Posts Tagged ‘Drogen’

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 9-11)

17. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 9-11)

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

15. März 2021

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Kosmischer Kampf – Planetare Angriffs- und Zermürbungsstrategien. Ein Überblick (Teil 8)

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 32)

11. März 2021

Es gibt einen profunden Unterschied zwischen der Sexualität einer Hysterikerin, die sich „sexuell befreit“ gibt, und einer richtigen, d.h. „tiefen“ Frau, die sich kühl und sachlich gibt. Ähnlich ist auch die „Progressivität“ der Linken und die „Rigidität“ der Rechten zu bewerten. Hinter dem ersten verbirgt sich doch nur Angst vor wirklichem Fortschritt, vor Bewegung, vor wirklicher Lebensfreude, während im zweiten Fall wenigstens noch ein genuines Potential für Bewegung vorhanden ist.

Dies hat sehr viel mit dem Problem der Kontaktlosigkeit zu tun. Wer war denn für die Freigabe der Pornographie in den 1970er Jahren? Und wer hatte mehr Kontakt zum gesunden Wesenskern, jene die „progressiv“ für die Freigabe waren oder jene die „rigide“ dagegen waren?

Rebellion führt zu nichts! Das ist wie in der „Primärtherapie“: du schreist und strampelst – und die Panzerung verschlimmert sich! Kontakt ist das Zauberwort sowohl in der Orgontherapie als auch in der Befreiung der Gesellschaft. Und hier halte ich von den linken „Emanzipationsbewegungen“ genausowenig wie von wilden „Reichianischen“ Therapeuten.

Dabei hebt niemand den Konservativen in den Himmel. Sicherlich nicht Elsworth F. Baker und Charles Konia, wäre ja auch schlecht möglich, da Reich so viel über und gegen den Konservativen geschrieben hat – und ich sehe nicht, wo dies in der neueren Orgonomie zurückgenommen wurde. Nur ist die Kritik an den Konservativen mittlerweile Allgemeingut. Und da dies so ist, ist es wohl nötig, daß auch endlich mal den „guten Menschen“ die Maske vom Gesicht gerissen wird. Es ist wirklich nicht sehr originell heutzutage auf den Konservativen einzudreschen!

Was die Begriffe „Liberaler“ und „Konservativer“ betrifft: was soll man denn sonst für Begriffe nehmen? Mit diesen allgemeinen Termini kann man sich wenigstens noch der Umwelt verständlich machen, während orgonomische Begriffe (z.B. „Fassaden-Charakter“ und „verzerrter Kernkontakt-Charakter“) uns halt auf orgonomische Zirkel beschränken würde. Und so schlecht ist der Begriff „Liberaler“ gar nicht. Max Stirner benutzt ihn z.B. orgonomisch ziemlich korrekt:

  1. den politischen Liberalismus [heute würde man wohl von „Nationalliberalismus“ sprechen]: der „die Völker“ durch Knechtung des Einzelnen unter die Staatsidee erzeugt;
  2. den sozialen Liberalismus: der die „Gerechtigkeit“ dadurch erzwingt, daß allen das Eigentum genommen wird und alle „gleiche Lumpe“ werden; und
  3. den humanen Liberalismus: der die „Menschlichkeit“ dadurch erzwingt, daß er alles Individuelle negiert.

Kurz: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Und wofür steht die Rechte?

  1. für die Unfreiheit, die dem Einzelnen ermöglicht frei zu sein, da er nicht für die Sache der „Freiheit“ einstehen muß, sondern für sich – also frei sein kann;
  2. für die Ungleichheit, d.h. es gibt nicht das Eigentum, das niemandem gehört, sondern viele Eigentümer;
  3. für die Inhumanität, d.h. es gibt nicht den Menschen, sondern die Menschen dürfen sie selber sein.
  4. Was ist denn so schrecklich Schlimmes am Kommunismus?

    Was ist denn so arbeitsdemokratisch am konservativen Lebensentwurf?

    Für uns Deutsche ist es trotz der Erfahrung mit der Mauer sehr schwer antikommunistisch zu sein. Erst mal wegen der Nazis („zuerst holten sie die Kommunisten und dann die Juden… und ich schwieg“) und dann auch, weil wir wegen unserer geographischen und geschichtlichen Lage mit den Regierungen des Ostens zusammenarbeiten mußten. So verdrängten wir den satanischen Charakter des Kommunismus aus unserem Blickfeld. Dieser läßt sich zwiefach festmachen:

    1. Von Hegel über Marx zu Stalin ging es immer zentral um einen Mythos (der nicht nur marginal rassistisch ist – besonders bei Marx): die Judenherrschaft muß gebrochen werden, um einerseits die „Anarchie“ (es wird ohne Plan produziert und konsumiert) zu brechen und andererseits die geknechtete Arbeit zu befreien. Dieses mythologische Grundmuster ist der Ausgangspunkt für alle möglichen pestilenten Projektionen. Jerome Eden hat dies sehr schön in Die kosmische Revolution dargelegt: man projiziert das eigene DOR (die Panzerung) nach draußen und versucht es auf dem sozialen Schauplatz zu bekämpfen. Bei manchen „Reichianern“ wird dies sogar explizit: Kapitalismus = Panzerung.
    2. Die KP ist im engsten Sinne des Wortes eine kriminelle Vereinigung. Da gibt es verblüffende Parallelen zur Mafia, die ja auch als eine Art von „Befreiungsorganisation“ angefangen hat. Und genauso wie in Filmen wie Der Pate geradezu Propaganda für das „romantische Verbrechen“ gemacht wird, leistet die Linke der KP Schützenhilfe. In Rußland hat sich die kommunistische Herrschaft in eine der mafiösen Oligarchen verwandelt und in China ist die KP selbst nichts anderes als die Mafia. Das erinnert einen an die geschniegelten Mafia-Manager in den USA, die ins normale Wirtschaftsleben ein Standbein hineinbekommen wollen (Der Pate, Teil 2 und 3).

    Beides, der „psychomagische“ und „quasireligiöse“ Hintergrund hier und das Parasitentum dort, kennzeichnet den Kommunismus: beides kann man letztlich nur als „Projektionsmechanismus in DORifizierten Organismen“ und als „Umsichgreifen des DORs“ verstehen (Subversion).

    Und grade hier klinkt sich der liberale Charakter ein, der gegen das Bestehende (seine Eltern) rebelliert. Der konservative Charakter tut dies nicht, er identifiziert sich mit seinem Hintergrund.

    Das erklärt auch, warum ich für eine „konservative Wende“ bin:

    Wir haben nichts mehr zu fürchten, als das Chaos, d.h. die Zerstörung der Lebensenergie durch das DOR: Pornographie im weitesten Sinne (die Linke war immer dafür), Drogen, Rebellion und das Verkünden von Wahrheiten ohne die Gegenwahrheiten zu erwägen. Wird dies nicht eingedämmt und sprießen Die Grünen weiter, haben wir bald entweder eine Gegenreaktion a la LePen oder eine „grüne“ Diktatur über Europa, die dann zur Errichtung der „sozialen Demokratie“ als Übergang zum Sozialismus führen würde. Und das wäre das Ende der Arbeitsdemokratie, die im Grunde nur eins ist: Verantwortung für sich selbst, damit Verantwortung für die die man liebt, damit Verantwortung für alle Menschen und damit Verantwortung für die Natur. Dies sind alles spezifisch konservierende bzw. „konservative“ Werte.

    Und wofür steht der Sozialismus? Für Verantwortungslosigkeit auf jeder Ebene: ich erinnere an Tschernobyl. Dem wird entgegengehalten, man könnte mit dieser einseitigen Parteinahme „innerhalb der Falle“ nicht einverstanden sein, weil man gegen JEDE Lebensverneinung sei. Gut, heißt das, daß du in Polen nicht für die Solidarnosc eingetreten wärst, weil die Katholische Kirche zutiefst lebensfeindlich ist? Das Fatale an einer solchen kompromißlos „lebenspositiven“ Haltung ist doch, daß sie letztlich nur der Lebensfeindlichkeit gute Dienste leistet, also hier der KP.

David Holbrook, M.D.: „SELBSTZERSTÖRERISCHES VERHALTEN“ ALS BEDÜRFNIS SICH ZU PANZERN. BRIEF AN EINEN FREUND / FULL METAL JACKET UND DIE 1980ER JAHRE / ÜBER DIE SEELE / DER PANZER IST EINE LÜGE

29. Juli 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Selbstzerstörerisches Verhalten“ als Bedürfnis sich zu panzern. Brief an einen Freund

 

Full Metal Jacket und die 1980er Jahre

 

Über die Seele

 

Der Panzer ist eine Lüge

 

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen

3. Juli 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen* (Teil 1)

18. April 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Paul Mathews: Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

5. September 2019

 

Paul Mathews:
Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

 

Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 1)*

30. Juni 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Diese Taschenbuch-Anthologie hat eine interessante Geschichte. Nach Reichs Tod 1957 erschienen eine Reihe von Artikeln in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen, mal abgesehen von den üblichen verzerrten und sexuell ausbeuterischen Schriften, gaben diese Artikel vor, eine faire Analyse des Reichschen Werkes zu bieten. In der Zeitschrift Liberationa wurde beispielsweise ein Artikel mit dem Titel „Wilhelm Reich: Zwei Beurteilungen“ von Don Calhoun und Paul Goodmanb veröffentlicht (1). Obwohl Calhoun Reichs wissenschaftlichen Entdeckungen einige Anerkennung zollte, während Goodman sie verunglimpfte, lobten beide Reich als Revolutionär im libertären und anarchistischen Sinne. Damals empfand ich ein Unbehagen an dieser Identifikation, nicht nur, weil Reich, wie Goodman zugabc, diese Verbindung verärgert verworfen hatte, sondern auch, weil ich spürte, dass dies ein Vorläufer der gesellschaftspolitischen Verzerrung und Ausbeutung von Reich durch die politische Linke sein könnte – eine, die seine naturwissenschaftlichen und funktionellen Erkenntnisse verleugnen würde, um seine früheren, von ihm selbst zurückgewiesenen, marxistischen Ideen wiederzubeleben.

Erst in den 1960er Jahren zeichnete sich dieses Muster jedoch deutlich ab und hat sich bis heute fortgesetzt. 1966 widmete eine Zeitschrift mit dem Titel Studies on the Leftd (einer ihrer Herausgeber war derselbe Lee Baxandall,e der den hier besprochenen Band herausgegeben hat) fast eine ganze Ausgabe dem Thema „Wilhelm Reich on Marx and Freud“, ein Heft, das sich aus einer Reihe von bisher unübersetzten frühen marxistischen Aufsätzen Reichs zusammensetzt. Die Veröffentlichung dieser Ausgabe harmonierte mit linksextremer und neuer linker Agitation in verschiedenen Teilen der Welt und in den USA. Der Vietnamkrieg stand im Mittelpunkt und die Drogenkultur und Gegenkultur gehörten zum revolutionären Arsenal. Viele der Führer und Anhänger dieser Bewegungen proklamierten plötzlich Reich als einen ihrer großen ideologischen Propheten, wobei seine unrevidierten freudo-marxistischen Schriften als Teil ihrer Evangelien dienten. Um Baxandall zu zitieren: „Aber in den 1960er Jahren in den Jugendbewegungen der Neuen Linken … ist die untergegangene, aber kaum zerfallene Figur von Wilhelm Reich wieder auferstanden, in den Blick gerückt von der frischen Generation der radikalen Jugend“ (S. vi). Die Idee, die sie unterstützen, ist, dass der patriarchalisch-autoritäre Kapitalismus die Massen durch sexuelle Repression der einen oder anderen Art unterdrückt. Marcuse zufolge wurde dies nicht nur durch sexuelle Unterdrückung, sondern insbesondere durch die „Tyrannei der Genitalität“ gegenüber einer prägenitalen Freiheit-für-Alle herbeigeführt (2). Die Lösung bestand also darin, alle diese Ketten in einer wilden revolutionären Orgie des „befreiten“ Ausdrucks zu brechen, unterstützt durch Drogen, Promiskuität, wahllose Angriffe auf das Establishment usw., um so ein soziopolitisches Nirwana zu erreichen. Auch hier wieder das, was Reich als Freiheitshausieren bezeichnete – völlige Unbekümmertheit darüber, ob die Massen strukturell in der Lage sind, verantwortungsvolle Freiheit zu erlangen.

Anschließend erschienen verschiedene andere Arbeiten in Artikeln, Büchern und Filmen von Rieff, Robinson, Rycroft, Makavejev aus Jugoslawien, Cattier in Frankreich und Luigif in Italien.1 Das ultimative Thema all dieser Autoren war, dass Reich ein großer Revolutionär, aber ein verrückter Wissenschaftler war.

 

Anmerkungen

* SEX-POL-Essays, 1929-1934, by Wilhelm Reich. Edited by Lee Baxandall, with an Introduction by Bertell Ollman. New York, Vintage Books, 1972, 378 pp., paperback $2.45.

1 Die meisten davon wurden in früheren Ausgaben des Journal of Orgonomy besprochen.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Die Zeitschrift Liberation (1956–1977) war ein Magazin in den Vereinigten Staaten, das in den 1960er Jahren mit der Neuen Linken identifiziert wurde.
Die redaktionellen Positionen des Magazins waren mit denen von Dissent und Studies on the Left vergleichbar. Redaktionell unterstützte Liberation die kubanische Revolution, den SDS (Students for a Democratic Society) und den Widerstand gegen den Vietnamkrieg. Hinzu kam die Unterstützung für einseitige nukleare Abrüstung.

b Goodmans Beitrag findet sich in: Paul Goodman: Natur heilt, Edition Humanistische Psychologie, 1989, S.111-116, Kapitel: Ein großer Pionier, aber kein Libertärer.

c Goodman: Natur heilt, S.115: „Lassen sie mich eine persönliche Geschichte erzählen. Reich rief mich 1945 an und bat mich, ihn kurz zu besuchen. Ich war erfreut und erstaunt und hoffte begeistert, daß dieser bemerkenswerte Mann eine Aufgabe für mich hätte. (Mein Problem ist, daß ich der Anleitung bedarf.) Aber er wollte, daß ich aufhörte, seinen Namen mit Anarchisten und Libertären in Verbindung zu bringen‘ – wahrscheinlich hatte er den lobenden Text gelesen, den ich im Juli 1945 in Politics über ihn verfaßt hatte. Ich war von seinem Anliegen überrascht; ich erklärte ihm, daß seine Hauptziele schließlich anarchistische Ziele seien, daß wir ihn bräuchten und er nie etwas gesagt habe, daß uns völlig gegen den Strich ging, wiewohl er einige unbedachte Formulierungen von sich gab. Er bestritt meine Aussagen – es wurde klar, daß er nie Kropotkin gelesen hatte; als ich einige pädagogische Allgemeinplätze aus Fields, Factories and Workshops fallenließ, verriet sein Gesicht charmanterweise eine kindliche Verblüffung – ich war von seiner Offenheit, mit der er seine Überraschung zeigte, sehr beeindruckt. ‚Was macht es Ihnen denn aus, Dr. Reich‘, sagte ich schließlich, ‚wenn wir jungen Leute Sie als Anarchisten bezeichnen?‘ Er erklärte mir – dieses mal zu meinem Überdruß – , daß es für A.S. Neill in England doppelt so schwierig sein würde, seine Oberschicht-Kinder in der progressiven Summerhill-Schule zu halten, falls der Bewegung auch noch der Stempel des Anarchismus aufgedrückt würde.“
Der Artikel in Politics heißt: „Die politische Bedeutung einiger neuerer Revisionen an Freud“, in: Goodman: Natur heilt, S. 71-99.

d Studies on the Left war eine Zeitschrift des Radikalismus der Neuen Linken in den Vereinigten Staaten, die zwischen 1959 und 1967 veröffentlicht wurde.

e Lee Raymond Baxandall (1935 – 2008) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, Übersetzer, Redakteur und Aktivist. Er war für sein Engagement in der Neuen Linken mit kulturellen Themen bekannt.
In den 1960er und 1970er Jahren zeigte Baxandall ein starkes Interesse an der Beziehung zwischen Kultur, insbesondere Theater, und Radikalismus. Er übersetzte Stücke von Peter Weiss und Bertolt Brecht, bearbeitete eine Sammlung von Schriften des deutschen Sozialkritikers und Psychologen Wilhelm Reich, verfasste eine kommentierte Bibliographie zu Marxismus und Ästhetik und schrieb zahlreiche Essays über bedeutende Literaten, darunter Bertolt Brecht und Franz Kafka. (Wiki)

f Luigi De Marchi.

 

Literatur

1. Calhoun, D. und Goodman, P.: „Wilhelm Reich: Two Appraisals“, Liberation, Januar 1958, S. 4-9

2. Mathews, P.: Besprechung von The Freudian Left von P. Robinson, Journal of Orgonomy 4:136-40, 1970

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 120-124.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 4)

12. April 2019

Okulare Panzerung bedeutet, daß man nicht nur nicht sehen kann, sondern auch, daß man nicht gesehen wird. Drogenkonsumenten gehen sozusagen auf Tauchstation, ziehen eine Tarnkappe über den Kopf. Entsprechend wird das Drogenproblem nicht nur von den Drogenkonsumenten nicht gesehen, sondern fatalerweise auch von denen, die „straight“ sind. Dazu möchte ich einen Absatz aus einer Fallstudie des Orgonomen Welford Hamilton zitieren:

(…) zur Augenblockade gehört nicht nur die Fähigkeit des Patienten zu sehen, sondern auch die Fähigkeit gesehen zu werden. Wir wissen, daß die Augenblockade des Patienten den Therapeuten verwirren kann und sie es ihm daher schwierig macht, den Patienten zu sehen. [Der hier von Hamilton diskutierte Fall von „J“] zeigt das gleiche Phänomen in einer greifbaren physischen Form. Js Erscheinung entwickelte sich von flach zu dreidimensional, als sie in der Therapie Fortschritte machte. Ich glaube, daß sich das auf das Energiefeld des Betreffenden bezieht und daß ein Gutteil der Tiefenwahrnehmung von der direkten Interaktion von Energiefeldern herrührt. Der Leser kann beobachten, daß ein lebender Baum mehr Tiefe zu haben scheint als ein toter Baum, daß die Landschaft an einem klaren, funkelnden Tag mehr Tiefe zeigt und daß lebendige Menschen „da“ sind visuell. Einige bemerkenswerte Personen haben so viel „Präsenz“ und „stechen so sehr hervor“, daß sich alle Blicke auf sie richten, wenn sie einen Raum betreten. Andere sind so „flach“, daß sie sich in die Wände einfügen. (The Journal of Orgonomy 50(2), S. 56f)

Dieser Aspekt verbindet die Drogenkultur mit der linken Pathologie und Weltanschauung (die ebenfalls zu einem Gutteil auf okularer Panzerung beruht): Subversion, die Attacke aus dem Hinterhalt, die Mimikry. Man schaue sich nur Linke an: es sind Kollektivisten ohne Persönlichkeit („Aufgehen in der Masse“), ohne Charisma, hinterhältige Maulwürfe, Todfeinde der Selbstregulierung.

Um gesund zu werden, halte dich unter allen Umständen von jedweden Drogen (ob diese nun legal oder illegal sind) und jedweder Art von sozialistischer Ideologie fern. Das gleiche gilt übrigens auch für den Mystizismus. Wenn man sich aber den „Reichianismus“ anschaut, sind dort alle diese Elemente traut vereint. Antiorgonomie!