Punkt.

Das läuft natürlich auf kaum weniger hinaus, als auf eine Rechtfertigung der Emotionellen Pest. Reichsbürgern (der Begriff hier denkbar weit gefaßt!) muß man zumindest zugutehalten, daß sie hinter das bloße Machtspiel (die sekundären Triebe!) auf einen „Kern“ (den bioenergetischen Kern!) rekurrieren. Erstens berufen sie sich auf das Naturrecht, wenn sie auf Kaiser Wilhelm, den Norddeutschen Bund, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und schließlich auf das germanisch und (was die Wenden betrifft) das slawische Recht zurückgehen. Das römische Recht führte nicht nur die Folter und die Entrechtung der Frauen ein, sondern führte auch zu einer sukzessiven Trennung des Volkes von seinen unveräußerlichen Grund- und Bodenrechten: wir wurden kolonisiert und dieser Prozeß hält bis heute an.

Auf das englische (und damit amerikanische), also letztendlich germanische Naturrecht berief sich auch Reich, in seiner Antwort auf die Anklageschrift der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Hier spielen auch (zweitens) seine Überlegungen zur Arbeitsdemokratie hinein, die implizieren, daß das Recht eine Funktion der natürlichen Arbeitsbeziehungen ist, entsprechend organisch wächst und nicht durch staatliche Gewaltakte einfach aufoktroyiert werden kann – denn dann ist es Unrecht: „Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens und sollten es deshalb beherrschen.“

Drittens ist die besagte „Kolonisierung“ nichts anderes als der Übergriff Saharasias auf Deutschland. Die „Reichsbürger-Bewegung“ ist in vieler Hinsicht eine Neuausprägung des romantischen Germanenkultes des 19. Jahrhunderts, der etwa auch Karl May beseelt hat. „Winnetou“, der „edle Wilde“ schlechthin, sollte zeigen, wie der ursprüngliche Germane war: edel, gut und in seiner Menschlichkeit der „römischen“ Zivilisation weit überlegen.

Den Vertriebenen hätte ich gesagt: „Pech gehabt!“ Reich hätte ich gesagt: „Das ist das Gesetz und wir können eh nichts tun!“ Den Unterdrückten und Enteigneten dieser Welt: „Das ist halt das Recht des Stärkeren!“ – Ein opportunistisches, gefühlskaltes Arschloch!

Blogeinträge Januar-Juli 2014

17. September 2018

Blogeinträge Januar-Juli 2014

  • Eine weitere Möglichkeit die Emotionelle Pest einzudämmen
  • Die Menschen verlieren zunehmend die Orientierung
  • Putins Landraub
  • Putins soziopolitische Charakterstruktur
  • Was passiert im Nahen Osten?
  • Sind alle Araber gleich?

Blogeinträge September/Oktober 2012

8. Juli 2018

Charles Konia beschreibt, wie sich die „biologische Fehlkalkulation“ sieben Jahrzehnte nach Reichs Erstbeschreibung und vier Jahrzehnte nach Paul Mathews‘ Erläuterungen darstellt:

Blogeinträge September/Oktober 2012

  • Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention
  • Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes
  • Kommunismus der amerikanischen Art
  • Man kann nicht beides haben
  • „Es breitet sich wie eine Seuche aus“
  • Willkommen in der Welt des Islam
  • Der biologische Ursprung der Political Correctness
  • Die sozialistische Sehnsucht
  • Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama
  • Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik
  • Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Klassenkampf, „Rassenkampf“, Emotionelle Pest

2. Juli 2018

Die ästhetisch meist hochwertigen Aufkleber der linken Bübchen sind für mich ein schier unversiegbarer Quell der Inspiration. „Rassismus spaltet, Klassenkampf vereint“. Oder mit anderen Worten: sie wollen, im typischen „Grünen-Sprech“, „eine bunte, eine solidarische Gesellschaft“. Nun, Rotchina lehnt „fremdrassige“ Migranten strikt ab, weil die Chinesen von ihrer ethnischen Überlegenheit überzeugt sind und diese kostbare Ressource nicht verwässern lassen wollen, das gleiche findet sich in Nordkorea (dort wirklich explizit!). Es gibt schlichtweg kein Volk auf Erden, das sich nicht „ethnisch überlegen“ fühlt. Das fängt schon bei den Trobriandern an, die mit ihrem melanesischen Rassendünkel gegenüber dem haarigen, blassen Polen Malinowski diesen schier in die Verzweiflung getrieben haben. Im übrigen wissen wir heute, daß Melanesier die Gene einer bislang unbekannten Menschenart (nicht etwa „Menschenrasse“) tragen, die sie von allen anderen Menschen unterscheiden. Ähnliches läßt sich über das Verhältnis von Europäern und Bantus sagen, die jeweils Gene fremder Menschenarten (Neandertaler hier und eine gleichfalls bisher unbekannte Menschenart dort) in sich tragen.

Ich will hier nicht der „Rassenreinheit“ das Wort reden. Warum auch, denn der europäische Kolonialismus hat in den letzten Jahrhunderten diverse „Mischvölker“ mit einer jeweils eigenen ethnischen Identität geschaffen, die hervorragend zurechtkommen. Oder man nehme die extrem rassistischen Japaner, die selbst eine Mischrasse sind. Was ich sagen will: Rassismus ist schlichtweg eine Tatsache und hat tatsächlich ein biologisches Fundament. Wir streben auseinander und wenn uns die Umstände doch zusammenführen, dann reproduziert sich der Rassismus prompt auf einer neuen Ebene – und Japaner werden zu Rassisten gegenüber Chinesen und Malaien.

Der „Klassenkampf“ setzt diesen Mechanismus tatsächlich außer Kraft. Die „klassenkämpferische“ Linke hat das an sich Unmögliche vollbracht, nämlich Völker (etwa Schweden und Deutsche) dazu zu bringen, sich „ethnisch minderwertig“ zu fühlen und frei nach Schäuble den biologischen Selbstmord aktiv anzustreben. In der Menschheitsgeschichte ist das beispielslos. Blonde und rothaarige Mädel, die so etwas propagieren:

Marx und Engels waren durch und durch Rassisten, die Sowjetunion strebte durchaus keine „Mischrasse“ an und die Ostblockstaaten beruhten zu einem Gutteil auf ethnischem Dünkel. Was um alles in der Welt ist im Westen passiert? Die Antwort ist denkbar einfach: Weiße identifizierten sich mit der Kapitalistenklasse. Die Weißen an sich wurden zu den „Kapitalisten“ der Welt und müssen als Klasse vernichtet werden. Das und nichts anderes steckt hinter „Rassismus spaltet, Klassenkampf vereint“. Das dieses Credo selbst zutiefst rassistisch ist und nichts anderes anstrebt als den größten Genozid der Menschheitsgeschichte, zeigt, daß es sich um Emotionelle Pest handelt: „Kampf gegen Rassismus“ steht drauf, denkbar krasser Rassismus ist drinnen!

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Der verdrängte Christus: 3. Die Aktualität der Bibel

20. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

3. Die Aktualität der Bibel

Der Rote Faden: Reich und Trotzki

18. November 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

 

Goethes Funktionalismus

20. September 2016

Das menschliche Gehirn erkennt auf Bildern andere Lebewesen weitaus schneller und zuverlässiger als tote Gegenstände. Forscher um Joshua New von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara zeigten Probanden jeweils zwei Bilder ein und derselben Szene, die sich nur durch ein Detail unterschieden. Beispielsweise ein Elefant bzw. ein Auto in einer afrikanischen Savannenlandschaft, eine Kaffeetasse auf einem Schreibtisch oder eine menschliche Gestalt in einer Urwaldszene. Für jedes Bildpaar ermittelten die Forscher, ob und wie schnell die Probanden die Veränderung bemerkten. Dabei zeigte sich durchweg ein großer Unterschied zwischen toten Gegenständen und Lebewesen, selbst wenn die ersteren viel kleiner waren und sich mit deutlich weniger scharfen Kontrasten vom Hintergrund abhoben. Das Getreidesilo auf dem Bild einer Landschaft oder die Kaffeetasse auf dem Schreibtisch registrierten die Probanden bei weitem nicht so schnell wie eine vergleichsweise winzige Taube in einer Marktszene oder die menschliche Gestalt im tropischen Regenwald. Gerade die im Vergleich zu Lebewesen langsame Erkennung von Autos spreche dafür, so die Wissenschaftler, daß die Unterschiede nicht auf erlernten Fähigkeiten beruhen, sondern angeboren sind, denn für die meisten Menschen wäre es heute wohl eher ein Vorteil, Autos schnell zu erkennen. Eine Fähigkeit, die wir im Alltag ständig trainieren.

New und seine Kollegen erklären die Ergebnisse natürlich evolutionsbiologisch: unsere Vorfahren hätten vor Raubtieren auf der Hut sein müssen und wären vom Jagderfolg abhängig gewesen.

In Äther, Gott und Teufel beschreibt Reich den Animismus als natürlichen Geisteszustand. Die toten „mechanischen“ Gegenstände um uns herum sind unserem Wesen derartig fremd, daß wir sie “beseelen”. Durch die Dominanz der evolutionistischen Herangehensweise wurde diese „Goetheanische“ Betrachtungsweise fast vollständig verdrängt.

Dazu ein sehr interessanter Film auf YouTube in vier Teilen:

Liest man bestimmte Stellen bei Goethe, fühlt man sich stellenweise in die Welt des Orgonomischen Funktionalismus versetzt.

Wenn es bei Goethe heißt, daß ein ausgesprochenes Wort meistens „Widerspruch, Stocken und Stillstehen“ erregt, oder daß „der Begriff Summe ist“, dann auch, daß das Höchste „das Anschauen des Verschiedenen als identisch“ ist, so ist es leicht, über alle Unterschiede hinweg, die Verbindungslinien zu Grundgedanken Hegels zu ziehen, zum Beispiel zu seinem Axiom: „Das Wahre ist das Ganze.“ Die deutsche Klassiker bilden eine höchst harmonische Ganzheit, und sie stehen gemeinsam auf dem Boden einer großen Tradition, die in ihnen ihre letzte Aufgipfelung empfängt. (Predrag Grujic: Hegel und die Sowjetphilosophie der Gegenwart, Bern 1969)

Das Höchste ist das Anschauen des Verschiedenen als identisch!

Hans Hass, nach Reich mein zweiter Held des Funktionalismus (siehe Hans Hass und der energetische Funktionalismus), sei, nach eigenem Bekunden, „nahezu erschlagen“ gewesen von Gedankengängen bei Goethe, die der eigenen Energontheorie entsprachen.“Wie kein anderer“ habe Goethe „das Energonprinzip in der Natur erschaut.“ Wenn Goethe

nach dem Urtier und der Urpflanze suchte, dann dachte er nicht an gemeinsame Ahnen, sondern an ein gleiches Grundkonzept, das den höheren Pflanzen und den höheren Tieren, so verschieden sie sich unseren Sinnen auch darbieten, verbindend zugrunde liegt. „Alle Gestalten sind ähnlich und keine gleichet der anderen, und so deutet das Chor auf ein einigendes Gesetz, auf ein heiliges Rätsel“ – so schrieb er in einem Gedicht über die Metamophose der Pflanzen. Nirgends fand ich deutlicher ausgesprochen, was mich selbst in meiner Forschung bewegte, wohin sie mich Stück für Stück weiterführte. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

Auch in der ganz konkreten Herangehensweise an Naturphänomene wirkt Goethe wie ein direkter Vorläufer Reichs. Insbesondere wenn Reich beispielsweise auf die Voraussetzungslosigkeit des funktionellen Forschungsansatzes abhebt. Hätte Reich Anfang der 1930er Jahre profunden Kenntnissen in der Bakteriologie Folge geleistet, hätte er nie die Bione entdecken können.

Goethe in einem Brief von 1780:

(…) wie der Hirsch und der Vogel sich an kein Territorium kehrt, sondern sich da äst und dahin fliegt, wo es ihn gelüstet, so, halte ich davon, muß der Beobachter auch sein. Kein Berg sei ihm zu hoch, kein Meer zu tief. Da er die ganze Erde umschweben will, so sei er frei gesinnt wie die Luft, die alles umgibt. Weder Fabel noch Geschichte, weder Lehre noch Meinung halte ihn ab zu schauen. Er sondere sorgfältig das, was er gesehen hat, von dem, was er vermutet oder schließt. Jede richtig aufgezeichnete Bemerkung ist unschätzbar für den Nachfolger, indem sie ihm von entfernten Dingen anschauende Begriffe gibt, die Summe seiner eigenen Erfahrungen vermehrt und aus mehreren Menschen endlich gleichsam ein Ganzes macht.

Bei der Naturforschung sei „der anschauende Begriff dem wissenschaftlichen unendlich vorzuziehen“ und man fühle „mit dem lebhaften Anschauen einen dunklen Wink in der Seele (…): so ist es erstanden!“

Eine solche empathische, d.h. gleichempfindende, Annäherung an die Natur erfordert natürlich „reine“ Sinneswerkzeuge, reine (Nach- und Mit-)Empfindung orgonotischer Prozesse, d.h. eine ungepanzerte Wahrnehmung. Goethe in einem Brief von 1779:

Mein Auge und meine Seele konnten die Gegenstände fassen, und da ich rein war, diese Empfindung nirgends falsch widerstieß, so wirkten sie was sie sollten.

Auch in sozialer Hinsicht war Goethe, der schließlich zu Zeiten der französischen Revolution und der beginnenden romantischen Bewegung lebte, hellsichtig und aktuell.

Für den Goethe-Verehrer Nietzsche war Romantik ein Rachesyndrom, dessen Gegensatz die klassischen Produkte eines Goethe waren, die der Dankbarkeit für das Leben entspringen, aus der heraus man allen Dingen einen Glorienschein geben will. Demgegenüber entspricht das romantische Syndrom dem Gefühl des Leidenden und Schlechtweggekommenen, der aus seinem Ressentiment heraus am Leben Rache nehmen will. Auch das Christentum sei eine solche Bewegung, aus der sich schließlich der „romantische Pessimismus der Entbehrenden, Mißglückten, Überwundenen“ entwickelte, wie er sich in der Wagnerschen Musik und Schopenhauers Willensmetaphysik ausdrückt. Der Romantiker nimmt Rache am Leben, indem er dem Dasein sein eigenes Leiden „zum verbindlichen Gesetz und Zwang“ aufprägen will (Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft, Aphorismus 370). Die eigene persönliche neurotische Not wird zunächst theoretisch und dann praktisch der ganzen Welt aufgezwungen, angefangen vom kleinbürgerlichen Christentum der Antike bis zu den gegenwärtigen linken „Bewegungen“.

Der konservative Philosoph Günter Rohrmoser führt aus, daß es den konservativen Menschen kennzeichnet, in der Kategorie der Dekadenz zu denken, während der Linke strukturell dazu nicht in der Lage ist.

Wer eine Gesellschaft oder einen einzelnen Menschen als dekadent empfinden kann, der ist ein Konservativer von Geblüt. Eine der ganz großen Schwierigkeiten in der Verständigung mit Sozialisten besteht darin, daß man sich mit noch so einsichtigen und gutwilligen Sozialisten nicht über Dekadenz verständigen kann. Im Falle, daß man sich mit einem Sozialisten über Dekadenz verständigen kann, stellt man fest, daß dieser Sozialist im Grunde genommen keiner ist. Die Behauptung vom inneren Zusammenhang von Sozialismus und Dekadenz hat eine lange Vorgeschichte. Der späte Goethe beispielsweise hat in diesem Punkte voll mit Nietzsche übereingestimmt. Goethe hat im Angesicht der Ausbreitung des Humanitarismus, und der Sozialismus ist nichts anderes als eine humanitaristische Ideologie, die Prognose gewagt, daß am Ende dieses Weges die Menschheit ein einziges großes Lazarett und jeder des anderen Krankenwärter werden würde. Wenn wir heute in der Analyse des fortgeschrittenen Sozialstaates Pathologien in den Mentalitäten der Wohlfahrtsempfänger und derer, die es werden wollen, entdecken, dann ahnen wir vielleicht, was Nietzsche unter der im Sozialismus angelegten Dekadenz verstanden und immer bekämpft hat. (Rohrmoser: Nietzsche als Diagnostiker der Gegenwart, S. 298f)

Goethe war natürlich in erster Linie Dichter, obwohl er zeitweise seine Farbenlehre als bedeutenderen Beitrag betrachtete als etwa den Faust!

In der Anfang der 80er Jahre in München erschienen Zeitschrift Die Wolken sterben wurde Goethes Funktionalismus anhand der Ballade Der Fischer von 1779 aufgezeigt. Der Autor, Werner Schiwy, führt aus, wie zu Beginn des Gedichts die Antithese von lebendigem Organismus „Fischer“ und totem Element „Wasser“ aufgehoben wird, indem der Fischer wesentlicher Attribute des Lebens entkleidet wird (er ist kühl und ruht bis ins Herz hinein), während das tote Element Wasser lebendig ist und durch eine Frau (eine „Nixe“) verkörpert wird. Im folgenden beschreibe Goethe die orgonotische Erregung und schließliche Vereinigung der beiden Anfangs unvereinbar erscheinenden Systeme.

In der Ballade heißt es:

Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
Das feuchtverklärte Blau?

Das erinnert mich an mein Lieblingsgedicht von Goethe, das mich immer an den äquatorialen Orgonenergie-Strom der Erde gemahnt hat. Es entstammt einem Brief von 1775 an die Gräfin Christine von Brühl:

Auf den Auen wanden wir
Und bleiben glücklich ohne Gedanken,
Am Hügel schwebt des Abschieds Laut,
Es bringt der West den Fluß herab
Ein leises Lebewohl.
Und der Schmerz ergreift die Brust,
Und der Geist schwankt hin und her,
Und sinkt und steigt und sinkt.
Von weiten winkt die Wiederkehr
Und sagt der Seele Freude zu.
Ist es so? Ja! Zweifle nicht.

Goethes Faust, das deutsche Nationalepos, wird von Anthroposophen als mystisches Mysterienspiel interpretiert. Marxisten wollen in den Schlußszenen Kritik am beginnenden Kapitalismus und Kolonialismus erkennen. Was m.W. kaum je gesehen wird, ist das, was sofort ins Auge fällt. Am Ende heißt es: „Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.“ Das ist tatsächlich mystisch und doch hat es eine zutiefst funktionelle und sexualökonomische Bedeutung. Das Ewig-Weiblich ist nämlich nicht nur das Höchste, sondern auch das Tiefste, das Gemeinsame Funktionsprinzip. Taucht doch Faust im ersten Akt (Finstere Galerie) von Faust II in die namenlose Tiefe des Ungeformten, zu den „Urmüttern“ hinab, um Helena heraufzubeschwören. Er war ihr bereits in Faust I begegnet, denn in der Hexenküche hieß es: „Das schönste Bild von einem Weibe! Ist’s möglich, ist das Weib so schön? Muß ich an diesem hingestreckten Leibe den Inbegriff von allen Himmeln sehn? So etwas findet sich auf Erden?“ Das Weib ist natürlich niemand anderes als Helena.

In Faust I geht es um das Kindweib Gretchen, in Faust II um das Vollweib Helena. Die Gretchen-Tragödie mit dem Vorspiel des Osterspaziergangs, auf dem er Mephisto trifft und der zitierten Szene in der Hexenküche ist eine geradezu sexualökonomische Moritat. Es dreht sich alles um die Sexualnot junger Männer und Frauen, alleingelassener Frauen (Gretchens Nachbarin), mangelnde Empfängnisverhütung und einen überholten Sünden- und Ehrbegriff, der in Mord- und Todschlag endet. Der Hexensabbat auf dem Blocksberg ist das Gegenbild einer vom Christentum zerstörten Sexualökonomie: die Unfähigkeit Befriedigung zu finden, endet in frustrierenden Orgien. Faust hat „zwei Seelen in seiner Brust“, d.h. die für orgastische Impotenz ausschlaggebende Trennung zwischen sinnlichen und liebevollen Strebungen. Letztendlich beruht die gesamte Tragödie, auch im zweiten Teil, auf Fausts Lebenshunger bzw. Sexualhunger.

Im zweiten Teil versucht Faust der christlichen Sexualmisere mit Hilfe von Wissenschaft (dem ohne Geschlechtsakt erzeugten Homunkulus) und mit Rückbesinnung auf das heidnische Griechentum zu entfliehen, in das ihn der Homunkulus entführt. (In Faust I und in Faust II wird die Kirche als unmoralisch und geldgeil gezeichnet.) Schließlich endet Faust als Industriemogul, der ganze Landschaften erschließt und dabei neues Elend, himmelschreiende Ungerechtigkeit, Mord und Todschlag verbreitet. Goethe hat die Tragödie des gepanzerten Menschen gezeichnet, der Himmel (der bioenergetische Kern), Erde (die bürgerliche Fassade) und Hölle (die sekundäre Schicht) durchschreitet. Und bemerkenswerterweise erkannte Goethe den sexualökonomischen Kern dieser Tragödie.

Die AfD und Saharasia

27. Juni 2016

Die Broschüre der AfD über den Islam, die Hunderttausendfach verteilt wird, ziert ein vielsagendes Cover. Hier sieht man auf den ersten Blick den Kern der Saharasia-These von James DeMeo: abgesehen von der ekligen Metastase Indonesien, wo der europäische Kolonialismus tragischerweise zu spät gekommen ist, ist die Verbreitung des Islam paßgenau identisch mit „Saharasia“, dem zentralen Kontinente überschreitenden Wüstengürtel, der sich von Casablanca bis vor die Tore Pekings erstreckt. Hier ist das geographische Gebiet, von dem aus die Panzerung und die Emotionelle Pest den Planeten erobert hat und das bis heute das maligne Zentrum des schlichtweg Bösen in dieser Welt ist. Allein schon diese eine Broschüre zeigt, daß keine Partei den Grundwerten der Orgonomie nähersteht als die AfD. Der Kampf gegen die Emotionelle Pest ist das wichtigste, alles andere ist sekundär!

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Die Charakteranalyse der Menschheit (Teil 3)

13. Mai 2016

Michele Gelfand, Sozialpsychologin an der University of Maryland, erforscht die ausgeprägten kulturellen Unterschiede zwischen Ländern mit strengen gesellschaftlichen Normen und solchen, in denen es weniger streng zugeht. Dazu verglich sie die Verhaltensweisen der Menschen in diesen Ländern mit der jeweiligen Regierungsform, Strafrecht, Religiosität, Pressefreiheit, Medienzugang, etc. Hinzu kam die Auswertung historischer Berichte über Kriege, ökologische Krisen, Epidemien, Naturkatastrophen, Ressourcen sowie die Bevölkerungsdichte heute und im Jahr 1500.

Eine Skala wurde erstellt, in der Nationen mit sehr strikten gesellschaftlichen Regeln und einer geringen Toleranz für abweichendes Verhalten am einen Ende und solche mit losen Verhaltensregeln und hoher Toleranz am anderen Ende erfaßt wurden. Zu ersteren Ländern gehörten

  • Japan, Südkorea, Malaysia, Indien, Pakistan und NORWEGEN, zu letzteren
  • Ukraine, Estland, Ungarn, Niederlande und BRASILIEN.

In normgebundenen Ländern überwiegen autokratische Regierungsformen, Zensur, ausgeprägte Gesetzgebung, erschwerter Zugang zu neuen Kommunikationsmedien, weniger politische Rechte und persönliche Freiheiten, die Religiosität ist ausgeprägter. Entsprechend ist das Verhalten der Menschen im Alltag: es zeigt eine geringere Bandbreite an Verhaltensweisen, die als angemessen empfunden werden, man richtet sich mehr nach Regeln, die Selbstbeherrschung ist ausgeprägter und auf das Vermeiden von Konflikten ausgerichtet. „Der hohe Grad an gesellschaftlicher Regulierung spiegelt sich“, so Gelfand, „im hohen Grad der persönlichen Kontrolle wider.“

Es seien vor allem Bedrohungen der Gesellschaft, die später zur Bildung normgebundener Systeme führen: Kriege, häufig auftretende Krankheiten, Naturkatastrophen, Ressourcenmangel, eine sehr heterogene oder aber auch sehr homogene Gesellschaft und, vor allem, eine hohe Bevölkerungsdichte. Das zwinge die Menschen dazu koordiniert zu handeln, was zu strikten Regeln und deren strenger Kontrolle führt.

Hinzu kommt, daß die ständige Selbstdisziplin aggressiv macht, was zu erneuten Spannungen führt, die durch mehr Disziplin kontrolliert werden müssen und immer so weiter… Was hier beschrieben wird ist nichts anderes als soziale Panzerung!

Durch ständige Bedrohungen, sei es durch eine karge Umwelt, durch äußere Feinde oder durch innergesellschaftliche Konflikte, wird schließlich jede Bewegung (letztendlich die freie Bewegung der Orgonenergie) als derartig bedrohlich empfunden, daß wir uns gegen sie sperren, d.h. uns gegen sie abpanzern. Auf individueller psychischer Ebene kommt dies im Über-Ich zum Ausdruck, auf gesellschaftlicher Ebene in Form der „Gesetzgebung“. Eine relativ freie Gesellschaft wird zu einer rigiden, normgebundenen (vgl. Aldo Foglia: „Orgonomic Reflections on the Juridic Norm“, Journal of Orgonomy, May 1984).

Man denke an das extrem normgebundene, von der Bevölkerungsstruktur extrem homogene Skandinavien, unter dessen Rigidität (die Ibsen, Strindberg, Edvard Munch, später Ingmar Bergman in ihren Werken so intensiv beschrieben bzw. dargestellt haben) Reich so sehr litt, daß ihm das heterogene, „lässige“ Amerika wie eine große Befreiung, geradezu „ungepanzert“ vorkommen mußte. Sozusagen sein persönliches „Brasilien“. Die hohe Selbstmordrate in den skandinavischen Ländern ist legendär. Norweger können das Leben nur im Suff ertragen. Einen Großteil der deutschen Emigranten haben sie zu Alkoholikern gemacht, etwa Willy Brandt. Selbst bei Reich hatten sie in dieser Hinsicht einigen Erfolg.

Nicht ohne Grund sind die Wikinger aus dem ungastlichen, am Rande des Polarkreises liegenden Skandinavien geflohen. Ihre daheim gebliebenen Nachkommen nahmen dann mit Inbrunst eine besonders rigide Form des Luthertums und den Sozialismus an. Die Lutherische Kirche war Staatskirche, was dazu führte, daß sie unmerklich immer mehr zu einem Serviceorgan des Staates wurde. Der Wohlfahrtstaat ist Luthertum pur.

Ziel ist es, eine mit quasi religiöser Wertung betrachtete Gleichheit aller Bürger zu verwirklichen. Der Staat nimmt dabei einen Großteil der Verantwortung für sich selbst und die Familie ab, gleichzeitig übernimmt er jedoch auch einen nicht unbedeutenden Teil der persönlichen Entscheidungsfreiheit. (Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen, Freiburg 1991, S. 164)

Das erklärt, warum für Reich (für manchen „ausgerechnet“) Amerika sein „Brazil“ war…

Hier mag auch der tiefere Hintergrund dafür zu suchen sein, warum die Skandinavier derartig besessen davon sind, ihre Gesellschaften „multikulturell“ umzugestalten, d.h. zu „brasilianisieren“. Ein Versuch, den man in seinem ganzen Wahnsinn vielleicht nur charakteranalytisch erklären kann!

Genetik und Linguistik haben jenseits jeden Zweifels gezeigt, daß Afrika Wiege der Menschheit ist. Afrika ist der Kontinent der genetischen und sprachlichen Vielfalt, die nach außen (nach Amerika und Ozeanien hin) immer weiter ausdünnt.

Schaut man heute nach Schwarzafrika, unserer aller Heimat, bietet sich durchweg ein Bild des Grauens: Liberia, die Elfenbeinküste, das Kongobecken, Zimbabwe, Kenia – einfach nur grausig und deprimierend. Südamerika hat jedenfalls theoretisch das Zeug zu einem zweiten Europa, Asien hat uns hier und da bereits überholt, nur Afrika versinkt immer mehr im Elend. Entwicklungshilfe, wenn sie denn überhaupt bei denen ankommt, für die sie bestimmt ist, führt nur zu einem: zu mehr Kindern, d.h. zu noch mehr Elend.

Warum das so ist? Der, wenn man so sagen kann, genetisch und linguistisch verarmte Rest der Menschheit wurde im Laufe der Jahrzehntausende durch eine Umwelt abgehärtet, die für Primaten kaum Überlebenschancen bietet. Man nehme nur Europa: lange Winternächte, naßkaltes Wetter, eine erschreckend eintönige Vegetation, von der man so gut wie nichts essen kann, etc. Als im Verlauf der letzten 6000 Jahre sich Saharasia ausbreitete, traf es auf Menschen, die hart im Nehmen waren. Außerdem zog sich der Kontakt zu Saharasia über lange Zeiträume hinweg und war selten abrupt. Anders sieht es in Schwarzafrika aus, das jenseits der undurchdringlichen Sahara stets im Abseits lag. Auch weil die aufgrund ihrer ausgedünnten genetischen Ausstattung immunologisch geschwächten Nichtafrikaner dort unten kaum überleben konnten.

Bis vor vielleicht tausend Jahren lebten die Afrikaner in einem regelrechten Paradies. Menschen gehörten natürlicherweise nach Afrika wie ihre Vettern die Schimpansen und Bonobos. Die blutige Weltgeschichte fand woanders statt. Das Unheil begann, als die islamisierten Araber nach Afrika griffen. Der Einbruch Saharasias hätte nicht abrupter und brutaler sein können. Erst die Europäer unterbanden den arabischen Sklavenhandel (der vereinzelt bis heute andauert!). – Und sie brachten die Zivilisation und die damit einhergehende Bevölkerungsexplosion, die die Probleme des Kontinents ins unermeßliche steigerte.

Der europäische Sklavenhandel war nur ein marginales und zeitlich engbegrenztes Anhängsel des arabischen. Und was ist mit den Schrecken des Kolonialismus? Die dauerten kaum ein Jahrhundert an und hielten sich eh in Grenzen, wenn man vom unbeschreiblich grausamen Wüten des belgischen Königshauses im Kongo und dem versuchten Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwest absieht.

Afrika ist ein Beispiel für die Tragik einer mißlungenen Panzerung („unsatisfied character“ nach Elsworth F. Baker). Der eurasische Kontinent, und seine amerikanischen und ozeanischen Metastasen, steht für ein mehr oder weniger ausgeglichenes neurotisches Gleichgewicht: die Einordnung in größere Strukturen durch persönliche Disziplin. Afrika ist hier weniger gepanzert. Die Kinder haben anarchische Freiheiten, doch dann kommt es zu einem brutalen traumatischen Einschnitt (zunächst ein abruptes übergangsloses Abstillen und dann später Initiationsriten mit genitalen Verstümmelungen, rituellen Vergewaltigungen, etc.pp.), der dazu führt, daß man sich mit dem Angreifer vollständig identifiziert (dem eigenen Clan), während man seinen unbändigen Haß an fremden Clans ausläßt. Es findet also eine Umkehrung statt: herrschte in der Kindheit vollkommene Freiheit im Rahmen der eigenen Gruppe, herrscht nach den Pubertätsriten in dieser Gruppe nur noch ein totalitärer Zwang und man läßt seiner „freiheitlichen“ Struktur nach außen hin freien Lauf. Loyalität gilt nur dem eigenen Clan gegenüber, während man die Gesellschaft ohne jede Hemmung, ohne jeden Funken eines mitmenschlichen Gefühls rücksichtslos ausbeutet.

Das spiegelt getreulich die tragische Entwicklung des Kontinents wieder: Afrika war über Jahrtausende verhältnismäßig frei, wurde dann urplötzlich und vollkommen unvorbereitet von einer Horde genetisch degenerierter Zombies angegriffen und ein für allemal aus der Bahn geworfen. Das entspricht ungefähr einem Kind, das man immer gewähren ließ, bis urplötzlich den Eltern einfällt das es „endlich“ zu disziplinieren sei. Resultat ist ein zutiefst verunsicherter, desorientierter, „triebhafter“ und vor allem selbstsüchtiger Mensch, der zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigt. Das ist auf Makroebene einem ganzen Kontinent widerfahren und wird auf Mikroebene an jedem einzelnen Afrikaner in der Kindheit von neuem durchgespielt.

Was kann man tun? Gar nichts! Außer vielleicht: Einem triebhaften („unsatisfied“) Charakter hilft man, indem man ihn von seinen Ersatzbefriedigungen abschneidet. Er kann nur gesunden, wenn er die unerträgliche Angst aushält, die in ihm aufsteigt, wenn er etwa seinem Eßzwang, seinen „perversen“ Impulsen, seinen aggressiven Impulsen, seinen Eskapaden, seiner Spielsucht, etc.pp. nicht nachgibt. Für Afrika würde das schlichtweg bedeuten, daß jede, aber wirklich jede „Hilfe“ eingestellt wird. Ich kann mir eh nichts rassistischeres Vorstellen als diese zutiefst respektlose „Albert-Schweitzer-Mentalität“.

Man schaue sich nur an, was die ganze Sozialhilfe bei den sogenannten „Schwarzen“ in Amerika angerichtet hat: die Zerstörung der einst legendär soliden „schwarzen“ Familie. Kennedy und seine Nachfolger haben die „black community“, der einst konservativste, strenggläubigste und „republikanischte“ Teil der amerikanischen Gesellschaft, irreparabel zerstört. Eine Gemeinschaft, die einst Übermenschen wie Miles Davis und John Coltrane hervorgebracht hat, produziert heute Snoop Doggy Dogg.

Die gleiche „gutmenschliche“ (imgrunde aber paternalistische, wenn nicht gar schlichtweh faschistische) Mentalität zerstört in diesem Moment unser aller Heimatkontinent.

Daß der anti-afrikanische Rassismus einen ganz spezifischen, nämlich anti-genitalen Grund hat, habe ich an anderer Stelle ausgeführt.

Amerika, die neue Schwarze Legende

21. Februar 2016

In den letzten Tagen wurde in den Medien endlich etwas diskutiert, was seit Ende des 19. Jahrhunderts die geistige Atmosphäre dieses Planeten systematisch verpestet: die subversive Propaganda Rußlands. Wie schon Marx und Engels konstatierten, war im 19. Jahrhundert Rußland der Hort der Reaktion in Europa. Insbesondere der Antisemitismus wurde aus dem Land der Pogrome angestachelt. Das unrühmlichste und folgenreichste Beispiel sind Die Protokolle der Weisen von Zion, die vom zaristischen Geheimdienst verfaßt wurden, um den „rechten Kräften“ in Europa Material zur Massenpropaganda zu liefern und in Rußland selbst von den wahren Ausbeutungsverhältnissen abzulenken. Damals gerierte sich Rußland als der Verteidiger des Christentums, genauso wie heute unter Zar Putin.

Zwischenzeitlich hatte Rußland die Seiten gewechselt und sich als Hort des Sozialismus aufgespielt und mit einer ungeheuer ausgeklügelten und umfassenden ideologischen Zersetzungsarbeit den Westen angegriffen, unter deren Auswirkungen wir noch heute zu leiden haben. Ich habe das in der Vergangenheit schon öfters anhand dieses Videos diskutiert:

Praktisch alle „Intellektuellen“ des Westens arbeiteten unter den Vorgaben Moskaus, ohne es selbst zu ahnen. Heute wiederholt sich die Geschichte, nur das es mittlerweile „Rechte“ sind, die im Sinne des zaristischen Imperiums wirken. Lächerlicherweise sind es genau diese Leute, die überall Manipulationen und Verschwörungen wittern, dabei aber gar nicht merken, daß sie selbst nur Marionetten sind, wenn sie etwa von der „deutsch-russischen Freundschaft“ schwadronieren und auf peinlichste Weise von dem „ganzen Kerl“ Putin schwärmen. Kotz!

Der gesamten ideologischen Subversion von Seiten der Russen in den letzten eineinhalb Jahrhunderten ist die „Schwarze Legende“ Amerika gemeinsam: der Westen als Quell alles Bösen, Gemeinen und Widerlichen.

Ein Gutteil dessen, was heute gegen die Katholische Kirche gesagt wird, ist „schwarze Legende“: ein Produkt des Kampfes Englands gegen Spanien, der Französischen Revolution gegen das Ancien Regime, etc. – und hat wenig bis nichts mit der historischen Realität zu tun. Es entstammt dem Kampf der damaligen Linken (den Vertretern der mechanistischen Staatsidee) gegen die damalige Rechte (den Vertretern der überkommenen Kirche).

Als Kaiser Karl V. und sein Sohn Phillip II. der damaligen „Supermacht“ Spanien vorstanden, wehrten sich die militärisch hoffnungslos unterlegenen protestantischen Mächte mit Hilfe der Druckerpresse gegen die damalige Supermacht Spanien. Das „Gehirn“ gegen die „Muskulatur“ – Links gegen Rechts. So entstand die Schwarze Legende, die sich hauptsächlich um die sprichwörtliche „Spanische Inquisition“ dreht. Dieser Propagandamythos beruht auf zweierlei: erstens wird der historische Kontext außer acht gelassen und zweitens werden alle zweifellos vorhandenen Missetaten tendenziös auf groteske Weise überzeichnet. Noch heute arbeitet die fast durchweg linke Presse mit dieser Methode!

Spanien wurde seit Jahrhunderten vom Islam bedroht. Über Jahrhunderte war fast das gesamte Land besetzt. Erst 1492 fiel der letzte islamische Brückenkopf in Granada. Der Islam war eine reale Bedrohung und es ist nur natürlich, daß sich das spanische Königreich gegen „ideologische Subversion“ zur Wehr setzte. So erklärt sich im übrigen auch das brutale Vorgehen der Spanier in Südamerika: im Kampf gegen die Mauren waren die Sitten hoffnungslos verroht. Um so erstaunlicher ist es, wie differenziert und für damalige Verhältnisse human die Inquisition vorgegangen ist. Die Folter war auf wenige Gefangene beschränkt, in ihrem Umfang stark begrenzt und wurde von Ärzten überwacht. Den durchweg hochgebildeten Inquisitoren ging es um Hinweise, die zu weiteren Aufdeckungen führen konnten, nicht um wertlose Geständnisse. Die Haftbedingungen waren für die Opfer der Spanischen Inquisition besser als für alle anderen Gefangenen weltweit. Den Inquisitoren ging es schließlich um das „Seelenheil“ ihrer Mitkatholiken (bekennende Moslems und Juden waren von vornherein keine Objekte der Inquisition!), nicht um austauschbare seelenlose Untertanen, wie sie den Vertretern der mechanistischen Staatsidee vorschwebten. Man kann die damaligen Zustände in den „Kerkern der Spanischen Inquisition“ durchaus mit dem in Grund und Boden verteufelten Club Mediterran Guantanamo vergleichen.

Während im übrigen Europa Hexen und Ketzer zu Abertausenden bei grausamen Folterungen umkamen, wurden in Spanien in den 350 Jahren der Inquisition von dieser gerademal drei- bis höchsten fünftausend Menschen hingerichtet! Wer die Spanische Inquisition mit dem nationalsozialistischen Deutschland oder dem stalinistischen Rußland vergleicht, weiß nicht wovon er redet! Selbst ein Vergleich mit der Stasi ist fehl am Platze, denn die Spanische Inquisition war personell hoffnungslos schlecht ausgestattet. Von einer landesweiten alles erdrückenden Terrorherrschaft zu sprechen, ist schlichtweg lächerlich. Das einfache Landvolk hatte zumeist nie von dieser Institution gehört!

Warum ich das ausführe? Weil heute die öffentliche Meinung von einer neuen in jeder Hinsicht praktisch identischen Schwarzen Legende beherrscht wird: das teuflische Amerika als Grund aller Übel dieser Welt. Ähnlich wie damals die Protestanten haben in dieser Hinsicht die Sowjets den Kalten Krieg gewonnen, denn die Legende wirkt fort und wird sogar immer wirkmächtiger.

Es beginnt mit der Besiedlung Nordamerikas. Die war alles andere als ein immerwährendes Massaker an den Ureinwohnern. Zunächst einmal war es der Bevölkerungsdruck in Europa, der die Menschen nach Amerika trieb. (Dafür sollten doch die Linken heute noch am ehesten Verständnis haben, die wie selbstverständlich der Einwanderung der arabischen und afrikanischen Massen nach Europa das Wort reden!) Die Indianer der Ostküste wichen immer weiter nach Westen aus, was zu entsprechenden Umschichtungen im Mittleren Westen führte. Insbesondere den Pawnees wurde übel mitgespielt und sie mußten sich wehren. Entsprechend sind die Pawnees immer die „bösen Indianer“, Verräter an der „indianischen Sache“ in den Western, die ansonsten praktisch durchweg „pro-indianisch“ waren und sind – noch heute verehren viele Indianer John Wayne! Man zeige mir auch nur einen „rassistischen“ Western!

Im großen und ganzen war die Besiedelung Amerikas ein tragisches Geschehen. Die überwiegende Mehrzahl der Indianer sind nicht den Kugeln der Weißen zum Opfer gefallen, sondern ihrer mangelnden Immunabwehr erlegen, lange bevor sie überhaupt irgendeinen Weißen zu Gesicht bekommen hatten. Es hat schlicht und ergreifend keinen Völkermord in Nordamerika gegeben!

Nachdem man Amerika in ein Land des organisierten Genozids umgelogen hatte, wurde ihm, ausgerechnet Amerika, Kolonialismus und Imperialismus angedichtet. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 war Amerika bloßer Erbe Spaniens auf Kuba, Puerto Rico, Guam und den Philippinen – wurde also noch später als Deutschland zur Kolonialmacht. Und Imperialismus… Ich weigere mich schlichtweg mit antiamerikanischen Kindsköpfen zu „argumentieren“. Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Wahnsinn der Linken:

In Verbindung mit dieser Pseudogelehrsamkeit präsentiert Chomsky oft etwas als Geschichtstatsache, was tatsächlich Propaganda oder bloße Dichtung ist. (…) Über die Befreiung Grenadas durch Ronald Reagan, zum Beispiel, hat Chomsky geschrieben: „Als Grenada eine gemäßigte soziale Revolution in Angriff nahm, setze Washington schnell alle Hebel in Bewegung, um diese Bedrohung zu beseitigen.“ In Wirklichkeit hatten natürlich Marxistische Ideologen in einem Staatsstreich die Macht in Grenada ergriffen, der von den Sowjets angespornt wurde, die, selbst ermutigt durch die „amerikanische Malaise“ der Carter-Jahre, überall kommunistische Revolutionen in Lateinamerika aggressiv förderten. Dann begannen die Kubaner auf der Insel einen Flughafen zu bauen, der für sowjetische atombestückte Langstreckenbomber geeignet war. Schließlich installierte ein weiterer gewaltsamer Staatsstreich noch einen weiteren Marxistischen Diktator, der, nach der Ermordung seiner Rivalen, die ganze Insel einschließlich amerikanischer Staatsbürger unter Hausarrest stellte. Erst jetzt intervenierten die Vereinigten Staaten, die von vier karibischen Nationen darum gebeten worden waren. Danach freuten sich 85 Prozent der Bewohner Grenadas darüber, daß die Vereinigten Staaten gehandelt hatten und dieser Art einer sogenannten „gemäßigten sozialen Revolution“, die überall sonst Gulags und Unterdrückung mit sich gebracht hat, Einhalt geboten hatten.

Und so in allem, was das „antiimperialistische” linke Gesindel so von sich gibt!

Und dann das ewige Aufdecken von angeblichen „Widersprüchen“ bei 9/11. Mir bleibt da immer schlichtweg die Spucke weg angesichts des schieren Ausmaßes an Irrationalismus. Deshalb zitiere ich mal wieder aus einem Leserbrief aus einem anderen Blog:

Woher kommt bloß immer dieser Unsinn, da wäre mirakulöserweise was verschwunden? Da war alles, was zu einem Flugzeug-Crash gehört: Leichenteile, Trümmer plus Flugdatenschreiber und Cockpit Voice Recorder.

Geht auch mal weg von den eingestürzten Gebäuden und fragt Euch endlich mal: Wo ist das Flugzeug geblieben, was angeblich in den Pentagon geflogen ist? Jetzt kommt mir nicht damit, alles verglüht einschließlich Menschen und Gepäck.

Flug AA 77: Die verbrannten , zerfetzten Reste der Passagiere lagen samt Flugzeugtrümmern überall herum. Die Ersthelfer mußten durch Leichenteile waten. 184 von 189 der im Pentagon getöteten Menschen konnten per DNA-Analyse identifiziert werden. Die Datenschreiber wurden gefunden, waren aber so zerstört, daß sie keine brauchbaren Informationen lieferten.
http://en.wikipedia.org/wiki/American_Airlines_Flight_77#Rescue_and_recovery
Hier bitte unter „Remains“ zu lesen beginnen.

Wo ist das weitere Flugzeug geblieben, was angeblich auf einem Acker abgestürzt sein soll? Es war immer nur ein großes Loch in der Erde zu sehen und man wollte und will uns klarmachen, das gesamte Flugzeug ist im Erdboden verschwunden. Klar doch.

Vollkommener Unfug. Flug UA 93: Aufschlag mit 903 Km/h, 40 Grad-Winkel, Krater 3 Meter tief und 12 Meter breit. Massenhaft Trümmer gefunden (Bilder vom Ausgraben und Bergen alle frei im Internet zu besichtigen), dazu die Reste der Passagiere (1.500 Einzelfetzen, insgesamt 272 kg schwer. Das größte gefundene Leichenteil war ein Teil einer Wirbelsäule, bestehend aus 5 Wirbeln.) Alle Passagiere durch DNA-Tests identifiziert; Flugdatenschreiber und Cockpit Voice Recorder gefunden und ausgewertet. Auf ihnen basiert u.a. der Film United 93.
Zum Einlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/United_Airlines_Flight_93, hier Punkt 3 „Aftermath“ angucken.

Wieso wurde nie gezeigt, zumindest ist mir kein Bericht bekannt, wo die Trümmerteile des WTC und der anderen Gebäude hingebracht wurden?

Es wurde laufend darüber berichtet. Ein riesiges Areal in NY (der Fresh Kills Landfill auf Staten Island) diente einzig und allein zum Lagern und durchsieben der der WTC-Trümmer. Hier landeten auch die Flugzeugreste und die zerstörten Autos, von denen es reichlich gab. 4.257 menschliche Überreste (z.T. lediglich Fleischfasern) wurden hier gefunden (ja, die werden so akribisch registriert und gelistet), 300 von ihnen konnten per DNA-Analyse zugeordnet werden.
Über die Arbeit auf dem Fresh Kills Landfill gibt es seit 2003 eine Dauerausstellung in NY.
Trümmer, Überreste und die Arbeit der Helfer können Sie alles angucken: Einfach bei der Google-Bildersuche vier Worte eingeben: fresh kills landfill WTC.
Ein Teil des WTC-Stahls wurde beim Bau der USS New York (24 Tonnen) verwendet. Es ist der Bug des Schiffes. Und ja, diese Symbolik wurde bewußt gewählt.

Und klar, bei dem ganzen Chaos wurde der Paß eines der Flugzeugentführer einige Häuser vom WTC entfernt gefunden.

Da wurde noch viel mehr gefunden. Über 54.000 persönliche Gegenstände, darunter Brieftaschen, Portemonnaies, Ausweise, Ringe und Uhren.

Die sozialen Zustände in Amerika: Es ist unsinnig Amerika mit Deutschland zu vergleichen. Passend wäre einzig ein Vergleich mit dem gesamten europäischen Kontinent, einschließlich der Slums von Neapel und Palermo! Deren Einwohner ausnahmslos von Amerika träumen…

Das Tragikomische an der ganzen Sache ist, daß stets jene, die sich für ganz besonders schlau, kritisch und aufgeklärt halten, die beiden Schwarzen Legenden mit ganz besonderem Gusto weiterverbreiten. Über die Jahrhunderte ist die Linke nie reale Probleme angegangen, sondern hat mythologische Chimären bekämpft. Zeitweise hat sie sich sogar mit dem Islam verbündet, um gegen das „absolut Böse“, das die beiden Schwarzen Legenden verkörpern, anzukämpfen. Bis vor kurzem war es dann der Rote Faschismus. Heute ist es erneut der Islam. Für die Linke ist jeder massenmörderische Despot Amerika vorzuziehen.

Sowohl die „Diskurse“ nach der Reformation, als auch die heutigen „Diskurse“ sind das Papier nicht wert, auf denen sie endlos lange ausgetragen wurden und werden. Es ging nie um die Realität und eine wirklichkeitsgerechte Einschätzung der Vorgänge, sondern immer nur um neurotischen Irrationalismus, dummes Gequatsche, Massenverblödung. Fackelt die geistes-„wissenschaftlichen“ Fakultäten ab, werft die Zeitungen weg und schmeißt Bauziegel in die Bildschirme, auf denen die linken Hackfressen ihren eitrigen Hirnschleim in Form von Verschwörungstheorien absondern!

Dieser charakterologische Gegensatz prägt das Weltgeschehen, nicht das, was Marxisten und ähnliche grenzdebile Faschisten verbreiten!