Posts Tagged ‘Kapitalismus’

Die Rückkehr des Proletariats

24. Oktober 2026

Daß sich mittlerweile vieles geändert hat, zeigt Reichs folgende Aussage aus dem Jahre 1942:

Die Worte „Proletarier“ und „proletarisch“ wurden vor mehr als hundert Jahren zur Kennzeichnung einer völlig rechtlosen, in der Masse verelendeten Schichte der Gesellschaft geprägt. Zwar gibt es noch heute solche Menschengruppen, aber die Urenkelkinder der Proletarier des 19. Jahrhunderts sind zu spezialisierten, technisch hochentwickelten, unentbehrlichen, verantwortlichen und fachbewußten Industriearbeitern geworden. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 23)

Vielleicht galt dies noch bis in die 1970er Jahre, aber seitdem findet beständig eine Re-Proletarisierung statt.

In 19. Jahrhundert z.B. war der Hafenarbeiter ein stupider Träger von Säcken und Kisten. Später entwickelte er sich mit der wachsenden Automatisierung zu einem hochspezialisierten Facharbeiter. Heute ist er entweder Teil des winzig kleinen unteren Managements, der Knöpfe drückt oder – hat einen denkbar stupiden Job im Container-Terminal bar jedweder Hafenromantik. Wie lange wird es dank KI noch geben? Wie lange noch Fernfahrer oder hochspezialisierte Piloten etc.pp.? Die „fachbewußten Industriearbeiter“ sterben im Gefolge der Computerisierung aus, was bleibt, sind, wie in den USA, unterbezahlte McDonald-Jobs und austauschbare Dienstleister. Tendenziell wird so der Arbeitsdemokratie die Grundlage entzogen. Das gilt sogar für hochspezialisierte Angestellte, die dank der KI erst recht überflüssig werden! Selbst Steuerberater und Rechtsanwälte: im Grund schon heute weitgehend überflüssig! Sogar Graphiker und Illustratoren!

Und hier schließt sich der Kreis, denn im Umgang mit privaten und staatlichen Bürokratien, hatte man es noch vor 10 Jahren mit Sachbearbeitern zu tun, die einen teilweise sogar „persönlich“ kannten, weil man schon öfter telefonischen und brieflichen Kontakt hatte. Heute spricht man mit der künstlichen Intelligenz „Paul“ oder bestenfalls irgendeinem Callcenter-Mitarbeiter, der das für dich auf dem Computerbildschirm macht, wozu du selbst zu blöd bist. Bald wird auch dieser Service wegfallen! Man hat es nicht mehr mit „Facharbeitern“ zu tun, sondern mit „der Maschine“. Und die wird gegen jeden oberflächlichen Anschein jedenfalls perspektivisch ständig dümmer, wenn nur noch Maschinen Maschinen mit „Information“ füttern. Ausschließlich der Mensch kann kreativ sein und in Zusammenhängen denken. Ausschließlich durch ihn kann die kosmische Orgonenergie mit ihren Formgesetzen wirken! Ausschließlich der Arbeiter kann Werte im eigentlichen Sinne schaffen.

Entweder macht er die KI zu seinem Werkzeug oder es wird nichts bleiben als Verfall und Elend wie einst im „proletarischen“ Realsozialismus. Der ging unter, als er die Ressourcen, die vom Kapitalismus übriggeblieben waren, aufgebraucht hatte. In der „DDR“ konnte man das unmittelbar sehen! Genauso wird es der Maschinenwelt gehen, wenn das von den „fachbewußten Industriearbeitern“ erwirtschaftete Kapital aufgebraucht sein wird.

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie, l. Der Gegensatz von Alzheimer und Krebs

18. Oktober 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie, l. Der Gegensatz von Alzheimer und Krebs

Orgonkapitalismus

9. Oktober 2026

Ich mähe eine Stunde lang deinen Rasen. Wie willst du diese Schuld mir gegenüber begleichen? Eine Stunde für mich arbeiten? Oder mir irgendeinen Gegenstand als Gegenwert geben? Was ist, wenn ich weder deine Arbeitskraft noch den Gegenstand benötige? Deshalb begleichst du deine Schuldverpflichtung mir gegenüber mit einem bestimmten Geldbetrag. Ich, der Gläubiger, verzichte daraufhin auf meine Forderung, wenn du mir an sich wertlose Papier- und Metallstücke aushändigst, mit denen ich meine ursprüngliche Forderung an dich in eine fungiblere (d.h. „übertragbarere“) Forderung gegenüber beliebigen Dritten umwandeln kann. Aus einer privaten „Zweierbeziehung“ zwischen Schuldner und Gläubiger, die an sich ein Nullsummenspiel sein sollte („ich mähe deinen Rasen, die tust etwas exakt entsprechendes“), wird unversehens ein unübersehbares gesellschaftliches Geflecht, das immer mehr auffächert und dabei eine ungemeine Dynamik entwickelt, d.h. weitere wirtschaftliche Tätigkeiten generiert – mehr Energie! Was wir hier vor uns haben, ist Ausdruck der primordialen Schöpfungsfunktion, die den Kapitalismus zu einer wahrhaftigen negentropischen Orgonmaschine macht:

Sozialisten, d.h. die organisierte Emotionelle Pest, tun alles, um das zu unterbinden. Sie hassen Arbeit und Liebe und Wissen. Deshalb geht auch der gegenwärtige Antikapitalismus stets mit der LGBTQAI+ Kackscheiße einher. Es ist der Todestrieb in der Geschichte, reines DOR!

Orgonomische Gesellschaftspolitik

21. September 2026

Am Ende von Reichs soziopolitischer Entwicklung stehen drei Einsichten:

1. Der heilsame Realismus des Konservativen steht auf einem „metaphysischen“ Fundament, das einen fatalen Irrtum verkörpert: dem Glaube an die grundsätzliche Verworfenheit des Menschen, die „Erbsünde“. Deshalb kann man ihnen die „Kinder der Zukunft“ nicht anvertrauen: sie wollen ihnen „das Böse“ austreiben.

2. Sozialismus ist naturwidrig und „krank“; eine psychische und soziale Krankheit, die die Massen immobilisiert. Er macht sie sowohl zu parasitären Tätern (sie sitzen nur da und warten darauf, daß „die Gesellschaft“ sie aus Schuldbewußtsein bedient) als auch zu Opfern von pestilenten Parasiten:

3. Die linken Mundwerker schwadronieren von „Klasseninteressen“, vertreten aber in der Tat nur ihre eigenen „rationalen“ parasitären Interessen (die Ausbeutung der Arbeitsdemokratie), gehen überwiegend jedoch ihren irrationalen Charakterzielen nach (die Zerstörung der Arbeitsdemokratie).

Den Linken kann man erstrecht nicht die „Kinder der Zukunft“ anvertrauen! Heutzutage soll den Kindern „Werte“ vermittelt werden, wobei ihnen jedoch gleichzeitig die Grundlage aller Werte, die Tugenden ausgetrieben werden. Zum Beispiel wird ihnen über die Darstellung der nationalsozialistischen KZs „Toleranz“ nahegebracht – und dabei gleichzeitig alle bürgerlichen Tugenden (z.B. Redlichkeit, Gehorsam, Mut, etc.) als üble „Sekundärtugenden“ denunziert, die die KZs erst ermöglicht hätten. Aus den Kindern werden lebensuntüchtige hohle Schwätzer, dümmliche Besserwisser und anmaßende Steinewerfer gemacht! Es fehlen die biologischen Grundlagen, es fehlt buchstäblich der Kern und die Substanz, also das, was der Konservative „Charakter“ nennt.

Ein anderes Beispiel für den Umgang mit primären und sekundären Trieben ist die Bekämpfung der Kriminalität. Linke argumentieren gegen „autoritäre“ Maßnahmen. Dadurch werde die Kriminalität nur verlagert und anderswo „entladen“. Während der Konservative mit seinem Moralismus dazu tendiert, primäre Triebe wie sekundäre Triebe zu behandeln, ist die mechanistische Sichtweise des Linken genau umgekehrt: er behandelt die sekundären Triebe (in diesem Fall die alltägliche Kleinkriminalität) so, als handele es sich um einen primären Trieb, der in jedem Fall entladen werden müsse. Natürlich ist das Gegenteil der Fall: sekundäre Triebe kann man nicht befriedigen (orgastische Impotenz), vielmehr verstärken sie sich, wenn man sie auslebt („Sucht“). Für derartige bioenergetische Einsichten fehlt dem Linken jedes Organ. Deshalb ist er gesellschaftspolitisch unzurechnungsfähig.

Die desaströsen Folgen dieser Kontaktlosigkeit zeigt beispielhaft die Entwicklungspolitik, welche genau jene mafiösen Regime in der „Dritten Welt“ am Leben erhält, die ihre Länder im Elend halten. Je mehr sie ihre Völker ausplündern, desto mehr Entwicklungshilfe bekommen sie. Verantwortungslosigkeit wird belohnt und auf diese Weise gefördert. Stereotyp fordern die Linken für die Länder der Dritten Welt „Bodenreform“, um den Hunger zu besiegen. Doch die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, daß Bodenreform typischerweise (angefangen beim Russischen Reich – einst die Kornkammer Europas, neuerdings in Zimbabwe – einst die Kornkammer Afrikas) zu Hungerkatastrophen und chronischem Mangel führt. Ständig wird nach staatlichen Eingriffen verlangt, um die „Auswüchse des Kapitalismus in der Dritten Welt“ einzuschränken. Schaut man sich das Leben in diesen Ländern aber genauer an, sieht man, daß der Staat durch Mißwirtschaft und Korruption die Gesellschaft systematisch zerstört; eine Gesellschaft, die nur durch die „informelle Wirtschaft“ zusammengehalten wird, also durch einen organisch gewachsenen arbeitsdemokratischen „Ur-Kapitalismus“.

Ausgerechnet die, welche die hirnrissige These vertreten, daß „wir auf Kosten der Dritten Welt leben“, haben nichts als Häme für jene übrig, die befürchten, daß ihnen das weggenommen wird, was die Armutsflüchtlinge an Unterstützung erhalten und an allgemeinen Integrationskosten verursachen. Hilfe für die Dritte Welt soll u.a. darin bestehen, daß wir selbst im Namen der „Solidarität“ so verarmen und durch Massenzuwanderung unser eigenes Boot zum Sinken bringen – auf daß wir selbst Hilfe benötigen. Deutschland hat fast 7 mal so viele Einwohner pro Quadratkilometer als die USA und mit fast 15 Prozent einen absurd hohen Ausländeranteil (die eingebürgerten Paß-„Deutschen“ nicht mitgerechnet!), so daß in den Großstädten die Deutschen in den nächsten Jahren zu einer Minderheit im eigenen Land werden und bis 2050 die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung „ausgetauscht“ sein wird. Ja, eine rechtradikale Verschwörungstheorie, denn das werden natürlich alles „Deutsche“ sein! Da nur Armutsflüchtlinge ins Land kommen, ist die Arbeitslosenquote bei ihnen doppelt so hoch wie bei den (Paß-) Deutschen. Vollkommen absurd! Glaubt irgendjemand, der auch nur etwas Verstand hat, daß Spitzenkräfte ausgerechnet in die bürokratisierte Steuerhölle Deutschland einwandern wollen?! Ein sozialistisches Land, aus dem Spezialisten reihenweise auswandern! Mal abgesehen davon, was wir den Ursprungsländern antun, wenn wir ihnen die Elite nehmen.

Man betrachte nur die rot-grün regierten Städte: ein Blick in die sozialistische Zukunft! Mit jedem Stadtteil, der umkippt, wird die rot-grüne Dominanz sicherer. Nicht zuletzt durch den Stimmenzuwachs für rechtsradikale Parteien – der den Anlaß für neue „antifaschistische“ Volksfronten liefert. Im rot-grünen Kriminellen-Paradiesen sieht es fast so aus, als wären nicht etwa die Kriminellen das Hauptproblem der Politik, sondern die Polizei, die die „Bürgerrechte“ von Drogendealern gefährdet. Sie werden 30mal gefaßt und immer noch nicht in Haft genommen. Ihnen Brechmittel zu verabreichen, um an die verschluckten Beweise zu gelangen: undenkbar! Schließlich geht es um Bürgerrechte – sagt die Fassade aus „Toleranz, Entspannung und Deeskalation“. Das wirkliche Motiv ist „Emanzipation“, d.h. die Zerstörung der Gesellschaft.

Woher dieser Todestrieb? Ähnlich wie der Schizophrene (okulare Panzerug) im Verlauf der Orgontherapie zu einem stinknormalen Neurotiker (Körperpanzerung) wird, weil die Schizophrenie ein Ergebnis der neurotischen gepanzerten Gesellschaft ist, ist die linke Struktur (okulare Panzerung) aus der konservativen (Körperpanzerung) hervorgegangen – und verwirklicht deren eingangs erwähnten Fluch auf das Leben.

Die Bioenergetik der Kapitalinteressen

9. Juli 2026

Heute morgen auf dem Weg zur Bahn ein Plakat mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung über die Hamburger Hafencity und ihre historischen Verbindungen zur NS-Zeit und den Kolonialismus. Ständig wird versucht, irgendwie meine Schuldgefühle als hochgesinnter und kultivierter Deutscher zu aktivieren. Man wagt kaum frei zu atmen. Kaum entspannt man sich, kommt der nächste Schlag in die Magengrube. Ich bin schuldig, weil ich ein Deutscher bin, ein heterosexueller Mann, ein atmender Mensch (die Umwelt!). Es ist prinzipiell der gleiche Moralismus wie einst im Christentum, das jeden Lebensimpuls sofort mit der Induktion von Schuldgefühlen unterband. Jedenfalls mußte ich heute morgen angesichts des Plakats spontan an die repressive Sexualerziehung vergangener Zeiten denken, die von einer allgemeinen sexualnegativen Atmosphäre geprägt war, die ab und an mit Gewaltandrohungen verfestigt wurde.

Das Perfide ist, daß die heutigen Moralisten von der allesüberwiegenden Tendenz her eher ausgesprochen „sexualpositiv“ auftreten im Dreieck von Frühsexualisierung, trans und gender. Es ist tatsächlich so, daß der Katholizismus, in dem ein Hitler aufwuchs, praktisch nur die sexuelle Sünde kannte, während heute in der postchristlichen Welt der „Selbsterhaltungstrieb“ als einzige Sünde gilt. Das läßt sich besonders plastisch an der Masseninvasion seit 2015 zeigen, als die jungen Machos, man verzeihe mir das Bild, mit weit offenen Schenkeln freudig erregt begrüßt wurden, während gleichzeitig die genetischen und wirtschaftlichen Selbsterhaltungsinteressen des deutschen Volkskörpers mit Füßen getreten wurden. Man schaue sich den Fußball an! Mit immer abstruseren und denkbar unangebracht schwulen Kampagnen wird der deutsche Mann und wird der Nationalstolz kastriert.

Noch absurder ist, daß diese linke subversive Agenda (Selbsterhaltungstrieb gegen Sexualtrieb) perfekt mit den gegenwärtigen Verwertungsinteressen des Kapitals harmoniert, wird doch auf diese Weise der sofortigen Triebbefriedigung, d.h. dem Konsum das Wort geredet: Schimpanse, achte nicht auf den Leoparden, sondern verlustiere dich! Melanor („Blackrock“) lebt davon, daß der zum geilen Depp mutierte deutsche Mann resigniert, brav sich Morgenthauisieren läßt und dabei sein zartes Gesichtchen mit einer Feuchtigkeitscreme einreibt.

1) der einstige autoritäre Kapitalismus: der Selbsterhaltungstrieb (b) richtete sich gegen den Sexualtrieb (a)

2) der heutige antiautoritäre Kapitalismus: der Sexualtrieb (a) richtet sich gegen den Selbsterhaltungstrieb (b)

Vor 1960 lag der Fokus des Kapitals auf der Herstellung von Gütern, d.h. die Arbeiter mußten diszipliniert, ihre Sexualität unterdrückt werden: Realitätsprinzip gegen Lustprinzip. Nach 1960, d.h. mit dem langsamen Übergang von der autoritären zur antiautoritären Gesellschaft, verlagert sich der Fokus von der Produktion auf die Konsumtion. Im Rahmen der „sexuellen Revolution“ wird der Selbsterhaltungstrieb zum Hauptgegner, was beispielsweise das langfristige Ruinieren durch Kreditschulden beinhaltet. Hauptsache es wird JETZT gelebt! Die woken Linken sind bei der ganzen Sache die heutigen Sturmtruppen des Kapitals. Sie sind der ultimative Abschaum.

MAYDAY! We don’t get fooled again!

1. Mai 2026

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an den „Unabomber“, der in seinem Kampf gegen „die moderne Technik“ Anfang der 1990er Jahre die USA mit Briefbomben terrorisiert hat, um durchzusetzen, daß die New York Times und die Washington Post sein Manifest abdrucken. Das taten sie dann schließlich auch am 19. September 1995. Nichts hätte mich damals dazu gebracht, die Ergüsse dieses feigen Soziopathen zu lesen. Um so erstaunter stelle ich fest, daß ich mit folgendem (von mir teilweise zusammengefaßten und paraphrasierten) Auszug vollkommen übereinstimme. Ich könnte nicht besser erklären, warum die Orgonomie alles tut, um Linke von sich fernzuhalten.

Ted Kaczynski wollte die „Antitechnik-Bewegung“, die aus ihm selbst und sonst niemanden bestand, von vornherein vor der „linken Gefahr“ bewahren. Natürlich ist die Orgonomie nicht „antitechnisch“ und schon gar nicht eine „politische Bewegung“, jedoch ist sie der Todfeind der mechanistischen Weltanschauung und Praxis, die gegenwärtig unseren Planeten zerstört. Mag sein, daß (ausgerechnet) Kaczynski den einen oder anderen Leser deutlich macht, warum kein Linker jemals Teil der Orgonomie werden darf: es wäre das garantierte Ende der Orgonomie.

Zunächst: Was ist ein Linker?

Der Linke strebt einen groß angelegten Kollektivismus an. Er unterstreicht die Verpflichtung des Einzelnen, der Gesellschaft zu dienen und die Verpflichtung der Gesellschaft, sich um den Einzelnen zu kümmern. Er hat eine negative Einstellung zum Individualismus. Im Allgemeinen ist er gegen Waffenbesitz, für Sexualerziehung und andere psychologisch „aufgeklärte“ Erziehungsmethoden, für Planung, für Affirmative Action, für die multikulturelle Gesellschaft. Er neigt dazu, sich mit dem Opfer zu identifizieren. Er ist tendenziell gegen Wettbewerb und gegen Gewalt, aber er findet Entschuldigungen für die Linken, die Gewalt anwenden. Er verwendet gerne Schlagwörter der Linken, wie etwa „Rassismus“, „Sexismus“, „Homophobie“, „Kapitalismus“, „Imperialismus“, „Neokolonialismus“, „Völkermord“, „sozialer Wandel“, „soziale Gerechtigkeit“, „soziale Verantwortung“. Vielleicht ist das beste diagnostische Merkmal des Linken seine Tendenz mit den folgenden Bewegungen zu sympathisieren: Feminismus, Rechte für Homosexuelle, Minderheiten, Behinderte, Tiere, politische Korrektheit. Wer mit all diesen Bewegungen sympathisiert, ist fast mit Sicherheit ein Linker.

Und warum ist der Linke für rationale Bewegungen so gefährlich?

Linke fühlen sich zu Bewegungen hingezogen, die imgrunde nichts „Linkes“ an sich haben, einfach weil sie die Rebellion und das Aufgehen in einer Bewegung lieben. Man muß das Einsickern solcher linken Kräfte vermeiden, will man den Charakter der Bewegung bewahren. Ziel der linken Gesinnung ist die Zusammenfassung von allem zu einer Ganzheit, was nur mittels Technik, Kommunikationsmitteln und einer ausgefeilten psychologischen Manipulation möglich ist. Hinzu kommt das Bedürfnis nach Macht. Aus diesen Gründen werden die Linken niemals die Technik aufgeben. Linke opponieren nur so lange gegen die Technik, als sie Außenseiter des technischen Systems sind. Halten sie einmal die Hebel in Händen, werden sie die Technik voll Enthusiasmus einsetzen. Hier wiederholt sich das Muster der Russischen Revolution, in der die Bolschewisten gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und gegen die Geheimpolizei protestierten. Oder man nehme die USA, wo die Linken, als sie an den Universitäten noch in der Minderheit waren, für die akademische Freiheit eintraten, die sie nun, wo sie die Universitäten dominieren, im Rahmen der „politische Korrektheit“ erbarmungslos einschränken. Zunächst haben die Linken immer mit nichtlinken Revolutionären zusammengearbeitet, um sie dann fallen zu lassen, wie in den Revolutionen in Frankreich, Rußland und auf Kuba. Deshalb ist es einfach nur dumm, mit Linken zusammenzuarbeiten.

Zwar ist die linke Gesinnung keine Religion, jedoch spielt sie für Linke die gleiche psychologische Rolle wie für andere die Religion. Losgelöst von Logik und den Tatsachen hat der Linke einen unerschütterlichen Glauben, daß er moralisch im Recht ist; daß er nicht nur das Recht, sondern die Pflicht hat, anderen die linke Moral aufzuzwingen. Wo immer sie an die Macht gelangen, versuchen sie in jeden privaten Winkel einzudringen und die Gedanken gleichzuschalten. Das beruht nicht nur auf dem quasireligiösen Charakter der linken Gesinnung, sondern dem linken Willen zur Macht. Um diesen Drang zu befriedigen, wird der Linke Teil von sozialen Bewegungen.

Aber egal wie weit die Bewegung auch immer gelangen mag, der Linke wird nie zufrieden sein, weil es ihm gar nicht um die Ziele, sondern um die Macht an sich geht. Er strebt immer weiter. Ist die Chancengleichheit für ethnische Minderheiten hergestellt, verlangt er zusätzlich, daß sie auch den gleichen Lebensstandard wie die Mehrheit genießen. Und solange irgend jemand noch verborgene negative Haltungen gegen Minderheiten hegt, muß er von der Linken umerzogen werden. Danach kommen die Homosexuellen, die Fettleibigen, die Alten, die Häßlichen und immer so fort. Dem Linken reicht es nicht, die Öffentlichkeit über die Gefahren des Rauchens zu informieren, es muß eine Warnung auf jede einzelne Zigarettenpackung gedruckt und schließlich das Rauchen ganz verboten werden. Danach kommen dann Alkohol, Junk Food, etc. Auf die gleiche Weise führt der berechtigte Kampf gegen die Kindesmißhandlung dazu, daß es gilt, jeden harmlosen Klaps zu verhindern. Wenn das erreicht ist, werden sie irgend etwas anderes finden, was sie verbieten können, solange bis sie die gesamte Kindererziehung kontrollieren.

Stelle dir vor, du würdest Linke darum bitten, eine Liste alles dessen aufzustellen, was sie an der Gesellschaft gerne verändern würden. Und dann nehme an, du hättest jeden Punkt erfüllt. Du kannst sicher sein, daß die Mehrheit der Linken nach wenigen Jahren neue Gründe zur Klage finden wird. Es geht ihnen nämlich gar nicht um die tatsächlichen Nöte der Gesellschaft, sondern darum, ihren Machtdrang zu befriedigen, indem sie ihre Lösungen der Gesellschaft aufzwingen. Durch die Beschränkungen, die ihrem Denken und Verhalten durch ihre ausgesprochene Sozialisierung auferlegt sind, können Linke Macht nicht wie andere anstreben. Der einzig moralisch akzeptable Ausweg für sie ist es, anderen ihre Moral aufzuzwingen. (…)

Die machthungrigen Linken gelangen an die Spitze der Bewegung, während die anständigeren Linken vielleicht innerlich viele Taten der Führung ablehnen, aber sie willigen schließlich ein, weil sie den Glauben an die Bewegung brauchen. Diese Phänomene traten klar in Rußland und den anderen kommunistischen Ländern zutage. Und auch im Westen kritisierten Linke die UdSSR selten. Wenn sie zum Eingeständnis gebracht wurden, daß bei der UdSSR vieles im argen lag, versuchten sie Entschuldigungen zu finden und begannen, über die Fehler des westlichen Systems zu sprechen. Sie haben sich stets dagegen gewendet, wenn der Westen sich der kommunistischen Aggression militärisch entgegenstellen wollte. Sie taten das nicht etwa, weil sie mit den Aktionen der UdSSR übereinstimmten, sondern wegen ihres linken Glaubens. Heutzutage gibt es in den Universitäten, in denen die „politische Korrektheit“ dominiert, wahrscheinlich viele Linke, die privat die Unterdrückung akademischer Freiheit ablehnen, aber sie tolerieren es. Es ist demnach bedeutungslos, daß viele Linke persönlich eher gemäßigt und ziemlich tolerant sind.

Verpißt euch! We don’t get fooled again!

Reichs phänomenologische Naturwissenschaft (Teil 5)

19. Februar 2026

Der Staat beruht darauf, daß jeder seinen eigenen Polizisten in sich trägt, sein Über-Ich. Doch führen Max Stirners Beispiele für den über-ich-freien „Verein“, wie Spielgemeinschaften von Kindern und auch Bernd A. Laskas Beispiel Liebesbeziehungen von Erwachsenen (Laska: Der sexuelle „Verein“ Prototyp des Stirner’schen „Vereins“, 2002), kaum weiter. Interessanter ist da Stirners Vorschlag der praktisch identisch ist mit Reichs anfänglichen Entwürfen einer „natürlichen Arbeitsdemokratie“, die geradezu „rätekommunistische“ Züge trugen. Stirners Alternative zu den überkommenen Gilden und den damals neuen kapitalistischen Unternehmungen ist, daß sich die Betroffenen beispielsweise über das Brotbacken verständigen und eine öffentliche Bäckerei einrichten. Das Backen sei dann „Sache der Vereinten“ (Der Einzige und sein Eigentum, reclam, S. 306). Dieses Beispiel führt deshalb weiter, weil das Brotbacken „naturgegebene“ Regeln aufzwingt, für die der Besessene taub ist.

Stirner hat sich ja selbst praktisch in die „Milchwirtschaft“ eingebracht, eine an sich hervorragende Idee, die sicherlich auch schließlich mit Erfolg gekrönt worden wäre, hätte er gebührend berücksichtigt, daß damals Frischmilch eine extrem verderbliche Ware war, die keinerlei Anlaufschwierigkeiten einer solchen Unternehmung toleriert. Seine Unternehmung war eine Kopfgeburt und deshalb nicht wirklich arbeitsdemokratisch, d.h. „natürlich gewachsen“.

Bei der „Charakteranalyse“ haben wir gesehen, daß die Wahrheit bzw. die „richtige Deutung“ den Menschen nicht aufgedrängt werden darf. Reich nannte das Aufdrängen von zu tiefen Wahrheiten bei Menschen, die strukturell dazu nicht bereit sind, „Wahrheitskrämerei“. Sie führt nicht zur Wahrheit, sondern endet im Chaos und führt zur Lüge. Genauso gibt es, Reich zufolge, auch eine „Freiheitskrämerei“. Es war praktisch zwangläufig, daß die Marxsche „freie Assoziation der Produzenten“ im Gulag mündete. Menschen, die dazu strukturell nicht bereit sind, geraten in einen Freiheitstaumel und das Ergebnis ist wieder Chaos und letztendlich Unfreiheit, um dieses Chaos zu bändigen. Willkürliche, „unnatürliche“ Befreiung führt zwangsläufig in die Unfreiheit.

Stirner kommt diesem Gedanken nahe, wenn er schreibt, daß an die Stelle der Revolution die Empörung treten müsse. Für ihn haben die Unterdrückten keinerlei Recht auf Freiheit – „weil sie die Freiheit nicht haben, haben sie eben das Recht dazu nicht“. Sie wüßten die Freiheit nicht zu nutzen, wenn man sie ihnen geben würde – und deshalb sind sie nicht schon längst frei (ebd., S. 207).

Dies ist exakt der gleiche Gedanke, der auch hinter Reichs Kampf gegen die verantwortungslose „Freiheitskrämerei“ steht. Beide Männer hatten die gleiche Lösung für das menschliche Dilemma: die Kinder von Anfang an so zu erziehen, daß sie ihre natürliche Freiheitsfähigkeit beibehalten.

Die alles entscheidende Lücke bei Stirner ist jedoch der Mangel an Körperlichkeit allgemein und am Sexuellen im allgemeinen. Ein Stirnerianer könnte „Pride“ sein, ein LaMettrieaner oder Reichianer nie und nimmer.

Natürliche Wollust, das was Reich als „orgastische Potenz“ bezeichnete, führt zur Tugend und umgekehrt führt die wohlverstandene Tugend zur Wollust.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 33)

10. Februar 2026

Es hat etwas Befriedigendes, am Anfang einer Biographie über Joseph Goebbels (Narziß Goebbels. Eine psychohistorische Biographie) Reich zitiert zu sehen.

Im ersten Kapitel geht es um jene Gruppe, aus der Goebbels entwachsen ist und die die Hauptstütze des Nationalsozialismus war: das Kleinbürgertum, das durch den Untergang des Wilhelminischen Deutschland sich gezwungen sah, die sie tragenden gesellschaftlichen Strukturen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu diene insbesondere die Aufrechterhaltung der gewohnten Feindbilder.

So steht [das Kleinbürgertum] den Vertretern des Großkapitals feindlich gegenüber, und zwar als unbewußte Wahrnehmung der ökonomischen und damit auch der sexuellen Freiheit, wie Wilhelm Reich darstellt, weshalb es Adolf Hitler und Joseph Goebbels später ein Leichtes sein wird, aus einem latenten einen massiv-aggressiven Antisemitismus in der Bevölkerung aufzubauen. (S. 18)

Reichs Analyse fassen die Autoren wie folgt zusammen:

Eine politisch-gesellschaftliche Diktatur, wie der Nationalsozialismus sie darstellt, gründet ihr Fundament auf Begriffe wie Reinheit, Ehre, Pflicht, Tapferkeit und Disziplin, wodurch ein vermehrter Druck auf die zwangsmoralischen gesellschaftlichen Vorstellungen ausgeübt wird. Da diese permanente sexuelle Selbstbeherrschung und die Angst vor der eignen Sexualität den Kleinbürger überfordern, entsteht eine Führersehnsucht, um die eigene individuelle (und damit auch sexuelle Verantwortung) abzugeben, womit die Strukturlegung für den reaktionären Menschen gegeben ist. (S. 19)

Reich hält Hitlers Persönlichkeit, oder gar die eines Goebbels, für vollständig nebensächlich und denkbar uninteressant. Ihm ging es darum, wie die Massen auf solche Knallchargen haben hereinfallen können. Die Frage ist demnach: Was geht in den Massen vor?

Daß [die] Massenorganisierung gelang, lag an den Massen und nicht an Hitler. Es lag an der autoritären, freiheits-ängstlichen Struktur der Menschen, daß seine Propaganda Wurzeln fassen konnte. Daher kommt das, was an Hitler soziologisch wichtig ist, nicht aus seiner Persönlichkeit, sondern aus der Bedeutung, die er von den Massen bekommt. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 57)

Es geht darum, ob die Massen ihr Leben selbst in die Hand nehmen oder irgendeinem „Sozial-Demokraten“ folgen, weil der ihnen verspricht, er werde sie an die Hand nehmen und sie „betreuen“. Es geht um die Übernahme von Eigenverantwortung.

Die Grundlage von Eigenverantwortung ist der ungehinderte „psychische“ Kontakt mit seiner Umgebung. „Psychohistorie“, wie sie in immer neuen Büchern über die Nazi-Größen zelebriert wird, verlagert jedoch die Energie ins Gehirn („Grübelei“, „Logelei“) und verstärkt dadurch die Kontaktlosigkeit des Lesers. (Sie ist in etwa mit dem Marxismus vergleichbar, dessen „Analysen“ den gleichen blöde machenden Effekt haben. Kein Wunder, daß Psychoanalyse und Marxismus bei „Intellektuellen“ so beliebt sind!)

Und dann ist da etwas, was die Bücher über die Protagonisten des Dritten Reiches schlichtweg ungenießbar macht: Es wird nie diskutiert, daß Leute wie Hitler und Goebbels nicht einfach nur „böse“ waren, auf den eigenen materiellen Vorteil bedacht waren und Lügen verbreitet haben, sondern vor allem auch Wahrheiten ausgesprochen haben, die nie über die Lippen unserer vermeintlichen „Demokraten“ kommen. Reich:

Es ist nie aus den Augen zu verlieren, daß Hitler stets an den berechtigten Haß des Massenmenschen gegen die Scheindemokratie und das Parlamentssystem anknüpfte – und mit viel Erfolg! (ebd., S. 233)

Für den gepanzerten Menschen ist Hitler ein absolutes Faszinosum. Manchmal will es scheinen, daß der Spiegel und das ZDF kein anderes Thema kennen und das Jahr ein, Jahr aus, über Jahrzehnte hinweg. Der paranoid-schizophrene Charakter Hitler hatte und hat diesen Erfolg seit nunmehr über 90 Jahren, weil er auf verzerrte Weise drei Dinge ansprach, die schlichtweg wahr sind:

  1. Seine Darstellung „des Juden“ ist fast eine perfekte Beschreibung der Emotionellen Pest im allgemeinen und des pestilenten Charakters im besonderen.
  2. Sein extremer Rassismus verweist darauf, daß der Mensch ein Tier ist und entsprechend gesellschaftliche Probleme letztendlich biologische Probleme sind.
  3. Sein Kampf gegen die christliche Mitleidskultur, mit dem er die abendländische Kultur vor dem Untergang bewahren wollte, ist von geradezu prophetischer Bedeutung.

Mit traumwandlerischer Sicherheit sind es gerade diese drei Aspekte, die dämonisiert werden: jedwede Analyse des Bösen als charakterologisches Problem ist Anathema, die biologische Bestimmtheit des Menschen, selbst seine Zweigeschlechtlichkeit, wird radikal infrage gestellt und christliche Tugenden werden auf masochistische Selbstverleugnung zugespitzt. Beide christliche Kirchen sind zu Todfeinden des deutschen Volkes mutiert. Auf diese Weise wird Hitler immer ein Faszinosum bleiben!

Ein weiteres Moment wird gerne verdrängt, da es zu sehr nach Apologetik klingt: Rechte Bewegungen appellieren immer an das Gesunde im Menschen, das „gesunde Volksempfinden“, während die Linke stets das Kranke in den Menschen beschwören. Wie bedürftig (infantil) doch alle „Unterdrückten“ seien, man müsse „Widerstand“ (sic!) leisten. Der Nationalsozialismus hingegen handelte zentral von nichts anderem als von Gesundheit und Schönheit und ihrer Erhaltung („Rassereinheit“). Siehe dazu den ausgezeichneten Film von Peter Cohen Architecture of Doom.

Die Frage stellt sich, ob die Nationalsozialisten wirklich „Rechte waren“, betrachtete sich doch Hitler als „Deutschen Lenin“.

Es läßt sich trefflich darüber streiten, ob der „Kampf gegen Rechts“ nicht Etikettenschwindel ist. Bzw. kann man streiten, solange man auf der oberflächlichen Ebene von Politik, Ökonomie, Soziologie und Psychologie verharrt.

Die Orgonomie behauptet, daß der ideologische Unterschied zwischen Liberalen („Linken“) und Konservativen letztendlich auf strukturellen Unterschieden beruht, d.h. grundsätzlich unterschiedliche Charakterstrukturen vorliegen. Den grundlegenden bioenergetischen Unterschied zwischen „Linken“ und „Rechten“ hat Charles Konia in seinem Blog herausgearbeitet.

Es wird unisono suggeriert, die National-Sozialisten seien natürlich Linke gewesen, was denn sonst?! Nun, die meisten Menschen haben dieses ach so „offensichtliche Faktum“ nicht so gesehen. Aber man kann dieses Thema von der Warte der Ideologie her ohnehin nicht sinnvoll behandeln.

Die beste Annäherung an das Thema ist, wie stets bei solchen Dingen, wenn man nach einem entsprechenden Problem in der Gegenwart sucht. Hier bietet sich der Islamismus an, der ohne jeden Zweifel „rechts“ ist: es geht um konsequente Fortschrittsfeindlichkeit, um blinden Glauben an Autoritäten, um Frauenfeindlichkeit, Kulturimperialismus, Rassismus, Geschäftemacherei, Machismo, Klassenunterschiede, Gewaltverherrlichung, Rückwärtsgewandtheit, etc.pp. Am eindeutigsten „rechts“ ist der alles durchdringende Mystizismus im Islam.

Der Islam ist zweifellos rechts und zweifellos wurde er von Menschen geschaffen und geprägt, die auch von ihrer Charakterstruktur rechts waren. Aber wie Charles Konia in seinem Buch The Emotional Plague (S. 256) ausführt, gibt es auch im Islam Menschen mit einer „linken“ Charakterstruktur. Konia zufolge erkennt man sie daran, daß es ihnen vor allem um ihre kulturelle Identität zu tun ist.

Wie ihre pseudo-liberale Entsprechung im Westen zieht es sie zu linksgerichteten politischen Versammlungen, etwa Demonstrationen von Feministinnen, oder sie schließen sich antiamerikanischen Antikriegs-Bewegungen an. Sie identifizieren sich mit den Unterprivilegierten und Außenseitern und betrachten Amerikaner als Rassisten, die gegen Moslems Vorurteile hegen. Ihre Identität gruppiert sich um die muslimische „Opferrolle“ und nicht um das westliche Land, das sie aufgenommen hat. Sie tragen Schleier nicht so sehr aus religiöser Überzeugung, sondern als Zeichen des Protests und um ihre „Gruppenidentität“ zu feiern. Sie blühen auf, wenn sie Kontroversen hervorrufen und beim Debattieren sozialer und politischer Fragen, weil auf diese Weise Energie in ihr Gehirn hochgezogen wird.

Ähnlich muß man die Nationalsozialisten betrachten. Beispielsweise war Goebbels von der Charakterstruktur her wohl doch eher ein „Linker“, während Himmler ein „Rechter“ war.

Die Frage, wie man die „Bewegung“ als ganzes einordnen soll, läßt sich nur beantworten, wenn man den Nationalsozialismus in die gesamte Geschichte des Abendlandes einordnet, wie Konia es getan hat. Dann geht es schlicht um die Frage, ob intellektuell durchschaubare mechanische Kräfte das Geschehen bestimmen (Mechanismus) oder ein undurchschaubarer Gott bzw. „die Vorsehung“ (Mystizismus). Diese beiden grundsätzlich unvereinbaren Weltanschauungen gehen auf die Charakterstruktur ihrer Anhänger zurück. Diese bioenergetische Ebene wird zwar von politischen, ökonomischen, soziologischen und psychologischen Verwerfungen überlagert, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, kommt aber letztendlich doch zum tragen.

Die sekundäre Rolle der Ökonomie in der Ökonomie

24. Januar 2026

Orgonomen haben von jeher die These vertreten, daß ökonomische Zwänge und angeblich „eherne Gesetzmäßigkeiten“ zwar zweifellos bestehen (wie sollte es auch anders sein!), aber in der Ökonomie nur eine sekundäre Rolle spielen. Sie werden von emotionellen Zwängen bei weitem in den Schatten gestellt.

Reich mußte in den 1930er Jahren konstatieren, daß die arbeitenden Massen gegen ihre eigenen ökonomischen Interessen handelten und mit Begeisterung ihrem eigenen Ruin zustrebten. In den USA mußte er feststellen, daß sie nicht das geringste Interesse zeigten, etwa über Aktienbeteiligung selbst die Herrschaft über die Produktionsmittel zu erlangen, sondern sich in einer Art, wenn man das so bezeichnen kann, „gewerkschaftlichem Betriebsfaschismus“ verschanzten („closed shop“), der beispielsweise „Schwarze“ ausschloß – und der schließlich etwa General Motors zerstörte. Der verantwortungslose, kurzsichtige, kleingeistige Kleine Mann triumphierte über alle Träume von einer wirklich genuin „sozialdemokratischen“ Zukunft.

Parallel dazu handelte die Gegenseite, handelte „Rockefeller“, ebenfalls alles andere als rational. Darauf hat beispielsweise Edward Pell in seiner Besprechung von Antony Suttons Wall Street and the Bolshevik Revolution hingewiesen. In dem Buch hat Sutton nachzuweisen versucht, daß die amerikanische Großfinanz den Weltkommunismus aktiv befördert hat, um sich Märkte und Monopolstellungen zu sichern. Schaue man, so Pell, jedoch genauer hin, und vor allem darauf, wohin das ganze geführt hat, reichte die ökonomische Erklärung kaum aus:

Diese Erklärung des Verhaltens der Wall-Street-Banker führt zu kurz. Sie ist mechanistisch und alle mechanistischen Erklärungen lassen das Irrationale im Verhalten des gepanzerten Mannes außen vor. Menschen folgen zweifellos dem rationalen wirtschaftlichen Kalkül, der auf Eigeninteresse beruht, aber sie handeln auch aus vernunftwidrigen Motiven heraus, die nur von einem funktionellen, charakterologischen Standpunkt her erklärt werden können. (The Journal of Orgonomy, Vol. 11, No. 2, November 1977, S. 271-276)

Als aktuelles Beispiel ließe sich anfügen, daß die Occupy-Wall-Street-Bewegung (genauso wie später all das schwachsinnige Klima-Gedöns) tatsächlich von Wall Street finanziert und durch die von Wall Street finanzierten Massenmedien hofiert wird. Medien, die man als geradezu linksextrem bezeichnen könnte.

In was für einem gewaltigen Ausmaß die sozio-politische Ausrichtung, d.h. die biophysische Charakterstruktur, grundlegende ökonomische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzt, zeigt Hollywood. In einem noch immer weitgehend konservativ und christlich geprägten Land werden reihenweise Filme auf den Markt geworfen, die das amerikanische Nationalgefühl, das konservative Sittlichkeitsgefühl und vor allem die religiösen Gefühle der Amerikaner bis weit über die Schmerzgrenze hinaus verletzen. Oder kennt etwa jemand einen Film, der den Krieg gegen den Terror heroisiert hat? Das geht soweit, daß die vermeintlich „amerikanische“ Filmindustrie, d.h. Hollywood, zu einem einzigen großen Medium zur Verbreitung des Antiamerikanismus in der Welt geworden ist.

Wenn das ganze wenigstens ökonomischen Sinn machen würde! Es macht definitiv keinen, zumindest nicht auf dem alles entscheidenden heimischen US-Markt.

The Hollywood Reporter stellte eine Studie vor, die gezeigt hat, daß „konservative“ Filme mehr Geld machen als „liberale“ (linke) Filme. Um in Hollywood Geld zu verdienen, müsse man patriotische Filme produzieren, die konservative Werte verbreiten und nicht das Christentum herabsetzen. Doch Hollywood macht seit Ende der 1960er Jahre konsequent das Gegenteil – gegen jedwede ökonomische Vernunft oder „Gesetzmäßigkeit“.

Die Filme wurden daraufhin unterschieden, ob sie den Kapitalismus oder den Sozialismus propagieren, biblische Prinzipien hochhalten oder herabsetzen; wie sie mit den Themen Gewalt, Sex, Political Correctness, revisionistische Geschichtsauffassungen, Umweltpolitik, Feminismus, Homosexualität, etc. umgehen. Dabei zeigte sich, daß 7 der 10 ökonomisch erfolgreichsten Filme einen hohen konservativen Index hatten. 2011 erbrachten 91 überwiegend konservativ geprägte Filme im Durchschnitt jeweils Einnahmen von 59 Millionen Dollar, während es bei 105 liberalen Filmen entsprechend gerade mal 11 Millionen Dollar waren.

Das neuste Beispiel aus dem Fernseher: Für Fans der Star Trek-Serie (The Next Generation, Voyager, Deep Space Nine oder Enterprise) sind die neuen Folgen nichts, die als Star Trek 90210 bzw, Starfleet Academy bezeichnet werden. Hier geht es um diverse bzw. perverse „Liebe“, Identität, die Seelenfürze und die Ängste junger verpeilter „Erwachsener“. In der Serie wird die moderne Gesinnung des 21. Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht, die nichts mehr mit dem bisherigen Star Trek-Universum zu tun hat. Der Kapitän ist eher ein weiblicher Barfuß-Hippie, die durch Einfühlungsvermögen und Akzeptanz führt, statt eine militärische Führungsfigur zu verkörpern. Kadetten und Ausbilder sind teilweise fettleibig. Der Bösewicht steht für „Haß und Hetze“ und gegen „Diversität“. Die alte Sternenflotte war böse und die Botschaft lautet, daß das Militär und alles Konservative schlecht sind. Doch jetzt entwickele sich die Sternenflotte in eine neue Richtung, indem sie Charaktere einführt, die mit Neopronomen angesprochen werden. Zu den Hauptfiguren gehören eine vereinsamte lesbische Ausbilderin, die in den kommenden Episoden wieder „Liebe“ finden wird, ein homosexueller Klingone, der von der „Bigotterie“ des Mainstreams abgelehnt wird, und eine hybride LBGTQ+-Figur, bei der sich alles um ihre Identität dreht. Es gibt keine ernsthaften Charaktere, keine guten Geschichten, keine stimulierend-optimistische Science-Fiction, keine traditionellen Werte und vor allem keine weißen Männer. Die neue Serie bricht völlig mit Star Trek und macht aus der beliebten Serie eine Plattform des Normalisierens, Propagierens, Politisierens des Krankhaften und Perversen und Degenerierten. Vor allem Kindern soll eine bestimmte Agenda aufgezwungen werden. Geldmachen spielt bei all dem eine sekundäre, die antigenitale Emotionelle Pest die primäre Rolle.

Das orgonomisch-progressive Manifest (Teil 2)

3. Januar 2026

Zu folgendem verweise ich auf Reichs Buch Menschen im Staat!

Früher war die Arbeiterklasse, der Träger der lebendigen Produktivkraft, die Quelle von Macht und Reichtum. Sie allein kann Mehrwert erschaffen, der investiert werden kann. Je mehr Menschen auf der Welt, desto besser für die Ausbeuter der Arbeitskraft! Die im Schweiße ihres Angesichts schuftenden Menschenmassen haben über die Generationen eine Welt geschaffen, die die menschliche Arbeitskraft nach und nach durch die Maschine ersetzte. In absehbarer Zeit wird es mehr Roboter als Menschen auf der Erde geben und selbst Büroangestellte und andere „geistig Schaffende“ werden dank der KI zunehmend überflüssig werden. Wir könnten dementsprechend das Hamsterrad verlassen und in einem Paradies leben! Aber die internationalen Großkapitalisten haben andere Pläne für dich und für mich. Aus ihrer Perspektive werden die Menschenmassen zunehmend von einem Produktivfaktor zu einer bloßen Umweltbelastung, die beseitigt werden muß wie Unkraut oder Ungeziefer.

Immerhin sollen die nutzlosen Esser bis zuletzt produktiv bleiben, d.h. sich selbst umbringen, indem sie wie verpeilte Schlachtschafe brav Schlange stehen, um endlich die erlösende Spritze zu erhalten, die ihr Blut in eine giftige Plörre verwandelt. Im Supermarkt drängen sie danach, die denkbar ungesundeste Scheiße zu kaufen, weil die angeblich „gesund“ ist (fettreduziert und mit toxischen Süßungsmitteln). Ohnehin sind es eher Drogen als Nahrungsmittel. Sie machen dich abhängig, als wäre es Heroin. Du bezahlst die Kapitalisten für deinen eigenen Foltertod, an dem sich die Pharmaindustrie zusätzlich noch eine goldene Nase verdient.

Daß du von ihnen enteignet, in wirklich jedem denkbaren Sinne „enteignet“ wirst, gestehen die Verschwörer offen ein. „Du wirst nichts besitzen und du wirst dabei glücklich sein!“ „Dekarbonisierung“: Was meinst du wohl, was das bedeutet? Grübel! Was willst du schon groß tun? Wie reagieren? Du kannst natürlich gar nichts tun und damit hast du eingewilligt und dich vollkommen wehrlos gemacht. Es ist wie überall im Kapitalismus: „Wir haben Ihnen doch alles erklärt und Sie haben zugestimmt! Wir können das nun nicht alles wieder rückgängig machen! Wo denken Sie hin!“ Plötzlich ist es DEINE Sache, DEINE Verantwortung, DEINE freie Wahl!

Während die Falle zuschnappt und der Fleischwolf, der deine Knochen zermalmen wird, langsam anspringt, erzählen dir die „linken“ Knechte des Großkapitals, daß Internetzensur deine Meinungsfreiheit sichert, dich vor Desinformation und Manipulation schützt, daß die Einschränken deiner Bewegungsfreiheit („15 Minuten-Städte“) dich frei macht und daß Rudolf Schwarzkopf (das Werkzeug Melanors) deine wirtschaftliche Zukunft gesichert hat. Immer höhere Abgaben, Frostbeulen in der eigenen Wohnung und Insektenfressen retten „das Klima“! Jeden, der dich aus diesem GULAG befreien will, wirst du als unmoralischen und autoritären „Faschisten“ beschimpfen! Die internationalen Großkonzerne sind die hochmoralischen Wächter alles Guten, Wahren und Schönen auf diesem Planeten!

Aus Wahrheit wurde „Haßrede“, aus Wissenschaft „Desinformation“, aus Freiheit „Verantwortungslosigkeit“, aus Selbstverteidigung irgendeine „Phobie“ und aus Schönheit „Rassismus“. Die Menschenmassen, die über Generationen hinweg für sich und vor allem für ihre Erben alles um uns herum unter Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut haben, werden zu den Verbrechern der Weltgeschichte erklärt und die, die systematisch herbei gekarrt werden, um das alles zu zerstören: sie sind DEINE bedauernswerten Opfer, du weißes Faschistenschwein.

Die Träger der lebendigen Produktivkraft werden in ein Gefängnis aus „Moral“ eingesperrt, wo es um Ausbeutung, Kolonialismus, Rassismus, Klassismus Sklaverei, Antifeminismus, Sexismus, Islamophobie, Antiziganismus, Eurozentrismus, Orientalismus und allem möglichen anderen Kokolores, etwa „Speziesismus“, geht. Die Arbeiter sollen sich selber hassen und sich unterwerfen. Gegenwehr ist unmöglich, weil die Sprache so verändert wird, daß man sein Anliegen gar nicht mehr klar formulieren kann, ohne als „Nazi“ dazustehen, der Ressentiments schürt. Ohnehin hast du die Arschkarte gezogen, denn was wirklich alle anderen tun und lassen können, insbesondere aber Linke und Moslems, ist dir allerstrengstens untersagt. Das gilt sogar vor dem Gesetz! Gerechtigkeit wird nunmehr neu definiert, nämlich als Ungleichbehandlung! Die gute alte Klassenjustiz!

Deine Traditionen, die dir Tausende von Jahren Orientierung schenkten und damit das Überleben sicherten, werden zu bloßen „Vorurteilen“. Schule und Medien betrachten alles durch eine ideologische Brille und geben alles durch einen ideologischen Filter wider. Dergestalt verschwindet die Wirklichkeit und du findest dich in einem psychotischen Alptraumtheater wider, daß die bösen „Nazis“ als „Clownswelt“ bezeichnen. Willkommen in einem bizarren nihilistischen Horrorfilm, an dessen Ende Friedhof der sentimentale Horrorclown (der deutsche Stellvertreter von Melanor) dich genüßlich in einen Haufen Hackfleisch verwandelt haben wird.