Posts Tagged ‘Holocaust’

Profil eines emotionell pestkranken Charakters

14. Juli 2020


MODJU.

Profil eines emotionell pestkranken Charakters

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen

3. Juli 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 61

5. Mai 2020

orgonometrieteil12

61. Möge das Orgon mit dir sein!

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Spenden: paypal.me/nachrichtenbrief oder hier.

Der rechte Blick auf DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 14)

24. April 2020

Blankertz‘ Buch ist in vieler Hinsicht eine Inspiration. Etwa der Hinweis, es sei bemerkenswert, daß die Sexualität, also das, was den Fortbestand der Menschheit sichert, derartig marginalisiert wird. Es werde vollkommen verkannt, daß vor allem darum gearbeitet wird, um an die Dinge zu kommen, mit denen man einen Sexualpartner anziehen kann (siehe dazu mein Ökonomie und Sexualökonomie). Oder etwa: „Die perverse Koppelung von sex’n’crime ist literarisch akzeptierter als jede Form natürlicher, befriedigender Liebe“ (S. 23).

Es war mir bisher vollkommen entgangen, daß das Vorwort in der Originalübersetzung durch Theodore Wolfe das Datum „August 1945“ trägt, während die von Mary Higgins initiierte Neuübersetzung das in „August 1942“ umgewandelt hat, obwohl Reich hier bezug nimmt auf das Jahr 1945 (S. 28). Wie soll man auf einer solchen Datengrundlage, mit solchen wirren Editionen vernünftig arbeiten?

In Blankertz‘ Buch wird insinuiert Reich sei im Gefängnis ermordet worden (der Mann war seit Jahren schwer herzkrank!), der Besitz seiner Schriften sei bis in die 1960er verboten gewesen (Unsinn!) und es wird die offenbar unzerstörbare Mär aufrechterhalten, die FDA hätte das Labor Reichs, irgendwelche Versuchsanlagen unwiederbringlich zerstört, etc. (S. 123f). Nein, es wurde nur ein ungeheuerlicher finanzieller Schaden und Rufschädigung begangen, indem alle Akkumulatoren zerstört und die Bücher, Zeitschriften und Broschüren verbrannt wurden. Wobei übrigens keine Belegexemplare oder gar Manuskripte vernichtet wurden! Die Aufbauarbeit von Jahrzehnten wurde zunichte gemacht, weil eine blöde Fotze, eine rotgrün angehauchte „Verbraucherschützerin“ namens Mildred Brady die kommunistisch unterwanderten Behörden auf Reich aufmerksam gemacht hatte.

Blankertz zufolge bringt Reich dem Bauernstand nur Ablehnung und sogar Haß entgegen (S. 34). Nicht erwähnt wird, daß sich das ab Der Krebs und in späteren Büchern, etwa Christusmord, ändern sollte. Es ist halt so, daß mit der Entdeckung des Orgons zunehmend auch eine Änderung von Reichs „politischer“ Perspektive einherging. Ähnliches gilt für Reichs Haltung zu Familie und Religion. In Der Krebs hebt er hervor, wie absolut lebensnotwendig der enge orgonotische Kontakt zwischen Mutter und Kind sei. Und was die Religion betrifft wurde auch hier seine Haltung im Gefolge der Entdeckung des Orgons weniger einseitig. Blankertz behauptet auch, Reich habe nicht nur nicht das Widerständige des Bauern, der Familie, sondern auch der Religion nicht erkannt (S. 35, 106). Dazu ist zu sagen, daß Reich, bzw. sein Mitarbeiter Karl Teschitz, bereits in den 1930er Jahren nicht nur den reaktionären, sondern auch die widerständigen Aspekte des Christentums herausgearbeitet hatte.

Aber, wie gesagt, Blankertz‘ Buch ist gut geschrieben und ein intellektueller Genuß. Stellen wie folgende sind schlichtweg überragend:

A. Hitler ist nicht die Ursache des Nationalsozialismus und Autor seines Sieges, sondern nur dessen Ausdruck. Ist das so schwer zu verstehen? Nein. Aber diejenigen, die das System bewahren wollen, das den Nationalsozialismus hervorbrachte, wollen es nicht hören, nicht wahrhaben. (S. 47)

Andererseits schießt Blankertz‘ Interpretation der Massenpsychologie eindeutig über das Ziel hinaus: Individuen wie Ernst Röhm (mit dem es m.E. zweifellos den Holocaust nie gegeben hätte) oder Hitler (ohne den es m.E. zweifellos den Holocaust nie gegeben hätte) hätten keinerlei Einfluß und wer das glaube, sei psychisch krank (S. 60). Hier verwechselt er die Massenpsychologie mit dem ökonomischen Determinismus des Vulgärmarxismus. Man könnte bei Blankertz geradezu von „Vulgärmassenpsychologie“ sprechen. „Führer“ werden nur zu solchen, wenn ihre Charakterstruktur mit der Charakterstruktur der breiten Massen kompatibel ist. Bei Hitler war es die Gleichzeitigkeit von „reaktionärer“ Unterwürfigkeit (Angst) und „revolutionärer“ Rebellion (Wut), bei Merkel ist es die Indolenz und die Flucht vor den realen Problemen bei gleichzeitiger Flucht in das Wolkenkuckucksheim irgendwelcher ferner Visionen. Hitler und Merkel werden so zu Fokalpunkten bestimmter Charakterzüge der Massen. Hätte es zufällig (ja, zufällig!) andere „Fokalpunkte“ gegen, etwa General Schleicher oder Schäuble, wäre die Geschichte vollkommen anders verlaufen – aber doch nach massenpsychologischen Gesetzmäßigkeiten!

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen* (Teil 1)

18. April 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Der rechte Blick auf DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 2)

21. März 2020

Kaum ein Tag geht vorbei, nein, KEIN Tag geht vorbei, ohne daß sich die breite Öffentlichkeit mit dem Nationalsozialismus beschäftigt. Kaum etwas scheint die Menschen mehr zu faszinieren. Leute wie etwa Rudolf Bahro bringen das dann mit „raunenden Tiefen“ in Zusammenhang, die in Resonanz geraten. Mit anderen Worten geht es um den verzerrten Kontakt zum bioenergetischen Kern, der jedem rechten Syndrom zu eigen ist. Ich verweise auf meine ausführlichen Ausführungen zum Thema in Der Blaue Faschismus:

Ulrike Meinhof und andere führen das besagte Faszinosum auf einen ganz anderen Faktor zurück, nämlich darauf, daß die Nationalsozialisten etwas bekämpften, das uns, die Guten, unterdrückt, das Böse schlechthin, nämlich den Kapitalismus, den bereits der junge Marx mit dem Judentum gleichgesetzt (sic!) hatte. Meinhof 1972: „Auschwitz heißt, daß sechs Millionen Juden ermordet und auf die Müllkippe Europas gekarrt wurden als das, als was man sie ausgab – als Geldjuden. Der Antisemitismus war seinem Wesen nach antikapitalistisch. Mit der Vernichtung von sechs Millionen Juden wurde die Sehnsucht der Deutschen nach Freiheit von Geld und Ausbeutung mit ermordet… Ohne daß wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen – denn die Leute haben ja wirklich nicht gewußt, was in den Konzentrationslagern vorging –, können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren.“ In orgonomischer Begrifflichkeit ging es den Nationalsozialisten um die Bekämpfung der Emotionellen Pest!

Ungefähr 1942 schrieb Reich:

(…) Die Träger der emotionellen Pest (…) haben die Enthüllung der emotionellen Pest in den stillen Arbeitsräumen der Charakteranalytiker und Vegetotherapeuten erraten und als Bedrohung empfunden. Sie haben, ohne selbst unmittelbar betroffen zu sein, darauf mit den Mitteln der Diffamierung und der spezifischen Pestreaktion geantwortet (…) Die Pest kam durch wohlverhüllte und rationalisierte Aktionen möglichen Enthüllungen zuvor. Sie benahm sich wie ein Mörder in vornehmer Kleidung, dem die Maske vom Gesicht gerissen wird. Die Pest hatte mehr als ein Jahrzehnt lang Erfolg; es wäre ihr fast gelungen, ihre Existenz für weitere Jahrhunderte ungestört zu sichern. Sie hätte auch Erfolg gehabt, wenn sie nicht in Form der Diktaturen und der Massenverseuchung allzu verheerend und allzu offenkundig aufgetreten wäre. Sie hat einen Krieg von ungeahnten Ausmaßen angezettelt und zum chronischen, alltäglichen Mord hinzugefügt. Sie versuchte sich hinter hohen „staatlichen Interessen“ und „neuen Ordnungen“, hinter „Tausendjährigen Reichen“ und „rassischen Ansprüchen“ zu verbergen. Jahrelang wurde ihr von einer [aus] psychiatrisch[er Sicht] kranken Welt Glauben geschenkt. Aber sie hat sich zu sehr verraten. Sie hat das natürliche Lebensgefühl aller Menschen gestreift; denn sie hat keine Familie und keinen Beruf unberührt gelassen. Was der Charakteranalytiker und Vegetotherapeut in seinem stillen Arbeitsraum so lange und so gut zu erforschen und zu bekämpfen gelernt hatte, floß mit einem Male in Eines mit den Erscheinungen der Weltkatastrophe. Die Grundzüge waren im kleinen wie im großen dieselben. (…) (Charakteranalyse, KiWi, S. 367f)

„Sie hat einen Krieg von ungeahnten Ausmaßen angezettelt…“ An wessen Rede erinnert uns das? In seiner Reichstagsrede vom 30. Januar 1939 zeigte sich Hitler entschlossen, die Juden „abzuschieben“. Europa könne „nicht mehr zur Ruhe kommen, bevor die jüdische Frage ausgeräumt ist“. Es müsse „endgültig mit der Meinung gebrochen werden, als sei das jüdische Volk vom lieben Gott eben dazu bestimmt, in einem gewissen Prozentsatz Nutznießer am Körper und an der produktiven Arbeit anderer Völker zu sein“. Und schließlich: „Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Es ist unverkennbar, daß die deutschen Nationalsozialisten die Juden als eine Art „emotionale Pest“ betrachteten und sogar ganz explizit mit „Pestratten“ gleichsetzten. Etwa Goebbels, der ganz in christlicher Tradition in den Juden die „menschgewordene Lüge“ sah, so wie Christus die Verkörperung der Wahrheit ist. Die Satansbrut schlechthin, die mit Diffamierung arbeitet und indem sie anderen das vorwirft, was sie selber tut, etwa rassistisch zu sein. Das alles wohlverhüllt unter dem Deckmantel ein normaler Europäer zu sein. Dank dieser Mimikry hätte diese Pest sich immer weiter ausbreiten können, hätte sie es nicht in Gestalt des „finanzkapitalistischen“ Ersten Weltkrieges und des bolschewistischen Terrors zu weit getrieben und in der Weimarer Republik das deutsche Lebensgefühl nicht zu „frech“ verletzt.

Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, daß die Nationalsozialisten bei ihren Anschuldigungen gegen „die Juden“ stets explizit einen wissenschaftlichen und insbesondere einen ärztlichen Anspruch hatten als Aufklärer, Humanisten (sic!), Eugeniker und „Rassenhygieniker“ in vermeintlicher Nachfolge von Charles Darwin und Ernst Haeckel.

Der Nationalsozialismus wird solange ein Faszinosum bleiben, und zwar ein sehr ungesundes und abstoßendes, solange die Massen nicht erkennen, worum es ihnen bei diesem ihrem denkbar schmutzigen Hobby unbewußt wirklich geht: die Verbindung zum bioenergetischen Kern (Genitalität, Arbeitsdemokratie) durch Sequestration der sekundären Charakterschicht, d.h. der Emotionellen Pest.

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Paul Mathews: People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

1. November 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 6)

16. August 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Peter ist Euer Erlöser! (Das Nasselsteinistische Manifest) (Teil 3)

12. Juni 2019

Stichwort „Hitler-Deutschland, das sich kaum von der Bundesrepublik 1975 unterscheidet“:

Das sollte den ketzerischen Gedanken verbannen, daß unsere Väter bzw. Großväter an der Westfront sich mit letzter Kraft gegen den „westlichen Verfall“ gestemmt hätten. Erstens war der Nationalsozialismus selbst eine antiautoritäre (sic!) Verfallserscheinung, d.h. lokale, traditionelle Autoritäten wurden durch eine zentrale Autorität ersetzt und es ist kein Zufall, daß die Sperrspitze der antiautoritären Gesellschaft, die Fetischszene (sei es die sexuelle oder die gutmenschliche!), gar nicht genug haben kann von Holocaust, Hitler, Naziemblemen und –Uniformen. Wenn das Hitler-Regime irgendwas war, dann Hollywood und „Rockkonzert“.

Nicht nur die Arbeitsdemokratie wirkt fort, unabhängig von jedwedem ideologischen Überbau, auch die geschichtliche Entwicklung läuft weitgehend autonom weiter, egal wie man sich auch immer gegen sie stemmen mag. Nehmen wir das klerikalfaschistische Regime in Spanien, das mit 200 000 in Massengräbern verscharrten Ermordeten zumindest anfangs weitaus blutrünstiger war, als Hitler-Deutschland vor (!) dem Krieg. Trotzdem hat sich Spanien kontinuierlich in einen antiautoritären Alptraum verwandelt. Das gleiche gilt für die klerikalfaschistischen Regime im drogenverseuchten Iran, in der Türkei und in der arabischen Welt. Der „Islamische Staat“ war genauso eine antiautoritäre Verfallserscheinung wie der Nationalsozialismus zuvor, auch wenn die autoritäre Ideologie jeweils das diametrale Gegenteil aussagte.

Man kann die Geschichte nicht aufhalten, denn die ist nichts anderes als die Entfaltung der biologischen Orgonenergie. Weltweit löst sich die rigide Panzerung der Massen auf und die zuvor in Schach gehaltenen sekundären Triebe veranstalten eine blutige Walpurgisnacht, die alles mit sich in den Abgrund reißt. Die Menschen wissen ja heute nicht mal mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind!

Was geschieht und was zu tun ist, erfährt man ausschließlich aus der Lektüre von Reich, Elsworth F. Baker/Paul Mathews und insbesondere Charles Konia.