Posts Tagged ‘Holocaust’

Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 6)

16. August 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

 

Niemand kann den Schrecken der nationalsozialistischen Grausamkeiten und des Völkermords überschätzen, und niemand kann die Notwendigkeit bestreiten, die Menschheit so oft wie möglich an diese Unmenschlichkeit zu erinnern. Die effektive Herrschaft der Nazis betrug jedoch rund zwölf Jahre (1933-1945), während die Kommunisten seit mindestens dreiundsechzig Jahren destruktiv auf der sozialen Bühne tätig sind und sich derzeit auf dem Höhepunkt ihrer Macht befinden. Sie waren für insgesamt mehr Tötungen, Völkermorde und Leiden verantwortlich als alle anderen Tyrannen zusammen. Warum werden wir dann endlos verschiedenen Erzählungen über den schwarzen Faschismus, aber wenigen über den roten Faschismus ausgesetzt? Dieses Verbrechen wird dadurch schlimmer, dass in den Kinos und auf verschiedenen Fernsehkanälen, sowohl kommerziellen als auch öffentlich-rechtlichen, eine beträchtliche Fülle von Filmen und Dokumentationen erschienen sind, die die Politik und die Institutionen Amerikas kritisieren. Diese befassen sich ständig mit Themen wie Vietnam und Kambodscha, Kernenergie, Arbeitslosigkeit, Bürgerrechten, wirtschaftliche Ungerechtigkeiten, industrielle Umweltverschmutzung usw. Niemand wendet etwas ein gegen die Ausstrahlung dieser Themen, solange das mit Perspektive geschieht und in die Tiefe geht, aber allzu oft ist es einseitig und hat die Tendenz eines verantwortungslosen Stichelns, das zur Demoralisierung, zu Schuldgefühlen und zum Selbsthass beitragen (liberale Kennzeichen). In Anbetracht der Weltlage, gesellschaftlich, wirtschaftlich und militärisch, ist dies ein gefährliches linksliberales Spiel.

Man wartet zum Beispiel vergeblich auf Filme oder Theaterstücke, die die Misere der Juden in der Sowjetunion sowie der nicht-jüdischen Dissidenten darstellen. Wird es Filme geben, die von der sowjetischen Invasion Afghanistans und ihren Grausamkeiten handeln? Was ist mit den kubanischen Stellvertreterkriegen in Afrika oder dem großen kubanischen Exodusj? Wie lange noch, bis wir ein „Coming Home“k und eine „Apocalypse Now“l des ungarischen Aufstands und der chinesischen Machtübernahmen sehen? Die „extravagante“ Anzahl von Filmen zu diesen Themen mag ein Hinweis darauf sein, was wir erwarten können. Die Gestapo und die amerikanische C.I.A. sind ausführlich behandelt worden. Warum nicht der KGB?6 „The Deer Hunter“m, einer der wenigen Filme, der es wagte, den nordvietnamesischen Feind zu kritisieren, wurde kritisiert und sogar gegen ihn demonstriert, obwohl es ein Meisterwerk des Filmschaffens war, und John Waynes „The Green Berets“n, das heroische amerikanische Kampfhandlungen in Vietnam darstellt, wurde wegen seines Inhalts und seines Stars verspottet. Solche Filme wie „The China Syndrome“o erhalten begeisterte Kritiken und ein sowjetischer Propagandafilm über die Rolle Russlands im Zweiten Weltkrieg („The Unknown War“)p wird genau so vorgeführt wie in Moskau, ohne korrigierende Analyse oder einen Kommentar, und präsentiert von einem beliebten amerikanischen Filmstar (Burt Lancaster).

Doch die kommunistischen Gesellschaften von heute sind die schlimmsten Mörder und Unterdrücker unzähliger Menschen. Es sind die kommunistischen Gesellschaften, die Mauern und „eiserne Vorhänge“ bauen, um ihre Bürger einzusperren. Es sind die kommunistischen Gesellschaften von heute, die Terroristen bewaffnen und ermutigen, unschuldige Menschen in ihrem Kreuzzug für das „Paradies auf Erden“ zu ermorden. Wo nun sind die Filme, Dokumentationen usw., die anschaulich die wahre Natur der Ideologie, die zu solchen abgründigen Vorkommnissen führt, enthüllen?

 

Anmerkungen

6 Der Roman The Spike ist, wie bereits erwähnt, eine jüngste, strahlende Ausnahme.

 

Anmerkungen des Übersetzers

j Stellvertreterkriege:
Algerien: ab 1961 militärischen Unterstützung und Truppen (1963: 680 Soldaten).
Angola: 1975-1991 Militäreinsatz (bis 50 000 Soldaten).
Äthiopien: 1978 (bis 24 000 Soldaten).
Militärische Missionen in Kongo (1965), Guinea, Guinea-Bissau (1966-1974), Mosambik (ab 1977) und Benin.
Militärische Ausbildung in Somalia, Südjemen und Sierra Leone.
Exodus:
Bis 1979 verließen hunderttausende Kuba, um ein neues Leben in den USA zu beginnen.
In den frühen 1980er Jahren kamen rund 25 000 Kriminelle, geistig Behinderte, Homosexuelle und andere Angehörige von unerwünschten Randgruppen der kubanischen Gesellschaft, die Fidel Castro wissentlich in den nördlichen Nachbarstaat infiltrierte, um die sogenannte „imperialistische amerikanische Gesellschaft“ zu verderben.

k Coming Home – Sie kehren heim ist ein US-amerikanisches Versehrtendrama aus dem Jahr 1978, das die Folgen des Vietnamkrieges sowohl bei Soldaten wie Daheimgebliebenen beschreibt.

l Apocalypse Now (englisch für etwa „Apokalypse jetzt“ oder „Weltuntergang jetzt“) ist ein Antikriegsfilm des Regisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1979, dessen Handlung während des Vietnamkriegs spielt.

m Die durch die Hölle gehen (Originaltitel: The Deer Hunter) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1978 und wird allgemein dem Genre Antikriegsfilm zugeordnet. In der Handlung ziehen drei Männer aus der US-amerikanischen Provinz in den Vietnamkrieg und sind in der Folge körperlich versehrt und psychisch beeinträchtigt.

n Die grünen Teufel ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1968. Ein Hauptdarsteller war John Wayne und führte auch Regie. Der Film kam auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs heraus. Wayne stießen die damaligen Anti-Vietnam-Kampagnen und -Demonstrationen ab, so dass er einen Film dagegen setzen wollte. Die Geschichte nahm sich die realen Ereignisse der Schlacht von Nam Dong zum Vorbild, bei der eine kleine Einheit Special Forces (Green Berets) sich gegen die zahlenmäßig stark überlegenen Feinde durchsetzt.

o Das China-Syndrom (Originaltitel The China Syndrome) ist ein US-amerikanischer Katastrophenfilm aus dem Jahr 1979, der sich kritisch mit der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie auseinandersetzt.

p Der Unvergessene Krieg (in der DDR: „Die Entscheidende Front“, im englischen Original: „The Unknown War“ [Der unbekannte Krieg]) ist eine 20teilige Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg aus sowjetischer Sicht, die den Konflikt zwischen Hitlerdeutschland und der Sowjetunion darstellt.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 14 (1980), Nr. 2, S. 211-222.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Peter ist Euer Erlöser! (Das Nasselsteinistische Manifest) (Teil 3)

12. Juni 2019

Stichwort „Hitler-Deutschland, das sich kaum von der Bundesrepublik 1975 unterscheidet“:

Das sollte den ketzerischen Gedanken verbannen, daß unsere Väter bzw. Großväter an der Westfront sich mit letzter Kraft gegen den „westlichen Verfall“ gestemmt hätten. Erstens war der Nationalsozialismus selbst eine antiautoritäre (sic!) Verfallserscheinung, d.h. lokale, traditionelle Autoritäten wurden durch eine zentrale Autorität ersetzt und es ist kein Zufall, daß die Sperrspitze der antiautoritären Gesellschaft, die Fetischszene (sei es die sexuelle oder die gutmenschliche!), gar nicht genug haben kann von Holocaust, Hitler, Naziemblemen und –Uniformen. Wenn das Hitler-Regime irgendwas war, dann Hollywood und „Rockkonzert“.

Nicht nur die Arbeitsdemokratie wirkt fort, unabhängig von jedwedem ideologischen Überbau, auch die geschichtliche Entwicklung läuft weitgehend autonom weiter, egal wie man sich auch immer gegen sie stemmen mag. Nehmen wir das klerikalfaschistische Regime in Spanien, das mit 200 000 in Massengräbern verscharrten Ermordeten zumindest anfangs weitaus blutrünstiger war, als Hitler-Deutschland vor (!) dem Krieg. Trotzdem hat sich Spanien kontinuierlich in einen antiautoritären Alptraum verwandelt. Das gleiche gilt für die klerikalfaschistischen Regime im drogenverseuchten Iran, in der Türkei und in der arabischen Welt. Der „Islamische Staat“ war genauso eine antiautoritäre Verfallserscheinung wie der Nationalsozialismus zuvor, auch wenn die autoritäre Ideologie jeweils das diametrale Gegenteil aussagte.

Man kann die Geschichte nicht aufhalten, denn die ist nichts anderes als die Entfaltung der biologischen Orgonenergie. Weltweit löst sich die rigide Panzerung der Massen auf und die zuvor in Schach gehaltenen sekundären Triebe veranstalten eine blutige Walpurgisnacht, die alles mit sich in den Abgrund reißt. Die Menschen wissen ja heute nicht mal mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind!

Was geschieht und was zu tun ist, erfährt man ausschließlich aus der Lektüre von Reich, Elsworth F. Baker/Paul Mathews und insbesondere Charles Konia.

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Deutschland und die Emotionelle Pest REDUX (Teil 5)

18. Mai 2019

Aus funktioneller Sicht war der Erste Weltkrieg ein Angriff Frankreichs (das Rußland wirtschaftlich „in der Tasche hatte“) wegen nationalistischer Rache (Emotionelle Pest) und Englands Bemühen, seinen wirtschaftlichen Rivalen Deutschland ein für allemal zu vernichten (Emotionelle Pest). Da der Versailler Vertrag nicht funktioniert hat, war der Zweite Weltkrieg einfach eine Fortsetzung des Ersten Weltkriegs, oder glaubt irgendjemand ernsthaft, daß Frankreich und England sich um Polen oder gar um die Juden geschert haben? Hitlers Angriff auf die Sowjetunion muß man separat betrachten.

Zunächst einmal ist es völlig irreführend, die Wehrmacht als militärisch überlegen zu betrachten. Tatsächlich war die französische Armee in ihrer Qualität und an Menge der Ausrüstung der deutschen Armee weit überlegen. Diese konnte nur aufgrund des militärischen Genies von General von Manstein und der völligen Inkompetenz der französischen Generäle, die sich hinter der idiotischen Ligne Maginot sicher fühlten, gewinnen. Während die Deutschen ohne nennenswerten Widerstand nach Paris marschierten, bewachten Hunderttausende französischer Elitesoldaten die Maginot-Linie… Als Deutschland die UdSSR angriff, war das nur deshalb ein spektakulärer Erfolg, weil sich die Rote Armee im Angriffsmodus befand, Angriffsstellungen eingenommen hatte und daher so gut wie wehrlos war. In Filmen werden nie die alten Doppeldecker gezeigt, die die Luftwaffe noch im Einsatz hatte, und die Pferdefuhrwerke, mit denen das Heer gen Osten zog. Ohne Hitlers Angriff hätte die Rote Armee wenig später Europa erobert („vom Hitler-Faschismus befreit“). Währenddessen war die Roosevelt-Regierung im Wesentlichen ein Haufen von Kommunisten…

Im Jahr 1945 hat Stalin nicht wirklich gesiegt, sondern wurde schließlich hinter dem Eisernen Vorhang eingesperrt und seiner Dynamik beraubt. Ein halbes Jahrhundert später brach die Sowjetunion endgültig zusammen.

Was ist mit dem Holocaust? Dessen völlige Sinnlosigkeit macht ihn noch tragischer – wenn das überhaupt möglich wäre. Bin ich ein deutscher Nationalist und Hitler-Fan? Eigentlich hätte ich eine Fortsetzung des alten friedlichen „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ vorgezogen, das strukturell unfähig war, überhaupt irgendjemanden anzugreifen, aber leider durch die Emotionelle Pest (Napoleon) zerstört wurde. Ich würde jetzt in einem unabhängigen Staat leben, „Die Freie und Hansestadt Hamburg“, und neben dem freigewählten Hamburger Senat ansonsten nur einem in Wien oder sonstwo hofhaltenden blassen römisch-deutschen Kaiser Untertan sein und das auch nur weitgehend symbolisch. Hitler war einfach ein krimineller Psychopath (Reich nannte ihn „Generalpsychopath“) und meine Verachtung für die deutsche Generalität ist maßlos, weil sie diese Witzfigur nicht rechtzeitig ausgeschaltet hat. Bin ich ein Nazi, wenn ich mich frage, warum Hitler gegen die chemische und biologische Kriegsführung ein Veto eingelegt hat? Ich bin schlichtweg an Details interessiert, die nicht in die Erzählung passen, die uns etwa das Staatsfernsehen jeden Tag von neuem eintrichtert. Ansonsten verweise ich auf A.J.P. Taylors Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges – einen passionierten Deutschenhasser.

Die Schönheit Deutschlands vor der Katastrophe des Großen Krieges war schlichtweg unermeßlich. Durch das Erbe der Kleinstaaterei gab es praktisch keine „Provinz“. Jedes Kaff war irgendwann mal „Residenzstadt“, florierende Hansestadt oder „Pfalz“ gewesen und barst geradezu vor Kulturgütern. Selbst Fabriken sahen wie Schlösser aus (man denke nur an die Hamburger Speicherstadt). Ein Gutteil dieses Kulturerbes wurde von dem alliierten Bombenterror unwiederbringlich zerstört. Die Landschaft war noch nicht zersiedelt und durch „Flurbereinigung“ ruiniert. Ich schreibe dies in einem Waldstück am Rande Hamburgs. Ohne den Zuzug der Vertriebenen, Opfer des zweiten Menschheitsverbrechens nach dem erwähnten Bombenterror, würde ich jetzt nicht eine Siedlung zwischen den Bäumen erkennen, sondern mein Blick würde über Felder und Wiesen gleiten. Dieses Land ist geradezu abenteuerlich übervölkert. Und was tun wir? Der Hamburger Senat baut auch noch die letzten verwilderten Grünflächen mit Häusern für fremdrassische Neusiedler zu, die nichts, aber auch rein GAR NICHTS auf diesem geheiligten Boden zu suchen haben. Und das alles nur, um eine imaginäre „deutsche Schuld“ zu tilgen. Eine „Schuld“, die uns von Leuten ständig eingebleut wird, die zu einem Großteil Todfeinde Israels sind und dieses Land, DEUTSCHland, mit Antisemiten fluten! Deutschland und die Emotionelle Pest…

Deutschland und die Emotionelle Pest REDUX (Teil 4)

17. Mai 2019

Ich habe mich nie sonderlich für den Versailler Vertrag interessiert. Wer tut das schon? Seit seiner Zeit haben sich derartig viele Tragödien in und an unserem Vaterland zugetragen, daß das eine Thema, welches einst alle, von ganz Rechts bis ganz Links befeuerte, zu einer bedeutungslosen Fußnote wurde. In Anbetracht der Tatsache, daß Deutschland durch den Wilson-Plan, der weniger wert war als das Papier, auf dem er geschrieben war, in diesen „Frieden“ gelockt wurde, werde ich jedoch zunehmend wütender. Ich will mein Geld zurück!

Ohne Eingriff der Amerikaner wäre der zermürbende Stellungskrieg im Sande verlaufen und man hätte sich politisch auf Einflußsphären einigen müssen. Alle Parteien waren erschöpft und am Ende ihrer Kräfte. Aber selbst wenn Deutschland nicht kapituliert hätte, hätte es selbst angesichts der amerikanischen Truppen die Front (es gab ja nur noch die Westfront!) spätestens am Rhein stabilisieren können, der mit der damaligen Technologie für die westlichen Alliierten unter Beschuß ein unüberwindliches Hindernis darstellte. Auch wurde der Krieg in den USA angesichts der heimkehrenden Toten immer unpopulärer. Zudem konnte man die GIs kaum als Soldaten bezeichnen – sie waren naive Farmerjungen, die man in Uniformen gesteckt und auf einen fernen Kontinent verfrachtet hatte… Wenn ich an die Pogrome gegen Deutsche bei Kriegsausbruch in den USA denke oder daran, was mit Kriegsdienstverweigerern in den USA zu dieser Zeit getan wurde…

Wenn Deutschland nicht durch Wilsons haltlose Versprechungen in die vorzeitige Kapitulation gelockt worden wäre – es wäre kaum möglich gewesen, eine solche zu erzwingen. Stattdessen wurde Deutschland zusammen mit der Sowjetunion zum Paria der Welt. Daß die beiden von 1920 bis Ende 1932 im Geheimen militärisch kooperierten, war nur pragmatische Realpolitik und nicht sonderlich bemerkenswert, zumal Stalin 1937 90% aller von den Deutschen ausgebildeten Offiziere töten ließ, so daß nur die Deutschen langfristig davon profitierten. In den 1920er Jahren konnten sie in Rußland heimlich Waffen entwickeln und testen. Welche Nation auf der Erde hätte diese Gelegenheit nicht genutzt? Es ist irrational daraus großartige Theorien über den Zusammenschluß des Schwarzen mit dem Roten Faschismus abzuleiten. Vergessen wir nicht, daß die Rote Armee 1945 über eine enorme Menge US-amerikanischer Militärausrüstung verfügte. Realpolitik!

Angesichts der beschriebenen Vorgeschichte eines durch und durch verlogenen Westens war es für Hitler ein Leichtes als Wahrheitskrämer zu reüssieren. Er hatte vollkommen recht, als er beispielsweise die völlige Heuchelei des imperialistischen plutokratischen Westens verurteilte, der die sprachlos machende Impertinenz hatte, Italien hinsichtlich Abessiniens zu kritisieren. Wir wollen auch nicht vergessen, daß Churchill einer der blutrünstigsten Massenmörder und rassistischen Kriegsverbrecher aller Zeiten war.

Was heute die Moslems sind, nämlich eine subversive Gruppe, die den Kern Europas angreift, waren damals die Kommunisten, die von Rechtsradikalen mit den Juden gleichgesetzt wurden. Aufgrund des Holocaust macht uns diese historische Parallele hilflos und wir können der moslemischen Invasion Europas nicht entgegentreten. Täglich wird uns von den Massenmedien der Linken in den Kopf gehämmert, daß wir „wegen Auschwitz“ in Duldungsstarre zu verharren haben. Verständlicherweise ist es verlockend die Nazis mit den Islamo-Faschisten gleichzusetzen, aber das ist meiner Meinung nach ebenso irreführend wie das Nazi-Regime durch eine Zusammenarbeit zwischen der Reichswehr und der Roten Armee auf das Kaiserreich zu extrapolieren. Gleichfalls irreführend ist die Betonung des Hitler-Stalin-Pakts oder der Liebesaffäre zwischen den Nazis und den Arabern.

People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest (Teil 5)

11. Mai 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Die Bereitschaft, einem faschistischen Führer und seiner Bewegung zu folgen und daran zu glauben, ist so tief verwurzelt, daß es selbst nach den tragischen Ereignissen in Jonestown diejenigen gab, die ihn lobten und unterstützten. Das Time Magazine (9, S. 21) erklärt: „Guy Young, 43, sagte, daß er im People’s Temple ‚einen Sohn und einen Schwiegersohn hat, von dem ich weiß, daß er lebt‘. Dann schluchzte er und ein anderes Mitglied erklärte: ‚Seine Frau, vier Töchter, ein Sohn und zwei Enkelkinder wurden als tot gemeldet.‘ Young fing sich und fügte hinzu: ‚Ich bedauere nicht, daß sie dort waren. Das waren die glücklichste und lohnendste Zeit ihres Lebens.‘“

Der vorangegangene Abschnitt erklärt kurz und knapp, warum es denjenigen, die die Schwarzen oder Roten Faschismen unserer Zeit unterstützen, sich mit ihnen identifizieren oder ideologisch in sie eingewilligt haben, so schwer fällt ihre Fehler anzuerkennen. Irgendwie müssen sogar offensichtliche, schreckliche Übel als notwendige Schritte rationalisiert werden oder als vom ideologischen Gegner herbeigeführt. So sind, gemäß der Propagandarichtlinie, nicht Rußland, China, Kuba, Vietnam und Kambodscha für die schrecklichen Ereignisse, die beständig aus ihren Ländern berichtet und verifiziert werden, verantwortlich, sondern die USA und andere westliche Demokratien. Nicht der inhärent strukturierte Totalitarismus völlig zentralisierter kommunistischer Nationen und deren Massen, die sich nach dem Führer und dem Kommissar sehnen, sondern der „kapitalistisch-imperialistisch-militärisch-industrielle Komplex“ ist verantwortlich für die Gulags, Holocausts, „Boatpeople“ [die vietnamesischen Bootsflüchtlinge] und den aggressiven militärischen Expansionismus dieser kommunistischen Utopien. Offensichtlich ist das, was von etwas Freiheit und Gesundheit in dieser Welt übrigbleibt, beängstigender als die Aussicht auf die rotfaschistische Barbarei. Um Kunstlers Ermahnung zu wiederholen: „man sollte niemals einen kommunistischen Staat öffentlich kritisieren“.

Der bereits zitierte Autor von Inside Cuba Today, Fred Ward, berichtet folgendermaßen über die Reaktion des kubanischen Volkes auf die Unterdrückung durch die Kommunisten: „Wie akzeptieren die Kubaner all die Einschränkungen? Sie sind weitgehend enthusiastische Unterstützer der Regierung. Zweifellos wünschen sich viele mehr Freiheit, aber sie würden Fidel überallhin folgen, da sie ihn bereits während einer totalen sozialen Revolution unterstützt haben.“ Auch Jonestown hatte begeisterte Anhänger unter seinen Opfern, selbst Repräsentant Ryan und seine Reisegruppe ließen sich zunächst von den Bekundungen dieses Enthusiasmus täuschen, denn es war eine Kombination aus einer Minderheit von furchtbar eingeschüchterten Dissidenten und einer Mehrheit von mystischen Bewunderern.

Charakteristisch für die paranoide Schizophrenie ist, daß sich eine potentielle Bedrohung, gleichgültig wie weithergeholt sie auch ist, in eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung verwandelt. Der Mechanismus dieses Zustands wird von Reich und Baker in den zuvor genannten Werken beschrieben (4, 12). So flohen Jones und seine Kultanhänger nach Ukiah in Brasilien und nach Jonestown, um dem „Atomtod und/oder Verfolgung und Folter durch die CIA“ zu entgehen. Diese weitere Entwurzelung und Desorientierung von Individuen, die bereits schwach in ihrer Ich-Struktur und charakterologisch desorientiert waren, führte zu einer noch stärkeren Abhängigkeit von Führern und Gleichgesinnten. In Anbetracht der Tatsache, daß sie weit weg von zu Hause und einer vertrauten Umgebung waren, weit entfernt von jeder anderen Quelle von Kontakt, umgeben von Dschungel und in nationale und kosmische Kräfte eingetaucht, an die sie nicht gewöhnt waren, ist es nicht schwer, ihr Gefühl zu verstehen im Himmel zu sein („Es war das Paradies auf Erden“, sagte der Anwalt Charles Garry) und gleichzeitig in der Hölle, und es ist auch nicht allzu schwierig, die Hilflosigkeit und sogar die Bereitschaft zu verstehen, der „Endlösung“ von Führer Jones in seine eigene „Götterdämmerung“ blindlings zu folgen.

Um zu verstehen, welche Art von Extremismus zu diesem Massenselbstmord führen kann, müssen wir zu Reichs Definitionen zurückkehren. In Die Massenpsychologie des Faschismus stellt Reich fest (1, S. 159): „Welche Inhalte immer mystisches Erleben haben mag, es ist im wesentlichen das Negativ des genitalen Strebens, im wesentlichen Sexualabwehr; aber sie erfolgt mit Hilfe nichtgenitaler sexueller Erregungen.“ Reich erklärt weiter (19, S. 97f): „Die Existenz einer trennenden Mauer (der Panzer) zwischen Erregung und Empfindung begründet also das mystische Erlebnis. … Der Mystizismus beruht demnach auf einer Sperre der unmittelbaren Organempfindungen und auf dem Wiederauftreten dieser Empfindungen in der pathologischen Wahrnehmung ‚übernatürlicher Kräfte‘.“

Jim Jones war bekannt dafür, daß er sowohl die sexuelle Erregung seiner Anhänger anstachelte als auch zur selben Zeit unterdrückte. Einerseits befahl er Männern und Frauen seines Kultes, öffentlich über ihre sexuellen Beziehungen mit ihm zu berichten, auf der anderen Seite demütigte er eine Anhängerin, die sexuelle Beziehungen ohne seine Erlaubnis hatte, indem er sie zwang, mit einem zweiten Mann vor versammelter Mannschaft Geschlechtsverkehr zu haben (10, S. 65). Diese Art der verzerrten Sexualerregung in Verbindung mit der Umgebung und den Charakterstrukturen seiner Anhänger förderte die Art der Abspaltung von Erregung und Empfindung, die sowohl zur Hilflosigkeit als auch zur pathologischen Wahrnehmung bei Führer und Geführten führte. Reich schreibt (1, S. 142f):

Der religiöse Mensch ist in Wirklichkeit völlig hilflos geworden, da ihm die Glückfähigkeit und die Aggressivität Schwierigkeiten des Lebens gegenüber durch Unterdrückung seiner Sexualenergie verlorengingen. In Wirklichkeit hilflos, muß er mehr an übernatürliche Kräfte glauben, die ihn stützen und beschirmen. Wir verstehen daher, daß er in manchen Situationen auch eine unglaubliche Kraft der Überzeugung, ja des passiven Todesmuts entwickeln kann. (kursiv von mir – P.M.)

Die Makro- und Mikro-Jonestowns finden sich in der Geschichte des gepanzerten Menschen zu Hauf und werden dies auch weiterhin tun, wenn die Grundlagen dieser Bedürfnisse nicht beseitigt sind: die mystische, faschistische Struktur der Massen und die Emotionelle Pest der Menschheit. Diese Ziele können nur durch die Bejahung der natürlichen Sexualität und Lebensfreude in der Kindheit erreicht werden durch selbstregulierende, sexualökonomische Herangehensweisen bei der Kindererziehung und durch das Erlernen, wie man mit den Mechanismen der organisierten und unorganisierten Emotionellen Pest effektiver umgehen kann. In dieser Hinsicht warnte Reich die stärkste Bastion der in der Welt verbleibenden Freiheit und Gesundheit wie folgt (1):

Wir übersehen … nicht die vielen Fehlschläge und traditionellen Bremsungen, aber die Erneuerungen echt demokratischer Versuche hatten jedenfalls in Amerika, und nicht in Rußland, eine Zuflucht gefunden. Es bleibt zu hoffen, daß die amerikanische Demokratie gründlich einsehen wird, daß der Faschismus keine nationale oder parteiliche Angelegenheit ist; und daß es ihr gelingen wird, die Diktaturneigung in den Menschenmassen selbst zu bewältigen.

 

Literatur

1. Reich, W.: Die Massenpsychologie des Faschismus, Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1974
4. Reich, W.: Charakteranalyse, Köln: KiWi, 1989
9. „Cult of Death“, Titelgeschichte, Time Magazine, 4. Dez. 1978
10. „The Cult of Death“, Titelgeschichte, Newsweek Magazine, 4. Dez. 1978
12. Baker, E. F.: Der Mensch in der Falle, München: Kösel, 1980
19. Reich, W.: Äther, Gott und Teufel, Frankfurt: Nexus Verlag, 1983

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 13 (1979), Nr. 2, S. 249-260.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 12

1. April 2019

orgonometrieteil12

12. Die Kontinuität der Funktion

Die Emotionelle Pest in Psychiatrie und Psychotherapie

16. März 2019

Reich hat sich in seinen Schriften ausgiebig mit der Emotionellen Pest in der Psychiatrie und Psychotherapie seiner Zeit auseinandergesetzt. Knapp zusammengefaßt ging es, SELBST IN DER PSYCHOANALYSE, um die Bekämpfung des „Bösen“ und „Degenerierten“, um die Zähmung des wilden Menschentiers. Das kulminierte im Holocaust, der im T4-Programm einen unmittelbaren Vorlauf hatte. Der Schrecken setzte sich fort in den entmenschten Erziehungsanstalten der BRD und DDR, wo man den Kindern „das Böse“ austreiben wollte. Und genauso war die Psychiatrie und Psychotherapie in der autoritären Gesellschaft geprägt: am Grunde der Menschen lauerte das grausame Unbewußte Freuds bzw. der sprichwörtliche Neandertaler, das bzw. der nachträglich zivilisiert bzw. per „Zwangsjacke“ eingedämmt werden mußte. Grundlage dieser Vorgehensweisen war die moralistische und zutiefst sexualfeindliche Grundhaltung des konservativen Charakters, der diese Epoche bestimmte.

Heute, im ANTIautoritären Zeitalter sieht das ganze vollkommen anders aus: der Mensch ist nicht mehr das böse Tier, sondern eine Maschine mit Fehlfunktionen. Der orgonomische Psychiater Edward Chastka schreibt dazu:

Der Wandel (…) zu einer antiautoritären Gesellschaft bedeutete nicht das Ende der Autorität, sondern die Abwertung traditioneller Autoritäten wie Eltern, Lehrer und Ärzte zugunsten eines soziopolitischen Zeitgeistes, der als „politische Korrektheit“ (PC) bezeichnet wird. PC ist in der Tat eine Front für die Emotionelle Pest. In der Psychiatrie hat sich dies als eine mechanistische Herangehensweise an den Patienten und seine Behandlung manifestiert, wobei die Verwendung von Testskalen für die Diagnose und von Medikamenten für die Therapie betont wird. Die unmittelbare und tiefgreifende Bedeutung der Emotionen und der Beziehung zwischen Arzt und Patient wird abgewertet. Es ist heutzutage nicht ungewöhnlich, daß Eltern ein Kind zur Beurteilung mitbringen, psychologische Tests auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) fordern und verlangen, man möge es doch mit stimulierenden Medikamenten (Amphetamin) versuchen. Nie wird in Betracht gezogen, zunächst einmal die emotionale Grundlage des Zustands des Kindes zu erforschen. Der Mythos eines „chemischen Ungleichgewichts“ im Gehirn, das mit Medikamenten behandelt werden könne, befreit die Eltern von ihren Gefühlen, einschließlich der Schuldgefühle hinsichtlich des Zustandes ihres Kindes, und von ihrer Verantwortung, dagegen etwas tun zu müssen, außer dem Kind die verschriebenen Medikamente zu verabreichen. (Chastka: A Second Chance, The Journal of Orgonomy 50(1))

Wilhelm Reich, Antifaschist

2. September 2018

Reich 1936: Im Neuheidentum des deutschen Nationalsozialismus brach sich das vegetative Leben abermals Bahn. Der vegetative Wellengang wurde von der faschistischen Ideologie besser erfaßt als von der Kirche und ins Irdische herabgeholt. Die nationalsozialistische Mystik der „Blutwallung“ und der „Verbundenheit mit Blut und Boden“ bedeutet somit gegenüber der altchristlichen Anschauung von der Erbsünde einen Fortschritt; er erstickt jedoch in neuerlicher Mystifizierung und in reaktionärer Wirtschaftspolitik. Die Lebensbejahung biegt neuerdings in Lebensverneinung um, wird zur Bremsung der Lebensentfaltung in der Ideologie der Askese, des Untertanentums, der Pflicht und der Volksgemeinschaft mit den Kapitalisten. Trotzdem kann man nicht die Sündenlehre gegen die Lehre von der „Blutwallung“ verteidigen; man muß die „Blutwallung“ vorwärtstreiben, sie zurechtbiegen. (Die Sexualität im Kulturkampf, Fischer TB, S. 267)

Reich 1938: Heute hörte ich die Rede Hitlers – Wie recht der Mann im Rahmen der Schweinerei hat!! Kein vernünftiges Argument gegen ihn!
Der Geist des Denkens und der Wahrheit ist heute dem der Masse konträr – morgen und später sind sie dieselben. Heute läuft die Menschheit wie eine Herde erkrankter Schafe jedem Hitler nach. (Jenseits der Psychologie, S. 258f)

Reich 1939: Nehmen wir an, daß der hitlersche Imperialismus den englischen besiegt, dann wäre auch nicht ein einziges menschliches Problem wirklich gelöst. Ebensowenig umgekehrt. Ob die Völker von diesem oder jenem unterdrückt werden, ist egal. Problem der Zeit ist nicht Wechsel der Herrschaft, sondern praktische Lösung menschlicher und sozialer Fragen. („Abschied von meinen europäischen Freunden“, Rundbrief z.n. Orgonomic Functionalism VII/5, Sept. 1961)

Reich 1942: Man kann den faschistischen Amokläufer nicht unschädlich machen, wenn man ihn, je nach politischer Konjunktur, nur im Deutschen oder Italiener und nicht auch im Amerikaner und Chinesen sucht; wenn man ihn nicht in sich selbst aufspürt; wenn man nicht die sozialen Institutionen kennt, die ihn täglich ausbrüten. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 15)

Reich 1953: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß all das große Aufsehen, daß um Christus gemacht wurde, nur dem einen Zwecke diente, den begangenen Mord zu vertuschen und jede Spur auch nur des geringsten Verdachts auf einen solchen Mord zu verwischen. Vor allem sollte damit die Weiterführung des Mordens gesichert werden, von der Zeit direkt nach der Kreuzigung über das Mittelalter hin bis zu den brennenden Kreuzen und dem Mord an sanftsinnlichen Negern im Süden der Vereinigten Staaten und der Ermordung von sechs Millionen hilfloser Juden, Franzosen und anderer in Hitlerdeutschland.
Der lange Zeitraum von der tatsächlichen Ermordung Christi und dem, was dazu geführt hat, bis zu der Ermordung von Negern in Cicero, USA, von Pazifisten in der UdSSR und von Juden in Hitlerdeutschland ist voller Ereignisse ersten Ranges. Keine noch so detaillierte Erforschung all dieser einzelnen Ereignisse wird jedoch jemals auch nur ein bißchen vom wahren Wesen des Christusmordes enthüllen, denn es ist ja gerade das Hauptkennzeichen der Pest, den Mord und die Motive dafür zu verschleiern. (Christusmord, Freiburg 1978, S. 100f)

Die Wahrheit deines Feindes ist die Gegenwahrheit zu deiner eigenen Wahrheit. Wenn der Feind deiner Wahrheit die Wahrheit spricht, dann ist bei deiner eigenen Wahrfielt etwas falsch, unausgereift oder unvollständig. Bevor die Morde Hitlers voll verstanden werden konnten, mußte die Wahrheit, die er über Marxisten, Juden, Liberale und die Weimarer Republik gesagt hatte, erkannt werden. Das Erkennen seiner Wahrheit, d.h. der eigenen Gegenwahrheit, war entscheidend, um den nächsten Schritt machen zu können, zu fragen: „Wie ist es möglich, daß ein Hitler überhaupt so weit aufsteigen konnte? Wie können siebzig Millionen Deutsche, relativ gut unterrichtete und hart arbeitende Menschen, sich von einem eindeutigen Psychopathen in einen solchen Alptraum führen lassen?“ Ohne eine solche Fragestellung konnte man auch keine Antwort erhalten. Hitler vertrat ganz klar eine Gegenwahrheit.
Die Antwort auf Hitler wurde in der Charakterstruktur der breiten Masse gefunden, die seine Morde möglich machte. Es war das Volk, das Hitler hochbrachte, und nicht Hitler, der das Volk unterdrückte. (ebd., 357)

Zur Illustration des Faschismus HEUTE:

Gesundheit und Krankheit, Demokratie und Diktatur

25. August 2018

Entweder ist ein Mensch (und eine Gesellschaft) ungepanzert, d.h. gesund, oder nicht, also krank. Gesundheit und Krankheit sind zwei grundlegend unterschiedliche Kategorien zwischen denen es keine Übergänge, Abstufungen oder Grauzonen gibt. Entweder hat man Malaria oder man hat sie nicht. Es gibt keine Gesunden, die mehr oder weniger von der Malaria entfernt sind. Es gibt aber sehr wohl Malariakranke, die fast gesund und Malariakranke, die fast tot sind, ein Kontinuum unendlich vieler Abstufungen. Der orgastisch potente und der gepanzerte Mensch sind zwei vollkommen unterschiedliche Spezies. Das einzige, was man sagen kann, ist, daß es mehr oder weniger ausgeprägt kranke (gepanzerte) Menschen gibt.

An dem hier beschriebenen fehlerhaften Denken leiden auch alle soziopolitischen Analysen, die so tun, als gäbe es irgendwas, was die Marktwirtschaft mit der organisierten Kriminalität verbände oder die Demokratien mit Diktaturen. Vorzugsweise argumentieren so Rechts- und Linksextreme. Allenfalls haben Diktaturen unterschiedlich schlimme Phasen. Beispielsweise war der nationalsozialistische Gebilde nach seiner Konsolidierung kaum zu vergleichen mit dem gleichen „Staat“, der im Krieg Fabriken zur systematischen Ermordung von Menschen unterhielt. Das gleiche läßt sich über die Sowjetunion sagen, wenn man die Zeit der Neuen Ökonomischen Politik mit der Zeit der Säuberungen vergleicht. Es gab Zeiten, wo die Demokratien mit den Diktaturen verhandeln konnten, aber das ändert nichts daran, daß es zwei GRUNDSÄTZLICH unterschiedliche Systeme sind.

Man kann allenfalls sagen, daß Demokratien nicht homogen sind und es in ihnen jede Menge an emotionell pestkranken Menschen gibt. Deshalb muß man alles tun, daß sie nicht in Richtung Faschismus bzw. Sozialismus kippen und dergestalt ihr Wesen (das CFP, das gemeinsame Funktionsprinzip) GRUNDSÄTZLICH ändern.