Posts Tagged ‘Kommunisten’

Paul Mathews: People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

1. November 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

Über den Terrorismus (Teil 3)

14. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

Warum ist es so oft schwierig, mit dem Terrorakt oder den Terroristen umzugehen oder sie gar zu verstehen? Ein Problem ist, dass es für die meisten Menschen, da sie nach der dreischichtigen gepanzerten Struktur funktionieren, schwierig und manchmal unmöglich ist, die wahren Motive hinter der Fassade zu erkennen. Es beinhaltet ein gewisses Maß an Einsicht und Mut gegenüber der eigenen sekundären Schicht und dem Kern, denen der durchschnittliche Mensch mit Schrecken gegenübersteht. Es ist gleichbedeutend mit der direkten Konfrontation mit dem ganzen sekundären Schrecken – und dem DOR – der bzw. das sich unter der Oberfläche verbirgt.

Es ist noch schwieriger, sich der linksgerichteten politischen Pest entgegen zu stellen – insbesondere für „Intellektuelle“ (d.h. intellektuell abwehrende Menschen). Der Grund dafür ist, dass der durchschnittliche anständige Neurotiker auf die humanistische Fassade der Linken reagiert, ohne zu wissen, dass sich die intellektuell abwehrenden, modernen liberalen Typen heimlich mit einer Fassade identifizieren, die Parallelen zu der ihren aufweist (die der emotionellen Pest). Der Unterschied besteht darin, dass die humanistische Fassade des Liberalen eine Abwehr gegen die sekundäre Schicht darstellt, wohingegen die Fassade der Pest ihr dient, wie Elsworth F. Baker aufzeigte (3). Die linke Abwehrstruktur ist voller Schuldgefühle, Subversion, Rebellion und umfassendem Hass gegen alle Autoritäten (Establishment/Vater).2

Es ist von daher nicht überraschend, dass die meisten terroristischen Führer und sogar ihre Anhänger aus der mittleren und/oder intellektuellen Schicht der Gesellschaft kommen, die von den oben beschriebenen strukturellen Merkmalen durchdrungen ist.

Rechte Terroristen sind grundsätzlich wie linke Terroristen strukturiert. Der Unterschied liegt in ihren Fassaden, die eher nationalistisch und rassistisch als internationalistisch und nivellierend, wie die ihrer linken Pendants, sind. Beide Gruppen sind elitär in der Annahme, dass sie wissen, was für die Massen am besten ist. Wie das alte Sprichwort sagt: „Die Nazis töten dich zu ihrem eigenen Besten und die Kommunisten töten dich zu deinem eigenen Besten.“ Beide Gruppen zielen auf willkürliche Gewalt um ihrer selbst willen ab und haben das Bedürfnis, alle natürlichen, lebendigen Funktionen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Demzufolge passen sie gut zueinander und können sich gegenseitig recht gut verstehen und nachempfinden. Die besiegten NS-Kader haben sich beispielsweise leicht an das kommunistische Regime in Ostdeutschland angepasst und es wurden dort keine „Kriegsverbrecherprozesse“ durchgeführt. Diese Kader tauschten lediglich ihre Nazi-Armbinde gegen sowjetische Symbole ein. Sie standen der sowjetischen internationalen kommunistischen „Bruderschaft“ genauso selbstgerecht loyal gegenüber wie zuvor Hitlers Übermenschc-Ideologie und sie tun es immer noch.

 

Anmerkungen

2 Man muss nur die Anti-Establishment-Themen studieren, die uns vom Fernsehen und den liberalen Medien im Allgemeinen aufgenötigt werden, um eine hinreichende Bestätigung dieses Befindens zu finden.

 

Anmerkungen des Übersetzers

c ubermensch im Original.

 

Literatur

3. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

„Die Kommis kommen!“

11. Oktober 2019


Unsere kommunistische Lehrerschaft:

„Die Kommis kommen!“

Amerikas Kriege gegen die Emotionelle Pest

9. Oktober 2019

Islamofaschismus und rotgrüner Faschismus:

Amerikas Kriege gegen die Emotionelle Pest

Paul Mathews: Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

5. September 2019

 

Paul Mathews:
Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

 

Die Regeln des politischen Engagements der äußersten Linken

7. Juli 2019

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia setzt sich mit der roten Gefahr heute auseinander:

Die Regeln des politischen Engagements der äußersten Linken

Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 3)

5. Juli 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Die Motive des Herausgebers und seiner Gefolgsleute sind eindeutig. Sie wollen Reich mit den Aktivitäten und Ideen von Linken wie Marcuse, Fanonm, Goodman und Cohn-Bendit verbinden, um nur einige zu nennen. Weiterhin impliziert der Herausgeber im Vorwort, dass Reich seine marxistischen Werke aufgrund seiner Ernüchterung über die damals wirkenden Stalinisten und Freudianer und nicht aufgrund eines wissenschaftlichen Sinneswandels revidiert hätte – dass die Änderungen von Reich eine verständliche Reaktion auf den damals bestehenden kommunistischen und marxistischen Apparat waren und keine echte Ablehnung des Marxismus an sich und des Konzepts der kapitalistischen Schuld. Die Betonung der kapitalistischen Schuld ist in den Aussagen des Herausgebers und in der Einleitung von Ollman überall präsent, was darauf hindeutet, dass das Thema des Buches eher politisch und ideologisch ist, statt funktionell und wissenschaftlich wie Reichs Konzepte. Beispielsweise sagt Ollman, wenn es um die Befreiung der Frau geht:

Wie vorhergesagt, können dieselben Qualitäten [der Ungleichheit] im gesamten kapitalistischen Leben beobachtet werden. Ungleichheit … und die allgemeine Frustration, die sich daraus ergibt, sind Hauptmerkmale der von Marx [S. xi] beschriebenen Entfremdung. Kurz gesagt, ist das Leben im Kapitalismus nicht nur für unsere Überzeugungen verantwortlich, sondern auch für damit verknüpfte Ideen … [und] spontane Reaktionen [S. xviii]. Wenn Reichs „Sexualökonomie“ jemals ein integraler Bestandteil des Marxismus werden soll, müssen die charakteristischen kapitalistischen Qualitäten der sexuellen Unterdrückung … näher beleuchtet werden (S. xxv).

Man beachte die Hierarchie, Marx steht über Reich, und vergleiche das obige mit diesem weiteren Reich-Zitat:

Jetzt zu den Kommunisten: ich war nie ein Kommunist im üblichen Sinne. Ich war nie ein politischer Kommunist. Ich möchte, dass Sie das betonen. Niemals. Oh ja, ich habe in der Organisation gearbeitet. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet. Ich war überzeugt, dass der Kapitalismus schlecht ist, aber ich glaube heute nicht mehr, dass das Elend durch den Kapitalismus verursacht wurde. Das Elend ist älter als der Kapitalismus (5)n.

 

Anmerkungen des Übersetzers

m Frantz Fanon (1925-1961), französischer Psychiater, Politiker, Schriftsteller und Vordenker der Entkolonialisierung. PN

n Wilhelm Reich über Sigmund Freud, Schloß Dätzingen 1976, S. 77.

 

Literatur

5. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich speaks of Freud. New York: Farrer, Straus & Giroux, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 120-124.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 2)

2. Juli 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Nun sind wir mit diesem Band konfrontiert, der von dem bereits erwähnten Lee Baxandall herausgegeben wurde. Mit Reichs eigenen, unrevidierten marxistischen Schriften und der Pseudoanwendung von Reichs sexuellen Erkenntnissen in der Gegenwart ist es wahrscheinlich der bisher politisch ausbeuterischste Band über Reich. Die Verfasser dieses Buches geben vor, sowohl Freunde oder Sympathisanten einiger Reichscher wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch seiner sexologischen und frühen politischen Arbeit zu sein. Damit erfüllen sie eines von Reichs Kriterien für die emotionale Pest: „[Sie] bemüht sich sehr darum, als gerecht den Gerechten und vernünftig den Vernünftigen zu erscheinen, und . . . . hat sogar Erfolg dabei, gerecht und vernünftig zu erscheinen . . . um in einer sehr schlauen Art und Weise das ungerecht und in schädigender Weise unvernünftig Sein zu verbergen“ (3).

Der einzige Unterschied bei dieser Anthologie besteht darin, dass es sich um die erste veröffentlichte englischsprachige Übersetzung der marxistischen Schriften von Reich in ihrer ursprünglichen, nicht revidierten Form handelt. Als solches besitzt sie eine historische Bedeutung und zeigt, wie Reichs funktionelles Denken in das fehlerhafte Denken und die Schlussfolgerungen dieser Zeit eingedrungen war. Sie enthält bestimmte Artikel von Reich, von denen einige bereits in den oben genannten Studies on the Left veröffentlicht worden sind, darunter „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“g (ein Versuch, die beiden zu versöhnen), „Psychoanalyse in der Sowjetunion“h (eine Entschuldigung für die schwache Stellung der Psychoanalyse in dem, was Reich damals „den Arbeiterstaat“ nannte [S. 87], die er dem „wirtschaftlichen Druck“ und „der feindlichen Umzingelung durch kapitalistische Länder“ [ebd.] gemäß dem vorherrschenden marxistischen Jargon der damaligen Zeit zuschrieb), „Der Einbruch der Sexualmoral“ (4), „Politisierung des Sexualproblems der Jugend“ (später umgeschrieben als Die sexuelle Revolution),i „Was ist Klassenbewusstsein?“ und „Reform der Arbeiterbewegung“j (im Wesentlichen ein Regelwerk, um die Massen für den Marxismus zu gewinnen). Selbst in diesen letztgenannten Schriften war es ganz klar, dass Reich kein politischer Kommunist war (5, S. 4), da er ihre wichtigsten charakteristischen Merkmale vermied: Verbergen, Verheimlichen und hinterhältige Subversion (5, S. 274-276). „Die Suggestion als Mittel der Massengewinnung gilt nur für die politische Reaktion . . . . Die Geheimdiplomatie ist die Politik der Reaktion; sich immer an die Massen wenden (…) ist die Politik der Revolution“ (S. 362, 363).k Warum Reich letztlich von den Marxisten und Kommunisten nicht toleriert wurde, ist klar. Ebenfalls klar ist das Ausmaß seiner eigenen Missverständnisse über die Natur des Linksradikalismus und linksgerichteter Gruppen jeglicher Art. Später erkannte er diese Eigenschaften als unterschiedliche Erscheinungsformen der rotfaschistischen emotionalen Pest. So erklärt er seine Fehler wie folgt:

Später stieß ich auf eine gewaltige Fehleinschätzung. . . . Wichtig war nicht mehr der reaktionäre Führer oder der Kapitalist, sondern ausschließlich die „menschliche Natur“, d.h. die menschliche Charakterstruktur, die Unterdrückung nicht nur akzeptierte, sondern tatsächlich bejahte und unterstützte. . . . Mit der Verlagerung des gesellschaftlichen Akzents von kleinen Gruppen, politischen Parteien, einzelnen großen Männern usw. auf die Charakterstruktur der Menschenmassen brach die Sexpol zusammen, denn sie basierte auf dem irrigen Konzept, dass „Rechts schwarz ist“ und „Links weiß ist“ (6).2l

 

Anmerkungen

2 Vgl. auch die Erklärung von Reich für seine Ablehnung der „marxistischen Parteibegriffe“ und anderer in seinen früheren soziopolitischen Schriften seiner marxistischen Periode im Vorwort der dritten Auflage der Massenpsychologie des Faschismus, S. xiv ff. in der Wolfe-Übersetzung und S. xviii ff. in der Carfagno-Übersetzung.

 

Anmerkungen des Übersetzers

g Dialectical Materialism and Psychoanalysis, Studies on the Left, 6, Juli-August 1966, S. 5-45.

h Die Stellung der Psychoanalyse in der Sowjetunion, Psychoanalytische Bewegung, Heft 4 (1929).

i Tatsächlich handelt es sich um einen Abschnitt aus Der sexuelle Kampf der Jugend, 1932. PN

j Grundsätze zur Diskussion über die Neuformierung der Arbeiterbewegung, ZPPS, Band 1, Heft 3/4 (1934).

k Zitiert aus: Was ist Klassenbewusstsein, Verlag de Munter, Amsterdam 1968, S. 67.

l „Führer“ im Originaltext in Deutsch.

 

Literatur

3. Reich, W.: „Modju at Work in Journalism“, Orgone Energy Bulletin 5:85-89, 1953
4. Mathews, P.: Besprechung von The Invasion of Compulsory Sex-Morality von W. Reich, Journal of Orgonomy 6:120-23, 1972
5. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich speaks of Freud. New York: Farrer, Straus & Giroux, 1967
6. Reich, W.: „Work Democracy in Action“, Annals of the Orgone Institute, 1:14-15, 1947

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 120-124.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Kommunismus-Indoktrination an Schulen (Teil 2: Emotionelle Pest gegen Arbeitsdemokratie)

28. Juni 2019

Warum kommen die Schwarzen in Amerika und überhaupt die Unterschichten in der westlichen Welt auf keinen grünen Zweig, während etwa arme Einwanderer aus Korea oder China sich innerhalb weniger Jahre in die Mittelschicht hocharbeiten und nach einer Generation zur Elite des Gastlandes gehören? Weil der typische Jude, Deutsche, Ostasiate, etc. arbeitet und das erwirtschaftete spart bzw. in die Zukunft investiert. Beides ist weder im Interesse der Kommunisten noch des Großkapitals!

Die bio-ökonomische Grundlage der Allianz zwischen Kommunisten und Großkapital ist die systematische Zerstörung der Arbeitsfunktion in den Massen. Wie in Teil 1 angeschnitten, wollen die Kommunisten eine amorphe „proletarische“ Masse, die sie beliebig manipulieren können, keine sich selbstorganisierende Gesellschaft voller widerständiger Strukturen. Das Großkapital will willenlose und austauschbare Arbeitsslaven, die überall da einspringen können, wo es mit der Automatisierung noch hapert, vor allem wollen sie aber Konsumenten für ihre geschmacklose, nur identitätslose Vollidioten antörnende Massenware.

Es ist kein Zufall, daß die Massenmedien, man denke nur an CNN in Amerika, unmittelbare Sprachrohre des Großkapitals sind – und dabei extrem kommunistische Propaganda verbreiten. Auch die Gegner sind identisch, etwa „Alex Jones“ in Amerika und die AfD in Deutschland. Jeder libertär-konservative, traditionalistische und die Werte der Mittelschicht hochhaltende Repräsentant wird mit einer geradezu viehischen Wut von den roten Faschisten (Kommunisten) und schwarzen Faschisten (Großkapital) bekämpft. Zumindest untergründig wird öffentlich zum Fememord an diesen „gefährlichen Elementen“ aufgerufen! Werde mal gegen Merkel und für die AfD öffentlich aktiv: die Todesschwadronen der Antifa warten schon auf dich!

Aber um zum Anfang zurückzukehren: das Land und insbesondere die Schulen werden mit fremdrassischen Menschen aus Ländern mit null Arbeitsmoral geflutet, weil sie das ideale Menschenmaterial für die besagte faschistische Allianz darstellen. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist das, wovon die Kommunisten und Großkapitalisten uns ÖFFENTLICH vorschwärmen. Die einen träumen von einem neuen Proletariat aus „Enterbten und Entrechteten“, die sie „befreien“ können, und die anderen träumen von einem neuen „Wirtschaftswunder“. Profan ausgedrückt: die einen wollen neue Wähler, die anderen neue Konsumenten. Ein schöner Nebeneffekt für beide ist, daß an den „multikulturellen“ und „bunten“ Schulen überhaupt kein Wissen mehr vermittelt werden kann, mit dem sich die Menschen gesellschaftlich selbstorganisieren könnten, selbst wenn die Schulen das wollten. Das Ausmaß der Verblödung der heutigen Schülerschaft macht einen sprachlos.

Über Panzerung, Krieg und Frieden

6. Juni 2019

 

Paul Mathews:
Über Panzerung, Krieg und Frieden