Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 17)

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VI. Orgontherapie: 3.1. Die karzinomatöse Schrumpfungs-Biopathie (Die Krebs-Biopathie)1

Schon früh stieß Reich im Laufe seiner Forschung auf das Problem der Krebsentstehung. Bei den Bion-Versuchen hatte sich gezeigt, daß aus zerfallendem Gewebe einerseits die Bione, andererseits die T-Bazillen entstehen. Ferner war bekannt, daß die T-Bazillen, die sich zu Krebszellen organisieren können, von den Bionen gelähmt werden und daß die Bione T-Bazillen vernichten können. Die erste Entwicklung eines Krebstumors ist immer der bläschenförmige Zerfall des Gewebes. „Der bläschenförmige Zerfall wird hervorgerufen durch biopathische Schrumpfung (das ist die Kontraktion der biologischen Orgonenergie des autonomen Lebensapparates/K.H.), wodurch das plasmatische Gewebe erheblich geschwächt wird. Bei dem Zerfallsprozeß entstehen zwei Arten von Gebilden. Einmal die sogenannten PA Bione, womit Reich die gesunden Bione bezeichnet, und zweitens die T-Bazillen (T gleich Tod), die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstehen. Sie sind unter dem Mikroskop wegen ihrer Kleinheit nur bei 3000 bis 5000 facher Vergrößerung zu erkennen. Diese Vergrößerungen verundeutlichen zwar die Schärfe der Zeichnungen unter dem Mikroskop, machen aber die Beweglichkeit umso deutlicher… Ein Elektronenmikroskop ist für diese Zwecke ungeeignet, da mit ihm ja nur totes Material untersucht werden kann. Diese T-Bazillen sind in jedem Krebs-Tumor ebenso wie im Blut eines krebskranken Patienten vorhanden. Die T-Bazillen sind keine Infektion von außen; sondern wir lernen damit den ungewöhnlichen Begriff der Autoinfektion kennen. Die PA Bione liegen mit den T-Bazillen in einem gegenseitigen Kampf, wobei die PA Bione die Tendenz haben, die T-Bazillen zu lähmen oder zu töten. Die Krebszelle durchläuft verschiedene Stadien bis zu dem amoeboiden Protozoon. Die Entwicklung zum fließenden amoeboiden Protozoon kann zwar unter dem Mikroskop verfolgt werden, und auch bei Mäusen kann diese Entwicklung beobachtet werden; dagegen kann sie beim Menschen nicht erreicht werden, da vorher der Tod eintritt.“2 Anhand der T-Reaktion des Blutes kann bereits lange vor der Tumorbildung die Krebserkrankung diagnostiziert werden.

Auch der Teilungsprozeß der Krebszellen wird im Lichte der Orgonomie gut verständlich. Dem orgonphysikalischen Grundgesetz des orgonomischen Potentials zufolge zieht das stärkere System das schwächere an. „Der Kern der Zelle bildet nach orgonomischer Auffassung das energetisch stärkere System, während dem Plasma ständig Nahrung und Atmung zugeführt wird. Im biologisch geschwächten Zellsystem verschieben sich die Energieverhältnisse rapide zugunsten des Kerns. Während das Plasma bereits zu ersticken droht, kämpft der Kern immer noch. Dies führt zu einem Überschuß an Energie im Kern, der konvulsiv zur Entladung und Zellteilung kommt. Es handelt sich hierbei um einen Viertakt: der mechanischen Spannung, energetischen Ladung, energetischen Entladung und Mechanischen Entspannung.“3

Mit Hilfe des Orgon-Akkumulators gelang es Reich, die Krebs-Tumoren innerhalb kurzer Zeit zum Verschwinden zu bringen. Die Orgonbestrahlung stärkt den Körper bei der Bekämpfung der T-Bazillen, die sich im Falle der Krebserkrnkung im Tumor organisieren. Die Tatsache der Tumorbeseitigung durch Orgonbestrahlung wurde von mehreren Ärzten bestätigt, z.B. durch die Mediziner Hoppe4 und Tropp5.

Da die Tumorbildung schließlich nur ein Symptom einer tieferliegenden Störung des Gesamtorganismus darstellt, ist es nicht verwunderlich, daß nach der Beseitigung des Krebs-Tumors von einer Gesundung nicht gesprochen werden kann. Die Heilung einer Biopathie, auch der Krebs-Schrumpfungsbiopathie, ist nur sehr schwer zu erzielen, und die Erkenntnisse der Orgonomie liefern kein Allheilmittel gegen eine einmal ausgebrochene Krebserkrankung oder andersartigen Biopathie. Sie weisen aber auf die Möglichkeiten einer umfassenden Vorbeugung der Krebserkrankung hin, die Reich als „Fäulnis der Gewebe bei lebendigem Leibe infolge Lusthungers des Organismus“ bezeichnete.6 Dazu ist allerdings eine Veränderung unserer gesamten Lebensanschauung notwendig, die Reich für das Entstehen des Krebses verantwortlich macht: „Schuld ist in Wirklichkeit unsere gesamte Lebensanschauung, der Moralismus, die sexuelle Verkrüppelung unserer Kinder und Jugendlichen, die moralistischen Vorurteile in Medizin und Pädagogik, kurz unsere Lebensblindheit und –angst, die wir seit mehreren tausend Jahren von Geschlecht zu Geschlecht forterben.“7

 

Fußnoten

  1. Eine ausführliche Darstellung der orgonomischen Erforschung der Krebserkrankung findet sich in: Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 167–424. Ich halte mich bei der hier vorgetragenen Kurzdarstellung an: Hoppe, W., Biophysikalische und biophysische Krebsentstehung… a.a.O.
  2. Hoppe, Biopsychische…., a.a.O. S. 7f
  3. ebenda S. 7f
  4. Siehe z.B. Hoppe, W., Zusammenstoß der Orgon- und Radiumtherapie in einem Falle von Hautkrebs, in: Intern. Zeitschr. f. Orgonomie, Bd. 1 H. 4, 1953 S. 198–203
  5. Siehe: Tropp, S.I., Die Behandlung einer bösartigen mediastalen Geschwulst mit dem Orgonakkumulator, in: Int. Zeitschr. f. Orgonomie Bd. I H 1 1950, S. 21–32
  6. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 402
  7. ebenda

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  1. Peter Nasselstein Says:

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