Wer kennt sie nicht, die moralinsauren Fratzen von rotgrünen Politikern, Journalisten und „Aktivisten“! Weißt man auf das Leid der Millionen Vertriebenen aus den Ostgebieten oder der Opfer des alliierten Bombenterrors hin, perlt es an ihrer aalglatten Oberfläche ab wie Dreck. Ihre widerwärtige herzlose „Moral“ und ihr vermeintliches „Mitgefühl“ wird nur durch das Elend ganz bestimmter Gruppen aktiviert, etwa Juden oder Palästinenser, während sie die Not anderer vollkommen kalt läßt, wenn sie sie nicht sogar rechtfertigen bzw. relativieren. Die Opferzahlen etwa in Dresden 1945 werden soweit heruntergespielt, daß das ganze in einer Art Grundrauschen verschwindet. Was bleibt, ist ein gleichgültiges Schulterzucken. Oder beispielsweise wären die Opfer des Stalinismus notwendig gewesen, um sich der Nationalsozialisten erwehren zu können. Der Jude, der dich ständig mit seiner Betonung des angeblich grassiereden Antisemitismus nervt und dessen einzige Religion der Holocaust ist, kann kaum den „Untergang Edoms und Amaleks“ erwarten. Kritisiert man diesen faschistoiden Wahnwitz, ist man – „Antisemit“! Der Wahnsinn, oder sagen wir lieber die Niedertracht, kennt keine Grenzen.
Immer sind die anderen schuld. Wie Reich in Äther, Gott und Teufel schrieb:
Die Menschheit, in Millionen Fraktionen, Gruppen, Nationen und zuletzt Staaten aufgesplittert, zerfleischte sich mit gegenseitigen Beschuldigungen. „Die Griechen sind schuld“, sagten die Römer, und „die Römer sind schuld“, sagten die Griechen. So bekriegten sie einander. „Die alten jüdischen Priester sind schuld“, riefen die jungen Christen; „Die Christen haben den falschen Messiah gepredigt“, riefen die Juden und schlugen den harmlosen Jesus ans Kreuz. „Die Mohammedaner und Türken und Hunnen sind schuld“, schrien die Kreuzfahrer. „Die Hexen und die Ketzer sind schuld“, heulten die späteren Christen jahrhundertelang und mordeten, henkten, räderten, verbrannten Ketzer. (…) „Die Königin ist schuld“, riefen die Volksvertreter und köpften die Königin. Das Volk tanzte heulend um die Guillotine. Es produzierte Napoleon. „Die Österreicher, die Preußen, die Russen sind schuld“, hieß es nun. „Napoleon ist schuld“, klang es zurück. „Die Maschinen sind schuld“, schrien die Weber, und „Das proletarische Lumpenpack ist schuld“, klang es zurück. „Die Monarchie ist schuld, es lebe die Konstitution!“ riefen die Bürger. „Das Bürgertum und die Konstitution sind schuld, erschlagt sie, hoch die Diktatur des Proletariats“, riefen die proletarischen Diktatoren, und „die Russen sind schuld“, brüllte es zurück. „Deutschland ist schuld“, riefen die Japaner und die Italiener im Jahre 1915. „England ist schuld“, riefen die Väter der Proletarier 1939, und „Deutschland ist schuld“, riefen dieselben Väter der Proletarier1942. „Italien, Deutschland und Japan sind schuld“, heißt es 1940. (S. 29f)
Der Punkt dabei ist, daß es immer um die Auseinandersetzung zwischen A und B geht. Einer von beiden hat immer Schuld und wird vom jeweils anderen angeklagt. Man nehme etwa das Verhalten der Deutschen gegen die Polen während des Zweiten Weltkriegs. Ausgespart wird das Verhalten der Polen gegenüber den Deutschen vor und nach dem Krieg!
Reich:
Nur wenn man sich streng außerhalb dieses Inferno hält, vermag man zu staunen, daß das Menschentier fortfuhr „schuldig“ zu rufen, ohne an seinem Verstande zu zweifeln; ohne daß es einer Menschenseele eingefallen wäre, nach der Herkunft der Schuld zu fragen. (S. 30f)
Die ganze viehische „moralische“ Empörerei dient nur dazu die wirkliche Sauerei unsichtbar zu machen, nämlich die lebensfeindliche Emotionelle Pest, die dem ganzen zugrundeliegt: C.
Deine „Mahnmale“ und „Gedenktage“ bedeuten mir rein gar nichts und wenn ich in deine Betroffenheitsvisage schauen muß, könnte ich im Strahl KOTZEN! Es ist ausnahmslos eine denkbar perfide Lüge. Dabei geht es mir nicht um ein Aufrechnen der Schandtaten von Deutschen an Tschechen und Tschechen an Sudetendeutschen, um ein beliebiges Beispiel herauszugreifen, sondern um das Schandtaten-Verüben an sich bzw. um die Beweggründe hinter allen Schandtaten. Diese tiefere Ebene, der Punkt C, wird verdeckt, unzugänglich gemacht, nie angegangen – und zwar desto effektiver je intensiver man die Gegenseite bekämpft: A gegen B bzw. B gegen A, das jeweils „Gute“ gegen das jeweils „Böse“. Und das stets mit einem fanatischen Moralismus. Eine „Moral“, die verkündet, alle Weißen, alle Männer, alle „Leugner“ müßten ermordet werden! Eine „Moral“ die wirklich jede denkbare Scheußlichkeit rechtfertigt und mit einem Heiligenschein versieht: Deine gesamte Moral, dein „Antifaschismus“, ist eine mörderische Lüge! Und je moralischer und „edler“ du mir daherkommst, desto widerlicher bist du mir.
Der Leser wird fragen, ob diese meine Empörung nicht selbst Ausdruck einer Moral ist. Nun, die übliche Moral des Bereichs „A gegen B“ (Neurose und Politik) ist, wie erläutert, eine bloße Pseudomoral, die die groteske blutige Travestie der natürlichen Moral (Genitalität gegen Emotionelle Pest: Sexualökonomie, Arbeitsdemokratie gegen Emotionelle Pest: Ökonomie) ist.
Warum der ganze Asylirrsinn? Was trieb etwa eine Nation wie Schweden dazu, sich seit Jahrzehnten minderbegabte und schlichtweg nicht integrierbare Moslems ins Land zu holen, die nichts besseres zu tun haben, als irgendwas mit schwedischen Frauen zu tun und ganze Straßenzüge zu ihren Territorium zu erklären, aus dem sich der schwedische Staat gefälligst fernzuhalten habe?
Da sind erst mal die ganz spezifischen Schuldgefühle wegen dem, was im Zweiten Weltkrieg geschah: während die skandinavischen Brudervölker, die Dänen und Norweger, okkupiert waren und heldenhaft Widerstand leisteten, prosperierte Schweden im Handel mit für das Großdeutsche Reich überlebensnotwendigen Rohstoffen und Gütern. Zu allem Überfluß galten die Schweden auch noch als „rassereine“ Superarier!
Sodann generell die Schuld des Weißen Mannes: Man nehme etwa die vielfach verfilmten Bestseller von Henning Mankell („Kommissar Wallander“), die nur ein Thema kennen: Europas Schuld an der Ausplünderung der Welt, die ohne den Weißen Mann ein Paradies wäre. Wikipedia zufolge war Mankell „in der schwedischen 68er-Bewegung politisch aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika“. Heute streite er für die Sache der „Palästinenser“, vergleiche Israel mit dem Apartheidsystem Südafrikas, etc. – ein Linker.
Das Schuldgefühl wird befeuert durch den Aufstand gegen das Establishment (dem Vater) und die Identifikation mit den „Entrechteten“ (den Söhnen). Das erstere ist per se böse, die letzteren per se gut. Die edlen Wilden nach Europa zu holen, um sie dort die Töchter der Spießer vergewaltigen zu lassen, – diese Vorstellung motiviert Linke wie Mankell. Wenn sie dann den Spießer durch Einimpfen von Schuldgefühlen dazu gebracht haben, daß er sich dergestalt auch noch gerne bereichern läßt, können sich die Linken in ihrem Triumpf suhlen. Jedes braune Baby einer alleinerziehenden blonden Mutter ist das Siegel ihres Erfolges. Es ist ihre biologische Revolution, genauso wie Auschwitz die biologische Revolution der Nazis war.
Bioenergetisch betrachtet sind Schuldgefühle Aggression, die in der Panzerung gefangen ist. Das führt zu Masochismus, d.h. der Sehnsucht von außen her (also ohne erneut selbst Schuld auf sich zu laden) „aufgerissen“ zu werden, so daß die aufgestaute Energie ohne eigenes Zutun wieder frei fließen kann.
Die Rebellion richtet sich letztendlich gegen „das Patriarchat“, die Panzerung an sich, die mit dem Weißen Mann auf eine ähnliche Weise identifiziert wird, wie die Hitlerfaschisten die Panzerung mit „den Juden“ identifiziert haben. Beide Seiten, die rotgrünen Multikultis und die Nazis, streben die biologische Revolution an, d.h. die Beseitigung der Panzerung, – was für diese Faschisten synonym mit Völkermord ist.
In seinem Buch Warum die Deutschen? Warum die Juden? vertritt Götz Aly die These, daß der Sozialneid gegenüber einer Bevölkerungsgruppe für den Holocaust verantwortlich war, die auf spektakuläre Weise den sozialen Aufstieg geschafft hatte.
Gegen diese quasi „materialistische“ These wenden Historiker wie Hans-Ulrich Wehler quasi „idealistisch“ ein, daß der Antisemitismus eine lange christliche Tradition hat, die sich schließlich auf unheilvolle Weise mit rassistischen und nationalistischen Vorstellungen vermengte. Es habe dann nur noch eines „Katalysatoren“ wie Adolf Hitler bedurft, um in einer apokalyptischen Katastrophe zu münden.
Beiden Anschauungen fehlt die tiefere, bioenergetische Sichtweise: der Holocaust ist weniger ein antikapitalistisches Ereignis, noch ein quasi „religiöses“ (die Vernichtung der „Kinder der Finsternis“), sondern in erster Linie eine mißlungene biologische Revolution. Es ging um die Beseitigung des „alttestamentarischen kastrierenden Vaters“ (Kapitalisten) und gleichzeitig um die des rebellischen Sohnes („Bolschewisten“):
Ähnliches ereignete sich in Indonesien zu Zeiten der Machtübernahme Suhartos beim Völkermord gegen die wirtschaftlich extrem erfolgreichen („kapitalistischen“) und gleichzeitig subversiven („Maoistischen“) Chinesen („die Juden Ostasiens“). Diese Motive klangen auch beim Völkermord an den Tutsis in Ruanda oder etwa bei der Zerschlagung des Tamilen-Aufstandes auf Ceylon an.
Man kann hier jeweils quasi „Marxistische“ (ökonomische) und „idealistische“ (kulturhistorische) Gründe anführen, sich dergestalt in alle Ewigkeit über die „wahren Ursachen“ des „Unbegreiflichen“ streiten. Zu einem Ergebnis wird man erst gelangen, wenn man die widersprüchliche, d.h. faschistische Charakterstruktur der Massen berücksichtigt, in der sich irrationale Rebellion und irrationale Reaktion die Waage halten, bis dieser unerträgliche Spannungszustand eines Tages durch die Propaganda eines Modjus zur Explosion führt – nach der sich nichts, aber auch rein gar nichts geändert haben wird, außer daß Millionen Leichen von Unschuldigen daliegen, die auf die denkbar grausamste Weise ermordet wurden.
Hitler ist interessant, weil kaum eine Woche, manchmal kaum ein Tag vergeht, in der bzw. an dem nicht mal wieder eine neue Hitler-Story laut quiekend durchs Dorf getrieben wird. Wie oft taucht eine Hitler-Schlagzeile in der BILD-Zeitung auf!
Es ist offensichtlich, warum das so ist: Hitler verkörpert das absolut Böse und jeder, der sich von diesem Bösen distanziert, gehört automatisch zu den Guten. Erinnert verdammt an den Sündenbock Jesus, der jedem, der sich zu ihm bekennt, erlöst. Oder, noch perverser, es erinnert an die Juden in Hitler-Deutschland, die das absolut Böse verkörpert haben – und deren Beschreibung durch die Nationalsozialisten fast eine perfekte Beschreibung der Emotionellen Pest war – d.h. des Hitlerismus selbst…
Über diese verzwickte Dialektik wären wir bei einem zweiten Grund für die heutige Hitler-Begeisterung angekommen: die Menschen spüren, daß es um das wichtigste Thema überhaupt geht, die Emotionelle Pest. Alles andere ist vollkommen nebensächlich und teilweise kontraproduktiv, solange die Menschen nicht die Emotionelle Pest sehen, verstehen und bewältigen. In der Person Hitlers wird die Pest in jeder Hinsicht greifbar, deshalb das Faszinosum.
Das Thema Hitler wäre platt und ohne jedes Interesse, wenn es nicht noch in einer weiteren Hinsicht die Pest sichtbar machen würde. Hitler wurde gewählt, wäre auch weiterhin gewählt worden, wenn es denn, mal abgesehen vom Saarland, eine Wahlmöglichkeit gegeben hätte, und er wurde von den Eliten unterstützt, weil er die Schwäche der Demokratie und des Rechtsstaates offenlegte. Wie kann man das Schicksal eines ganzen Volkes dem Geschacher von Koalitionsverhandlungen und irgendwelchen obsoleten Gesetzen ausliefern?! Wie können sich erwachsene Menschen mit Politik und „Recht“ beschäftigen, die Probleme schaffen, die es ohne sie gar nicht gäbe? (Recht ist ein Äquivalent der Panzerung, Politik eines der sekundären Triebe, die durch die Panzerung erzeugt werden.) Wie konnten sich rassistische Kolonialreiche wie England, Frankreich, Holland, Belgien und Polen (das eine blutige, nur als viehisch zu bezeichnende Polonisierung innerhalb der eigenen Grenzen durchführte) zu Champions des Menschen- und Völkerrechts aufspielen? Hitler machte die ganze abgrundtiefe Verlogenheit der westlichen Zivilisation auf geradezu subversive Art und Weise sichtbar.
Und schließlich zeigt Hitler, wie „rational“ der Wahnsinn sein kann. Man nehme seine drei größten Verbrechen bzw. Fehlentscheidungen: den Überfall auf die UdSSR, den Holocaust und die Kriegserklärung an die USA.
Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg verloren, weil es ausgehungert werden konnte und nicht ausreichend Ressourcen im eigenen Territorium hatte. Das sollte diesmal mit der Eroberung des Ostens, insbesondere aber der „Kornkammer“ Ukraine, unmöglich sein.
Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg verloren, weil, obwohl die Fronten weit im Feindesland lagen und es mit damaliger Kriegstechnik so gut wie unmöglich war, den Rhein unter Beschuß zu überqueren, wären im Westen diese Fronten zusammengebrochen, – die Heimatfront nicht mehr mitspielte. Objektiv war es vollkommener Unsinn, aber subjektiv, von seinen Erfahrungen in München her und durch einen tief verwurzelten Antisemitismus der deutschen Eliten verstärkt, war es nur naheliegend, „dem Judentum“ diesen Verrat zuzuschreiben, wie es übrigens auch Wilhelm II. tat, – und dieses vermeintliche Problem ein für allemal aus dem Weg zu räumen (wobei es zu einer ständigen Radikalisierung bis hin zur Shoa kam). Ein identisches „Denken“ findet sich bei unseren „Antifaschisten“ mit ihrem eliminatorischen „Nazis raus!“ und ihrer Begeisterung für den „Volkstod“!
Und schließlich die Kriegserklärung an die USA: im Ersten Weltkrieg hatte Deutschland darunter gelitten, daß es keinen einzigen überseeischen Verbündeten hatte und sich entsprechend der ganze Planet gegen dieses eine Land verbündete. Was war nun naheliegender als die Allianz mit Japan von einer bloßen diplomatischen Formalität zu einer lebendigen Realität zu machen?
Was objektiv der helle Wahnsinn war, war von der Innensicht her vollkommen folgerichtig und „rational“. Wahrscheinlich ist auch Merkel davon überzeugt, daß ihre wahnwitzige Politik, die jeder Realität Hohn spricht, rational war! Begibt man sich in dieses Wahnsystem hinein, wirkt tatsächlich alles „ganz vernünftig“.
Das bringt mich schließlich zum letzten Punkt: zu Hitler selbst. Wie war ein solcher pseudo-rationaler, verbrecherischer Irrsinn möglich? Moral und Ethik sollen uns hier nicht interessieren, etwa die Frage, ob Hitler „böse“ war, gar ein „Genie des Bösen“, sondern einzig und allein die charakterstrukturelle bzw. bioenergetische Sichtweise. Aus dieser wird Hitler nämlich zu einer Erscheinung der Gegenwart. Hitler ist nicht nur aktuell, weil er die Emotionelle Pest in der gegenwärtigen westlichen Demokratie sichtbar macht, sondern auch, weil er ein durch und durch moderner Mensch ist: er war so, wie das Endresultat der anti-autoritären Gesellschaft aussieht – der bioenergetisch abgestorbene Mensch. Ein Mensch, wie ihn die heutige vollkommen mechanisierte Welt, eine Welt voller kiffender Kids, deren Seelen vor Bildschirmen verkümmern, massenhaft erzeugt. Heute sind erschreckend viele Kinder und Jugendliche „lebende“ Leichname – wie der Psychopath Hitler einer war.
Ich zitiere den amerikanischen Orgonomen Robert Harman:
Der Soziopath scheint ein unter-reaktives sympathisches Nervensystem zu haben: In vielen Fällen scheint der kriminelle Soziopath sehr wenig autonome Reaktivität aufzuweisen. Vom Standpunkt der Lebensfunktionen des plasmatischen Apparats funktionieren solche Individuen, als ob sie bereits tot wären. (…) Es kann sein, daß der emotionell pestkranke Charakter eine Erkrankung ist, bei der die chronische Sympathikotonie nicht wirksam ist, zumindest im üblichen Sinne. Wenn das der Fall ist, erklärt das Fehlen von Sympathikotonie einen Teil der Anziehungskraft und Faszination, die der gepanzerte Mensch, der durch eine chronische Kontraktion verkrüppelt ist, in Anwesenheit des emotionell pestkranken Charakters verspürt. Das Fehlen von Sympathikotonie erklärt auch die Anfälligkeit der Massen für die Pest (der Emotionellen Pest zu erliegen wird als Erleichterung erlebt). (Harman: „The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep”, The Journal of Orgonomy, 41(1), 2007, S. 32)
Es ist von daher nur natürlich, daß in der anti-autoritären Gesellschaft der, wie Rech ihn nannte, „Generalpsychopath“ Hitler ein immer größeres Faszinosum wird, immer attraktiver wird. Ein Mensch, der nach übereinstimmenden Zeugenaussagen, man denke nur an Albert Speer, innerlich vollkommen leer war, innerlich tot, unfähig menschliche Beziehungen einzugehen und irgendetwas anderes zu fühlen als Haß, Sentimentalität, Schadenfreude und Selbstmitleid. Um ihn herum erstarb alles Leben.
Aber zurück zu etwas anderem: Die in einem Nebensatz erwähnte Gleichsetzung von Recht und Panzerung sowie von Politik und sekundären Trieben läßt sich leicht vergegenwärtigen. Man nehme etwa den Fall, daß eine Ehefrau ihren Gatten nach langer Planung umbringt, dabei dessen Arglosigkeit ausnutzt und möglichst schnell Zugriff auf sein Vermögen haben will, das ihr nach seinem Ableben zufällt. Das ist Mord und muß mit lebenslanger Haft geahndet werden, obwohl sie mit seiner Beseitigung Deutschland definitiv schöner gemacht hat und er sie und ihre Kinder jahrzehntelang geschlagen und sexuell mißbraucht hatte und es abzusehen war, daß er schließlich seine ganze Familie umbringt. Hätte sich dieser gemeingefährliche Sadist betrunken und „im Affekt“ einen beliebigen Passanten totgetreten, wäre das im schlimmsten Fall Todschlag gewesen und wäre mit wenigen Jahren Gefängnis abgegolten. Die Absurditäten des Rechts sind zahllos, teilweise schlichtweg verbrecherisch. Beispielsweise war es das Sexualstrafrecht immer und wird es immer sein. Man kann lebendige, unendlich facettenreiche Vorgänge nicht in starre Paragraphen zwängen, ohne ein heilloses Durcheinander zu erzeugen. Beispielsweise mag Reich „formaljuristisch“ schuldig gewesen sein, doch faktisch, d.h. vom Blickwinkel des lebendigen Lebens aus betrachtet, war das alles Unfug und eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Genau aus diesem Grunde hat er ja auch für solche Fälle spezielle Kommissionen vorgeschlagen, die an Stelle der Gerichte treten sollten, um die Machenschaften der Emotionellen Pest aufzudecken.
Daß das Recht mit Panzerung identisch ist, wird auch evident, wenn man sich vergegenwärtigt, daß der Panzer alles heillos verkompliziert und zu stereotypem Verhalten führt – so als folge man weltfremden, starren Gesetzen. Das entsprechende Verhalten führt zu ewigen Mißverständnissen und Auseinandersetzungen, die nach „Diplomatie“ und „Politik“ im alltäglichen Umgang verlangen, statt einfachem menschlichen Kontakt.
Das ganze sieht ungefähr wie folgt aus:
Ich glaube keinen Augenblick, daß unsere „Antifaschisten“ wirkliche Antifaschisten sind. Sie kämpfen so verbissen gegen Hitler, können dabei gleichzeitig gar nicht genug von ihm haben, weil er wie kein anderer den ganzen Wahnsinn unserer westlichen Zivilisation bloßgelegt hat, die mit „Recht“ und „Demokratie“ alles retten will, dabei aber alles kaputtmacht. (Man denke daran, daß nach 80 Jahren Demokratie das deutsche Volk kurz vor der Auslöschung steht!) In Die Massenpsychologie des Faschismus kann man nachlesen, daß Reich hoffte, die Besiegung des Hitlerismus würde die Massen zur Vernunft bringen und sie dazu bewegen, daß sie an die Stelle der formalen Demokratie, die immer im Hitlerismus münden müsse, eine wirkliche Demokratie setzen würden, eine Arbeitsdemokratie.
Glaub nicht den Politologen, Kommentatoren und „Demokraten“, die dir mit Popper, Habermas und anderen Idioten kommen, – es sind Kinder, die nichts, aber auch rein gar nichts begriffen haben. Sie glauben an das Recht, den Dialog und den restlichen frommen Schwachsinn. Bedeutet das, daß ich nicht daran glaube? Ohne das Wissen um die Panzerung im allgemeinen und die Emotionelle Pest im besonderen ist das alles in der Tat frommer Schwachsinn, mit diesem Wissen zeigt sich jedoch, daß und wie Recht und Demokratie lebendige Realität werden können.
Und noch ein letztes Wort: In den 1940er Jahren wurden die Juden von den ach so moralischen und demokratischen Westmächten geopfert, d.h. die Maschinerie des Holocaust wurde in keinster Weise gestört und sei es auch nur durch öffentlich machen des Menschheitsverbrechens. Man wollte unter allen Umständen vermeiden, daß der Eindruck entstehe, es würde „für die Juden“ Krieg geführt werden. Heute kümmert man sich einen Dreck um das Martyrium des orientalischen Christentums, um den Eindruck zu vermeiden, es handele sich einen „christlichen Krieg“ gegen den Islam. Nichts, nichts hat sich geändert! Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich im Strahl kotzen möchte.
Das Hauptproblem des Linksliberalen ist sein Schuldgefühl. Wegen seines wie auch immer verzerrten Kontakts zum bioenergetischen Kern, findet der Konservative Entlastung von seiner Schuld durch „die Vergebung Gottes“ bzw. deren emotionalen Entsprechungen. Der Linksliberale hat einen sehr prekären Kontakt zum Kern und muß deshalb seine Schuld durch „soziale“ Aktivitäten buchstäblich abarbeiten. Alles, was der Gutmensch tut, ist ein „Ablaßhandel“. Das funktioniert natürlich mehr schlecht als recht und deshalb kommt Hitler ins Spiel. Es muß etwas absolut Böses geben, gegen das man sich wohltuend als das absolut Gute abheben kann. Entsprechend wurde bereits vor langem der antitotalitäre Konsens gekündigt und die Sowjetunion zum „Befreier vom Faschismus“ exkulpiert. Den Holocaust in irgendeinen, wie auch immer gearteten Kontext zu stellen, wäre sozialer Selbstmord, und anzudeuten, daß Hitler durchaus etwas richtig gesehen hat, – man könnte sich wirklich gleich selbst die Kugel geben… Damit ist aus charakterologischen Gründen ein Verständnis des Phänomens „Hitler“ in der heutigen Zeit schlichtweg ausgeschlossen!
Soweit ich zurückdenken kann, habe ich Hitler verflucht, weil er „den Russen an die Elbe gebracht hat“. Tatsächlich kann man sich aber die berechtigte Frage stellen, ob die Wehrmacht nicht der in Angriffsstellung befindlichen Roten Armee in letzter Sekunde in den Arm gefallen ist und ob es nicht ihr heroischer Abwehrkampf war, der verhindert hat, daß die Russen bis zum Atlantik durchmarschiert sind. Man muß schlichtweg komplett verpeilt oder dumm wie Brot sein, um nicht zu sehen, daß Stalin, genauso wie etwa Trotzki, die Weltrevolution wollte. Es sollte nur alles schön kontrolliert ablaufen, nämlich auf einem Territorium das zuvor von Sowjetpanzern plattgewalzt worden ist. Aber, wie gesagt, niemand darf böser als der Böse schlechthin sein!
Die Verfolgung und Ermordung der Juden: Ohne den Holocaust macht der Nationalsozialismus keinen Sinn. Man muß sich einfach dazu bequemen, tatsächlich zu lesen, was Hitler und die Hitleristen über die Juden geschrieben haben. Die Juden seien eine Kraft, die allen biologischen Gesetzen (jedenfalls das, was ein Leser der populärwissenschaftlichen Schriften Ernst Haeckels damals dafür hielt!) entgegenarbeiten und die deshalb diesen Planeten über kurz oder lang in einen „weiteren Mond“ verwandeln würden. Die entsprechenden „Charaktereigenschaften“ seien angeboren und nicht veränderbar. Wegen diesem hanebüchenen Unsinn wurden sechs Millionen Kinder, Frauen, Greise, Greisinnen und Männer unterschiedslos ermordet und zu diesem Beginnen aus aller Herren Länder herangekarrt.
„Intellekt“ und „Intellektueller“ galt als „undeutsch“ und „jüdisch“. Die Nazis unterstellten den Juden, ganz im „Intellekt“ aufzugehen, d.h. im „kritischen zersetzenden, sterilen Denkvermögen“. Der Jude sei wurzellos, „intellektualisiert“ und zynisch, könne nur „zersetzen und negieren“. Weitere Stichworte: Stadtmenschen, Wurzellose, „Asphalt“, Literatentum, Kaffeehaus, entseelt und diesseitig, bar jeder Tiefe und bar jeder Leidenschaft. Am besten wird das ganze von Goebbels zusammengefaßt, wenn er von „einer bestimmten Geistes- und Charakterhaltung“ spricht, „die das Resultat einer völligen Überwucherung der Kräfte des Instinkts und des Gefühls durch solche eines diabolischen Intellekts und einer eiskalten, dunkelhaften Berechnung ist“ (Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, Berlin 2007, S. 316f).
Was haben die psychotischen Nationalsozialisten eigentlich verfolgt? Nein, natürlich nicht den emotionell pestkranken „pseudo-liberalen Charakter“ bzw. „modern liberal“, aber eine Entsprechung. Das wird auch deutlich, wenn sie dieser irrealen Chimäre „Jude“ alle nur denkbare Hinterlist und Bösartigkeit andichten, so als wollten sie die Emotionelle Pest beschreiben.
Ähnlich ist es mit dem Haß der Nazis auf das Christentum und der Frage bestellt, warum Leute wie Hitler und Himmler den Islam bevorzugten. Aus ihrer Sicht würde das Christentum mit seiner Friedensbotschaft und dem „Hinhalten der anderen Wange“ im „Überlebenskampf der Rassen“ die christliche „weiße Rasse“ benachteiligen.
Ich will das hier nicht weiter ausführen. Man kann das ganze ohnehin nur vor dem Hintergrund der soziopolitischen Charakterologie verstehen. Als Schwarze Faschisten waren die Nazis in vieler Hinsicht das genaue Gegenteil der Kommunisten. Entsprechend hatten sie einen Blick für das, was zum Kommunismus führt: die „Zersetzungsarbeit“, des von seinem biologischen Kern abgeschnittenen pseudoliberalen Charakters und die Naivität und Blauäugigkeit des liberalen Charakters, der eben das ist: „liberal“.
Man kann den Antisemitismus und die Demokratiefeindlichkeit nicht mit Moral überwinden, sondern nur mit der Freilegung der von Reich, Baker und Konia dargelegten charakterologischen Zusammenhänge.
Ohne die Orgonomie muß jede Geschichtsschreibung belanglose Makulatur und Moralisiererei bleiben!
Aus funktioneller Sicht war der Erste Weltkrieg ein Angriff Frankreichs (das Rußland wirtschaftlich „in der Tasche hatte“) wegen nationalistischer Rache (Emotionelle Pest) im Verein mit England, das seinen wirtschaftlichen Rivalen Deutschland ein für allemal zu vernichten trachtete (Emotionelle Pest). Da der Versailler Vertrag nicht funktioniert hat, war der Zweite Weltkrieg einfach eine Fortsetzung des Ersten Weltkriegs. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, daß Frankreich und England sich um Polen oder gar um die Juden geschert haben? Hitlers Präventivkrieg gegen die Sowjetunion muß man separat einordnen.
Zunächst einmal ist es völlig irreführend, die Wehrmacht als militärisch überlegen zu betrachten. Tatsächlich war die französische Armee in ihrer Qualität und der Menge an Ausrüstung der deutschen Armee weit überlegen. Diese konnte nur aufgrund des militärischen Genies von General von Manstein und der völligen Inkompetenz der französischen Generäle, die sich hinter der idiotischen Ligne Maginot sicher fühlten, gewinnen. Während die Deutschen ohne nennenswerten Widerstand nach Paris marschierten, bewachten Hunderttausende französischer Elitesoldaten die Maginot-Linie… Als Deutschland die UdSSR angriff, war das nur deshalb ein spektakulärer Erfolg, weil sich die Rote Armee im Angriffsmodus befand, Angriffsstellungen eingenommen hatte und daher so gut wie wehrlos war. In Filmen werden nie die alten Doppeldecker gezeigt, die die Luftwaffe noch im Einsatz hatte, oder die Pferdefuhrwerke, mit denen das Heer gen Osten zog. Ohne Hitlers Angriff hätte die Rote Armee wenig später Europa erobert („vom Hitler-Faschismus befreit“). Währenddessen war die Roosevelt-Regierung im Wesentlichen ein Haufen von Kommunisten…
Im Jahr 1945 hat Stalin nicht wirklich gesiegt, sondern wurde schließlich hinter dem Eisernen Vorhang eingesperrt und seiner Dynamik beraubt. Ein halbes Jahrhundert später brach die Sowjetunion endgültig zusammen.
Was ist mit dem Holocaust? Dessen völlige Sinnlosigkeit macht ihn noch tragischer, – wenn das überhaupt möglich wäre. Bin ich ein deutscher Nationalist und Hitler-Fan? James DeMeo glaubte das schließlich von mir! Eigentlich hätte ich eine Fortsetzung des alten friedlichen „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ vorgezogen, das strukturell unfähig war, überhaupt irgendjemanden anzugreifen, aber leider durch die Emotionelle Pest (Napoleon) zerstört wurde. Ich würde jetzt in einem unabhängigen Staat leben, „Die Freie und Hansestadt Hamburg“, und neben dem freigewählten Hamburger Senat ansonsten nur einem in Wien oder sonstwo hofhaltenden, blassen römisch-deutschen Kaiser Untertan sein – und das auch nur weitgehend symbolisch. Hitler war einfach ein krimineller Psychopath (Reich nannte ihn „Generalpsychopath“) – und meine Verachtung für die deutsche Generalität ist maßlos, weil sie diese Witzfigur nicht rechtzeitig ausgeschaltet hat. Bin ich ein Nazi, wenn ich mich frage, warum Hitler am Ende des Krieges gegen die chemische und biologische Kriegsführung ein Veto eingelegt hat? Ich bin schlichtweg an Details interessiert, die nicht in die Erzählung passen, die uns etwa das Staatsfernsehen jeden Tag von neuem eintrichtert. Ansonsten verweise ich auf A.J.P. Taylors Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges – einem passionierten Deutschenhasser.
Die Schönheit Deutschlands vor der Katastrophe des Großen Krieges war schlichtweg unermeßlich. Durch das Erbe der Kleinstaaterei gab es praktisch keine „Provinz“. Jedes Kaff war irgendwann mal „Residenzstadt“, florierende Hansestadt oder „Pfalz“ gewesen und barst geradezu vor Kulturgütern. Selbst Fabriken sahen wie Schlösser aus (man denke nur an die Hamburger Speicherstadt). Ein Gutteil dieses Kulturerbes wurde von dem alliierten Bombenterror unwiederbringlich zerstört. Die Landschaft war noch nicht zersiedelt und durch „Flurbereinigung“ ruiniert. Ich schreibe dies in einem Waldstück am Rande Hamburgs. Ohne den Zuzug der Vertriebenen, Opfer des zweiten Menschheitsverbrechens nach dem erwähnten Bombenterror, würde ich jetzt nicht eine Siedlung zwischen den Bäumen erkennen, sondern mein Blick würde über Felder und Wiesen gleiten. Dieses Land ist geradezu abenteuerlich übervölkert. Und was tun wir? Der Hamburger Senat baut auch noch die letzten verwilderten Grünflächen mit Häusern für fremdrassische Neusiedler zu, die nichts, aber auch rein GAR NICHTS auf diesem geheiligten Boden zu suchen haben. Und das alles nur, um eine imaginäre „deutsche Schuld“ zu tilgen. Eine „Schuld“, die uns von Leuten ständig eingebleut wird, die zu einem Großteil Todfeinde Israels sind und dieses Land, DEUTSCHland, mit Antisemiten fluten! Deutschland und die Emotionelle Pest…
Ich habe mich nie sonderlich für den Versailler Vertrag interessiert. Wer tut das schon? Seit seiner Zeit haben sich derartig viele Tragödien in und an unserem Vaterland zugetragen, daß das eine Thema, welches einst alle, von ganz Rechts bis ganz Links befeuerte, zu einer bedeutungslosen Fußnote wurde. In Anbetracht der Tatsache, daß Deutschland durch den Wilson-Plan, der weniger wert war als das Papier, auf dem er geschrieben war, in diesen „Frieden“ gelockt wurde, werde ich jedoch zunehmend wütender. Ich will mein Geld zurück! (Die letzte Zahlung an die Kriegsverbrecher der Entente erfolgte am 3. Oktober 2010!)
Ohne Eingriff der Amerikaner wäre der zermürbende Stellungskrieg im Sande verlaufen, und man hätte sich politisch auf Einflußsphären einigen müssen. Alle Parteien waren erschöpft und am Ende ihrer Kräfte. Aber selbst, wenn Deutschland nicht kapituliert hätte, hätte es selbst angesichts der amerikanischen Truppen die Front (es gab ja nur noch die Westfront!) spätestens am Rhein stabilisieren können, der mit der damaligen Technologie für die westlichen Alliierten unter Beschuß ein unüberwindliches Hindernis darstellte. Auch wurde der Krieg in den USA angesichts der heimkehrenden Toten immer unpopulärer. Zudem konnte man die GIs kaum als Soldaten bezeichnen – sie waren naive Farmerjungen, die man in Uniformen gesteckt und auf einen fernen Kontinent verfrachtet hatte… Wenn ich an die Pogrome gegen Deutsche bei Kriegsausbruch in den USA denke oder daran, was mit Kriegsdienstverweigerern in den USA zu dieser Zeit getan wurde…
Wenn Deutschland nicht durch Wilsons haltlose Versprechungen in die vorzeitige Kapitulation gelockt worden wäre – es wäre kaum möglich gewesen, eine solche zu erzwingen. Stattdessen wurde Deutschland zusammen mit der Sowjetunion zum Paria der Welt. Daß die beiden von 1920 bis Ende 1932 im Geheimen militärisch kooperierten, war nur pragmatische Realpolitik und nicht sonderlich bemerkenswert, zumal Stalin 1937 90% aller von den Deutschen ausgebildeten Offiziere töten ließ, so daß nur die Deutschen langfristig davon profitierten. In den 1920er Jahren konnten sie in Rußland heimlich Waffen entwickeln und testen. Welche Nation auf der Erde hätte diese Gelegenheit nicht genutzt? Es ist irrational, daraus großartige Theorien über den Zusammenschluß des Schwarzen mit dem Roten Faschismus abzuleiten. Vergessen wir nicht, daß die Rote Armee 1945 über eine enorme Menge US-amerikanischer Militärausrüstung verfügte. Realpolitik!
Angesichts der beschriebenen Vorgeschichte eines durch und durch verlogenen Westens war es für Hitler ein Leichtes, als Wahrheitskrämer zu reüssieren. Er hatte vollkommen recht, als er beispielsweise die völlige Heuchelei des imperialistischen plutokratischen Westens verurteilte, der die sprachlos machende Impertinenz hatte, Italien hinsichtlich Abessiniens zu kritisieren. Wir wollen auch nicht vergessen, daß Churchill einer der blutrünstigsten Massenmörder und rassistischsten Kriegsverbrecher aller Zeiten war.
Was heute die Moslems sind, nämlich eine subversive Gruppe, die den Kern Europas angreift, waren damals die Kommunisten, die von Rechtsradikalen mit den Juden gleichgesetzt wurden. Aufgrund des Holocaust macht uns diese historische Parallele hilflos, und wir können der moslemischen Invasion Europas nicht entgegentreten. Täglich wird uns von den Massenmedien der Linken in den Kopf gehämmert, daß wir „wegen Auschwitz“ in Duldungsstarre zu verharren haben. Verständlicherweise ist es verlockend, die Nazis mit den Islamo-Faschisten gleichzusetzen, aber das ist meiner Meinung nach ebenso irreführend wie die Betonung der Liebesaffäre zwischen den Nazis und den Arabern.
Ich habe diesen Teil meiner Ausführungen vor allem gegen die in Amerika von orgonomischen Kreisen, insbesondere von dem mittlerweile verstorbenen James DeMeo, vertretene Geschichtsinterpretation geschrieben, die naiv an den „Wertewesten“ glaubt, wie wir ihn gerade beim planmäßigen Opfertod der ukrainischen Nation erleben – für die Profite der Rüstungsindustrie und die Zukunftsträume der Großkonzerne. Hier zur Ergänzung zwei „revisionistische“ Blicke auf den Zweiten Weltkrieg:
Gestern ging es vor allem um Peer Kusmagk. In seinem ersten Interview als Dschungelkönig hatte er die wichtigste Lektion verraten, die er in der RTL-Show gelernt hat: „Wenn man seinem Herzen folgt, dann kann einem eigentlich nichts passieren.“ Zwei Jahre später war Joey mein Dschungelkönig.
Wieder hatte derjenige Ich bin ein Star – Holt mich hier raus gewonnen, der als einziger frei von der Emotionellen Pest war. Oder wie die Kommentare in den einschlägigen Foren lauteten:
Im Dschungel hat er sich als einziger fair und anständig benommen.
Glückwunsch lieber Joey, Du bist liebenswert, natürlich und keine angeschminkte Kunstfigur.
So ein natürlicher Jüngling, unverdorben und so naiv. Ja, man merkt eben, die Menschheit ist hier bei uns in Germanien noch richtig normal- – bei dem freundlichen Ergebnis für Joey.
Joey ist ein würdiger Sieger. Er war der einzige, welcher im Dschungel ehrlich und anständig den anderen gegenüber blieb. Der Intrigenstadl hat verloren und das ist gut so.
Joey kam mir vor wie vom anderen Stern. Herzlich, kindhaft direkt, neugierig, für sein Alter erstaunlich naiv.
Ich freue mich für Joey, dem ich es von Folge zu Folge immer mehr gegönnt habe. Er ist ein feiner Kerl der sich gibt wie er nun mal ist. Wo andere sich vor lauter Depressionen in den Keller begeben, weil sie im Leben nicht den Großen stand halten können, stand er seinen Mann! Er ist dankbar über jede kleine Freundlichkeit und hat ein riesengroßes Herz.
Auf die Frage an einen Holocaust-Überlebenden, was er aus seiner Zeit in Sobibor, das sonst so gut wie niemand überlebte, gelernt hat, antwortete er, daß er nur eins mitgenommen habe: in Extremsituationen zeigen Menschen ihren wahren Charakter.
Irgendwann bricht die Maske weg, wenn man (ohnehin schon pleite und vor dem Nichts stehend) mit wildfremden Leuten zwei Wochen unter offenem Himmel und Dauerbeobachtung schlafen muß, sich nur von Reis und Bohnen ernährt – und vielleicht sogar von Maden, Kakerlaken und Känguruh-Hoden.
Die meisten verzweifeln an der Menschheit, wenn sie diese „menschenverachtende“ Sendung sehen. Solche Leute haben nie unfreiwillig (!) ein Bundeswehrmanöver im Februar mitgemacht, wo man sich fast die Zehen abfriert, mitten in der Nacht bei der Wache im Nirgendwo von einem bizarr leise daher rasenden Leopard um Haaresbreite zermanscht wird, etc. pp. – Ich jedenfalls schöpfe aus dieser Sendung immer wieder Hoffnung, weil regelmäßig jene zum Dschungelkönig gewählt werden, die fast frei von der Emotionellen Pest sind.
Joeys 19jähriger Körper ist von Narben übersät, die ihm sein psychopathischer Vater, der unbedingt eine Tochter haben wollte, in nicht enden wollenden Prügelorgien während der Kindheit zugefügt hatte. Mit 14 rauchte er sich mit Marijuana und Crack den Verstand weg, bis er schließlich unmittelbar vor dem Selbstmord stand, nachdem er einfach nicht mehr tiefer sinken konnte. Seine Bildung tendiert gegen Null, sein IQ liegt wohl eher bei 75 als 85. Er ist schlichtweg dumm und hat das Gemüt eines Erstklässlers. Aber er ist so, wie oben beschrieben und genau deshalb wurde er zum Dschungelkönig gewählt.
Besonders anrührend ist die Liebesgeschichte mit seiner Freundin. Er war der einzige, der sich aller Anzüglichkeiten enthalten hat. Eine wirklich in jeder Hinsicht reine Seele.
Mag sein, daß die beiden Fragen, die sich stellen, zusammengehören:
Warum ist die Welt wie sie ist, wenn die weitaus meisten Menschen nicht auf die Emotionelle Pest hereinfallen, sondern zum stotternden Naivling „Billy Budd“ halten?
Wie können Menschen, die in ihrer Kindheit durch die Hölle gegangen sind, so verhältnismäßig gesund sein, während andere, die nie Probleme hatten, intrigante Seelenkrüppel sind?
Die Emotionelle Pest ist sozusagen ein, for lack of a better term, „Punktphänomen“. Gesellschaftlich ist sie dünn gesät, fast inexistent, bis ein Modju wie John Claggert auftaucht, um den herum sich die Pest kristallisiert. Der einzige Schutz ist, diese „Infektionsquellen“ rechtzeitig auszumachen und zu isolieren, „zu sequestrieren“.
Im Dschungelcamp, wirklich die einzige Sendung im deutschen Fernsehen die man sich anschauen sollte, gelingt genau das, weil sich hier niemand verstellen kann. Über kurz oder lang stellt sich hier jeder Pestkranke bloß und wird prompt aus der Horde ausgestoßen.
Ähnlich sieht es auch im Inneren der Menschen aus. Man kann die Emotionelle Pest sozusagen ignorieren. Es gibt Kinder, bei denen die schlimmsten Mißhandlungen, wenn man so will, „bei einem Ohr rein und beim anderen wieder rausgehen“. Es ist, als wenn „das Böse“ sich in ihrem Organismus nicht festsetzen kann.
Wie kann das sein? Warum ist es bei den einen so, bei den anderen – anders?
Jeder, der eine fachgerechte Orgontherapie am eigenen Leib erfahren hat, weiß, daß es immer einen Rest von „Willensfreiheit“ gibt. Das macht Orgontherapie, bei der sich wirklich alles nur um einen einzigen Faktor dreht: die MOTIVATION, erst möglich! Es geht nicht um „Körperübungen“, „Muskelquetschen“ und ausgefeilte charakteranalytische Interventionen, sondern darum in Kontakt mit der eigenen Kontaktlosigkeit zu kommen. Letztendlich ist man es immer selbst, der die Muskeln verspannt.
Deshalb, weil sie spontan diesen Rest an Selbstbestimmung wahrgenommen haben, bleiben Menschen wie Joey Menschen, während irgendwelche verwöhnten Ziegen eben das bleiben – blöde Ziegen.
Heutzutage gilt man allenfalls als Antisemit, wenn man Taten wie Mengele oder Befehle wie Hitler zu verantworten hat oder sie zumindest ausgesprochen rechtfertigt. Ansonsten kann man über die Gefährdung des „Weltfriedens“ durch das klitzekleine Israel (so groß wie Hessen!) oder über den angeblichen „Völkermord“ an den bevölkerungs-explodierenden „Palästinensern“ räsonieren und trotzdem frech behaupten, man wäre kein Antisemit. Entsprechend dürfen „Israelkritiker“ in diesem Land auf keinen Fall als das bezeichnet werden, was sie angesichts derartiger Äußerungen ohne Zweifel sind: Antisemiten vom Schlage eines Julius Steichers!
Wer die einzige Demokratie im Nahen Osten „kritisiert“ (wie es so schön beschönigend heißt), stellt sich außerhalb jedes zivilisierten Diskurses. Wenn man so etwas durchgehen läßt, dann gehen alle Maßstäbe verloren. Israel wird weiter delegitimiert und am Ende steht das, was doch angeblich alle verhindern wollten: ein zweiter und diesmal finaler Holocaust. Der Anfang dieser abschüssigen Straße in den Untergang des jüdischen Volkes ist gemacht, wenn alle darauf bestehen, daß man doch wohl Israel „kritisieren“ dürfe. Wehe jedoch man nimmt sich heraus die Antisemiten zu kritisieren, dann ist plötzlich ein Ende mit der verlangten „Liberalität“. Das Lebendige darf verfolgt werden, doch es darf nicht verteidigt werden!
Überhaupt darf man nichts mehr beim Namen nennen. Wenn ich etwa Präsident Obama als pestilenten Charakter bezeichne, stehe ich als Extremist da, den man nicht ernst nehmen kann. Bei fast allen Lesern scheint die Emotionelle Pest erst bei Adolf Hitler und Josef Stalin anzufangen. Obama habe doch so viel persönlichen Charme, könne Lachen, habe eine glückliche Familie, etc. Nun, Hitler und Stalin konnten auch ausgesprochen charmant sein. Hitler war ein ausgenommen angenehmer Chef, während beispielsweise für Churchill seine Sekretärinnen etwa den gleichen emotionalen Wert hatten wie Zimmerpflanzen, nur daß er die letzteren besser behandelte.
Es geht nicht darum eine Checkliste durchzuarbeiten, um zu ergründen, wer als pestilenter Charakter bezeichnet werden kann und wer nicht, sondern um das Gewichten von Indizien. Die Parallelen zwischen etwa Hitler und Obama sind in dieser Hinsicht einfach unübersehbar und können von keinem ernsthaften Menschen in Abrede gestellt werden.
Natürlich wird dann immer gleich von der „Banalisierung des Bösen“ gesprochen, was doch nur darauf hinausläuft, daß man einen „Hitler“ nur dann erkennen kann, nachdem 50 000 000 Tote zu beklagen sind. Nein, es reichen schon Dinge, wie, daß Obama nie in seinem Leben wirklich gearbeitet hat, daß er eindeutig an einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung leidet, daß er wirklich alle seine Wahlkämpfe mit miesen Tricks gewonnen hat, daß seine Politik wie keine zuvor Amerika polarisiert hat, daß er von jeher zum äußersten linken Rand der Democratic Party gehörte, daß er ein Adept von Saul Alinsky ist, Biden als seine Sprechpuppe benutzte, um so weiter zu regieren, etc. Eines der Hauptindizien ist aber eine gewisse Angstfreiheit und „Parasympathikotonie“, die die verängstigten Massen fasziniert: der „coole“ Obama im Gegensatz zum unbeholfenen Bush. Tatsächlich ist die angstfreie „Parasympathikotonie“ nur Schein, denn innerlich sind pestilente Charaktere wie tot.
Das beste Beispiel für solch einen Modju ist der überaus charmante und geradezu charismatische Ted Bundy, ein echter Frauentyp und Traum jeder Schwiegermutter:
Das ganze erinnert mich an meine Lektüre der Protokolle der Ausbildungsseminare mit Elsworth F. Baker. Ein Fall wird vorgestellt, die angehenden Orgontherapeuten sind verwirrt, weil der vorgestellte Patient (wie fast immer) keinem der von Reich und Baker beschriebenen Charakterstrukturen eindeutig zuzuordnen ist und so wird vielleicht eine halbe Stunde hin und her diskutiert, bis Baker auf die funktionell wichtigsten Züge hinweist und entsprechend zu einer eindeutigen Diagnose kommt.
Es geht schlicht darum, daß der gepanzerte Mensch eine Todesangst vor Kontakt hat und sich deshalb nur im Nebeligen und Ungefähren wohl fühlt, wenn es um energetische Phänomene geht. Das läßt sich entsprechend auf jeden Bereich der Orgonomie übertragen. Etwa die Schwärzung von alten Gemäuern: Es sieht nicht nur so aus wie Melanor, es ist Melanor! Die zerfaserte grauschwarze Wolke am Himmel ist tatsächlich eine DOR-Wolke! Das Flimmern vor den Augen ist tatsächlich Orgon! Die „kleinen Dinger“ unter dem Mikroskop sind Bione! Das mit Metall ausgeschlagene Behältnis akkumuliert tatsächlich Orgon! Das schlechte Gefühl ist ORANUR!
Es geht auch darum, daß manchem offensichtlich Charles Konias Blogeinträge zu einfach und „grobschlächtig“ sind. Es ist eine Sache, in gewundenen Sätzen und mit langatmigen Umschreibungen das „Peinliche“ (Schmerzhafte) zu umgehen – oder es direkt und unverblümt auszusprechen. Man denke auch an die Orgontherapie, wo man ellenlang seine ach so komplizierten Gefühle beschreibt und der Therapeut einfach antwortet: „Sie haben Angst!“ Bis man schließlich nach viel Geschwafel endlich erkennt, daß es tatsächlich so einfach, „primitiv“ und eindeutig ist. Wenn es kompliziert wird, ist es die Panzerung, die alles zerhackt. Wenn es nebulös wird, ist insbesondere Augenpanzerung involviert. Der Neurotiker hat eine Todesangst vor Eindeutigkeit. Es ist ihm in jeder Hinsicht, wie es im Deutschen so schön heißt, pein-lich.
Schließlich landen wir bei etwas, was seit der Aufklärung systematisch verdrängt wird: der dämonischen Besessenheit. Wie oben dargestellt, zerfetzt die Panzerung unsere „göttlichen“ Kernimpulse bzw. läßt uns „Gottes Schöpfung“ als eine zerfetzte Kakophonie wahrnehmen. Das bestimmt das groteske Leben der Mechanisten und prägt die mechanistische „Wissenschaft“! Im Bereich der Mystiker führt es zu all dem degoutanten obskurantistischen und „okkulten“ Unsinn. Etwa all die gequirlte Kacke, die C.G. Jung, Rudolf Steiner und Konsorten verbreitet haben. Es erklärt aber auch die Welt aus Engeln und Dämonen, in dem diese Irren leben: die Panzerung erzeugt ein Innenleben, das von wirren Impulsen und „Stimmen“ bestimmt wird, als kämen sie aus einer „anderen Dimension“. Es ist die Panzerung, die dieses „Jenseits“ erzeugt, wie Reich im Schlußkapitel von Charakteranalyse ausführt.
Schließlich muß auch etwas erörtert werden, was immer unter den Tisch fällt: Deutschland als Opfer der Emotionellen Pest. Ich will jetzt nicht mit den gezielten Bombardierungen von deutschen Zivilisten oder den von langer Hand geplanten antideutschen „ethnischen Säuberungen“ in den ehemaligen deutschen Ostgebieten anfangen oder gar von den Plänen für die Nachkriegszeit, die an einen Genozid grenzten. (Uns hat nur gerettet, daß man uns als Schutzschild gegen die Russen brauchte!) Hier möchte ich nur folgendes zu diesem Themenkomplex sagen: Es ist teilweise ungeheuerlich, was man sich von vermeintlichen „Antifaschisten“ in dieser Hinsicht anhören muß. Die betroffenen Deutschen hätten das verdient! Sie hätten den Preis für ihre Hitler-Verehrung bezahlt! Aus solchen Aussagen spricht die gleiche menschenverachtende Mentalität, die einen Goebbels geprägt hat.
Oder doch, die Bombardierung Deutschlands: die war gleich in doppelter Hinsicht eine bodenlose Bosheit, denn sie war sozusagen der Ersatz für die „zweite Front“, um die die Russen die Westalliierten seit Hitlers überraschendem Überfall geradezu angefleht hatten. Hunderttausende russischer Bauernjungen krepierten im deutschen Kugel- und Artilleriehagel, während die Westmächte die Russen bis Mitte 1944 hinhielten, d.h. erst nachdem der russische Vormarsch auf Europa ihre eigenen Interessen zu gefährden begann. Das werden die Russen (ob Kommunisten oder Antikommunisten ist hier egal) dem Westen niemals verzeihen! Außerdem wurde die zweite Front erst aufgebaut, als der Holocaust schon so gut wie erledigt war. Es war kein Krieg gegen Nazi-Deutschland und schon gar keiner zur Befreiung der Juden, sondern es ging einzig und allein um die nationalen Interessen der Alliierten.
Der Dreißigjährige Krieg von 1914 bis 1945 war vor allem ein imperialistischer Krieg auf allen Seiten, die beteiligt waren. England und Frankreich wollten diesen Krieg, um ihre wirtschaftlichen Imperien zu erhalten und weiterzuentwickeln – genauso wie sie heute den Krieg in der Ukraine wollen. Dazu mußte eine ernsthafte wirtschaftliche Konkurrenz auf den Weltmärkten verschwinden, während die Underdogs Deutschland und Österreich um ihren „Platz an der Sonne“ kämpften.
Selbst die USA realisierten, wie rücksichtslos und imperialistisch die britische Position stets gewesen war. Roosevelt zwang die Engländer, die ökonomische Ausbeutung der Kolonien einzuschränken. Der Historiker Robert Trout hat dazu gesagt:
Die Briten waren nur dann für den Freihandel, wenn es zu ihrem Vorteil gereichte. Das britische Empire beruhte auf monopolistischen Handelsregeln, die Großbritannien bereicherten und die Kolonien verarmen ließen. Der Handel zwischen den britischen Kolonien und anderen Ländern wurde stark eingeschränkt.
Vor und nach den beiden Weltkriegen war Deutschland seit jeher die bei weitem friedvollste Nation unter allen zivilisierten Ländern. Sogar an den Kreuzzügen hatte sich Deutschland kaum beteiligt! Das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ war Opfer von Napoleons militantem Imperialismus. In den 850 Jahren, die dem vorangegangen waren, war Deutschland weder bereit noch überhaupt fähig zu großartigen Kriegseinsätzen, während die imperialistischen Militärmächte England, Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Holland, den USA und so weiter die ganze Welt eroberten, Millionen von Einheimischen versklavten und töteten und ihre Bodenreichtümer plünderten.
Seit der Frühen Neuzeit war das Reich strukturell nicht mehr zu offensiver Kriegsführung, Machterweiterung und Expansion fähig. Seither wurden Rechtsschutz und Friedenswahrung als seine wesentlichen Zwecke angesehen. Das Reich sollte für Ruhe, Stabilität und die friedliche Lösung von Konflikten sorgen, indem es die Dynamik der Macht eindämmte. Da seit 1648 auch benachbarte Staaten als Reichsstände in seine Verfassungsordnung integriert waren, erfüllte das Reich zudem eine friedenssichernde Funktion im System der europäischen Mächte.
So war Deutschland die eine und einzige friedenstiftende Nation, während alle anderen zivilisierten Länder innerhalb dieser 850 Jahre äußerst kriegerisch waren. Man denke nur an den Westfälischen Frieden, der ausgehandelt wurde, nachdem andere Nationen 30 Jahre lang ihre Konflikte auf deutschem Boden ausgefochten hatten. Diese schreckliche Zeit hat bis heute die Mentalität der Deutschen geprägt.
Während des Zweiten Reichs (nachdem Deutschland, als Revanche für die Niederlage gegen Napoleon, Frankreich – nach dessen Kriegserklärung – geschlagen und wieder zu einer einheitlichen Nation wurde, wenn auch ohne Österreich) war Deutschland weniger kriegerisch als die anderen europäischen Länder. Während die anderen Nationen noch immer die ganze Erde ausbeuteten, konzentrierte sich Deutschland auf sich selbst. Mit Ausnahme der kleinen deutschen Kolonien (Togo, Kamerun, Namibia) hatte Deutschland den höchsten Standard an Bürgerrechten in der ganzen Welt. Ein komplettes Sozialversicherungssystem für Minderbemittelte und die Arbeiterklasse wurde von Bismarck in den 1880er und 90er Jahren eingeführt, zu einer Zeit, als beispielsweise die britische Arbeiterklasse von der sehr wohlhabenden Oberklasse extrem ausgebeutet wurde. Die in Teil 11 beschriebenen Zustände hatten in Deutschland nie in diesem Umfang geherrscht. In Deutschland hat es keine grotesken Figuren wie Churchill gegeben, der nie in seinem Leben ein Geschäft betreten hat, der nie ein Portemonnaie besaß und der die einfachen Menschen um sich herum nur als Gegenstände wahrnahm.
Man betrachte die Liste der Kriege und Schlachten im 19. Jahrhundert und im 20 Jahrhundert. Läßt man kleinere Grenzscharmützel beiseite, schält sich heraus, daß Deutschlands Streitkräfte kaum an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt waren. Während Großbritannien, Frankreich, Belgien, Spanien, Holland, Portugal und so weiter jede Menge grausamer imperialistischer Kriege ausfochten, war Deutschland der große Friedensstifter, fast eine pazifistische Nation innerhalb einer extrem imperialistischen Welt.
Aus wirtschaftlichen Gründen (die Briten wollten ihre antiquierte wirtschaftliche Vormachtstellung und ihren zusammengeraubten Wohlstand behalten) war es immer britische Politik gewesen, die mächtigste Nation auf dem Kontinent zu bekämpfen und damit ihren gefährlichsten wirtschaftlichen Konkurrenten in Europa loszuwerden („Balance of Power“). Für dieses Ziel hatte Großbritannien in der Vergangenheit Kriege gegen Spanien und Frankreich geführt. Aber 1913 (zu einem Zeitpunkt, wo Deutschland 50 Prozent aller Nobelpreise gewonnen hatte und ein riesiges Potential an technischen Erfindungen und wirtschaftlicher Macht vorwies) wurde klar, daß Großbritannien einen Vorwand brauchte, um Deutschland in einen verheerenden Krieg ziehen und so zerstören zu können.
Daß es dann schließlich gegen Hitler kämpfte, ändert an dieser Grundmotivation zunächst einmal gar nichts, zumal es selbst immer wieder deutlich machte, daß es auch im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland in den Krieg zog. Aufschlußreich ist die Times vom Ende 1918, wo zu lesen ist: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder beginnt Handel zu treiben, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.“
Deutschlands Platz unter den westlichen Nationen dadurch zu sichern, daß die BRD das Geschichtsbild der Siegermächte in toto übernimmt und sich dadurch sozusagen moralisch unter die Sieger einreiht – freilich um den Preis einer Politikauffassung, wonach Politik in der Vertretung bestimmter Werte und Ideologien besteht, so daß die Vertretung „westlicher Werte“ im Zweifel Vorrang vor der Verfolgung eigener nationaler Interessen gewinnt.
Großbritannien (wie auch Frankreich) war auf Deutschlands Potential neidisch, denn Deutschland beherrschte den Weltmarkt nicht nur bei Stahl, Kohle und Elektrogeräten, sondern auch in Medizin, Wissenschaft, Musik, Philosophie, Technik, Chemie, Logistik, Bürgerrechten und der Sozialversicherung für Arbeitnehmer. Deutschland war das erste Land mit Schulpflicht, die durchschnittliche Bildung war die höchste in der Welt. Dies ist dafür verantwortlich, daß wir auch heute die breiteste Mittelschicht unter allen westlichen Ländern haben, während der Anteil der sehr reichen und sehr armen Bürger in England, Frankreich und den USA viel höher ist als in Deutschland.
Das war vor allem extrem bedrohlich für die Briten: Deutschland war historisch der Erfinder der „sozialen Marktwirtschaft“ (die sich bereits zu Bismarcks Zeiten abzeichnete), d.h. der Kombination von Freihandel und modernen Geschäftspraktiken plus vorbildlichen Sozialleistungen. Die damalige Angst der Engländer vor Deutschland kann man sich heute vergegenwärtigen, wenn man sieht, wie die amerikanische Gesellschaft, aber insbesondere die amerikanische Geschäftswelt, auf Investitionen großer deutscher Unternehmen in den USA reagiert: „Die machen uns ja den ganzen Standard kaputt!“ Deutschland war die Quadratur des Kreises gelungen, d.h. es war weitaus erfolgreicher als sowohl der sprichwörtliche „Manchesterkapitalismus“ als auch der Sozialismus, und zwar auf beiden Gebieten: der Industrieproduktion und der sozialen Sicherheit. Auch das deutsche Rechtssystem war seit Friedrichs Zeiten weitaus besser als das seiner späteren Konkurrenten. Noch heute kann ein Deutscher angesichts des teilweise abenteuerlichen amerikanischen Rechtssystems nur seinen Kopf schütteln. Der „Fall Reich“ wäre im Nachkriegsdeutschland nur schwer vorstellbar gewesen.
Deutschland stand in jeder Hinsicht für Arbeitsdemokratie, seine Gegner für die Emotionelle Pest… Ich verweise aber ausdrücklich auf Teil 3 dieser Blogserie!
Hitler ist so eine interessante Figur, weil er wie kein anderer die autoritäre Gesellschaft ad absurdum geführt hat. Sie beruht darauf, daß die Autorität tatsächlich Autorität besitzt, d.h. weiß, was sie tut bzw. anordnet. Hitler hat nie gewußt, was er eigentlich tat. Wäre es nach ihm gegangen, hätte die Wehrmacht tatsächlich noch mal den verstaubten Schliefen-Plan nachgespielt und hätte sich in Frankreich entsprechend eine blutige Nase geholt. (Die Weltgeschichte hing von einem Saufgelage in Münster und einem Fehlflug nach Belgien ab! Slapstick!) Die fast schon kindliche Ignoranz ging soweit, daß Hitler, wie in Teil 14 erwähnt, beim Rußland-Feldzug seinen Soldaten allen Ernstes (ja wirklich, mit vollem Ernst!) die Jugendromane von Karl May anempfohlen hatte. Karl May hätte beschrieben, wie man gegen Indianer (Russen!) zu kämpfen habe, etwa indem man jede Deckung ausnutzt, die sich einem bietet.
Die Generäle der professionellsten Armee, die die Welt je gesehen hat, haben diesen ganzen Unsinn fraglos mitgemacht, weil in der autoritären Gesellschaft das berühmte „kritische Denken“ ausgeschaltet wird. Wie selbstverständlich nimmt man an, daß „die da oben“ (in diesem Fall „die politische Führung“) wissen, was sie tun. Das geht soweit, daß das eigene Gewissen, das doch an sich die letzte Instanz sein sollte, vollkommen bedeutungslos wird. Nur so war der Holocaust überhaupt möglich. Ich wage sogar zu behaupten, daß die wenigsten der Beteiligten überhaupt überzeugte Antisemiten waren, – was das ganze noch erschreckender und nochmal ungeheuerlicher macht. „Der Führer weiß schon, was richtig ist!“
Man kann sagen, daß nach Hitler eine autoritäre Gesellschaft vollkommen undenkbar geworden ist. Doch leider befindet sich die Menschheit in der Falle, weshalb die „antifaschistische“ anti-autoritäre Gesellschaft keine Alternative darstellt. Tatsächlich ist „Karl May“ heute aktueller denn je. Karl May war jemand, der über Dinge schrieb, von denen er nicht den blassesten Schimmer hatte. Gewisserweise war er ein Pionier der „Demokratie“: irgendeine Meinung ist genauso angebracht wie jede andere Meinung unabhängig von jeder Autorität, sei diese nun faktenbasiert oder nicht. Das krasseste Beispiel ist die „Genderforschung“ und der Feminismus: Biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Anthropologen können soviel Tatsachenmaterial beibringen, wie sie wollen, dann wird halt von den FeministInnen die Wissenschaft an sich infrage gestellt. Was zählt, ist die Meinung der feministischen GenderforscherInnen und sonst nichts!
Daß auf diese Weise in allen Bereichen der Gesellschaft der gleiche Wahnsinn Einzug hält, der bereits das nationalsozialistische Regime geprägt hat, scheint niemanden weiter aufzufallen.
Wie oft stand ich bei Gesprächen mit offenem Mund da, restlos baff ob der Antwort: „Da bin ich aber anderer Meinung!“ Kein Mensch kümmert sich mehr um die Tatsachen, etwa um die physikalischen Gesetze im Zusammenhang mit der verpeilten „Energiewende“, oder überhaupt um irgendetwas, was „autoritär“ gesagt wird. Autorität (egal ob berechtigte Autorität oder angemaßte Autorität) wird ganz „antifaschistisch“ aus Prinzip abgelehnt. Ich habe den Eindruck, daß man mit Jugendlichen heutzutage überhaupt nicht mehr diskutieren kann. Lauter kleine „Karl Mays“ bzw. „Hitlers“ – das Resultat der „antifaschistischen“ Erziehung.