Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen* (Teil 1)

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

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9 Antworten to “Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen* (Teil 1)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Leider der letzte Aufsatz von Mathews; was jetzt kommt sind nur noch Buchbesprechungen und Notizen.

    „gegenwärtigen Holocausts der kommunistischen Welt und des islamischen Fundamentalismus erinnern“
    Allein diese Zitat zeigt schon seine Ausnahmestellung in der Politwissenschaft, indem er die einseitige Konnotation des Holocausts auf Deutschland aufhebt und – wie Reich mit dem Wort Faschismus – ihm eine funktionelle Bedeutung gibt.

  2. Kim Says:

    Salem?

  3. Robert (Berlin) Says:

    „So wie die individuelle und organisierte emotionelle Pest das Bedürfnis hatte, die von ihr verfolgten und zerstörten Wirklichkeiten zu verleugnen,..“

    Mit diesen Satz hatte ich so meine Schwierigkeiten. Wenn ich es richtig verstehe, ist damit gemeint, dass z. B. die Freiheit im Kapitalismus geleugnet wird, dass er nur als Ausbeutung und Unterdrückung angesehen wird. Oder dass z. B. der Westen nur als kapitalistische Blutsaugergesellschaft beschrieben wird und nicht als parlamentarische Demokratie mit Gewaltenteilung.
    In aktuellerer Sicht könnte man den Feminismus heranziehen, in dem die genitale Überlagerung* nur als Vergewaltigung oder Unterdrückung der Frau angesehen wird.

    *Immer wieder bin ich erstaunt, wie genial Reichs Wortschöpfungen sind. Genitale Überlagerung erinnert nicht nur an kosmische Überlagerung, sondern er vermeidet damit die negativen Konnotationen bisheriger Begriffe wie Koitus, Beischlaf, Geschlechtsverkehr, Bumsen, Ficken, Pudern etc. usw.

  4. Robert (Berlin) Says:

    „Zerstörung gesunder jugendlicher Liebe und Sexualität durch Mystik, Unterdrückung, Angst, Pornographie, Drogen oder Zügellosigkeit.“

    Heutzutage würde man statt Zügellosigkeit wohl eher Disziplinlosigkeit benutzen, aber es scheint ein alter üblicher Begriff in der Übersetzung für licence zu sein, den Google anbietet.

    • Robert (Berlin) Says:

      Bei der Liebe und Sexualität ist Zügellosigkeit statt Disziplinlosigkeit eher angebracht, weil die Disziplinlosigkeit im dritten Punkt bei der Bildung angezeigt wird. Zügellosigkeit bei der Liebe und Sexualität ist sicherlich auch ein Zeichen der Panzerung; in der genitalen Gesellschaft hätte der befriedigte Jugendliche keinen Drang nach Exzessen. In der gepanzerten Gesellschaft müssen Grenzen gesetzt werden.

  5. Robert (Berlin) Says:

    „Rassismus oder Gegen-Rassismus.“

    Normalerweise ist immer vom Rassismus der Weißen die Rede, aber es gibt in den USA auch ein Negativ, in der schwarze Rassisten von der Überlegenheit ihrer Rasse überzeugt sind. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Supremacy
    Besonders schlimm sieht es natürlich im Süden von Afrika aus, wo Weiße zu Tausenden ermordet werden. Hier scheint es eher ein Neidfaktor zu sein.

    „Missbrauch des gesunden Konzepts einer freien Wirtschaft zu Macht– und Ausbeutungszwecken („Raubtierkapitalismus“).“

    Leider wird der Kapitalismus häufig mit dem Raubtierkapitalismus verwechselt, natürlich auch absichtlich von der linken Propaganda. Hier ist aber die Charakterstruktur der Kapitalisten oder die Konzernstruktur entscheidend. Einen idealen Kapitalismus wird es aber wegen der Panzerung der Menschen nie geben und die Vorteile gegenüber der Planwirtschaft sind evident. Konzerne sind nicht an sich nicht negativ, da große Projekte ohne diese nicht mehr zu stemmen sind.

  6. Robert (Berlin) Says:

    „(Amerika und der Westen sind immer im Unrecht).“

    Hierzu mein Filmtipp.
    https://nachrichtenbrief.com/diskussionsforum-2019-20/#comment-73366

    Der Film ist zwar plump und grobschlächtig, aber eine Ausnahme unter der ganzen linken Propaganda.

  7. Robert (Berlin) Says:

    „Der Missbrauch der Konzepte des natürlichen Mitgefühls und liebender Gesellschaftlichkeit für die Auferlegung totalitärer Macht und Kontrolle (Kommunismus) oder für die Einschränkung natürlicher Aggression, Konkurrenz und kreativer Produktivität (Sozialismus).“

    Mathews akzeptiert durchaus die rationalen Grundlagen von Kommunismus und Sozialismus, unser Mitgefühl für die Armen und Schwachen. Aber diese Missbrauchen es und bauen darauf ein Imperium der Unterdrückung und des Terrors auf.
    Liebende Gesellschaftlichkeit? Ich bin mir nicht sicher, was er damit meint. Es könnte der Gegensatz zur organisierten Gesellschaftlichkeit wie Parteiaufmärsche sein. Oder einfach, dass man gern die Gesellschaft anderer sucht und liebevoll miteinander umgeht.
    Bei Besuchen in die DDR merkte ich immer, dass die Menschen eine unterdrückte Aggression aufwiesen. Kreativität konnte nur im Bereich der Datsche verwirklicht werden.

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