Orgonomie und Christentum: Der Tod, das Christentum und die Emotionelle Pest

Vorbemerkung: Der folgende Blogeintrag lag seit Wochen zur Veröffentlichung bereit. Ich schalte ihn jetzt frei auch als Reaktion auf den Tod von Dr. Richard Blasband und wie mit diesem umgegangen wird.

Ein beliebtes Argument gegen das Christentum sind Beerdigungen. Warum trauern die Leute am Grab, wenn sie doch so sicher sind, daß die Toten nunmehr im Himmel sind und glücklich ewig Party machen?!

Nein, so empfindet und denkt der Antichrist, nicht der Christ. Man schaue sich nur die Totenfeier des Satanisten L. Ron Hubbard an:

Trauern ist hier verpönt, geradezu verboten, denn die Seele ist ewig und nun endlich frei von den Beschränkungen des Körpers. Der Antichrist haßt Gottes Schöpfung und liebt deshalb den Tod. Für radikale Moslems beispielsweise ist das irdische Leben nur ein unwirklicher Traum, das wirkliche Leben beginnt erst mit dem Ablegen des Körpers, an dem so gut wie alles „haram“ ist.

Für Christen hingegen ist alles um uns herum die heilige Schöpfung Gottes und insbesondere unser Körper sein Tempel. Krankheit und Tod sind (ähnlich wie für den Animisten) nichts Gottgewolltes, nichts „Natürliches“, nicht „Teil des Lebens“, kein Teil des ursprünglichen Schöpfungsplans, sondern Frucht der Sünde.

Der Glaube an Jesus wischt die Sünde von uns und damit den Tod. Gott ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten, weshalb er die Seinen körperlich auferstehen läßt. – Ich könnte hier ellenlang den christlichen Mystizismus weiter ausbreiten, doch für uns ist nur eins wichtig: daß das Christentum Raum für die natürliche Emotion Trauer läßt und dabei gleichzeitig verhindert, daß die Menschen der Hoffnungslosigkeit anheimfallen, etwa angesichts des sinnlosen Unfalltodes eines unendlich geliebten Kindes.

Alle anderen Religionen tun so, als gäbe es den Tod nicht und als sei er keine Tragödie (neurotische Verdrängung). Und der mechanistische Materialismus tut so, als wäre alles tot und das Leben eine Art anentropische Anomalie in einem entropischen nirwanischen Meer. Beides ist gleichermaßen Ausdruck der Emotionellen Pest der Menschheit.

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3 Antworten to “Orgonomie und Christentum: Der Tod, das Christentum und die Emotionelle Pest”

  1. Roman Schreiber Says:

    „daß das Christentum Raum für die natürliche Emotion Trauer läßt und dabei gleichzeitig verhindert, daß die Menschen der Hoffnungslosigkeit anheimfallen“ – Ich kenne den Zustand, dass ich mich besonders mit dem Leben versöhnt fühle, wenn ich die Traurigkeit über ein Ende erlebe, weil es sich so wahr und mit dem Grund unseres Daseins verbunden anfühlt. Früher hätte ich gesagt: Kitsch, aber das war wohl nur eine Abwehr mit dazugehöriger Rationalisierung. Leute, seid traurig, dann könnt ihr auch wieder lachen :-))

  2. Robert (Berlin) Says:

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Das ist für mich ein reichlich schockierendes Bild gewesen, als ich es zuerst sah. Der ehemalige Präsident des ACO unter den Händen des „Energieheilers“. Biblisch gesprochen, der Nachfolger Christis (also Reichs) in den Händen des Dämons (Levashov).
    Jedoch bin ich der Meinung, wenn man von seiner schweren Krankheit gerettet wird, ist man dem Heiler unendlich dankbar.
    Blasband litt vmtl. an Myalgische Enzephalomyelitis ->
    https://www.apotheken-umschau.de/Chronisches-Fatigue-Syndrom.

    Was mich seltsam anrührt, ist, wie bekannte Orgon-Profis relativ schnell zu ostasiatischen Erlösungslehren tendieren. Irgendwas muss an der Orgonomie sehr unbefriedigend sein.

    http://www.levashovhealing.com/studies-with-nicolai-levashov-the-beginning/

  3. Frank Says:

    Danke, Peter, sehr gute Analyse !

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