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Orgonomie und Christentum: Die Abfolge Heidentum – Christentum – Neoheidentum – Orgonomie (Teil 1)

5. Januar 2020

Alle heidnische Spiritualität baut auf der Vorstellung von einer dreischichtigen Seele auf: das Alltags-Ich, das zusammen mit dem Körper stirbt, das emotionale bzw. „leidenschaftliche“ Ich, das nach Ehre, dem Status als Kriegsheld, nach „ewiger Liebe“ und ähnlichem strebt und sich nach dem Tod in „Walhalla“ oder irgendwelchen „Paradiesen“ widerfindet, und schließlich das spirituelle Ich, das eins wird mit dem Logos.

Inwieweit diese Vorstellungen auf konkretes bioenergetisches Erleben zurückzuführen sind, erschließt sich uns durch einen Blick in die Charakteranalyse, in der Reich die Unterbrechung der „plasmatischen Bewegungen“ eines Wurms und die daran anschließende Frage bespricht:

Wir würden genauso handeln wie der Wurm, wenn uns jemand mit einer großen Zange am Rumpf festklemmte. (…) Diese funktionelle Identität zwischen Mensch und Wurm ist es, die uns befähigt, von der Ausdrucksbewegung des sich krümmenden Wurms im korrekten, objektiv wahren Sinne „beeindruckt“ zu werden. (…) Aber wir empfinden den Schmerz des Wurms und sein Neinschreien nicht unmittelbar, sondern wir nehmen nur einen Bewegungsausdruck wahr, der unter allem Umständen identisch wäre mit dem Bewegungsausdruck unseres eigenen Plasmasystems in der gleichen schmerzhaften Situation. Daraus folgt: Wir begreifen die Ausdrucksbewegungen und den Bewegungsausdruck eines anderen lebenden Organismus aufgrund der Identität unserer eigenen Emotionen mit denen alles Lebendigen. Wir begreifen die Sprache der Lebendigen unmittelbar aufgrund der funktionellen Identität der biologischen Emotionen. (KiWi, S. 501f, Hervorhebungen im Original)

Hier geht es nur um Bewegung (Motion) und Bewegtsein (E-Emotion), d.h. es geht nur um die Funktion „relative Bewegung“. Deutlich wird auch, daß grundsätzlich alle Emotionen identisch sind. Die Emotion des Wurms ist dasselbe wie mein Gefühl – sonst könnte ich den Wurm oder ein anderes Lebewesen nicht verstehen. Alle Emotionen sind gleich oder vielmehr alle Lust, Angst, Wut, Sehnsucht und Trauer ist jeweils gleich. Die Sehnsucht des Eichhörnchens ist identisch mit meiner Sehnsucht, einfach weil alle Sehnsucht das „Ausgreifen“ der organismischen Orgonenergie ist und alle bioenergetischen Prozesse identisch sind.

Nun zur Sensation (z.B. die Schmerzempfindung des Wurms, die Reich erwähnt) und zum Bereich der Funktion „ko-existierenden Wirkung“. Es ist nicht von vornherein von der Hand zu weisen, daß es nur einen Schmerz auf dieser Welt gibt. Ich erinnere nur an die Sprache! Wir können nur kommunizieren, weil die Wörter für uns die gleiche Bedeutung haben. Dies wird von den Mystikern die „spirituelle Welt“ genannt, eine Welt, die allen „Geistwesen“ gemeinsam ist. Vielleicht entspricht das ihrer verzerrten Wahrnehmung des Funktionsbereichs der ko-existierender Wirkung. Ich fühle nicht nur deine Angst, weil sich bei uns beiden das Orgon auf die gleiche Weise bewegt, sondern ich fühle auch deinen Schmerz – was wenig mit Bewegung zu tun hat.

Es gibt ein Kontinuum von der Sensation zum Denken. Die Sensation ist eine Funktion des energetischen Orgonoms, das im Zentralen Nervensystem zentriert ist. Das Denken (das dem Zentralen Nervensystem zugeordnet ist) wiederum ist eindeutig Ausdruck der ko-existierenden Wirkung. Die Verbindung zwischen Emotion und Denken ist nicht so direkt, da Emotion mit dem Vegetativen Nervensystem assoziiert ist.

Fassen wir zusammen:

Eine gegebene Emotion ist bei allen Lebewesen gleich, da dieselbe relative Bewegung auftritt (z.B. Kontraktion gegen Expansion bei der Angst). Die ko-existierende Wirkung spielt hier sicherlich ebenfalls eine Rolle, aber nur eine untergeordnete.

Jede Sensation ist kollektiv. Es gibt zum Beispiel keine individuellen Schmerzen. Mein Zahnschmerz ist unabhängig von zeitlichen und räumlichen Entfernungen mit deinem Zahnschmerz identisch. Dies liegt daran, daß es zum Bereich der ko-existierenden Wirkung gehört. Die relative Bewegung (in diesem Fall die Kontraktion von Nerven) spielt zwar ebenfalls eine Rolle, ähnlich wie die Funktion ko-existierende Wirkung bei den Emotionen, aber nur eine untergeordnete.

Ich habe gerade die bioenergetischen Grundlagen der Philosophien der Hindus, des Mahayana-Buddhismus, des Platonismus und imgrunde der Weltanschauung aller Menschen, insbesondere aber der primitiven Menschen, z.B. Voodoo, aufgedeckt.

Sie haben die Vorstellung, daß das eingangs erwähnte „emotionale Ich“ fortbesteht, weil anders als der materielle Körper die Emotionen unmittelbar in der Bewegung der kosmischen Lebensenergie verankert sind und sozusagen „Universalien“ darstellen. Bei Sensationen und Gedanken ist ähnliches gegeben, aber die Funktion der ko-existierenden Wirkung tritt hier in den Vordergrund, die in etwa dem „Logos“ entspricht, der unabhängig von Zeit und Raum ist. Das ist die bioenergetische Grundlage der vermeintlich „höchsten“ Aspirationen der menschlichen Existenz mit ihren Vorstellungen von „Erlösung“ und „Befreiung“ von den Beschwernissen der individuellen Existenz und der Bedrohung durch den Tod.

Charakteristischerweise ist das plebejische Christentum und sein Paradies ganz Leidenschaft, Glaube und Liebe, Emotion; während die höheren Weihen des aristokratischen Heidentums ganz in stoischer Emotionslosigkeit, reiner Sensation und abstrakten Ideen aufging, die allen Seelen eigen sind.

Erst vor diesem Hintergrund kann man die Religion und die Kunst, d.h. „Spiritualität“ wirklich verstehen. Etwa die Kunst des größten indischen Musikers, der seine Emotionen frei fließen läßt und uns, mystisch ausgedrückt, zum Kontakt mit der göttlichen Ebene und ihren ewigen Formgesetzen führt:

Orgonomie und Christentum: Der Tod, das Christentum und die Emotionelle Pest

5. April 2019

Vorbemerkung: Der folgende Blogeintrag lag seit Wochen zur Veröffentlichung bereit. Ich schalte ihn jetzt frei auch als Reaktion auf den Tod von Dr. Richard Blasband und wie mit diesem umgegangen wird.

Ein beliebtes Argument gegen das Christentum sind Beerdigungen. Warum trauern die Leute am Grab, wenn sie doch so sicher sind, daß die Toten nunmehr im Himmel sind und glücklich ewig Party machen?!

Nein, so empfindet und denkt der Antichrist, nicht der Christ. Man schaue sich nur die Totenfeier des Satanisten L. Ron Hubbard an:

Trauern ist hier verpönt, geradezu verboten, denn die Seele ist ewig und nun endlich frei von den Beschränkungen des Körpers. Der Antichrist haßt Gottes Schöpfung und liebt deshalb den Tod. Für radikale Moslems beispielsweise ist das irdische Leben nur ein unwirklicher Traum, das wirkliche Leben beginnt erst mit dem Ablegen des Körpers, an dem so gut wie alles „haram“ ist.

Für Christen hingegen ist alles um uns herum die heilige Schöpfung Gottes und insbesondere unser Körper sein Tempel. Krankheit und Tod sind (ähnlich wie für den Animisten) nichts Gottgewolltes, nichts „Natürliches“, nicht „Teil des Lebens“, kein Teil des ursprünglichen Schöpfungsplans, sondern Frucht der Sünde.

Der Glaube an Jesus wischt die Sünde von uns und damit den Tod. Gott ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten, weshalb er die Seinen körperlich auferstehen läßt. – Ich könnte hier ellenlang den christlichen Mystizismus weiter ausbreiten, doch für uns ist nur eins wichtig: daß das Christentum Raum für die natürliche Emotion Trauer läßt und dabei gleichzeitig verhindert, daß die Menschen der Hoffnungslosigkeit anheimfallen, etwa angesichts des sinnlosen Unfalltodes eines unendlich geliebten Kindes.

Alle anderen Religionen tun so, als gäbe es den Tod nicht und als sei er keine Tragödie (neurotische Verdrängung). Und der mechanistische Materialismus tut so, als wäre alles tot und das Leben eine Art anentropische Anomalie in einem entropischen nirwanischen Meer. Beides ist gleichermaßen Ausdruck der Emotionellen Pest der Menschheit.

Der verdrängte Christus: 13. Christliche Spiritualität

1. Juli 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

13. Christliche Spiritualität

Unser Glaube und die kosmischen Laboranten

3. Juni 2017

Fangen wir mit 9/11 an. Ohne Zweifel ist es eines der wichtigsten Wendepunkte der Geschichte. Aber was ist wirklich passiert?

Selbst dieser kleine Ausschnitt bringt es fertig, auf verquere Weise antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten… Aber bleiben wir beim Judentum: Ein Rabbi sollte in einer Vortragsreihe, die von verschiedenen Religionsvertretern gegeben wurde, erklären, warum man ausgerechnet seiner Religion Glauben schenken sollte. Mit einem schlagenden Argument ging er als Sieger hervor. Der mosaische Glaube beruhe im Gegensatz zu allen anderen Religionen auf der Zeugenaussage eines ganzen Volkes. Absolut Spektakuläres ist geschehen beim Auszug aus Ägypten und am Sinai.

Und schließlich die Marienerscheinungen, die teilweise kaum weniger sensationell sind:

Und dort wo keine Menschenmassen, die die heilige Jungfrau sahen, gibt es zumindest Unerklärliches und Wunderbares, etwa bei Unserer Lieben Frau von Guadalupe, die in einer Zeit, als die Missionierung zu scheitern drohte, dafür sorgte, daß sich Südamerika dem Katholizismus unterwarf.

Rationalisten und „Aufklärer“ wenden sich angewidert ab… Ich wende mich voll Verachtung von akzeptableren Verschwörungstheorien ab, weil diese nicht annähernd weitgenug gehen. Ich muß dabei an Laborratten denken, die spüren, daß etwas nicht stimmt, aber immer auf andere Laborratten, etwa „jüdische“, als okkulten Ursprung ihrer prekären Lage verweisen und dabei geflissentlich die menschlichen Laboranten außerhalb ihres Käfigs übersehen, die ihre gesamte Existenz bestimmen.

Christus, Luther, Stirner

4. November 2016

Luther hat wie sonst keiner den Kern des Christentums verdeutlicht, die es von jeder anderen Religion abhebt: einzig und allein der Glaube an Christus kann uns vor Gott rechtfertigen. Nichts, was immer wir auch tun und leisten, kann für Gott irgendeine Bedeutung haben. Ohne diesen Gedanken wäre Stirner undenkbar: keine menschliche Vorstellung, die mich zu irgendeiner Handlung oder Unterlassung verpflichtet, also letztendlich „Gott“, kann für mich irgendeine Bedeutung haben. Wohl oder übel folge ich dem Zwang, aber ich mache mir diese Forderungen niemals zu eigen. Sie sind vollkommen bedeutungslos für mich.

Der Glaube an Christus hat zur Folge, daß man ein gottgefälliges Leben führt. Die Überwindung der „verinnerlichten Hierarchien“ (des Über-Ichs nach Freud, der Panzerung nach Reich) zeigt sich darin, daß man ein sozial verantwortungsvolles Leben führt. Siehe Max Stirner und die Kinder der Zukunft.

Ich fühle mich in meinen religiösen Empfindungen verletzt und beleidigt!

7. Juni 2014

Bevor Mohammed auftrat, war es bei einigen Stämmen der arabischen Halbinsel noch üblich, daß eine Frau mehrere Männer gleichzeitig heiraten konnte. Die verheirateten Frauen blieben ein Leben lang bei ihren Müttern und Verwandten wohnen, wo sie von ihren Männern besucht wurden. Die Frauen waren versorgt, die Kinder hatten eine sichere Heimat und die Männer waren frei. Sexualität und Ökonomie waren weitgehend getrennt. Mohammed war selbst Profiteur dieser sexualökonomisch günstigen Bedingungen, wurde er doch groß als Angestellter seiner älteren Frau. Nun, er hat sich emanzipiert! Noch heute dreht sich im Islam alles darum, die arabische Frau auf ihren Platz als unmündiger Halbmensch zu verweisen und ihre Sexualität zu bändigen.

„Islam“ bedeutet bedingungslose Selbstaufgabe. Leider kann aus praktischen Gründen diesen Mördern des eigenen Selbst nicht geholfen werden, doch es sollte zumindest alles unternommen werden, um zukünftige Generationen vor ihrem Einfluß zu schützen. Deshalb ist es die ultimative Sauerei, ihnen das zu gewähren, was insbesondere sogenannte „Progessive“ am lautesten für ihre islamischen Schützlinge einfordern: „Toleranz“ und „Respekt“. „Dialog“ mit der Reaktion! Es ist der gleiche niederträchtige Verrat an der Aufklärung, den der damals noch dezidiert „linke“ Reich Anfang der 1930er Jahre voller Entsetzen konstatieren mußte.

Die gegenwärtige Auseinandersetzung mit dem Islam reicht aber weit tiefer als die Fragestellung, die Reich 1931 in Der Einbruch der Sexualmoral anschnitt.

Die islamische Welt steht Kopf, weil der Westen angeblich „Gott“ und seinen Botschafter auf Erden beleidigt hätte. Mit Hilfe der UN will die Organisation der islamischen Staaten dies weltweit gesetzlich verbieten lassen. Dieses Verbot soll den gleichen Stellenwert haben, wie die Erklärung der Menschenrechte!

Wie fast immer in solchen Fällen ist das genaue Gegenteil wahr: Mohammed, der Koran, die hysterischen Imam-Clowns und der enthemmte islamo-faschistische Mob sind eine Beleidigung Gottes, den Reich entdeckt und erstmals greifbar gemacht hat (siehe Äther, Gott und Teufel und Die kosmische Überlagerung). Es gilt, diesen Gott von sadistischen und perversen Mystikern zu befreien, auf daß die Kinder der Zukunft sich angstfrei in der Gewißheit entfalten können, daß das Universum kein kalter Ort voller nihilistischer Massenmörder ist, sondern von einer wohligen, lebensspendenden Präsenz durchwirkt wird.

In einem Editorial von Nervenheilkunde (2005, 24:451-546) wird gezeigt, daß das Gerede über „das Gott-Gen“ pseudowissenschaftlicher Unsinn ist. Was die statistisch belegten gesundheitlichen Vorteile einer aktiven Religionsausübung betrifft, wird darauf hingewiesen, daß die Erhebungen in erster Linie den Kirchgang messen. Es geht also bei der Religion weniger um die „genetische Steuerung“ von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin oder gar um die individuelle „Spiritualität“, sondern um das gesellschaftliche Zusammenleben: es geht um soziale Normen und Bindungen und die Stiftung von Identität. Man kann hinzufügen: es geht nicht um „höhere Welten“, sondern um unser Dasein als Herdentiere.

Der gemeinsame „Glaube“ fördert die Kohäsion der Horde von Homo sapiens (und damit das Wohlbefinden der einzelnen Menschentiere). Das Editorial fährt fort:

Eine Untersuchung von Roes und Raymond zu den Korrelationen geographischer Bedingungen der Existenz von Gesellschaften und religiösen Einstellungen scheint dies zu bestätigen: Wo wenig Wasser ist, muß man sparsam mit dieser Ressource umgehen, weswegen strengere Regeln gebraucht werden, die am besten durch strengere Götter implementiert werden. Je kärglicher das Wasser, desto strenger die Götter, lautet die Voraussage der Autoren, die sie anhand kulturvergleichender Daten zu belegen suchen.

Roes L., M. Raymond: „Belief in Moralizing Gods“, Evolution and Human Behavior, 2003, 24:126-35 – eine der zahllosen unabhängigen Belege für James DeMeos Saharasia-Theorie.

In einer Studie hat der Psychologe Brad Bushman zusammen mit seinen Kollegen von der University of Michigan gezeigt, daß Menschen desto aggressiver waren, je unverholener „Gott“ Gewalt in seinen „Offenbarungen“ sanktioniert. Untersucht wurden eine fast durchgehend „gläubige“ Studentengruppe in Utah und eine überwiegend „atheistische“ in Amsterdam. Den Teilnehmern wurde eine kaum bekannte gewalttätige Geschichte aus dem Alten Testament präsentiert, wobei der einen Hälfte erklärt wurde, dieser Abschnitt stamme aus der Bibel, der anderen Hälfte, er sei einer Schriftrolle entnommen, die von Archäologen ausgegraben wurde. Diese beiden Gruppen wurden wiederum zweigeteilt: bei einer Hälfte enthielt der Abschnitt einen Vers, in dem Gott zu Mord und Todschlag aufforderte. Die Teilnehmer spielten dann in Paaren ein Spiel, mit dem die Aggression gemessen werden konnte. Die amerikanischen Studenten waren aggressiver, wenn sie glaubten, die Geschichte stamme aus der Bibel und sie waren noch aggressiver, wenn der Vers enthalten war, in dem „Gott“ Gewalt ausdrücklich forderte. Bei den überwiegend „atheistischen“ Studenten aus den Niederlanden war der angebliche Ursprung der Passage nicht so wichtig, doch waren sie trotzdem aggressiver, wenn sie den besagten Vers enthielt.

„Gott“ ist in diesem Zusammenhang nichts anderes als das „Über-Ich“, der psychische Aspekt unserer Panzerung, die unsere irrationale Gewalttätigkeit in Schach hält. Entsprechend haben auch Religionen durchaus eine rationale Funktion. Das verkehrt sich ins Gegenteil, wenn in den „Offenbarungen Gottes“ fast durchgängig zum „Heiligen Krieg“ aufgerufen wird – wie es im Gegensatz zu allen anderen Heiligen Schriften im Koran geschieht. Aus orgonomischer Sicht hat der Islam kein Recht, für sich das „Grundrecht“ der „Religionsfreiheit“ in Anspruch zu nehmen.

Daß Gott wirklich nur Ausfluß der gesellschaftlichen Verhältnisse ist, zeigen Jordan Grafman (National Institute of Neurological Disorders and Stroke in Bethesda, Maryland) et al.. Mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie (fMRI) konnte gezeigt werden, auf welche Hirnareale bestimmte religiöse Gedanken zurückgehen. Es erwies sich erneut, daß es keinen „God Spot“ gibt, also kein Hirnareal, das spezifisch für Religion zuständig ist. Vielmehr zeigen religiöse Überlegungen die gleichen Erregungsmuster wie ganz weltliche Gedanken. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Gedanke an Gott in nichts vom Gedanken an eine Romanfigur, eine historische Persönlichkeit oder etwa an einen Star, dem man nie begegnet ist.

„Gott im Gehirn“ wird durch das berühmte Fresko Michelangelos auf wunderbare Weise illustriert: Gott „ist im Gehirn“ umgeben von „Hirngespinsten“, Adam hat eine „Vision“.

Für Reich ist „Gott“ etwas anderes: das Gefühl der Erstrahlung im Bauch, das wir haben, wenn wir verliebt sind oder bei anderen Anlässen, in denen wir wirklich in Kontakt mit unserem Kern und dem uns umgebenden Orgonenergie-Ozean stehen.