Posts Tagged ‘Mystizismus’

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Warum dieses religiöse Brimborium?

23. September 2020

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Warum dieses religiöse Brimborium?

Der Reichianer am Abgrund des Mystizismus (Teil 2)

31. August 2020

Ist dieser Blog mit seinem Eurozentrismus und seiner aufdringlichen Deutschtümelei nicht ein eklatanter Verrat an Reich, der stets das Verbindende (das gemeinsame Funktionsprinzip) hervorhob, statt das Trennende, etwa „Identität“, Ethnizität, Nationalität oder gar „Rasse“? OK, ich gebe zu, ich stehe rechtem Gedankengut nicht in jeder Hinsicht ablehnend gegenüber. Warum? Nicht, weil ich an eine angeblich „gute alte Zeit“ glaube, die von Reich ohnehin radikal kritisiert wurde, sondern weil ich genau wie der damalige Reich ein Todfeind des Mystizismus bin!

In der autoritären Ära, die ungefähr mit Reichs Tod sich dem Ende neigte, herrschte ein rechter Mystizismus vor, der die Unterschiede zwischen den Klassen, Bevölkerungsgruppen, Religionen (noch in den 1950er Jahren waren sich in Deutschland Protestanten und Katholiken spinnefeind!) und vor allem Rassen unterstrich. Auf wirklich allen Ebenen und in allen Bereichen herrschte eine rigide Apartheit, gegen die, wie angedeutet, nicht zuletzt Reich angegangen ist.

Die damalige zutiefst lebensfeindliche Grundhaltung kann man am besten mit folgendem „psychosomatischen Diagramm“ nach Reich beschreiben, das alle denkbaren Einstellungen umfaßt:

Die beiden roten Pfeile stehen für den rechten („trennenden“) Mystizismus, der schließlich in Auschwitz gipfelte und letztendlich auf die extreme „gnostische“ Trennung von Geist („die Arier“) und Materie („die Juden“) zurückgeht. (Zu letzterem siehe meine Ausführungen in Orgonomie und Anthroposophie.)

Unterhalb dieses „Grunddualismus“ findet sich der „Monismus“, symbolisiert durch den grünen Pfeil, der nur noch das Verbindende und Unterschiedslose sieht. Hier sind wir beim linken Mystizismus der antiautoritären Ära, die überall gegen den „Rassismus“ kämpft, die Dualität der Geschlechter aufheben will und sogar die zwischen Tier und Mensch:

In Anlehnung an andere Unterdrückungsformen wie Sexismus oder Rassismus, benennt der Speziesismus die Unterdrückung von Individuen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies (Art). Der Antispeziesismus lehnt genau diese Form der Unterdrückung und Diskriminierung ab, da die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies sich genau wie Geschlecht, Aussehen, Hautfarbe, Bildungsgrad usw. als irrelevante und willkürliche Merkmale herausstellen, wenn es um eine ethische Berücksichtigung von den Interessen von Individuen geht. Ebenso wie z.B. bei „Geschlecht“ und „Rasse“ ist die Existenz von „Spezies“ als solche anzuzweifeln und entlarvt sich zumeist als gesellschaftliches Konstrukt.

Diese alles zersetzende Geisteshaltung, die heute den gesamten Diskurs bestimmt und zwangsläufig in den Untergang führen muß, kann man am besten mit folgendem Diagramm beschreiben:

Alles in der Welt, „von a bis y“, ist unmittelbar mit „Z“ verbunden und letztendlich identisch mit ihm – und deshalb ist alles unterschiedslos gleich. Nicht nur „Eigentum ist Diebstahl“ – für diesen linken Abschaum gilt sogar „Eigenheit ist Diebstahl“!

Die Welt der Orgonomie sieht vollkommen anders, nämlich geistig gesund aus: es gibt Unterschiede mit einer abgestuften Einheitlichkeit:

nachrichtenbrief168

30. August 2020

Der Reichianer am Abgrund des Mystizismus (Teil 1)

29. August 2020

1. Der funktionelle Denker bringt Dinge zusammen, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben, z.B. Wolken und Amöben.

2. Der psychotische Denker scheitert an der Integration disparater Dinge kläglich, weil er die Spannung nicht ertragen kann, sodaß er immer vor der Integration aufgibt und in der Gespaltenheit verharrt. Zum Beispiel spricht er davon, daß gigantische atmosphärische Amöben die Berge anknabbern oder ähnliches wirres Zeugs – was wohl irgendeinen und teilweise sogar einen sehr tiefen Sinn machen kann, aber den kann er selbst nicht erfassen, sondern allenfalls sein funktionell denkender Psychiater.

3. Der religiöse Denker will gar nicht erst dergestalt scheitern und gibt sich mit vorgefaßten Lösungen zufrieden – aus dem intuitiven Wissen heraus, daß das funktionelle Denken stets eine halsbrecherische Gradwanderung ist. Für die meisten „Reichianer“ ist diese Gradwanderung so gefährlich ist, daß es für sie besser wäre, sie hätten nie etwas von Reich gehört.

Papa! (Teil 2: Nachtrag)

14. August 2020

Es hat etwas Tragikomisches, wenn westliche wohlstandsverwahrloste Menschen sich zum Buddhismus oder Hinduismus wegen der Wiedergeburtslehre hingezogen fühlen. Für sie ist das nämlich ein Wiedergeburtsversprechen. In der Regenbogenpresse lese ich gerade, daß der Schlagersänger Christian Anders schwerkrank war: „Doch Angst vor dem Tod hat er nicht. ‚Ich bin überzeugter Buddhist. Ich weiß ja, daß das nächste Leben wartet.‘“ Dabei ist der alleinige Sinn und Zweck des Buddhismus und der diversen Heilswege des Hinduismus nichts anderes als eben diesen Kreislauf der Geburten ein für allemal zu verlassen!

Alle Sehnsucht des westlichen Menschen ist darauf gerichtet, sich in alle Ewigkeit zu bewegen. Nicht von ungefähr ist in Dantes Hölle der Teufel bis zur Hüfte festgefroren. Ganz anders in Indien, wo das Nirwana („kein Wind“) buchstäblich für Bewegungslosigkeit steht und etwa die Jainas nichts anderes erstreben, als nach ihrer letzten Wiedergeburt am höchsten Punkt des Universums in alle Ewigkeit in absoluter Erstarrung zu verharren. Andere wollen in „die Leere“ aufgehen bzw. in das bewegungs- und konturlose Meer des Brahman. Die Hölle ist das sich ewig drehende Rad des Samsara.

Alle Sehnsucht des östlichen Menschen ist darauf gerichtet, ganz in etwas aufzugehen, was in vieler Hinsicht das Gegenteil des Funktionsgebiets der relativen Bewegung ist: das Funktionsgebiet der ko-existierenden Wirkung. Was sich in dieser Spaltung zwischen West und Ost letztendlich widerspiegelt, ist die Trennung von Mechanismus (Westen) und Mystizismus (Osten). Beides ist gleichweit von der Wahrheit entfernt: dem orgonomischen Funktionalismus. Bioenergetischer Kontakt verhindert Depersonalisations- und Derealisationserleben und vermittelt das Gefühl Teil des Ganzen und in ihm unverlierbar geborgen zu sein.

NACHTRAG ZUM NACHTRAG: Die Vorstellung von Wiedergeburten ist von der vorwissenschaftlichen indischen Kosmologie abhängig: eine statische Erde mit stets gleichviel Lebewesen und Menschen. Angesichts dessen, was wir allein schon über die begrenzte Anzahl von Generationen an Menschen auf diesem Planeten wissen und angesichts der Bevölkerungsexplosion… Allein schon über diesen ach so „spirituellen“ infantilen Unsinn reden zu müssen, ist erniedrigend. Kindergarten!

Zweitens begreifen all diese Vollidioten (gefühlt schein heute jeder Zweite „Buddhist“ zu sein!) die Dialektik der Wiedergeburt nicht. Wenn dieses Leben Teil einer unendlichen Kette von Wiedergeburten ist, dann verliert es jedweden Wert und gleichzeitig unendlich viel Wert, denn dieses Hier und Jetzt wird vielleicht die einzige Chance sein, diesem Alptraum zu entrinnen und ins Nirwana einzugehen – was natürlich das Leben erstrecht entwertet.

Drittens: Was irgendwelche „Beweise“ (vermeintliche „Erinnerungen“, „Rückführungen“, etc.) betrifft: Bist du wirklich dermaßen naiv und spirituell blind, um nicht zu sehen, daß Mächte nach deiner Seele greifen, die es nicht gut mit dir meinen?! Ob das nun abgetrennte Anteile deiner eigenen Persönlichkeit sind oder tatsächliche „Dämonen“ sei dahingestellt. Auf jeden Fall sind diese „Mächte“ genauso lebensfeindlich wie der Buddhismus selbst.

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen

3. Juli 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 72

9. Juni 2020

orgonometrieteil12

72. Die Orgonomie im Zangengriff des Mechano-Mystizismus

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 70

4. Juni 2020

orgonometrieteil12

70. Die Orgonomie weiterentwickeln, gar überwinden?

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 60

27. April 2020

orgonometrieteil12

60. Das Leib-Seele-Problem

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Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 4)

25. April 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen