Posts Tagged ‘Krebszellen’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 13

7. April 2019

orgonometrieteil12

13. Krebs und Kommunismus

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 12

1. April 2019

orgonometrieteil12

12. Die Kontinuität der Funktion

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 17)

10. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VI. Orgontherapie: 3.1. Die karzinomatöse Schrumpfungs-Biopathie (Die Krebs-Biopathie)1

Schon früh stieß Reich im Laufe seiner Forschung auf das Problem der Krebsentstehung. Bei den Bion-Versuchen hatte sich gezeigt, daß aus zerfallendem Gewebe einerseits die Bione, andererseits die T-Bazillen entstehen. Ferner war bekannt, daß die T-Bazillen, die sich zu Krebszellen organisieren können, von den Bionen gelähmt werden und daß die Bione T-Bazillen vernichten können. Die erste Entwicklung eines Krebstumors ist immer der bläschenförmige Zerfall des Gewebes. „Der bläschenförmige Zerfall wird hervorgerufen durch biopathische Schrumpfung (das ist die Kontraktion der biologischen Orgonenergie des autonomen Lebensapparates/K.H.), wodurch das plasmatische Gewebe erheblich geschwächt wird. Bei dem Zerfallsprozeß entstehen zwei Arten von Gebilden. Einmal die sogenannten PA Bione, womit Reich die gesunden Bione bezeichnet, und zweitens die T-Bazillen (T gleich Tod), die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstehen. Sie sind unter dem Mikroskop wegen ihrer Kleinheit nur bei 3000 bis 5000 facher Vergrößerung zu erkennen. Diese Vergrößerungen verundeutlichen zwar die Schärfe der Zeichnungen unter dem Mikroskop, machen aber die Beweglichkeit umso deutlicher… Ein Elektronenmikroskop ist für diese Zwecke ungeeignet, da mit ihm ja nur totes Material untersucht werden kann. Diese T-Bazillen sind in jedem Krebs-Tumor ebenso wie im Blut eines krebskranken Patienten vorhanden. Die T-Bazillen sind keine Infektion von außen; sondern wir lernen damit den ungewöhnlichen Begriff der Autoinfektion kennen. Die PA Bione liegen mit den T-Bazillen in einem gegenseitigen Kampf, wobei die PA Bione die Tendenz haben, die T-Bazillen zu lähmen oder zu töten. Die Krebszelle durchläuft verschiedene Stadien bis zu dem amoeboiden Protozoon. Die Entwicklung zum fließenden amoeboiden Protozoon kann zwar unter dem Mikroskop verfolgt werden, und auch bei Mäusen kann diese Entwicklung beobachtet werden; dagegen kann sie beim Menschen nicht erreicht werden, da vorher der Tod eintritt.“2 Anhand der T-Reaktion des Blutes kann bereits lange vor der Tumorbildung die Krebserkrankung diagnostiziert werden.

Auch der Teilungsprozeß der Krebszellen wird im Lichte der Orgonomie gut verständlich. Dem orgonphysikalischen Grundgesetz des orgonomischen Potentials zufolge zieht das stärkere System das schwächere an. „Der Kern der Zelle bildet nach orgonomischer Auffassung das energetisch stärkere System, während dem Plasma ständig Nahrung und Atmung zugeführt wird. Im biologisch geschwächten Zellsystem verschieben sich die Energieverhältnisse rapide zugunsten des Kerns. Während das Plasma bereits zu ersticken droht, kämpft der Kern immer noch. Dies führt zu einem Überschuß an Energie im Kern, der konvulsiv zur Entladung und Zellteilung kommt. Es handelt sich hierbei um einen Viertakt: der mechanischen Spannung, energetischen Ladung, energetischen Entladung und Mechanischen Entspannung.“3

Mit Hilfe des Orgon-Akkumulators gelang es Reich, die Krebs-Tumoren innerhalb kurzer Zeit zum Verschwinden zu bringen. Die Orgonbestrahlung stärkt den Körper bei der Bekämpfung der T-Bazillen, die sich im Falle der Krebserkrnkung im Tumor organisieren. Die Tatsache der Tumorbeseitigung durch Orgonbestrahlung wurde von mehreren Ärzten bestätigt, z.B. durch die Mediziner Hoppe4 und Tropp5.

Da die Tumorbildung schließlich nur ein Symptom einer tieferliegenden Störung des Gesamtorganismus darstellt, ist es nicht verwunderlich, daß nach der Beseitigung des Krebs-Tumors von einer Gesundung nicht gesprochen werden kann. Die Heilung einer Biopathie, auch der Krebs-Schrumpfungsbiopathie, ist nur sehr schwer zu erzielen, und die Erkenntnisse der Orgonomie liefern kein Allheilmittel gegen eine einmal ausgebrochene Krebserkrankung oder andersartigen Biopathie. Sie weisen aber auf die Möglichkeiten einer umfassenden Vorbeugung der Krebserkrankung hin, die Reich als „Fäulnis der Gewebe bei lebendigem Leibe infolge Lusthungers des Organismus“ bezeichnete.6 Dazu ist allerdings eine Veränderung unserer gesamten Lebensanschauung notwendig, die Reich für das Entstehen des Krebses verantwortlich macht: „Schuld ist in Wirklichkeit unsere gesamte Lebensanschauung, der Moralismus, die sexuelle Verkrüppelung unserer Kinder und Jugendlichen, die moralistischen Vorurteile in Medizin und Pädagogik, kurz unsere Lebensblindheit und –angst, die wir seit mehreren tausend Jahren von Geschlecht zu Geschlecht forterben.“7

 

Fußnoten

  1. Eine ausführliche Darstellung der orgonomischen Erforschung der Krebserkrankung findet sich in: Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 167–424. Ich halte mich bei der hier vorgetragenen Kurzdarstellung an: Hoppe, W., Biophysikalische und biophysische Krebsentstehung… a.a.O.
  2. Hoppe, Biopsychische…., a.a.O. S. 7f
  3. ebenda S. 7f
  4. Siehe z.B. Hoppe, W., Zusammenstoß der Orgon- und Radiumtherapie in einem Falle von Hautkrebs, in: Intern. Zeitschr. f. Orgonomie, Bd. 1 H. 4, 1953 S. 198–203
  5. Siehe: Tropp, S.I., Die Behandlung einer bösartigen mediastalen Geschwulst mit dem Orgonakkumulator, in: Int. Zeitschr. f. Orgonomie Bd. I H 1 1950, S. 21–32
  6. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 402
  7. ebenda

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 5)

13. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 2. Die Entdeckung strahlender Bione

Ein Glühversuch mit Meeressand erbrachte eine neuartige Bion-Kultur.1 Sie bestand mikroskopisch aus großen, wenig beweglichen, stark blauschimmernden Paketen von Energiebläschen. Diese SAPA genannten Bione boten sehr interessante Eigenschaften. Krebszellen wurden schon aus der Entfernung von etwa 10 µ gelähmt oder getötet, sie drehten sich hilflos im Kreise und wurden schließlich unbeweglich. Es war, als strahlten die SAPA Bione eine Energie aus. Schließlich konnte auch die Auswirkung der angenommenen Strahlung auf den Menschen nachgewiesen werden. Die Betrachtung der SAPA Bione unter dem Mikroskop führte zu Augenschmerzen und zu Bindehautentzündung. Wurde die SAPA Kultur auf einem Objektglas auf die Haut gelegt, so bildete sich nach ca. 10 Minuten an der Stelle, wo die Kultur, getrennt von der Haut durch das Objektglas, auflag, ein anämischer Fleck mit hyperämischen Rand. Längerer Aufenthalt in dem Raum, wo die SAPA Kulturen standen, wurde als angenehm, ja sogar als anregend und belebend empfunden. Die physikalische Überprüfung, ob es sich bei der Strahlung um Radioaktivität handele, gab die Gewißheit, daß keine radioaktive Strahlung vorlag. In dem Raum, in dem etliche SAPA Kulturen aufbewahrt wurden, führte Reich weitere Versuche durch.

Er dunkelte den Raum ab und untersuchte die Wirkung der Strahlung auf Photoplatten. Es bildeten sich auf allen Platten graue Schleier, auch auf den Kontrollplatten. Die Strahlung schien überall vorhanden zu sein. Mehrstündiger Aufenthalt in demselben, abgedunkelten Raum führte zu von Reich folgendermaßen beschriebenen, subjektiven Eindrücken: „Ich sah nebelige Schwaden, bläuliche Lichtstriche und fliegende Punkte. Tief violette Lichteindrücke schienen wie aus den Wänden und von Gegenständen herzukommen. Diese Lichteindrücke, durchwegs blau oder blaugrau, wurden stärker, die einzelnen Striche oder Pünktchen wurden größer, wenn ich eine Lupe vor meine Augen hielt … Nach etwa 2 Stunden konnte ich deutlicher meine Handfläche leuchten sehen, ebenso meine Hemdärmel und (im Spiegel) auch mein Kopfhaar. Der blaue Schimmer lag wie ein unscharfer, langsam bewegter, graublau leuchtender Dunst um meine Gestalt und um Gegenstände im Raum.“2 Mehrere Personen bestätigten die Reichschen Eindrücke.

Es stellte sich bald heraus, daß organisches Material die von den SAPA Kulturen ausgehende Strahlung aufsaugt und festhält. Metallisches Material dagegen zieht die Energie an, stößt sie jedoch sofort wieder ab. Diese Erkenntnis ermöglichte es, die von den Bionen ausgehende Strahlung abzugrenzen und vor rascher Diffusion in die Umgebung zu schützen. Nur so glaubte Reich, zu objektiv meßbaren Ergebnissen kommen zu können. Er konstruierte folglich einen Apparat, der innen Metallwände zur Reflektion der Strahlung und außen Wände aus organischem Material hatte, die die Funktion hatten, die Abstrahlung der Metallwände nach außen zu verhindern. In diesen Apparat wurden mehrere SAPA Kulturplatten gestellt. Zur Beobachtung der Strahlen diente eine Lupe, wie man sie zum Betrachten von Filmen benützt. Die Strahlen sollten auf die matte Cellulosescheibe vorne aufschlagen und derart sichtbar werden. Der Versuch gelang. Mehrere Versuchspersonen bestätigten die Lichterscheinungen. Doch dann stellte Reich zu seiner großen Überraschung fest, daß die sichtbaren Erscheinungen auch feststellbar waren, wenn auch schwächer, wenn keine Kulturen in dem Apparat aufbewahrt wurden. Die Leuchterscheinungen traten auch in einem zweiten, neukonstruierten Apparat auf, der nie mit den SAPA Kulturen in Berührung gekommen war. Sie waren wochenlang ständig zu beobachten. Daraus schloß Reich, daß die von den Bionen ausgestrahlte Energie ebenso in der Atmosphäre vorhanden sein muß. Die Energie erhielt in Anlehnung an den Begriff „Orgasmusformel“ den Namen Orgon.

Aber war die Energie auch in der Atmosphäre sichtbar? Reich beobachtete den nächtlichen Himmel, ihm fiel das Sternenflimmern auf, das von den Astronomen mit der Theorie des diffus verstreuten Lichtes erklärt wird. Dem widersprach nach Reichs Ausfassung die Tatsache, daß das Flimmern bei Sternen am östlichen Horizont stärker war als bei Sternen, die im Zenit standen, und daß das Flimmern in der Nähe des Mondlichtes schwächer war. Am stärksten trat das Flimmern gerade an den dunkelsten Stellen auf. Reich entwickelte ein sogenannte Orgonoskop, mit dem er die Lichterscheinungen in der Atmosphäre sowie in dem Metallapparat besser sichtbar machen konnte. Ein Orgonoskop3 ist vereinfacht dargestellt, ein mattschwarzes Metallrohr mit eingebauten Vergrößerungslinien, vor das eine Cellulosescheibe gesetzt wird. Die Linsen sind auf die Cellulosescheibe scharf eingestellt. Das Orgonoskop gestattet die Vergrößerung der Lichteindrücke. Dadurch konnte der Einwand, es handele sich lediglich um subjektive Eindrücke, widerlegt werden. Das Blitzen einzelner Lichtstrahlen und fliegender Punkte, das von der SAPA Strahlung her bekannt war, zeigte sich auch in der Atmosphäre, war aber abhängig vom Wetter.

Da sich herausgestellt hatte, daß die Orgonstrahlung auch in einem Raum mit Metall verkleideten Wänden unabhängig vom Vorhandensein von SAPA Kulturen auftritt, konstruierte Reich einen solchen Raum und beobachtete die Lichtphänomene eingehend.4 Die Lichtpunkte schienen in rhythmischer Folge aus den Wänden auszutreten; sie bewegen sich in einer Form, die Reich Kreiselwelle nannte, etwa so:

Ferner schien sich jedes einzelne Pünktchen abwechselnd zu verbreitern und zu verengern, als ob es pulsierte. Nach 2–3 Stunden Aufenthalt im Metallraum waren, wiederum blaue oder blaugraue Schimmer um die Kleider und das Haar zu sehen. Ebenso verspürten Reich und seine Mitarbeiter eine anregende Wirkung auf den Organismus, wie es schon von der Orgonstrahlung der SAPA Kulturen bekannt war.

 

Fußnoten

  1. Die folgende Darstellung bezieht sich auf: Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, a.a.O. S. 65–80
  2. ebenda S. 70
  3. Vgl. hierzu: Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 118–122
  4. Vgl. ebenda S. 123–127

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 4)

11. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 1. Die Bione

Die Einsicht, daß die Spannungs-Ladungs-Formel sowohl den menschlichen Organismus als auch die Funktionen von Einzellern beherrscht, führte zu einer Reihe von Versuchen mit organischer und anorganischer Materie. Die Lebensformel, so wie sie von Reich entdeckt wurde, war im anorganischen Geschehen nicht anzuwenden. „Es gibt in der nichtlebenden Natur keinen Vorgang, bei dem eine mechanische Füllung in eine elektrische Ladung umschlägt. Dort gibt es entweder nur den mechanischen Spannungs-Entspannungsmechanismus, oder nur den elektrischen Ladungs-Entladungsvorgang.“1 Die Funktionen des Lebendigen beruhen also auf einer ganz spezifischen Kombination der Funktionen des Anorganischen. Reich hielt es für wahrscheinlich, daß die Spannungs-Ladungs-Funktion den Schlüssel zum Problem der Biogenese liefern würde.2

Reich versuchte nun, organische Substanzen (trockenen Moos oder Gras) einerseits, und anorganische Substanzen (Kohlenstaub, feiner Sand, Metallstaub) andererseits, so anzuordnen, daß spontan Prozesse in Gang kommen, die nach dem Viertakt: Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung ablaufen. Er erhitzte die Substanzen und ließ sie anschließend in steriler Lösung quellen. Dabei beobachtete er, daß gequollene Materie, sowohl organischer wie auch anorganischer Herkunft, in flüssigkeitsgefüllte Bläschen von etwa 0,5 bis etwa 3 µ Größe zerfällt.3 Diese Bläschen nannte er Bione.

Die Bione werden erst in 2000facher Vergrößerung unter dem Mikroskop sichtbar. Sie zeigen bereits die Funktion der biologischen Pulsation, d.h. sie bewegen sich mit langsam ruckenden oder schlängelnden Bewegungen durchs mikroskopische Feld. Ihr Inhalt schimmert stets blau bis blaugrün und vibriert in feinster Weise. Ihre Beweglichkeit hält solange an, wie die feinen pulsatorischen Bewegungen und wie das Blau der Bläschen. Unter schwierigen Bedingungen sind die Bione auch kultivierbar.4 Sie zeigen die Funktion der Teilung und Verschmelzung und können sich an organisierten lebendigen Gebilden wie Protozoen formieren. Reich erklärte die biologische Reaktion der Bione dadurch, daß er sie als „membranöse Bläschen auffaßte, die ein bestimmtes Quantum Energie im Flüssigkeitsinhalt umfassen“.5 Es zeigte sich auch, daß größere Bläschen sich kleinere einverleiben, und daß stark blau leuchtende Bione Bakterien und kleine Protozoen lähmen oder töten. Ferner töten sie Krebszellen, indem sie sie durchdringen; manche Bionarten lähmen Krebszellen aus Mäusetumoren schon aus der Entfernung.

Reich betont, daß die Energie, die in den Bionen wirkt, nicht von außen künstlich zugeführt wird, sondern aus dem blasigen Zerfall der Materie aus dieser selbst entsteht. Die Bione sind nicht fertige Lebewesen, sondern Träger biologischer Energie, Übergangsformen vom Leblosen zum Lebendigen. Versuche ergaben, daß die meisten Nahrungsstoffe, Eidotter, gekochtes Hühnereiweis, Käse, Milch, gekochtes Gemüse, Fleisch jeder Art aus Bionen, also aus Energiebläschen aufgebaut sind. Alle Samenarten und Geschlechtszellen sowie die roten Blutkörperchen sind selbst Bione.

Die Bionversuche wiesen also auf eine mächtige Energie hin. Diese Energie, die sich in den biologischen Reaktionen der Bione manifestiert, schien identisch mit der von Reich bislang hypothetisch geforderten Lebensenergie (vgl. Lebensformel) zu sein. Aber noch war diese Energie nicht meßbar. Ihre Existenz schien aheliegend, objektiv nachweisbar war sie außer bei den Bionen noch nicht. Der Nachweis, daß es sich um eine universale, auch die menschlichen Funktionen steuerende Lebensenergie handele, stand noch aus.

 

Fußnoten

  1. Reich, W. Der dialektische Materialismus in der Lebensforschung. Berichte über die Bioversuche in de: Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie, Bd. 4 H 3 Lag mir als Raubdruck vor.
  2. Vgl. Raknes, O., Wilhelm Reich und die Orgonomie, Frankfurt 1973, S. 33
  3. Vgl. hierzu und zu den folgenden Ausführungen Reich, W., Die Entdeckung des Orgons, in: Int. Zeitschrift f. Orgonomie S, 62ff Bd. I, Heft 2, 1951
  4. Diese Tatsache wurde von DuTeil in Nizza experimentell bestätigt. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 46
  5. Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, a.a.O. S. 64

Die Krebsbiopathie der Wirtschaft

27. September 2016

Kommunismus ist vor allem eins: die Krebsschrumpfungs-Biopathie auf dem sozialen Schauplatz. Die Gesellschaft hört damit auf Orgonenergie in Gestalt von Dienstleistungen und Waren zu produzieren, kollabiert und reorganisiert sich auf primitiverer Ebene. Sie kann in den Anfangsstadien weiter vegetieren, so als wäre alles in Ordnung, ähnlich einem Krebskrankem, der weiterlebt, etwa Körperwärme erzeugt, sich bewegen kann, verdauen, sogar sich fortpflanzen etc., doch das Reich-Blutbild zeigt bereits den allgemeinen Zerfall, der schließlich in der Tumorbildung plastisch wird, wo sich der Organismus auf unterster Ebene reorganisiert. Letztendlich zerfällt das Metazoon in Protozoen („Krebszellen“), die wiederum zu einer amorphen Masse von T-Bazillen werden. Der Mensch verfault bei lebendigem Leibe. Ähnliches beobachten wir heute in den Scheinmarktwirtschaften des Westens, besonders deutlich aber im kommunistischen China, das „Kapitalismus“ spielt.

Reich definierte Biopathien als Pulsationsstörungen. Alles Lebendige pulsiert, nicht zuletzt auch die Wirtschaft. Politiker und die wirtschaftliche „Elite“ versuchen dies zu verhindern, da der periodisch auftredende Abwärtstrend der Wirtschaftsdaten schlecht für die Politik und fürs Geschäft ist. In einem kommunistischen Land wie China ist es vollkommen undenkbar, daß die Wirtschaft stagniert oder gar schrumpft. Um dies zu verhindern, wird gegen jeden wirtschaftlichen Sachverstand billiges Geld ins System gedrückt, obwohl es nicht sinnvoll investiert werden kann. Es entstehen beispielsweise „Immobilienblasen“.

Stellen wir nun die Frage, wer eigentlich der letztendliche Gläubiger ist. Wem schulden wir die Abertrillionen, mit dem dieser Planet verschuldet ist? Die gängige Antwort lautet beispielsweise „die Rothschilds“, doch das ist nur ein Teil der Antwort, denn enteigneten wir alle Superreichen, könnten vielleicht für ein halbes Jahr sämtliche Staatsausgaben bestritten werden, wir würden dann aber vor dem Nichts stehen, weil der Kapitalismus mittlerweile kollabiert wäre. (Damit will ich nicht ungerechtfertigte Megavermögen rechtfertigen!) Tatsächlich endet jeder Ökonom in vollständiger Konfusion, wenn er jenseits klassenkämpferischer Polemik erklären soll, bei welchen Leuten oder Stellen wir denn nun in letzter Konsequenz mit solchen astronomischen Summen verschuldet sind! Für wen arbeiten wir? Des Rätsels Lösung bietet Reichs Konzept der Arbeitsdemokratie. Wir sind alle netzartig voneinander abhängig, was sich ökonomisch u.a. als Schuld ausdrückt. Geld ist letztendlich eine Anweisung für menschliche Arbeit, d.h. die Verrichtung einer Dienstleistung (wozu man auch die Produktion eines Gutes zählen kann). Auf diese Weise basiert die gesamte Ökonomie in letzter Konsequenz auf der organismischen Orgonenergie („Arbeitsenergie“). Entsprechend bedeutet eine „Schuldenkrise“ nichts anderes als ein Wegbrechen der Energieproduktion analog dem, was beim Individuum in der Krebsschrumpfungsbiopathie geschieht.

Eine Ökonomie kollabiert, wenn (a) die Arbeitsfunktion der Massen wegbricht, wie es gegenwärtig in der anti-autoritären Gesellschaft geschieht, und (b) die hilflosen Massen mit einer Finanzpolitik ruhiggestellt werden müssen, bei der Geld (= Schulden) in die Wirtschaft gepumpt wird, das immer weniger durch Arbeit gedeckt werden kann. Die Arbeit, d.h. die besagte ominöse „Energieproktuktion“, wird (a) absolut immer kleiner und spielt (b) relativ eine immer geringere Rolle.

Die „Sowjetunion“ geht ein zweites Mal unter. Der diesmal weltweite Magakollaps wird höchstwahrscheinlich und bezeichnenderweise im kommunistischen China anfangen. Und niemand in der Welt wird wissen, was geschieht (Krebs!) und warum es geschieht (Emotionelle Pest)!

Die Krebsmafia

15. März 2015

Reich wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde juristisch verfolgt, weil er angeblich behauptet habe, Krebs heilen zu können und er viel Geld mit dem entsprechenden Gerät (dem Orgonenergie-Akkumulator) gemacht habe.

Damals und in dem mehr als einem halben Jahrhundert, das seitdem verflossen ist, hat die Pharmaindustrie praktisch wöchentlich revolutionäre Durchbrüche verkündet – aus denen nie etwas geworden ist. Und was die Chemotherapie betrifft: trotz immer neuer Präparate gab es in den letzten drei Jahrzehnten keinen Anstieg der Überlebensrate bei Organkrebs. Bei Brustkrebs hat sich die Situation sogar verschlechtert.

Um was es geht – nämlich um Profite, wie sie sonst nur die Mafia kennt – zeigt ein Beitrag auf Spiegel online, über eine neue Generation von Wundermitteln:

Ärzteprotest gegen Krebsmittel-Kosten: „Die Preise sind schlicht obszön“ – Trotz des enorm hohen Preises sei der klinische Nutzen der fraglichen Arzneien nur geringfügig oder gar nicht zweifelsfrei belegt, kritisieren Onkologen und Gesundheitsökonomen in einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium. Mehr als ein Dutzend derartige Präparate – meist Antikörper oder Enzymhemmstoffe – werden schon heute verschrieben, bis zu 40 weitere könnten nach Expertenschätzung in den nächsten sechs Jahren Marktreife erlangen.

Es geht um Ausgaben pro Patient von bis zu 100.000 Euro im Jahr!

Dazu ein bezeichnender Leserkommentar eines Onkologen, dem ein Medikament zur Verwendung beim multiplen Myelom (Knochenmarkkrebserkrankung) aufgefallen ist. Es handelt sich um einen Contergan-Abkömmling. Ein weiterer Onkologe weist darauf hin, daß die Originalsubstanz Thalidomid in den 1960er Jahren in Deutschland in der 10er Packung für unter 5 DM verkauft wurde. Hier die aktuellen Preise des erwähnten Krebsmedikaments:

5 mg: ca. 6000
10 mg: ca. 6500
15 mg: ca. 6800
25 mg: ca. 7000 oder mehr. EURO!!!
Das Fiese ist, daß das auch noch Kapseln sind, man kann also nix teilen. Man kann einen Patienten noch nicht einmal guten Gewissens aufdosieren (weil auch nicht so gut verträglich) und ihm erst einmal 2 x 5 mg Packungen rezeptieren, weil die fast so teuer sind wie die 10 mg Packungen.

Gegenwärtig wird die Krebsforschung von der Vorstellung dominiert, daß genetische Veränderungen für die Entwicklung von Krebszellen verantwortlich sind. Reichs Theorie, daß eine gestörte „Zellatmung“ das Problem ist, wirkt dem hingegen altertümlich. Doch neuerdings zeichnet sich eine Renaissance derartiger Krebstheorien ab.

In Reichs Der Krebs spielt die sogenannte „Warburg-Hypothese“, die Otto Warburg (1883-1970) 1924 aufgestellt hat, eine zentrale Rolle: während gesunde Zellen ihre Energie aus der Verbrennung von Sauerstoff gewinnen, schöpfen Krebszellen die ihre aus der Vergärung von Zucker („Erstickungsstoffwechsel“). Bis vor kurzem konnte diese These weder falsifiziert noch verifiziert werden.

2006 hat eine Arbeitsgruppe (Michael Ristow et al.) von den Universitäten Jena und Potsdam sowie dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Krebszellen (Dickdarmkrebs) mittels molekularbiologischer Techniken gezwungen, oxidativen Stoffwechsel zu betreiben. Daraufhin verloren die Zellen die Fähigkeit, bösartige Geschwulste in Versuchstieren zu bilden. In einer Art „Kontrollstudie“ schalteten die Forscher den oxidativen Stoffwechsel in Leberzellen aus, woraufhin sich Tumorzellen schneller ausbreiteten und gesunde Zellen begannen, wie Tumoren zu wachsen (Journal of Biological Chemistry, 2006; 281(2): 977-981).

Ebenfalls an Warburg gemahnen die Forschungen von Dolores Takemoto (Kansas State University).

In einer Forschungsarbeit, in der es ursprünglich um den Erhalt der Sehkraft von Diabetikern ging, untersuchte Takemoto das Protein Kinase C gamma in der Augenlinse. Dabei entdeckte sie eine Verbindung zwischen dem Protein Connexin46 (Cx46) und Hypoxie, d.h. Sauerstoffmangel im Zellgewebe. Cx46 entsteht, wenn das Sauerstoffniveau sinkt. Natürlicherweise tritt Cx46 nur im Auge auf, da dies das einzige Gewebe im Körper ist, in dem unter normalen Umständen Hypoxie auftritt. Ansonsten findet sich Cx46 nur in Krebszellen.

Takemoto glaubt, daß ihre Forschungsergebnisse zur Behandlung des Retinoblastoms (Netzhautkrebs), das vor allem bei Kindern auftritt, beitragen könnten. Dazu müßte medikamentös der Gehalt von Cx46 im Gewebe gesenkt werden. Das Cx46 würde es nämlich dem Krebsgewebe ermöglichen, in der hypoxischen Umgebung zu bestehen. Bei Mäusen wurde dieser Ansatz bereits erfolgreich getestet.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Thu Annelise Nguyen untersuchte Takemoto auch Kulturen von Brustkrebs und fand dort ebenfalls Cx46, desgleichen bei Darmkrebszellen.

„Immer wenn im Körper der Sauerstoffgehalt sinkt, taucht Cx46 auf“, sagt Takemoto.

An Reichs Krebstherapie erinnert auch der Ansatz von Nicholas Roberts (Johns Hopkins Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center, Baltimore, Maryland) et al. Anaerobe Clostridium novyi-Bakterien werden ins Zentrum von Tumoren gespritzt, woraufhin diese von innen heraus schrumpfen. Wie das geschieht, können die Forscher nicht erklären.

Erste Versuche, Krebs mit Hilfe von Bakterien zu bekämpfen, gab es bereits vor mehr als 100 Jahren. Ein Arzt hatte in den 1890er Jahren beobachtet, daß einige seiner Krebspatienten sich erholten oder gar völlig gesund wurden, wenn sie nach einer Krebsoperation eine Infektion bekamen. Seine darauffolgenden Versuche, eine auf diesen Beobachtungen basierende Behandlung zu entwickeln, waren jedoch wenig erfolgreich, so daß die Methode bis heute nicht weiter intensiv erforscht wurde.

2007 sorgten Evangelos Michelakis und seine Kollegen von der University of Alberta in Edmonton, Kanada mit einem ebenso altbekannten wie denkbar einfachen Medikament für Furore: Dichlorazetat (DCA). An menschlichen Zellkulturen stellten sie fest, daß DCA zwar Krebszellen aus Lunge, Brust und Gehirn abtötet, gesunde Zellen jedoch unangetastet läßt. Bei Ratten, in denen menschliche Tumorzellen wuchsen, schrumpften die künstlich erzeugten Krebswucherungen drastisch zusammen, wenn den Versuchstieren über einige Wochen DCA ins Trinkwasser gegeben wurde. Bisher behandelte man mit DCA seltene Stoffwechselkrankheiten. Das Medikament ist mit keinem Patent belegt, weshalb die Pharmaindustrie kaum an der Entwicklung zu einem Krebsmittel interessiert sein wird.

Mittlerweile hat zwar einige Ernüchterung Fuß gefaßt, doch aus orgonomischer Sich bleibt DCA von großem Interesse:

Während normale Zellen Energie aus ihren Mitochondrien gewinnen, sozusagen den „Lungen“ der Zelle, schöpfen Krebszellen, offenbar weil sie von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wurden (Panzerung!), in einer Art „Erstickungsatmung“ ihre Energie aus ineffizienter (anaerober, „fauliger“) Glykolyse, die im gesamten Zellkörper abläuft. Michelakis‘ Experimente beweisen, daß auch Krebszellen weiterhin funktionsfähige Mitochondrien besitzen, die durch das DCA reaktiviert werden können. Dadurch scheint es zu einer Art energetischem Schock zu kommen, denn unmittelbar danach setzt „Apoptose“ ein, d.h. die Krebszellen zerfallen in Bione – genauso wie unter konzentrierter Orgonenergie (siehe Der Krebs).

Hier und da wird weiter geforscht, wie eine Dissertation aus Tübingen über den Sauerstoffverbrauch bei bestimmten humanen Neuroblastom-Zelllinien zeigt:

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, daß [diese Zellen] die aerobe Glykolyse nutzen. […] In Hinsicht auf die therapeutische Nutzung des Warburg Effektes scheint die durch Dichloracetat ausgelöste Verschiebung des Glukosemetabolismus bei Neuroblastomzellen ein möglicher Ansatz zu sein, allerdings waren die erzielten Effekte nicht so ausgeprägt wie aus Literaturdaten zu vermuten war.

Mag sein, daß die Krebsbekämpfung mit Natron auf einem ähnlichen Prinzip beruht…

Hier noch ein interessanter Leserbrief, der zu einem entsprechenden Artikel erschien:

Alpha-Liponsäure sowie Dichloracetat können Krebsarten, die ihre Energie durch Vergärungsprozesse gewinnen, zum Absterben bringen. Dies geht aus Versuchen im Reagenzglas und mit Tieren hervor. Das Absterben geschieht aber rasant. Schon nach einer Woche etwa, ist ein Drittel eines Tumors abgestorben. Dies kann bei großen oder vielen Tumoren in einem Organismus zu einer lebensgefährlichen Vergiftung, durch die abgestorbenen Krebszellen führen. Es hat wohl etwas mit der Menge an Elektrolyten zu tun, die beim schnellen Absterben eines größeren Tumors plötzlich in den Organismus gelangen. Vielleicht kann man es zum besseren Verständnis mit der Einnahme von destilliertem Wasser und seinen (tödlichen?) Folgen vergleichen. Unter dem Stichwort „Tumor Lysis-Syndrom“ kann man im Internet mehr dazu lesen.

Reichs Versuche der Krebsheilung sind am Tumorlyse-Syndrom gescheitert, was er auf die Überschwemmung des Organismus mit „T-Bazillen“ zurückführte.

Krebs, Chromosomen und Orgonenergie (Teil 1)

11. April 2014

In Der Krebs (Fischer TB, S. 241f) erklärt Reich ausgehend von der Orgasmustheorie den „Reichtum an Kernteilungsfiguren“ bei Krebszellen („Kernreichtum“, „Kerndichte“, „Chromophilie“).

Ende der 90er Jahre hat der durch seine Kritik an der HIV-AIDS-Theorie bekanntgewordene Molekular- und Zellbiologe Peter Duesberg eine ähnliche Krebstheorie vorgebracht: Krebs beruht nicht auf Genmutationen, sondern auf „Aneuploidie“ (eine numerische Abweichung vom normalen Chromosomensatz). Entsprechend sollten in der Krebsvorsorge, so die Forderung Duesbergs, Substanzen nicht auf ihre mutagene Wirkung, sondern auf ihre Fähigkeit hin getestet werden, Aneuploidie hervorzurufen, d.h. den Spindelapparat zu schädigen.

Wie für Reich ist auch für Duesberg die Krebszelle ein parasitärer Organismus, der sich vollkommen vom Wirtsgewebe unterscheidet, d.h. eine andere Spezies darstellt. Im Gegensatz zu isolierten Genmutationen verändert nämlich eine abweichende Anzahl von Chromosomen den Phänotypus des betreffenden Organismus (also der Krebszelle im Vergleich zum gesunden Ausgangsgewebe) so drastisch, daß es sich um eine neue, eigenständige Spezies handelt.

2002 hat das Max Planck Institut für Biochemie ein Kontrollelement des sogenannten „Spindel-Checkpoints“ identifiziert, das bei Krebszellen beeinträchtigt ist. Bei einer Schädigung kommt es zu dramatischen Zellteilungsfehlern. Die Forscher glaubten, damit einen Ansatzpunkt für neue Krebstherapien gefunden zu haben.

Spätestens seit das Genom des Menschen entschlüsselt ist, mehren sich die Zweifel, daß allein die DNA-Sequenz das Funktionieren des Organismus bestimmt. Vielmehr scheinen auch die Chromosomen eine Rolle zu spielen. Für Thomas Cremer, Professor für Anthropologie und Humangenetik der Universität München, ist die DNA selbst inert, sie wird erst durch Eiweiße belebt, die die Informationen ablesen und umsetzen. Dirigiert werden sie durch das Chromosom. Erst wenn sich diese Verpackung der DNA-Fäden über einem DNA-Abschnitt lockert, werden die Gene dieses Bereichs für Proteine zugänglich. Dieser Vorgang wird wiederum durch die räumliche Anordnung der Chromosomen untereinander bestimmt.

Ich nehme mir die Freiheit folgendes einzufügen: – Und Dirigent der räumlichen Anordnung der Chromosomen ist die organismische Orgonenergie, was man z.B. bei der Zellteilung unmittelbar unter dem Lichtmikroskop beobachten kann.

Neil Ganem (Dana-Farber Cancer Institute in Boston, Massachusetts) et al. konnten mit Hilfe einer neu entwickelten Mikroskopietechnik, mit der man lebende Zellen mehr als eine Woche hinweg kontinuierlich beobachten kann, eine seit Ende des 19. Jahrhunderts herrschende Theorie wiederlegen. Dieser Theorie zufolge beruht der fehlerhafte Chromosomensatz von Krebszellen auf ihrer ungeordneten Teilung, bei der, statt wie normal zwei, beispielsweise drei oder vier Tochterzellen aus einer Mutterzelle hervorgehen können.

Am Dana-Farber Cancer Institute fand man nun, daß diese abnormalen Zellteilungen verhältnismäßg selten auftreten und die resultierenden Tochterzellen aufgrund der ungeordneten Chromosomensätze nur wenige Tage überlebensfähig sind. Vielmehr fanden die Forscher bei der Langzeitbeobachtung lebender Krebszellen, daß es zwar zu einer normalen Zweiteilung kommt, die Chromosomensätze aber nicht gleichmäßig auf die beiden Tochterzellen verteilt werden. Es käme zu einer Art „Tauziehen“ um die Chromosomen. Dieses Tauziehen wird durch das Vorhandensein zusätzlicher Zentrosome hervorgerufen, die zwar seltener als früher angenommen zu Mehrfachteilungen führen, aber doch den normalen Zellteilungsvorgang empfindlich stören.

Offenbar hat man es hier mit so etwas wie „Panzerung“ auf zellulärer Ebene zu tun, die die orgastische Entladung der Zelle (= Zellteilung) behindert.

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Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 7)

26. September 2013

Neben der diagnostischen Funktion hat das Blut auch eine Heilfunktion (Der Krebs, Fischer TB, S. 247). Nicht nur erzeugten T-Bazillen Krebs, sondern PA-Bione schienen auch eine Heilwirkung zu haben und das nicht nur bei Labormäusen.

Ein ärztlicher Mitarbeiter des Instituts erbot sich, einen Chirurgen zu überreden, einer im Sterben liegenden Krebskranken sterile PA-Bione aus Krebskrankenblut zu injizieren. Der Chirurg injizierte dreimal ungefähr 103 PA in die Armvene. Die Kranke reagierte mit Fieber. Sie starb nach etwa acht Tagen. Der Obduktionsbefund ergab folgendes: In der Leber befand sich ein faustgroßer harter Tumor. An einigen Stellen war die Oberfläche ca. 1 cm tief erweicht. Das fiel dem Pathologen als ungewöhnlich auf. Es war nur ein unsicherer Befund, der allerdings mit dem Befund im Experiment (mit Labormäusen) übereinstimmte. (ebd., S. 301f)

1939 entdeckte Reich die „SAPA-Bione“, die aus Meeressand gewonnen wurden und im Vergleich zu den übrigen Bionen energetisch besonders stark waren, sodaß ihre Wirkung sich nicht nur auf den mikroskopischen Bereich beschränkte. (Ende der 1980er wurde diese Entdeckung nachvollzogen: R.A. Harman: „Current Research with SAPA Bions“, Journal of Orgonomy, 21(1), May 1987, S. 42-52; K. Carey/S. Dunlap: „Culturing SAPA Bions“, Journal of Orgonomy, 22(1), May 1988, S. 68-75; siehe auch Monika Palm/Dirk Döring: „Neue Untersuchungen zu den Seesand-Bionen von Wilhelm Reich“, emotion 9 (1989), S. 111-127.) Auf diese Weise entdeckte Reich die „Orgon-Strahlung“, mit der er in Wirklichkeit schon längst gearbeitet hatte, ohne es zu ahnen.

Gerald Pohler verglich 1989 die SAPA-Bion-Strahlung mit den Poppschen Biophotonen:

  1. Mitogenetische Strahlung
    Die mitogenetische Strahlung, von Gurvich vor mehr als 50 Jahren entdeckt, ist für Reich (…) identisch mit orgonotischer Erstrahlung. Nach Popp und Strauß (…) besteht sie aus Biophotonen.
  2. Blaue Farbe der Strahlung
    Nach Reich (…) ist die blaue Farbe die Farbe der Orgonstrahlung im lebenden Bereich. Nach Popp und Strauß (…) zeigen Biomoleküle eine blaue Strahlung, die aus Biophotonen resultiert.
  3. Thermische Messung
    Nach Reich (…) ist konzentrierte Orgonstrahlung (im Orgonakkumulator) mittels Thermometer meßbar (Temperaturanstieg). Nach Popp und Strauß (…) reagiert das Thermometer auf freie Photonen derart, daß je mehr Photonen vorhanden sind, die Temperatur desto höher ist.
  4. Zelle und Energie
    Nach Reich (…) führt Orgonenergiestauung im Gewebe zum Zerfall der Zellen. Nach Popp und Strauß (…) greifen Biophotonen empfindlich in alle Abläufe der Zelle ein. (Pohler: Krebs und seelischer Konflikt, Frankfurt 1989, S. 106)
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Reich beschreibt, wie diese Fernstrahlung der SAPA-Bione an ihm selbst wirkte:

Ich hatte an meiner linken Wange eine kleine Warze entwickelt, die T-Bazillen enthielt. Ich brachte das SAPA-Kulturglas einige Male wenige Minuten lang an die Warze. Die mikroskopische Untersuchung zeigte vorher lebend bewegte, nachher tote T. Die Warze selbst heilte aus. (…) Eine Erosion an meiner linken Zungenseite zeigte lebende T. Ich bestrahlte die Stelle, indem ich ein Kulturglas in die Nähe brachte. Die Stelle heilte rasch aus, und die T wurden unbewegt. (Der Krebs, S. 303)

Nach dem injizieren von SAPA-Bionen bei Krebsmäusen stellte Reich fest, daß sie die Roten Blutkörperchen orgonotisch aufluden und diese geladenen Blutkörperchen wiederum auf den Tumor zerstörend einwirkten (ebd., S. 305f). Ende 1940 schließlich ersetzte Reich mit durchschlagendem Erfolg die SAPA Bione durch den neu entdeckten Orgonenergie-Akkumulator (ebd., S. 313). Mit der Entdeckung des Akkumulators verbanden sich die beiden Teilbereiche: das Gerät gab die Strahlung ab, wie vorher die SAPA-Präparate auf den Glasträgern, und es lud das Blut auf. Bei unbehandelten Krebskranken braucht der Kampf gegen den fauligen Verfall die an die Blutkörperchen gebundene Orgonenergie auf, die dann selbst zerfallen und am Krebsgeschehen teilhaben, während bei Patienten, die mit dem Orgonenergie-Akkumulator behandelt wurden, die Energie ständig von außen ersetzt wird.

Es müssen gesunde, kräftige Orgonsysteme vorhanden sein, die orgonotisch stärker aufgeladen werden können, um protozoale und bakterielle Fremdkörper zu beseitigen oder nicht zur Entwicklung zuzulassen. Es ist ein Grundgesetz im Bereiche der Orgonphysik, daß das stärkere orgonotische System das schwächere an sich zieht und ihm die Ladung entzieht. (…) Die Gewebe oder das Blut eines Menschen oder einer Maus stellen gegenüber den Protozoen, Krebszellen und T-Bazillen das weit stärkere orgonotische System dar. Dem entspricht ihre tötende Wirkung. Diese Wirkung erfolgt normalerweise auch ohne Orgonzufuhr von außen. Aber im Prozeß des Kampfes gegen die Krebszellen und T-Bazillen büßt (…) das gesunde Gewebe und das Blut selbst immer mehr Orgon ein; daher die Anämie und die Abmagerung. Führen wir nun Orgon von außen konzentriert und regelmäßig zu, so ersparen wir dem Organismus den Verbrauch körpereigenen Orgons. Die Kachexie und die Anämie bleiben aus oder sie heben sich wieder auf. (ebd., S. 315).

Über die antagonistische Wirkung von Roten Blutkörperchen und Krebszellen, die die Bionforschung mit dem Orgonakkumulator verbindet, siehe Chester M. Raphael/Helen E. MacDonald: „Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathie: VI. The Medical Efficacy of the Orgone Energy Accumulator“ (Orgone Energy Bulletin, 4(2), April 1952, S. 116-125).

In diesem Zusammenhang macht vielleicht auch ein Blick auf die Magnetfeldtherapie Sinn, wie sie ganz selbstverständlich z.B. an der Berliner Charité angewandt wird: die wechselnden Magnetströme induzieren elektrische Ströme – die wiederum Orgonströme induzieren? – auf jeden Fall sieht die Behandlung genauso aus, wie in der physikalischen Orgontherapie. Auch Manfred von Ardennes Sauerstoffmehrschritt- und Überwärmungstherapie des Krebses zeigt Elemente der physikalischen Orgontherapie des Krebses auf. Eine direkte Entsprechung zum Orgonenergie-Akkumulator sind (neben seiner Erforschung der biologischen Wirkung des Magnetismus) die Metallkästen mit denen Giorgio Piccardi gearbeitet hat (James DeMeo: Der Orgonakkumulator, Frankfurt 1994, S. 56f).

Das besondere an der Orgonakkumulator-Behandlung ist, daß es im Gegensatz etwa zur Röntgenbehandlung keine mechanische Relation zwischen Bestrahlung und Wirkung gibt. Reichs Mitarbeiter Simeon I. Tropp schreibt dazu:

Wir halten Röntgenbestrahlung, trotz ihrer teilweisen guten Erfolge, für zu schädlich für den Organismus, vor allem wegen ihrer verheerenden Wirkung auf das Blutsystem und die umliegenden gesunden Gewebe. Röntgenstrahlen sind eine körperfremde Energie. Wenn man beispielsweise 100 Patienten mit einer gegebenen Dosis von Röntgenstrahlen behandelt, so werden die Resultate mehr oder weniger gleich sein; wenn man jedoch die gleiche Anzahl von Personen der Orgon-Bestrahlung aussetzt, werden die Ergebnisse bei den verschiedenen Personen variieren, denn Orgon ist körpereigene Energie, und die Reaktion verschiedener Personen auf Orgon-Bestrahlung wird jeweils vom Zustande des einzelnen Individuums abhängig sein. So reagieren zum Beispiel manche Personen sofort auf das Orgon, während andere vielleicht viel länger dazu brauchen. Röntgen-Therapie beruht auf dem Prinzip der Abtötung. Sie zerstört nur den Tumor. Sie tötet wie der Krebs selbst. Im Gegensatz zur Röntgenbestrahlung beeinflußt die Orgon-Energie, da sie ja die spezifische Lebensenergie ist, den Organismus positiv. Sie erreicht mehr, ohne dem Organismus Schaden zuzufügen. Sie verringert die Schmerzen. Sie fördert die Heilung, regeneriert das Blutsystem, verhütet Entartung im Organismus, bringt ihn wieder zu vollem Leben und ermöglicht ihm dadurch, die Krankheit zu bekämpfen. („Die Behandlung einer bösartigen mediastinalen Geschwulst mit dem Orgonakkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 1, April 1950, S. 27f)

Daß die Orgonbehandlung die negativen Wirkungen traditioneller Bestrahlung abschwächt, zeigt Walter Hoppe: „Zusammenstoß der Orgon- und Radiumtherapie in einem Falle von Hautkrebs“ (Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 4, März 1953).

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 5)

19. September 2013

Reichs Kritik am klassischen Konzept der Metastasenbildung:

Hier möchte ich die Theorie erwähnen, die die Verpflanzung von Krebsgeschwülsten zu erklären versucht. Dieser Theorie zufolge gelangen Krebszellen aus der ersten Geschwulst in die Blutbahn, werden in ferne Organe gespült, siedeln sich dort an und wuchern zu neuen Geschwülsten, den sogenannten „Metastasen“. Nun hat man ja diesen Prozeß noch nie direkt beobachtet; ist diese Hypothese richtig? Unsere Auffassung bietet eine andere und plausiblere Erklärung: Es ist nicht notwendig anzunehmen, daß Krebszellen im Blut weitergespült werden. Denn da der Schrumpfungs- und Fäulnisprozeß allgemein ist, können sich lokale Geschwülste hier früher, dort später bilden. Der von mir geschilderte Fall enthüllte jedenfalls die Tatsache, daß die Wahl des Ortes für Metastasenbildung von lokalen Spasmen und biologischen Funktionsstörungen bestimmt ist. Es mag also zuerst eine Krebsgeschwulst in der Brust infolge eines chronischen Spasmus des großen Brustmuskels (M. pectoralis) auftreten, und einige Zeit später mag eine zweite Geschwulst in den Rippen oder in der Wirbelsäule infolge lokaler Muskelspasmen am Zwerchfell etc. folgen. Muskelkontraktionen sind Beweis für eine biopathische Dysfunktion, und sie stellen die allgemeine Tendenz des Organismus zur Kontraktion und Schrumpfung dar. Die Metastasenbildung an entfernten Stellen ist natürlich von der Wucherung der Tumoren in das umgebende Gewebe zu unterscheiden, z.B. wenn ein Afterkrebs die Blasenwand durchwuchert. (Der Krebs, Fischer TB, S. 246)

An anderer Stelle vertritt Reich jedoch eine Metastasentheorie, die der klassischen weitgehend entspricht:

An dieser Stelle meldet sich die Vermutung, daß die Bösartigkeit eines Tumors vom Grade der Ausreifung der Krebszellen und von der Raschheit abhängt, mit der die Krebszellen und die zerrstörten Gewebspartien in T-Bazillen zerfallen. Metastasen finden sich, wie es sich an Mäusen zeigt, schon in der reifenden Krebsstufe (Ca III). Doch schlecht bewegte Spindel- oder Rundzellen können nicht das gleiche Unheil anrichten wie Amöben mit rascher Bewegung und kräftiger Destruktivität. (ebd., S. 282)

Walter Hoppe schreibt:

Die Lokalisation eines Krebstumors wird bestimmt durch die biologische Inaktivität in der unmittelbaren Umgebung. Dies bringt auch das Problem der Metastasen auf, die nicht notwendigerweise durch den Blutstrom befördert werden müssen. Sie können auch direkt an denjenigen Stellen des Organismus entstehen, wo die biologische Schwäche des Gewebes in der unmittelbaren Nachbarschaft vorhanden ist. (Hoppe: Biopsychische und biophysische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie & Die Behandlung eines malignen Melanoms mit Orgonenergie, Kurt Nane Jürgenson, Broschüre o.J.)

In Der Krebs (S. 191) weist Reich auf den Zusammenhang zwischen den emotionell verursachten Muskelspasmen und den Orten hin, an dem Krebs-Metastasen auftreten. Tumoren entwickeln sich dort, wo der Körper sich am meisten gegen bioenergetische Erregung mit Muskelpanzerung wehrt (ebd., S. 189), das Gewebe deshalb schlecht mit Sauerstoff versorgt wird und so am ehesten krebsartig zerfällt, also insbesondere an besonders einfach sich abpanzernder Ringmuskulatur wie im Hals, im Magen und im Anus, aber auch an den Brüsten und am Genital (siehe auch ebd., S. 172). „Das Auftreten einer der Krebsmetastasen am V. Cervicalwirbel konnte ich (…) auf den jahrzehntealten Spasmus der tiefen Halsmuskulatur verständlich zurückführen“ (ebd., S. 200). „Die Störung der biologischen Ladung einer Drüse, einer Hautregion oder einer Schleimhaut, wird von einem Muskelkrampf in der Nachbarschaft der betroffenen Stelle hervorgerufen und aufrechterhalten; der Krampf verhindert, daß die biologische Energie die jeweilige Stelle auflädt“ (H.E. MacDonald: „Wilhelm Reich’s Concept ‚Cancer Biopathy’“, Orgone Energy Bulletin, 2(3), July 1950, S. 124-130).

T-Bazillen, hervorgegangen durch blasigen Zerfall der Gewebe (Selbstdestruktion), bilden den spezifischen Reiz zu kanzerösen Neubildungen, indem sie zunächst Bionbildung anregen. (…) Die krebsige Bionbildung und darauffolgende kanzeröse Zellbildung ist als Abwehr des Organismus auf den T-Bazillen-Reiz zu betrachten. Sie ist jedoch eine pathologische Art der Abwehr, da sie sich der Zerstörung von gesunden Zellgebilden bedient. Sie fordert nun ihrerseits neue Abwehr des Organismus gegen die Zerstörung heraus. (Der Krebs, S. 279)

„Die Krebszelle ist eine Folge davon, daß sich das Gewebe gegen die Wirkung der T-Bazillen wehrt“ (ebd., S. 288). Als Abwehrreaktion bilden sich PA-Bione und aus denen wiederum die Krebszellen (ebd., S. 291).

Den gleichen Mechanismus macht man sich in der Landwirtschaft zunutze: man gibt faulige Abbauprodukte voller T-Bazillen auf die Äcker und regt so dort die Produktion von PA-Bionen an (ebd., S. 291f). Dies konnte Reich experimentell nachweisen, indem er auf Eiweißnährböden T-Bazillen impfte und feststellen konnte, daß sie dort die Produktion von PA-Bionen provoziert hatten (ebd., S. 290f).

Die Disposition zum Krebs ist also bestimmbar durch die biologische Resistenz von Blut und Geweben gegen Fäulnis. Und diese biologische Resistenz ist wiederum bestimmt durch die Orgonhaltigkeit des Blutes und der Gewebe, durch die orgonotische Potenz des Organismus. (ebd., S. 289)

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